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Iolanda Balaș

Iolanda Balaș (* 12. Dezember 1936 in Timișoara) ist eine ehemalige rumänische Hochspringerin. Sie ist zweifache Olympiasiegerin und gilt als eine der besten Hochspringerinnen aller Zeiten.

Balaș hatte auch männliche Geschlechtsmerkmale und trat nach Einführung von Geschlechterkontrollen nicht mehr an.[1]

Balaș dominierte für ein Jahrzehnt die internationalen Hochsprungwettbewerbe. Zwischen 1957 und 1967 gewann sie 140 Wettbewerbe in Folge und verbesserte dabei den Weltrekord insgesamt 14 Mal von 1,74 m auf 1,91 m.

Als einziger Athletin gelang es Balaș, zweimal hintereinander Olympiasiegerin zu werden. Nachdem sie bei ihrer Olympiapremiere 1956 in Melbourne Fünfte geworden war, distanzierte sie bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom mit 1,85 m die Polin Jarosława Jóźwiakowska und die Britin Dorothy Shirley, die gemeinsam die Silbermedaille gewannen, um 14 Zentimeter. Vier Jahre später bei den Spielen in Tokio gewann sie mit 1,90 m und hatte zehn Zentimeter Vorsprung vor Michele Brown.

Auch bei Europameisterschaften war sie erfolgreich: Musste sie sich 1954 in Bern noch mit der Silbermedaille begnügen, so wurde sie 1958 in Stockholm und 1962 in Belgrad Europameisterin.

Balaș praktizierte noch die einfache, unökonomische Schertechnik. Am 4. September 1971 war es die Österreicherin Ilona Gusenbauer, die mit 1,92 m im Parallelwälzer den zehn Jahre alten Weltrekord von Iolanda Balaș brach. Ein Jahr später zog Ulrike Meyfarth bei ihrem Olympiasieg in München nach und war damit die erste Weltrekordlerin mit der neuen Flop-Technik.

Weblinks

Fußnoten

  1. Stefan Lazar: Eine interessante Heirat. In: Die Zeit. Nr. 10, 8. März 1968
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