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Das Hotel Bristol war ein renommiertes Hotel in Berlin.
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Das Hotel wurde in den Jahren 1890 bis 1891 durch Gustav Georg Carl Gause für Conrad Uhl erbaut. Es hatte zunächst die Adresse Unter den Linden 5–6; nachdem 1936/37 die Nummerierung der Gebäude in dieser Straße geändert worden war, die Nummer 65. 1904 ging das Hotel als Hotel Bristol (Unter den Linden) in den Besitz der Hotel-Aktiengesellschaft über. 1914 verlangte der damalige Polizeipräsident Traugott Achatz von Jagow, alle Einrichtungen mit englischen und französischen Namen mit deutschen Namen zu versehen; diese Anordnung zur Umbenennung des Hotels wurde offenbar nicht befolgt.
Am 22. November 1943 wurde das Hotel Bristol (Unter den Linden) bei einem Luftangriff auf Berlin zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute die Sowjetunion auf dem Gelände des einstigen Hotels ihre Berliner Botschaft. Heute betreibt die Kempinski-Gruppe ein "Hotel Bristol" am Kurfürstendamm.
Wohl erstmals literarisch erwähnt wurde das Hotel Bristol in Theodor Fontanes Roman Der Stechlin. Der alte Dubslav von Stechlin wird im Bristol einquartiert, als er in Berlin der Hochzeit seines Sohnes Woldemar mit Komtesse Armgard von Barby beiwohnt. Fontane lässt den alten Stechlin urteilen: Alles ersten Ranges, kein Zweifel, wozu noch kommt, dass mich der bloße Name schon erheitert, der jeden Mitbewerb neuerdings so gut wie ausschließt […] wie damals mit den Witzen, so heute mit den Hotels. Alle müssen 'Bristol' heißen. Ich zerbreche mir den Kopf darüber, wie gerade Bristol dazu kommt. Bristol ist doch am Ende nur ein Ort zweiten Ranges, aber Hotel Bristol ist immer prima.[1]
Vicki Baum sammelte ihre Erfahrungen zu dem Roman Menschen im Hotel in den 1920er Jahren als Zimmermädchen im Hotel Bristol.
52.516151944413.383456Koordinaten: 52° 30′ 58″ N, 13° 23′ 0″ O