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Hohensyburg

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Hohensyburg
Die Ruine der Syburg

Die Ruine der Syburg

Alternativname(n): Sigiburg, Syburg
Entstehungszeit: um 700
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Wesentliche Teile erhalten
Ständische Stellung: Adel
Ort: Dortmund-Syburg
Geographische Lage 51° 25′ 12″ N, 7° 29′ 13″ O51.427.48694444444Koordinaten: 51° 25′ 12″ N, 7° 29′ 13″ O
Hohensyburg (Nordrhein-Westfalen)
Hohensyburg

Die Hohensyburg, auch Sigiburg oder Syburg genannt, befindet sich oberhalb des Zusammenflusses von Ruhr und Lenne in den Hengsteysee im südlichen Dortmunder Stadtteil Syburg. Die Hohensyburg ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. In der Nähe befindet sich die Spielbank Hohensyburg.

Inhaltsverzeichnis

UrsprĂĽnge

Steinzeitliche Funde belegen die frĂĽhe Anwesenheit des Menschen im Syburger Raum und erste Siedlungsspuren fĂĽhren in die Bronzezeit um etwa 700 v. Chr. Die erste urkundliche Nennung erfolgt fĂĽr das Jahr 775, als laut den Lorscher Annalen das fränkische Heer Karls des GroĂźen die sächsische Sigiburg eroberte und diese seinerseits als Verteidigungsanlage gegen die Sachsen nutzte. Das sächsische Territorium war damals nicht mit dem heutigen deckungsgleich. Die Falen waren eine sächsische Stammesgruppe, die in diesem Raum ihr Siedlungsgebiet hatte. Dieser Ort ist besonders erwähnenswert, da er sehr wichtig im Rahmen der Christianisierung in Deutschland war. Widukind mit seinen Mannen gehörte zur Burgbesatzung, die von Karl dem GroĂźen vertrieben wurde. Laut ungesicherter Quellen soll ihm hierbei ein Wunder geholfen haben diese Burg zu erobern, was man aber in den Bereich der christlichen Legendenbildungen weisen kann. Im Folgejahr belagerten die Sachsen die fränkische Burg. Die Burgbesatzung konnte, so berichten die Annalen, die Belagerer jedoch durch einen Ausfall ĂĽberraschen und verfolgten danach die flĂĽchtenden Sachsen bis zur Lippe. Im Nachgang kam es dann zu weiteren Verfolgungen Widukinds und seiner Truppen einschlieĂźlich des bekannten Umsturzes der Irminsul sowie zu einem groĂźen Massaker in Verden an der Aller, an denen, die sich nicht zum Christentum bekehren lassen wollten. Insgesamt befinden sich Ăśberreste von drei Burgen auf dem Berg. Der Bau der steinernen Syburg (Hohensyburg) wird auf 1150 datiert. Sie ist eine Höhenburg der Kölner Erzbischöfe und steht im Zusammenhang mit dem Landesausbau im 12. Jahrhundert. 1235 werden die Herren von Syberg als kölnische Ministerialen erstmalig erwähnt. Die beiden anderen Burgen sollen im frĂĽhen Mittelalter entstanden sein. Des Weiteren gibt es noch eine Kirche, die im Auftrag Karls des GroĂźen erbaut und von Papst Leo III. 799 geweiht worden sein soll. Die angeblich 776 fertig gestellte Kirche wäre damit allerdings 23 Jahre ungeweiht geblieben. Hier liegt jedoch ein Widerspruch in den Quellen vor: Während Leo einerseits Rom fluchtartig verlassen haben soll, scheint man auf der Hohensyburg geradezu auf den Besuch gewartet zu haben, um die Kirche vom Papst selbst weihen zu lassen. AuĂźerdem soll Leo III. einen Brunnen geweiht haben, der bald als Wallfahrtsstätte diente.

FrĂĽhmittelalterliche Burgen auf dem Syberg

Teil der Ruine Hohensyburg, 2010

Der frĂĽhere Archäologiestudent Detlev Rothe nennt die beiden Burgreste Sigiburg I und II. Bei beiden handelt es sich um Ringwallanlagen, deren Reste sich nur schwer orten lassen, weshalb laut Rothe die meisten Autoren auch nur von einer einzigen Burg sprechen. Tatsächlich nennen der Historiker Fiedler und der Hobby-Archäologe Kuhlmann nur eine Anlage, deren Wall-Graben-System aber besonders gut erkennbar ist. Auch im SĂĽdosten ist die WallfĂĽhrung noch gut erkennbar. Dieses Wallsystem hatte eine Gesamtlänge von 1,7–2 km und umfriedete den heutigen Bereich des Kaiser-Wilhelm-Denkmals, der mittelalterlichen Burg, des Spielkasinos, bis in nördlicher Richtung zur Kreuzung HohensyburgstraĂźe/Westhofener StraĂźe. Allein die AusmaĂźe dieser Wallanlage lassen darauf schlieĂźen, dass der Name Syburg ursprĂĽnglich, auch im wörtlichen Sinne, Fliehburg war. Im Wesentlichen hat es sich dabei um eine Holz-Erde-Konstruktion gehandelt. Nur teilweise besteht sie auch aus Bruchsteinen ohne Mörtel. Trotz zahlreicher Lesescherben ist die Datierung schwierig. Heute sind sich die Forscher darin einig, dass die Sigiburg I von Angehörigen des Stammes der Sachsen errichtet wurde, und zwar zu dem Zeitpunkt, als Sachsen das umliegende Gebiet eroberten. Aus der zeitgenössischen Literatur lässt sich erschlieĂźen, dass die Sachsen um das Jahr 694 n. Chr. das ehemalige Bruktererland sĂĽdlich der Lippe eroberten und dass sie im Jahre 715 fränkisches Gebiet angriffen. Demnach dĂĽrfte die Sigiburg um 700 n. Chr. erbaut worden sein. Letztlich basiert die Datierung der Sigiburg I lediglich auf Quellenangaben. Der Beschreibung nach handelt es sich aber auch hier eher um einen Erdwall, der auf das 10. Jahrhundert verweist, als selbst hier Einfälle der Ungarn drohten und auĂźerdem das wachsende Verkehrsaufkommen geschĂĽtzt werden musste. Was die Sigiburg II angeht, soll sie von den Franken, also nach 775 erbaut worden sein. Zum Jahr 776 berichten die „Annales Laurissenses maiores“, dass die Kirche sich innerhalb der Burg befinde. Des Weiteren wird in den Lorscher Annalen von 776 von einem Wiedereroberungsversuchs der Sachsen (Basilika), s.o., gesprochen. Es wurde teilweise von einer hölzernen Vorkonstruktion gesprochen, bis die endgĂĽltige Version in Stein errichtet wurde. Ein sehr interessantes Artefakt ist der kĂĽrzlich aus einem Baum geborgene Grabstein, der durch Mehrfachnutzung ein schöner Zeitzeuge ist. Die erste Datierung lässt sich auf ca. 550 schätzten, da ein Diagonalkreuz/Missionarskreuz verwendet wurde. (Seit 1999 im Trumhof ausgestellt). Die nächste Nutzung geschah in der Merowingischen Zeit (Vortragekreuz), die letzte Nutzung lässt auf den karolingischen Zeitraum schlieĂźen. Diese frĂĽhe Grabplatte stĂĽtzt wiederum die These, dass dieser Sakralbau weitaus älter ist als in den Quellen genannt. Rothe weist allerdings wenige Seiten später detailliert nach, dass es sich bei dem Bauwerk, das sich unter der im Zweiten Weltkrieg zerstörten romanischen Kirche befindet, gar nicht um eine Kirche gehandelt hat. Der Bau einer Burg durch christliche Franken ohne dazugehörige Kirche erscheint bereits dubios, darĂĽber hinaus gibt es weitere Indizien fĂĽr eine Datierung ins 10. Jahrhundert. So weist die Bauart des Tores der Sigiburg II in die ottonische Burgenbauperiode. AuĂźerdem wurde in der Nordwestecke des ursprĂĽnglichen Friedhofs ein Silberpfennig Ottos I. gefunden, der während dessen Regierungszeit in den Jahren 936 bis 964 geprägt worden war. Entsprechend datiert Rothe den Bau in die erste Hälfte des 10. Jahrhunderts. Auch die Friedhofsmauer kann auf Grund von Tonscherben Badorfer und vor allem Pingsdorfer Machart datiert werden, allerdings nur ungenau ins FrĂĽhmittelalter. Gerade die Verwendung von Kalkmörtel spricht fĂĽr einen Bau nach 955, als die Ungarn besiegt waren und der kulturelle und ökonomische Aufschwung im ganzen Abendland beginnen konnte. Demnach wäre die Sigiburg II in der Zeit von 955 bis 964 erbaut. Dies lieĂźe auch noch genug Zeitraum fĂĽr die Sigiburg I am Anfang des 10. Jahrhunderts als Schutzwall gegen die Ungarn.

Die Burg ist als Bodendenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen, die Ruine der Burg als Baudenkmal.[1]

Die Kirche auf dem Syberg

St. Peter zu Syburg
→ Hauptartikel: St. Peter zu Syburg

Nach Zerstörung der romanischen Kirche, deren Anfänge auf das Jahr 1169 datiert wurden, bot sich den Archäologen die Möglichkeit, Ausgrabungen vorzunehmen und nach der urkundlich erwähnten karolingischen Kirche zu suchen. Bei diesen Ausgrabungen in den Jahren 1950, 1951 und noch einmal 1976 wurden tatsächlich Fundamentreste eines Vorgängerbaus entdeckt und anhand der Erwähnung in den Urkunden auf 776 datiert. Sicher ist zunächst aber nur, dass der Vorgängerbau älter ist als die romanische Kirche, denn fehlende Kleinfunde erschweren eine exakte Datierung. Aufgrund der Ausgrabungen von 1976 kann die Interpretation als karolingische Kirche nicht mehr aufrechterhalten werden. Erwähnenswert ist, dass die Ausgräber wegen der Reste brauner und schwarzer Irdenware den Bau entweder ins Frühmittelalter, genauer in die sächsisch-fränkische Zeit, oder aber in die vorgeschichtliche Zeit verweisen. Auch durch dendrochronologische Untersuchungen und C14 konnte das Alter des Gebäudes bisher nicht näher bestimmt werden. Eine Parallele zu dieser Grundrissform besitzt der quadratische Tempel von Uppsala in Südschweden, der wie die Anlage von Haltern bei germanischen Kulthandlungen Verwendung fand. Dieser Tempel war nicht aus Stein und Lehm gebaut, sondern aus Holz. Der Tempel von Uppsala gehört der nordischen Spätzeit an und wurde vermutlich im 10. Jahrhundert errichtet. Diese Parallele ist ein weiteres Indiz dafür, dass es sich bei dem Vorgängerbau der romanischen Peterskirche um ein germanisches Kultgebäude handelt.

Der Petersbrunnen

Auf der Syburg soll Papst Leo III. bei seinem Besuch 799 einen Petersbrunnen geweiht haben. Eine solche Weihe lässt an ein christianisiertes frĂĽheres Quellenheiligtum denken. Die heute als Petersbrunnen bezeichnete Anlage mit ihrem aus dem Fels gehauenen Wasserbecken enthält ihr Wasser sekundär aus einem nebenliegenden Brunnen und kann so wohl nicht als die ursprĂĽngliche Wallfahrtstation gelten. Die älteste Ăśberlieferung stammt erst aus den Jahre 1472. Diese ist jedoch unglaubwĂĽrdig und dient lediglich dem Zweck, das Ereignis so zu verherrlichen, wie es fĂĽr die katholischen Chronisten in der Reformationszeit bezeichnend ist. Nach anderen Quellen war neben dem Papst auch noch die gesamte Kurie anwesend. Den Nachweis, dass es sich bei dem Brunnen um eine germanische Kultstätte handelt, fĂĽhrt Rothe sogar noch intensiver aus als bei der angeblich karolingischen Kirche, kann aber anders als bei der Kirche auch nur Indizien vorbringen, da keinerlei Ăśberreste erhalten respektive gefunden worden sind. Er stĂĽtzt sich dabei auf Parallelenvergleiche u. a. mit Uppsala, dem Donar-Kult und alten Sagen. Interessanter sind aber die Lesefunde in der unmittelbaren Umgebung. Bereits 1887 wurde ein erstes von mittlerweile mehreren Steinbeilen entdeckt, die auf die Jungsteinzeit verweisen. Neben weiteren Funden aus dem Neolithikum wurden zeitlich anschlieĂźende bronzezeitliche Funde im Wannebachtal nördlich des Sybergs gemacht. MĂĽnzfunde bezeugen die Anwesenheit von Römern mindestens bis ins 3. Jahrhundert. Obwohl auch keine Funde von Germanen gemacht wurden, ist deren Existenz in der gesamten Umgebung gut belegt. DarĂĽber hinaus ist ein Zusammenhang zwischen einem germanischen Kultgebäude und einer germanischen Kultstätte schlĂĽssiger als der eines von Papst Leo III. geweihten Brunnens ohne nahe gelegenen Kirchenbau. Der Petersbrunnen könnte somit bereits in der Spätantike Kultort gewesen sein, woraufhin dann später der dazugehörige Kultbau aus Stein errichtet wurde. Der lutherische Pfarrer Johann Friedrich Möller aus Elsey bei Hohen-Limburg verfasste 1804 die Schrift Ueber Hohensyburg, die altsächsische Festung, das nachmalige Schloss, dessen TrĂĽmmer und andere AlterthĂĽmer daselbst.

Der Petersbrunnen ist als Bodendenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.[1]

Vincketurm

Auf der Hohensyburg befindet sich der Vincketurm, ein achteckiger, neugotischer und 26 Meter hoher Aussichtsturm. Er wurde 1857 auf dem höchsten Punkt des Sybergs (244,63 m ĂĽber NN) zur Erinnerung an den damaligen Oberpräsidenten Westfalens Ludwig von Vincke (1774–1844) errichtet. Die Ehrung Vinckes erfolgte aufgrund groĂźer Verdienste um den Aufbau Westfalens nach der französischen Herrschaft während des DĂ©partement Ruhr. Der Turm besteht aus Ruhrsandstein.

Ludwig von Vincke ehelichte im Jahre 1810 Eleonore von Sieberg zum Busch und wurde so zum EigentĂĽmer der mittelalterlichen Burgruine Hohensyburg.

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wurde der Turm als Artilleriebeobachtungspunkt fĂĽr die deutsche Wehrmacht genutzt. Die angreifenden Truppen nahmen daher den Turm unter Beschuss, und er wurde von Granaten getroffen. 1955 wurde der Turm restauriert und wiederhergestellt.

Der heutige EigentĂĽmer ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Der Turm ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.[1]

Kriegerdenkmal

Das Kriegerdenkmal

Innerhalb der Ruine befindet sich ein von dem Bildhauer Friedrich Bagdons um 1930 gestaltetes Kriegerdenkmal. Das Denkmal stellt einen liegenden gefallen Soldaten in der Uniform eines deutschen Kriegsteilnehmers aus dem Ersten Weltkrieg dar. Auf Höhe seines linken Unterschenkels wacht ein augenscheinlich flügellahm wirkender Adler. In unmittelbarer Nähe zum Kriegerdenkmal befinden sich drei steinerne Tafeln, aufgestellt von der Syburger Gemeinde zum Angedenken an die Syburger Kriegsopfer aus den Kriegen 1870/71, Erster Weltkrieg und Zweiter Weltkrieg.

Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Neben der Burgruine befindet sich auf dem 245 Meter hohen Syberg das zur Erinnerung an Kaiser Wilhelm I. errichtete Denkmal mit Nebenstandbildern von Otto von Bismarck und Graf von Moltke. Das Denkmal wurde von 1893 bis 1902 von Adolf von Donndorf erbaut und am 30. Juni 1902 der Ă–ffentlichkeit ĂĽbergeben. Es wurde 1935 nach Plänen des Dortmunder Bildhauers Friedrich Bagdons vollständig umgebaut und in Anlehnung an die nationalsozialistische Architektur neu gestaltet. Auf einer nach dem Krieg entfernten Inschrift wurde der 16. März 1935 als Datum der Fertigstellung angegeben.

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.[1]

Bergbahn

Die Bergbahn um 1908
Die Bergbahn-Trasse auf einer Ansichtskarte, Februar 1905

1903 eröffnete eine von der Hörder Kreisbahn im Gegenverkehr betriebene Standseilbahn mit einer Streckenlänge von 487 Metern bei einem Höhenunterschied von 93 m ihren Betrieb. Zwei Schienenfahrzeuge wurden von zwei auf der Bergstation montierten Gleichstrom-NebenschluĂź-Elektromotoren vom Typ AEG EG 800 angetrieben, wobei sich ein Fahrzeug bergauf, das andere Fahrzeug synchron bergab bewegte. Jedes Fahrzeug konnte bis zu 45 Personen bei einer maximalen Fahrgeschwindigkeit von 2 m/s befördern. Auf halber Höhe war eine Weiche installiert, eine sogenannte Abtsche Ausweiche. Die Talstation befand sich nahe „Haus Weitkamp“, die Bergstation an der Stelle des heutigen Casinos. Hersteller der gesamten Anlage war die Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft Berlin. Ob der Fahrbetrieb nach dem Ersten Weltkrieg wieder aufgenommen wurde und wie lange er noch andauerte, ist unklar; eine Quelle berichtet von 1915 als Datum der Stilllegung, obwohl fĂĽr die Anlage eine Konzession bis zum 14. Januar 1948 erteilt worden war. Der endgĂĽltige Abbau der Strecke wurde am 14. Februar 1923 durch den Kreistag zu Schwerte beschlossen. Heute noch als sichtbares Ăśberbleibsel der Bergbahn erhalten ist eine steinerne BrĂĽcke. An dieser Stelle befand sich die Ausweiche.[2] Die ehemalige StreckenfĂĽhrung ist heute noch auf Luftbildaufnahmen erkennbar.[3]

Die Bergbahn ist als Bodendenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.[1]

Geisterhaus Hohensyburg

→ Hauptartikel: Geisterhaus Hohensyburg

In der Nähe von Hohensyburg befand sich im AuĂźenbereich zwischen dem Dortmunder Stadtteil Syburg und dessem östlichen Bezirk Buchholz an der KĂĽckshauser StraĂźe das so genannte Geisterhaus Hohensyburg, um das sich zahlreiche GerĂĽchte, Legenden und Geistergeschichten rankten. Es war in den 1990er- und 2000er-Jahren ein Anziehungspunkt fĂĽr „Grusel-Fans“, die illegal auf das alleinliegende GrundstĂĽck eindrangen und sich teils gewaltsam Zutritt zu dem leerstehenden Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert verschafften. Der insbesondere durch unzählige Beiträge in Internetforen etc. hervorgerufene „Gruseltourismus“ fĂĽhrte zu erheblichen Belästigungen der Anwohner und bescherte der örtlichen Polizei hunderte von Einsätzen. 2009 wurde das baufällig gewordene Gebäude auf Druck der Stadt Dortmund abgebrochen.[4]

Veranstaltungen

Von 1995 bis 2010 fand jährlich am 30. April das Musikfestival Rock in den Ruinen auf dem Wiesengelände unterhalb der Ruinen statt. Im Jahr 2011 wechselte das Festival den Spielort zur ehemaligen Phoenixhütte in Dortmund-Hörde.

Literatur

  • Kai Olaf Arzinger: Funde in der Wallanlage Hohensyburg. Der Märker, 35. Jg., 1986, Heft 4.
  • Kai Olaf Arzinger: Wälle, Burgen, Herrensitze, ein historischer WanderfĂĽhrer, 72 S., mit zahlreiche Skizzen und Fotos, Hagen-Hohenlimburg 1991.
  • Ralf Blank: Der Vincke-Turm auf der Hohensyburg. In: Beate Hobein/Dietmar Osses (Hg.): „Bis in die fernste, fernste Zeit ...“ Hagen und seine Denkmäler. Hagen 1996, ISBN 3-930217-21-X.
  • Sybille Brakelmann-Bockermann: Das Kaiser-Wilhelm Denkmal auf der Hohensyburg. Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Landesbildstelle Westfalen, MĂĽnster 1990 (Westfalen im Bild: Reihe Kulturdenkmale in Westfalen, Heft 4).
  • Lutz Engelskirchen, Ralf Molkenthin: Ein bronzener Kaiser ĂĽber dem Ruhrtal, Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf der Hohensyburg. In: Beate Hobein, Dietmar Osses (Hg.): „Bis in die fernste, fernste Zeit ...“ Hagen und seine Denkmäler. Hagen 1996, S. 85–95.
  • Ingo Fiedler, Willi Kuhlmann: Von der Wallburg zur Spielbank – Hohensyburg. In: Peter Döring u. a. (Hrsg.): Dortmund entdecken – 25 Stadtrundgänge. Essen 1996, ISBN 3-88474-268-X, S. 331–342.
  • Stephanie Marra: Die Hohensyburg als Standort unterschiedlicher Erinnerungs- und Denkmalformen. Mittelpunkt einer westfälischen Erinnerungs-Landschaft? In: Heimat Dortmund. ISSN 0932-9757, Jg. 2007, H. 2, S. 7–13.
  • Reinhold Rau: Quellen zur karolingischen Reichsgeschichte. Die Reichsannalen. Unter BenĂĽtzung d. Ăśbers. von O. Abel u. J. v. Jasmund; Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters, Bd. 5; Reprograf. Nachdr. d. Ausg. Darmstadt 1955, Wiss. Buchges., Darmstadt 1968.
  • Detlev Rothe: Die Hohensyburg im Lichte neuer FrĂĽhgeschichtsforschung. Ges. fĂĽr Vor- u. FrĂĽhgeschichte, HĂĽckeswagen 1979.
  • Walter Schmidts: Das Kaiser-Wilhelm Denkmal auf der Hohensyburg. In: Heimatbuch Hagen und Mark. ISSN 0173-2587, 43. 2002 (2001), S. 60–64.

Weblinks

 Commons: Hohensyburg â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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