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Inkonsistenz (v. lat. in- „nicht“, con- „zusammen“, sistere „halten“) bezeichnet einen Zustand, in dem zwei Dinge, die beide als gültig angesehen werden sollen, nicht miteinander vereinbar sind. Die Konsistenz ist der gegensätzliche Begriff dazu. Inkonsistenz bedeutet insbesondere Widersprüchlichkeit oder Unbeständigkeit (Zusammenhanglosigkeit).
- In der Logik versteht man unter der Inkonsistenz die Widersprüchlichkeit einer Menge von Aussagen oder eines axiomatischen Systems oder die Unerfüllbarkeit einer Formel (sie hat keine wahre Interpretation), siehe Widerspruchsfreiheit.
- In der Informatik bedeutet Inkonsistenz von Daten Widersprüchlichkeit zwischen den Daten, siehe Konsistenz (Datenbank). So können in einer Datenbank beispielsweise Verknüpfungen zwischen Tabelleneinträgen nicht mehr eindeutig sein, weil der Verbindungsschlüssel auf keinen oder mehrere Einträge in einer anderen Tabelle verweist.
- In der Soziologie erscheint der Begriff der „Statusinkonsistenz“, die vorliegt, wenn man nach einem Merkmal (z. B. Ausbildung) hoch einzuschätzen ist, nach einem anderen (z. B. Vermögen) aber niedrig, siehe Sozialstruktur
- In der Psychologie und Verhaltensforschung wird der Begriff in Bezug auf widersprüchliches, unschlüssiges oder – vom Standpunkt des Beobachters aus – unmotiviertes Verhalten eines Individuum verwendet, inkonsistentes Verhalten.
Siehe auch: