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Ionenaustauscher

Kunstharz-Ionenaustauscher
Ionenaustauscher

Ionentauscher oder Ionenaustauscher sind Materialien, mit denen gelöste Ionen durch andere Ionen gleicher Ladung (d. h. positiv oder negativ) ersetzt werden können; es findet ein Ionentausch statt. Ionentauscher kommen als SĂ€ulen, die mit einem Ionenaustauschermaterial gefĂŒllt sind, oder als Membranen in den Handel und werden von der zu behandelnden Lösung durchströmt. Die auszutauschenden Ionen werden am Ionenaustauschermaterial gebunden, das seinerseits dafĂŒr eine Ă€quivalente Stoffmenge von vorher gebundenen Ionen in die Lösung abgibt. Beispielsweise kann ein Kationen-Ionenaustauscher Calcium-Kationen, die im normalen Leitungswasser gelöst sind gegen Natrium-Kationen, die an den Ionenaustauscher gebunden sind, austauschen. Solche Kationen-Ionenaustauscher sind auch in GeschirrspĂŒlern vorhanden. In ihnen wird fĂŒr die SpĂŒlvorgĂ€nge Wasser benötigt, das von Calcium-Kationen frei ist, die sonst zur Bildung von Kalkflecken fĂŒhren wĂŒrden. Wenn dieser Kationen-Austauscher erschöpft und vollstĂ€ndig mit Calcium-Kationen abgesĂ€ttigt ist, muss er regeneriert werden. Das geschieht dadurch, dass man die gebundenen Calcium-Kationen durch das Angebot einer möglichst hoch konzentrierten Lösung von Natriumchlorid (Kochsalz) wieder verdrĂ€ngt. Man bezeichnet diesen Vorgang als Regeneration eines Austauschers.

Eine natĂŒrliche Bedeutung haben Kationen-Ionenaustauscher vor allem fĂŒr die KationenaustauschkapazitĂ€t im Boden. Sie sorgen dafĂŒr, dass Kationen fĂŒr die Pflanzen verfĂŒgbar bleiben und nicht durch den Regen ausgewaschen werden. FĂŒr die Altlastensanierung von GewĂ€ssern und Böden können spezielle Kationen-Austauscher hergestellt werden, die in der Lage sind, ganz gezielt bestimmte Schwermetallkationen aus GewĂ€ssern und Böden zu entfernen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Menschen nutzten das Prinzip der Ionenaustauscher lange bevor die chemischen HintergrĂŒnde verstanden wurden.

Im Zweiten Buch Mose findet sich ein Hinweis auf die wohl Ă€lteste ErwĂ€hnung des Ionenaustauschprozesses. Es wird auf die ÜberfĂŒhrung von bitterem in trinkbares Wasser durch Einlegen von alten BaumstĂ€mmen hingewiesen. Verrottete Zellulose ist ein guter Austauscher fĂŒr Magnesium-Ionen.[1]

Da kamen sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher nannte man den Ort Mara. Da murrte das Volk wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken? Er schrie zu dem Herrn, und der Herr zeigte ihm ein Holz; das warf er ins Wasser, da wurde es sĂŒĂŸ. (Ex 15,23-25 EU)

Die ersten in der Technik gezielt verwendeten Ionenaustauscher waren Alumosilikate, die reversibel Erdalkali- und Alkaliionen aus einer Lösung aufnehmen bzw. abgeben können. NatĂŒrliche Austauscher dieses Typs sind z. B. bestimmte Vulkanaschen. Die ersten kĂŒnstlichen Alumosilikate wurden als PermutitÂź Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt und fĂŒr die EnthĂ€rtung von WĂ€ssern verwendet.

Weitere Entwicklungen waren schwach saure Ionenaustauscher auf Basis von speziellen Kohlen und schwach basische Ionenaustauscher auf Basis von Phenolharzen. Alle diese Ă€lteren Austauschtypen waren mechanisch gebrochene und nach bestimmten KorngrĂ¶ĂŸen gesiebte Granulate. Mit der Entwicklung der Phenolharze konnten spĂ€ter kugelförmige Harze direkt gewonnen werden. Mit stark basischen Ionenaustauscher wurde es möglich, auch Silikate aus dem Rohwasser zu entfernen. Heutige Austauschharze basieren ĂŒberwiegend auf Polystyrol und Polyacrylat.

Funktionsweise

Das Prinzip des Ionentausches beruht darauf, dass Ionen um so stĂ€rker an den Ionenaustauscher gebunden werden, je höher ihre Ladung und je grĂ¶ĂŸer ihr Ionenradius ist. Zum Beispiel wird Na+ im Ionentauscher durch Ca2+ verdrĂ€ngt, aber auch Ca2+ durch Al3+. Das stĂ€rker bindende Ion verdrĂ€ngt das schwĂ€cher bindende Ion von den Bindungsstellen des Ionentauschermaterials. Es muss also dafĂŒr gesorgt werden, dass das unerwĂŒnschte Ion, das aus der Lösung entfernt werden soll, stĂ€rker gebunden wird als das Ion, das an den Ionenaustauscher gebunden ist. DafĂŒr sind weitere wichtige Einflussfaktoren: der pH-Wert der Lösung im Zusammenhang mit der Art und der Anzahl der Bindungsstellen des Ionenaustauschermaterials und auch die jeweilige Stoffkonzentration.

Wie stark der Ionenradius die SelektivitĂ€t eines Ionenaustauschharzes beeinflusst zeigt die nachfolgende Auflistung fĂŒr zweiwertige Metallionen. Die Werte sind fĂŒr eine Lösung mit dem pH-Wert 4,0 und Calcium als Basis mit 1,0 fĂŒr KM/Ca und einem schwach sauren Kationenaustauschharz mit PolyacrylgerĂŒst gĂŒltig:[2]

Metallion KM/Ca Metallion KM/Ca Metallion KM/Ca
Hg+2 2800 Ni+2 57 Fe+2 4,0
Cu+2 2300 Zn+2 17 Mn+2 1,2
Pb+2 1200 Cd+2 15 Ca+2 1,0

Neben der SelektivitĂ€t können auch durch VergrĂ¶ĂŸerung einer Stoffkonzentration aufgenommene Ionen wieder vom Ionenaustauschmaterial verdrĂ€ngt werden. Letzteres wird bei einer Regeneration durchgefĂŒhrt. Nachfolgend werden die Reaktionen am Beispiel von Natriumionen, die als Kochsalz (NaCl) in einer wĂ€ssrigen Lösung vorliegen, angegeben. FĂŒr Aufnahme (=Beladung/Betrieb) und Ablösung (=Regeneration) wird ein stark saures Kationenaustauschharz verwendet. Das Regeneriermittel ist SalzsĂ€ure.

<math>\mathrm{R-SO_3H + Na^+ + Cl^- + H_2O \ \rightleftharpoons \ R-SO_3Na + H_3O^+ + Cl^-}</math>
<math>\mathrm{R-SO_3}</math>: GrundgerĂŒst des Harzes, z. B. sulfoniertes Polystyrol

Bei Beladung verlĂ€uft die Reaktion von links nach rechts. Wird die Konzentration des H3O+-Ions im rechten Teil der Gleichung gesteigert, verschiebt sich die Reaktion wieder nach links und der Austauscher wird in die SĂ€ureform zurĂŒckgewandelt, er wird regeneriert. Wenn der Austauscher bei Beladung/Betrieb und Regeneration in der gleichen Richtung von der zu entsalzenden FlĂŒssigkeit und der Regenerierlösung durchströmt wird, spricht man von einem Gleichstromaustauscher, bei einer entgegengesetzten Strömungsrichtung von einem Gegenstromaustauscher. Die Konzentration des Regeneriermittels liegt normalerweise bei 3–10 % HCl.

Im angefĂŒhrten Beispiel wird bei der Beladung im ablaufenden Wasser eine verdĂŒnnte SalzsĂ€ure gebildet. Durch einen Gegenioneneffekt kommt es in AbhĂ€ngigkeit von der Salzkonzentration im Rohwasser und dem Beladungszustand des Ionenaustauschharzes zu einem Natriumschlupf bei der Beladung. Im ablaufenden Reinwasser nach dem Austauscher ist deshalb noch ein kleiner Natriumgehalt vorhanden. Dieser kann besonders bei einem Gleichstromaustauscher Werte von 1 mg Na+/l und höher erreichen. Bei einem Gegenstromaustauscher liegen sie bei ≀ 0,1 mg Na+/l.

Arten von Ionenaustauschern

Je nachdem welche Art von Ionen ausgetauscht werden, unterscheidet man Kationenaustauscher und Anionenaustauscher. Im Fall eines Kationenaustauschers ist die aktive Gruppe eine anionische Gruppe, wie beispielsweise SulfonsÀuregruppen, oder Carboxygruppen mit abdissoziierbarem Kation. Man unterscheidet schwachsaure Kationenaustauscher (Carboxygruppen) und stark saure mit SulfonsÀuregruppen.

Bei den Anionenaustauschern enthalten stark basische Sorten quartĂ€re Ammoniumgruppen als aktive Gruppen, die ihr Gegenion austauschen können. Generell werden Anionenaustauscher Typ I und Typ II verwendet. Erstere sind bei geringerer AustauschkapazitĂ€t thermisch stabiler als Harze vom Typ II. NĂ€here Angaben zur austauschaktiven Ammoniumgruppe → hier.

Schwach basischen Austauscher enthalten Aminogruppen an die die Anionen freier SĂ€uren angelagert werden. Die SĂ€ureanionen sind reversibel gebunden. Mit Laugen werden bei der Regeneration die freien Aminogruppen wieder zurĂŒckgebildet. AbhĂ€ngig vom Typ der Aminogruppe – primĂ€re (R–NH2</sup>), sekundĂ€re (R-NH-R) oder tertiĂ€re (R3-N)-Aminogruppe ist die BasizitĂ€t der Austauscher schwach bis mittelbasisch.

Amphotere Austauscher können gleichzeitig Anionen und Kationen austauschen. Kationenaustauscher tauschen gelöst vorliegende Kationen (positiv geladene Ionen) gegen andere Kationen aus, die Bestandteil des Austauschmaterials sind. Kationenaustausch-Materialien sind selbst Salze, wobei die Kationen (in Gleichung unten: Z+) leicht in Lösung gehen können, also mobil (beweglich) sind. Die polymeren und wasserunlöslichen Anionen (in Gleichung unten: Qm−) des Kationenaustausch-Materials sind stationĂ€r, also unbeweglich. Als allgemeine Gleichung fĂŒr den Prozess des Austausches einwertiger Kationen (Ka+) aus einem gelöst vorliegenden Salz (Ka+ + An−) durch den Ionenaustauscher [(Z+)nQm−] kann man schreiben:

<math>x \ \text{Ka}^+ + x \ \text{An}^- + [(\text{Z}^+)_n\text{Q}^{m-}] \longrightarrow x \ \text{Z}^+ + x \ \text{An}^- + [(\text{Z}^+)_{n-x} (\text{Ka}^+)_x\text{Q}^{m-}]</math>

Anionenaustauscher tauschen entsprechend Anionen (negativ geladene Ionen) eines gelösten Salzes gegen andere Anionen aus. Hierbei liegen die stationÀren Kationen des Ionenaustauschers polymer vor, wÀhrend die Anionen des Anionenaustauschers mobil sind.

Beispiele fĂŒr Ionenaustausch-Materialien

Technische IonenaustauschsÀulen

WĂ€hrend im Labor mit Austauschharzen gefĂŒllte SĂ€ulen aus Glas oder Kunststoff verwendet werden, sind in technischen Anlagen die SĂ€ulen als BehĂ€lter ausgefĂŒhrt. Diese BehĂ€lter sind ĂŒberwiegend aus Stahl mit innerer Hartgummierung gefertigt. Im BehĂ€lter sind Drainagesysteme oder DĂŒsenböden fĂŒr den Ein- und/oder Austritt der behandelten FlĂŒssigkeit und der Regenerierlösungen eingebaut. Je nach AusfĂŒhrung der Austauscher bzw. dessen Funktion werden folgende Typen verwendet:

In den ersten 4 Austauschertypen werden entweder Kationen- oder Anionenaustauschharze eingefĂŒllt. Entsprechend werden schwach und stark saure bzw. schwach und stark basische Ionenaustauschharze verwendet. FĂŒr eine Entsalzung sind mindestens 2 Austauscher erforderlich, damit Kationen und Anionen entfernt werden können. Die restlichen 3 Typen arbeiten mit Kationen- und Anionenaustauschharzen. Hier ist in einem BehĂ€lter eine Entsalzung möglich.

Eine typische Vollentsalzungsanlage enthĂ€lt einen Austauscher fĂŒr Kationen, einen Austauscher fĂŒr Anionen und, falls Deionat mit einer RestleitfĂ€higkeit von < 1,0 Â”S/cm erzeugt werden soll, einen Mischbettaustauscher. Diese Kombination wird auch als Entsalzungsstraße bezeichnet. Zwischen Kationen- und Anionenaustauscher wird hĂ€ufig noch ein RieselbehĂ€lter zur CO2-Entfernung angeordnet. Letzterer reduziert die aus der CarbonathĂ€rte gebildete freie KohlensĂ€ure auf < 10 mg/l. Dies ist wirtschaftlicher als die Entfernung ĂŒber Anionenaustauscher.

Bei kontinuierlicher Reinwassererzeugung sind zwei Straßen erforderlich. Eine Straße ist in Betrieb und die zweite Straße befindet sich in Regeneration oder wird bereitgehalten. Die normale Betriebszeit einer Straße vor einer Regeneration betrĂ€gt mehr als 6 Stunden. Erfolgt die Auslegung der Anlage fĂŒr weniger als 4 Stunden, so spricht man von einer Kurztaktanlage.

Außer den vorstehend angefĂŒhrten Anlagen, die alle als Satzanlagen arbeiten, gibt es in der Technik auch Anlagen, die kontinuierlich arbeiten. FĂŒr diesen Typ der Entsalzungsanlage, sind verschiedene Verfahren entwickelt worden, die allerdings nur selten in der Praxis verwendet werden. NĂ€heres hierzu unter Kontinuierliche Ionenaustauschanlagen.

Kunstharz-Ionenaustauscher

Kunstharz-Ionenaustauscher können sich im Aufbau ihrer Polymer-/PolykondensatgerĂŒste unterscheiden: man spricht von Gelharzen oder makroporösen Harzen. Die ersten Austauscher dieser Art wurden von Dr. P. R. Grießbach in der Farbenfabrik Wolfen (damals Teil der I.G. Farben), in den 1930er Jahren entwickelt und unter dem Handelsnamen Wofatit ( Wolfener Farbenfabrik Permutit-Ersatz) auf den Markt gebracht.[3] Aktuelle Handelsnamen sind Lewatit (Lanxess), Dowex (Dow Chemicals) und Amberlite (Rohm and Haas). Die Harzaustauscher sind ein Mittel um verschiedenste Arten von WĂ€ssern und wĂ€sserigen Lösungen aufzubereiten.

Wenn organische Ionenaustauscher fĂŒr die Aufbereitung von Trink- und Brauchwasser oder im Bereich der Nahrungsmittelindustrie verwendet werden, sind besondere Anforderungen fĂŒr die QualitĂ€t einzuhalten. Herstellungsbedingt können neue Austauscher wĂ€hrend der ersten Betriebszeit Monomere an die behandelte FlĂŒssigkeit abgeben. Der zulĂ€ssige Schlupf von organischen Bestandteilen ist limitiert. Der Grenzwert fĂŒr die Abgabe an TOC betrĂ€gt gesetzlich in Deutschland max. 3,0 mg/l.[4]

Nachfolgend eine Tabelle mit den generellen Kenndaten, die fĂŒr die verschiedenen Sorten der Ionenaustauschharze von den Herstellerfirmen angegeben werden. Die aufgefĂŒhrten Daten sind die Kenndaten eines stark sauren Kationenaustauschharzes und die Regeneriermittel SalzsĂ€ure (HCl) und SchwefelsĂ€ure (H2SO4):[5]

Einheit Daten
Harztyp Polystyrolharz, Gelharz, funktionelle Gruppe: SulfonsÀure
Kornform mm Kugeln, 0,3 – 1,2
Temperaturbereich  Â°C bis 120
pH–Bereich keine BeschrĂ€nkung
SchĂŒttgewicht g/l 800 – 900 (feuchtes Harz)
Nutzbare VolumenkapazitÀt (NVK) val CaO/l max.1,85 (max. 1,4)°
Totale VolumenkapazitÀt val/l 2,2 (feuchtes Harz)
min. Schichthöhe Harzbett mm 600 (900)°
Regeneriermittelaufwand g 100 %HCl/l bis 200 (bis 90)°
Konzentration Regeneriermittel % HCl 4–6 (8–10)°
Regeneriermittelaufwand g 100 % H2SO4/l bis 250 (50–120)°
Konzentration Regeneriermittel % H2SO4 1,5–6 (1,5–10)°
Waschwasserbedarf l/l 4 – 7 (2 – 3,5)°
spez. Belastung Betrieb l/h·l 4 – 40 (bis 180)°°
RĂŒckspĂŒlung m/h 7 – 15 (normal nicht erforderlich)°
Druckverlust je m+m/h 0,15 – 0,2 mWS bei 20 Â°C
Lieferform, normal mit Natrium beladen
Quellung Na– → H–Form % 5 – 10

° vor Klammer = bei Gleichstrom, in Klammer = bei Gegenstrom

°° vor Klammer bei Wasserentsalzung, in Klammer bei Kondensatentsalzung


Aus organisch belasteten WĂ€ssern mit Huminstoffen nehmen besonders Gelharze beispielsweise HuminsĂ€uren auf, die bei einer Regeneration des Ionenaustauschers nicht entfernt werden können; sie fĂŒhren zu dem so genannten Fouling der Ionenaustauscher.

Besonders Anionenaustauschharze sind vom Fouling betroffen und werden durch die Aufnahme solcher Verbindungen amphoter, da die Anionenaustauschharze dann Basen- und SĂ€uregruppen tragen. Bei einer Regeneration der Austauscher mit Natronlauge werden nun auch Natriumionen gebunden. Insgesamt wird durch das Fouling sowohl die Leistung der Austauscher durch Blockierung aktiver Basengruppen vermindert, der Waschwasserbedarf bei Auswaschen der Regenerierlauge vergrĂ¶ĂŸert, wie auch die ReinwasserqualitĂ€t durch höheren Natriumschlupf verschlechtert. Nach diversen Betriebszyklen werden die Ionenaustauschharze weitgehend inaktiv und mĂŒssen ausgetauscht werden. Durch die Entwicklung von makroporösen Ionenaustauschharze wurde die Entfernung der organischen Substanzen verbessert.

FĂŒr Ionenaustausch von OberflĂ€chenwĂ€ssern wie MoorwĂ€ssern und SchwarzwĂ€ssern mit hoher Konzentration an organischen Substanzen können so genannte Scavenger-Austauscher vorgeschaltet werden. Die Scavenger-Austauscher haben nur die Aufgabe, störende Huminstoffe abzufangen. Bei Anlagen mit Mehrkammeraustauschern kann auch eine Kammer als Scavengerstufe ausgebildet sein. Durch geeignete Rezepturen und Bedingungen bei der Herstellung können die Eigenschaften in weiten Grenzen gesteuert werden, so dass es möglich ist Austauscher herzustellen, die fĂŒr bestimmte Ionen selektiv sind (z. B. Lewatit Mk51 fĂŒr Borat).

Regeneration

Die Regeneration von Ionenaustauschern beruht auf der Tatsache, dass der Ionenaustausch eine Gleichgewichtsreaktion ist. TatsĂ€chlich findet auch im Betrieb gleichzeitig die gewĂŒnschte Hin- und die nicht gewĂŒnschte RĂŒckreaktion statt. Beim Einsatz des Ionentauschers ĂŒberwiegt jedoch die Hinreaktion. Die RĂŒckreaktion wird bei der Regeneration gefördert, indem ein Überschuss an „schwĂ€cheren“ Ionen zugegeben wird, denn viele schwĂ€chere Ionen verdrĂ€ngen die vom Austauscher bevorzugten, „stĂ€rkeren“ Ionen. (Siehe auch: Prinzip vom kleinsten Zwang)

Die Regeneration wird im Gleich- oder im Gegenstrom durchgefĂŒhrt, was sich auf die Fließrichtung der FlĂŒssigkeiten wĂ€hrend des Betriebes (auch Beladung genannt) und der Regeneration bezieht. Bei Gleichstrom wird der Ionenaustauscher sowohl im Betrieb als auch bei der Regeneration in der gleichen Richtung durchströmt. Bei Gegenstrom verlĂ€uft die Regeneration entgegengesetzt der Beladung. Zur Regeneration werden verschiedene Verfahren eingesetzt. Die wichtigsten Verfahren sind Gleichstrom-, Gegenstrom-, Verbund- und progressive Regeneration. Sie haben verschiedene Vor- und Nachteile im Hinblick auf Chemikalienaufwand und Regenerationswirkung. In AbhĂ€ngigkeit von den unterschiedlichen Ionenaustauschharze werden ĂŒblicherweise folgende Regenerierchemikalien verwendet:

  • FĂŒr Kationenaustauscher: verdĂŒnnte SchwefelsĂ€ure oder SalzsĂ€ure, sowie wĂ€ssrige Kochsalzlösung.
  • FĂŒr Anionenaustauscher: wĂ€ssrige Ammoniaklösung, verdĂŒnnte Natronlauge und Natriumcarbonat oder wĂ€ssrige Kochsalzlösung

Es sind auch Verfahren entwickelt worden, Austauscher mit Hilfe des elektrischen Stroms zu Regenerieren, dabei wird der Austauscher (besonders fĂŒr Mischbettaustauscher) zwischen zwei Austauschermembranen (KAT und AAT) gefĂŒllt und Spannung angelegt. Die Ionen wandern im Feld und werden durch den Anolyten(SĂ€ure) und den Katolyten(Lauge) gebunden und dadurch abgetrennt.Die Membranen verhindern eine Diffusion der Elektrolyten zurĂŒck zum Austaucher. Mischbettaustauscher mĂŒssen, wenn sie nicht elektrolytisch regeneriert werden, durch SpĂŒlen von unten in SĂ€ulen getrennt werden (der AAT setzt sich oben ab).

In den 1970er wurde untersucht, ob statt Chemikalien auch Unterschiede in der Temperatur fĂŒr einen Ionenaustausch und die Regeneration ausreichen. Es wurden Ionenaustauschharze entwickelt, die bei Zimmertemperatur Kat- und Anionen aus einer Salzlösung aufnehmen und bei ErwĂ€rmung gegen H+ und OH−−Ionen wieder abgeben. Die Gleichung fĂŒr diese Reaktionen lauten:

<math>\mathrm{R_a^+ OH^- + R_c^- H^+ + Na^+ +Cl^- \rightleftharpoons R_a^+Cl^- + R_c^-Na^+ + H_2O}</math>
Anionenharz in OH-Form + Kationenharz in H-Form reagieren mit Na- + Cl-Ionen zu Kationenharz in Natrium- und Anionenharz in Chlorid-Form + Wasser

Bei 20 Â°C verlĂ€uft die Reaktion von links nach rechts. Bei ErwĂ€rmung auf 80 Â°C werden die aufgenommenen Ionen wieder abgegeben, die Reaktion verlĂ€uft umgekehrt und die Harze in die regenerierte Form umgewandelt. Bei milden BrackwĂ€ssern kann eine ĂŒber 80 %ige Entsalzung erreicht werden. Als Sirotherm Process wurden in den USA erste Versuchsanlagen mit Erfolg getestet.[6] Durch die Verteuerung der Energiekosten konnte sich dieses Verfahren bisher aber wirtschaftlich in der Praxis nicht durchsetzen.

Durch Aufnahme von Verunreinigungen blockierte und dadurch weitgehend inaktive Ionenaustauschharze – beispielsweise Kationenaustauscher mit Eiweißverbindungen oder Anionenaustauscher mit HuminsĂ€uren – können mit warmer alkalischer Kochsalzlösung behandelt werden. Hierdurch sind hĂ€ufig diese Verunreinigungen zumindest teilweise wieder ablösbar. Nach einer derartigen Spezialbehandlung ist zusĂ€tzlich eine normale Regeneration erforderlich.

Verwendung von Ionentauschern

Ionentauscher werden sehr oft zur EnthÀrtung, Umsalzung, Teilentsalzung oder Vollentsalzung von Wasser oder wÀsserigen Lösungen verwendet.

Pulverisierte Ionenaustauscher werden fĂŒr die Entfernung von geringen Verunreinigungen wie Farbstoffe, Metallspuren, giftige org. Chlorverbindungen usw. aus wĂ€ssrigen Lösungen oder nichtwĂ€ssrigen FlĂŒssigkeiten z. B. durch eine Anschwemmfiltration[7] eingesetzt.

Ionenaustauscher mit feiner Körnung und in grĂ¶ĂŸeren Schichthöhen werden fĂŒr die chromatographische Trennung von organischen Verbindungen verwendet. Ein Beispiel ist die Separation von Glucose und Fructose aus den Gemischen, die bei der Fermentierung von MaisstĂ€rke zu Invertzucker anfallen.

Ionenaustauschharze werden in der Chemie auch als Katalysatoren fĂŒr diverse Synthesen eingesetzt. Diese Verwendung wird zum Teil auch in nichtwĂ€ssrigen Lösungen durchgefĂŒhrt.

Weitere wichtige Anwendungen fĂŒr Ionenaustauscher sind:

  • Herstellung von demineralisiertem Wasser: oft auch als Deionat oder fĂ€lschlicherweise als destilliertes Wasser (Wasser, das durch Destillation gereinigt wurde) bezeichnet. Mit Hilfe von Kationen- und Anionentauschern werden unerwĂŒnschte Salze aus dem Wasser entfernt. In der Wissenschaft und Technik bezeichnet man demineralisiertes Wasser daher auch als Deionat oder VE-Wasser (voll entsalzt).
  • Elektronikindustrie: FĂŒr die Herstellung von elektronischen Bausteinen – insbesondere bei der Chipherstellung – wird extrem sauberes Deionat, auch als Reinstwasser bezeichnet, benötigt. FĂŒr die Herstellung von Reinstwasser wird Deionat mit einer LeitfĂ€higkeit < 0,08 Â”S/cm zusĂ€tzlich noch ĂŒber Kerzenfilter, PorengrĂ¶ĂŸe ≀ 1 Mikron, gefiltert und mit UV-Licht zwecks Keimtötung behandelt.
  • Reinigung von Zuckersaftlösungen: FĂŒr die Reinigung von ZuckersĂ€ften bei der Herstellung von Zucker (Saccharose), Glucose- bzw. Fructosekonzentraten werden ebenfalls Kationen- und Anionentauscher verwendet. Hiermit werden Salze, Eiweißstoffe und Farbstoffe aus den Rohlösungen entfernt und die Reinheit der Endprodukte verbessert. Weiterhin wird die Funktion der verwendeten Fermente bei der Gewinnung von Glucose bzw. Fructose aus MaisstĂ€rke verbessert. Durch Umsalzung der bei der RĂŒbenzucker anfallenden Restmelasse kann die Zuckerausbeute verbessert werden. Wird bereits der rohe ZuckerrĂŒbensaft entsalzt, so kann dieser durch Eindampfen im Vakuum direkt auf Weißzucker verarbeitet werden, ohne Melasseanfall. Aus dem Regenerationsabwasser können nebenher noch andere in der RĂŒbe enthaltene Stoffe gewonnen werden.
  • Brauwasser: Das bei der Herstellung von Bier verwendete Brauwasser darf keinen hohen Gehalt an CarbonathĂ€rte aufweisen. Weiterhin sollen die Magnesium- und Calciumsalzen in einem bestimmten VerhĂ€ltnis vorliegen. NatĂŒrliche WĂ€sser entsprechen hĂ€ufig nicht diesen Vorgaben. BrauwĂ€sser werden deshalb ĂŒber schwach saure Kationenaustauscher teilentkarbonisiert. Die Regeneration der Austauscher wird mit Salz- oder SchwefelsĂ€ure durchgefĂŒhrt.
  • Urangewinnung: Neben der RĂŒckgewinnung von insbesondere +2-wertigen Metallionen aus AbwĂ€ssern, wird bei der Urangewinnung aus Erz gezielt das Ionenaustauschverfahren zur Uranherstellung verwendet. Das Erz wird mittels alkalischem Carbonat aufgeschlossen. Aus der entstehenden Lösung kann mit schwach sauren Kationaustauschern oder mit stark basischen Anionenaustauscher das Uran aufkonzentriert werden. Aus den Regeneraten wird dann das Uran als Oxid, auch yellow cake genannt, ausgefĂ€llt.
  • In GeschirrspĂŒlmaschinen: hier werden Ionenaustauscher verwendet, um die Maschine vor Ca2+- und Mg2+-Ionen zu schĂŒtzen, die zu Kesselstein (umgangssprachlich: Verkalkung) fĂŒhren können. Diese Ionen werden durch Na+-Ionen ersetzt und nicht, wie bei anderen Austauschern durch „saure“ H+-Ionen, die das Metall der SpĂŒlmaschine und GlĂ€ser angreifen wĂŒrden. Da ein eingebauter Ionentauscher nach einiger Zeit mit Ca2+- und Mg2+-Ionen beladen ist und nicht mehr funktionieren wĂŒrde, muss dieser wieder regeneriert werden. Dazu gibt es spezielles Regeneriersalz, das immer wieder zugegeben werden muss.
Haushalts- Wasserfilter
  • In Wasserfiltern: diese „Filter“ enthalten meist nicht nur einen Ionentauscher um das Wasser zu entkalken und um damit Kalkablagerungen in Wasserkochern zu verhindern, sondern meist auch Aktivkohle-Filter um geruchs- und geschmacksstörende Stoffe zu entfernen.
  • In Waschmitteln: auch hier soll der Ionentauscher den Calciumcarbonatgehalt des Wasser herabsetzten um die Bildung von Kalkseifen zu verhindern. Dadurch wird weniger Waschmittel benötigt. Ein wichtiger Ionentauscher in Waschmitteln ist beispielsweise der Stoff Zeolith A.
  • Reinigung von Abwasser: Ein Beispiel ist die Reinigung der AbwĂ€sser, die beim Galvanisieren zurĂŒckbleiben, also bei der Herstellung von MetallĂŒberzĂŒgen. Diese AbwĂ€sser enthalten giftige Schwermetall-Ionen, die nicht in KlĂ€ranlagen abgegeben werden können. Dadurch werden auch die wertvollen Ausgangsstoffe wieder gewonnen.
  • Reinigung und RĂŒckgewinnung von Phenolen aus Abwasser:Phenolhaltige ChemieabwĂ€sser mĂŒssen bei höheren Gehalten an Phenolen, Bisphenolen und p-Nitrophenol vorgereinigt werden. Ohne eine Abtrennung dieser Inhaltsstoffe wĂŒrde in einer KlĂ€ranlage die biologische Reinigungstufe stark behindert oder weitgehend blockiert. Mit speziellen makroporösen Anionenaustauschern können derartig verunreinigte AbwĂ€sser vorgereinigt werden. Bei höheren Gehalten im Abwasser kann aus den RegenerationsabwĂ€ssern das Chemikal auch wieder zurĂŒckgewonnen werden.[8]
  • In der Arzneimittelindustrie werden Ionenaustauschharze zur Aufkonzentrierung, Reinigung wie die Entfernung von Salzen und organischen Verunreinigungen und der EntfĂ€rbung verwendet. Der verwendete Typ des Ionenaustauschers ist dabei abhĂ€ngig von den gewĂŒnschten und erforderlichen Reaktionen. Schwach basische Austauscher werden ĂŒberwiegend fĂŒr Reinigung von AminosĂ€uren und Abtrennung von Antibiotika mit CarbonsĂ€uregruppen eingesetzt. Antibiotika mit basischen Gruppen werden dagegen mit schwach sauren Austauscher behandelt. Letzterer Austauschertyp wird beispielsweise auch fĂŒr die Herstellung von Vitamin B–12 verwendet. Stark basische Austauscher werden besonders fĂŒr die EntfĂ€rbung eingesetzt. Stark saure Austauscher ermöglichen die Abtrennung und Isolierung von Alkaloiden.
  • In der Medizin: zum Beispiel zur Abgabe von Wirkstoffen, indem im Körper vorhandene Protonen (H+-Ionen) oder Metall-Ionen in den Ionentauscher aufgenommen werden und der im Ionentauscher enthaltene Wirkstoff abgegeben wird. Eine weitere Anwendung ist die Behandlung einer HyperkaliĂ€mie, indem K+-Ionen aus dem Körper entfernt werden und durch Na+-Ionen ersetzt werden. Bei der Therapie der HypercholesterinĂ€mie verwendet man Anionenaustauscher (als sogenannte Ionenaustauscherharze), um negativ geladene GallensĂ€uren im Darm zu binden und im Austausch beispielsweise CitronensĂ€ure abzugeben. Dadurch wird der enterohepatische Kreislauf der GallensĂ€uren gehemmt, die Leber muss vermehrt GallensĂ€uren aus Cholesterin herstellen und der LDL-Cholesterinspiegel im Blut sinkt um 25–30 %. [9] Als positive Nebeneffekte sind ein Anstieg des sich gĂŒnstig auswirkenden HDL-Cholesterins um 3–8 % und die Zunahme der Dichte der LDL-Rezeptoren zu werten, die zu einer vermehrten Extraktion des LDL aus dem Blut fĂŒhrt. Nachteilig können Obstipation (Verstopfung), Übelkeit und eine verminderte Resorption fettlöslicher Vitamine A, D, E, K auftreten.
  • Trennung der Seltenerdmetalle: Mit großem Erfolg wurde die Ionenaustauschmethode bei der zuvor Ă€ußerst umstĂ€ndlichen und schwierigen Trennung der verschiedenen Seltenerdmetalle angewandt. In der Kernforschung erwiesen sich ihre Vorteile beim Abtrennen des Plutoniums vom Uran und dessen Kernspaltprodukten. Durch Ionenaustausch konnte man erstmals das Seltenerdmetall Promethium sowie einige Transurane nachweisen und isolieren.
  • In der Aquaristik: Bei empfindlichen Fischen oder Weichtieren, wie Garnelen, zur Entfernung unerwĂŒnschter Ionen (z. B. Kupfer-Ionen). Auch zum Entfernen von Nitrit NO2− und Nitrat NO3− (Nitratfilter) im SĂŒsswasseraquarium, falls bakteriell-biologische Filter nicht realisierbar sind.

Ionenaustauschermembran

Als Ionenaustauschermembran (auch Ionentauschmembran) bezeichnet man dĂŒnne Folien (Dicke: 20–100 Mikrometer), die nur von Ionen mit einem bestimmten Ladungsvorzeichen passiert werden können. „Anionentauschermembranen“ sind durchlĂ€ssig fĂŒr elektrisch negativ geladene Teilchen (Anionen), wĂ€hrend „Kationentauschermembranen“ nur elektrisch positive geladene Teilchen (Kationen) hindurchlassen.

Ionentauschermembranen dienen als ladungsselektive Filter, mit deren Hilfe Kationen oder Anionen gezielt aus Lösungen entfernt werden können. Derartige Membranen werden in der Elektrodialyse zur Anreicherung von Salzlösungen bzw. zum Abtrennen von Salzen verwendet und zur Herstellung von SÀuren und Laugen aus Salzlösungen eingesetzt.

Technische Ionentauschermembranen (z. B. Amberplex) bestehen aus Wasser – gequollenen Polymernetzwerken, an denen ĂŒber kovalente Bindungen elektrisch geladene chemische Gruppen (z. B. COO−, SO3−, PO4−, NR4+) fixiert sind. Die Gesamtladung der Membran wird durch mobile Gegenionen ausgeglichen, die in der wĂ€ssrigen Phase gelöst sind. Diese mobilen Gegenionen können durch andere mobile Ionen mit gleichem Ladungsvorzeichen ausgetauscht werden, sobald die Membran in Kontakt mit einer Salzlösung gebracht wird. Folglich können alle Ionen mit dem gleichen Ladungsvorzeichen wie die mobilen Gegenionen diese Membran passieren, wĂ€hrend entgegengesetzt geladene Ionen – mit dem gleichen Ladungsvorzeichen wie die fixierten Ionen des Membrannetzwerkes – abgewiesen werden. Dieser Mechanismus wird als „Donnan-Ausschluss“ (nach Frederick George Donnan) bezeichnet und bewirkt, dass man Ionenaustauschmembranen als ladungsselektive Filter verwenden kann.

Die SelektivitĂ€t, S+/-, einer Ionenaustauschmembran ist definiert als das VerhĂ€ltnis der Konzentrationen von Kationen zu Anionen in der Membran. Diese GrĂ¶ĂŸe nimmt mit steigender Salzkonzentration ab, d. h. in konzentrierten Salzlösungen (Salzkonzentration > 10–15 mol/L) werden die Membranen wirkungslos. Die Berechnung der Kationen-/AnionenselektivitĂ€t ist Ă€ußerst schwierig, weil S+/- gleichzeitig von der IonenaktivitĂ€t und dem osmotischen Druck innerhalb der Membran abhĂ€ngt.

Quellen

  1. ↑ http://www.buetzer.info/fileadmin/pb/HTML-Files/WebHelp/Ladungen_in_Oberfl_chenschichten.htm
  2. ↑ Rohm und Haas Co.; In: amber-hi-lites; No. 162, Fall 1979, S. 2.
  3. ↑ Bayer AG; In: Ionenaustauscher; 1999, K+W Kunst- und Werbedruck, Bad Oeynhausen, S. 10.
  4. ↑ Bundesgesetzblatt 28 Nr.1 1985; FĂŒr: Gesundheitliche Beurteilung von Kunststoffen im Rahmen des Lebensmittel- und BedarfsgegenstĂ€ndegesetzes.
  5. ↑ die Daten basieren ĂŒberwiegend auf: Produkt-DatenblĂ€tter der Firmen fĂŒr die Typen Lewatit S 100 und Amberlite IR 120.
  6. ↑ Calvin Calmon, Harris Gold: New directions in ion exchange; In: Environmental Science & Technologie; 1976 October, Volume 10, Number 10, pages 980-984.
  7. ↑ ErklĂ€rung von Anschwemmfiltern
  8. ↑ Evan H. Crook, Roger P. McDonnel and James t. Mc.Nulty: Removal and Recovery of Phenols from Industriel Waste Effluents; In: Ind. Eng. Chem., Prod. Res. Dev., 1975, Vol. 14, No. 2 page 113-118.
  9. ↑ Prof. Dr. W. Strobl: Genetische Faktoren der Krankheitsentstehung: FamiliĂ€re Hypercholesterinamie

Literatur

  • Gerd KrĂŒger: Ionenaustauscher – ein Überblick. Chemiker-Zeitung 79(21), S. 733–737 (1955), Chemiker-Zeitung 79(22), S. 768–772 (1955), Chemiker-Zeitung 79(23), S. 804–806 (1955), ISSN 0009-2894
  • Friedrich Martinola: Ionenaustauscher und Adsorber – vielseitige Hilfsmittel der chemischen Industrie. Chemie Ingenieur Technik 51(7), S. 728–736 (1979), ISSN 1522-2640
  • Holleman-Wiberg, 1956: Lehrbuch der anorg. Chemie S. 330
  • Babcock-Handbuch, 1962: Wasser
  • Rohm and Haas Comp., „amber-hi-lites“, No. 127 March 1972, No. 132 Jan. 1973, No. 142 Sept. 1974, No. 160 Winter 1978–79, No. 174 Spring 1984,
  • Produktprospekte der Herstellfirmen von Ionenaustauschharze, z. B. Lanxess fĂŒr Lewatit, Rohm and Haas fĂŒr Amberlite usw.

Weblinks

Siehe auch

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