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| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||||
| Name | Hydrochinon | |||||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C6H6O2 | |||||||||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 123-31-9 | |||||||||||||||||||||||
| PubChem | 785 | |||||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farb- und geruchloser, kristalliner Feststoff[1] | |||||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 110,11 g·molâ1 | |||||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||||
| Dichte |
1,36 g·cmâ3[1] | |||||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
286 °C[1] | |||||||||||||||||||||||
| Dampfdruck | ||||||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
löslich in Wasser: 72 g·lâ1 (20 °C)[1] | |||||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||||
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| MAK |
nicht festgelegt[1] | |||||||||||||||||||||||
| Soweit möglich und gebrÀuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||||||||||||||
Hydrochinon (1,4-Dihydroxybenzol) ist ein Phenol und neben Brenzcatechin (1,2-Dihydroxybenzol) und Resorcin (1,3-Dihydroxybenzol) das dritte mögliche Dihydroxybenzol. Hier befinden sich die beiden Hydroxygruppen in der para-Stellung.
Inhaltsverzeichnis |
Friedrich Wöhler erhielt 1844 bei der trockenen Destillation (> 280 °C) der ChinasĂ€ure ein Produktgemisch, das neben Benzol, BenzoesĂ€ure und SalicylsĂ€ure als Hauptbestandteil eine neue farblose Verbindung enthielt. Nach Lösen des Destillats in Wasser, Abfiltrieren der unlöslichen Anteile und Abdestillieren der leichter flĂŒchtigen Komponenten, kristallisierte aus der zurĂŒckbleibenden Lösung zunĂ€chst BenzoesĂ€ure und aus deren Mutterlauge letztendlich Hydrochinon aus, das er durch wiederholte Umkristallisation in Form von farblosen, sechsseitigen Prismen rein erhielt.[4]
Hydrochinon kommt als ca. 10%ige Lösung zusammen mit 28%igem Wasserstoffperoxid in AbwehrdrĂŒsen der BombardierkĂ€fer vor. Im Verteidigungsfall wird dem Gemisch Katalase zugemischt und dem Angreifer als 100 °C heiĂes, Ă€tzendes Abwehrmittel entgegengespritzt.[5][6][7]
Hydrochinon kann durch die Elbs-Oxidation aus Phenol synthetisiert werden.[8]
Hydrochinon ist ein stĂ€rkeres Reduktionsmittel als Brenzcatechin, da das aus Brenzcatechin entstehende o-Benzochinon energiereicher und somit ein stĂ€rkeres Oxidationsmittel ist. Ursache fĂŒr Letzteres ist die elektrostatische AbstoĂung der benachbarten Carbonylgruppen.
Hydrochinon ist ein farbloser, mĂ€Ăig wasserlöslicher Feststoff. Es lĂ€sst sich durch Oxidation in Benzochinon (Chinon) ĂŒberfĂŒhren:
Bei dieser Reaktion entsteht als Zwischenprodukt der tieffarbige, schwer wasserlösliche Charge-Transfer-Komplex Chinhydron (nicht abgebildet).
In der Fotolabortechnik wird Hydrochinon als Reduktionsmittel zum Entwickeln von Filmen und Bildern eingesetzt. Wegen der Gefahren fĂŒr Umwelt und Gesundheit gibt es Bestrebungen, die Substanz fĂŒr diese Anwendungen nach Möglichkeit durch weniger riskante Stoffe zu ersetzen. In Hautcremes wird die Verwendung von Hydrochinon trotz möglicher GesundheitsgefĂ€hrdungen seit Anfang der 1990er Jahre geduldet. Es wird auch als Inhibitor fĂŒr Radikalreaktionen genutzt, um die Bildung von Etherperoxiden zu verhindern.
Im Tierversuch konnte eine krebserzeugende Wirkung nachgewiesen werden. Die KanzerogenitÀt beim Menschen und bei Exposition innerhalb der zulÀssigen Grenzwerte ist umstritten.
Die einfache Bromierung von Hydrochinon mit Kaliumbromid und Brom in Tetrachlorkohlenstoff fĂŒhrt zum Bromhydrochinon.[9]
VollstÀndige Bromierung zum analytischen Nachweis liefert das 2,5-Dibromhydrochinon[10], dessen Schmelzpunkt bei 186 °C liegt.[11] Ebenfalls bekannt ist das Tetrabromhydrochinon, welches jedoch aus Benzochinon dargestellt wird.
Methylierung mit Dimethylsulfat ergibt das 1,4-Dimethoxybenzol, dessen Schmelzpunkt bei 56 °C liegt.
Eine direkte Nitrierung des Hydrochinons ist nicht möglich, da es dabei zerfĂ€llt.[12] Die Hydroxygruppen mĂŒssen daher durch Reaktion mit EssigsĂ€ureanhydrid und SchwefelsĂ€ure als Katalysator[13] mit Acetylgruppen geschĂŒtzt werden, dann findet eine Nitrierung an den Positionen 2 und 6 statt. Die Verseifung des entstehenden Dinitrodiacetylhydrochinons fĂŒhrt schlieĂlich zu 2,6-Dinitrohydrochinon (Schmelzpunkt 135â136 °C).[12]