Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

hr-info

Hr-info
hr-info-Logo
Allgemeine Informationen
Empfang analog terrestrisch, Kabel, Webradio und Satellit
Sendegebiet Hessen
Sendeanstalt Hessischer Rundfunk
Programmchef Katja Marx
Intendant Helmut Reitze
Sendestart 30. August 2004
Rechtsform öffentlich-rechtlich
Programmtyp Nachrichtensender
Homepage hr-inforadio.de
Liste der Hörfunksender
Mit der Umstellung des Programms am 10. Juli 2009 wurde dieses Logo, das seit dem Bestehen des Senders existierte, geringfügig überarbeitet.

hr-info (Eigenschreibweise hr-iNFO) ist das Informationshörfunkprogramm des Hessischen Rundfunks und sendet unter dem Slogan „hr-info – Radio im Klartext“ (früher: „Das Wichtige wissen“).

Das Programm lehnt sich an andere Informationshörfunkprogramme der ARD wie das Inforadio des RBB oder MDR info an; im Vergleich zu Nachrichtenradios wie B5 aktuell wird hier deutlich mehr Wert auf Hintergrund gelegt und finden im Programm auch viele Interviews statt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Hervorgegangen ist das Programm aus dem Wirtschaftsradio hr-skyline. Nach dem Umzug des Senders aus Studios im Frankfurter Main Tower in das Funkhaus des Hessischen Rundfunks am Dornbusch begann 2004 der Ausbau zum „vollwertigen“ Inforadio. Der neue Sender ging dann am 30. August 2004 unter dem neuen Namen hr-info an den Start.

Seit dem 10. Juli 2009 präsentiert sich der Sender akustisch und programmatisch neu gestaltet. So gibt es u.a. keine Wirtschaftsnachrichten und keinen eigenen Sportblock mehr, stattdessen gibt es alle 20 Minuten (jeweils zur vollen Stunde, um zwanzig Minuten nach und um zwanzig vor der vollen Stunde) Nachrichten, die auch aktuelle Themen aus dem Bereich Wirtschaft und Sport beinhalten.

Programm

Moderator Gerd Kuhn im Sendestudio
Das Großraumbüro von hr-info

Grundidee ist es, ein reines Wortprogramm ohne Musik zu produzieren. Statt Sendungen gab es deshalb bei hr-info von Anfang an eine sogenannte „Stundenuhr“, ein Schema für die Aufteilung der Stunde also, das dafür sorgt, dass Themen innerhalb einer Sendestunde auffindbar sind. An festen Programmplätzen wird auch Werbung gesendet.

Stundenuhr für das aktuelle Programm

Montags bis freitags zwischen 6 und 20 Uhr:

  • xx:00h Nachrichten, Wetter, Verkehr
  • xx:05h Aktuelle Berichte/Interviews
  • xx:20h Nachrichten, Wetter, Verkehr
  • xx:25h Aktuelle Berichte/Interviews
  • xx:40h Nachrichten, Wetter, Verkehr
  • xx:45h Aktuelle Berichte/Interviews


  • Das Abendprogramm ab 20 Uhr beginnt seit der Programmreform im Juli 2009 mit der Übernahme der ARD-Tagesschau. Danach folgt ein 30-minütiges Programmschema, bei dem in der ersten halben Stunde aktuelle Nachrichten gesendet werden, während in der zweiten halben Stunde längere Magazinbeiträge zu Büchern, Umwelt und Entwicklung, Arbeit und Sozialem, Reise und Freizeit, Medien und IT-Themen folgen, die auch Teil des Wochenendprogramms sind. Nachrichten werden jeweils zu Beginn des Halbstundenrasters gesendet. In der Stunde vor Mitternacht wird die Hintergrundsendung „Der Tag“ von hr2 ungekürzt wiederholt.
  • Von 0 bis 6 Uhr übernahm hr-info bis Ende 2009 das Nachtprogramm von MDR Info. Von Januar 2010 bis März 2011 wurde das ARD-Nachtkonzert gesendet. Seit dem 2. April 2011 schließt sich hr-info der wiederum von MDR info produzierten ARD-Infonacht an.
  • Auch am Wochenende besteht das Programm aus 25-minütigen Magazinsendungen. Auch hier kommt das Programm ganz ohne Musiktitel aus. Sonntags werden der Presseclub und die Talkshow Günther Jauch live übernommen.
  • Die Magazine, die am Wochenende gesendet werden, sind auch als Podcast erhältlich.
  • Der Sender wendet das 20-Minuten-Schema (früher: ein Halbstundenschema) an, weil davon ausgegangen wird, dass nach etwa 30 Minuten die Hörerschaft komplett gewechselt hat – vor allem am Morgen, in der für Radiomacher wichtigsten Zeit. Der Umkehrschluss für das Informationsradio lautet, dass die Hörer alles Wichtige in 20 bis 30 Minuten erfahren sollen. Das führt zwangsläufig dazu, dass hr-info viele Beiträge häufig wiederholt, wie andere Informationsradios auch. Allerdings versteht sich das Programm nicht als reines Nachrichtenradio – Hörer, die wollen, sollen durchaus länger zuhören können, zumal die Erfahrung anderer Inforadios gezeigt hat, dass viele Hörer wesentlich länger zuhören als 30 Minuten. hr-info soll über aktuelle Ereignisse umfassend und schnell informieren. Insbesondere Großereignisse und Sportveranstaltungen werden deshalb in der Programmplanung berücksichtigt.

Empfang

UKW-Frequenzen

Die wichtigsten UKW-Frequenzen: In Frankfurt 103,9 MHz, in Darmstadt 107,0 MHz, in Wiesbaden 97,2 MHz. Jenseits des Großraums Frankfurt/Rhein-Main hat hr-info Sender im Landkreis Marburg-Biedenkopf (102,3 MHz und 98,5 MHz), in Kassel (107,5 MHz), Gießen (99,2 MHz), Fulda (89,7 MHz), Limburg (99,2 MHz), Korbach (102,6 MHz), Bensheim (91,2 MHz), Bad Hersfeld (106,9 MHz) und weiteren Städten.

Da diese Frequenzen alle eher leistungsschwach sind, weist der Sender in Hessen große UKW-Versorgungslücken auf und ist auf Autofahrten nur mit Unterbrechungen zu empfangen.

Daneben kann das Programm auch über DVB-S gehört werden.

Digitalradio

Im Rhein-Main-Gebiet wird das Programm auch über den hr-Multiplex im Standard DAB+ verbreitet. Dieser nahm den Betrieb am 1. Dezember 2011[1] auf.

Livestream

Seit 1. Januar 2005 gibt es auch einen Internet-Livestream.

Reichweite

Die vergleichsweise schlechte Frequenzausstattung ist mit dafür verantwortlich, dass hr-info im Vergleich mit den anderen Informationsradios eine relativ geringe Quote aufweist. Im März 2011 wurde in der Media-Analyse eine Tagesreichweite von 171.000 Hörern ausgewiesen; pro Stunde schalten – montags bis freitags von 6 bis 18 Uhr – im Durchschnitt 30.000 Hörer das Programm ein.[2]

hr-info plus (eingestellt)

Auf der Mittelwellen-Frequenz 594 kHz sowie über auf einzelnen Kabel- und Satellitenkanälen (DVB-S) wurde hr-info plus (auch: hr-info+) ausgestrahlt, das hieß vor allem: montags bis samstags waren hier von 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr statt des normalen hr-info-Programms die fremdsprachigen Sendungen der ARD zu hören. Außerdem schaltete sich das Plus-Programm gelegentlich auf Bundestags- und Landtagsdebatten sowie Sondersendungen zu Ereignissen der Zeitgeschichte auf.

Das Plus-Programm entstand aus dem Programm hr-chronos, in dem bis zu seiner Einstellung auch die Ausländerprogramme und Debatten zu hören waren. hr-info plus wurde am 31. Dezember 2009 eingestellt.[3] [4]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. „Hessischer Rundfunk startet mit Digitalradio“ Pressemitteilung des hr vom 28. November 2011
  2. hr-online.de vom 9. März 2011
  3. „hr schaltet Mittelwelle zum Jahresende ab“, Pressemitteilung des hr vom 28. Dezember 2009.
  4. Verbreitung des Hörfunksenders „HR Info+“ via Astra 19,2° Ost und 23,5° Ost eingestellt, Infosat, 5. Januar 2009.
Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.