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| Filmdaten | |
|---|---|
| Originaltitel | Hunde, wollt ihr ewig leben |
| Produktionsland | Bundesrepublik Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 1959 |
| Länge | 93 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Frank Wisbar |
| Drehbuch | Frank Wisbar Frank Dimen Heinz Schröter |
| Produktion | Deutsche Film Hansa GmbH & Co. (Alf Teichs) |
| Musik | Herbert Windt |
| Kamera | Helmut Ashley |
| Besetzung | |
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Hunde, wollt ihr ewig leben ist ein Film unter der Regie von Frank Wisbar nach dem gleichnamigen Roman von Fritz Wöss. Er kam 1959 in die Kinos.
Inhaltsverzeichnis |
Der Titel, der auch der literarischen Vorlage von Fritz Wöss den Namen gab, bedeutet eine Anspielung auf ein Zitat von Friedrich dem Großen. Dieser soll während der Schlacht bei Kolin, die Preußen gegen Österreich verlor, seinen fliehenden Soldaten im Zorn zugerufen haben: „Ihr verfluchten Racker, wollt ihr denn ewig leben?“[1]
Der junge, nationalsozialistisch geprägte Oberleutnant Wisse wird im Herbst 1942 als Verbindungsoffizier zu den Rumänen nach Stalingrad versetzt. Die deutschen Truppen haben zwar unter großen Verlusten die Stadt erobert, werden aber bereits von der Roten Armee eingekesselt. Viele der einfachen Soldaten haben erkannt, dass sie dem Gegner chancenlos ausgeliefert sind.
Doch aufgrund der Befehle von ganz oben glauben die Offiziere unter General Paulus immer noch an einen Sieg. Dank Wisses Fanatismus kann eine Offensive des Gegners nochmal abgeschlagen werden. Doch allmählich erkennt auch er die Aussichtslosigkeit der Lage. Major Linkmann denkt nur noch an sein eigenes Überleben. Beim Versuch zu desertieren, wird er von den eigenen Soldaten, welche ihn beim Überlaufen beobachten, erschossen.
Die anderen einschließlich Wisse halten bis zum bitteren Ende durch. Nach der Kapitulation marschieren sie in ein Kriegsgefangenenlager.
Das in Deutschland wohl bekannteste Werk Wisbars beschreibt den Kessel von Stalingrad. Die Brutalität von militärischer Logik gegenüber den Individuen und das Aufbäumen der Menschlichkeit gegen sinnlose Entscheidungen, die den Menschen als zu verschleißendes Material betrachten, stehen im Vordergrund dieses Films. Das Buch von Fritz Wöss diente als Namensgeber und bildete die Grundlage für das Drehbuch, das Frank Wisbar zusammen mit Frank Dimen und Heinz Schröter über einen Zeitraum von zwei Jahren nach detaillierten Recherchen und der Auswertung zahlreicher Dokumente entwickelte.
Aus heutiger Sicht kommt der Film mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln aus. Die Außenaufnahmen, in denen Kriegshandlungen, z. B. Panzerschlachten oder Geschützkampf zu sehen sind, sind weitgehend montiertes Archivmaterial. Für die Filmaufnahmen wurde lediglich eine Panzerattrappe benötigt, die auf einen Traktor montiert worden war. Die Kampfszenen in der Stadt selbst sind das Ergebnis von Studioaufnahmen. Walter Haag zeichnete verantwortlich für die preisgekrönten Studiokulissen, in denen für die Aufnahmen scharf geschossen wurde. Für die Szenen mit Verwundeten hat Wisbar ausschließlich echte Kriegsversehrte als Statisten eingesetzt.
Der Film wurde in und bei Göttingen gedreht.
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis in Gold für den gesamten Film sowie den Deutschen Filmpreis in Silber für Regie und Ausstattung.