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Honorius Augustodunensis, auch Honorius von Autun, († etwa 1151) war ein sehr populärer christlicher Theologe des 12. Jahrhunderts, der zahlreiche Schriften zu vielen Themen verfasst hat. Er schrieb auf nicht-scholastische Weise, in lebendigem Stil, und lesbar für das allgemeine Laienpublikum. Er war somit gewissermaßen ein Popularisierer geistlicher Gelehrsamkeit.
Über sein Leben ist sehr wenig bekannt. Er nennt sich selbst Honorius Augustodunensis ecclesiae presbyter et scholasticus, aber darüber hinaus weiß man nichts. 'Augustodunensis' wurde als Bezug auf die Stadt Autun verstanden, aber diese Deutung wird heute allgemein verworfen. Allerdings gibt es keine andere tragfähige Deutung, und so ist der Beiname geblieben. Es ist sicher, dass er ein Mönch war, dass er nach England reiste, und für einige Zeit ein Schüler des Anselm von Canterbury war. Gegen Ende seines Lebens hielt er sich im Schottenkloster zu Regensburg auf und lebte dort wahrscheinlich als Rekluse.
Zu seinen Werken zählen:
Sein bedeutendstes Werk ist De Imagine mundi, eine Enzyklopädie populärer Kosmologie und Geographie, kombiniert mit einer Chronik der Weltgeschichte. Es wurde in viele verschiedene Volkssprachen übersetzt und war während des Mittelalters sehr beliebt. Unter anderem enthielt es eine Darstellung des Wirkens der Schutzengel. Da die Lektüre Eriugenas 1210 verboten wurde, bezogen einige mittelalterliche Philosophen ihre Kenntnis von dessen Lehren aus dem Clavis physicae, darunter beispielsweise Nikolaus von Kues.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Honorius Augustodunensis |
| ALTERNATIVNAMEN | Honorius von Autun |
| KURZBESCHREIBUNG | christlicher Theologe |
| GEBURTSDATUM | 11. Jahrhundert oder 12. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | um 1151 |