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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Main-Taunus-Kreis | |
| Höhe: | 136 m ü. NN | |
| Fläche: | 57,38 km² | |
| Einwohner: |
38.253 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 667 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 65719 | |
| Vorwahlen: | 06192, 06122, 06198 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MTK | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 36 007 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Chinonplatz 2 65719 Hofheim am Taunus | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Gisela Stang (SPD) | |
| Lage der Stadt Hofheim am Taunus im Main-Taunus-Kreis | ||
Hofheim am Taunus ist die Kreisstadt des Main-Taunus-Kreises in Hessen.
Inhaltsverzeichnis |
Hofheim liegt am Südrand des Taunus zwischen Wiesbaden und Frankfurt am Main an den Bundesautobahnen A 66 und A 3.
Hofheim grenzt im Norden an die Städte Eppstein und Kelkheim (Taunus), im Osten an die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main, die Gemeinde Kriftel und die Stadt Hattersheim am Main, im Süden an die Städte Flörsheim am Main und Hochheim am Main sowie im Westen an die kreisfreie Stadt Wiesbaden.
Die bislang ältesten Funde aus dem Gebiet um Hofheim stammen aus der Altsteinzeit (75.000 v. Chr.). Aus der Jungsteinzeit (5000 v. Chr.) konnten Siedlungsgebiete an den Ufern des Schwarzbachs, beiderseits des heutigen Schmelzwegs und auf dem Kapellenberg nachgewiesen werden. Um 40 n. Chr. wurde das Gebiet von den Römern besiedelt, die hier auch zwei Kastelle bauten.
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1263 unter dem Namen Hoveheim. Hofheim gehört den Herren von Falkenstein. Kaiser Karl IV. verlieh Hofheim am 21. März 1352 die Stadtrechte. Im Reichskrieg gegen Philipp den Älteren von Falkenstein wurde es 1366 vom Erzbischof von Mainz für Kurmainz erobert, 1429 jedoch an die Herren von Kronberg verkauft. 1460 wurde es zurückgekauft, aber bereits 1465 an die Grafen von Eppstein verpfändet, die nach ihrem Aussterben 1535 von den Grafen zu Stolberg beerbt wurden. Diese führten 1540 die Reformation ein. Dem Mainzer Erzbischof Daniel Brendel von Homburg gelang es 1559 die Pfandschaft wieder einzulösen. Unter der Regierung von Johann Adam von Bicken, Erzbischof und Kurfürst von Mainz, erreichten die Hexenprozesse in Kurmainz den Höhepunkt. In der Zeit von 1588 bis 1602 wurden in den beiden Ämtern Höchst und Hofheim 23 Frauen der Hexerei angeklagt und davon 15 hingerichtet.
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hofheim am Taunus beschloss am 3. November 2010 eine Rehabilitierung der wegen Hexerei verurteilten Bürgerinnen und Bürger.
1603 wurde in Hofheim wieder ein katholischer Pfarrer eingesetzt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es durch Spanier, Bayern, Schweden und Franzosen geplündert und verwüstet. Im Reichsdeputationshauptschluss von 1803 fiel Hofheim an die Fürsten von Nassau-Usingen, das 1806 mit dem Fürstentum Nassau-Weilburg zum Herzogtum Nassau vereinigt wurde. 1866 wurde das Herzogtum Nassau von Preußen einverleibt und gehörte zur Provinz Hessen-Nassau. Nachdem es lange Zeit verkehrsmäßig im Abseits lag, wurde Hofheim 1874–1877 mit dem Bau der Main-Lahn-Bahn zwischen Frankfurt und Limburg an das Eisenbahnnetz angeschlossen. 1938 wurde Marxheim eingemeindet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fiel Hofheim an das neu gegründete Land Hessen. Weitere Eingemeindungen erfolgten 1972 (Diedenbergen, Langenhain und Lorsbach), sowie 1977 (Wallau und Wildsachsen).
Um 1900 hatte Hofheim etwa 2.800 Einwohner, 1908 schon 4040, 1938 dann 7.800. 1972 war die Zahl auf 27.500 angewachsen, 1977 auf 33.000. Ihren Höchststand hatte sie 2002 mit 40.863 Einwohner, seitdem ist die Zahl wieder rückläufig.
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[2]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
</div> | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 37,3 | 17 | 42,5 | 19 | 41,0 | 18 | |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 23,2 | 10 | – | – | – | – | |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 22,6 | 10 | 20,7 | 9 | 27,8 | 13 | |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft Hofheim | 6,8 | 3 | 10,0 | 5 | 11,2 | 5 | |
| BfH | Bürger für Hofheim | 4,0 | 2 | 5,0 | 2 | 3,8 | 2 | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 3,8 | 2 | 7,8 | 4 | 4,8 | 2 | |
| Die Linke | Die Linke | 2,3 | 1 | – | – | – | – | |
| GOHL | Die Grünen – Offene Hofheimer Liste | – | – | 14,1 | 6 | 11,3 | 5 | |
| Gesamt | 45 | 45 | 45 | |||||
| Wahlbeteiligung in % | 51,9 | 46,8 | 56,3 | |||||
Die Bürgermeisterin ist Gisela Stang (SPD). Sie setzte sich bei der Wahl 2007 mit 52% der gültigen Stimmen durch.
Wirtschaftliche Schwerpunkte Hofheims sind die Gewerbegebiete Hofheim-Wallau und Hofheim-Nord. Einige in der Stadt ansässige Betriebe haben herausragende Bedeutung:
Aufgrund seiner Lage mitten im Rhein-Main-Gebiet und der hervorragenden Verkehrsanbindung spielt Hofheim selbst keine große Rolle im Einzelhandel. Auf Hofheimer Gemarkung befindet sich in Wallau das Einrichtungshaus Ikea.
Seit Herbst 2010 wird die Einzelhandelslandschaft der Hofheimer Innenstadt durch die überdachte Einkaufspassage Chinon Center mit ca. 20 Einzelhandelsgeschäften und einem Kino auf drei Etagen erweitert.
Hofheim mit seinen Stadtteilen liegt entlang der Autobahn A 66 (zwischen Wiesbaden und Frankfurt) und ist über fünf Auffahrten erschlossen. Außerdem liegen die Ortsteile Diedenbergen, Wallau und Wildsachsen noch an der A 3 (Köln–Würzburg).
Für den ÖPNV bestehen an den beiden Bahnhöfen Hofheim und Lorsbach an der Main-Lahn-Bahn eine direkte S-Bahn-Anbindung (Linie S2) in Richtung Niedernhausen sowie über Frankfurt am Main nach Dietzenbach. Ebenfalls hält die Regionalbahn RB20 auf der Linie Limburg an der Lahn–Frankfurt am Main am Hofheimer Bahnhof. Somit sind in den Hauptverkehrszeiten sechs Fahrten pro Stunde zwischen Hofheim und Frankfurt möglich. Die Stadtteile von Hofheim sowie die angrenzenden Gemeinden sind durch zahlreiche Omnibusverbindungen und das Anrufsammeltaxi erreichbar. Auch in die Landeshauptstadt besteht eine direkte, tagsüber halbstündlich verkehrende Omnibusverbindung.
Das Gemeindegebiet wird darüber hinaus durch die Tunnel Wandersmann Nord und Wandersmann Süd unterquert.
In Hofheim gibt es eine Vielzahl von Grund- sowie Weiterführenden Schulen:
Neben den oben aufgeführten Bildungseinrichtungen beherbergt die Kreisstadt Hofheim am Taunus eine Volkshochschule, eine Stadtbücherei und ein Stadtmuseum.
Die SG Wallau-Massenheim ist ein Handball-Sportverein, welcher im Hofheimer Ortsteil Wallau ansässig ist. Die Spielvereinigung war lange Zeit in der Handball-Bundesliga vertreten. Im Jahre 2005 erfolgte jedoch der Abstieg in die Handball-Regionalliga-Südwest.
Der Schachverein 1920 Hofheim hat eine 25-jährige Bundesligatradition und spielt derzeit mit seiner ersten Mannschaft in der 2. Bundesliga West. Die Frauenmannschaft spielt ebenfalls seit 1999 ununterbrochen in der 2. Bundesliga und ist stärkste hessische Frauenmannschaft.
Motorsport wird in Hofheim seit 1958 durch den MSC Diedenbergen betrieben. Die Speedwaymannschaft war mehrmals Deutscher Meister und brachte aus ihren Reihen mehrere Europameister und Weltmeister hervor (zum Beispiel Gerd Riss und Egon Müller).
Die Basketball-Damenmannschaft des TV Hofheim spielte bis 2008 in der 2.Bundesliga Süd. Ab der Saison 2008/09 tritt die erste Mannschaft gemeinsam mit dem TV Langen in einer Spielgemeinschaft, den Rhein-Main Baskets, an. Dieser glückte gleich im ersten Spieljahr der Aufstieg in die 1. Damen-Basketball-Bundesliga.
Die Tischtennisabteilung der SG Wildsachsen spielt in der Saison 2009/2010 mit 3 Herrenmannschaften in der Verbandsliga, Kreisliga und Kreisklasse.
Der Blasmusik in traditioneller, moderner und konzertanter Form wird seit 1962 beim Musikzug Wallau gefrönt.
Bad Soden am Taunus | Eppstein | Eschborn | Flörsheim am Main | Hattersheim am Main | Hochheim am Main | Hofheim am Taunus | Kelkheim (Taunus) | Kriftel | Liederbach am Taunus | Schwalbach am Taunus | Sulzbach (Taunus)