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In der Mathematik bezeichnet Index (Plural: Indizes) eine Zahl oder eine Variable aus einer Indexmenge, die zur Nummerierung mathematischer Objekte herangezogen wird. In den Anfängen der Mathematik der Neuzeit wurde auch ein Funktionswert – f(x) in moderner Schreibweise – mittels tiefgestelltem Index x als fx bezeichnet. Die Notation ai für die Glieder einer Folge (als Funktion über natürlichen Zahlen) kann als Überbleibsel dieser älteren Schreibweise angesehen werden.
Inhaltsverzeichnis |
Wie aus der Notation fx schon hervorgeht, müssen die Indizes keineswegs immer natürliche Zahlen sein. Vielmehr kann jede endliche oder unendliche Menge Λ als Indexmenge benutzt werden, um mathematische Objekte zu einer Familie <math> \{A_\lambda \mid \lambda \in \Lambda \} </math> zusammenzufassen. Indexmengen stellt man sich intuitiv als abzählbar vor, so daß es sinnvoll ist, wenn eine überabzählbare Indexmenge erlaubt ist, dies dazuzusagen.
In der Differentialgeometrie werden die Schnitte eines Vektorbündels oft in Indexschreibweise bezeichnet, um die Funktionsschreibweise für algebraische Operationen zwischen Fasern verschiedener Bündel über demselben Punkt frei zu haben.
Bei Funktionenscharen werden Scharparameter meist als Index notiert, während die „normalen“ Argumente in die Klammern hinter den Funktionsnamen geschrieben werden – z. B. <math>f_t(x).</math>
In der Physik, speziell in den Tensordarstellungen der Physik, werden doppelte Indizes zur verkürzten Notation von Summen verwendet (einsteinsche Summenkonvention).
Der Index wird in der Mathematik formal als Abbildung von der Indexmenge in die Menge der indizierten Objekte.
Sind <math>X_1,\ldots,X_n</math> beliebige Mengen, so kann man das n-Tupel
als Abbildung
auffassen. Man nennt <math>x</math> Auswahlfunktion. [1]
Möchte man sich nicht auf endlich viele Mengen <math>X_i</math> beschränken, sondern unendlich viele betrachten, dann ist die Existenz der soeben definierten Auswahlfunktion nicht klar. Das heißt es ist bei unendlich großen Indexmengen nicht immer möglich für die Auswahlfunktion eine konkrete Darstellung zu finden und damit die Existenz dieser zu zeigen. Dass eine solche Auswahlfunktion doch existiert wird durch das Auswahlaxiom sichergestellt. Jedoch sagt das Axiom nicht über die konkrete Darstellung der Auswahlfunktion.