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Intelligent Design

Intelligent Design (engl. „intelligenter Entwurf“, „intelligente Gestaltung“; abgekĂŒrzt ID) ist die Auffassung, dass sich bestimmte Eigenschaften des Universums und des Lebens auf der Erde am besten durch einen intelligenten Urheber erklĂ€ren lassen und nicht durch einen Vorgang ohne solche Leitung, wie die natĂŒrliche Selektion.[1][2] Es ist eine moderne Fassung des traditionellen teleologischen Arguments fĂŒr die Existenz des christlichen Gottes, die versucht, sich Aussagen ĂŒber das Wesen oder die IdentitĂ€t des Designers vollstĂ€ndig zu enthalten.[3] Diese Idee wurde von einer Gruppe von US-amerikanischen Neokreationisten entwickelt, die ihre Behauptungen aus der Kreationismus-Kontroverse abĂ€nderten, um gerichtliche Entscheidungen zu umgehen, die es in den USA verbieten, Kreationismus als Schulfach zu unterrichten.[4][5][6] Die fĂŒhrenden Intelligent-Design-Vertreter, die alle[7][8] US-Amerikaner sind und dem Discovery Institute angehören, einer konservativen Denkfabrik, glauben, dass der Designer der christliche Gott ist.[9][10]

Die Intelligent-Design-AnhĂ€nger verstehen Intelligent Design als wissenschaftliche Theorie[11] und versuchen, den Begriff der Wissenschaft grundlegend umzudefinieren, so dass er auch ĂŒbernatĂŒrliche ErklĂ€rungen zulĂ€sst.[12] Sie vertreten den Standpunkt, dass Intelligent Design mit vorhandenen wissenschaftlichen Theorien zum Ursprung des Lebens auf einer Stufe steht oder ihnen ĂŒberlegen ist,[13] und dass sich mit KomplexitĂ€tskriterien zwingend beweisen oder sehr wahrscheinlich machen lĂ€sst, dass das Leben auf Ă€hnliche Weise entstanden sein muss wie vom Menschen fĂŒr einen Zweck geschaffene NutzgegenstĂ€nde.

Nach Ansicht der Wissenschaftsgemeinde ist Intelligent Design keine Wissenschaft.[14][15][16][17] Die U.S. National Academy of Sciences fĂŒhrt aus, dass „Kreationismus, Intelligent Design sowie Ă€hnliche Ansichten, die einen ĂŒbernatĂŒrlichen Eingriff bei der Entstehung des Lebens oder der Arten behaupten, keine Wissenschaft sind, weil sie mit den Methoden der Wissenschaft nicht ĂŒberprĂŒft werden können.“[18] Die U.S. National Science Teachers Association und die American Association for the Advancement of Science haben Intelligent Design als Pseudowissenschaft bewertet.[19][20] Dieser Bewertung haben sich Teile der Wissenschaftsgemeinde ausdrĂŒcklich angeschlossen, wĂ€hrend andere der Auffassung sind, dass es eher als ‘Junk Science’ angesehen werden muss.[21][22]

Intelligent Design entstand als Antwort auf das Urteil des United States Supreme Court im Fall Edwards vs. Aguillard, bei dem es um die Trennung von Staat und Kirche ging.[4] Die erste veröffentlichte Fassung des Standpunkts findet sich 1989 mit dem als Schulbuch fĂŒr den Biologieunterricht an weiterfĂŒhrenden Schulen aufgemachten Of Pandas and People.[23] Weitere BĂŒcher darĂŒber erschienen in den 1990er Jahren. Mitte der 1990er wurden die Intelligent-Design-Vertreter nach und nach im Umfeld des Discovery Institute aktiv und begannen, fĂŒr den Einschluss von Intelligent Design im Lehrplan öffentlicher Schulen zu werben.[24] Durch die zentrale Rolle, die das Discovery Institute und sein Center for Science and Culture bei Organisation und Finanzierung spielte, drang die Intelligent-Design-Bewegung in den spĂ€ten 1990ern und den frĂŒhen 2000ern verstĂ€rkt in die Öffentlichkeit und mĂŒndete schließlich 2005 im Dover-Gerichtsverfahren, in dem die beabsichtigte Verwendung von Intelligent Design in wissenschaftlichen SchulfĂ€chern beim öffentlichen Schulunterricht angegriffen wurde.[7]

Im Verfahren Kitzmiller vs. Dover Area School District griffen Eltern von SchĂŒlern einen Erlass an, der Lehrer anwies, Intelligent Design im Biologieunterricht als eine alternative ErklĂ€rung fĂŒr den Ursprung des Lebens darzustellen. Der vorsitzende Bezirksrichter John E. Jones III entschied, dass Intelligent Design keine Wissenschaft sei und dass es sich „nicht von seinen kreationistischen und daher religiösen Wurzeln lösen kann“. Daher, so sein Urteil, verletzt es die Establishment Clause des ersten Verfassungszusatzes der US-amerikanischen Verfassung.[25]

Inhaltsverzeichnis

Überblick

Auftreten und Ursprung

Intelligent Design nahm vergleichbare ErklÀrungsversuche aus dem 18. Jahrhundert wieder auf und wurde zu Ausgang des 20. Jahrhunderts in den USA als evangelikaler Gegenentwurf zu den biologischen und naturwissenschaftlichen ErklÀrungen zur Entstehung des Lebens und zum Teil als neokonservativer Kampfbegriff gegen die naturwissenschaftliche Evolutionstheorie konzipiert.

Es steht im Widerspruch zur synthetischen Evolutionstheorie der Biowissenschaften, die die Entstehung der Natur durch beobachtbare VorgĂ€nge wie Mutation, Rekombination und Selektion erklĂ€ren und diese ErklĂ€rung durch Experimente und das Sammeln wissenschaftlicher Daten fortwĂ€hrend prĂŒfen und verifizieren.

Sein erklĂ€rter[26] Zweck ist zu untersuchen, ob man aus den empirischen Belegen schließen kann, dass das Leben auf der Erde durch die schöpferische Handlung eines oder mehrerer intelligenter handelnder Urheber entstand. Der Theologe William Dembski, einer der fĂŒhrenden Vertreter von Intelligent Design, sagte, die zentrale Behauptung sei, dass natĂŒrliche Systeme nicht hinreichend durch ungeleitete natĂŒrliche VorgĂ€nge erklĂ€rt werden könnten und dass sie Merkmale zeigten, die wir in jedem anderen Zusammenhang einer Intelligenz zuschreiben wĂŒrden.[27] Der britische Genetikprofessor Steve Jones hat darauf geantwortet, diese Aussage „speist sich aus Denkfaulheit und Arroganz: ‚Ich bin ein kluger Kerl und ich kann nicht verstehen, wie das alles durch Evolution entstehen konnte. Also konnte es nicht durch Evolution entstehen‘.“[28]

BefĂŒrworter von Intelligent Design suchen nach Belegen fĂŒr sogenannte Intelligenzanzeichen (signs of intelligence) – physikalische Eigenschaften eines Objekts, die in Richtung eines Designers deuten sollen. Als Metapher wird der ArchĂ€ologe verwendet, der eine Steinstatue findet und den Schluss zieht, dass sie durch eine schöpferische Handlung entstand. Da es nicht gerechtfertigt ist, als ArchĂ€ologe zu behaupten, dass eine Statue lediglich ein zufĂ€llig von der Natur ungewöhnlich geformter Felsblock ist, postulieren die AnhĂ€nger von Intelligent Design in einem Analogieschluss die Existenz eines Designers, der die Lebewesen entworfen haben muss.

Die am hĂ€ufigsten genannten Merkmale sind nichtreduzierbare KomplexitĂ€t, Informationsmechanismen und spezifizierte KomplexitĂ€t. Die Intelligent-Design-AnhĂ€nger argumentieren, dass sich bei Lebewesen eines oder mehrere dieser Merkmale feststellen ließen, woraus sie schlussfolgern, dass mindestens einige Aspekte des Lebens durch eine direkte schöpferische Handlung des Designers entstanden sein mĂŒssen.

Die Intelligent-Design-BefĂŒrworter argumentieren weiter, dass, wenn auch Belege fĂŒr die Natur einer intelligenten Ursache oder eines intelligenten Akteurs nicht unbedingt direkt beobachtbar seien, dessen Auswirkungen auf die Natur erkennbar seien. Dembski schreibt dazu:

„BefĂŒrworter sehen Intelligent Design als ein wissenschaftliches Forschungsprogramm an, welches die Auswirkungen von intelligenten Ursachen untersucht. Man muss beachten, dass dabei die Auswirkungen einer intelligenten Ursache untersucht werden, nicht die intelligenten Ursachen als solche.[29]“

Nach dieser Sichtweise kann man innerhalb eines geschlossenen Systems die IdentitĂ€t von Einwirkungen, die von außerhalb dieses Systems kommen, nicht ĂŒberprĂŒfen, sodass Fragen ĂŒber die IdentitĂ€t des Designers außerhalb der Reichweite des Konzepts liegen.


Ursprung des Konzepts

Die Vermutung, dass die Welt und damit auch das Leben gezielt erschaffen worden sei, erscheint bereits in den (polytheistischen und monotheistischen) Götterlehren des Altertums; auch in der griechischen (ionischen) Naturphilosophie wird nach einem Urheber (unbewegten Beweger) gesucht und z. B. von Anaxagoras (499-428 v. Chr.) als unpersönlicher Nous konzipiert. Aber trotz der oberflĂ€chlichen Ähnlichkeit zur klassischen antiken und mittelalterlichen Teleologie unterscheidet sich das Intelligent Design-Argument in seinen metaphysischen PrĂ€missen von den klassischen teleologischen Argumenten erheblich. In den teleologischen Konzepten des Aristoteles (aufbauend auf Anaxagoras und Platon) und der Scholastik (insbesondere bei Thomas von Aquin) wird von einer immanenten Teleologie, die sich im inneren Naturstreben (appetitus naturalis), der Dynamik der Wesensformen und einer EigenkausalitĂ€t der Dinge manifestiert, auf eine transzendente Teleologie als ihrer Möglichkeitsbedingung geschlossen[30].

Intelligent Design knĂŒpft hingegen vielmehr an die Physikotheologie des Deismus in der englischen AufklĂ€rung an, die nicht mehr wie Antike und Mittelalter von der Eigendynamik qualitativer Wesensformen ausgeht, sondern von einem physikalisch-quantitativ erklĂ€rten Universum, dessen vortreffliche KomplexitĂ€t und innere Stimmigkeit auf einen intelligenten ĂŒberweltlichen Urheber verweise. Eine Form dieses Arguments stammt vom englischen Theologen William Samuel Paley (1743–1805) in seinem Buch Natural Theology (1802). Paley schloss ganz im Sinne der Physikotheologie auf Grund der KomplexitĂ€t und FunktionalitĂ€t der belebten Natur auf einen personalen göttlichen Planer.[31] Zur BegrĂŒndung dieser Idee wĂ€hlte Paley eine Analogie, wonach der fein abgestimmte Bau technischer GegenstĂ€nde (Artefakte), wie z. B. einer Uhr, nur den Schluss zulasse, dass sie ein Zwecksetzer hervorgebracht habe, der mit Verstand ausgestattet und deswegen in der Lage gewesen sei, seine Konstruktion zu verstehen. (Dies wird als Uhrmacher-Analogie bezeichnet und, obgleich sich die modernen AnsĂ€tze der Intelligent Design-Vertreter etwas unterscheiden, noch heute in ihrer Argumentation verwendet.) Im frĂŒhen 19. Jahrhundert fĂŒhrten solche Argumente zur theologischen Durchdringung der Biologie auf der Suche nach dem Willen Gottes. Diese Bewegung entfachte eine Leidenschaft fĂŒr das Sammeln von Fossilien und anderen biologischen Proben, die letztendlich zu Charles Darwins Theorie der Entstehung der Arten fĂŒhrte.

Ähnliche Argumentationen, die einen göttlichen Designer postulierten, werden heutzutage von vielen AnhĂ€ngern der theistischen Evolution ĂŒbernommen, welche die moderne Wissenschaft und die Evolutionstheorie als vollstĂ€ndig vertrĂ€glich mit dem Konzept eines ĂŒbernatĂŒrlichen Schöpfers ansehen.

Obwohl also der Kerngedanke der Intelligent Design-Hypothese bereits lange vor Paley von Philosophen und Theologen vertreten wurde (beispielsweise von John Ray), ist die ZurĂŒckfĂŒhrung auf die klassischen griechischen Philosophen, etwa Aristoteles, wie sie oft von Intelligent Design-Vertretern vorgebracht wird,[32] weder die allgemeine Auffassung der Theologie noch der Philosophie – von Seiten der Theologie, weil sich die dem Intelligent-Design-Argument zugrundeliegende Physikotheologie inhaltlich nicht mit dem christlichen Aristotelismus deckt und von Seiten der Philosophie, da der Gott der griechischen Philosophen meist als sehr unterschiedlich vom Schöpfergott der religiösen Offenbarung aufgefasst wird. So charakterisiert z. B. K. Armstrong das oberste göttliche Wesen von Aristoteles und Plotin als „zeitlos und unempfindsam; keine Notiz nehmend von weltlichen Ereignissen; sich nicht in der Geschichte offenbarend; er hatte die Welt nicht erschaffen und wĂŒrde am Ende der Zeit nicht ĂŒber sie urteilen“[33] und die göttliche Welt Platos als „statisch und ohne Änderung“.[34].

Intelligent Design im spĂ€ten 20. Jahrhundert kann mithin als moderne Neufassung der ‚natĂŒrlichen Theologie‘ betrachtet werden, welche die Basis der Naturwissenschaft und Evolutionstheorie zu untergraben versuchte. In dem gleichen Maße wie die Evolutionstheorie erweitert und verfeinert wurde und damit mehr PhĂ€nomene erklĂ€rte, haben sich die Beispiele verĂ€ndert, die als Belege fĂŒr Intelligent Design hochgehalten werden. Jedoch ist das grundsĂ€tzliche Argument das gleiche geblieben: Komplexe Systeme sollen einen Designer implizieren. In der Vergangenheit umfassten die verwendeten Beispiele das Auge (optisches System) und den gefiederten FlĂŒgel; da beide Beispiele inzwischen von den Naturwissenschaften schlĂŒssig ohne Designer erklĂ€rt werden konnten, finden sich die gegenwĂ€rtigen Beispiele auf der schlechter erforschten biochemischen Ebene: Proteinfunktionen, Blutgerinnung und Bakteriengeißeln (siehe nichtreduzierbare KomplexitĂ€t).

Barbara Forrest hat Nachforschungen ĂŒber die frĂŒhen Formen von Intelligent Design angestellt und beschreibt dessen Aufkommen wie folgt:

„in the early 1980s with the publication of The Mystery of Life’s Origin (MoLO 1984) [35] by creationist chemist Charles B. Thaxton with Walter L. Bradley and Roger L. Olsen. Thaxton worked for Jon A. Buell at the Foundation for Thought and Ethics (FTE) in Texas, a religious organization that published MoLO. [36]“

Intelligent Design versucht absichtlich nicht, einen intelligenten Akteur zu identifizieren oder zu bezeichnen – es behauptet lediglich, dass einer (oder mehrere) existieren mĂŒssen. (Dessen ungeachtet ist es die persönliche Ansicht von nahezu allen BefĂŒrwortern, dass es der christliche Gott sei.) Ob dies ein echtes Merkmal des Konzepts ist oder nur eine Haltung, die eingenommen wird, um Befremden bei denjenigen zu verhindern, die naturwissenschaftlichen Unterricht von Religion trennen wollen, ist ein kontroverser Punkt der Debatte um Intelligent Design. Die Gerichtsentscheidung zu Kitzmiller vs. Dover Area School District vertrat den Standpunkt, dass das letztere der Fall sei.

Begriffsgeschichte

Die erste bekannte ErwĂ€hnung des Begriffs Intelligent Design war 1847 in einer Ausgabe des Scientific American, wo er allerdings in einem anderen Zusammenhang als heute verwendet wurde. Lord Kelvin, AnhĂ€nger einer theistisch gesteuerten Evolution, verwendete „intelligent and benevolent design“ 1871 in einem Bericht des 41. Zusammentreffens der British Association for the Advancement of Science, in dem er gegen die darwinsche Evolutionstheorie argumentierte.[37] Ebenfalls auf einem Jahrestreffen der British Association for the Advancement of Science im Jahr 1873 verwendete der Botaniker George James Allman den Begriff „intelligent design“, da er die Entwicklung des Protoplasmas durch Evolution fĂŒr unmöglich hielt:

„No physical hypothesis founded on any indisputable fact has yet explained the origin of the primordial protoplasm, and, above all, of its marvellous properties, which render evolution possible—in heredity and in adaptability, for these properties are the cause and not the effect of evolution. For the cause of this cause we have sought in vain among the physical forces which surround us, until we are at last compelled to rest upon an independent volition, a far-seeing intelligent design.[38]“

– The British Association. The Times (Samstag, 20. September 1873), S. 10 Spalte A.

Ferdinand Canning Scott Schiller verwendete ihn in seinem Buch Humanism (1903) desgleichen:

„It will not be possible to rule out the supposition that the process of evolution may be guided by an intelligent design.“[39]“

– Ferdinand Canning Scott Schiller

Eine Ableitung des Begriffs tritt im Artikel Teleological argument for the existence of God in der Macmillan Encyclopedia of Philosophy (1967) auf:

„Stated most succinctly, [the argument] runs: The world exhibits teleological order (design, adaptation). Therefore, it was produced by an intelligent designer.[40]“

Der vorherrschende moderne Gebrauch des Begriffs begann, nachdem der Supreme Court der Vereinigten Staaten im Fall Edwards v. Aguillard (1987) entschied, dass der Kreationismus im Lehrplan von öffentlichen Schulen verfassungswidrig sei. Stephen C. Meyer, MitgrĂŒnder des Discovery Institute und VizeprĂ€sident des Center for Science and Culture, berichtet, dass die Bezeichnung 1988 bei einer von ihm besuchten Konferenz namens Sources of Information Content in DNA in Tacoma aufkam.[41] Er schreibt die Wendung Charles Thaxton zu, dem Herausgeber von Of Pandas and People. In frĂŒhen EntwĂŒrfen des Buchs wurde das Wort creationism (Kreationismus) verwendet, jedoch nach der Gerichtsentscheidung quasi ohne Ausnahme durch intelligent design ersetzt. (Dieses Faktum verwendete eine Gruppe um Ken Miller spĂ€ter erfolgreich vor Gericht, um zu belegen, dass Intelligent Design ein aus juristischen GrĂŒnden umbenannter Kreationismus sei.[42]) Das Buch wurde 1989 veröffentlicht und wird als das erste zu Intelligent Design angesehen.[43] Die Verwendung des Begriffs wurde von dem aus dem Berufsleben ausgeschiedenen Rechtswissenschaftler Phillip E. Johnson mit seinem Buch Darwin on Trial (1991) breiter in der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Es sprach sich dafĂŒr aus, die Naturwissenschaft so umzudefinieren, dass sie Behauptungen einer ĂŒbernatĂŒrlichen Schöpfung zuließe.[44] Johnson, im Allgemeinen als der Vater der Intelligent-Design-Bewegung angesehen, arbeitete in der Folge mit Meyer zusammen und wurde der programmatische Berater des Center for Science and Culture bei der Planung und AusfĂŒhrung der wedge strategy.

Heute [2006] wird der Begriff Intelligent Design oft mit der Intelligent-Design-Bewegung gleichgesetzt und oft wird in der Öffentlichkeit auch nicht zwischen Intelligent Design und dem umfassenderen Begriff der Design-Hypothese unterschieden. Der Marketing-Experte Brian Collins sprach hier von gezieltem Branding, einer modernen Marketing-Strategie, welche die Intelligent-Design-Bewegung in seinen Augen anwende, um bestimmte Begriffe fĂŒr sich zu vereinnahmen.[45]

Neben der Verwendung innerhalb der Intelligent-Design-Bewegung wurde der Begriff und das Konzept z. B. auch von der Sekte der Raelianer aufgegriffen.[46]

Folgerungen zur Wissenschaftlichkeit des Intelligent Design

Der Begriff Intelligent Design ist Recherchen zufolge in den entsprechenden aktuellen Fachliteraturen durch B. Forrest und P. R. Gross[47] keinesfalls ein wissenschaftlich verwendeter Begriff.

Phillip Johnson, der als Vater der Intelligent-Design-Bewegung gilt, Ă€ußerte, dass die Bewegung religiöser und philosophischer Natur, nicht aber wissenschaftlicher Natur sei.[48]

Da nicht exakt definiert ist, was der Terminus “Design” eigentlich bedeutet, ist Intelligent Design höchst subjektiv. Was fĂŒr den einen Design ist, mag fĂŒr den anderen nur Chaos sein. Umso mehr trifft dies zu, wenn man die Existenz intelligenter nicht-terrestrischer Lebensformen postuliert.[49]

EinschlÀgige Begriffe

In philosophischen Veröffentlichungen wird gelegentlich die allgemeinere Bezeichnung design hypothesis (Designhypothese) oder argument from design (Designargument) verwandt. Diese Begriffe werden heute [2006] allerdings in einem sehr viel umfassenderen Sinn verstanden und dort auch meist nicht in dem gegen die Evolutionstheorie gerichteten Kontext verwendet, wie ihn der Begriff Intelligent Design meint, der zudem heute oft als Bezeichnung fĂŒr die Intelligent-Design-Bewegung selbst verwendet wird. WĂ€hrend der eingeschrĂ€nktere Begriff Intelligent Design ein personales mit Verstand ausgestattetes Wesen nahelegt, werden unter dem Begriff „Designhypothese“ im philosophischen Bereich sehr breit neben theistischen und nichttheistischen Wesen auch Prinzipien und reine Mechanismen betrachtet, welche das Universum auf ein bestimmtes Ziel hinsteuern.[50]

Einzelkonzepte

Nichtreduzierbare KomplexitÀt

Hauptartikel: Nichtreduzierbare KomplexitÀt

Das Auge wird – etwa von AnhĂ€ngern wie Sarfati – oftmals als Beispiel fĂŒr nichtreduzierbare KomplexitĂ€t angefĂŒhrt, lĂ€sst sich jedoch ĂŒber evolutionĂ€re Zwischenschritte erklĂ€ren.[51]
(a) Pigmentfleck
(b) Einfache pigmentierte Vertiefung
(c) Augenbecher der Seeohren
(d) kompliziertes Linsenauge von Meeresschnecken

Michael Behe, der das Konzept der nichtreduzierbaren KomplexitĂ€t (auch irreduzible KomplexitĂ€t, kurz IC) in die Diskussion einfĂŒhrte, hat ein nichtreduzierbar komplexes System definiert als

„
 a single system which is composed of several well-matched interacting parts that contribute to the basic function, wherein the removal of any one of the parts causes the system to effectively cease functioning.[52]“

– Michael Behe: Molecular Machines: Experimental Support for the Design Inference

Behe benutzt die Mausefalle als veranschaulichendes Beispiel seines Konzepts. Eine Mausefalle besteht aus mehreren sich gegenseitig beeinflussenden Teilen – Platte, Haken, Feder und Schlinge – die alle entsprechend zusammengebaut sein mĂŒssen, damit die Mausefalle wie gewohnt funktioniert. BefĂŒrworter von Intelligent Design behaupten, dass die natĂŒrliche Selektion keine irreduzibel komplexen Systeme hervorbringen kann, weil die FunktionalitĂ€t, auf welche die Selektion wirken kann, nur vorhanden ist, wenn alle Teile zusammengebaut sind. Behes ursprĂŒngliche Beispiele der in seinen Augen[53] irreduzibel komplexen biologischen Mechanismen beinhalten das Flagellum der Geißeltierchen, die Blutgerinnungskaskade, FlimmerhĂ€rchen und das anpassungsfĂ€hige Immunsystem.

Wissenschaftler wenden sich gegen die Annahme, dass solche irreduziblen komplexen Systeme in der Natur tatsĂ€chlich vorkommen, welche nicht durch natĂŒrliche Mechanismen aufgebaut werden können. Eine Definition alleine genĂŒge nicht, vielmehr mĂŒsse auch eine praktikable Prozedur angegeben werden können, nach denen exakt bestimmt werden könne, ob ein gegebenes System die Definition erfĂŒlle und nach der zudem nachgewiesen werden könne, dass dieses System nicht durch natĂŒrliche Mechanismen entstehen kann. Hier trĂŒgen die Beweislast die Intelligent-Design-Vertreter. Selbst bei Annahme der Existenz solcher irreduzibel komplexen Einheiten, so wird argumentiert, findet Evolution oftmals durch die AbĂ€nderung von vorhandenen Teilen statt oder durch ihre Entfernung aus dem System, statt nur durch HinzufĂŒgen, wobei ein Teil, das zuerst lediglich vorteilhaft war, spĂ€ter notwendig werden kann, wenn sich andere Bestandteile Ă€ndern. Durch so einen Mechanismus könne auch ein irreduzibel komplexes System, so wie es Behe definiert, auf natĂŒrliche Weise gebildet werden. Als Vergleich hierfĂŒr dient ein BaugerĂŒst, das ein „irreduzibel komplexes“ GebĂ€ude stĂŒtzt, bis es vollstĂ€ndig ist und von alleine stehen kann – dieses Argument wird als scaffolding objection (GerĂŒsteinwand) bezeichnet.

Im kreationistischen Bereich wird oft die irreduzible KomplexitĂ€t mit dem Auge in Verbindung gebracht, obwohl dieses Beispiel nach M. Behe nicht seiner Definition von irreduzibler KomplexitĂ€t entspricht. Dass derart komplexe Strukturen durch Evolution entstehen können, entzieht sich hĂ€ufig der intuitiven Vorstellungskraft, wird jedoch bei nĂ€herer Betrachtung der möglichen funktionsfĂ€higen Zwischenschritte sichtbar, die zu dieser Struktur gefĂŒhrt haben. Einige dieser Zwischenschritte sind am Beispiel des Auges in nebenstehender Abbildung skizziert. Eine große Anzahl solcher „primitiven Augentypen“, die als Zwischenschritte in der Entwicklung des Auges dienen können, sind in der Natur immer noch existent (siehe etwa Ernst Mayrs Buch Das ist Evolution).

Bereits beim Flachauge sind die Sinneszellen zwischen den Pigmentzellen angeordnet, Nervenfasern leiten die Impulse weiter. Im zweiten Schritt formt sich ein Grubenauge, um die Herkunft des Lichtes zu erkennen. Im dritten Schritt wölbt sich die Hornhaut zu einer Lochkamera zusammen. Im vierten Schritt ist die Hornhaut bereits geschlossen, eine Linse bricht das Licht. Im letzten Schritt sorgen weitere Muskeln und die Iris fĂŒr ein komplexes Linsenauge. Ähnlich ist auch das menschliche Auge aufgebaut.

Ein anderes Beispiel ist die Bakteriengeißel. Nicholas J. Matzke prĂ€sentierte ein Modell, das einen möglichen Weg der Evolution der Bakteriengeißel in kleinen Schritten schlĂŒssig erklĂ€rt[54].

Spezifizierte KomplexitÀt

Hauptartikel: Spezifizierte KomplexitÀt

Das Konzept der spezifizierten KomplexitĂ€t wurde vom Mathematiker, Philosophen und Theologen William Dembski entworfen. Dembski sagt, dass, wenn etwas spezifizierte KomplexitĂ€t zeigt (d.h., wenn es gleichzeitig komplex und spezifisch ist), man schließen kann, dass es durch Intelligenz erschaffen wurde (d.h., dass es durch Design entstand) und ein natĂŒrlicher Vorgang ausgeschlossen ist. Er bietet als Beispiel, dass ein einzelner Buchstabe des Alphabets spezifisch ist, ohne komplex zu sein, wĂ€hrend eine lange Folge von zufĂ€lligen Buchstaben komplex ist ohne spezifisch zu sein. Ein Sonett von Shakespeare hingegen sei komplex und spezifisch.[55] Er sagt, dass die Details des Lebens Ă€hnlich charakterisiert werden können, besonders die ‚Muster‘ der MolekĂŒlketten in funktionalen biologischen MolekĂŒlen wie der DNA.

Dembski definiert komplexe spezifizierte Information als alles, was mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als <math>1:10^{150}</math> durch (natĂŒrlichen) Zufall entstehen kann. Kritiker sagen, dass dies das Argument zu einer Tautologie macht: Komplexe spezifizierte Information kann nicht natĂŒrlich entstehen, weil Dembski sie so definiert hat, dass die wirkliche Frage sei, ob sie tatsĂ€chlich in der Natur existiert.

Die Stichhaltigkeit von Dembskis Argument ist stark umstritten.[56] Es gibt keine Anzeichen dafĂŒr, dass spezifizierte KomplexitĂ€t sich, wie Dembski behauptet, auch auf andere Bereiche anwenden lĂ€sst. John Wilkins und Wesley Elsberry charakterisieren Dembskis „explanatory filter“ (ErklĂ€rungsfilter) als eliminativ, da er ErklĂ€rungen nacheinander entfernt: Erst RegularitĂ€t, dann Zufall, um dann standardmĂ€ĂŸig auf Design zurĂŒckzufallen. Sie argumentieren, dass dieses Verfahren als Methode zum wissenschaftlichen Schließen unbrauchbar ist, da seine asymmetrische Behandlung der verschiedenen möglichen ErklĂ€rungen zu falschen Schlussfolgerungen fĂŒhren kann.[57]

Des Weiteren ist der vorgeschlagene Filter in der Praxis ohne jede Bedeutung, da die entsprechenden Wahrscheinlichkeiten nicht bekannt sind und auch in Zukunft nicht bekannt sein werden.[58][59]

Feinabstimmung der Naturkonstanten

Ein oft benutztes Argument der Intelligent-Design-BefĂŒrworter ist, dass die Konstanten der physikalischen Modelle zur Beschreibung des Universums eine Feinabstimmung aufweisen wĂŒrden, die das Leben ermögliche und die nicht auf Zufall zurĂŒckgefĂŒhrt werden könne. Das Argument der Feinabstimmung stammt nicht aus der Intelligent-Design-Bewegung selbst, sondern wird von Kosmologen diskutiert, wobei entweder die RĂŒckfĂŒhrung gegenwĂ€rtiger physikalischer Modelle auf fundamentalere physikalische Theorien ohne Feinabstimmung, wie z. B. die Superstringtheorie, oder Multiversen- bzw. Ensemble-Hypothesen als wissenschaftliche mögliche ErklĂ€rungen diskutiert werden. Die Verwendung der Feinabstimmung als Argument fĂŒr die Design-Hypothese wurde außerhalb der eigentlichen Intelligent-Design-Bewegung z. B. vom britischen Religionsphilosophen Richard Swinburne vertreten. Es ist auch insofern kein typisches Intelligent-Design-Argument, als es weder die Evolutionstheorie noch sonst eine gegenwĂ€rtige naturwissenschaftliche Theorie in Frage stellt.

Die postulierte Feinabstimmung umfasst physikalische Konstanten, z. B. die StĂ€rke der KrĂ€fte, welche die Atomkerne zusammenhalten und einige fĂŒr die Entwicklung des Universums wichtige Parameter wie etwa die kosmologische Konstante. Der Intelligent-Design-BefĂŒrworter und Center for Science and Culture-Assoziierte Guillermo Gonzalez ĂŒbernimmt die Position der Feinabstimmung, dass, wenn irgendeiner dieser Werte auch nur geringfĂŒgig abweichen wĂŒrde, das Universum dramatisch anders wĂ€re und sich viele chemische Elemente und Eigenschaften des Universums unmöglich hĂ€tten herausbilden können.[60] Daher, so schließt er weiter, war fĂŒr das Leben ein intelligenter Designer nötig, um sicherzustellen, dass die erforderlichen Eigenschaften dafĂŒr vorhanden waren. Wissenschaftler haben quasi einstimmig geantwortet, dass dieses Argument nicht ĂŒberprĂŒft werden kann und damit wissenschaftlich nutzlos ist. Einige argumentieren, dass, selbst wenn man es als Spekulation betrachten wĂŒrde, die Argumente schlecht von den Belegen gestĂŒtzt werden.[61]

Eine Anzahl Kritiker weist auch darauf hin, dass viele der vorgebrachten Variablen miteinander in Verbindung zu stehen scheinen und dass Berechnungen von Mathematikern und Physikern darauf hindeuten, dass die Entstehung eines Ă€hnlichen Universums relativ wahrscheinlich ist.[62] Der Philosoph N. Bostrum argumentiert, dass selbst im Falle, dass ErklĂ€rungen wie RĂŒckfĂŒhrung auf fundamentalere Theorien, welche die Konstanten verknĂŒpfen oder eliminieren wĂŒrden, nicht möglich wĂ€ren, Ensemble-Hypothesen und Multiversen-Theorien wegen ihrer mathematischen Behandelbarkeit vom rational-wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen gegenĂŒber der Design-Hypothese vorzuziehen wĂ€ren.[63] Der britische Philosoph Richard Swinburne schreibt hierzu allerdings: „Eine Billion Billionen Universen zu postulieren anstelle von einem Gott, scheint der Gipfel der IrrationalitĂ€t zu sein.“[64]

Ein wieder anderer Kritikpunkt ist die Frage, warum das Leben im Universum so extrem selten ist, wenn die Naturkonstanten doch so optimal fĂŒr Leben abgestimmt wurden. Außerdem ist dieses Argument nicht auf Formen des Lebens anwendbar, die uns völlig unbekannt sind. Statt „Die Natur ist auf Leben feinabgestimmt“ könnte man mit gleichem Recht argumentieren „Das Leben ist auf die Natur abgestimmt“ also exakt das, was die Evolutionstheorie aussagt.[65]

Der oder die Designer

Intelligent-Design-Argumente werden in weltlichen Begriffen formuliert und vermeiden es absichtlich, den durch sie postulierten Intelligenten Akteur zu identifizieren. Obwohl sie nicht angeben, dass Gott der Designer ist, wird oft implizit angenommen, dass nur er als solcher eingegriffen haben kann. WĂ€hrend Dembski in The Design Inference spekuliert, dass eine Kultur von Außerirdischen die Bedingungen erfĂŒllen könnte, erwĂ€hnt die offizielle Beschreibung von Intelligent Design[66] ausdrĂŒcklich, dass bereits das Universum an sich Eigenschaften aufweist, die auf Design hindeuten. Dembski hat das Paradoxon anerkannt und zieht den Schluss „no intelligent agent who is strictly physical could have presided over the origin of the universe or the origin of life“ („kein intelligenter Akteur, der streng physisch ist, kann den Ursprung des Universums und des Lebens eingeleitet haben“).[67] Die fĂŒhrenden AnhĂ€nger haben gegenĂŒber ihren TrĂ€gern offengelegt, dass sie glauben, dass der Designer der christliche Gott ist, unter dem Ausschluss aller anderen Religionen.

Jenseits der Debatten darĂŒber, ob Intelligent Design wissenschaftlich ist, geht eine Anzahl Kritiker so weit, zu behaupten, dass die vorhandenen Belege die Design-Hypothese unwahrscheinlich erscheinen lassen. Zum Beispiel fragt sich Jerry Coyne von der UniversitĂ€t von Chicago, warum ein Designer beim Menschen einen Mechanismus zur Herstellung von Vitamin C einbauen wĂŒrde, ihn dann aber durch das Ausschalten eines seiner Enzyme zerstören wĂŒrde („give us a pathway for making vitamin C, but then destroy it by disabling one of its enzymes“) und warum er oder sie die Inseln im Ozean nicht mit Reptilien, SĂ€ugetieren, Amphibien oder SĂŒĂŸwasserfischen ausstatten wĂŒrde, obwohl diese Inseln fĂŒr diese Spezies einen angemessenen Lebensraum bieten wĂŒrden („stock oceanic islands with reptiles, mammals, amphibians, and freshwater fish, despite the suitability of such islands for these species“). Coyne interpretiert auch den Fakt, dass Fauna und Flora auf diesen Inseln denen des nĂ€chstgelegenen Festlands gleichen, obwohl die Umgebung eine völlig andere ist („the flora and fauna on those islands resemble that of the nearest mainland, even when the environments are very different“), als Beleg dafĂŒr, dass sie dort nicht von einem Designer platziert wurden.[68] Behe argumentierte im breiteren Kontext in Darwin’s Black Box fĂŒr das Gegenteil und behauptete, dass die Menschen lediglich nicht fĂ€hig wĂ€ren, die Motive des Designers zu verstehen, so dass solche Fragen nicht endgĂŒltig beantwortet werden könnten. Skurriles Design, so Behe, könnte zum Beispiel vom Designer aus kĂŒnstlerischen GrĂŒnden dort platziert worden sein; oder um seine FĂ€higkeiten zu demonstrieren; fĂŒr einen noch nicht geklĂ€rten praktischen Zweck oder aus einem anderen nicht erfassbaren Grund („have been placed there by the designer
 for artistic reasons, to show off, for some as-yet undetectable practical purpose, or for some unguessable reason“). Coyne antwortete darauf, dass im Lichte der Belege das Leben entweder nicht durch Intelligent Design, sondern durch Evolution entstand, oder dass der intelligente Designer ein kosmischer Scherzbold sein muss, der alles so entworfen hat, dass es nach Evolution aussieht („either life resulted not from intelligent design, but from evolution; or the intelligent designer is a cosmic prankster who designed everything to make it look as though it had evolved“).

Die behauptete Notwendigkeit eines Designers fĂŒr KomplexitĂ€t stellt auch die Frage, wie das Design des Designers entstand.[69] Intelligent-Design-BefĂŒrworter sagen, dass die Frage irrelevant fĂŒr Intelligent Design ist oder außerhalb seiner Reichweite liegt.[70] Richard Wein setzt dem entgegen, dass unbeantwortete Fragen einer Theorie gegen die von der ErklĂ€rung bereitgehaltenen Verbesserungen im VerstĂ€ndnis abgewogen werden mĂŒssen. Sich auf ein Etwas zu berufen, das nicht weiter erklĂ€rt wird, um den Ursprung von etwas anderem (den Menschen selbst) zu erklĂ€ren, ist demnach nicht viel mehr als ein Zirkelschluss und die neue Frage, die von der ErklĂ€rung aufgeworfen wird, ist so problematisch wie die Frage, welche die ErklĂ€rung beantworten soll („must be balanced against the improvements in our understanding which the explanation provides. Invoking an unexplained being to explain the origin of other beings (ourselves) is little more than question-begging. The new question raised by the explanation is as problematic as the question which the explanation purports to answer“).[71] Eine Anzahl von Kritikern sehen die Behauptung, dass der Designer nicht erklĂ€rt werden muss, auch nicht als Beitrag zur Erkenntnis an, sondern als letztes Machtwort zum Beenden jeglicher Diskussion beim Hinterfragen der Theorie. Ohne beobachtbare, nachmessbare Belege fĂŒhrt die Frage nach dem Designer des Designers zu einem unendlichen Regress, dem Intelligent-Design-BefĂŒrworter nur durch das Ausweichen auf einen religiösen Kreationismus oder durch einen logischen Widerspruch entkommen können. Außerdem wird mit dem Postulat eines Designers ein zusĂ€tzliches Element, das zur ErklĂ€rung der Entwicklung des Lebens nicht benötigt wird, eingebracht, es widerspricht demnach dem Sparsamkeitsprinzip.[72]

Intelligent Design als Bewegung

Hauptartikel: Intelligent-Design-Bewegung

Die Intelligent-Design-Bewegung entstand aus einer Kampagne des Discovery Institute, um durch den Einsatz von Intelligent-Design-Argumenten in der Öffentlichkeit der USA fĂŒr weitreichende soziale, akademische und politische Änderungen einzutreten. Die fĂŒhrenden Vertreter der Bewegung sagen, dass Intelligent Design die BeschrĂ€nktheit der Naturwissenschaft und der weltlichen Philosophie des Naturalismus offenlegt. Intelligent-Design-BefĂŒrworter behaupten, dass die Wissenschaft nicht auf den Naturalismus beschrĂ€nkt werden sollte und nicht die Übernahme einer naturalistischen Philosophie fordern sollte, die alle ErklĂ€rungen kurzerhand ablehnt, welche ĂŒbernatĂŒrliche GrĂŒnde beinhalten.

Phillip E. Johnson, der als der Vater der Intelligent-Design-Bewegung angesehen wird, hat gesagt, dass das Ziel von Intelligent Design ist, den Kreationismus in die Form einer Wissenschaft zu gießen.[73][74] Alle fĂŒhrenden Intelligent-Design-BefĂŒrworter sind Assoziierte oder Angestellte des Discovery Institute und seines Center for Science and Culture.[75] Nahezu alle Intelligent-Design-Konzepte und die damit verbundene Bewegung sind das Produkt des Discovery Institute, das die Bewegung fĂŒhrt und seiner Wedge strategy nachgeht, wĂ€hrend es die daran angeschlossene Teach the Controversy-Kampagne („Die Kontroverse unterrichten“) leitet.

FĂŒhrende Intelligent-Design-BefĂŒrworter haben einander widersprechende Aussagen ĂŒber Intelligent Design gemacht. Bei Aussagen, die an die allgemeine Öffentlichkeit gerichtet sind, geben sie an, dass Intelligent Design nicht religiös ist, wĂ€hrend sie angeben, dass Intelligent Design seine Grundlage in der Bibel hat,[74] wenn sie konservativ-christliche UnterstĂŒtzer ansprechen.

Barbara Forrest, eine Expertin, die sich ausfĂŒhrlich mit der Bewegung befasst hat, schreibt dies einer Verschleierungstaktik des Discovery-Institute ĂŒber seine wirklichen Ansichten zu, was demnach eine seiner Grundrichtlinien sei. Sie hat zur Bewegung geschrieben: „[the movement’s] activities betray an aggressive, systematic agenda for promoting not only intelligent design creationism, but the religious world-view that undergirds it.“ („Die AktivitĂ€ten der Bewegung geben eine aggressive, systematische Agenda nicht nur zur Förderung des Intelligent-Design-Kreationismus preis, sondern auch zur religiösen Weltanschauung, die sie untermauert.“)[76]

Die Religion und die fĂŒhrenden AnhĂ€nger

Die Argumente zu Intelligent-Design sind sorgfĂ€ltig in weltlichen Begriffen formuliert und vermeiden absichtlich, eine IdentitĂ€t des Designers zu postulieren. Phillip E. Johnson hat gesagt, dass die Entwicklung einer Mehrdeutigkeit durch den Einsatz einer weltlichen Sprache bei den Argumenten, die sorgfĂ€ltig auf die Vermeidung von BeiklĂ€ngen eines theistischen Kreationismus hin ausgearbeitet wurden, ein notwendiger erster Schritt ist, um letztendlich das christliche Gotteskonzept als Designer wieder einzufĂŒhren. Johnson betont „the first thing that has to be done is to get the Bible out of the discussion“ („zu allererst muss die Bibel aus der Diskussion verschwinden“) und „after we have separated materialist prejudice from scientific fact 
 only then can ‚biblical issues‘ be discussed“ („nachdem wir materialistische Vorurteile von wissenschaftlichen Fakten getrennt haben 
 erst dann können ‚biblische Angelegenheiten‘ diskutiert werden.“)[77] Johnson ruft Intelligent-Design-BefĂŒrworter ausdrĂŒcklich dazu auf, ihre religiösen Absichten zu verschleiern, so dass vermieden wird, dass Intelligent Design lediglich als eine weitere Verpackung fĂŒr die evangelikale christliche Nachricht angesehen wird.[78] Die meisten der HauptbefĂŒrworter von Intelligent Design, einschließlich Michael Behe, William Dembski und Stephen C. Meyer, sind Christen, die erklĂ€rt haben, dass in ihren Augen der Designer des Lebens Gott ist. Die ĂŒbergroße Mehrheit der Intelligent-Design-BefĂŒrworter sind evangelikale Protestanten. Phillip E. Johnson, William Dembski und Stephen C. Meyer sind Protestanten, Michael Behe ist römisch-katholisch und Jonathan Wells, ein anderer Hauptvertreter, ist ein Mitglied der Vereinigungskirche, die von Sun Myung Moon geleitet wird.

Die sich widersprechenden Behauptungen von fĂŒhrenden Intelligent-Design-AnhĂ€ngern dazu, ob Intelligent Design seine Grundlage in religiösen Überzeugungen hat, sind das Resultat ihrer Strategie. Zum Beispiel listet William Dembski in seinem Buch The Design Inference[79] einen Gott oder eine „außerirdische Lebensform“ als zwei Möglichkeiten fĂŒr die IdentitĂ€t des Designers auf. Jedoch erklĂ€rt Dembski in seinem Buch Intelligent Design: the Bridge Between Science and Theology „Christ is indispensable to any scientific theory, even if its practitioners don’t have a clue about him. The pragmatics of a scientific theory can, to be sure, be pursued without recourse to Christ. But the conceptual soundness of the theory can in the end only be located in Christ.“ („Christus ist unverzichtbar fĂŒr jede wissenschaftliche Theorie, selbst wenn ihre Fachleute keine Ahnung von ihm haben. Der Pragmatik einer wissenschaftlichen Theorie kann selbstverstĂ€ndlich ohne RĂŒckgriff auf Christus nachgegangen werden. Aber die grundsĂ€tzliche Stichhaltigkeit der Theorie kann am Ende nur in Christus gefunden werden.“)[80] Dembski hat auch gesagt „ID is part of God’s general revelation
“ („ID ist Teil von Gottes allgemeiner Offenbarung“) „Not only does intelligent design rid us of this ideology (materialism), which suffocates the human spirit, but, in my personal experience, I’ve found that it opens the path for people to come to Christ“ („Nicht nur erlöst uns Intelligent Design von dieser Ideologie, dem Materialismus, die den menschlichen Geist erstickt, sondern, wie ich persönlich festgestellt habe, öffnet es den Leuten den Weg zu Christus.“)[81]

Zwei fĂŒhrende Intelligent-Design-AnhĂ€nger, Phillip Johnson und William Dembski, zitieren das Evangelium nach Johannes als Grundlage von Intelligent Design.[82][83] Barbara Forrest sagt, dass diese Aussagen offenbaren, dass die fĂŒhrenden AnhĂ€nger Intelligent Design als grundsĂ€tzlich von religiöser Natur ansehen und nicht als ein wissenschaftliches Konzept, das lediglich ganz zufĂ€llig Schlussfolgerungen zulĂ€sst, die mit ihren persönlichen Glaubensauffassungen ĂŒbereinstimmen.[84]

Europa

In den Niederlanden beschĂ€ftigte sich der NiederlĂ€nder Cees Dekker mit dem Thema, er schrieb darĂŒber zwei BĂŒcher. Der deutsche Kreationist Siegfried Scherer (Wort und Wissen) war bis 2003 Fellow des Discovery Institute, distanziert sich jedoch inzwischen von dessen politischen Zielen.[85] In der europĂ€ischen Presse wird nur sporadisch ĂŒber die VorgĂ€nge in den USA berichtet. N-tv ĂŒberschrieb einen Bericht ĂŒber die Entscheidung, in Schulen des US-Bundesstaats Kansas im Biologieunterricht neben der Evolutionstheorie auch Intelligent Design zu behandeln, mit dem Titel „Wo die Erde eine Scheibe ist – Kansas zieht Darwin in Zweifel“.[86]

In Deutschland sympathisieren die Zeugen Jehovas im Allgemeinen mit Intelligent Design,[87] ihr bekanntester Vertreter ist der Genetiker Wolf-Ekkehard Lönnig, Gruppenleiter am Max-Planck-Institut fĂŒr ZĂŒchtungsforschung. Nach Lönnigs Veröffentlichung von Intelligent-Design-Thesen auf den Internetseiten des MPI „kĂ€mpfte das Institut um seinen guten Ruf“[88]; das MPI hat seinen Mitarbeitern seitdem die Veröffentlichung persönlicher Ansichten auf der MPI-Site untersagt, wenn sie nicht als solche klar gekennzeichnet seien. Der geschĂ€ftsfĂŒhrende Direktor des MPI, Paul Schulze-Lefert, erklĂ€rte dazu: „Wir hĂ€tten uns lĂ€cherlich gemacht, wĂŒrden wir diese Verquickung von wissenschaftlich abgesicherten Befunden und persönlicher Meinung weiterhin auf unseren Sites dulden.“[89]

In Großbritannien vertreten der Mathematiker John Lennox und der Philosoph Antony Flew Positionen des Intelligent Design.

Intelligent-Design-Kontroverse

Gerichtsentscheid

Im Gerichtsverfahren Kitzmiller vs. Dover Area School District (2005) urteilte ein US-amerikanisches Bundesgericht, vertreten vom Bezirksrichter John E. Jones III., dass die Auflage eines öffentlichen Schulbezirks, wonach in naturwissenschaftlichen FÀchern Intelligent Design als eine Alternative zur Evolutionstheorie unterrichtet werden muss, den Establishment Clause des ersten Verfassungszusatzes verletzt. Die Basis dieser Entscheidung war seine Schlussfolgerung, dass Intelligent Design keine Wissenschaft und im Wesentlichen religiöser Natur sei.[90]

Strategien und Standpunkte

Eine SchlĂŒsselstrategie der Intelligent-Design-Bewegung besteht darin, die breite Öffentlichkeit davon zu ĂŒberzeugen, dass es zwischen Wissenschaftlern eine Debatte darĂŒber gibt, ob sich das Leben evolutionĂ€r entwickelt hat und die Öffentlichkeit, Politiker und kulturellen Leitfiguren zu ĂŒberzeugen, dass Schulen „die Kontroverse unterrichten“ sollen.[91] Jedoch gibt es keine solche Debatte in der Wissenschaftsgemeinde; nach dem Stand der Forschung ist die Evolution eine Tatsache.[92] Intelligent Design wird weithin als Trojanisches Pferd fĂŒr die Kampagne seiner BefĂŒrworter gegen das angesehen, was diese als materialistisches Fundament der Wissenschaft bezeichnen und das nach ihrer Argumentation keinen Platz fĂŒr die Möglichkeit eines Gottes lĂ€sst.[93][94]

Die Intelligent-Design-Kontroverse dreht sich um drei Probleme:

  1. ob Intelligent Design als Wissenschaft eingeordnet werden kann,
  2. ob die Belege solche Theorien stĂŒtzen,
  3. ob es angebracht und rechtmĂ€ĂŸig ist, solche Theorien in der öffentlichen Schulbildung zu unterrichten.

Von Seiten der Naturwissenschaftler werden alle drei Fragen eindeutig mit nein beantwortet.[49][95][96] Die Naturwissenschaft benutzt die wissenschaftliche Methode, um a posteriori-Wissen ausschließlich aufgrund von Beobachtungen zu gewinnen (manchmal auch als empirische Wissenschaft bezeichnet). Intelligent-Design-BefĂŒrworter versuchen, diese Definition zu Ă€ndern.[97] Der „methodologische Naturalismus“ soll aus der Wissenschaft beseitigt[98] und durch etwas ersetzt werden, das die Leitfigur der Intelligent-Design-Bewegung, Phillip E. Johnson, als theistischen Realismus[99] und die Kritiker als „methodologischen Supernaturalismus“ bezeichnen. Das ist der Glaube an eine transzendente, nicht natĂŒrliche Dimension der RealitĂ€t, in der sich eine transzendente, nicht natĂŒrliche Gottheit befindet. Intelligent-Design-BefĂŒrworter argumentieren, dass naturalistische ErklĂ€rungen bestimmte PhĂ€nomene nicht erklĂ€ren können und dass die ĂŒbernatĂŒrlichen ErklĂ€rungen eine sehr einfache und intuitive[100] ErklĂ€rung fĂŒr den Ursprung des Lebens und des Universums sind. BefĂŒrworter sagen, dass die Belege dafĂŒr, in der Form von nichtreduzierbarer KomplexitĂ€t und spezifizierter KomplexitĂ€t, nicht durch natĂŒrliche VorgĂ€nge erklĂ€rt werden können. Da diese Konzepte aber keine wissenschaftlichen Grundlagen haben und allgemein als pseudowissenschaftlich betrachtet werden, sind fĂŒr diese vermeintlichen Belege aus wissenschaftlicher Sicht auch keine Auflösungen nötig.

Die UnterstĂŒtzer vertreten auch den Standpunkt, dass die religiöse NeutralitĂ€t erfordert, dass in der Schule innerhalb des Biologieunterrichts sowohl die Evolutionstheorie als auch Intelligent Design unterrichtet wird. In ihren Augen diskriminiert der exklusive Unterricht der Evolutionstheorie in unfairer Weise diejenigen, die einen kreationistischen Glauben vertreten. Beides zu unterrichten, so argumentieren die UnterstĂŒtzer, lĂ€sst die Möglichkeit eines solchen Glaubens offen, ohne dass der Staat ihn damit fördert. Viele Intelligent-Design-AnhĂ€nger glauben, dass der „Szientismus“ (womit sie die Naturwissenschaft meinen) selbst eine Religion ist, die den SĂ€kularismus und Materialismus fördert und versucht, den Theismus aus dem öffentlichen Leben zu löschen. Ihre Arbeit zur Förderung von Intelligent Design sehen sie als einen Weg an, der Religion wieder eine zentrale Rolle in der Bildung und anderen öffentlichen Bereichen zuzugestehen. Einige behaupten, dass diese grĂ¶ĂŸere Debatte oftmals der Unterton von Argumenten ist, die fĂŒr Intelligent Design gemacht werden, obwohl andere anmerken, dass Intelligent Design als eine effektive BevollmĂ€chtigung fĂŒr den religiösen Glauben der prominenten Intelligent-Design-BefĂŒrworter dient, um ihren religiösen Standpunkt in die Gesellschaft hineinzutragen.[73][101][102]

Nach den Kritikern hat Intelligent Design keinerlei wissenschaftliche Vorstellung abgeliefert und ist lediglich ein Versuch, eine Religion in öffentlichen Schulen zu unterrichten. Das ist nach der Establishment Clause in der Verfassung der Vereinigten Staaten verboten. Die Kritiker behaupten sogar, dass Intelligent Design die öffentliche UnterstĂŒtzung fĂŒr wissenschaftliche Forschung selbst zum Schlechten gewendet hat.[103] Weiterhin, wenn man die BefĂŒrworter von „gleicher Zeit fĂŒr alle Theorien“ beim Wort nehmen wĂŒrde, gĂ€be es keine logische Obergrenze fĂŒr die Anzahl von potentiellen „Theorien“, die man im öffentlichen Schulsystem unterrichten könnte, einschließlich unzweifelhaft alberner wie der „Theorie“ vom Fliegenden Spaghettimonster (eine Parodie auf Intelligent Design). Es gibt unzĂ€hlbare, sich gegenseitig ausschließende ĂŒbernatĂŒrliche ErklĂ€rungen fĂŒr KomplexitĂ€t. Intelligent Design bietet keinen Mechanismus, mit dem man darunter irgendwelche ausschließen könnte. Zudem ist Intelligent Design weder beobachtbar noch wiederholbar, was nach Kritikern die wissenschaftliche Bedingung der Falsifizierbarkeit verletzt. Selbst der Intelligent-Design-BefĂŒrworter Michael Behe macht das EingestĂ€ndnis „You can’t prove intelligent design by experiment.“Auf Deutsch etwa: „Man kann Intelligent Design nicht experimentell beweisen.“[56]

Obwohl die Evolutionstheorie die chemische Evolution nicht erklĂ€rt, die Entstehung von Leben aus lebloser Materie, kann Intelligent Design nicht schlussfolgern, dass ein intelligenter Designer hinter einem Teil dieses Vorgangs steht, der wissenschaftlich nicht verstanden wird, denn sie haben nicht gezeigt, dass ĂŒberhaupt jemals ein ĂŒbernatĂŒrlicher Eingriff stattgefunden hat. Der Schluss, dass ein intelligenter Designer (ein Gott oder eine außerirdische Lebensform) das Leben auf der Erde erschaffen habe, wurde mit der A-priori-Behauptung verglichen, dass Außerirdische den antiken Ägyptern geholfen haben, ihre Pyramiden zu bauen.[104][105] In beiden FĂ€llen ist der Einfluss dieser von außen kommenden Intelligenz nicht wiederholbar, beobachtbar oder widerlegbar und verletzt dazu das Sparsamkeitsprinzip. Von einem streng empirischen Standpunkt kann man aufzĂ€hlen, was ĂŒber die Ă€gyptischen Konstruktionstechniken bekannt ist, muss aber zugeben, nichts darĂŒber zu wissen, wie die Ägypter ihre Pyramiden konkret gebaut haben.

Die großen christlichen Konfessionen lehnen Kreationismus und Intelligent Design zugunsten der theistischen Evolution ab. Kardinal Schönborn bekrĂ€ftigte 2005 die offizielle katholische Lehre in dieser Frage in Absprache mit dem Papst erneut. Er sieht „purpose and design in the natural world“ („Zweck und Plan in der Natur“) hat aber „no difficulty 
 with the theory of evolution [within] the borders of scientific theory“ („keine Schwierigkeit mit der Evolution in den Grenzen der wissenschaftlichen Theorie“). Dabei griff er naturalistische und materialistische Interpretationen der Theorie als unwissenschaftliche GrenzĂŒberschreitungen an und bekrĂ€ftigte die katholische Position, dass sie mit dem humanistischen und christlichen Menschenbild unvereinbar seien. Er sprach sich gleichzeitig dafĂŒr aus, dass es auch an US-Schulen erlaubt sein mĂŒsse, ĂŒber diesen Plan zu sprechen und verwendete dafĂŒr den Begriff Intelligent Design.[106][107] Von dem Vorwurf, damit kreationistische Positionen zu vertreten, distanzierte er sich jedoch.[108] Die Evangelische Landeskirche in WĂŒrttemberg hat eine GrundsatzerklĂ€rung „Zum Kreationismus und zur Theorie eines ‚intelligenten Designs‘“ verfasst.[109]

Intelligent Design und die wissenschaftliche Methode

Die wissenschaftliche Methode bezieht sich auf einen Unterbau von Techniken fĂŒr die Untersuchung von PhĂ€nomenen und den Erwerb neuer Erkenntnisse ĂŒber die Natur, ohne dass dabei von der Existenz oder Nicht-Existenz des ÜbernatĂŒrlichen ausgegangen wird. Intelligent-Design-BefĂŒrworter sagen oft, dass ihre Position nicht nur wissenschaftlich ist, sondern sogar noch wissenschaftlicher als die Evolutionstheorie und dass sie die Wissenschaft umdefinieren wollen, damit sie, wie sie es formulieren, „non-naturalistic theories such as intelligent design“ („nicht-naturalistische Theorien wie Intelligent Design“) zulĂ€sst.[13] Das ist ein Abgrenzungsproblem der Wissenschaftsphilosophie, d.h. wo und wie man die Grenzen um die Wissenschaft ziehen soll. Damit eine Theorie wissenschaftlich ist, mĂŒssen folgende Bedingungen erfĂŒllt sein:

  • Konsistenz (innere und Ă€ußere Widerspruchsfreiheit)
  • Sparsamkeit (sparsam in den vorgeschlagenen Strukturen oder ErklĂ€rungen, siehe Ockhams Rasiermesser)
  • NĂŒtzlichkeit (beschreibt und erklĂ€rt beobachtbare PhĂ€nomene)
  • Empirische PrĂŒfbarkeit und Falsifizierbarkeit (siehe Falsifizierbarkeit)
  • BegrĂŒndung auf vielen Beobachtungen, oft in der Form kontrollierter, wiederholbarer Experimente.
  • Korrigierbarkeit und Dynamik (wird geĂ€ndert, wenn neue Daten entdeckt werden)
  • ProgressivitĂ€t (ist besser als vorhandene Theorien)
  • VorlĂ€ufigkeit (macht das ZugestĂ€ndnis, dass sie nicht richtig sein könnte, statt Sicherheit vorzugeben).

Damit eine Theorie, Hypothese oder Vermutung als wissenschaftlich betrachtet werden kann, muss sie die meisten, idealerweise alle, dieser Kriterien erfĂŒllen. Je weniger Kriterien erfĂŒllt sind, desto weniger wissenschaftlich ist sie. Wenn nur einzelne oder sogar ĂŒberhaupt keine erfĂŒllt sind, dann kann sie in keiner sinnvollen Bedeutung des Wortes als wissenschaftlich angesehen werden. Bezeichnende EinwĂ€nde gegen Intelligent Design als eine Wissenschaft sind, dass es an Konsistenz mangelt,[110] das Sparsamkeitsprinzip verletzt wird,[111] Falsifizierbarkeit und empirische PrĂŒfbarkeit nicht gegeben sind,[112] und das Konzept weder korrigierbar, dynamisch, vorlĂ€ufig noch progressiv ist.[113]

Daneben gibt es einflussreiche Richtungen in der Wissenschaftsphilosophie, bei denen die Abgrenzung ĂŒber die Existenz von Paradigmen (Thomas Kuhn) bzw. die Fruchtbarkeit von Forschungsprogrammen (Imre Lakatos) statt ĂŒber die Eigenschaften von konkreten Theorien vorgenommen wird. Unter diesem Aspekt hat sich der Philosoph Michael Ruse mit Intelligent Design beschĂ€ftigt. Nach seiner Darstellung hat Intelligent Design nicht zu unerwarteten Entdeckungen gefĂŒhrt und er hĂ€lt es im Hinblick auf David Hume auch fĂŒr grundsĂ€tzlich ausgeschlossen, weil die Annahme eines Schöpfers ein „science stopper“ sei.[114]

Im Licht seines offensichtlichen Scheiterns, sich an wissenschaftliche Standards zu halten, haben im September 2005 38 NobelpreistrĂ€ger eine ErklĂ€rung veröffentlicht: „Intelligent design is fundamentally unscientific; it cannot be tested as scientific theory because its central conclusion is based on belief in the intervention of a supernatural agent.“[115] Im Oktober 2005 gab ein Zusammenschluss, der ĂŒber 70.000 australische Naturwissenschaftler und Lehrer in naturwissenschaftlichen FĂ€chern vertritt, eine ErklĂ€rung heraus, worin niedergelegt wurde „intelligent design is not science“ („Intelligent Design ist keine Wissenschaft“) und „all schools not to teach Intelligent Design (ID) as science, because it fails to qualify on every count as a scientific theory“ („alle Schulen sind aufgerufen, Intelligent Design nicht als Naturwissenschaft zu unterrichten, weil es bei jedem Merkmal einer wissenschaftlichen Theorie versagt“)[116]

Intelligent-Design-Kritiker sagen auch, dass die Intelligent-Design-Doktrin die Kriterien fĂŒr wissenschaftliche Belege nicht erfĂŒllt, den Daubert-Standard, der von den meisten amerikanischen Gerichten benutzt wird. Er regelt, welche Belege in US-Bundes- und den meisten Landesgerichten als wissenschaftlich anerkannt werden. Die vier Daubert-Kriterien sind:

  • Der theoretische Unterbau der Methoden muss ĂŒberprĂŒfbare Vorhersagen machen, durch welche die Theorie falsifiziert werden könnte.
  • Die Methoden sollten vorzugsweise in einem Fachjournal mit Peer Review veröffentlicht worden sein.
  • Es sollte eine bekannte Fehlerrate geben, die benutzt wird, um Ergebnisse zu bewerten.
  • Die Methoden sollten dem Stand der Forschung entsprechen, d.h. in der Wissenschaftsgemeinde allgemein anerkannt sein.

In der Entscheidung in Kitzmiller v. Dover Area School District am 20. Dezember 2005 stimmte der Richter John E. Jones III der Anklage zu und entschied „we have addressed the seminal question of whether ID is science. We have concluded that it is not, and moreover that ID cannot uncouple itself from its creationist, and thus religious, antecedents“ („Wir haben die grundlegende Frage angesprochen, ob ID eine Wissenschaft ist. Wir haben geschlussfolgert, dass das nicht der Fall ist und außerdem, dass ID sich von den kreationistischen und damit religiösen VorlĂ€ufern nicht abkoppeln kann“). Nach dem Urteil erhielt der Richter Morddrohungen und musste von US-Marshals beschĂŒtzt werden[117].

Peer Review

Die Gepflogenheiten des wissenschaftlichen Diskurses nicht zu beachten und der Wissenschaftsgemeinde keine Arbeiten vorzustellen, die einer genauen PrĂŒfung standhalten, wiegen schwer gegen die Betrachtung von Intelligent Design als zulĂ€ssige Wissenschaft. Bis heute hat die Intelligent-Design-Bewegung noch keinen Artikel in einem naturwissenschaftlichen Fachjournal veröffentlicht, der ein Peer Review (GegenprĂŒfung durch Gutachter) durchlaufen hat.[118]

Indem Intelligent Design auf einen ĂŒbernatĂŒrlichen Akteur Bezug nimmt, steht es direkt mit den Prinzipien der Wissenschaft im Konflikt, die ihre Forschung auf empirische, beobachtbare und letztendlich ĂŒberprĂŒfbare Daten beschrĂ€nkt und die verlangt, dass ErklĂ€rungen auf empirischen Belegen aufbauen. Dembski, Behe und andere Intelligent-Design-BefĂŒrworter behaupten, dass die Voreingenommenheit der Wissenschaftsgemeinde schuld daran ist, dass ihre Forschung nicht veröffentlicht wird. Sie glauben, dass ihre Schriften trotz ihres in ihren Augen vorhandenen Nutzens deshalb zurĂŒckgewiesen wird, weil er nicht vollstĂ€ndig auf naturalistische nicht-ĂŒbernatĂŒrliche Mechanismen zurĂŒckgreift und nicht auf der Grundlage, dass ihre Forschung die Standards der Journale nicht erfĂŒllt. Einige Wissenschaftler beschreiben diese Behauptung als Verschwörungstheorie.[119] Dass die wissenschaftliche Methode keine ĂŒbernatĂŒrlichen ErklĂ€rungen akzeptiert, wurde in den 1990ern zu einem Knackpunkt fĂŒr die Intelligent-Design-BefĂŒrworter und wird mit der Wedge Strategy aufgegriffen als ein Aspekt der Wissenschaft, der angefochten werden muss, bevor Intelligent Design von der Wissenschaftsgemeinde in der Breite akzeptiert werden könnte.

Die Debatte darĂŒber, ob Intelligent Design neue Forschung hervorbringt, wie es fĂŒr jedes wissenschaftliche Feld verlangt wird, und ob auf legitime Weise versucht wurde, diese Forschung zu veröffentlichen, ist ein heißes Pflaster. Sowohl Kritiker als auch BefĂŒrworter nehmen auf eine Vielzahl von Beispielen Bezug, um ihre Thesen aufzustellen. Zum Beispiel sagt die Templeton Foundation, ein frĂŒherer TrĂ€ger des Discovery Institute und ein grĂ¶ĂŸerer UnterstĂŒtzer von Projekten zur Angleichung von Wissenschaft und Religion, dass sie Intelligent-Design-BefĂŒrworter aufgefordert haben, VorschlĂ€ge fĂŒr tatsĂ€chliche Forschung einzureichen, ohne dass das je geschehen wĂ€re. Charles L. Harper Jr., der VizeprĂ€sident der Stiftung, sagte „From the point of view of rigor and intellectual seriousness, the intelligent design people don’t come out very well in our world of scientific review.“[120] Beim Kitzmiller-Gerichtsverfahren fand der Richter, dass Intelligent Design keinerlei wissenschaftliche Forschung oder ÜberprĂŒfung aufweisen wĂŒrde.

Der einzige Pro-ID-Artikel, der in einem naturwissenschaftlichen Fachjournal veröffentlicht wurde, das normalerweise ein Peer Review durchfĂŒhrt, wurde schnell vom Herausgeber zurĂŒckgezogen, weil er die Peer-Review-Standards des Journals ĂŒberlistet hatte. Er war von Stephen C. Meyer, Direktor des Center for Science & Culture und Direktor des Discovery Institute verfasst worden, und erschien im Journal Proceedings of the Biological Society of Washington im August 2004. Der Artikel war eine Literaturrecherche, was bedeutet, dass er keine neue Forschung darstellte, sondern nur Zitate aus anderen Artikeln zusammenstellte, um zu argumentieren, dass die kambrische Explosion unmöglich durch natĂŒrliche VorgĂ€nge erklĂ€rt werden könnte. Die Wahl des Journals fĂŒr diesen Artikel wurde ebenfalls als problematisch angesehen, weil es außerhalb seines normalen Themenbereichs lag.

Im Kitzmiller-Verfahren nahmen die Intelligent-Design-BefĂŒrworter lediglich auf einen Artikel Bezug, der von Evolutionssimulationen durch Behe und Snoke handelte, der weder irreduzible KomplexitĂ€t noch Intelligent Design erwĂ€hnte und der, wie Behe zugab, die bekannten Evolutionsmechanismen nicht ausschloss. Dembski schrieb „Perhaps the best reason [to be skeptical of his ideas] is that intelligent design has yet to establish itself as a thriving scientific research program.“[121] 2001 sagte Dembski in einem Interview, dass er aufgehört hĂ€tte, etwas bei Journalen mit Peer Review einzureichen, weil die Zeit bis zum Druck zu lang sei und er mit der Veröffentlichung von BĂŒchern mehr verdienen wĂŒrde.[122]

Unter Eid als Zeuge im Kitzmiller-Verfahren sagte Behe „there are no peer reviewed articles by anyone advocating for intelligent design supported by pertinent experiments or calculations which provide detailed rigorous accounts of how intelligent design of any biological system occurred.“[123] Weiter, wie der Richter zusammenfasst, gestand Behe ein, dass es keine von Gutachtern gegengeprĂŒften Artikel gibt, die seine Behauptungen eines Intelligent Designs oder irreduzibler KomplexitĂ€t stĂŒtzen wĂŒrden. Trotzdem behauptet das Discovery Institute fortwĂ€hrend, dass eine Anzahl von Artikeln ĂŒber Intelligent Design in Journalen mit Peer Review veröffentlicht wurde,[124] wobei die beiden genannten Artikel in der Liste enthalten sind. Kritiker, hauptsĂ€chlich Mitglieder der Wissenschaftsgemeinde, weisen diese Behauptung zurĂŒck und betonen, dass kein etabliertes Wissenschaftsjournal je einen Artikel ĂŒber Intelligent Design veröffentlicht hat. Stattdessen haben Intelligent-Design-BefĂŒrworter ihre eigenen Journale mit Peer Review eingerichtet, denen es an ObjektivitĂ€t und Pedantik mangelt[125] und bei denen ausschließlich BefĂŒrworter des Intelligent Design als Gutachter tĂ€tig sind.[126]

Intelligenz als beobachtbares Merkmal

Die Wendung Intelligent Design setzt voraus, dass beobachtbare Intelligenz eine abgrenzbare Eigenschaft ist, es gibt jedoch fĂŒr ein solches Konzept keine in der Wissenschaft anerkannte Definition. William Dembski zum Beispiel schrieb: „Intelligence leaves behind a characteristic signature“ („Intelligenz hinterlĂ€sst eine charakteristische Signatur“). Die Intelligent-Design-BefĂŒrworter nehmen an, dass es solche charakteristischen Eigenschaften der Intelligenz gibt und dass sie beobachtbar sind, ohne Bemessungskriterien fĂŒr diese Intelligenz anzugeben. Stattdessen stellt Dembski fest: „in special sciences ranging from forensics to archaeology to SETI (the Search for Extraterrestrial Intelligence), appeal to a designing intelligence is indispensable“ („in einigen Fachrichtungen der Wissenschaft, von Forensik ĂŒber ArchĂ€ologie zu SETI, sind Schemata, mit denen auf Design durch eine Intelligenz geschlossen werden kann, unentbehrlich“).[127] Wie diese Schemata aussehen sollen und was sie bezĂŒglich der Definition der Intelligenz aussagen, sind Themen, die grĂ¶ĂŸtenteils nicht angesprochen werden. Seth Shostak, ein Forscher des SETI Institute, behauptet das Gegenteil von Dembski. Nach seiner Darstellung leiten die Intelligent-Design-BefĂŒrworter ihre Schlussfolgerungen aufgrund von KomplexitĂ€t her – wobei das Argument ist, dass einige biologische Systeme zu komplex sind, als dass sie durch natĂŒrliche VorgĂ€nge hĂ€tten entstehen können – wĂ€hrend die SETI-Forscher hauptsĂ€chlich nach Signalen kĂŒnstlichen Ursprungs suchen wĂŒrden.[128]

Kritiker sagen, dass die Design-Erkennungsmethoden, die von Intelligent-Design-BefĂŒrwortern vorgeschlagen werden, sich von konventionellen Methoden radikal unterscheiden, womit die SchlĂŒsselelemente untergraben werden, welche jene zur legitimen Wissenschaft machen wĂŒrden. Intelligent-Design-BefĂŒrworter, so sagen sie, wollen nach einem Designer suchen, ohne irgendetwas ĂŒber seine FĂ€higkeiten, Eigenheiten oder Absichten zu wissen (anders als bei Wissenschaftlern, wenn sie nach den Ergebnissen von menschlicher Intelligenz suchen), und sie nehmen demnach auch keine Unterscheidung zwischen natĂŒrlichem und kĂŒnstlichem Design vor, die es Wissenschaftlern erlaubt, komplexe, durch Design geschaffene Artefakte mit dem Hintergrund der in der Natur gefundenen KomplexitĂ€t zu vergleichen.

Einige Skeptiker haben kritisch auf Herausforderungen fĂŒr Intelligent Design verwiesen, die sich aus dem Feld der KĂŒnstlichen Intelligenz ergeben. Die Kritik ist ein Konter gegen Behauptungen von Intelligent Design darĂŒber, was ein Design intelligent macht, konkret „no preprogrammed device can be truly intelligent, that intelligence is irreducible to natural processes“ („kein vorprogrammiertes GerĂ€t kann wirklich intelligent sein, Intelligenz ist nicht auf natĂŒrliche VorgĂ€nge reduzierbar“).[129] WĂ€hrend es insbesondere eine implizite Annahme gibt, dass vorgebliche „Intelligenz“ oder KreativitĂ€t eines Computerprogramms durch die Möglichkeiten bestimmt wird, die ihm der Programmierer vorgab, muss kĂŒnstliche Intelligenz nicht notwendigerweise an ein unflexibles Regelwerk geknĂŒpft sein. Im Gegenteil, wenn einem Computerprogramm eine Quelle fĂŒr Zufall zur VerfĂŒgung steht, ermöglicht das im Ergebnis flexible, kreative und adaptive (sich anpassende) Intelligenz. EvolutionĂ€re Algorithmen, ein Untergebiet des maschinellen Lernens, wurden verwendet, um mathematisch zu zeigen, dass Zufall und Selektion benutzt werden können, um komplexe, hoch adaptierte Strukturen „evolvieren“ zu lassen, die nicht ausdrĂŒcklich von einem Programmierer entworfen wurden bzw. seinem direkten Design entsprangen. EvolutionĂ€re Algorithmen verwenden metaphorisch die darwinsche Selektion (Überleben des am besten Angepassten/StĂ€rksten) und die zufallsgesteuerte Mutation, um verschiedenste mathematische und wissenschaftliche Probleme zu lösen, die gemeinhin mit konventionellen Methoden nicht lösbar sind. DarĂŒber hinaus scheinen AusflĂŒge auf Gebiete wie die Quantencomputer darauf hinzudeuten, dass in Zukunft reale probabilistische Berechnungsfunktionen verfĂŒgbar sein könnten. Intelligenz, die sich aus ZufĂ€lligkeit herleitet, ist im Grundsatz nicht unterscheidbar von der „natĂŒrlichen“ Intelligenz in Bezug auf biologische Organismen und stellt eine Herausforderung fĂŒr die Intelligent-Design-Konzeption dar, dass Intelligenz selbst notwendigerweise einen Designer benötigt. Die Kognitionswissenschaften erforschen die Natur der Intelligenz in dieser Hinsicht, aber die Intelligent-Design-Szene scheint sich im großen und ganzen damit zufrieden zu geben, auf die Annahme zu vertrauen, dass Intelligenz eine grundsĂ€tzliche und grundlegende Eigenschaft von komplexen Systeme ist.

Der Standpunkt des Kritischen Rationalismus in der Debatte wird von Jan Michl vertreten. Dieser Standpunkt distanziert sich deutlich sowohl von den Intelligent-Design-AnhĂ€ngern als auch von einigen prominenten Gegnern. Denn nach Michl gehen selbst die vehementesten Kritiker (insbesondere Richard Dawkins) unkritisch von einer „kreationistischen“ Sicht bei menschengemachten GegenstĂ€nden aus und akzeptieren so eine zentrale Annahme von Intelligent Design. Er ist der Ansicht, dass diese Annahme sich im Lichte der Forschung auf diesem Gebiet als klarer Irrtum herausstellt, und dass sich Intelligent Design durch den Zusammenbruch dieser Annahme in eine Wolke Rauch auflöst. Die Entstehung der Arten hat demzufolge also tatsĂ€chlich in mancherlei Hinsicht Entsprechungen zu Intelligenz, allerdings insofern, als Intelligenz, KreativitĂ€t und schöpferische TĂ€tigkeit beim Menschen selbst evolutionĂ€r arbeiten. Alle analogiebasierten Intelligent-Design-Argumente entpuppen sich so nicht als Argumente gegen, sondern als Argumente fĂŒr die Evolution.

Argumenta ad ignorantiam

Eugenie Scott, zusammen mit Glenn Branch und anderen Kritikern, hat argumentiert, dass viele der von den Intelligent-Design-BefĂŒrwortern aufgeworfenen Punkte Argumenta ad ignorantiam (Argumente aus mangelnder Vorstellungskraft, oder: Berufung auf Unwissenheit) sind.[130] Beim argumentum ad ignorantiam werden fehlende Belege fĂŒr eine Sicht irrtĂŒmlich als Beweis fĂŒr die Richtigkeit einer anderen Sicht angesehen. Scott und Branch sagen, dass Intelligent Design ein solches Argument ist, weil seine Schlussfolgerung auf dem Fehlen von Erkenntnissen basiert: Daraus, dass fĂŒr gewisse Aspekte der Evolution noch keine prĂ€zise natĂŒrliche ErklĂ€rung ausgearbeitet wurde, wird auf einen intelligenten Grund geschlossen. Sie wenden dagegen ein, dass die meisten Wissenschaftler darauf antworten wĂŒrden, dass das UnerklĂ€rte nicht das UnerklĂ€rbare ist und dass „wir wissen es noch nicht“ eine viel angebrachtere Antwort wĂ€re als einen Grund außerhalb der Naturwissenschaft heranzuziehen.[130] Insbesondere Michael Behes stĂ€ndig anspruchsvoller werdende Forderungen nach immer detaillierteren ErklĂ€rungen des Evolutionsverlaufs von molekularen Systemen scheinen Design und Evolution als einzige und strikt trennbare ErklĂ€rungen zur Grundlage zu haben, wobei jedes empfundene Versagen der Evolution zu einem Sieg fĂŒr Design wird. Wissenschaftlich ausgedrĂŒckt ist der Mangel an Belegen noch kein Beleg fĂŒr einen Mangel an natĂŒrlichen ErklĂ€rungen fĂŒr beobachtbare Merkmale lebender Organismen. Scott und Branch wenden außerdem ein, dass die angeblich neuen BeitrĂ€ge der Intelligent-Design-BefĂŒrworter keine Basis fĂŒr irgendeine produktive wissenschaftliche Forschung geliefert hĂ€tten.

Intelligent Design wurde auch als LĂŒckenbĂŒĂŸerargument (‘God of the gaps’) charakterisiert, das die folgende Form annimmt:

  • Es gibt eine LĂŒcke in der wissenschaftlichen Erkenntnis.
  • Diese LĂŒcke kann mit dem Wirken Gottes (bzw. eines intelligenten Designers) gefĂŒllt werden und beweist daher die Existenz Gottes (bzw. eines intelligenten Designers).

Ein LĂŒckenbĂŒĂŸerargument ist die theologische Form des Argumentum ad ignorantiam. Das Hauptmerkmal dieser Art von Argumenten ist, dass sie offene Fragen lediglich mit (oftmals ĂŒbernatĂŒrlichen) ErklĂ€rungen beantworten, die nicht ĂŒberprĂŒfbar sind und ihrerseits im Ergebnis zu nicht beantwortbaren Fragen fĂŒhren.

Unwahrscheinlichkeit und Unmöglichkeit

Die Unwahrscheinlichkeit eines gegebenen Szenarios kann nicht notwendigerweise als Anzeichen dafĂŒr interpretiert werden, dass dieses Szenario nicht durch Zufall zustande gekommen sei:

„„Rarity by itself shouldn’t necessarily be evidence of anything. When one is dealt a bridge hand of thirteen cards, the probability of being dealt that particular hand is less than one in 600 billion. Still, it would be absurd for someone to be dealt a hand, examine it carefully, calculate that the probability of getting it is less than one in 600 billion, and then conclude that he must not have been [randomly] dealt that very hand because it is so very improbable.“[131]“

– John Allen Paulos: Innumeracy: Mathematical Illiteracy and its Consequences

Dieses Argument ist eine Widerlegung der Behauptung der Intelligent-Design-Vertreter, die argumentieren, dass nur ein Schöpfer das Universum so angeordnet haben kann, dass es Leben hervorbringt (siehe z. B. Argumente mit spezifizierter KomplexitĂ€t oder Argumente mit Feinabstimmung). In diesem Kontext wird die Wahrscheinlichkeit dafĂŒr, dass das Leben „evolviert“ statt dass es „geschaffen“ wurde, auf den ersten Blick sehr niedrig erscheinen. Doch die Belege dafĂŒr, dass es der Fall ist, könnten als so eindeutig, tief und so grĂŒndlich ĂŒberprĂŒft bezeichnet werden, dass es unlogisch wĂ€re, die Schlussfolgerung zu ziehen, dass andere (und wohl wissenschaftlich weniger ĂŒberzeugende) Thesen den Platz als Haupttheorie einnehmen sollten.

Satire

Mittlerweile hat ID eine ganze Reihe von Parodien hervorgerufen, die willkĂŒrliche Thesen durch die satirisch ĂŒberzeichnete Vorgabe einer SeriositĂ€t in der Kommunikation nach außen wissenschaftlich erscheinen lassen. Gegenbewegungen wie Unintelligent Design und Intelligent Falling wollen auf diese Weise Aufmerksamkeit erlangen und Unstimmigkeiten in der Logik des Intelligent Designs ironisch entlarven. Zu großer PopularitĂ€t hat hierbei insbesondere das Fliegende Spaghettimonster beigetragen, dessen Erfinder in einem offenen Brief an das Kansas School Board, in dem er unter anderem einen Zusammenhang zwischen ErderwĂ€rmung und Abnahme der Piraten auf der Erde herstellt, forderte, neben ID auch das Fliegende Spaghettimonster zu lehren.

Literatur

Literatur von Vertretern

Deutsch

  • Reinhard Junker, Siegfried Scherer: Evolution – ein kritisches Lehrbuch, Weyel-Verlag Gießen, 6. aktualisierte und erweiterte Auflage 2006 ISBN 3-921046-10-6
  • John Lennox: Hat die Wissenschaft Gott begraben?: Eine kritische Analyse moderner Denkvoraussetzungen – stark erweiterte Neuausgabe, Brockhaus, Witten, ISBN 3-417-26261-5
  • Lad Allen: Dem Geheimnis des Lebens nahe („Unlocking the mystery of life“). Drei Linden Film, Berlin 2006, ISBN 3-936344-37-X (DVD, 58 Min.)
  • Werner Gitt: Am Anfang war die Information. Herkunft des Lebens aus der Sicht der Informatik. HĂ€nssler-Verlag, Holzgerlingen 1994, ISBN 3-7751-3702-5.

Englisch

  • Michael Behe: Darwin’s Black Box. The biochemical challenge to evolution. Touchstone Books, New York 1998, ISBN 0-684-83493-6.
  • John Lennox: God’s Undertaker: Has Science Buried God?. Lion Hudson Plc, Oxford 2009, ISBN 0-7459-5371-9.
  • William Dembski: The Design Inference. Eliminating chance through small probabilities. CUP, Cambridge 1998, ISBN 0-521-62387-1.
  • William Dembski: The design revolution. Answering the toughest questions about intelligent design. Intervasity Press, Downers Grove, Ill. 2004, ISBN 0-8308-3216-5.
  • William Dembski: Intelligent design. The bridge between science and theology. Intervasity Press, Downers Grove, Ill. 1999.
  • William Dembski: No free lunch. Why specified complexity cannot be purchased without intelligence. Rowman & Littlefield, Lanham, Md. 2002, ISBN 0-7425-1297-5.
  • Guillermo Gonzales, Jay W. Richards: The privileged planet. How our place in the cosmos is designed for discovery. Regnery Publications, Washington, DC. 2004, ISBN 0-89526-065-4.

Literatur von Kritikern

Weblinks

 Commons: Intelligent Design â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Seiten von Kritikern

Einzelnachweise

  1. ↑ Top Questions-1.What is the theory of intelligent design?. Discovery Institute. Abgerufen am 13. Mai 2007.
  2. ↑ Primer: Intelligent Design Theory in a Nutshell (PDF). Intelligent Design and Evolution Awareness Center (2004). Abgerufen am 13. Mai 2007.
  3. ↑ Ronald L. Numbers: The Creationists, Expanded Edition, S. 373, 379–380, Harvard University Press 2006, ISBN 0674023390
  4. ↑ a b Kitzmiller v. Dover Area School District, 04 cv 2688 (December 20, 2005).; Context pg. 32 ff, zitiert Edwards v. Aguillard, 482 U.S. 578.
  5. ↑ „ID ist kein neues wissenschaftliches Argument, sondern ein eher altes religiöses Argument fĂŒr die Existenz Gottes. Er hat gezeigt, dass dieses Argument zumindest schon von Thomas Aquin im 13. Jahrhundert benutzt wurde, der es als Syllogismus prĂ€sentierte: Überall, wo komplexes Design vorkommt, muss es einen Designer gegeben haben; die Natur ist komplex; daher muss die Natur einen intelligenten Designer gehabt haben.“ „[das teleologische] Argument fĂŒr die Existenz Gottes wurde im frĂŒhen 19. Jahrhundert von Paley entwickelt, einem Geistlichen.“ „Der einzige erkennbare Unterschied zwischen Paleys Argument und dem Argument fĂŒr Intelligent Design, wie es von den Expertenzeugen Behe und Minnich ausgedrĂŒckt wurde, ist, dass die ‚offizielle Intelligent-Design-Position‘ nicht ausdrĂŒcklich einrĂ€umt, dass der Designer Gott ist.“ Kitzmiller v. Dover Area School District, 04 cv 2688 (December 20, 2005).; Ruling, p. 24.
  6. ↑ Barbara Forrest (May 2007): Understanding the Intelligent Design Creationist Movement: Its True Nature and Goals. (PDF). Center for Inquiry, Office of Public Policy. Abgerufen am 6. August 2007..
  7. ↑ a b „Frage: Kommt dem Discovery Institute eine leitende Rolle in der Intelligent-Design-Bewegung zu? Antwort: Ja, genauer dem Center for Science and Culture des Discovery Institute. Frage: Und fast alle der in die Intelligent-Design-Bewegung involvierten Individuen stehen in Verbindung mit dem Discovery Institute? Antwort: Alle fĂŒhrenden, ja.“) Barbara Forrest 2005 als Zeugin im Verfahren Kitzmiller v. Dover Area School District. Kitzmiller v. Dover Area School District Trial transcript: Day 6 (October 5), PM Session, Part 1.. TalkOrigins Archive (2005). Abgerufen am 19. Juli 2007.
  8. ↑ Science and Policy: Intelligent Design and Peer Review. American Association for the Advancement of Science (2007). Abgerufen am 19. Juli 2007.
  9. ↑ „Die Veröffentlichungen der fĂŒhrenden ID-Vertreter zeigen, dass der von ihrem Argument postulierte Designer der christliche Gott ist.“ Kitzmiller v. Dover Area School District, 04 cv 2688 (December 20, 2005).; Ruling p. 26. Eine Auswahl von Veröffentlichungen und Zitaten von Intelligent-Design-BefĂŒrwortern, die diese Gleichsetzung zeigt, findet sich im Dokument Horse’s Mouth (PDF) von Brian Poindexter, von 2003.
  10. ↑ Als William A. Dembski in einem Interview gefragt wurde, ob seine Forschungsergebnisse ergeben hĂ€tten, dass Gott der Intelligent Designer ist, antwortete er „Ich glaube, dass Gott die Welt fĂŒr einen Zweck erschaffen hat. Der Designer von Intelligent Design ist, letzten Endes, der christliche Gott.“ Devon Williams (December 14, 2007): CitizenLink: Friday Five: William A. Dembski. Focus on the Family. Abgerufen am 15. Dezember 2007.
  11. ↑ Top Questions about intelligent design. Discovery Institute. Abgerufen am 13. Mai 2007.
  12. ↑ Stephen C. Meyer and Paul A. Nelson (May 1, 1996): CSC – Getting Rid of the Unfair Rules, A book review, Origins & Design]. Abgerufen am 20. Mai 2007.
  13. ↑ a b Stephen C. Meyer: The Scientific Status of Intelligent Design: The Methodological Equivalence of Naturalistic and Non-Naturalistic Origins Theories. Science and Evidence for Design in the Universe (Ignatius Press, 2005). Siehe auch Darwin’s Black Box.
  14. ↑ Siehe a) Liste der WissenschaftsverbĂ€nde, die Intelligent Design ablehnen b) Kitzmiller v. Dover Seite 83. Die Dissent From Darwin Petition (Petition gegen Darwin) des Discovery Institute wurde bis zum 20. August 2006 von â€žĂŒber 700 Wissenschaftlern“ unterschrieben. Eine viertĂ€tige Aktion fĂŒr den wissenschaftlichen Zuspruch fĂŒr Darwin ergab 7733 Unterschriften von Wissenschaftlern, die ID ablehnten. Die AAAS, der grĂ¶ĂŸte Zusammenschluss von Wissenschaftlern in den USA, hat 120.000 Mitglieder und lehnt Intelligent Design entschieden ab (AAAS Board Resolution on Intelligent Design Theory). Über 70.000 australische Wissenschaftler und Lehrer verurteilen Intelligent-Design-Unterricht in naturwissenschaftlichen FĂ€chern (Michael Archer et al.: Intelligent design is not science). Das NCSE hat eine Liste der Stellungnahmen von wissenschaftlichen Berufsorganisationen (Statements from Scientific and Scholarly Organizations) ĂŒber den Status von Intelligent Design und anderen Formen des Kreationismus zusammengestellt. GemĂ€ĂŸ der The New York Times „Es gibt kein ernsthaftes wissenschaftliches Problem, das die Evolutionstheorie als ErklĂ€rung fĂŒr die KomplexitĂ€t und VielfĂ€ltigkeit des Lebens auf der Erde hĂ€tte“. Cordelia Dean: Scientists Feel Miscast in Film on Life’s Origin, New York Times. September 27, 2007. Abgerufen am 28. September 2007. 
  15. ↑ Teachernet, Document bank. Creationism teaching guidance. UK Department for Children, Schools and Families (September 18, 2007). Abgerufen am 1. Oktober 2007. â€žDie Intelligent-Design-Bewegung behauptet, dass die Welt so komplex und zweckgerichtet ist, dass sie sich nicht durch Evolution entstanden sein kann, sondern von einem ‚intelligenten Designer‘ geschaffen worden sein muss. Sie sind weiterhin der Auffassung, dass diese Behauptung wissenschaftlich ĂŒberprĂŒft werden kann und daher in naturwissenschaftlichen SchulfĂ€chern unterrichtet werden soll. Intelligent Design liegt vollstĂ€ndig außerhalb der Wissenschaft. Manchmal wird auf Beispiele verwiesen, die angeblich einen ‚Intelligenten Designer‘ benötigen. Es wurde jedoch in der Folge bei vielen dieser Beispiele gezeigt, dass sie wissenschaftliche ErklĂ€rungen haben, zum Beispiel das Immunsystem und die Blutgerinnungsmechanismen
    Versuche, ein Konzept der ‚spezifizierten KomplexitĂ€t‘ zu etablieren, das fĂŒr Intelligent Design benötigt wird, kleiden sich in komplexe Mathematik. Dennoch scheint die Idee im Wesentlichen eine moderne Fassung der alten Idee des „LĂŒckenbĂŒĂŸergottes“ zu sein. Ein Mangel an befriedigenden wissenschaftlichen ErklĂ€rungen fĂŒr einige PhĂ€nomene (eine ‚LĂŒcke‘ im wissenschaftlichen Wissen) wird als Beweis fĂŒr den Intelligenten Designer angefĂŒhrt.“
  16. ↑ Nature Methods Editorial: An intelligently designed response. In: Nat. Methods. 4, Nr. 12, 2007, S. 983. doi:10.1038/nmeth1207-983.
  17. ↑ Mark Greener: Taking on creationism. Which arguments and evidence counter pseudoscience?. In: EMBO Reports. 8, Nr. 12, 2007, S. 1107–1109. doi:10.1038/sj.embor.7401131.
  18. ↑ Science and Creationism: A View from the National Academy of Sciences. National Academy of Sciences (1999). Abgerufen am 4. Januar 2011.
  19. ↑ Die National Science Teachers Association, eine Berufsorganisation von 55.000 Lehrern in naturwissenschaftlichen FĂ€chern und Verwaltungspersonal in einer Pressemitteilung: Cindy Workosky: National Science Teachers Association Disappointed About Intelligent Design Comments Made by President Bush. NSTA Press Releases (Arlington, VA: NTSA, Aug 3 2005)
  20. ↑ National Science Teachers Association, ein Berufsverband mit 55,000 Lehrern, die Naturwissenschaften unterrichten sowie Verwaltungspersonal National Science Teachers Association (August 3, 2005). „National Science Teachers Association Disappointed About Intelligent Design Comments Made by President Bush“. Press release. http://www.nsta.org/about/pressroom.aspx?id=50794.“ „Wir unterstĂŒtzen die fĂŒhrenden wissenschaftlichen Organisationen und Wissenschaftler des Landes, einschließlich Dr. John Marburger, den Wissenschaftsberater des PrĂ€sidenten, bezĂŒglich der Position, dass Intelligent Design keine Wissenschaft ist. Es ist einfach nicht angemessen, SchĂŒlern im naturwissenschaftlichen Schulunterricht Pseudowissenschaften zu unterrichten.“
  21. ↑ Attie, A. D.: Defending science education against intelligent design: a call to action. In: American Society for Clinical Investigation (Hrsg.): Journal of Clinical Investigation. 116, 2006, S. 1134–1138. doi:10.1172/JCI28449.
    • H. Allen Orr (May 2005): Devolution—Why intelligent design isn’t. Annals of Science. Abgerufen am 4. Januar 2011. â€žBiologen sind von der Ankunft von Intelligent Design in Dover und sonstwo nicht deshalb alarmiert, weil sie alle dem atheistischen Materialismus die Treue geschworen hĂ€tten; sie sind alarmiert, weil Intelligent Design Junk science ist.“
    • Robert T. Pennock Tower of Babel: The Evidence Against the New Creationism.
    • Mark Bergin (February 25, 2006): Junk science. Abgerufen am 4. Januar 2011.
  22. ↑ Dan Agin: Junk Science, S. 210 ff, Macmillan 2006
  23. ↑ Kitzmiller v. Dover Area School District, 04 cv 2688 (December 20, 2005)., pp. 31 – 33.
  24. ↑ Media Backgrounder: Intelligent Design Article Sparks Controversy. Discovery Institute (September 7, 2004). Abgerufen am 4. Januar 2011.
  25. ↑ Kitzmiller v. Dover Area School District, 04 cv 2688 (December 20, 2005)., Conclusion of Ruling.
  26. ↑ „ID’s rejection of naturalism in any form logically entails its appeal to the only alternative, supernaturalism, as a putatively scientific explanation for natural phenomena. This makes ID a religious belief. In addition, my research reveals that ID is not science, but the newest variant of traditional American creationism. With only a few exceptions, it continues the usual complaints of creationists against the theory of evolution and comprises virtually all the elements of traditional creationism.“ (Auf Deutsch etwa: „Die Ablehnung des Naturalismus jeglicher Form durch Intelligent Design bringt notwendigerweise einen Bezug zur einigen Alternative, dem Supernaturalismus, als eine vermeintlich wissenschaftliche ErklĂ€rung fĂŒr natĂŒrliche PhĂ€nomene. ZusĂ€tzlich zeigen meine Nachforschungen, dass ID keine Wissenschaft ist, sondern nur die neuste Variante des traditionellen amerikanischen Kreationismus. Mit nur sehr wenigen Ausnahmen setzt es die gewöhnlichen Beschwerden der Kreationisten gegen die Evolutionstheorie fort und umfasst quasi alle Elemente des traditionellen Kreationismus.“) Barbara Forrest im April 2005 als Gerichtsgutachterin bei Kitzmiller v. Dover Area School District. [1]
  27. ↑ „there are natural systems that cannot be adequately explained in terms of undirected natural forces and that exhibit features which in any other circumstance we would attribute to intelligence“, in: William Dembski: The Design Revolution (2004), S. 27.
  28. ↑ , in: Steve Jones: Gott pfuscht auch. Warum Intelligent Design religiös motivierter Unfug ist. DIE ZEIT vom 11. August 2005, Nr. 33, S. 31
  29. ↑ Proponents of intelligent design regard it as a scientific research program that investigates the effects of intelligent causes. Note that intelligent design studies the effects of intelligent causes and not intelligent causes per se. in |William Dembski|, Signs of Intelligence
  30. ↑ Vgl. Robert Spaemann: NatĂŒrliche Ziele, Stuttgart 2005
  31. ↑ Ben Waggoner: William Paley (1743-1805) (University of California, Berkeley, 21. August 1996)
  32. ↑ [2] AiG’s views on the Intelligent Design Movement
  33. ↑ Karen Armstrong, A History of God, The 4000-Year Quest of Judaism, Christianity and Islam. Chapter 6: The God of the Philosophers, Seite 171, Ballantine Books, ISBN 0-345-38456-3
  34. ↑ ebenda, Seite 35
  35. ↑ Charles B. Thaxton: The Mystery of Life’s Origin: Reassessing Current Theories (Philosophical Library Inc, April 1984), 228 Seiten, ISBN 0-8022-2446-6.
  36. ↑ Barbara Forrest by DarkSyde: Know Your Creationists: Know Your Allies. Daily Kos (11. MĂ€rz 2006). Auf Deutsch etwa: „in den frĂŒhen 1980ern mit der Veröffentlichung von The Mystery of Life’s Origin (1984) durch den Kreationisten und Chemiker Charles B. Thaxon zusammen mit Walter L. Bradley and Roger L. Olsen. Thaxon arbeitete fĂŒr Jon A. Buell bei der Foundation for Thought and Ethics in Texas, einer religiösen Organisation, die MoLO veröffentlichte.“
  37. ↑ http://zapatopi.net/kelvin/papers/on_the_origin_of_life.html On the Origin of Life, 1871, By Lord Kelvin (William Thomson)
  38. ↑ Auf Deutsch etwa: „Keine physikalische Hypothese, die je auf unumstrittenen Fakten begrĂŒndet worden wĂ€re, hat den Ursprung des Ur-Protoplasmas erklĂ€ren können und, mehr als alles andere, seine wundersamen Eigenschaften, welche die Evolution möglich machen – Vererbung und AnpassungsfĂ€higkeit, da diese Eigenschaften der Grund und nicht das Ergebnis der Evolution sind. FĂŒr den Grund dieses Grundes haben wir erbittert in den KrĂ€ften der Physik gesucht, die uns umgeben, bis wir letztendlich gezwungen sind, eine davon unabhĂ€ngige Wahl zu treffen: Ein weitsichtiges Intelligent Design.“
  39. ↑ Auf Deutsch etwa: „Es wird nicht möglich sein, die Annahme auszuschließen, dass der Vorgang der Evolution von intelligentem Design begleitet sein könnte.“
  40. ↑ Auf Deutsch etwa: „Kurz gesagt lĂ€uft das Argument wie folgt: Die Welt hat Anzeichen von zweckgerichteter Ordnung (Design, Anpassung). Daher wurde sie von einem intelligenten Designer hervorgebracht.“
  41. ↑ William Safire: On Language: Neo-Creo. The New York Times (21. August 2005).
  42. ↑ Celeste Biever: Book thrown on proponents of Intelligent Design. New Scientist (Oktober 2005).
  43. ↑ Siehe A Reader’s Guide to Of Pandas and People der National Association of Biology Teachers und Of Pandas and People, the foundational work of the Intelligent Design movement des National Center for Science Education
  44. ↑ „Although science has made great progress by limiting itself to explaining only through natural causes, Johnson would have us allow the occasional supernatural intervention for those phenomena that cause problems for his particular theology. Though he has no objection to natural explanations for how fluids pass through a cell membrane, we need to leave room for a ‚whimsical creator‘ (p. 31) or God’s ‚inscrutable purpose‘ (p. 71) to explain the origin of life, or the origin of complex body plans. Confusing unsolved with unsolveable, he wishes us to stop seeking natural causes for these phenomena. Johnson wishes to take us back to an earlier, less scientifically productive time when science had to wait for religious approval before daring to explain something that was religiously sensitive.“ (Auf Deutsch etwa: „Obwohl die Wissenschaft große Fortschritte gemacht hat, indem sie sich selbst darauf beschrĂ€nkt hat, nur natĂŒrliche ErklĂ€rungen zuzulassen, wĂŒrde uns Johnson aufbinden, den gelegentlichen ĂŒbernatĂŒrlichen Eingriff fĂŒr diejenigen PhĂ€nomene zuzulassen, die Probleme fĂŒr seine spezielle Theologie machen. Obwohl er keine EinwĂ€nde gegen natĂŒrliche ErklĂ€rungen dafĂŒr hat, wie FlĂŒssigkeiten durch eine Zellenmembran strömen, mĂŒssen wir Platz lassen fĂŒr einen ‚whimsical creator‘ (S. 31, launischen Schöpfer), oder Gottes ‚inscrutable purpose‘ (S. 71, unergrĂŒndliche Absichten), um den Ursprung des Lebens oder den Ursprung von komplexen KörperbauplĂ€nen zu erklĂ€ren. Indem er ungeklĂ€rt mit unerklĂ€rbar verwechselt, will er, dass wir aufhören, nach natĂŒrlichen ErklĂ€rungen fĂŒr diese PhĂ€nomene zu suchen. Johnson will uns in eine frĂŒhere, weniger wissenschaftlich produktivere Zeit zurĂŒckversetzen, als die Wissenschaft lange auf eine religiöse EinverstĂ€ndniserklĂ€rung warten musste, bevor sie ein religiös empfindliches Thema zu erklĂ€ren wagen durfte.“), siehe Eugenie C. Scott: Darwin On Trial: A Review (NCSE)
  45. ↑ [3] Who Owns Intelligent Design? by Steven Heller
  46. ↑ The Raelian Movement
  47. ↑ B. Forrest und P. R. Gross: Creationism’s Trojan Horse, The Wedge of Intelligent Design (Oxford University Press, 2004), ISBN 0-19-515742-7
  48. ↑ Belz, Joel. 1996. Witnesses for the prosecution. World Magazine 11(28): 18. http://www.leaderu.com/pjohnson/world2.html
  49. ↑ a b Elsberry, Wesley R., n.d. What does “intelligent agency by proxy” do for the design inference? http://www.talkreason.org/articles/wre_id_proxy.cfm
  50. ↑ Nick Bostrum: Anthropic Bias, Observation Selection Effects in Science and Philosophy (Routledge, 2002), ISBN 0-415-93858-9
  51. ↑ vgl. etwa W. E. Lönnig: Auge widerlegt Zufallsevolution.
  52. ↑ Auf Deutsch etwa: „
 ein einzelnes System, das aus mehreren gut aufeinander abgestimmten, sich gegenseitig beeinflussenden Teilen besteht, die zu einer grundlegenden Funktion derart beitragen, dass die Entfernung irgendeines dieser Teile das System effektiv funktionsunfĂ€hig machen wĂŒrde.“
  53. ↑ Irreduzible KomplexitĂ€t dieser Beispiele ist umstritten, siehe Kitzmiller S. 76-78 und Ken Miller Webcast. Dembski selbst bestreitet diese EinwĂ€nde, in seinen Augen wurde die Definition verfĂ€lscht. Er fordert als Widerlegung den experimentellen Nachweis der Bildung einer Geißel unter Laborbedingungen, siehe Afterword – Ten Years Later bei Michael Behe: Darwin’s Black Box: The Biochemical Challenge to Evolution (2006), S. 255-272.
  54. ↑ Nicholas J. Matzke: Evolution in (Brownian) space: a model for the origin of the bacterial flagellum; Mark J. Pallen, Nicholas J. Matzke: From The Origin of Species to the origin of bacterial flagella. Nature Reviews Microbiology, Band 4, 2006, S. 784-790 doi:10.1038/nrmicro1493; (Animation bei YouTube)
  55. ↑ Siehe Dembski: Intelligent Design, Seite 47
  56. ↑ a b Claudia Wallis: The Evolution Wars. Time Magazine (15. August 2005), S. 32
  57. ↑ John S. Wilkins und Wesley R. Elsberry: The Advantages of Theft over Toil: The Design Inference and Arguing from Ignorance. Biology and Philosophy 16 (2001), 711-724.
  58. ↑ Elsberry, Wesley, and Jeffrey Shallit, 2003. Information theory, evolutionary computation, and Dembski’s “complex specified information”. http://www.talkreason.org/articles/eandsdembski.pdf
  59. ↑ Fitelson, Brandon, Christopher Stephens and Elliott Sober, 1999. How not to detect design. Philosophy of Science 66: 472-488. http://philosophy.wisc.edu/sober/dembski.pdf
  60. ↑ Guillermo Gonzalez: The Privileged Planet
  61. ↑ review of The Privileged Planet. The Panda’s Thumb
  62. ↑ Siehe z. B. Gerald Feinberg und Robert Shapiro: A Puddlian Fable. In Huchingson (Hrsg.): Religion and the Natural Sciences (1993), S. 220–221
  63. ↑ Nick Bostrum, Anthropic Bias, Observation Selection Effects in Science and Philosophy, Routledge, 2002
  64. ↑ Richard Swinburne, Is there a God?, Oxford University Press, 1996, 68
  65. ↑ Drange, Theodore M. 2000. The fine-tuning argument revisited (2000). Philo 3(2): 38-49. http://www.infidels.org/library/modern/theodore_drange/tuning-revisited.html
  66. ↑ „The theory of Intelligent Design holds that certain features of the universe and of living things are best explained by an intelligent cause, not an undirected process such as natural selection.“ (Auf Deutsch etwa: „Die Intelligent-Design-Theorie besagt, dass gewisse Eigenschaften des Universums und der Lebewesen am besten durch eine intelligente Ursache erklĂ€rt werden können, nicht durch ungeleitete VorgĂ€nge wie die natĂŒrliche Selektion.“) Siehe Punkt What is Intelligent Design? bei Discovery Institute: Questions About Intelligent Design.
  67. ↑ Dembski: The Act of Creation: Bridging Transcendence and Immanence
  68. ↑ Jerry Coyne: The Case Against Intelligent Design. The New Republic (22. August 2005).
  69. ↑ „What designed the designer?“ Donald E. Simanek: Intelligent Design: The Glass is Empty
  70. ↑ „One need not fully understand the origin or identity of the designer to determine that an object was designed. Thus, this question is essentially irrelevant to intelligent design theory, which merely seeks to detect if an object was designed 
 Intelligent design theory cannot address the identity or origin of the designer–it is a philosophical / religious question that lies outside the domain of scientific inquiry. Christianity postulates the religious answer to this question that the designer is God who by definition is eternally existent and has no origin. There is no logical philosophical impossibility with this being the case (akin to Aristotle’s ‚unmoved mover‘) as a religious answer to the origin of the designer 
“ (Auf Deutsch etwa: „Man muss den Ursprung oder die IdentitĂ€t des Designers nicht vollstĂ€ndig verstehen, um zu bestimmen, dass ein Objekt durch Design entstand. Daher ist diese Frage im Wesentlichen irrelevant fĂŒr die Intelligent-Design-Theorie, die lediglich herauszufinden versucht, ob ein Objekt durch Design entstand 
 Die Intelligent-Design-Theorie kann die IdentitĂ€t oder den Ursprung des Designers nicht ansprechen – es ist eine philosophische/religiöse Frage, die außerhalb der Reichweite der wissenschaftlichen Forschung liegt. Das Christentum postuliert, dass die religiöse Antwort auf diese Frage ist, dass der Designer Gott ist, der per Definition ewig bestehend ist und keinen Ursprung hat. Man kann logisch-philosophisch nicht ausschließen, dass dies als religiöse Antwort zum Ursprung des Designers zutrifft, Ă€hnlich dem unbewegten Beweger von Aristoteles.“) FAQ: Who designed the designer? (IDEA)
  71. ↑ Richard Wein: Not a Free Lunch But a Box of Chocolates. talkreason (2002).
  72. ↑ http://www.talkorigins.org/indexcc/CA/CA240.html
  73. ↑ a b „Our strategy has been to change the subject a bit so that we can get the issue of Intelligent Design, which really means the reality of God, before the academic world and into the schools.“ (Auf Deutsch etwa: „Unsere Strategie ist es, das Thema etwas abzuwandeln, so dass wir Intelligent Design, was eigentlich die RealitĂ€t Gottes bedeutet, vor die akademische Welt und in die Schulen bekommen.“) Johnson: Let’s Be Intelligent About Darwin Christianity.ca (2004). „This isn’t really, and never has been a debate about science. It’s about religion and philosophy.“ (Auf Deutsch etwa: „Dies ist nicht wirklich eine Debatte ĂŒber Wissenschaft und ist es nie gewesen. Es geht um Religion und Philosophie.“) Johnson: Witnesses For The Prosecution. World Magazine (1996) „So the question is: ‚‘How to win?’ That’s when I began to develop what you now see full-fledged in the ‚wedge‘ strategy: ‚Stick with the most important thing‘—the mechanism and the building up of information. Get the Bible and the Book of Genesis out of the debate because you do not want to raise the so-called Bible-science dichotomy. Phrase the argument in such a way that you can get it heard in the secular academy and in a way that tends to unify the religious dissenters. That means concentrating on, ‚Do you need a Creator to do the creating, or can nature do it on its own?‘ and refusing to get sidetracked onto other issues, which people are always trying to do.“ (Auf Deutsch etwa: „Die Frage ist also ‚Wie gewinnen?‘ Daraufhin begann ich, das zu entwickeln, was man nun in ausgereifter Form in der ‚Wedge‘-Strategy [‚Keil‘-Strategie] sehen kann: ‚Bleib beim Wichtigsten‘ – den Mechanismen und dem Aufbau der Information. Nimm die Bibel und das Buch Genesis aus der Debatte, weil man sich besser nicht an der Schwarz-Weiß-Malerei zwischen Bibel und Wissenschaft beteiligen möchte. Formuliere ein Argument so, dass man es schafft, dass es im weltlich-akademischen Bereich angehört wird und so, dass es die religiösen Abweichler wieder vereint. Das bedeutet, sich auf die Frage ‚Braucht man einen Schöpfer und braucht man einen Schöpfungsakt, oder kann es die Natur von selbst?‘ zu konzentrieren und sich nicht durch andere Angelegenheiten ablenken zu lassen, was die Leute ja immer versuchen.“) Johnson: Berkeley’s Radical An Interview with Phillip E. Johnson. Touchstone magazine (2000).
  74. ↑ a b „I have built an intellectual movement in the universities and churches that we call The Wedge, which is devoted to scholarship and writing that furthers this program of questioning the materialistic basis of science. [
] Now the way that I see the logic of our movement going is like this. The first thing you understand is that the Darwinian theory isn’t true. It’s falsified by all of the evidence and the logic is terrible. When you realize that, the next question that occurs to you is, well, where might you get the truth? [
] I start with John 1:1. In the beginning was the word. In the beginning was intelligence, purpose, and wisdom. The Bible had that right. And the materialist scientists are deluding themselves.“ (Auf Deutsch etwa: „Ich habe eine intellektuelle Bewegung in den UniversitĂ€ten und Kirchen aufgebaut, die wir The Wedge [den Keil] nennen, die sich der Gelehrsamkeit und Schreiben widmet, welche dieses Programm fördert, das die materialistische Basis der Wissenschaft in Frage stellt. 
 Nun, in meinen Augen funktioniert die Logik unserer Bewegung wie folgt. Zuerst versteht man, dass die Darwinsche Theorie nicht wahr ist. Sie wird von diesen ganzen Belegen widerlegt und die Logik ist grauenhaft. Wenn man das versteht, stellt man sich als nĂ€chstes die Frage, gut, wie findet man nun zur Wahrheit? 
 Ich fange mit Johannes 1:1 an. Am Anfang war das Wort. Im Anfang war Intelligenz, Zweck, Weisheit. Die Bibel liegt völlig richtig. Und die materialistischen Wissenschaftler machen sich selbst etwas vor.“) Johnson: How the Evolution Debate Can Be Won. Reclaiming America for Christ Conference (1999).
  75. ↑ Siehe Discovery Institute fellows and staff und Center for Science and Culture fellows and staff
  76. ↑ Barbara Forrest: The Wedge at Work: Intelligent Design Creationism and Its Critics (2001)
  77. ↑ „
the first thing that has to be done is to get the Bible out of the discussion. 
 This is not to say that the biblical issues are unimportant; the point is rather that the time to address them will be after we have separated materialist prejudice from scientific fact.“ (Auf Deutsch etwa: „Zu allererst muss die Bibel aus der Diskussion verschwinden. 
 Das soll nicht heißen, dass biblische Angelegenheiten unwichtig sind; die Hauptsache ist viel mehr, dass die Zeit, sie anzusprechen, erst dann reif sein wird, nachdem wir materialistische Vorurteile von wissenschaftlichen Fakten getrennt haben.“) Phillip Johnson: The Wedge. Touchstone: A Journal of Mere Christianity (July/August 1999)
  78. ↑ „Intelligent Design is an intellectual movement, and the Wedge strategy stops working when we are seen as just another way of packaging the Christian evangelical message. 
 The evangelists do what they do very well, and I hope our work opens up for them some doors that have been closed.“ (Auf Deutsch etwa: „Intelligent Design ist eine intellektuelle Bewegung und die Keilstrategie [Wedge strategy] funktioniert nicht, wenn man uns einfach nur als eine weitere Verpackung fĂŒr die evangelikale christliche Nachricht ansieht. 
 Die Evangelisten machen ihre Aufgabe sehr gut und ich hoffe, unsere Arbeit öffnet ihnen einige TĂŒren, die vorher verschlossen waren“) Phillip Johnson: Keeping the Darwinists Honest, an interview with Phillip Johnson. Citizen Magazine (April 1999)
  79. ↑ William Dembski: The Design Inference (1998).
  80. ↑ Dembski: Intelligent Design; the Bridge Between Science and Theology (1999), S. 210
  81. ↑ Dembski: Intelligent Design’s Contribution to the Debate Over Evolution: A Reply to Henry Morris (2005).
  82. ↑ „Intelligent design is just the Logos theology of John’s Gospel restated in the idiom of information theory,“ Dembski: Signs of Intelligence. Touchstone Magazine 12:4 (Juli/August 1999)
  83. ↑ Phillip E. Johnson. 1999. Reclaiming America for Christ Conference. „Now the way that I see the logic of our movement going is like this. The first thing you understand is that the Darwinian theory isn’t true. It’s falsified by all of the evidence and the logic is terrible. When you realize that, the next question that occurs to you is, well, where might you get the truth? When I preach from the Bible, as I often do at churches and on Sundays, I don’t start with Genesis. I start with John 1:1. ‚In the beginning was the word
‘ In the beginning was intelligence, purpose, and wisdom. The Bible had that right. And the materialist scientists are deluding themselves.“
  84. ↑ „What I am talking about is the essence of intelligent design, and the essence of it is theistic realism as defined by Professor Johnson. Now that stands on its own quite apart from what their motives are. I’m also talking about the definition of intelligent design by Dr. Dembski as the Logos theology of John’s Gospel. That stands on its own.“ 
 „Intelligent design, as it is understood by the proponents that we are discussing today, does involve a supernatural creator, and that is my objection. And I am objecting to it as they have defined it, as Professor Johnson has defined intelligent design, and as Dr. Dembski has defined intelligent design. And both of those are basically religious. They involve the supernatural.“ (Auf Deutsch etwa: „Ich spreche ĂŒber das Wesen von Intelligent Design und sein Wesen ist der theistische Realismus, so wie ihn Professor Johnson definiert hat. Nun das spricht ziemlich fĂŒr sich, was ihre Motive anbetrifft. Ich spreche auch ĂŒber die Definition von Intelligent Design durch Dr. Dembski als Logos-Theologie des Johannes-Evangeliums. Das spricht fĂŒr sich. 
 Intelligent Design, wie es von den AnhĂ€ngern verstanden wird, die wir heute diskutieren, umfasst einen ĂŒbernatĂŒrlichen Schöpfer und das ist mein Einwand. Und ich beanstande es, so wie sie es definiert haben, wie Johnson Intelligent Design definiert hat und wie Dr. Dembski Intelligent Design definiert hat. Und beide davon sind grundsĂ€tzlich religiös. Sie umfassen das ÜbernatĂŒrliche.“) Barbara Forrest als Gutachter im Protokoll des Verfahrens Kitzmiller v. Dover Area School District, sechster Tag (5. Oktober)
  85. ↑ Siehe Abschnitt Die Machenschaften des Discovery Instituts bei Catherine Bouchon: Schöpfer oder Zufall? geo.de (2006)
  86. ↑ Wo die Erde eine Scheibe ist – Kansas zieht Darwin in Zweifel Bericht bei n-tv
  87. ↑ Ist der Glaube an Gott unwissenschaftlich? – Jehovas Zeugen: Offizielle Website der Wachtturm-Gesellschaft
  88. ↑ Urs Willmann: „EntwĂŒrfe in Gottes Namen.“, DIE ZEIT 19/2003.
  89. ↑ Urs Willmann: „EntwĂŒrfe in Gottes Namen“ – In: DIE ZEIT Nr. 19 vom 30. April 2003.
  90. ↑ „intelligent design is not science and is essentially religious in nature.“ Kitzmiller v. Dover Area School District 6: Conclusion, section H
  91. ↑ Linda Shaw: Does Seattle group „teach controversy“ or contribute to it? Seattle Times (31. MĂ€rz 2005).
  92. ↑ Siehe Statement on Teaching Evolution von der National Association of Biology Teachers
  93. ↑ Mark Coultan: [Intelligent design a Trojan horse, says creationist]. Sydney Morning Herald (27. November 2005)
  94. ↑ Intelligent Design: Creationism’s Trojan Horse, A Conversation With Barbara Forrest (Americans United for Separation of Church and State, Februar 2005)
  95. ↑ http://www.talkorigins.org/indexcc/list.html
  96. ↑ Scott, E. C. and G. Branch, 2003. Evolution: what’s wrong with ‘teaching the controversy’. Trends in Ecology and Evolution 18(10): 499-502.
  97. ↑ Barbara Forrest: Methodological Naturalism and Philosophical Naturalism: Clarifying the Connection. Philo 3:2 (Fall-Winter 2000), S. 7–29.
  98. ↑ Phillip E. Johnson: Reason in the Balance: The Case Against Naturalism in Science, Law and Education (InterVarsity Press, 1995), stellte sich als „theistic realist“ (theistischer Realist) gegen „methodological naturalism“ (den methodologischen Naturalismus)
  99. ↑ „My colleagues and I speak of ‚theistic realism‘ – or sometimes, ‚mere creation‘ – as the defining concept of our [the ID] movement. This means that we affirm that God is objectively real as Creator, and that the reality of God is tangibly recorded in evidence accessible to science, particularly in biology.“ (Auf Deutsch etwa: „Meine Kollegen und ich sprechen vom ‚theistischen Realismus‘ – oder manchmal ‚einfacher Schöpfung‘ – als dem Grundkonzept unserer Bewegung. Das bedeutet, dass wir feststellen, dass Gott als Schöpfer objektive Wirklichkeit ist und dass die RealitĂ€t Gottes greifbar in den Belegen sichtbar ist, die der Wissenschaft zur VerfĂŒgung stehen, insbesondere in der Biologie.“) bei Phillip Johnson: Starting a Conversation about Evolution
  100. ↑ „‚We are taking an intuition most people have and making it a scientific and academic enterprise,‘ Johnson said. In challenging Darwinism with a God-friendly alternative theory, the professor, who is a Presbyterian, added, ‚We are removing the most important cultural roadblock to accepting the role of God as creator.‘“ (Auf Deutsch etwa: „‚Wir nehmen eine Intuition, welche die meisten Leute haben, und machen ein wissenschaftliches und akademisches Unternehmen daraus‘, sagte Jones. Beim Anfechten des Darwinismus mithilfe einer gottesfreundlichen alternativen Theorie, so fĂŒgte der Professor, der Presbyterianer ist, hinzu, ‚entfernen wir die wichtigste kulturelle Straßenblockade fĂŒr die Akzeptanz der Rolle von Gott als Schöpfer‘“) Phillip E. Johnson, zitiert von Teresa Watanabe: Enlisting Science to Find the Fingerprints of a Creator. Los Angeles Times (Sonntagsausgabe vom 25. MĂ€rz 2001), Titelseite.
  101. ↑ Joel Belz: Witnesses For The Prosecution. World Magazine (1996).
  102. ↑ Jon Buell und Virginia Hearn (Hrsg.): Darwinism: Science or Philosophy (1992). (Proceedings)
  103. ↑ Karl Giberson: Intelligent design’s long march to nowhere. Science & Theology News (5. Dezember 2005)
  104. ↑ Michael J. Murray: Natural Providence (or Design Trouble) (n.d.)
  105. ↑ William Dembski: What is the position of the NRCSE on the teaching of intelligent design [ID] as an alternative to neo-Darwinian evolution in Nebraska schools?
  106. ↑ http://oe1.orf.at/inforadio/72955.html
  107. ↑ http://science.orf.at/science/news/142820
  108. ↑ http://derstandard.at/?id=2108814
  109. ↑ http://www.gemeindedienst.info/weltanschauung/texte/inmatkreationismus_Grundsatz.htm/?id=2108814
  110. ↑ Intelligent Design ist im Allgemeinen nur widerspruchsfrei und logisch in dem umgebenden Rahmen. Die Kritiken sagen aus, dass dieser Rahmen an seiner Basis eine Annahme ohne StĂŒtze und Rechtfertigung macht: Dass KomplexitĂ€t und Unwahrscheinlichkeit notwendigerweise mit Design in Verbindung stehen mĂŒssen, ohne dass IdentitĂ€t und Merkmale des Designers angegeben oder eingegrenzt werden, sowie dass das auch nicht notwendig sein soll. Da der Rahmen von Intelligent Design auf einer nicht eingrenzbaren und nicht ĂŒberprĂŒfbaren Annahme ruht, hat er keine festen Grenzen, außer, dass KomplexitĂ€t und Unwahrscheinlichkeit notwendigerweise Design anzeigen, ohne dass der Designer von den Gesetzen der Physik beschrĂ€nkt wĂ€re.
  111. ↑ Intelligent Design schafft den Rasiermessertest nicht. Annahmen (einen intelligenten Akteur, einen Designer) zur Gleichung hinzuzufĂŒgen ist zur ErklĂ€rung der Beobachtungen nicht notwendig.
  112. ↑ Der Designer ist nicht falsifizierbar, weil kennzeichnenderweise von seiner Existenz ausgegangen wird, ohne dass dabei Bedingungen angegeben werden, welche eine falsifizierende Beobachtung ermöglichen wĂŒrden. Da der Designer außerhalb des Beobachtbaren liegt, kann seine Existenz durch Beobachtungen weder gestĂŒtzt noch untergraben werden, wodurch Intelligent Design und das Design-Argument zu analytischen a posteriori-Argumenten werden.
  113. ↑ Intelligent Design bekennt sich dazu, eine Antwort zu geben, die nicht erklĂ€rt und noch nicht einmal definiert werden muss, den intelligenten Akteur bzw. Designer. Indem die Hauptaussage der These, die Existenz des Designers, als Grundvoraussetzung angenommen wird, sind keine weiteren ErklĂ€rungen notwendig, um ihn zu stĂŒtzen, und EinwĂ€nde gegenĂŒber denen, welche sie akzeptieren, haben keine Chance. Daher ist Intelligent Design keine vorlĂ€ufige EinschĂ€tzung von Daten, die sich Ă€ndern können, wenn neue Informationen entdeckt werden. Sobald behauptet wird, dass der Schluss feststeht, ĂŒber den eigentlich Rechenschaft abgelegt werden soll, gibt es keinerlei Möglichkeit der zukĂŒnftigen Korrektur. Nach der Idee des voranschreitenden Wachstums wissenschaftlicher Erkenntnis mĂŒssen sowohl vorhandene Daten als auch zuvor unerklĂ€rte Daten erklĂ€rt werden.
  114. ↑ Michael Ruse: The Evolution-Creation Struggle (Harvard. Univ. Press, 2005), ISBN 0-674-01687-4
  115. ↑ Auf Deutsch etwa: „Intelligent Design ist prinzipiell unwissenschaftlich; es kann als wissenschaftliche Theorie nicht ĂŒberprĂŒft werden, weil die zentrale Schlussfolgerung auf dem Glauben des Eingriffs eines ĂŒbernatĂŒrlichen Akteurs basiert.“ The Elie Wiesel Foundation for Humanity: Nobel Laureates Initiative (9. September 2005)
  116. ↑ Bob Beale: Intelligent Design is not Science – Scientists and teachers speak out (Faculty of Science, University of New South Wales, 20. Oktober 2005.)
  117. ↑ LJWorld: Judge in Dover I.D. case touts legal independence, 27. September 2006
  118. ↑ Ruling, Kitzmiller v. Dover Area School District 4: whether ID is science
  119. ↑ John Hawks: The President and the teaching of evolution
  120. ↑ Auf Deutsch etwa: „Vom Standpunkt der Genauigkeit und des intellektuellen Ernstes treten die Intelligent-Design-Leute in unserer Welt des wissenschaftlichen Review nicht sonderlich gut auf.“ Bei Laurie Goodstein: Intelligent Design Might Be Meeting Its Maker. The New York Times (4. Dezember, 2004).
  121. ↑ Auf Deutsch etwa: „Der vielleicht beste Grund dafĂŒr, skeptisch gegenĂŒber diesen Ideen zu sein ist, dass Intelligent Design sich selbst noch als ein blĂŒhendes Forschungsprogramm aufbauen muss.“ Bei Dembski: Is Intelligent Design a Form of Natural Theology?
  122. ↑ Beth McMurtrie: Darwinism Under Attack. The Chronicle Of Higher Education 48:17 (2001), S. A8
  123. ↑ Auf Deutsch etwa: „Es gibt keinen von Gutachtern gegengeprĂŒften Artikel von irgendjemandem, der Intelligent Design befĂŒrwortet und der von relevanten Experimenten oder Berechnungen gestĂŒtzt wird, welche detailliert pedantisch beschreiben, wie Intelligent Design eines biologischen Systems stattfand.“ Kitzmiller v. Dover Area School District, 19. Oktober 2005, AM session, siehe Kitzmiller Testimony, Behe
  124. ↑ Discovery Institute. Peer-Reviewed, Peer-Edited, and other Scientific Publications Supporting the Theory of Intelligent Design (Annotated)
  125. ↑ „With some of the claims for peer review, notably Campbell and Meyer (2003) and the e-journal PCID, the reviewers are themselves ardent supporters of intelligent design. The purpose of peer review is to expose errors, weaknesses, and significant omissions in fact and argument. That purpose is not served if the reviewers are uncritical.“ (Auf Deutsch etwa: „Bei einigen Behauptungen zur GutachterprĂŒfung, ganz besonders Campbell und Meyer (2003) und ihrem elektronischen Journal PCID, sind die Gutachter selbst leidenschaftliche Intelligent-Design-BefĂŒrworter. Der Zweck einer solchen PrĂŒfung ist es, Fehler, Schwachstellen und signifikante Auslassungen bei Fakten und Argumenten aufzudecken. Dieser Zweck ist nicht erfĂŒllt, wenn die Gutachter unkritisch sind.“) Mark Isaak: Index to Creationist Claims. TalkOrigins archive (2006)
  126. ↑ „ID leaders know the benefits of submitting their work to independent review and have established at least two purportedly ‚peer-reviewed‘ journals for ID articles. However, one has languished for want of material and quietly ceased publication, while the other has a more overtly philosophical orientation. Both journals employ a weak standard of ‚peer review‘ that amounts to no more than vetting by the editorial board or society fellows.“ (Auf Deutsch etwa: „Die ID-OberhĂ€upter kennen den Nutzen des Einreichens ihrer Arbeiten zu einer unabhĂ€ngigen GegenprĂŒfung und haben mindestens zwei angeblich ‚von Gutachtern gegengeprĂŒfte‘ Journale fĂŒr ID-Artikel gegrĂŒndet. Jedoch ist eines aus Materialmangel verwelkt und hat leise die Veröffentlichung eingestellt, wĂ€hrend das andere eine mehr offenkundig philosophische Richtung eingeschlagen hat. Beide Journale setzen einen niedrigen Standard der GegenprĂŒfung durch Gutachter ein, der insgesamt darauf hinauslĂ€uft, dass die Redaktion oder die Fellows der Gesellschaft drĂŒberschauen.“) Matthew J. Brauer, Barbara Forrest, and Steven G. Gey: Is It Science Yet?: Intelligent Design Creationism and the Constitution.
  127. ↑ Dembski: Intelligent Design?. Natural History magazine (April 2002).
  128. ↑ „In fact, the signals actually sought by today’s SETI searches are not complex, as the ID advocates assume. 
 If SETI were to announce that we’re not alone because it had detected a signal, it would be on the basis of artificiality.“ (Auf Deutsch etwa: „TatsĂ€chlich sind die Signale, die heutige SETI-Forscher suchen, nicht komplex, wie die ID-BefĂŒrworter annehmen. 
 Wenn SETI aufgrund eines Signals kundgeben wĂŒrde, dass wir nicht alleine sind, dann wĂ€re es auf der Grundlage seines kĂŒnstlichen Ursprungs.“) Shostak: SETI and Intelligent Design. space.com
  129. ↑ Taner Edis: Darwin in Mind: Intelligent Design Meets Artificial Intelligence. Skeptical Inquirer Magazine (March/April 2001).
  130. ↑ a b Eugenie C. Scott und Glenn Branch: “Intelligent Design” Not Accepted by Most Scientists (National Center for Science Education, 10. September 2002).
  131. ↑ Auf Deutsch etwa: „Seltenheit alleine sollte nicht notwendigerweise ein Beleg fĂŒr ĂŒberhaupt irgendetwas sein. Wenn ein Bridge-Blatt, bestehend aus dreizehn Karten, gegeben wird, ist die Wahrscheinlichkeit fĂŒr genau dieses Blatt weniger als eins zu 600 Milliarden. Trotzdem wĂ€re es absurd, wenn jemand schließen wĂŒrde, dass er ein Blatt nicht zufĂ€llig erhalten haben kann, weil er es sich sorgfĂ€ltig angesehen und ausgerechnet hat, dass die Wahrscheinlichkeit, es zu bekommen, weniger als eins zu 600 Milliarden ist.“
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