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Der Hyde Park [ˌhaɪdˈpɑːk] ist eine öffentliche Grünanlage im Zentrum Londons. Er bildet gemeinsam mit den weiteren königlichen Parks die „grüne Lunge“ der Stadt und gilt als einer der größten und bekanntesten innerstädtischen Parks weltweit.
Inhaltsverzeichnis |
Die Parkfläche wird durch den Serpentine Lake in zwei Hälften geteilt. Die Kensington Gardens grenzen, nur getrennt von der West Carriage Drive an den Hyde Park. Sie sind seit einer Einteilung durch Königin Caroline im Jahre 1728 getrennt. Der Hyde Park ist 1,4 km² groß, zusammen mit den Kensington Gardens 2,5 km² und somit größer als das Fürstentum Monaco. Der Park ist benannt nach Hyde Manor, einem alten Herrenhaus. Im Südosten an der Hyde Park Corner befindet sich der monumentale Triumphbogen „Wellington Arch“, zu Ehren von Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington, Sieger der Schlacht bei Waterloo.
Die Londoner gehen im Park verschiedenen Freizeitbeschäftigungen nach. So kann man auf dem über elf Hektar großen See Serpentine schwimmen, rudern, und mit Erlaubnis sogar fischen. Es gibt eine Pferdereitbahn, eine Bowlinganlage und weitläufige Rasenflächen zum Picknicken und ausruhen. Die im Park lebenden Spatzen und Eichhörnchen sind so zahm, dass sie den Passanten Körner aus der flachen Hand fressen.
Im Hyde Park finden jeden Sommer zahlreiche Rock- und Popkonzerte statt, so z. B. am 2. Juli 2005 ein Live 8-Konzert vor 200.000 Fans mit vielen namhaften Künstlern.
Bei besonderen Ereignissen im britischen Königshaus, zum Beispiel Geburtstagen, feuert der King's Troop, Royal Horse Artillery im Park Salutschüsse, wobei die Zahl der Schüsse durch das Protokoll für jedes Ereignis genau festgelegt ist.
Während der Olympischen Sommerspiele 2012 werden hier die Wettbewerbe im Triathlon und Freiwasserschwimmen stattfinden. Im Start- und Zielbereich werden temporäre Tribünen für 3.000 Zuschauer entstehen.
Der Park ist durch die U-Bahn-Stationen Hyde Park Corner an der Südostecke sowie Lancaster Gate und Marble Arch an der Nordseite erreichbar.
1000 n. Chr. wurde der Hyde Park zum ersten Mal mit diesem Namen erwähnt, 1536 von König Heinrich VIII. in Besitz genommen und eingezäunt. Zu dieser Zeit wurde auch ein alter Mönch, Stephanus II, beauftragt, die Anlage zu bewirtschaften, damit diese zur Jagd genutzt werden konnte - die letzte Hofjagd fand hier 1768 statt. James I., um die Linderung seiner Unpopularität bemüht, machte den Park der Öffentlichkeit zugänglich. Während der englischen Republik unter Lordprotektor Oliver Cromwell wurde der Feudalpark 1652 mit anderen Krongütern zum Verkauf ausgeschrieben und in fünf Teilen abgestoßen. Dieser Verkauf wurde allerdings für null und nichtig erklärt.
Im 18. Jahrhundert fand im Hyde Park der glanzvolle Kutschenkorso statt, zugleich wurde er aber, wie unter anderem Daniel Defoe und Jonathan Swift literarisch bezeugen, zum bevorzugten Austragungsort für Duelle. Zur „dunklen Seite“ des Hyde Park gehört auch seine Tradition als Hinrichtungs<b/>stätte. Der „Tyburn Tree“ beim Dorf Tyburn an der nordöstlichen Parkecke war ein Dreiecksgalgen für 24 Personen. Hier stellte man auch den exhumierten Leichnam Cromwells zur Schau. Immer wieder wurde aber versucht, die „höhere“ Note des Parks zu wahren. So verbot etwa Königin Anne Anfang des 18. Jahrhunderts den Türhütern, Schnaps zu verkaufen, und bloß einspännigen Kutschen und Fuhrwerken war die Einfahrt verwehrt.
Auf Anregung Prinz Alberts wurde 1851 im Hyde Park die Great Exhibition abgehalten, die erste Weltausstellung. Auch hier gab es zunächst Bedenken, die Ausstellung könnte die „besitzlosen Massen“ in den eleganten Park locken. Für die Veranstaltung errichtete Joseph Paxton den heute nicht mehr existierenden Crystal Palace als vorfabriziertes Ausstellungsgebäude im Sinne eines monumentalen Glashauses. Mit der Zeit entwickelte sich der Hyde Park zum echten Volkspark und auch zum Zentrum politischer Agitation. Schon 1855 demonstrierten hier etwa 150.000 Personen gegen die hohen Lebensmittelpreise, und bis in jüngste Zeit finden hier Großkundgebungen statt. Ein Beispiel britischer Redefreiheit im kleineren Sinn ist die auch heute noch von vielen Touristen besuchte Speakers Corner.
Am 20. Juli 1982 verübte die IRA am South Carriage Drive am Hyde Park einen Bombenanschlag auf die Blues and Royals, als sie sich auf dem Weg zum Wachwechsel zum Buckingham Palace befanden. Drei Soldaten wurden sofort getötet, ein weiterer erlag drei Tage nach dem Anschlag seinen Verletzungen. Bei den übrigen Soldaten kam es zu schweren Verletzungen, aber auch Touristen, die die Parade verfolgten, wurden von Bombensplittern getroffen und verletzt.
Am 6. Juli 2004 weihte Königin Elisabeth II. den Prinzessin-Diana-Gedenkbrunnen ein. Das Denkmal umgibt eine Fläche von 50 x 80 m und kostete 3,6 Millionen Pfund (ca. 5,4 Millionen Euro). Entworfen wurde der Brunnen von der amerikanischen Landschaftsarchitektin Kathryn Gustafson. Der ovale Steinring aus Granit, in dem das Wasser in zwei Richtungen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fließt, soll ein Sinnbild für das turbulente Leben Dianas darstellen.
Bushy Park | Green Park | Greenwich Park | Hyde Park | Kensington Gardens | Regent’s Park | Richmond Park | St. James’s Park
Innerhalb Londons: All England Lawn Tennis and Croquet Club | Aquatics Centre | Earls Court Exhibition Centre | Eton Manor | ExCeL Exhibition Centre | Greenwich Park | Horse Guards Parade | Hyde Park | Lord’s Cricket Ground | North Greenwich Arena | Olympiastadion | Olympic Basketball Arena | Copper Box | Olympic Hockey Centre | Regent’s Park | Royal Artillery Barracks | Velopark | Water Polo Arena | Wembley Arena | Wembley-Stadion
Außerhalb Londons: Lee Valley White Water Centre (Waltham Cross) | Dorney Lake (Grafschaft Buckinghamshire) | Hadleigh Farm (Essex) | Weymouth and Portland National Sailing Academy (Weymouth) | Hampden Park (Glasgow) | Millennium Stadium (Cardiff) | Old Trafford (Manchester) | St. James’ Park (Newcastle) | City of Coventry Stadium (Ricoh Arena) (Coventry)
51.5073269444-0.169643888889Koordinaten: 51° 30′ 26″ N, 0° 10′ 11″ W