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| IJsselmeer | ||
|---|---|---|
| Abschlussdeich des IJsselmeeres | ||
| Geographische Lage | nördl. Niederlande | |
| Zuflüsse | IJssel, Zwarte Water, Eem, Hierdense Beek, Amstel | |
| Abfluss | zwei künstliche Abflüsse ins Wattenmeer | |
| Städte am Ufer | Amsterdam, Almere, Edam-Volendam | |
| Daten | ||
| Koordinaten | 52° 50′ 0″ N, 5° 20′ 0″ O52.83333333335.33333333333-0.3Koordinaten: 52° 50′ 0″ N, 5° 20′ 0″ O | |
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| Tiefe unter Meeresspiegel | 0,3 m unter NN | |
| Fläche | etwa 1100 km² | |
| Besonderheiten |
aus der Zuiderzee entstanden | |
| Karte der Zuiderzeewerke in den Niederlanden | ||
Das IJsselmeer (niederländisch [ˌɛi̯səlˈmeːʁ], dt.: Ijsselmeer) ist ein See in den Niederlanden. Es ist benannt nach seinem Hauptzufluss, der (Gelderschen) IJssel (Gelderse IJssel), die in Kampen einmündet.
Der heutige Süßwassersee besteht aus einem großen Teilgebiet der ehemaligen Zuiderzee (Südsee), einer eingedeichten Meeresbucht zwischen den Küsten von Friesland und Nordholland. Das Wort Meer hat in den Niederlanden die Bedeutung von „(Binnen-)See“. Die ersten beiden Buchstaben werden im Niederländischen groß geschrieben, weil IJ dort eine Ligatur darstellt.
Inhaltsverzeichnis |
Teile des IJsselmeeres wurden als Polder im Rahmen der Zuiderzeewerke trockengelegt (Neulandgewinnung) und bilden heute die Provinz Flevoland. Das IJsselmeer ist ein beliebtes Segelrevier, die Orte sind Urlaubsgebiete. Bekannte Ausflugsziele an Land und See sind Hoorn und Enkhuizen.
Entstanden ist das IJsselmeer erst im Jahre 1932 durch den Bau des 29 km langen Abschlussdeichs (Afsluitdijk) an einer schmalen Stelle der ehemaligen Zuiderzee. Der Deich ist 90 m breit und trägt auf seiner Krone die niederländische Autobahn A7 alias die Europastraße 22. Der Deich wurde vor allem zum Schutz der Küste errichtet. Durch den Wegfall der Gezeiten im IJsselmeer konnten Wasserflächen leichter abgedeicht und trockengelegt werden. Es entstanden große Polder an den Ufern des Sees, von denen die Provinz Flevoland der größte ist. Das IJsselmeer hat zwischen 2 m und 4 m Wassertiefe.
Die ehemalige Zuiderzee wird durch einen weiteren Deich (Houtribdijk, Fertigstellung 1976) im Inneren in zwei eigenständige Wasserflächen geteilt, die durch zwei Schleusen bei Enkhuizen und Lelystad miteinander verbunden sind. Der südliche Teil wird Markermeer genannt und sollte ursprünglich ebenfalls trockengelegt werden. Da aber kein dringlicher Bedarf an Neuland herrschte, wurde 1991 der Bau des Polders Markerwaard auf unbestimmte Zeit verschoben.
Bereits beim Bau des Abschlussdeiches zur Nordsee erkannte man bei der niederländischen Generalität die militärische Gefahr, die der Festung Holland mit diesem neuen Zugang aus Richtung Norden drohte. Man reagierte darauf mit dem Bau der Festungen Den Oever und Kornwerderzand an den beiden Enden des Abschlussdeiches. Im Mai 1940, während des Zweiten Weltkrieges, konnte sich die angreifende deutsche Wehrmacht an dieser Stelle keinen Zugang zur Festung Holland verschaffen.
(im Uhrzeigersinn)
Ostseite IJsselmeer:
Am Markermeer gelegen:
Westseite IJsselmeer: