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Hilmer Kuno Ernst Freiherr von Bülow (* 26. Juli 1883 in Bückeburg; † 7. Januar 1966 in Celle) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalleutnant in der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg, sowie Militärschriftsteller.
Inhaltsverzeichnis |
Hilmar entstammte dem mecklenburgischen Uradelsgeschlecht derer von Bülow und war der zweitgeborene Sohn des fürstlich schaumburg-lippischen Landgerichtspräsidenten Louis Georg Heinrich von Bülow (1829–1894) und der Anna Friedrich (1846–1920). Hilmer Freiherr von Bülow war mit Edith Freiin von Seebach verheiratet; aus der Ehe gingen der Sohn Joachim Hilmer Ernst und die Tochter Sibylle Maria Elisabeth hervor. Joachim fiel am 24. April 1941 während des Zweiten Weltkriegs als Leutnant in einem Jagdgeschwader im Luftkampf über dem Ärmelkanal.
Hilmer Freiherr von Bülow war der prägende Vorsitzende des Familienverbandes (1951–1960).[1]
Bülow trat am 27. Februar 1904 als Fähnrich in das Garde-Grenadier-Regiment Nr. 5 ein und wurde hier am 27. Januar 1905 zum Leutnant befördert. Bis zu seiner Kommandierung an die Preußische Kriegsakademie vom 1. Oktober 1912 bis 2. August 1914 diente er als Kompanieoffizier in seinem Regiment. Seine Ausbildung musste Bülow aufgrund des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs und der Mobilmachung abbrechen. Vom 3. August 1914 bis zum 26. Oktober 1915 war Bülow Beobachter im 1. Fliegerbataillon. Anschließend erfolgte bis zum 27. November 1916 seine Verwendung als Führer in der 11. Feld-Fliegerabteilung. Hiernach wurde er bis zum 4. März 1917 als Führer im Armee-Flug-Park 9 eingesetzt. Vom 5. März 1917 bis zum 12. September 1917 wurde er interimsweise Leiter der Feld-Fliegerabteilung 9. Anschließend wurde Bülow bis zum 29. Dezember 1917 Leiter des Armee-Flug-Parks 12 und nachfolgend 14. Vom 30. Dezember 1917 bis zum 27. September 1918 war er Leiter der Artillerie-Fliegerabteilung 223. Eine Verwendung als Gruppenleiter der Feld-Fliegerabteilung 24 schloss sich vom 28. September 1918 bis zum 30. November 1918 an. Vom 1. Dezember 1918 bis zum 26. März 1919 war Bülow Leiter der Feld-Fliegerabteilung 21. Vom 27. März 1919 bis zum 3. September 1919 erfolgte die Demobilisierung mit der Fliegerersatzabteilung 12. Im Zeitraum vom 4. September 1919 bis zum 31. März 1920 wurde er formal der Verfügung des 5. Garderegiments unterstellt und beurlaubt. Am 31. März 1920 schied Hilmer Freiherr von Bülow aus dem Militärdienstverhältnis aus.
Vom 1. März 1926 bis zum 31. Mai 1934 war Bülow als Zivilangestellter Chef des Departments für ausländische Luftstreitkräfte im Truppenamt des Reichswehrministeriums. Am 1. Oktober 1933 wurde er als Ergänzungsoffizier in der Reichswehr reaktiviert. Bülow diente anschließend vom 1. Juni 1934 bis zum 31. Mai 1938 in der Luftwaffe als Leiter der Abteilung für ausländische Luftstreitkräfte im Truppenamt des Reichsluftfahrtministeriums. Als Luftwaffenattaché wurde Bülow anschließend vom 1. Juni 1938 bis zum 30. Juni 1941 an der deutschen Botschaft in Rom sowie bis zum 31. März 1942 an der deutschen Botschaft in Madrid eingesetzt. Es schloss sich eine nationale Verwendung als Leiter der Abteilung für Kriegswissenschaften der Luftwaffe in der Zeit vom 1. April 1942 bis zum 28. August 1943 an. In seiner letzten militärischen Verwendung in der Zeit vom 28. August 1943 bis zum 31. Oktober 1943 wurde Hilmer Freiherr von Bülow in der Führer-Reserve des Oberkommandos der Luftwaffe eingesetzt. Mit Ablauf des 31. Oktober 1943 schied Bülow als Generalleutnant aus dem Militärdienst bei der Luftwaffe aus.[2]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bülow, Hilmer Freiherr von |
| ALTERNATIVNAMEN | Bülow, Hilmer Kuno Ernst Freiherr von (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Offizier, zuletzt Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg sowie Militärschriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 26. Juli 1883 |
| GEBURTSORT | Bückeburg |
| STERBEDATUM | 7. Januar 1966 |
| STERBEORT | Celle |