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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Saarland | |
| Landkreis: | Neunkirchen | |
| Höhe: | 300 m ü. NN | |
| Fläche: | 36,08 km² | |
| Einwohner: |
17.334 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 480 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 66557 | |
| Vorwahl: | 06825 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NK | |
| Gemeindeschlüssel: | 10 0 43 112 | |
| Gemeindegliederung: | 6 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstraße 86 66557 Illingen | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Armin König (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Illingen im Landkreis Neunkirchen | ||
Illingen ist eine saarländische Gemeinde im Landkreis Neunkirchen, etwa 20 km nördlich von Saarbrücken gelegen und staatlich anerkannter Erholungsort.
Inhaltsverzeichnis |
Zur Gemeinde Illingen gehören die Ortsteile Hirzweiler, Hüttigweiler, Uchtelfangen, Welschbach und Wustweiler. Sie waren bis zur Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 selbständig.
Illingen hat eine fast 1200jährige Geschichte und ist heute das Zentrum im Illtal. Erstmals im Jahre 893 n. Chr. urkundlich erwähnt, war Illingen über 450 Jahre Reichsherrschaft der Herren von Kerpen, die in der Wasserburg an der Ill residierten. Ihre Herrschaft endete mit dem Ausbruch der französischen Revolution und der daraus resultierenden Verfolgung von Adligen, vor der die Familie von Kerpen schließlich fliehen musste. Die Burg verfiel und wurde lange Zeit als Steinbruch genutzt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war eine Kienrußbrennerei in Betrieb.[2] Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Teile der Burg restauriert, insbesondere die Vorburg mit dem Fünfeckturm, die heute Teil eines Hotel-Restaurants ist, das 1999 erbaut wurde. Der Rundturm wurde 1951 saniert und ist eines der Wahrzeichen von Illingen.
Eingemeindungen
Aufgrund der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 ergab sich im Illinger Gemeinderat folgende Sitzverteilung:
| Parteien und Wählergemeinschaften | Sitze 2009 | ||
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 14 | |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 13 | |
| Linke | Die Linke | 3 | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 2 | |
| Grüne | Bündnis 90/Die Grünen | 1 | |
| Gesamt | 33 | ||
Die Gemeinde Illingen hat Städtepartnerschaften und Freundschaftsverträge mit Tuchow in Polen, Bük in Ungarn und Toviklin in Benin. Die einzelnen Ortsteile unterhalten die folgenden Partnerschaften:
Am Rande von Illingen, am Autobahnkreuz Saarbrücken, kreuzen sich die Bundesautobahnen A 8 (Luxemburg–Pirmasens) und die Bundesautobahn 1 (Gerolstein–Saarbrücken); letztere hat eine Anschlussstelle Illingen.
Durch Illingen verläuft die Primstalbahn. Sie wird erstens von der stündlich verkehrenden Regionalbahnlinie Illingen–Homburg befahren, die im Gemeindegebiet außer am Startbahnhof Illingen (Saar) auch am 2004 in Betrieb genommenen Haltepunkt Gennweiler hält. Zweitens verkehrt dort die ebenfalls stündliche Regionalbahnlinie Lebach-Jabach–Illingen–Saarbrücken, die hinter Gennweiler die 2006 in Betrieb genommene Wemmetsweiler Kurve zur Fischbachtalbahn nach Saarbrücken befährt und deshalb als Fischbach-Illtal-Bahn bezeichnet wird. Letztere Linie hält außer an den beiden genannten Stationen auch am vor dem Bahnhof Illingen (Saar) gelegenen Haltepunkt Wustweiler im gleichnamigen Ortsteil Illingens. Beide Regionalbahnlinien werden von der DB Regio AG betrieben. In Saarbrücken Hbf und Homburg (Saar) Hbf besteht Anschluss an den Fernverkehr.
Der Bahnhof Illingen (Saar) ist ein wichtiger Umsteigepunkt im westlichen Teil des Landkreises Neunkirchen. Hier treffen auch Buslinien der Regionalbus Saar-Westpfalz GmbH (RSW) und der Neunkircher Verkehrs-AG (NVG) zusammen.
Der überregionale Gewerbepark Am Saarbrücker Kreuz ist Sitz vieler moderner Produktions- und Dienstleistungsbetriebe. Den Schwerpunkt bilden Automobil-Zulieferfirmen. Die RWE Amprion GmbH betreibt auf der Gemarkung Illingen Uchtelfangen die Umspannanlage Uchtelfangen, die im europäischen Stromstransportnetz eine bedeutende Rolle spielt.
Die cusanus trägergesellschaft trier mbH (ctt) betreibt in Illingen die Fachklinik St. Hedwig (Fachklinik für neurologische Rehabilitation und Geriatrie).
Die Freiwillige Feuerwehr Illingen setzt sich aus den sechs Löschbezirken Illingen, Uchtelfangen, Wustweiler, Hirzweiler, Welschbach und Hüttigweiler zusammen. Sie hat mit ihren über 240 aktiven Feuerwehrangehörigen etwa 19.400 Bürger zu betreuen. Der Feuerwehr stehen insgesamt 21 Lösch- und Sonderfahrzeuge zur Verfügung. Außer für die Industriegebiete in Uchtelfangen, Welschbach und Illingen ist die Feuerwehr der Gemeinde Illingen auch noch für einen Abschnitt der Bundesautobahn 1 zuständig. Die einzelnen Löschbezirke haben jeweils Aufgabenschwerpunkte, für die sie besonders ausgestattet sind. So sind zum Beispiel der LBZ Illingen für die technische Hilfe, LBZ Uchtelfangen für Einsätze mit Gefahrstoffen und der LBZ Hirzweiler für den Atemschutz zuständig. Mit Sonderfahrzeugen wie DLK 23-12, ABC-Erkunder und GW-Atemschutz wird die Freiwillige Feuerwehr Illingen auch Gemeinde übergreifend im Kreisgebiet des Landkreises Neunkirchen eingesetzt.
Ein bedeutendes kulturelles Zentrum, das eine saarlandweit einmalige Sammlung mittelalterlicher Meister mit religiösen Motiven zeigt (darunter einem Bild von Lucas Cranach dem Älteren) ist die Statio Dominus Mundi im Ortsteil Wustweiler. Der moderne Sakral- und Kunstbau wurde 2002 von dem bedeutenden Münchener Architekten Alexander Freiherr von Branca gestaltet.
Die markante Illipse hat sich innerhalb kürzester Zeit als saarländisches Kulturforum im Park profiliert. Eine halbe Million Besucher hat seit 2001 in der Illipse Klassik, Jazz, Blues, Rock mit Weltklassekünstlern, aber auch Theater, Kabarett, Operette und volkstümliche Angebote (Mundartbühne) erlebt. Populär sind vor allem das traditionelle Neujahrskonzert, die Gumbo-Jazz-Serie in Kooperation mit dem Saarländischen Rundfunk sowie Festival der Irischen Musik und das a cappella-Festival Stimmflut (u.a. mit Viva Voce).
Die Barockkirche St. Stephan mit Zwiebelturm und Lehoczky-Fenstern, denkmalgeschützte Ensembles in der Kirchenstraße mit Gerberschule (um 1850), das Pfarrhaus aus dem Jahr 1731 von Gregor Mäs, das sehenswerte Rathaus aus dem Jahr 1876 von Ludwig Israel mit beeindruckender Deckenarbeit im Rathaussaal und das Kulturforum Illipse sind markante Bauwerke der Illtalgemeinde Illingen. Zweites Wahrzeichen der Gemeinde neben der Barockkirche St. Stephan ist die Burg Kerpen mit dem Burgpark. Auch die Bergkapelle zu den sieben Schmerzen Mariens mit einer Pietà von Matthias Weyser ist durch Männerwallfahrt und die Wallfahrt der südwestdeutschen Sinti (die 1955 von Gemeindepfarrer Arnold Fortuin begründet wurde) überregional bekannt. Sehenswert ist darüber hinaus die Kreuzigungsgruppe auf dem Illinger Friedhof von Matthias Weyser (1790).
Auf dem Jüdischen Friedhof Heisterstraße / Raßweilerweg sind etwa 180 intakte Grabsteine erhalten.
siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Illingen (Saar)
Wustweiler: Sakral- und Kunst-Ausstellungsbau „Statio Dominus Mundi“ mit Werken mittelalterlicher Meister in der Waldstraße; Gemeinschaftszentrum „Alt School“ mit Ausstellungsstücken aus der Kelten- und Römerzeit.
Hirzweiler: Hirztaler Dorf- und Schaukäserei; Erlebnisweg Rund ums liebe Vieh.
Hüttigweiler: Pfarrkirche St. Maria Magdalena.
Welschbach: Rosengarten Welschbach; Dorfplatz, Wandergebiet "Im Roth".
Uchtelfangen: spätbarocke evangelische Kirche aus dem Jahr 1771.
Naherholungsgebiete Hosterwald (am Rand von Wustweiler, Hüttigweiler und Hirzweiler) und Sonnenborn (Uchtelfangen) mit beheiztem Freibad, Waldhütte und Kneippanlage.
Im Bereich des Naturschutzes hat sich Illingen einen Namen gemacht.
Illingen ist Teil des gesamtstaatlich repräsentativen Projekts "Illrenaturierung", das von den Gemeinden Illingen, Eppelborn, Marpingen und Merchweiler getragen wird. Das Projektgebiet umfasst das gesamte Einzugsgebiet der Ill (Saarland) mit rund 125 km². Mit der Wiederansiedlung des Bibers ist es gelungen, die Natur selbst zum Baumeister und zum dauerhaften Garanten der Renaturierung zu machen. Gemeinsam mit Kooperationspartnern wurde im Rahmen eines Pilotprojektes der Bereich der alten Kiesgrube Hirzweiler-Welschbach zu einem Bioptop für Amphibien und andere gefährdete Tier- und Pflanzenarten entwickelt. Dabei spielen eine Schafherde („Skudden“) sowie eine Ziegenherde („Thüringer Waldziege“) die Rolle des „Landschaftspflegers“. Durch die extensive ganzjährige Beweidung mit den beiden Herden wird die Verbuschung der Landschaft vermieden und so ihr Biotopcharakter nachhaltig bewahrt. Die Kiesgrube Hirzweiler-Welschbach ist für Fußgänger öffentlich zugängig.
Der Jahresniederschlag beträgt 963 mm. Der trockenste Monat ist der April. Am meisten regnet es im Dezember. 82 % der Messorte des Deutschen Wetterdienstes zeigen niedrigere Werte an; der Niederschlag liegt somit im oberen Fünftel. Die jahreszeitlichen Niederschlagschwankungen liegen im mittleren Drittel. In 55 % aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger.
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