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| Hochschule Zittau/Görlitz | |
|---|---|
| Gründung | 1992 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Zittau und Görlitz |
| Bundesland | Sachsen |
| Staat | Deutschland |
| Rektor | Friedrich Albrecht Kanzlerin Karin Hollstein |
| Studenten | ca. 3800 (2008) |
| Mitarbeiter | ca. 500 (2008) |
| davon Professoren | ca. 119 (2008) |
| Website | www.hszg.de |
Die Hochschule Zittau/Görlitz ist eine Fachhochschule in Sachsen mit zwei 35 Straßenkilometer voneinander entfernten Standorten in Zittau und Görlitz. Der internationale Name ist Hochschule Zittau/Görlitz – University of Applied Sciences. Gegenwärtig sind rund 3800 Studierende immatrikuliert, darunter etwa 500 Ausländer aus insgesamt 32 Nationen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Hochschule Zittau/Görlitz wurde am 13. Juli 1992 als „Hochschule für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen Zittau/Görlitz (FH)“ gegründet, und zwar mit Doppelstandort in Zittau und Görlitz in der Oberlausitz. Die Städte Zittau und Görlitz haben eine jahrhundertealte Tradition mit den Schwerpunkten in Bildung, Wissenschaft und Kunst.
Auf Initiative des Zittauers Christian Weise wurde im 17. Jahrhundert der Grundstein mit Gründung der „Zittauer Schule“ gelegt. Über die „Zittauer Schule“ verbreitete sich im 18. Jahrhundert der Geist der Zittauer Erziehungskunst. Durch die starke wirtschaftliche Stellung Sachsens wurde 1836 eine königlich-sächsische Gewerbeschule eingerichtet. Daraus entwickelte sich eine Baugewerkeschule, die Tiefbau- und Hochbauschule und eine Höhere Handelsschule mit dem Recht der Verleihung von Ingenieurpatenten. 1951 wurde eine Ingenieurschule für Energiewirtschaft ins Leben gerufen, die überregionale Anerkennung fand. Die neu gegründete Ingenieurhochschule Zittau (IHZ) übernahm 1969 diese Absolventen und baute die Fachbereiche Kraftwerksanlagen, Energieumwandlung, Elektroenergieversorgung und Betriebswirtschaft auf. Zwischen 1979 und 2005 wurde auch der Zittauer Lehr- und Forschungsreaktor betrieben.
Insbesondere durch die postgraduale Weiterbildung (bis zur Promotion) und das Modell der praxisorientierten Hochschulzugangsberechtigung erhielt die Ingenieurhochschule Zittau im Jahr 1988 den Status einer Technischen Hochschule. Absolventen mit einer besonderen Sachkunde erhielten die Möglichkeit der Promotion (Doktor) und Habilitation. Mit Gründung der heutigen Hochschule Zittau/Görlitz im Jahre 1992 wurde das Ausbildungsspektrum in Lehre und Forschung stark erweitert. Es existieren zahlreiche Fachlabore und Forschungseinrichtungen. Außerdem wurden bei der Neugründung einige benachbarte Einrichtungen der ehemaligen Offiziershochschule der Landstreitkräfte Ernst Thälmann am Standort Zittau übernommen.
In Görlitz wurde die Ingenieurschule für Elektronik und Datenverarbeitung in der Brückenstraße aufgelöst und die bestehenden Einrichtungen in die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen Zittau/Görlitz (FH) aufgenommen.
Alle Mitarbeiter der Vorgängereinrichtungen wurden erst nach eingehender Prüfung in die neue Fachhochschule übernommen.
Mit der Gründung des Internationalen Hochschulinstitutes Zittau (IHI) im Jahre 1993 wurde ein wichtiger Schritt für das Zusammenwachsen der Euroregion Neiße in Richtung enger Kooperation und gegenseitiger Unterstützung getan. Die Hochschulen der Euroregion, die Technische Universität Liberec, die Schlesische Technische Universität, die Wirtschaftsuniversität Breslau, die TU Freiberg und die Hochschule Zittau/Görlitz, haben gemeinsam die intensiven und konstruktiven Arbeiten für das Entstehen dieser Hochschuleinrichtung geleistet.
Darüber hinaus ist die Hochschule Zittau/Görlitz zusammen mit der Technischen Universität Liberec und der Technischen Hochschule Breslau Initiator der Neisse University. Die Konzeption der Neisse University geht von einem Studium in realer sprachlicher, kultureller, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Umgebung aus. In ihm sind Studenten und Lehrkräfte aus drei Ländern beteiligt.
Die Hochschule gliedert sich in die sechs Fakultäten Bauwesen, Elektrotechnik und Informatik, Maschinenwesen, Mathematik/Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften und Sprachwissenschaften, die insgesamt über 30 Diplom-, Bachelor- und Master-Studiengänge anbieten. Zusätzlich besteht mit dem aus der Kooperativen Ingenieurausbildung (KIA) hervorgegangenen Kooperativen Studium mit integrierter Ausbildung die Möglichkeit, ein Studium mit einer Berufsausbildung zu verknüpfen.
Besonderheiten sind der in Deutschland einzigartige Studiengang Kommunikationspsychologie, der Studiengang Kultur und Management (erster grundständiger Studiengang für Kulturmanagement an einer wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Deutschland, gegründet 1997 unter der Schirmherrschaft der UNESCO) sowie das von der Hochschule Zittau/Görlitz mitbetreute trinationale Hochschulnetzwerk Neisse University. Einzigartig ist auch der Masterstudiengang Mechatronik. Möglich ist hier ein Doppelabschluß gemeinsam mit der TU Liberec.
(Technische) Universitäten: TU Chemnitz* | Dresden International University | TU Dresden* | TU Bergakademie Freiberg* | Handelshochschule Leipzig | Universität Leipzig* | Internationales Hochschulinstitut Zittau*
Kunst- und Musikhochschulen: Hochschule für Bildende Künste Dresden* | Hochschule für Musik Dresden* | Hochschule für Kirchenmusik Dresden | Palucca Schule Dresden* | Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig* | Hochschule für Musik und Theater Leipzig*
Fachhochschulen: AKAD-Fachhochschule Leipzig | EBC Hochschule Dresden | Fachhochschule Dresden | HTW Dresden* | HTWK Leipzig* | Hochschule für Telekommunikation Leipzig | Hochschule Mittweida* | Hochschule Zittau/Görlitz* | Westsächsische Hochschule Zwickau* | Hochschule der Sächsischen Polizei* | Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung* | Evangelische Hochschule Moritzburg | Hochschule für Soziale Arbeit
(* Trägerschaft durch den Freistaat Sachsen)