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Interkulturelle Kommunikation bezeichnet in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften eine soziale Interaktion von Akteuren aus unterschiedlichen Kulturen. (Diese Akteure können Individuen, soziale Gruppen, Organisationen, Gemeinden, Gesellschaften und Staaten sein.) Die besondere Bedeutung der interkulturellen Kommunikation liegt darin, dass einige Aspekte von interkultureller Kommunikation eine höhere Bedeutung haben als bei der Kommunikation innerhalb einer Kultur. So können etwa Missverständnisse entstehen durch Ausdrucks-, Darstellungs- und Handlungsweisen wie Lautstärke, Tonfall, Mimik, Gestik, Grad der Höflichkeit und Grad der Freundlichkeit. Innerhalb der interkulturellen Kommunikation können besonders Vorurteile zu Problemen führen. Vorurteile sind im Gegensatz zu Stereotypen immer negativ besetzt und führen daher oft zu Missverständnissen.
Interkulturelle Kommunikation hat durch zunehmende Globalisierung als Teil von dieser eine zunehmende Bedeutung. Außerdem kommt es durch Phänomene wie etwa der globalen Arbeitsteilung und Mobilität, zunehmender Reisefreiheit und Massentourismus sowie der Entwicklung neuer Kommunikationstechnologien (E-Mail etc.) zu immer mehr Kontakten zwischen Personen unterschiedlicher Kulturen. Zum Verstehen des kulturell anderen ist die Überwindung von Ethnozentrismus notwendig.
Studiengänge Interkulturelle Kommunikation werden in Deutschland an fünfzehn Universitäten und Hochschulen angeboten: Karlshochschule International University in Karlsruhe, Universität Erfurt, Technischen Universität Chemnitz, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Universität Hildesheim, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Hochschule Magdeburg-Stendal (FH), Ludwig-Maximilians-Universität München, Universität Passau, Universität Regensburg, Fachhochschule Köln, Hochschule Fulda, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Universität des Saarlandes und Westsächsische Hochschule Zwickau. Auch die Humboldt-Universität zu Berlin bildet im Studiengang Interkulturelle Fachkommunikation Übersetzer und Dolmetscher unter Berücksichtigung der kulturellen Aspekte aus.
Interkulturelle Kommunikation kann auch berufsbegleitend und als Weiterbildungsstudiengang am Institut für Kommunikationsforschung IKF (Luzern/Schweiz) und an der Fachhochschule München studiert werden.