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Iran

Dieser Artikel beschĂ€ftigt sich mit dem modernen Iran; zur Geschichte siehe u. a. Geschichte des Iran und Perserreich (550 v. Chr. – 651).
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DschomhĆ«rÄ«-ye EslāmÄ«-ye ÄȘrān
Islamische Republik Iran
Flagge des Iran
Wappen des Iran
Flagge Emblem
Wahlspruch: ۧ۳ŰȘÙ‚Ù„Ű§Ù„ ŰąŰČŰ§ŰŻÛŒ ŰŹÙ…Ù‡ÙˆŰ±ÛŒ Ű§ŰłÙ„Ű§Ù…ÛŒ

Esteqlāl, ĀzādÄ«, DschomhĆ«rÄ«-ye EslāmÄ«
(pers. fĂŒr „UnabhĂ€ngigkeit, Freiheit, Islamische Republik“)

Amtssprache Persisch
Hauptstadt Teheran (Tehran)
Staatsform Islamische Republik
Regierungssystem SemiprÀsidentielles System
Staatsoberhaupt Oberster Rechtsgelehrter Ajatollah Seyyed Alī Chāmene'ī
Regierungschef StaatsprÀsident Hassan Rohani
FlĂ€che 1.648.195 kmÂČ
Einwohnerzahl 75.149.669 (2011)[1]
Bevölkerungsdichte 44,9 Einwohner pro kmÂČ
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2011[2]
  • $ 496,243 Milliarden (25.)
  • $ 1.006,540 Milliarden (17.)
  • $ 6.445 (80.)
  • $ 13.072 (70.)
Human Development Index â–Č 0,742 (76.)[3]
WĂ€hrung Iranischer Rial (IRR)
Nationalhymne Ey Iran (de facto)
Soroud-e Melli-ye Dschomhuri-ye Eslami-e Iran (de jure)
Datei:Iran National Anthem.ogg
Zeitzone UTC+3:30
UTC+4:30 (MĂ€rz bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen IR
ISO 3166 IR, IRN, 364
Internet-TLD .ir
Telefonvorwahl +98
ÄgyptenTunesienLibyenAlgerienMarokkoMauretanienSenegalGambiaGuinea-BissauGuineaSierra LeoneLiberiaElfenbeinküsteGhanaTogoBeninNigeriaÄquatorialguineaKamerunGabunRepublik KongoAngolaDemokratische Republik KongoNamibiaSüdafrikaLesothoSwasilandMosambikTansaniaKeniaSomaliaDschibutiEritreaSudanRuandaUgandaBurundiSambiaMalawiSimbabweBotswanaÄthiopienSüdsudanZentralafrikanische RepublikTschadNigerMaliBurkina FasoJemenOmanVereinigte Arabische EmirateSaudi-ArabienIrakIranKuwaitKatarBahrainIsraelSyrienLibanonJordanienZypernTürkeiAfghanistanTurkmenistanPakistanGriechenlandItalienMaltaFrankreichPortugalSpanienKanarenKap VerdeMauritiusRéunionMayotteKomorenSeychellenMadagaskarSão Tomé und PríncipeSri LankaIndienIndonesienBangladeschVolksrepublik ChinaNepalBhutanMyanmarKanadaDänemark (Grönland)IslandMongoleiNorwegenSchwedenFinnlandIrlandVereinigtes KönigreichNiederlandeBelgienDänemarkSchweizÖsterreichDeutschlandSlowenienKroatienTschechische RepublikSlowakeiUngarnPolenRusslandLitauenLettlandEstlandWeißrusslandMoldawienUkraineMazedonienAlbanienMontenegroBosnien und HerzegowinaSerbienBulgarienRumänienGeorgienAserbaidschanArmenienKasachstanUsbekistanTadschikistanKirgistanRusslandVereinigte StaatenMaledivenJapanNordkoreaSüdkoreaRepublik ChinaSingapurAustralienMalaysiaBruneiPhilippinenThailandVietnamLaosKambodschaIndienIran on the globe (Afro-Eurasia centered).svg
Über dieses Bild
Iran in its region.svg

Der Iran (Persien, persisch ‏Ű§ÙŠŰ±Ű§Ù†ÄȘrān Zum Anhören bitte klicken! [iːˈrɑn] ) ist ein Staat in Vorderasien (Westasien). Mit rund 78 Millionen Einwohnern und einer FlĂ€che von 1.648.195 Quadratkilometern zĂ€hlt er zu den 20 bevölkerungsreichsten und grĂ¶ĂŸten Staaten der Welt. Das Land war bis 1979 eine Monarchie, seit der Revolution im selben Jahr ist es eine Islamische Republik.

Inhaltsverzeichnis

Landesname

Seit frĂŒhester Zeit wurde das Land von seiner Bevölkerung als Irān (eine AbkĂŒrzung des mittelpersischen Ērān ĆĄahr) bezeichnet. Die altpersische Form dieses Namens, Aryānām XĆĄaΞra, bedeutet „Land der Arier“.

Die im Abendland bis ins 20. Jahrhundert gebrĂ€uchliche Bezeichnung Persien geht auf Pars (bzw. Parsa/Perser),[4] das Kernland der AchĂ€meniden zurĂŒck, die im 6. Jahrhundert v. Chr. ein erstes persisches Großreich schufen. Von den Griechen Persis genannt, bezeichnete es im Wesentlichen die heutige Provinz Fars um Schiras. Von ihr leitet sich auch der Name ÙŰ§Ű±ŰłÛŒ (Fārsi) („Persisch“) fĂŒr die persische Sprache ab. Nachdem die Araber das Persische Reich im 7. Jahrhundert eroberten und das "P" von "Parsi" nicht aussprechen konnten, Ă€nderten sie es zu "F" um "Farsi", wodurch der heutige Name der Landessprache geprĂ€gt ist.

Im Deutschen ist sowohl die Form mit als auch die Form ohne Artikel gebrÀuchlich. Der geographische Begriff Iran bezieht sich auf das gesamte iranische Hochland.

Geographie

Dascht-e Kawir WĂŒste (Satellitenfoto)
Der Iran bei Nacht
Landschaft in Mazandaran
Schneebedeckter Damavand
Dascht-e Lut WĂŒste in Kerman
→ Hauptartikel: Geographie des Iran

Der Iran grenzt an sieben Staaten: im Westen und Nordwesten an den Irak (Grenzlinie 1609 Kilometer), die TĂŒrkei (511 Kilometer), Aserbaidschan (800 Kilometer) und Armenien (48 Kilometer), im Nordosten und Osten an Turkmenistan (1205 Kilometer) sowie im Osten und SĂŒdosten an Afghanistan (945 Kilometer) und Pakistan (978 Kilometer). Im Norden grenzt der Iran auf einer LĂ€nge von 756 Kilometer an das Kaspische Meer, den grĂ¶ĂŸten See der Erde. Im SĂŒden und SĂŒdwesten hat das Land eine 2045 Kilometer lange KĂŒste zum Golf von Oman und zum Persischen Golf, die voneinander durch die Straße von Hormuz getrennt sind. An dieser fĂŒr die Erdölrouten wichtigen Meerenge bei Bandar Abbas, der Insel Qeschm, und der namensgebenden Insel Hormus, die im nördlichen Teil der Meerenge liegt, betrĂ€gt die Entfernung zur Arabischen Halbinsel (Oman und die Vereinigte Arabische Emirate) kaum 50 Kilometer.

Der nördlichste Punkt des Iran liegt auf 39° 47â€Č nördlicher Breite und befindet sich in etwa auf dem gleichen Breitengrad wie Palma de Mallorca (Spanien). Der sĂŒdlichste Punkt liegt auf 25° nördlicher Breite und befindet sich in etwa auf dem gleichen Breitengrad wie Doha (Katar). Der westlichste Punkt liegt auf 44° 02â€Č östlicher LĂ€nge und damit in etwa auf selber LĂ€nge wie Bagdad (Irak). Der östlichste Punkt liegt auf 63° 20â€Č östlicher LĂ€nge und damit ungefĂ€hr auf selber LĂ€nge wie Herat (Afghanistan).

Der Iran ist ein Gebirgsland. Das Klima ist dadurch meist weniger heiß, als von der geografischen Breite her zu erwarten ist. Geologisch wird das Land durch mehrere fast parallele, nach SĂŒdosten streichende Gebirgsketten gegliedert, die im Zagros- und Kuhrud-Gebirge mehrmals ĂŒber 4.000 m erreichen. Östlich dieser von fruchtbaren TĂ€lern und Hochebenen durchzogenen Gebirge liegen die großen WĂŒsten Dascht-e-Kawir und Dascht-e-Lut, nahe der Landesmitte auch ausgedehnte Salzpfannen. Aufgrund der geologischen Gegebenheiten treten im Iran hĂ€ufig Erdbeben auf. Die Situation ist vergleichbar mit der BebenhĂ€ufigkeit in der TĂŒrkei und an der US-WestkĂŒste, wo die sich langsam verschiebenden Erdplatten ebenfalls merklichen Druck in der oberen Erdkruste bewirken.

Der höchste Berg im Iran ist der 5671 m hohe Damavand (pers. Damāvand, dt. auch Demawend) im Elburs-Gebirge auf 35,9° nördlicher Breite. Er ist ein erloschener, gletscherbedeckter Vulkan nordöstlich der Hauptstadt Teheran, von deren nördlichen Vororten aus er bereits erkennbar ist. Zum nur 60 Kilometer entfernten Kaspischen Meer hat er fast 6000 m Höhenunterschied, ein Anstieg, der nicht einmal in den chilenischen Anden zu finden ist.

Klima

Das Klima im Iran ist sehr vielfĂ€ltig. Es ĂŒberwiegen aride KlimaverhĂ€ltnisse, doch treten regional – insbesondere im Norden (Kaspisches Meer) und an einigen GebirgswĂ€nden – jĂ€hrliche NiederschlĂ€ge bis ĂŒber 2.000 mm auf. Am trockensten sind die Salzseen im Landesinnern, wĂ€hrend es in den KĂŒstengebieten an den sĂŒdlichen KĂŒsten nachts auch zur Bildung von Nebel kommen kann.

Klimatische Grunddaten fĂŒr ausgewĂ€hlte ProvinzhauptstĂ€dte im iranischen Kalenderjahr 1383 (MĂ€rz 2004 – MĂ€rz 2005)
Stadt Durchschnittstemperatur / JahresniederschlÀge
Ardabil 9,4 Â°C / 344 mm
Bandar Abbas 26,9 Â°C / 203 mm
Isfahan 16,5 Â°C / 146 mm
Kerman 16,6 Â°C / 155 mm
Meschhed 15,5 Â°C / 290 mm
Rascht 17,8 Â°C / 2.276 mm
Sari 17,7 Â°C / 1.066 mm
Teheran 18,0 Â°C / 316 mm
Yazd 19,8 Â°C / 63 mm

Vegetation

53 % der LandesflĂ€che des Iran sind WĂŒstengebiet (Dascht-e Kawir im Norden, Dascht-e Lut im SĂŒden), 27 % Weideland, 9 % Ackerland (75.620 Quadratkilometer sind bewĂ€ssert), 11 % Wald.

Die WĂ€lder sind zumeist ĂŒbernutzt, zwischen Elburs-Gebirge und Kaspischem Meer finden sich aber großflĂ€chige UrwĂ€lder der Buche (fagus orientalis), die sich in dieser Ausdehnung nur im Ă€ußersten Osten des Buchenareals erhalten haben.[5] Diese sommergrĂŒnen, an Baumarten besonders reichen LaubmischwĂ€lder, die durch eine Vielzahl von nur hier vorkommenden, sogenannten endemischen Baumspezies (z. B. Parrotia caspica) gekennzeichnet sind, werden biogeographisch als „Hyrcanische WĂ€lder“ (~ Kaspische WĂ€lder) bezeichnet. Besondere Bedeutung erlangen die Hyrcanischen WĂ€lder als vielfach unterschĂ€tzter „Hot Spot“ im Rahmen des CBD-Prozesses (Convention of Biological Diversity). Im Rahmen des sog. Parrotia-Projektes (2001) des Iran, des deutschen Bundesamtes fĂŒr Naturschutz und der Michael-Succow-Stiftung sollen die Hyrcanischen WĂ€lder als Weltnaturerbe der Unesco anerkannt und nach einem Konzept zum Schutz und zur Nutzung der Kaspischen WĂ€lder nachhaltig geschĂŒtzt werden[6]

Tierwelt

Die Tierwelt im Iran ist sehr vielfĂ€ltig und spiegelt die verschiedenen Vegetationszonen des Landes wider. Zur Großtierfauna zĂ€hlen Steppen- und HalbwĂŒstenbewohner wie Gazellen und Halbesel ebenso wie Wildschafe und Wildziegen, aber auch Stachelschweine als typische Gebirgstiere. In den WĂ€ldern des Landes kommen Rothirsche vor. Einige BraunbĂ€ren, HyĂ€nen, Geparden und Leoparden halten sich noch in entlegenen Gegenden, Tiger und Löwen wurden im Iran dagegen ausgerottet. Der Iran verfĂŒgt ĂŒber mehrere Schutzgebiete, wie das Arasbaran-Schutzgebiet, das Touran-Schutzgebiet, den Golestan-Nationalpark und den Kawir-Nationalpark. Auf einer Insel im Urmiasee wurde eine Population des Mesopotamischen Damhirschs angesiedelt, der in freier Wildbahn ausgestorben war.

Die einzige im Iran endemische Vogelart ist der PleskehÀher.[7]

Umweltproblematik

Die beschleunigte Industrialisierung im Iran hat zu einer umfassenden Luftverschmutzung in Teheran und anderen großen StĂ€dten gefĂŒhrt. Eine weitere Folge ist der enorme Anstieg des Energieverbrauches.[8] Der Iran zĂ€hlt zu den energieintensivsten LĂ€ndern der Welt. Dies ist einerseits auf das Fehlen von fortschrittlichen Infrastrukturen, staatlichen Subventionen an EnergietrĂ€gern und andererseits auf ein ineffizientes Konsummuster durch das Volk zurĂŒckzufĂŒhren.[8]

Wie das iranische Gesundheitsministerium kĂŒrzlich bekannt gab, ist die Luftverschmutzung mittlerweile so gravierend hoch, dass sich der Anteil der Menschen, die sich mit schweren Atembeschwerden in die Notaufnahmen der KrankenhĂ€user begeben, um 19 % erhöht hat.[9] So sind bereits in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 mindestens 3.600 Menschen allein in Teheran an den Folgen der Luftverschmutzung verstorben.[10]

Die Gesundheitsministerin Marzieh Wahidi Dastdscherdi berichtete zudem, dass die iranische Regierung außer der Schließung von Organisationen und Schulen keine anderen Lösungen parat hĂ€lt, um die Umweltprobleme der großen StĂ€dte im heutigen Iran anzugehen.[11] Im Gegensatz zu dem Gesundheitsminister scheint die iranische Regierung weniger Bedenken zu haben. Diese fördert unaufhörlich, auch aufgrund ihrer eigenen Anteile in der Automobilindustrie, die Pkw-Verkaufszahlen, wobei allein in Teheran mittlerweile ĂŒber 3,5 Millionen Fahrzeuge das Straßenbild prĂ€gen.[10]

Das iranische Atomprogramm verursacht ebenfalls ernsthafte Probleme in den die Atomanlagen umgebenden Gebieten, einschließlich Wasserquellen, Flora und Fauna.[12] DarĂŒber hinaus ist die regionale Lage mehrerer Atomanlagen sehr beunruhigend. Das Kernkraftwerk Buschehr, das im November 2010 gestartet wurde, befindet sich zum Beispiel in einem seismisch besonders bedrohten Areal.[13] Dieses wurde genau auf der Kreuzung dreier Platten (arabischen, afrikanischen und eurasischen) erbaut. Experten argumentieren, dass ein Erdbeben am und im GebĂ€ude solche SchĂ€den hinterlassen könnte, die dem Ausmaß der Katastrophe von Tschernobyl entsprechen wĂŒrden.[13] Der kuwaitische Geologe Dschasem al-Awadi hat davor gewarnt, dass die strahlenden Lecks eine ernsthafte Bedrohung fĂŒr die Golfregion, insbesondere Kuwait, das nur 276 km von der Anlage Buschehr entfernt ist, darstellen wĂŒrden.[13]

Der Iran sandte zwar eine Delegation unter der Leitung des PrĂ€sidenten Ahmadinedschad zur Konferenz der Vereinten Nationen ĂŒber nachhaltige Entwicklung 2012 nach Rio de Janeiro.[14][15] Die iranische Teilnahme an dem Gipfel sah sich jedoch der Kritik ausgesetzt, dass sich der Iran nicht mit seinen Umweltproblemen befassen will.[16]

Bevölkerung

Bevölkerungsdichte

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Iraner betrĂ€gt 71,14 Jahre, wobei sie bei den Frauen mit 72,72 höher als bei den MĂ€nnern (69,65) liegt. Das Durchschnittsalter betrĂ€gt bei Frauen 27,2 Jahre, bei MĂ€nnern 26,8 Jahre. Das Gesamtdurchschnittsalter betrĂ€gt damit 27 Jahre. 70 % der Bevölkerung sind unter 25 Jahre alt. Der derzeitige Bevölkerungszuwachs betrĂ€gt etwa 0,88 % pro Jahr. Die durchschnittliche Anzahl an Kindern je Frau fiel von 2,2 im Jahr 2000 auf ca. 1,7 im Jahr 2007,[17] - trotz allgemein fallender Geburtenraten auch in dieser Region ein fĂŒr islamisch geprĂ€gte Staaten ausgesprochen niedriger Wert. Nach einer Berechnung der Pennsylvania State University könnte der Wert sogar bei 0,66 Kindern pro Frau liegen, was der bei weitem niedrigste Wert der Welt wĂ€re.[18]

Ethnien

Zur ethnischen Zusammensetzung des Iran gibt es widersprĂŒchliche Angaben. Ethnische Minderheiten wie die Gilaker machen fast die HĂ€lfte der Gesamtbevölkerung des Iran aus.[19]

Insgesamt zĂ€hlen sich 61 bis 65 % der Bevölkerung zu den Persern. Minderheiten sind etwa 16 % Aserbaidschaner, 7-10 % Kurden, 6 % Luren, 2 % Araber, 2 % Belutschen, 1 bis 2 % Turkmenen, 1 % in StammesverbĂ€nden lebende Turkvölker wie die Kaschgai und weniger als 1 % sonstige Ethnien. Zu letzteren gehören unter anderem christliche Armenier, AramĂ€er/Assyrer, Georgier sowie Juden.[20][21]

Daneben leben im Iran zahlreiche FlĂŒchtlinge: Knapp zwei Millionen aus Afghanistan und etwa 203.000 aus dem Irak. Umgekehrt befinden sich 20.000 Iraner als FlĂŒchtlinge im benachbarten Irak.

Sprachen

Amtssprache des Iran ist Persisch, lokal ÙŰ§Ű±ŰłÛŒ (FārsÄ«) genannt. Sie ist eine indogermanische Sprache und zugleich die wichtigste unter allen iranischen Sprachen, die gemeinsam mit den indoarischen Sprachen den ostindogermanischen Sprachast „Indoiranische Sprachen“ bilden. Persisch ist zwar die einzige Amtssprache im Iran und wird von mehr als der HĂ€lfte der Bevölkerung als Muttersprache gesprochen, sie ist jedoch nicht die alleinige Landessprache. Das World Factbook beziffert die Zahl der Sprecher des Persischen als Muttersprache mit 53 %, weitere 7 % sind Sprecher verwandter iranischer Sprachen (dazu gehören z. B. Mazandaranisch, Gilaki, Talisch). Nach derselben Quelle sprechen 18 % der Bevölkerung Turksprachen – darunter ist die mit Abstand am weitesten verbreitete das Aserbaidschanische, daneben auch Turkmenisch und Kaschgaisch –, weiterhin 10 % eine der kurdischen Sprachen, 6 % Lurisch sowie jeweils 2 % Belutschisch und Arabisch. Sonstige Sprachen werden von 2 % gesprochen. Die 1 % „TĂŒrkisch“-Sprecher, die im World Factbook angegeben sind, wurden im Artikel den ĂŒbrigen Turksprachen zugerechnet. Das TĂŒrkeitĂŒrkische hat im Iran keine nennenswerten Sprecherzahlen.[22]

Insgesamt werden im Iran 77 verschiedene Sprachen und Idiome gesprochen. Daneben existieren weitere, teilweise deutlich abweichende Zahlenangaben.[23] Insgesamt spricht jedoch fast die gesamte Bevölkerung des Iran Persisch entweder als Muttersprache oder als Zweitsprache, da schon in den KindergÀrten, bis zu den Schulen, UniversitÀten, Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen nur das Persische gelehrt bzw. gesprochen wird.

Religion

Offiziell bekennen sich 98 % der Bevölkerung zum Islam (89 % Schiiten und 9 % Sunniten).[24] Der zwölfer-schiitische Islam ist Staatsreligion. Die grĂ¶ĂŸte religiöse Minderheit stellen die im Iran entrechteten Bahai mit 150.000 bis 500.000 AnhĂ€ngern, wobei meist 300.000 angegeben wird.[25] Seit 1979 ist vermutlich ĂŒber die HĂ€lfte aufgrund der massiven Repressionen ins Ausland geflohen. Es ist jedoch zu beachten, dass im Iran de facto keine Religionsfreiheit herrscht und laut Gesetz der Abfall vom Islam mit der Todesstrafe geahndet werden kann.

Nach offiziellen Angaben gibt es noch etwa 280.000 Orientchristen. Zu 90 % sind die Christen im Iran AnhĂ€nger der armenisch-apostolischen Kirche, 20.000 bis maximal 40.000 assyrische Christen, etwa 3.000 Mitglieder der ChaldĂ€isch-Katholischen Kirche und wenige Protestanten. Nach SchĂ€tzungen gibt es etwa 25.000 Juden, 30.000 AnhĂ€nger des Zoroastrismus und einige tausend MandĂ€er.

AnhĂ€nger von Religionen wie dem Christentum, Bahai und dem Judentum gelten als BĂŒrger zweiter Klasse und erfahren gesellschaftliche Benachteiligungen, vor allem in der Ausbildung und im Beruf.[26] Atheisten werden im Iran verfolgt und mit der Todesstrafe bedroht, wenn sie ihre Überzeugung öffentlich machen.[27]

Sozialsystem

Eines der bereits 1970 in der Schrift Der islamische Staat von StaatsgrĂŒnder Ayatollah Ruhollah Chomeini niedergeschriebenen Ziele des islamischen Staates ist die Verbesserung der LebensumstĂ€nde der armen Bevölkerung und die Beseitigung sozialer Ungleichheit. Chomeini schrieb:

„Niemand kĂŒmmert sich um die Armen und BarfĂŒĂŸigen [
] Der Islam löst das Problem der Armut. Dieses Problem steht in seinem Programm an oberster Stelle [
]. Nach den GrundsĂ€tzen des Islam muß zuerst das Leben der Armen, der Hilflosen verbessert werden.“[28]

93 % der iranischen Bevölkerung erhalten Direktzahlungen von 40 US$ monatlich, seit im Zuge der Subventionsreformen die direkte Subventionierung von Grundnahrungsmitteln und Treibstoff abgebaut wurde. Abgesehen von den UnterstĂŒtzungsprogrammen der religiösen Stiftungen[29], unterhĂ€lt der Staat 28 Organisationen fĂŒr Sozialhilfe, Sozialversicherung und Hilfsprogramme. Grundlage ist das Gesetz zur sozialen Sicherheit.[30] Die dem Ministerium unterstellte Organisation fĂŒr soziale Sicherheit bietet Sozialversicherungen in Form von Arbeitslosengeld, Renten, Mutterschaftsgeld, Krankengeld und Gesundheitsservice (2.Gesundheitsanbieter im Land, fĂŒr Rentner, Arbeitslose, Sozialversicherte).[31] Die Weltbank attestierte der IRI 2011 einen im Vergleich mit den regionalen Standards relativ hohe soziale Indikatoren, bedingt durch die Anstrengungen der Regierung, den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung zu erhöhen. Der Fokus des derzeitigen FĂŒnfjahresplanes liegt weiterhin auf der Sozialpolitik.[32] Trotz dieser BemĂŒhungen gibt es weiterhin große Probleme mit Armut. Ein Bericht des nationalen Statistik-Centers nannte 2011 eine Anzahl zwischen 44,5 und 55 % der stĂ€dtischen Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebend und bemĂ€ngelte Manipulationen bei der Veröffentlichung von Statistiken zur Armut.[33] Laut offiziellen Statistiken gibt es 2,5 Millionen Straßenkinder im Iran, die erst in letzter Zeit in das Blickfeld der staatlichen Wohlfahrtsorganisationen geraten sind.[34] Der Iran beherbergt die zweitgrĂ¶ĂŸte FlĂŒchtlingspopulation weltweit (ĂŒberwiegend aus Afghanistan). In der Hilfe fĂŒr FlĂŒchtlinge, die von den sonstigen staatlichen Sozialleistungen nicht profitieren, arbeitet die UNHCR mit staatlichen Wohlfahrtsorganisationen und der Imam Khomeini Relief Committee zusammen.[35]

Geschichte

→ Hauptartikel: Geschichte des Iran
Das Perserreich um 500 v. Chr.

Reich der Safawiden und Gebietsverluste

Antike und Mittelalter

Der Staat Iran wurde bis ins 20. Jahrhundert im offiziellen Sprachgebrauch Europas und Amerikas als Persien bezeichnet und stellt das historische Kernland des alten Persiens dar, welches sich auf ein grĂ¶ĂŸeres Gebiet erstreckte. Die geographische Lage zwischen dem Kaukasus im Norden, der Arabischen Halbinsel im SĂŒden, Indien und China im Osten und Mesopotamien und Syrien im Westen ließen das Land zum Schauplatz einer wechselvollen Geschichte werden.

Im persischen Großraum fĂŒhrt die Geschichte vom Reich der Elamiter und der Meder zum Perserreich der AchĂ€meniden (Kyros II. der Große bis Dareios III.) ĂŒber Alexander den Großen zu den Parthern und Sassaniden.

Seit dem Mittelalter folgten auf das islamische Kalifat, welches das Sassanidenreich beerbte (→ Islamische Expansion), verschiedene einheimisch-persische, mongolische und tĂŒrkische Dynastien bis zu den Safawiden, Kadscharen, Pahlewis und dem heutigen Staat des Iran.

Zwischenkriegszeit

Reza Schah Pahlavi

Der Iran trat als Monarchie mit einem Schah als Oberhaupt und bald auch mit einer eigenen, freien Regierung in die Neuzeit ein. Die Russische Sowjetrepublik versuchte, den Norden des Iran unter ihre Kontrolle zu bringen und unterstĂŒtzte 1920 die GrĂŒndung der iranischen Sowjetrepublik. Mit Reza Schah Pahlavi (Reza Chan) begann 1921 unter dem Einfluss von Großbritannien und Irland eine politische Neuorientierung Persiens in Richtung Westen. Durch den mit dem Öl verknĂŒpften Reichtum entwickelte sich Iran zur Regionalmacht. Dabei nahm der Kontakt zwischen Staat und Volk immer mehr ab; die Unzufriedenheit im Land stieg. Die Wut konzentrierte sich zunĂ€chst auf das Vereinigte Königreich.

Ein ZweckbĂŒndnis mit dem Deutschen Reich und das erstarkte SelbstverstĂ€ndnis des neugeordneten Staates veranlassten den Schah 1934, das seitens der Briten hartnĂ€ckig als Persien bezeichnete Land, auch offiziell mit dem einheimischen Namen „Iran“ (Land der Arier) zu benennen.

Zweiter Weltkrieg und danach

Am 24. August 1941 besetzten britische und sowjetische Truppen im Rahmen der anglo-sowjetischen Invasion, wenig spĂ€ter auch 30.000 US-Soldaten, den neutralen Iran. Reza Schah musste auf britischen und sowjetischen Druck hin abdanken, weil er den Alliierten die Nutzung der Transiranischen Eisenbahn als Nachschubweg fĂŒr die Sowjetunion verwehren wollte.[36] Seine Nachfolge trat sein Ă€ltester Sohn Mohammad Reza Pahlavi an.

Teheran-Konferenz 1943, v.li.: Stalin, Roosevelt, Churchill

Vom 28. November bis zum 1. Dezember 1943 fand in Teheran die Konferenz der drei Hauptalliierten des Zweiten Weltkriegs statt.[37]

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es 1951, unter der Regierung Hossein Alas, zu einer Verstaatlichung der Ölindustrie. Auslöser war die britische Anglo-Iranian Oil Company, die das ÖlgeschĂ€ft im Iran beherrschte und die sich in Verhandlungen strikt weigerte, ihre Gewinne aus dem ÖlgeschĂ€ft zur HĂ€lfte mit dem iranischen Staat zu teilen. In der Folge kam es zum internationalen Boykott des iranischen Öls, allen voran durch die USA und das Vereinigte Königreich, was zu einer internationalen Krise, der Abadan-Krise, und im Iran zu einer Wirtschaftskrise und zum Staatsdefizit fĂŒhrte. Trotz dieser Ereignisse wĂ€hlte das Parlament Mohammad Mossadegh ein weiteres Mal zum Premierminister des Landes. Es war zu Spannungen zwischen dem Schah und Mossadegh gekommen, was den Schah veranlasste, auf dem Höhepunkt der Krise im August 1953 das Land zu verlassen. Wenig spĂ€ter wurde Mossadegh durch die Operation Ajax gestĂŒrzt, eine Aktion der US-Regierung unter Eisenhower durch Kermit Roosevelt (Junior) und Monty Woodhouse mit Hilfe der CIA. Bereits 1946 hatten die USA dem Schah geholfen, die durch eine Abspaltung vom Iran entstandene und von der Sowjetunion unterstĂŒtzte kurdische Republik Mahabad zu zerschlagen.

Schah Mohammad Reza Pahlavi und Schahbanu Farah Pahlavi, 1977

Monarchistische KrĂ€fte unter FĂŒhrung des Generals Fazlollah Zahedi verhafteten Mossadegh. Der Schah kehrte wieder in den Iran zurĂŒck. Die damalige Regierung, mit Zahedi als Premierminister, begann neue Verhandlungen mit einem internationalen Konsortium von Ölgesellschaften. Die Verhandlungen dauerten mehrere Jahre. Am Ende stand ein Abkommen, das bis zur ersten Ölkrise Bestand haben sollte.

Chomeinis Ankunft am 1. Februar 1979

Schah Mohammad Reza Pahlavi (1941–1979) leitete ab 1963 mit der „Weißen Revolution“ umfangreiche wirtschaftliche, politische und soziale Reformen ein. Mit den steigenden Öleinnahmen konnte ein Industrialisierungsprogramm aufgelegt werden, das den Iran in wenigen Jahren von einem Entwicklungsland zu einem aufstrebenden Industriestaat machte. Industrialisierung und gesellschaftliche Modernisierung fĂŒhrten von Beginn an zu Spannungen mit den konservativen Teilen der schiitischen Geistlichkeit. Insbesondere Ayatollah Chomeini sprach sich bereits 1963 gegen das Reformprogramm aus. Neben der islamistischen Opposition der Fedajin-e Islam bildete sich eine Linke Guerillabewegung im Iran, die das Land mit „bewaffnetem Kampf“ verĂ€ndern wollte. Die 1977 erfolgte Liberalisierung der politischen Diskussion durch eine Politik des offenen politischen Raums fĂŒhrte zu gewaltsamen Demonstrationen mit Mord- und BrandanschlĂ€gen, die das Land in seinen Grundfesten erschĂŒtterten. Nach der Konferenz von Guadeloupe im Januar 1979, auf der der französische PrĂ€sident ValĂ©ry Giscard d’Estaing, PrĂ€sident Jimmy Carter aus den USA, Premierminister James Callaghan aus dem Vereinigten Königreich und Bundeskanzler Helmut Schmidt beschlossen hatten, den Schah nicht mehr zu unterstĂŒtzen und das GesprĂ€ch mit Ayatollah Ruhollah Chomeini zu suchen, verließ Mohammad Reza Pahlavi den Iran. Die islamische Revolution hatte begonnen.

Islamische Revolution und Republik

Ayatollah Chomeini kehrte am 1. Februar 1979 aus dem französischen Exil zurĂŒck; dieser Tag wird seitdem als Fadschr (engl. auch Fajr), Morgenröte, bezeichnet. Rasch etablierte er sich als oberste politische AutoritĂ€t und begann aus der ehemals konstitutionellen Monarchie eine „Islamische Republik“ zu formen, u. a. durch sukzessive und gewaltsame Ausschaltung aller anderen revolutionĂ€ren Gruppen. Seine Politik war von einer antiwestlichen Linie geprĂ€gt und schreckte auch nicht vor Terror und Massenhinrichtungen zurĂŒck. Mit zahlreichen ehemaligen AnhĂ€ngern – so seinem designierten Nachfolger Großajatollah Hossein Ali Montazeri – kam es darĂŒber zum Bruch.

Mohammad Chātami

Von 1980 bis 1988 befand sich das Land in einem Krieg (Erster Golfkrieg), nachdem der Irak das Land angegriffen hatte. Die anhaltende internationale Isolation des Iran lockerte sich zeitweise Ende der 1990er Jahre. Mit dem ĂŒberraschenden Wahlsieg Mohammad Chātamis bei den PrĂ€sidentschaftswahlen 1997 etablierte sich die politische Bewegung islamischer Reformer im iranischen Parlament. So gelang es Chātami zu Beginn seiner Amtszeit, eine Liberalisierung der nationalen Presse durchzusetzen. Die systemkritischen Stimmen bekamen dadurch ein öffentliches Organ, um ihrem Reformwillen Nachdruck zu verleihen.

Das Aufleben der Pressefreiheit dauerte nicht sehr lange an. Der WĂ€chterrat machte die Gesetze mit Verweis auf die UnvertrĂ€glichkeit mit dem Islam rĂŒckgĂ€ngig und blockierte fortan nahezu alle Reformversuche des Parlaments. Seitdem sehen sich die Reformer mit großen Vertrauensverlusten in den reformwilligen Bevölkerungsgruppen konfrontiert. Die EnttĂ€uschung ĂŒber die Ohnmacht des Parlaments fĂŒhrte bei den letzten Kommunalwahlen (2003) zu einer sehr geringen Wahlbeteiligung (Landesschnitt 36 %, in Teheran 25 %) und zu einem klaren Sieg der konservativen KrĂ€fte.

PrÀsidentschaft von Ahmadinedschad

Bei den PrĂ€sidentschaftswahlen am 17. Juni 2005 trat vorerst das parlamentarische Ende der Reformer ein, zumal ChātemÄ« nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren durfte. Durch die Wahl des konservativen Mahmud Ahmadinedschad zum PrĂ€sidenten im Jahr 2005 und seine konfrontative Außen- sowie repressive Innenpolitik nahm die internationale Isolation erneut zu. Insbesondere seine Wiederwahl im Jahr 2009, die von zahlreichen ManipulationsvorwĂŒrfen begleitet wurde, fĂŒhrte zu massiven Protesten, die trotz gewaltsamer Niederschlagung auch friedlicher Demonstrationen vor allem gegen Ende 2009 weiter zunahmen.[38][39] Dabei steht der volksnah auftretende und Subsidien verteilende Ahmadinedschad mit noch radikaleren, radikal-orthodoxen religiösen Gruppen um die einflussreichen, eschatologischen Geistlichen Dschannati, Yazdi und Ahmad Chatami in Konflikt, die es mehrfach – auch mit Hilfe des Parlaments – erreichen konnten, Minister und Vertraute Ahmadinedschads zum RĂŒcktritt zu zwingen. Andere Minister sind gegen den Willen des PrĂ€sidenten mit UnterstĂŒtzung radikal-orthodoxer Kreise weiter im Amt, können aber nicht ihre von Ahmadinedschad gestĂŒtzten StaatssekretĂ€re entlassen.[40][41] Diese Geistlichen werfen dem PrĂ€sidenten vor, einen national-islamischen Kurs, statt einen islamischen Kurs zu verfolgen. SchĂŒler dieser orthodoxen Geistlichen (Haghani-Schule in Ghom) besetzen zahlreiche SchlĂŒsselposition im iranischen MilitĂ€r und Geheimdienst. Resultat der Konflikte sind Drohungen gegen den PrĂ€sidenten[42] und Radikalisierungen von Justiz, Exekutive und Legislative. So rufen Parlamentsabgeordnete 2011 zum Tod der unterlegenen, jedoch systemtreuen Oppositionskandidaten Mussawi und Karrubi bei den PrĂ€sidentschaftswahlen 2009 auf,[43] beide stehen – weltweit kritisiert – unter offiziell nicht zugegebenen und illegalem Hausarrest – zusammen mit ihren Ehefrauen.[44] Der systemtreue ehemalige PrĂ€sident RafsandschānÄ« verlor den einflussreichen Posten als Vorsitzender des Expertenrats an einen greisen Haghani-Vertreter. Die Vertrauten und Kinder des ehemals als Richelieu der Iranischen Revolution bezeichneten MilliardĂ€rs[45] werden Objekt von mobbenden, gewaltsamen Basitschi-Ausschreitungen auf der Straße. Ein weiteres Resultat dieser Radikalisierung ist eine zunehmende internationale wirtschaftliche und politische Isolation, die in dem Einfrieren der Privatvermögen, Reiseverboten sowie weiteren Sanktionen[46][47] gegen zahlreiche hochrangige iranische MilitĂ€rs, Polizisten, Richter und StaatsanwĂ€lte durch die EuropĂ€ische Gemeinschaft im April 2011 mĂŒnden. Die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer sieht neben Vorzeichen fĂŒr eine weitere VerschĂ€rfung von politischen Sanktionen auch privatwirtschaftlich gefĂ€llte Entscheidungen – insbesondere im Bankenbereich –, die solche Sanktionen bereits antizipieren.[48]

Politik

Regierungssystem des Iran – Herrschaft des Obersten Rechtsgelehrten
→ Hauptartikel: Politisches System des Iran
→ Hauptartikel: Politische Entwicklung des Iran

Freedom House bewertet das politische System des Iran im Jahr 2012 als „nicht frei“, mit großen MĂ€ngeln in den Bereichen der politischen Rechte, der BĂŒrgerrechte und in einem generellen AbwĂ€rtstrend.[49] Im Demokratieindex von 2010 wird es als „autoritĂ€res Regime“ eingestuft, wobei der mangelhafte Wahlprozess und die fehlende Akzeptanz der gesellschaftlichen PluralitĂ€t besonders negativ auffallen; es belegt Platz 158 von 167.[50] Im Korruptionswahrnehmungsindex belegte der Iran im Jahr 2011 Platz 120 von 182.[51] Der gegenwĂ€rtige Verteidigungsminister Ahmad Vahidi wird von der Argentinischen Justiz und von Interpol wegen Mordes gesucht, so wie der ehemalige Geheimdienstminister Ali Fallahian.

Regierungssystem

Seit der islamischen Revolution von 1979 und der Ablösung der Monarchie geht nach der herrschenden iranische Staatsdoktrin die Staatsgewalt nicht vom Volk aus, sondern wird allein religiös legitimiert. Die oberste Staatsgewalt kommt dem FĂŒhrer (persisch „Rahbar”) zu, der im deutschen Sprachgebrauch auch RevolutionsfĂŒhrer, geistlicher FĂŒhrer oder oberster Rechtsgelehrter genannt wird. In dessen Abwesenheit vertritt ein Rat religiöser AmtstrĂ€ger den Rahbar. Der RevolutionsfĂŒhrer, seit 1989 Seyyed AlÄ« Chāmene'Ä«, hat uneingeschrĂ€nkte Macht. Er ernennt die obersten Richter (allesamt Geistliche) und ist Oberkommandierender der StreitkrĂ€fte. Er wird vom Expertenrat auf Lebenszeit gewĂ€hlt. Dieser wird wiederum alle acht Jahre vom Volk gewĂ€hlt, wobei der WĂ€chterrat die Kandidaten genehmigen muss.

Nach Artikel 57 der iranischen Verfassung wird die staatliche Gewalt, also Legislative, Exekutive und Judikative, dem FĂŒhrer unterstellt. Alle drei Gewalten sind somit nicht autonom in ihren Entscheidungen, sondern abhĂ€ngig vom Rahbar. In der politischen Ordnung der Islamischen Republik ist die Meinung des geistlichen RevolutionsfĂŒhrers in allen Fragen ausschlaggebend.[52]

Der Regierungschef des Iran ist der PrĂ€sident (seit 2013 Hassan Rohani). Er wird in allgemeinen Wahlen fĂŒr eine vierjĂ€hrige Amtszeit bestimmt. Die erste Runde der iranischen PrĂ€sidentschaftswahlen 2013 fand am 14. Juni 2013 statt. Der PrĂ€sident ernennt die Mitglieder des Kabinetts und steht diesem auch vor. Er koordiniert die Regierungsarbeit und legt dem Parlament die Regierungsvorlagen vor. Die Mitglieder des vom PrĂ€sidenten ernannten Kabinetts mĂŒssen wiederum vom Parlament bestĂ€tigt werden. Das Parlament kann diese durch ein Misstrauensvotum wieder absetzen, wie im Februar 2011 den Verkehrsminister Behbahani,[53] oder den Vize-Minister fĂŒr Erdöl, Ali Kordan, im November 2008. Die Macht von PrĂ€sident, Regierung und Parlament ist jedoch stark beschrĂ€nkt, denn alle zu wĂ€hlenden Kandidaten und alle Gesetze mĂŒssen vom WĂ€chterrat bestĂ€tigt werden. Zudem hat in allen Fragen das letzte Wort der RevolutionsfĂŒhrer.

Ali Chamene’i

Laut Artikel 5 der Verfassung von 1979 ist formal gesehen der erwartete Imam Muhammad al-Mahdi das eigentliche Staatsoberhaupt des Iran.[54] Muhammad al-Mahdi spielt in der schiitischen Religion eine zentrale Rolle und soll bei seiner Wiederankunft das „Goldene Zeitalter des Islam“ ankĂŒndigen.

Oberste Rechtsgelehrte
Nr. Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
1 Ruhollah Mousavi Chomeini 3. Dezember 1979 3. Juni 1989
2 Ali Chamene’i 4. Juni 1989 amtierend

Gesetzgebung

Das iranische Einkammer-Parlament (Islamischer Konsultativrat; persisch Madschles-e Schorā-ye Eslāmi) besteht aus 290 Abgeordneten, die in allgemeinen, direkten und geheimen Wahlen fĂŒr eine 4-jĂ€hrige Amtszeit gewĂ€hlt werden. Wegen der Auswahl des WĂ€chterrates wird das Parlament (außer von 2000–2003) von den islamisch-konservativen KrĂ€ften dominiert. Bei Parlamentswahlen werden keine Parteien sondern Personen gewĂ€hlt. Voraussetzungen fĂŒr die Wahl zum Parlamentsabgeordneten sind: ein Alter von 30-75 Jahren, Glaube und aktives Bekenntnis zum Islam (von den Angehörigen religiöser Minderheiten wird ein Bekenntnis zu ihrer Religion verlangt), zur Verfassung und zum Prinzip des Velāyat-e Faqih (Statthalterschaft der Rechtsgelehrten), geeignete physische Verfassung und ein akademischer Grad im Range eines Masters, ersatzweise eines Bachelors plus beruflicher und akademischer Praxis. Als Ausschlusskriterien fĂŒr eine Kandidatur gelten: Aktive Rolle im vorislamischen System, Großgrundbesitzertum, Mitgliedschaft in illegalen Gruppen, Verurteilungen wegen staatsfeindlicher AktivitĂ€ten, DrogenabhĂ€ngigkeit oder Drogenhandel, Personen, die nach religiösem Recht verurteilt wurden (es sei denn, sie hĂ€tten bereut) und fĂŒr Ausschweifungen bekannte Personen. Die religiösen Minderheiten können folgende Anzahl Parlamentsabgeordneter entsenden: Zoroastrier und Juden jeweils einen Abgeordneten, assyrische und chaldĂ€ische Christen gemeinsam einen Abgeordneten und armenische Christen jeweils einen Abgeordneten aus dem Norden und SĂŒden des Landes. Wahlberechtigt sind geistig gesunde BĂŒrger ĂŒber 18 Jahren.[55] Das Parlament hat, wie die Regierung, legislatives Initiativrecht.[56] Der PrĂ€sident muss fĂŒr sein Kabinett ein Vertrauensvotum seitens des Parlamentes erlangen, bevor er irgendwelche Maßnahmen ergreift. Die Sitzungen des iranischen Parlamentes sind, ausgenommen im Notstand, öffentlich.

Als zweite Kammer fungiert im Gesetzgebungsverfahren der WĂ€chterrat, bestehend aus sechs Geistlichen und sechs weltlichen Rechtswissenschaftlern, der weit reichende Befugnisse der Verfassungsauslegung und Auswahl der zulĂ€ssigen Kandidaten bei Parlaments- und PrĂ€sidentschaftswahlen besitzt. Die Geistlichen werden vom RevolutionsfĂŒhrer ernannt, die weltlichen Juristen aus verschiedenen Rechtsgebieten werden vom Obersten Richter, dem Chef der Judikative, dem Parlament vorgeschlagen und von ihm (dem Parlament) gewĂ€hlt.[56] Der Oberste Richter seinerseits wird vom RevolutionsfĂŒhrer ernannt. Der WĂ€chterrat ist befugt, jedes Gesetz abzulehnen oder im Nachhinein fĂŒr ungĂŒltig zu erklĂ€ren, und Kandidaten die Teilnahme an der Wahl fĂŒr das Parlament und das PrĂ€sidentenamt zu verweigern. Findet der WĂ€chterrat in eingereichten Gesetzesvorlagen WidersprĂŒche zum islamischen Gesetz oder der Verfassung, gibt er sie zur Revision an das Parlament zurĂŒck. Hierbei entscheiden bei der Frage der Übereinstimmung mit dem Islam die islamischen Rechtsgelehrten des WĂ€chterrates, bei Fragen der Übereinstimmung mit der Verfassung die Gesamtheit der Mitglieder des WĂ€chterrates.[57] Bei gleichen Stimmanteilen hat der RevolutionsfĂŒhrer das letzte Wort.

FĂŒr den Fall, dass sich das Parlament und der WĂ€chterrat nicht einigen können, wird der Schlichtungsrat herangezogen. Dieser hat eine Vermittlungsaufgabe, kann aber ein Gesetz auch gegen die Weisung des WĂ€chterrates durchsetzen. Die 35 Mitglieder des Schlichtungsrates werden direkt vom RevolutionsfĂŒhrer ernannt und setzen sich aus Vertretern des RevolutionsfĂŒhrers, Mitgliedern des WĂ€chterrates, politischen und militĂ€rischen Experten sowie Mitgliedern der Regierung zusammen. Die Unterscheidung der Teilnehmer erfolgt in feste Experten, die fĂŒr fĂŒnf Jahre bestimmt werden sowie variable Experten, deren Amtszeit nach 3 Jahren auslĂ€uft. Der Schlichtungsrat, der mindestens einmal im Monat tagt, entscheidet durch Mehrheitsbeschluss.

Kommunalwahlen

Am 15. Dezember 2006 fanden mit den Kommunalwahlen und den Wahlen zum Expertenrat die ersten Wahlen nach dem Amtsantritt Ahmadinedschads statt. Überraschend wurde mit einem Landesdurchschnitt von 65 % eine außergewöhnlich hohe Wahlbeteiligung erreicht. Bei den Kommunalwahlen 2003 lag diese mit 36 % noch auf einem historischen Tiefstand. Das Ergebnis war im gesamten Iran einheitlich: eine herbe Niederlage fĂŒr die Radikalislamisten um Ahmadinedschad. Und das trotz der Kandidatenselektion durch das Ahmadinedschad-treue Innenministerium und den WĂ€chterrat, der sich ebenfalls fest in den HĂ€nden der Islamisten befindet.

Nicht nur in den Stadt- und GemeinderĂ€ten schnitten die Kandidaten aus dem PrĂ€sidentenlager deutlich schlechter ab als die Konservativen und vielerorts auch als die Reformer. Im 15-köpfigen Teheraner Stadtrat befinden sich auf Platz 8 und 15 die einzigen Vertreter der Radikalen. In anderen StĂ€dten war deren Ergebnis noch schlechter, selbst in der Hochburg Qom konnten sie nur 30 % der Stimmen erringen.

Auch die Wahl des Expertenrates, der den geistigen FĂŒhrer des Iran einsetzt und theoretisch auch wieder absetzten kann, nahm ein enttĂ€uschendes Ende fĂŒr Ahmadinedschads Kandidaten, seinen „geistigen Ziehvater“ Mohammad Taghi Mesbah Yazdi. Dieser unterlag nach erbittert gefĂŒhrten Wahlkampf dem Überraschungssieger RafsandschānÄ« und landete selbst sogar nur auf Platz 6.

Der deutliche Wahlausgang und die hohe Wahlbeteiligung werden weltweit einvernehmlich als „Denkzettel“ fĂŒr Ahmadinedschad und Aufbegehren der iranischen Gesellschaft interpretiert. So wird, vornehmlich in westlichen Zeitungen, die Hoffnung genĂ€hrt, die Menschen im Iran werden sich des „Problems“ Ahmadinedschad vermittels der republikanischen und demokratischen Elemente ihrer Verfassung letztendlich selbst entledigen. Ein sanktionslastiges politisches oder sogar militĂ€risches Eingreifen wĂ€re demnach nicht erforderlich.

Justizsystem

Durch die Islamische Revolution ist 1979 das islamische Recht, die Scharia, als Gesetzesgrundlage eingefĂŒhrt worden. Da die Scharia in islamischen LĂ€ndern niemals kodifiziert worden ist, obliegt die Rechtspflege und Fortentwicklung der Jurisprudenz in einer Art Fallrechtssystem, basierend auf dem iranischen Strafgesetzbuch[58] und dem iranischen Familienrecht.[59] In Bezug auf die Gewaltenteilung wirkte sich die TĂ€tigkeit des ersten Obersten Richters nach der Revolution, Chalkali, Ă€ußerst negativ aus. Bis heute gibt es keine Gewaltenteilung im Iran, der oberste geistliche FĂŒhrer hat weitreichende Befugnisse. Justizminister des Iran ist Sadegh Laridschani. Bei der Kabinettsbildung nach den umstrittenen Wahlen 2009 wurde trotz Protesten des Madschles mit den meisten Stimmen der von Interpol zur Fahndung ausgeschriebene[60] und von der argentinischen Justiz wegen Mordes gesuchte Ahmad Vahidi Verteidigungsminister der Islamischen Republik Iran.

Prozesse und Verfahren

Amnesty International kritisiert weiter die iranischen Gerichte bzw. Sondergerichte wegen Nichteinhaltung der internationalen Standards fĂŒr faire Verfahren. Folter und Misshandlungen an Gefangenen sind ĂŒblich. Aufsehen erregte 2006 die Forderung der kanadischen Regierung an Deutschland, den iranischen Generalstaatsanwalt Said Mortasawi in Frankfurt auf dem Flughafen bei seinem RĂŒckflug von Genf festnehmen zu lassen, weil ihm direkte Verwicklungen in den Mordfall der iranisch-stĂ€mmigen kanadischen Journalistin Zahra Kazemi vorgeworfen wird.[61]
FriedensnobelpreistrÀgerin Schirin Ebadi
Kazemi war im Teheraner Evin-GefĂ€ngnis bei Verhören unter anderem mit Mortasawi zu Tode gekommen. Said Mortasawi war iranischer Vertreter bei dem in Genf tagenden UN-Menschenrechtsrat. Zusammen mit dem Chef des iranischen Justizapparats – Mahmud Haschemi Schahrudi – und dem Sicherheitschef des Evin-GefĂ€ngnisses, Mohammed Bachschi, gilt Mortasawi als Verantwortlicher fĂŒr die Behinderung einer freien Berichterstattung im Iran und fĂŒr massive Menschenrechtsverletzungen und Folter im Teheraner Evin-GefĂ€ngnis, welches schon zu Zeiten der gestĂŒrzten Schah-Regierung als FoltergefĂ€ngnis galt.

Haftanstalten

Das Evin-GefĂ€ngnis gilt neben dem Ghasar-GefĂ€ngnis und dem Towhid-GefĂ€ngnis schon seit der Regierungszeit von Schah Mohammad Reza Pahlavi, aber auch nach dessen Sturz unter der religiösen FĂŒhrung Chomeinis und Chamene’is als FoltergefĂ€ngnis.[62] Nach Aussage der ehemaligen Insassin Marina Nemat, die ĂŒber zwei Jahre im Evin-GefĂ€ngnis einsaß, ĂŒberlebten von ihren Zellengenossinnen im Trakt 246 keine die Haftzeit.[63] WĂ€hrend der Haftzeit von Nemat war – nach ihren Angaben – der Trakt, der in Schah-Zeiten mit 50 Personen belegt war, mit 650 Frauen belegt.[63] Im Kahrisak-GefĂ€ngnis sĂŒdlich von Teheran starben wĂ€hrend der Wahlunruhen 2009 drei Menschen. Staatsoberhaupt Chamenei verurteilte die Übergriffe von SicherheitskrĂ€ften[64] und ließ das GefĂ€ngnis schließen.[65] Ein Untersuchungsbericht einer Sonderkommission des iranischen Parlamentes berichtete, dass die Einlieferung von Demonstranten in das zur Bestrafung von DrogengroßhĂ€ndlern und Kriminellen vorgesehene GefĂ€ngnis unrechtmĂ€ĂŸig gewesen sei.[66] Gegen zwei GefĂ€ngniswĂ€rter wurde spĂ€ter die Todesstrafe verhĂ€ngt, neun weitere wurden vom Dienst suspendiert oder zu GefĂ€ngnisstrafen verurteilt.[67] Zu den Suspendierten gehörte auch der damalige Generalstaatsanwalt Teherans, Saeed Mortazavi.[68] Die zur Todesstrafe verurteilten WĂ€rter wurden spĂ€ter von den Angehörigen der Opfer von der Todesstrafe begnadigt, wie es im iranischen Rechtssystem möglich ist[69]. Mortazavi wurde von der Regierung Ahmadineschads zum Direktor der Iranischen Sozialversicherung ernannt.[70]

Todesstrafe

Im Iran kann die Todesstrafe fĂŒr Vergewaltigung, Mord, Drogenhandel, Ehebruch und GotteslĂ€sterung verhĂ€ngt werden. Vollstreckt wurde die Todesstrafe 2011 am hĂ€ufigsten wegen Drogenhandels (81 %), 4,3 % wegen GotteslĂ€sterung und 4,1 % wegen Vergewaltigung. Als Hinrichtungsarten sind ErhĂ€ngen und Erschießen ĂŒblich.[71] Auch Steinigungen kommen vor. Im Iran werden auch Personen unter 18 Jahren zum Tode verurteilt. FĂŒr Apostasie im Islam ist die Todesstrafe jedoch entgegen anderslautenden Meldungen nicht vorgesehen.[72] Einige Todesurteile werden auf internationalen Druck hin nicht mehr vollstreckt. Der stellvertretende Außenminister Hassan Ghaschghavi machte 2010 jedoch deutlich, dass das islamistische System an der Hinrichtungspraxis festhalten will: „Wir leben in einem islamischen Land und wir handeln nach den Regeln des Korans. Selbst wenn wir hunderttausend Menschen exekutieren mĂŒssen, werden wir mit der Durchsetzung dieser Regeln fortfahren.“[73]

WĂ€hrend 2005 im Iran nach Angaben von Amnesty International noch 94 Menschen hingerichtet wurden, darunter acht MinderjĂ€hrige, wurden 2009 mehr als 388 Personen hingerichtet.[74] Allein 112 Todesurteile wurden zwischen der umstrittenen PrĂ€sidentenwahl am 12. Juni und der zweiten AmtseinfĂŒhrung von PrĂ€sident Mahmud Ahmadinedschad am 5. August vollstreckt.[75] Im Januar 2011 wurde die aus dem Iran stammende NiederlĂ€nderin Sahra Bahrami durch ErhĂ€ngen hingerichtet.[76]

Nach einem Bericht der Vereinten Nationen entwickelten sich die Zahlen der Hinrichtungen im Zeitraum 2004 bis einschließlich 1. Hj. 2013 wie folgt; diese Zahlen weichen leicht von den Zahlen von Amnesty International ab:[77]

Jahr 1. Hj. 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004
Hinrichtungen 202 522 661 543 388 346 317 177 91 99
Massenhinrichtungen

Amnesty International warf der iranischen FĂŒhrung vor, zum Jahresanfang 2011 tĂ€glich mehr als zwei Menschen hinzurichten und sprach von einem Tötungsrausch.[78] Oppositionsgruppen beschreiben menschenunwĂŒrdige ZustĂ€nde in iranischen Haftanstalten, so der Haftanstalt Vakilabad in der nordöstlichen Stadt Maschad.[79] In dem Zuchthaus sei es zu Massenhinrichtungen gekommen; die Haftbedingungen – darunter schwere Folterungen – wurden in einem Bericht des UN-GeneralsekretĂ€rs am 14. MĂ€rz 2011 beschrieben.[80] Zu Exekutionen ist es auch in den GefĂ€ngnissen von Birdschand und Taibad gekommen.[81] Menschenrechtsaktivisten in Maschhad werfen Ermittlungsbeamten körperliche Misshandlungen und schwere Folter in Haftanstalten vor, um von HĂ€ftlingen GestĂ€ndnisse zu erlangen, die dann bei ihrer Verurteilung oft der einzige Schuldbeweis seien.[81] Der EuropĂ€ische Rat nennt namentlich zahlreiche Richter und Berufungsrichter – u. a. der Revolutionsgerichte in Teheran (Abteilungen 15, 26 und 28) und Maschad – auf Sanktionslisten und wirft diesen summarische Todesurteile en masse ohne faire Anhörungsverfahren vor. Verantwortlich genannt und sanktioniert werden die Richter Abdolghassem Salavati, Ahmad Zargar, Ali-Akbar Yasaghi, Hassan Haddad, Mohammad Soltani, Ali-Akbar Heydarifar, Mohammad Moghisseh sowie die – teils ehemaligen – Staats- und GeneralstaatsanwĂ€lte Ghorbanali Dorri-Nadschafabadi, Abbas Dschafari-Dolatabadi, Gholamhossein Mohseni-Edschei, Said Mortasawi und Amir Mortazavi.

Hinrichtung MinderjÀhriger

Laut Scharia sind Jungen ab 15 Jahren und MĂ€dchen schon ab neun Jahren volljĂ€hrig und voll strafmĂŒndig. Das Mindestheiratsalter und damit auch die StraffĂ€higkeit wurde im Iran im Mai 2002 vom Schlichtungsrat fĂŒr MĂ€dchen auf 13 und fĂŒr Jungen auf 15 Jahre bestimmt.[82] Immer wieder werfen Menschenrechtsgruppen wie Amnesty International[83] dem Iran vor, zum Tatzeitpunkt MinderjĂ€hrige zum Tode zu verurteilen und zum Teil hinzurichten. Die Todesurteile sind hĂ€ufig das Ergebnis ĂŒberhasteter Prozesse und widersprechen selbst den strafprozessualen Regeln der Scharia. So wurde in der Stadt Neka ein sechzehnjĂ€hriges MĂ€dchen wegen angeblich unkeuschen Verhaltens von dem Richter Hadschi Radschai verurteilt und nach der von diesem betriebenen BestĂ€tigung aus Teheran hingerichtet, obwohl die Hinrichtung als Verstoß gegen den vom Iran unterschriebenen Internationalen Pakt ĂŒber bĂŒrgerliche und politische Rechte einen völkerrechtswidrigen Akt darstellt. Der Westdeutsche Rundfunk nannte 2007 sechs weitere MinderjĂ€hrige, die wegen des gleichen Vergehens von einem Todesurteil bedroht sind.[84] Die Wiener Zeitung warf dem wahlkĂ€mpfenden PrĂ€sidenten des Iran – Mahmud Ahmadineschad – vor, die Hinrichtung der zum Tatzeitpunkt 17-jĂ€hrigen Delara Darabi 2009 als Wahlkampfmittel zu benutzen. Auch diese Hinrichtung war nach iranischem und islamischem Recht illegal.[85]

FĂŒr das Jahr 2006 stellte Amnesty International fĂŒr den Iran fest: „Im Berichtsjahr wurden mindestens 177 Menschen hingerichtet, mindestens drei von ihnen waren zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Tat und ein weiterer am Tag der Hinrichtung noch nicht 18 Jahre alt. Ein Mann und eine Frau wurden Berichten zufolge zu Tode gesteinigt. Gerichte verhĂ€ngten nach wie vor grausame Strafen wie die Amputation von Gliedmaßen, die PrĂŒgelstrafe und das Ausstechen der Augen.“[86]

Im Jahr 2007 stellte Amnesty International fest: „Die Zahl der Hinrichtungen stieg massiv an und belief sich [
] auf mindestens 335 Menschen [
] es wurden mindestens sieben Personen hingerichtet, die zur Tatzeit noch keine 18 Jahre alt waren. Mindestens 75 weitere minderjĂ€hrige StraftĂ€ter befanden sich nach wie vor in Todeszellen.“[87]

2008 stellte Amnesty International fest: „Mindestens 346 Menschen, darunter acht jugendliche StraftĂ€ter wurden hingerichtet. Zwei MĂ€nner starben durch Steinigung.“[88]

Menschenrechte

AnhĂ€nger Mostafa Moins bei einer Kundgebung fĂŒr Menschenrechte 2005

1997 bestand mit der Wahl von PrĂ€sident Mohammed Chatami Hoffnung auf Besserung der Menschenrechtslage. So konnten sich in der Folge auch diverse Nichtregierungsorganisationen grĂŒnden. Die BemĂŒhungen erfuhren schließlich durch die Verleihung des Friedensnobelpreises im Jahre 2003 an die iranische Menschenrechtsaktivistin Schirin Ebadi internationale Beachtung.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International berichtet jedoch noch immer von massiven Menschenrechtsverletzungen in großer Zahl, unter anderem von 73 Toten und mehreren Hundert Verletzten bei Übergriffen von Polizei- und SicherheitskrĂ€ften bei drei öffentlichen Kundgebungen 2005.

Der Bericht[80] des Menschrechtsrates der Vereinten Nationen (UN), der vom UN-Sicherheitsrat aufgefordert worden war, die Situation der Menschenrechte im Iran zu untersuchen, spricht Ende MÀrz 2011 von unverÀnderten und zahlreichen Feldern von Verletzungen grundlegender Menschenrechte im Iran. Genannt werden

  • steigende Anzahl von Hinrichtungen
  • Amputationen
  • willkĂŒrliche Verhaftungen
  • unfaire und ungerechte Gerichtsverfahren
  • Folter
  • Misshandlungen von Menschenrechtsaktivisten, RechtsanwĂ€lten, Journalisten sowie Oppositionellen.

Die Regierung des Iran wird vom UNO-Sicherheitsrat aufgefordert, nationale Gesetzgebung zu ĂŒberprĂŒfen, insbesondere den Strafrechtskatalog und das MinderjĂ€hrigen-Recht, um eine Kongruenz mit internationalem Recht herzustellen. Weiterhin wird der Iran aufgefordert, Todesstrafen und andere Formen der Bestrafung zu unterlassen, soweit sie internationalem Recht widersprechen.

Status der Minderheiten

Nichtmuslimische religiöse Minderheiten (inklusive der rechtlich anerkannten Zoroastrier, Juden und Christen) werden im Iran seit der Revolution systematisch benachteiligt. Insbesondere zeigt das die Verfolgung der Bahai, welche die grĂ¶ĂŸte religiöse Minderheit stellen und als Apostaten gelten. Von der Regierung werden die Bahai zu Erzfeinden des Schiitentums und des Nationalstolzes stilisiert und dienen immer wieder als SĂŒndenböcke, die instrumentalisiert werden, um die emotionale UnterstĂŒtzung der Massen zu gewinnen. Ebenso wird die Verfolgung der Sufi (islamische Mystiker) von Seiten der Regierung toleriert bzw. unterstĂŒtzt.[89] Die Anzahl von Iranern mit jĂŒdischem Glauben hat sich seit 30 Jahren auf ein Viertel vermindert, obwohl die jĂŒdische Minderheit seit 1906 im Parlament vertreten ist. Von den tolerierten Minderheiten, den sogenannten Religionen des Buches, zu denen offiziell auch die Zoroastrier zĂ€hlen, werden regelmĂ€ĂŸig Ergebenheitsadressen an die religiöse StaatsfĂŒhrung abverlangt. In dem vom christlichen Missions- und Hilfswerk Open Doors veröffentlichten Weltverfolgungsindex fĂŒr Christen rangiert der Iran auf Platz 8 (Stand 2013).[90]

Weiterhin werden AufstĂ€nde der Kurden mit massiven militĂ€rischen Sanktionen beantwortet, bei denen zahlreiche Zivilisten umkamen.[62] FĂŒhrende kurdische Politiker wurden durch BombenanschlĂ€ge – so beim Mykonos-Attentat – im Ausland ermordet. Bei der Verurteilung eines Teiles der TĂ€ter wurden von Gericht als Verantwortliche die iranischen Politiker Ali Chamene’i, AlÄ« Akbar HāschemÄ« RafsandschānÄ« und Ali Fallahian genannt.[91] Weiter wird von einem kurdischen Oppositionellen im Iran berichtet, der im Juli 2005 von SicherheitskrĂ€ften getötet und anschließend mit einem Jeep durch die Straßen der Stadt geschleift wurde. Daraufhin kam es zu AufstĂ€nden unter der kurdischen Bevölkerung, die wiederum zu 21 Todesopfern und ĂŒber 190 Verhaftungen fĂŒhrten.

Ahwazi, Aserbaidschaner, Belutschen, Kurden und Turkmenen werden im Iran diskriminiert. So ist der Einsatz der jeweiligen Muttersprache in Regierungseinrichtungen verboten. Der Zugang zum Bildungswesen und zum Arbeitsmarkt ist im Vergleich zu Iranern stark eingeschrÀnkt.[92]

Politische Verfolgung

Angehörige von verschiedenen oppositionellen politischen Gruppierungen, darunter auch die linksreligiöse Modschahedin-e Chalgh sind von Todesurteilen und Folter bedroht.[62] Gewaltfreie politische Forderungen, so auch die vom verstorbenen Chomeini-Antipoden Husain Borudscherdi vorgetragene Forderung nach traditionell schiitischer Trennung von Staat und Religion sowie nach Gewaltenteilung, werden mit Haft und Folter beantwortet, so im Falle des international bekannten Hossein Kazemeyni Borudscherdi. Seit der gewaltsamen UnterdrĂŒckung der Proteste nach den iranischen PrĂ€sidentschaftswahlen 2009 – die grĂ¶ĂŸten Massenproteste seit der Islamischen Revolution 1979 – kommt es zur verschĂ€rften Verfolgung Oppositioneller, besonders durch die allgegenwĂ€rtige islamische Bassidschi-Miliz, welche einen Teil der iranischen Revolutionsgarde stellen.

Meinungsfreiheit

Informations- und Redefreiheit sind im Iran nicht gegeben. Journalisten, Weblogger, Menschenrechtsaktivisten und Oppositionelle mĂŒssen mit Repressalien, Verhaftung und sogar Folter rechnen.[93][94] Im Sommer 2007 verschlechterten sich die Bedingungen fĂŒr die Pressefreiheit erheblich. Zeitungen wurden verboten und Journalisten verhaftet. Die reformorientierte Zeitschrift Scharq wurde wegen eines Interviews mit der in Kanada im Exil lebenden lesbischen Schriftstellerin Saghi Qahraman verboten.[95] Beobachter sehen einen direkten Zusammenhang mit schlechten Umfrageergebnissen fĂŒr den amtierenden StaatsprĂ€sidenten Ahmadinedschad.

Ohne gĂŒltiges Journalistenvisum sind AuslĂ€ndern journalistische TĂ€tigkeiten im Iran untersagt. Die Deutsche Botschaft in Teheran rĂ€t Journalisten von Einreisen nur mit einem Touristenvisum dringend ab, da „die iranischen Behörden eine sehr weit gefasste Definition von ‚journalistischen TĂ€tigkeiten‘ verwenden können.“ GesprĂ€chs- und Interviewtermine mĂŒssen ĂŒber eine staatlich zugelassene Agentur arrangiert werden.[96]

2014 verbot Ali Chamenei das Chatten zwischen nicht-verwandten MĂ€nnern und Frauen.[97]

HomosexualitÀt

HomosexualitĂ€t widerspricht laut iranischer Rechtsprechung dem Islam, wobei laut internationalen Menschenrechtsorganisationen fĂŒr HomosexualitĂ€t alleine keine Todesurteile ausgesprochen wurden. FĂŒr HomosexualitĂ€t in Verbindung mit Vergewaltigung wurden in letzter Zeit aber Todesurteile verhĂ€ngt. Ein Beispiel ist die Hinrichtung von zwei Jugendlichen im Juli 2005 wegen homosexueller Handlungen. Der Fall sorgte weltweit fĂŒr Aufsehen und wurde wegen des internationalen Entsetzens nachtrĂ€glich von iranischen Behörden so erweitert, dass die beiden einen DreizehnjĂ€hrigen vergewaltigt haben sollen.

Aufgrund einer Fatwa von Ajatollah Chomeini sind im Gegensatz zu anderen islamischen LĂ€ndern geschlechtsangleichende Maßnahmen sowie der anschließende Wechsel des juristischen Geschlechts im Iran erlaubt.

Außenpolitik

Die außenpolitische Beziehungen des Iran sind gravierend durch die teilweise Isolation des Staates nach der Islamischen Revolution von 1979 geprĂ€gt. Diese wurde meist von den USA vorangetrieben, etwa durch die UnterstĂŒtzung des Irak im Iranisch-Irakischen Krieg oder durch die Forderung nach Sanktionen aufgrund des jĂŒngsten iranischen Atomprogramms. Seit dem Amtsantritt von PrĂ€sident Ahmadinedschad sind insgesamt fĂŒnf Resolutionen des UN-Sicherheitsrates gegen den Iran verabschiedet worden.[98]

Iran trat nach der Revolution 1979 der Bewegung der blockfreien Staaten bei.[99] Im August 2012 hat der Iran zum zweiten Mal das Gipfeltreffen der Organisation an dem 120 MitgliedslĂ€nder teilgenommen haben, beherbergt und hat die rotierende PrĂ€sidentschaft der Organisation fĂŒr die nĂ€chsten drei Jahre ĂŒbernommen. Die blockfreien Staaten unterstĂŒtzen das iranische Recht auf ein ziviles Atomprogramm.[100]

Der Iran hat nach 1979 sĂ€mtliche politischen und wirtschaftlichen Kontakte zu Israel abgebrochen. In einer Rede vom 26. Oktober 2005 forderte der iranische PrĂ€sident Ahmadinedschad: „Das Regime, das Jerusalem besetzt hĂ€lt, muss aus den Annalen der Geschichte (safhe-ye ruzgār) verschwinden.“ In einigen Medien, darunter auf der Webseite der staatlichen iranischen Rundfunkanstalt IRIB, wurde der Satz mit „Israel muss von der Landkarte getilgt werden“ ĂŒbersetzt[101].

Nachdem am 29. Mai 2007 in Bagdad die ersten diplomatischen GesprĂ€che zwischen dem Iran und den USA seit der Islamischen Revolution stattgefunden hatten, verband sich damit die Hoffnung auf eine allmĂ€hliche Entspannung der bilateralen Beziehungen zwischen den beiden LĂ€ndern. HauptsĂ€chlich war es in den Unterhandlungen zwischen den Botschaftern Ryan Crocker und Hassan Kasemi um ein Sicherheitskonzept fĂŒr den Irak gegangen. Das VerhĂ€ltnis zwischen dem Iran und „dem Westen“ hat sich allerdings seit der mit FĂ€lschungsvorwĂŒrfen ĂŒberschatteten iranischen PrĂ€sidentschaftswahl 2009 stark abgekĂŒhlt. US-PrĂ€sident Barack Obama hat dem Iran zum Neujahrsfest 2010 einen „Neubeginn“ der Beziehungen vorgeschlagen. „Die Islamische Republik Iran solle wieder ihren rechtmĂ€ĂŸigen Platz in der Gemeinschaft der Nationen einnehmen“, so Obama in der Video-Botschaft zum iranischen Neujahrsfest Nouruz.[102]

Mitgliedschaften des Iran in internationalen Organisationen

Isolation und Sanktionen

Durch seine Politik der ballistischen und vermuteten atomaren AufrĂŒstung, sowie durch die massiven Verletzungen grundlegender Menschen- und Minderheitenrechte gerĂ€t der Iran in zunehmende internationale Isolation, die mit massiven wirtschaftlichen Konsequenzen fĂŒr die Bevölkerung verbunden ist. Als schiitische Mittelmacht und in der Tradition einer jahrtausendealten Kulturnation greift der Iran in die Innenpolitik seiner NachbarlĂ€nder ein, woraus sich zahlreiche diplomatische Spannungen ergeben.

Geldtransfers in und aus dem Iran gestalten sich zunehmend kompliziert bis unmöglich.[103] Mitte MĂ€rz 2012 wurde erstmals in der Geschichte der SWIFT der internationale Datenverkehr zwischen SWIFT und Iranischen Banken blockiert, um den Sanktionsregeln der EuropĂ€ischen Union zu genĂŒgen[104], wodurch nahezu vollstĂ€ndig Geldtransfers zwischen Europa und dem Iran unterbunden werden. Institutionen, Banken, Firmen, UniversitĂ€ten, Regierungsstellen und auch Einzelpersonen sind auf Sanktionslisten der Vereinten Nationen, der EuropĂ€ischen Union[46][47][105] sowie der USA[106] und Kanada[107][108] aufgelistet, fĂŒr welche ein teils totales Handels- bzw. Reiseverbot besteht. Darunter fĂ€llt auch der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi in seiner Funktion als ehemaliger Leiter der Iranischen Atomenergieorganisation sowie Minister fĂŒr Atomenergie im Kabinett Ahmadinedschad II.[109]

VerbĂŒndete

Der Iran pflegt gute Beziehungen mit Syrien. WĂ€hrend des BĂŒrgerkrieges kĂ€mpfte die al-Quds-Einheit auf der Seite des PrĂ€sidenten Baschar al-Assad. Ebenso soll die al-Quds-Einheit vermutlich US-Ziele im Irak angreifen, falls Barack Obama in Syrien intervenieren sollte.[110]

Anfang September 2012 wurde in Teheran ein wissenschaftliches und technologisches Kooperationsabkommen mit dem ebenfalls politisch isolierten Nordkorea unterzeichnet. An dem Treffen zwischen Forschungsminister Kamran Daneschdschu und dem nordkoreanischen Außenminister Pak Ui-chun nahmen auch Mahmud Ahmadinedschad und Kim YƏng-nam teil. Das Abkommen sieht die Errichtung gemeinsamer Labors, den Austausch wissenschaftlicher Arbeitsgruppen und Technologietransfers in den Bereichen Informationstechnik, Energie, Umwelt, Landwirtschaft und ErnĂ€hrung vor.[111]

Anfang Dezember 2013 wurde eine Kooperation und lÀngerfristige Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen mit Afghanistan vereinbart.[112]

DrogenkriminalitÀt

Der Iran ist durch seine Nachbarschaft zu Afghanistan eines der TransitlĂ€nder fĂŒr Opium- bzw. Heroinschmuggel. Der Weltdrogenbericht 2010 sagt aus, dass in Afghanistan 89 % der Weltproduktion an Opium erzeugt werden – mit einem signifikanten Anstieg nach Beginn der ISAF-Mission (Verdoppelung). Mehr als 37 % der in Afghanistan produzierten Opiate werden ĂŒber die sogenannte „Balkan-Route“ ĂŒber den Iran, die TĂŒrkei und die europĂ€ischen Balkanstaaten transportiert. Iran und die TĂŒrkei beschlagnahmten 50 % des insgesamt weltweit beschlagnahmten Heroins. Auch Pakistan, das sowohl Ziel- wie Transitland des Drogenhandels ist, beschlagnahmte 2008 7,3 Tonnen – im Produktionsland Afghanistan wurden nur 479 kg beschlagnahmt. Der Iran hat 1845 Kilometer Grenzen zu Afghanistan und Pakistan und setzt 12.000 Grenzsoldaten und Anti-Drogen-Polizisten ein.[113] Die UNODC sagt in ihrem Jahresbericht 2010, dass die zunehmenden Beschlagnahmungen von Drogen dem iranischen Einsatz zu verdanken sei. Die iranischen Behörden haben in den letzten fĂŒnf Jahren 700 Millionen Dollar in die BekĂ€mpfung des Drogenhandels investiert, eine Erhöhung um das 17-fache im Vergleich zu VorgĂ€ngerregierungen.[114] Entsprechend seiner Rolle als Transitland ist der Konsum von Opium, bzw. Heroin im Iran hoch, verglichen mit anderen NachbarlĂ€ndern Afghanistans aber noch niedrig: 14 t bei geschĂ€tzten 391.000 SĂŒchtigen. Im ebenfalls an Afghanistan grenzenden Pakistan geht man von 19 t bei geschĂ€tzten 500.000 SĂŒchtigen aus. In den LĂ€ndern der russischen Föderation werden sogar 70 t verbraucht, das sind 21 % des weltweiten Konsums. Unter den NationalitĂ€ten der verhafteten DrogenhĂ€ndler sind die Iraner unter der Minderheit der „Anderen“ vertreten.[113]

Bestrafung

Im Iran reichen die Strafen fĂŒr den Konsum, Verkauf oder Besitz illegaler Drogen (auch Alkohol) – von Ermahnungen, Geldstrafen und Auspeitschungen bei Konsum ĂŒber GefĂ€ngnis bis zur Todesstrafe fĂŒr Drogenhandel. Unter der Zahl der im Iran Hingerichteten nehmen die wegen Drogenhandels Verurteilten die Mehrheit ein. Parallel zum Anstieg der Drogendelikte stieg auch die Anzahl der Gerichte im Iran – das zeigen die statistischen JahrbĂŒcher des Landes.

Das iranische Anti-Drogen-Gesetz von 1988 wurde 1997 den verĂ€nderten Bedingungen eines internationalen Drogenhandels angepasst. Erstmals kann nach diesem Gesetz das Prinzip „Therapie statt Strafe“ angewendet werden. 2001 wurde ein neues Anti-Drogengesetz entworfen, das aber trotz Überarbeitung 2004 bisher nicht vom Parlament verabschiedet wurde. Mittlerweile wurde ein Gesetzentwurf zur Entkriminalisierung des Drogenkonsums eingebracht (2005). DrogenkriminalitĂ€t fĂ€llt im Iran in die ZustĂ€ndigkeit der Revolutionsgerichte[115], denen Menschenrechtsgruppen unfaire Verfahren und Todesurteile in offiziell vorgeschriebenen Kurzprozessen sowie falsche Beschuldigungen in politisch motivierten Prozessen vorwerfen. Iran arbeitet mit der UNODC seit 2004 mit einem gemeinsamen Trainingsprogramm zur Aus- und Weiterbildung von Richtern zusammen.

Rehabilitation, Behandlung, PrÀvention

Die UNODC arbeitet an verschiedenen Programmen zur Behandlung und Rehabilitation der DrogenabhĂ€ngigen im Iran mit. Dazu gehören Therapieprogramme in speziellen Einrichtungen ebenso wie Substitutionsprogramme mit Methadon und Buprenorphine (150000 Patienten).[116] und RĂŒckfallprophylaxe mit Naltrexon.[117] Inhalt der Programme sind die gĂ€ngigen Bestandteile wie psychologische Behandlung, Sozialarbeit, Familienberatung und der Besuch von Selbsthilfegruppen wie die Narcotics Anonymus, die im Iran arbeiten.[118] und insgesamt 150000 Betroffene betreuen.[119] Es gibt derzeit 700 privat gefĂŒhrte Behandlungseinrichtungen fĂŒr DrogenabhĂ€ngige. UniversitĂ€ts- und psychiatrische Kliniken behandeln ebenfalls Suchtkranke. Die PrĂ€ventionsprogramme der Regierung beinhalten sowohl AufklĂ€rung ĂŒber Medien und Veranstaltungen als auch psychosoziale Bestandteile wie lebenspraktische und „soft skills“ Trainings, besonders fĂŒr Jugendliche und weibliche GefĂ€ngnisinsassen, als auch die Schulung von Multiplikatoren und StĂ€rkung nachbarschaftlicher Gemeinschaften.[120]

Staat und Drogenhandel

Nach Angaben des US-Finanzministerium sind hochrangige iranische MilitĂ€rs, so der General Gholamreza Baghbani, der AnfĂŒhrer der Quds-Brigade in Zahedan nahe der Grenze zu Afghanistan und Pakistan, als Hauptakteur im DrogengeschĂ€ft mit Afghanistan maßgeblich am Drogenhandel beteiligt.[121][122] Am 21. Januar 2011 veröffentlichte die Zeitung „Die Welt“ einen Artikel in dem sie mit Bezug auf eine Depesche eines US-amerikanischen Botschaftsangestellten in Baku behauptet, iranische Regierungsbehörden seien maßgeblich am Drogenhandel beteiligt und der Iran wĂŒrde damit seine von den wirtschaftlichen Sanktionen geplagten DevisenbestĂ€nde auffĂŒllen. Möglich wĂ€re auch, dass sich die Revolutionsgarden und andere staatliche Institutionen Geld fĂŒr einen möglichen Machtkampf nach Ableben des RevolutionsfĂŒhrers Ayatollah Chamenei beschaffen wollten. DafĂŒr wĂŒrden sie den europĂ€ischen Markt mit Drogen ĂŒberfluten.[123] Die Behauptungen der Zeitung werden vom Weltdrogenbericht der UNODC nicht bestĂ€tigt.

Provinzen

→ Hauptartikel: Verwaltungsgliederung des Iran
  1. Teheran
  2. Ghom
  3. Markazi („Zentral“)
  4. Qazvin
  5. Gilān
  6. Ardabil
  7. Zandschān
  8. Ost-Aserbaidschan
  9. West-Aserbaidschan
  10. Kordestān
  11. Hamadān
  12. Kermānschāh
  13. Ilam
  14. Lorestān
  15. Chuzestān
  16. Tschahār Mahāl und Bachtiyārī
  1. Kohgiluyeh und Boyer Ahmad
  2. Buschehr
  3. Fārs
  4. Hormozgān
  5. Sistan und Belutschistan
  6. Kerman
  7. Yazd
  8. Esfahān
  9. Semnān
  10. Māzandarān
  11. Golestān
  12. Nord-Chorāsān
  13. Razavi-Chorāsān
  14. SĂŒr-Chorāsān
  15. Alborz
BahrainKatarOmanKuwaitTürkeiArmenienAserbaidschanTurkmenistanAfghanistanPakistanIrakSaudi-ArabienVereinigte Arabische EmirateSistan und BelutschistanSüd-ChorasanKerman (Provinz)HormozganFarsBuschehr (Provinz)Yazd (Provinz)Razavi-ChorasanNord-ChorasanGolestanMāzandarānSemnan (Provinz)Teheran (Provinz)Alborz (Provinz)Ghom (Provinz)Tschahār Mahāl und BachtiyārīKohgiluyeh und Boyer AhmadChuzestanIlam (Provinz)LorestanMarkaziEsfahan (Provinz)GilanArdabil (Provinz)Qazvin (Provinz)Hamadan (Provinz)Kermānschāh (Provinz)KordestānOst-AserbaidschanZandschan (Provinz)West-AserbaidschanIran, administrative divisions - de - colored.svg
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Der Iran ist in 31 Provinzen, welche Ostans (Persisch: ostān, Plural ostānhā) genannt werden, unterteilt. Jeder Provinzverwaltung steht ein Gouverneur, der Ostandar (Persisch: ostāndār) genannt wird, vor. Dieser wird vom Innenminister mit Zustimmung des Kabinetts ernannt.

Die Provinzen untergliedern sich weiter in Verwaltungsbezirke (vergleichbar etwa einem deutschen Landkreis) welche Schahrestan (Persisch: schahrestān, Plural: schahrestānhā) genannt werden.

Verwaltungsbezirke wiederum werden in Bezirke, welche Bachschs (Persisch: bakhsh) genannt werden, unterteilt.

Im Jahr 2006 gab es im Iran 30 Ostans, 336 Schahrestans, 889 Bachschs, 1016 StÀdte und 2400 Dörfer.[124] Am 23. Juni 2010 wurde aus dem nordwestlichen Teil der Provinz Teheran die neue Provinz Alborz geschaffen.

Zu den grĂ¶ĂŸten StĂ€dten zĂ€hlen Teheran (Stadt 7,1 Mio.; Ballungsraum 12 Mio.), Maschhad (2,3 Mio.), Isfahan (1,5 Mio.), Karadsch (1,4 Mio.), TĂ€bris (1,4 Mio.), Schiras (1,2 Mio.), Ghom (1,0 Mio.), Ahwaz (850.000) und Kermānschāh (770.000).

MilitÀr

Wappen des iranischen Verteidigungsministeriums
→ Hauptartikel: StreitkrĂ€fte des Iran

Das iranische MilitĂ€r befindet sich nach wie vor in einer Aufbauphase, in der das Land versucht die Verluste durch den ersten Golfkrieg wieder auszugleichen. US-SchĂ€tzungen gehen davon aus, dass der Irak in den acht Kriegsjahren 20-40 % der iranischen MilitĂ€rkapazitĂ€t vernichtete, sowohl Soldaten als auch Material. Die MannschaftsstĂ€rke betreffend ist der Prozess der Wiederherstellung der Schlagkraft weitgehend abgeschlossen. Ähnliches dĂŒrfte auch fĂŒr bodengebundene Waffensysteme gelten, bei denen es dem Land heute vor allem um Modernisierung und weniger um zahlenmĂ€ĂŸige AufrĂŒstung geht. Noch nicht ausgeglichen sind die kriegsbedingten Materialverluste der Luftwaffe, wie auch bei den grĂ¶ĂŸeren Überwassereinheiten der Marine. In diesen Bereichen ist der Iran fĂŒr ein Land seiner GrĂ¶ĂŸe unterbewaffnet. Neben den Kriegsverlusten sind vor allem die AusfuhrbeschrĂ€nkungen zahlreicher Staaten der Grund fĂŒr diesen Zustand. Ein Großteil der vorhandenen Waffensysteme stammt aus US-Waffenhilfen vor 1979 und in neuerer Zeit aus WaffengeschĂ€ften mit Russland und der Volksrepublik China.

Seit 2005 ist der Iran zusammen mit Indien, Pakistan und der Mongolei Beobachter bei der Schanghaier Organisation fĂŒr Zusammenarbeit (SCO).

Der iranische Nachrichtendienst heißt Vezārat-e Ettelā’āt va Amniyat-e Keschvar, deutsch Ministerium fĂŒr Information und Landessicherheit.

Wirtschaft

Im theokratischen Staat Iran sind weite Teile der Wirtschaft verstaatlicht. Dazu zĂ€hlen z. B. bis auf wenige Ausnahmen die Banken. Weitere wirtschaftliche Bereiche sind privat oder genossenschaftlich organisiert. Allgemein wird die kapitalistisch ausgerichtete Wirtschaft als Kommandowirtschaft bezeichnet, in der die politischen Machtzentren versuchen die Wirtschaft zu steuern. Der staatlichen Planung liegen jeweils FĂŒnfjahresplĂ€ne zugrunde.[28]

Wichtigste Wirtschaftssparte sind die reichen Erdöl- und Erdgas-Vorkommen im Iran. Weitere wichtige Wirtschaftssparten sind die Textilindustrie, die Landwirtschaft und die Zement- und Baustoff-Produktion.

Der Iran hat eine arbeitsfĂ€hige Bevölkerung von 23,68 Millionen Menschen, die aber zum grĂ¶ĂŸten Teil mangelhaft ausgebildet ist. Die Arbeitslosigkeit betrĂ€gt etwa 15 %[Beleg?] (Stand 2007). Laut Bundeszentrale fĂŒr Politische Bildung liegt sie inoffiziell bei ĂŒber 50 % einschließlich verdeckter Arbeitslosigkeit und UnterbeschĂ€ftigung. Der Dienstleistungssektor bietet 45 % der ArbeitsplĂ€tze, wobei der Staat einen sehr großen Verwaltungsapparat betreibt. Die Landwirtschaft bietet 30 % und die Industrie 25 %.

Trotz vieler Probleme und internationaler Sanktionen wird Irans Wirtschaft aufgebaut. Die Stahlproduktion Irans wuchs von 1,6 Mio. Tonnen im Jahr 1990 ĂŒber 6,6 Mio. Tonnen im Jahr 2000[125] auf 14,5 Mio. Tonnen im Jahr 2012[126].

Wirtschaftszahlen

Wachstum des BIP (Bruttoinlandsprodukts)
in % gegenĂŒber dem Vorjahr
Jahr 2003 2004 2005 2006 2007 2008* 2009* 2010** 2011**
BIP (real) 7,2 5,1 4,7 5,9 7,8 2,3 1,8 3,0 3,2
Quelle:bfai[127] *SchÀtzung **Prognose
Staatsverschuldung in % des BIP
Jahr 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
 % 27 28,9 25,3 17,2 19,7 16,8 16,2
Quelle: indexmundi/CiA factbook[128]
Entwicklung der Inflationsrate
(in % gegenĂŒber dem Vorjahr)
Jahr 2007 2008 2009 2010
Inflation 18,4 25,4 10,3 8,5*
Quelle: bfai[127] *geschÀtzt
Entwicklung des Außenhandels
(in Mrd US$ und in % gegenĂŒber dem Vorjahr)
06/07 07/08 08/09
Mrd.US$  % gg. Vj. Mrd.US$  % gg. Vj. Mrd.US$  % gg. Vj.
Einfuhr 50,0 + 16,3 58,2 + 16,4 68,5 + 17,7
Ausfuhr 76,2 + 18,5 97,7 + 28,2 100,6 + 3,0
Saldo + 26,2 + 39,5 + 32,1
Quelle:bfai[127]

Außenhandel

2008/2009 exportierte der Iran GĂŒter im Wert von 101,3 Milliarden US-Dollar. Die grĂ¶ĂŸten Export-Partner waren 2009 China (16,6 %), Japan (12,3 %), Indien (10,2 %), SĂŒdkorea (7,3 %) und TĂŒrkei (4,5 %).[129] Das wichtigste Exportgut ist Erdöl. Der hohe Erdölpreis erlaubt dem Iran Quersubventionen seiner Industrie und Staatskasse.

Der Import betrug 2008/2009 70,2 Milliarden US-Dollar. Die grĂ¶ĂŸten Importpartner waren 2009 die Vereinigten Arabischen Emirate (14,7 %), China (13,8 %), Deutschland (9,5 %), SĂŒdkorea (7,5 %) und Italien (5,2 %).[129]

Gegen den Iran wurden verschiedene Embargos verhĂ€ngt. FĂŒr die LĂ€nder der EuropĂ€ischen Union sind die BeschrĂ€nkungen der Verordnung (EG) Nr. 423/2007 einschlĂ€gig.[130]

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 84,78 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 97,71 Mrd. US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein HaushaltsĂŒberschuss in Höhe von 3,9 % des BIP.[131]

Die Staatsverschuldung betrug 2010 16,2 % eines BIP von 818,7 Milliarden $[131]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Religiöse Stiftungen

Einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor stellen die religiösen Stiftungen (Bonyād) dar. Sie kontrollieren ca. 80 % der Wertschöpfung. Die Regierung plant, den privaten Sektor deutlich zu erhöhen.[133] Das System der Bonyāds bestand bereits unter dem Schah und erfĂŒllte schon damals karitative Aufgaben, wie sie auch schwarze Kassen fĂŒr die herrschende Elite darstellten. Auch heute werden den Bonyāds VorwĂŒrfe wegen mangelnder Transparenz, Korruption und Vetternwirtschaft gemacht. Steuervorteile wĂŒrden die Entwicklung eines privaten Wirtschaftssektors behindern. Die Bonyāds agieren in Form von Holdings und sind in großen Teilen der Wirtschaft marktbeherrschend, so z. B. im Bereich des Exports, beim Baumaterial (Beton), Reedereien und Petrochemie, außerdem betreiben sie Hotels, UniversitĂ€ten und Banken. Verantwortlich sind die Bonyāds alleine dem RevolutionsfĂŒhrer und Staatsoberhaupt Āyatollāh Ali Chamene’i.[134][135] Die beiden grĂ¶ĂŸten Stiftungen, deren Besitz je auf bis zu 15 Milliarden US$ angesetzt wird, sind die Bonyād-e-Mostafezān (Stiftung fĂŒr Entrechtete)[136] sowie der Āstān-e Qods-e Razavi von Meschhed, ursprĂŒnglich die Verwaltung eines Heiligengrabs, inzwischen aber ein Großkonzern. Im Sozialsystem des Iran sind die Bonyāds neben dem Staat der grĂ¶ĂŸte Faktor und unterstĂŒtzen ungefĂ€hr die HĂ€lfte der bedĂŒrftigen Bevölkerung.

Privatisierung

Bereits seit 2001 betreiben die iranischen Regierungen Programme zur Förderung der Privatwirtschaft. Der Verfassungsartikel 44 musste dafĂŒr geĂ€ndert werden.[137] 2006 gab die Regierung ein Privatisierungsprogramm heraus, das strategisch wichtige Industrien im Ölsektor und im Finanzbereich einschloss. Die Umsetzung des Programms war schwach, weil der private Sektor wenig Interesse an Investitionen zeigte.[138] 2008 gab die Regierung ein weiteres Programm zur Ermutigung der privaten Investitionen heraus. Von den Privatisierungsbestrebungen profitiert auch die Iranische Revolutionsgarde, deren Rentenkassen große Firmen z. B. in der Telekommunikationsindustrie aufkaufen. Inwiefern die Kommandeure der Revolutionsgarden direkten Einfluss auf die GeschĂ€ftsfĂŒhrung der erworbenen Firmen nehmen, ist umstritten. Da Kapitalmonopole im Iran nicht wie in anderen LĂ€ndern vorhanden sind, sind viele Firmen mit akkumuliertem Kleinkapital und durch Rentenkassen finanziert. Eine direkte Einflussnahme der Revolutionsgarden auf die GeschĂ€ftsfĂŒhrung ist nicht in jedem Fall zu erkennen, so sitzt im Aufsichtsrat der von den Revolutionsgarden erworbenen Telekom kein Mitglied der Pāsdārān. Auch dieser Kauf war zur HĂ€lfte privat finanziert. Kritisiert werden Steuervorteile gegenĂŒber privaten Unternehmen sowie die Zollfreiheit der Revolutionsgarden. Am Ausbau der Teheraner Metro sind die Nationale Baugesellschaft, die den Revolutionsgarden gehören soll, und die religiöse Stiftung Bonyād-e Mostazafin va Dschānbāzān („Stiftung der UnterdrĂŒckten und Kriegsversehrten“) je zur HĂ€lfte beteiligt. Die Pāsdārān selber bestreiten jede direkte wirtschaftliche AktivitĂ€t und weisen insbesondere den Vorwurf des Schmuggels, der von PrĂ€sident Ahmadineschad erhoben wurde, zurĂŒck.[139]

Landwirtschaft

Die landwirtschaftliche NutzflĂ€che betrĂ€gt trotz zahlreicher Gebirge und WĂŒsten 10 % der LandesflĂ€che, wobei ein Drittel kĂŒnstlich bewĂ€ssert wird. Die Landwirtschaft ist einer der grĂ¶ĂŸten Arbeitgeber des Landes. Wichtige Produkte sind Pistazien, Weizen, Reis, Zucker, Baumwolle, FrĂŒchte, NĂŒsse, Datteln, Wolle und Kaviar. Seit der Revolution von 1979 wurde der Anbau von Weintrauben wegen des islamischen Alkoholverbots auf den 200.000 Hektar RebflĂ€che fast vollstĂ€ndig auf Tafeltrauben und Rosinen umgestellt. Bei Rosinen ist der Iran inzwischen nach der TĂŒrkei der zweitgrĂ¶ĂŸte Exporteur der Welt, bei Safran mit ungefĂ€hr 90 % Marktanteil des globalen Bedarfs mit Abstand der grĂ¶ĂŸte.

Energie

Der Iran besaß im Jahr 2005 eine Kraftwerksleistung von 41.000 Megawatt. Um das geförderte Erdöl fĂŒr den Export verfĂŒgbar zu haben, ist der Bau von ca. 20 Kernkraftwerken geplant. Zudem ist der Bau von Anlagen fĂŒr die Produktion von Kernbrennstoffen vorgesehen. Einen erheblichen Anteil an der Energie hat auch die Wasserkraft mit 12.000 MegaWatt, einige Anlagen befinden sich noch in Bau.

Erdöl

Der Iran stand 2010 mit rund 203,2 Mio. Tonnen gefördertem Erdöl[140] an vierter Stelle der ölfördernden LĂ€nder. Das Land verfĂŒgt ĂŒber bekannte Erdölreserven von etwa 18 Mrd. Tonnen (136 Mrd. Barrel) und damit die drittgrĂ¶ĂŸten Erdölreserven weltweit. Der Iran gehört mit zu den LĂ€ndern, die in der so genannten strategischen Ellipse liegen.

Berge von Alborz ĂŒber dem Neubaugebiet von Elahiyeh.

Nachdem die islamische Revolution 1979 die Ölförderung fast zum Erliegen gebracht und die zweite Ölkrise nach 1974 ausgelöst hatte, fördert das Land heute im Durchschnitt tĂ€glich 4,245 Mio. Barrel Erdöl (ungefĂ€hr 645 Mio. Liter). Das bedeutet eine Steigerung von 0,9 % gegenĂŒber 2009. Davon entfallen (2010) 1,799 Mio. Barrel (ungefĂ€hr 286 Mio. Liter tĂ€glich) auf den Eigenbedarf (eine Steigerung von 1 % gegenĂŒber 2009) die restlichen 2,446 Mio. Barrel (jĂ€hrlich 892,79 Mio. Barrel bzw. 141,9 Mrd. Liter) werden exportiert.[140] Von den weltweit bekannten, mit modernen Techniken förderbaren Erdöl-Reserven befinden sich 10–11 % (je nach Quelle 125 bis 135 Milliarden Barrel) auf dem iranischen Staatsgebiet. Der Iran könnte somit seine derzeitige Förderung das ganze 21. Jahrhundert beibehalten, theoretisch sogar noch steigern.

Der Staat verbraucht selbst 1,8 Millionen Barrel Öl pro Tag, eine Verdreifachung seines heimischen Verbrauchs seit 1980. Das Land hat seit dem Jahr 2000 seine RaffineriekapazitĂ€ten von 1,6 Mio. Barrel tĂ€glich auf 1,86 Mio. Barrel tĂ€glich gesteigert.[140]

Nach einer Meldung der Islamic Republic News Agency (IRNA) wurde am 17. Februar 2008 die Iranische Ölbörse (IOB) mit Sitz auf der Insel Kisch eröffnet, welche das Erdöl in Petroeuro anstelle der bislang ĂŒblichen Petrodollar handeln solle. Statt in Euro werden die Preise allerdings ĂŒberwiegend in der LandeswĂ€hrung Rial berechnet. Der Euro ist inzwischen eine stabilere Preisbasis als der US-Dollar, doch dĂŒrfte sich dieser Wechsel auch politisch gegen die USA richten, die seit dem Sturz des Schah als Staatsfeind gelten.

Ölfelder

Die wichtigsten iranischen Erdölfelder – gezĂ€hlt in bpd (Barrels per day) nach dem Kenntnisstand 2005 – sind:[141]

Wichtigste iranische Ölfelder zu Lande (onshore)
Lage bbl/d
Ahwaz-Asmari 700.000
Gachsaran 560.000
Marun 520.000
Bangestan (soll auf ĂŒber 550.000 steigen) ca. 245.000
AghaJari 200.000
Karanj-Parsi 200.000
Rag-e-Safid 180.000
BibiHakimeh 130.000
Pazanan 70.000
Wichtigste iranische Ölfelder im Schelfgebiet (offshore)
Lage bbl/d
Dorood 130.000
Salman 130.000
Abuzar 125.000
Sirri A&E 95.000
Soroush/Nowruz 60.000

Erdgas

Im Jahr 2011 nahm der Iran mit ca. 152 Mrd. m³ gefördertem Erdgas den vierten Platz der weltweiten Erdgasförderung ein.

Mit geschÀtzten 27 Billionen m³ ErdgasvorrÀten steht der Iran an zweiter Stelle der weltweiten Erdgasreserven.

Die jĂ€hrliche Förderung von Erdgas betrug im Jahre 2003 79 Mrd. mÂł. Davon wurden 72,4 Mrd. mÂł (fast 92 %) fĂŒr den Eigenbedarf des Iran benötigt, womit das Land neuntgrĂ¶ĂŸter Erdgasverbraucher der Welt ist.

Die iranische Erdgasindustrie befindet sich jedoch noch nicht auf demselben Entwicklungsstand wie die der Konkurrenten in der Golfregion (z. B. Katar) und ist noch im Aufbau. Etwa 62 % der bekannten LagerstĂ€tten sind noch nicht erschlossen, wofĂŒr ein Zeithorizont von 25 Jahren geplant ist. Zwar gibt es bereits einige Gasexporte aus dem Iran in die NachbarlĂ€nder (vor allem in die TĂŒrkei), doch ist der Iran wegen seiner Importe aus Turkmenistan derzeit noch ein Nettogasimporteur.

Atomprogramm

→ Hauptartikel: Iranisches Atomprogramm

Auf der politischen Agenda des neu gewĂ€hlten StaatsprĂ€sidenten Mahmud Ahmadinedschad stand im Jahre 2005 unter anderem der Punkt: eine Abwendung von diplomatischen EingestĂ€ndnissen in internationalen Verhandlungen (Atomstreit). Im Februar 2006 forderte die deutsche Bundeskanzlerin Merkel den Iran auf der 42. MĂŒnchner Sicherheitskonferenz nachdrĂŒcklich zum Einlenken im Atomstreit auf. „[
] der Iran hat mutwillig die roten Linien ĂŒberschritten“, warf sie Teheran vor. Es gebe die „berechtigte BefĂŒrchtung“, dass sein Atomprogramm nicht der friedlichen Nutzung, sondern militĂ€rischen Optionen diene: „Wir wollen und mĂŒssen die Entwicklung iranischer Nuklearwaffen verhindern.“ Das Land dĂŒrfe eine mögliche Überweisung des Konflikts in den UNO-Sicherheitsrat nicht zum Anlass nehmen, die Beziehungen zur internationalen Gemeinschaft abzubrechen. Es handele sich nicht um eine Provokation – vielmehr sei der Sicherheitsrat der legitime Ort zur Lösung des Konflikts. Merkel unterstrich auch die Bedeutung der Rolle Russlands. Je breiter die internationale Übereinstimmung sei, desto eher sei ein Einlenken der iranischen FĂŒhrung möglich. An die Adresse des bei der Konferenz anwesenden iranischen Vize-Außenministers Abbas Araghtschi sagte Merkel, es fehle auch eine klare Stellungnahme zu den Äußerungen von PrĂ€sident Mahmud Ahmadinedschad zum Existenzrecht Israels. Gerade von Deutschland könne der Iran in dieser Frage „nicht die geringste Toleranz erwarten“ [142].

Die iranische Regierung kĂŒndigte im MĂ€rz/April 2006 an, sie wolle den hohen Eigenbedarf an Erdgas durch ein eigenes Atomprogramm reduzieren. Viele Staaten fĂŒrchteten jedoch, dass die islamistische Regierung damit auch die Entwicklung der Atombombe vorantreiben werde (siehe IAEO und UNO-Sicherheitsrat, MĂ€rz/April 2006).

Am 31. Juli 2006 verabschiedete der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine moderatere Resolution, welche dem Iran bis zum 31. August 2006 Zeit ließ, das Programm zur Urananreicherung zu unterbrechen, ansonsten mĂŒsse das Land sich auf wirtschaftliche und diplomatische Sanktionen gefasst machen. Der Iran ging postwendend hinsichtlich der geplanten Maßnahmen auf Konfrontationskurs, indem er mitteilte, dass die Maßnahme Verhandlungen ĂŒber ein AnreizbĂŒndel, welches im Juni 2006 dem Land offeriert wurde, erschwere. Dieses BĂŒndel sollte dem Iran eine Aussetzung der Uran-Anreicherung schmackhaft machen.[143]

Die iranische FĂŒhrung ließ am 6. August 2006 verlauten, dass sie im Widerspruch zur jĂŒngsten Resolution des UN-Sicherheitsrats die Arbeiten zur Urananreicherung bei Bedarf ausweiten wolle. „Wir werden unsere Atomtechnologie fortentwickeln, wann immer es notwendig sein wird,“ sagte der ChefunterhĂ€ndler des Iran Laridschani in Teheran.[144]

Der US-EnthĂŒllungsjournalist Seymour Hersh erhob am 19. November 2006 schwere VorwĂŒrfe gegen die US-Regierung. Diese solle bewusst Informationen des CIA zurĂŒckhalten, die belegten, dass keinerlei Beweise fĂŒr Nutzung des Atomprogramms zu militĂ€rischen Zwecken vorliege. Laut Hersh spielt die US-Regierung die Geheimdienst-Erkenntnisse herunter, um an ihrer harten Politik gegen Teheran weiterhin festhalten zu können.[145]

In einem Interview mit der Zeitung „Jungle World“ im Februar 2011 bestĂ€tigte der frĂŒhere, außenpolitisch mit dem iranischen Atomprogramm direkt befasste iranische Diplomat Abolfazl Eslami im Wesentlichen die VorwĂŒrfe gegen die iranische FĂŒhrung, Atomwaffen anzustreben:

„[Ich] konnte mir nicht vorstellen, dass sie an einer Atombombe arbeiten. Aber als sie den Vorschlag (erg.: der EU-Troika) zurĂŒckwiesen, wurde mir klar, dass sie wirklich genau das tun. Sie wollen keine Nuklearanlage fĂŒr das iranische Volk, wie sie offiziell immer behauptet haben. Zivile Nuklearanlagen sind nur ein Vorwand, um an Nuklearwaffen zu kommen. Wir iranischen Diplomaten waren uns dessen anschließend vollstĂ€ndig bewusst. Deshalb habe ich dann auch die NPT-Sektion der UN verlassen. Ich ging dann als Botschaftsberater nach Tokio.[146]“

Am 21. August 2010 wurde der Reaktor des Kernkraftwerk Buschehr trotz heftiger Proteste der westlichen Welt bestĂŒckt. Am 4. September 2011 wurde er erstmals an das Stromnetz angeschlossen.[147]

Laut einer am 14. Januar 2013 veröffentlichten Studie der unabhĂ€ngigen US-MilitĂ€rforschungseinrichtung ISIS (Institute for Science and International Security) könnte der Iran bis Mitte 2014 genug hochangereichertes Uran produziert haben, um Atombomben herstellen zu können. Das Expertenteam fĂŒr Nichtverbreitung von Kernwaffen zeigen sich in dem 166 Seiten langen Report sehr skeptisch, dass die iranische Regierung ihr Nuklearprogramm ausschließlich fĂŒr friedliche Zwecke der Energiegewinnung zu verwenden plant.[148]

Staudammbau

Der Iran entwickelte sich zu einem großen Staudammbauer. 157 DĂ€mme wurden gebaut, 84 befinden sich im Bau oder Planung, vor der Islamischen Revolution gab es nur 13 StaudĂ€mme im Land.[149] Abgesehen von der Produktion von ElektrizitĂ€t, die dann wiederum mehr Öl fĂŒr den Export freigibt, will das Land damit die fortschreitende Wasserknappheit handhaben.[150][151] Das grĂ¶ĂŸte Projekt ist der Bachtiyāri-Staudamm in der Provinz Lorestan im SĂŒdwesten des Iran, im Zagros Gebirge. Er soll der grĂ¶ĂŸte doppelbögige Staudamm der Welt werden, mit einer Höhe von 315 Metern. Bedingt durch seine schwierige geographische Lage ist es nicht notwendig Menschen dafĂŒr umzusiedeln.[152]

2010 erhielt ein iranisches Unternehmen den Auftrag zur Errichtung des Staudamms „Schah Wa Aroos“ nördlich von Kabul mit einer KapazitĂ€t von 7,5 Millionen Kubikmetern Wasser und einer Bauzeit von 3,5 Jahren. An ArbeitskrĂ€ften will der Iran 25 % stellen, der Rest soll von lokalen ArbeitskrĂ€ften geleistet werden.[153]

Nach Meinung von Kritikern gefĂ€hrdet das Sivand-Staudammprojekt unter anderem das Weltkulturerbe des Grabes von Kyros dem Großen bei Pasargadae. Es liegt wenige Kilometer vom Stausee entfernt und es wird eine GefĂ€hrdung durch Feuchtigkeit befĂŒrchtet.[154] Die Projekte um den stark salzhaltigen (30 %) Urmiasee im Nordwesten des Iran werden vor allem von UmweltschĂŒtzern kritisiert: Je nach Jahreszeit leben hier viele Pelikane und Flamingos, die sich von dem im See beheimateten Salzkrebsen ernĂ€hren. Der seit 1976 als BiosphĂ€renreservat der Unesco klassifizierte See ist mit 5200 Quadratkilometern der grĂ¶ĂŸte Binnensee im Mittleren Osten und von fortschreitender Austrocknung bedroht. UmweltschĂŒtzer machen dafĂŒr unter anderem die zahlreichen StaudĂ€mme im Umland verantwortlich, die den Zufluss zum See verhindern.[155] Die iranische Regierung hat 900 Mio. $ fĂŒr die Rettung des Sees freigegeben, der See soll geflutet werden.[156]

Automobilindustrie

In der Automobilindustrie waren 2010 rund 500.000 Menschen beschĂ€ftigt, damit ist die Branche der zweitgrĂ¶ĂŸte Arbeitgeber nach der Ölindustrie und der Iran der grĂ¶ĂŸte Automobilproduzent im Mittleren Osten.[157] 2012 ist die Automobilproduktion des Iran jedoch scharf eingebrochen; es wurden nur noch 989.110 Fahrzeuge produziert – 40 Prozent weniger als 2011. Darunter fallen 848.000 PKW und 141.110 Nutzfahrzeuge.[158] Die beiden grĂ¶ĂŸten Automobilhersteller sind die staatliche SAIPA – derzeitig im Privatisierungsprozeß[159] – und Iran Khodro. Die IKCO produziert neben einheimischen Modellen wie Dena und Runna in Lizenz Modelle von Peugeot.[160] SAIPA hat die IKCO im Jahr 2010 das erste Mal in der Rangfolge ĂŒberholt. Nach Ansicht des Business Monitor International’s Iran Autos Report wird sich die Belastbarkeit der iranischen Automobilindustrie erst in den nĂ€chsten Jahren zeigen, wenn der einheimische Markt gesĂ€ttigt ist und der Iran zunehmend auf dem internationalen Markt agiert, denn bisher ist der Produktionsanstieg noch ĂŒberwiegend auf die UnterstĂŒtzung der Regierung zurĂŒckzufĂŒhren.[161] 12,64 % der zugelassenen Kraftfahrzeuge werden mit Gas betrieben. Der Iran liegt damit weltweit an fĂŒnfter Stelle der Nutzung von gasbetriebenen Kraftfahrzeugen.[162] Der schwedische LKW-Produzent Scania eröffnete 2011 eine neue Produktionslinie in Qazvin und löst damit Daimler-Chrysler ab, das seine GeschĂ€ftskontakte mit dem Iran abgebrochen hat.[163]

Korruption

Der Iran hat eine enorme Korruption. Laut dem internationalen Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International aus dem Jahr 2012 belegt der Iran unter 174 gelisteten LĂ€ndern Platz 133 und liegt damit gleichauf mit Russland, Kasachstan, Guyana, den Komoren und Honduras.[164]

Subventionsreformen

In der zweiten JahreshĂ€lfte 2010 begann die iranische Regierung mit der Umsetzung einer lange geplanten Reform von Subventionen auf Energiepreise, Getreide, Brot und öffentlichen Personenverkehr. Der IWF attestierte dem Iran dazu gute Startbedingungen beim RĂŒckgang der Inflation von ĂŒber 30 % auf 10 % ab September 2009. Im ersten Jahr der Reformen wurden $ 60 Milliarden an Subventionen zurĂŒckgefahren, 15 % des Bruttoinlandproduktes. Grund fĂŒr die Reform sind die steigenden Energiepreise auf dem Weltmarkt, bei kĂŒnstlich niedrig gehalten Preisen im Inland, was dazu fĂŒhrte, dass der Iran zu einem der grĂ¶ĂŸten Energieverschwender wurde, wĂ€hrend gleichzeitig Haushalte mit niedrigem Einkommen von den Subventionen kaum profitierten. Der IWF nennt eine Summe von durchschnittlich $ 4000 jĂ€hrlicher Subventionen fĂŒr einen vierköpfigen Haushalt, wobei es aber einen großen Teil Iraner gibt, deren Jahreseinkommen unter $ 4000 liegt. Man verspricht sich also sowohl einen sparsameren Umgang mit Energie als auch die Entwicklung energiesparender Technologien, z. B. in der iranischen Autoproduktion, und mehr soziale Gerechtigkeit durch Direktzahlungen an einkommensschwache Haushalte sowie erhöhte Staatseinnahmen durch mehr ExportkapazitĂ€ten bei Öl und Gas. Insgesamt gehen 30 % des durch die gestrichenen Subventionen eingesparten Geldes direkt an die BĂŒrger zurĂŒck, 20 % werden an die Industrie zur Entwicklung von Energiesparmaßnahmen gezahlt, der Rest verbleibt zum Ausgleich der erhöhten Energiepreise im Staatshaushalt. Es sind 93 % der iranischen BĂŒrger fĂŒr die Direktzahlungen registriert. Pro Person eines Haushaltes werden ca. $ 80 alle zwei Monate ausgezahlt. Der IWF zog im Juni eine positive Zwischenbilanz der Reformen: Trotz der bis um das 20fache erhöhten Energiepreise stieg die Inflationsrate maßvoll auf 14,2 % im Mai 2011. Es wird eine vorĂŒbergehende AbschwĂ€chung des Wirtschaftswachstums und ebenso vorĂŒbergehender Anstieg der Inflationsrate erwartet, der IWF konstatiert aber jetzt schon mehr soziale Gerechtigkeit und geringeren Energieverbrauch.[165][166][167]

Arbeitsmarkt

Neben der hohen Arbeitslosigkeit ist Kinderarbeit und die BeschĂ€ftigung von Billiglohnarbeitern vor allem aus Afghanistan verbreitet. FĂŒr die BeschĂ€ftigten gibt es keine gewerkschaftliche Vertretung. Besonders Billiglohnarbeiter sind starken Repressionen ausgesetzt.[168][169]

Kultur

Iranische Kinospielfilmproduktion[170]
Jahr Anzahl
1975 68
1985 42
1995 k.A.
2005 26

Literatur

Persien, hierbei insbesondere das sĂŒdliche Fars, weist in der Dichtkunst zahlreiche BerĂŒhmtheiten auf, von denen Firdausi, Hafis und Saadi einige der bekanntesten sind. In der Neuzeit gewann die Prosa in der persischen Literatur zunehmende Bedeutung, so beispielsweise mit den Werken Sadeqh Hedayats, der erhebliche und teils wegweisende Neuerungen sowohl im Stil als auch im Bereich der Themenwahl vornahm. Außerhalb des Rahmens der klassischen persischen Poesie entwickelten sich in der Dichtkunst im zwanzigsten Jahrhundert neue Richtungen, zu denen insbesondere das Neue Persische Gedicht (Sche’r-e Nou) und das Weiße Gedicht (Sche’r-e Sepid) zu zĂ€hlen sind. Eine unĂŒbliche Kunstform wĂ€hlte in jĂŒngerer Zeit die im französischen Exil lebende Comic- Autorin Marjane Satrapi, die im autobiographischen Werk Persepolis von ihrer Kindheit und Jugend wĂ€hrend der islamischen Revolution erzĂ€hlt sowie in Sticheleien GesprĂ€che unter Frauen ihrer Familie aufzeichnete.

Die heute vorliegende, vorislamische Literatur reicht bis zu den dem Religionsstifter Zarathustra zugeschriebenen Hymnen, den Gathas, sowie den Yashts zurĂŒck. Es existieren Werke in verschiedenen alten iranischen Sprachen. Hierzu gehören insbesondere avestische sowie mittelpersische Arbeiten, welche zu einem großen Teil zoroastrische Themen, jedoch auch unter anderem historische und manichĂ€ische Inhalte behandeln.

Feste

Zu den bekanntesten Festen zĂ€hlen das Neujahrsfest Nouruz (nou ‚neu‘, ruz ‚Tag‘) zu FrĂŒhlingsanfang, Sizdah-Be-Dar (Dreizehn vor der TĂŒr) am 2. April, also dem 13. 1. im iranischen Kalender, sowie Schab-e Yaldā (Nacht der Geburt) zur Wintersonnenwende, welche in einer engen Verbindung mit der persischen Mythologie stehen. Daneben gibt es auch die islamischen Feste.

KĂŒche

→ Hauptartikel: Persische KĂŒche

Beispiele typischer Gerichte der persischen KĂŒche sind Tschelo Kabāb (Kabāb mit Reis), Choreschteh Fesendschan (HĂ€hnchen in einer Walnuss- und Granatapfel-Soße), Ghormeh Sabzi (GrĂŒner Eintopf) und Ālbālu Polo (Sauerkirschreis).

Iranische Zeitungen in Teheran

Medien

Teheran ist das Medienzentrum des Landes. Hier erscheinen die wichtigsten Tageszeitungen wie u. a. Abrar, Ettelā’āt, Hamshahri, Dschumhori-yi Islami, Kayhan, Resalat, Schargh, die englischsprachigen Tehran Times, Kayhan International, Iran Daily, Iran News sowie die Literatur- und Kunstzeitschrift Nafeh. Die bekanntesten Nachrichtenagenturen sind Islamic Republic News Agency, Iranian Students News Agency und Mehr News Agency.[171] SĂ€mtliche Zeitungen, Nachrichtenagenturen und die staatlichen Rundfunk- und Fernsehsender (IRIB) unterliegen staatlicher Zensur. Nach Artikel 110 der Iranischen Verfassung unterstehen diese direkt dem obersten Rechtsgelehrten.

ZusĂ€tzlich gibt es ĂŒber 30 persischsprachige Fernsehsender aus dem bei Los Angeles liegenden San Fernando Valley, Kalifornien, die ĂŒber Satellit oder Internet im Iran empfangen werden können.

Sport

Dizin, das Skigebiet im Elburs-Gebirge
Miniaturmalerei zu Tschaugān (Polo), 16. Jahrhundert, TĂ€bris

Die Sportart Polo entstand im alten Iran und erreichte mit der Zeit den Rang eines Nationalsports. Das im Persischen als „Tschaugān“ bekannte Spiel war bereits im achĂ€menidischen Persien beliebt und findet in der iranischen Literatur vielfach ErwĂ€hnung.[172] Auch bei der Entwicklung des Spiels Schach spielte Persien eine wichtige Rolle. Über Indien gelangte das Spiel nach Persien, wo es modifiziert wurde. Durch die Islamisierung Persiens kam das Schachspiel durch die Araber schließlich nach Europa. Der Name des Spiels bezieht sich in der deutschen Sprache auf das persische Wort „Schāh“, welches als „König“ ĂŒbersetzt werden kann.

Fußball ist die populĂ€rste Mannschaftssportart im Iran. Bisher gelang der iranischen Nationalmannschaft viermal die Qualifikation zu einer Fußball-Weltmeisterschaft: 1978 in Argentinien, 1998 in Frankreich, 2006 in Deutschland und 2014 in Brasilien. 1978, 1998 und 2006 schied der Iran stets in der Vorrunde aus und konnte lediglich ein Spiel gewinnen (1998: 2:1 gegen die USA). Zwei Mal errang der Iran ein Unentschieden (1978: 1:1 gegen Schottland und 2006: 1:1 gegen Angola), sechs Spiele wurden verloren (1978: 0:3 gegen die Niederlande und 1:4 gegen Peru, 1998: 0:1 gegen Jugoslawien 0:2 gegen Deutschland und 2006: 1:3 gegen Mexiko und 0:2 gegen Portugal). Dreimal gewann der Iran die Asienmeisterschaft (1968, 1972 und 1976).

Beliebt ist im Iran auch Hallenfußball (Futsal). Die iranische Nationalmannschaft gewann seit der EinfĂŒhrung der Asienmeisterschaft 1999 sieben Mal in Folge den Titel in Asien. Lediglich 2006 errang mit Japan eine andere Mannschaft als die iranische den asiatischen Titel. Der Iran nahm an vier der fĂŒnf bisher ausgetragenen Futsal-Weltmeisterschaften teil. GrĂ¶ĂŸter Erfolg der iranischen Hallenfußballer bei Weltmeisterschaften bleibt der 4. Platz bei der Futsal-WM 1992 in Hongkong. Damals unterlag der Iran Spanien im Spiel um Platz 3 mit 6:9. Bei den Turnieren 1996 (Spanien), 2000 (Guatemala) und 2004 (Taiwan) schied der Iran in der Vorrunde aus. An der WM 1989 in den Niederlanden nahm der Iran nicht teil.

Beliebte Mannschaftssportarten sind zudem Volleyball, Basketball und Wasserball. Im Volleyball gelang es dem Iran, sich sogar fĂŒr die Volleyball-WM der Herren, die im Herbst 2006 in Japan stattfand, zu qualifizieren. Die Iraner schieden allerdings in der Vorrunde aus.

Wichtige und traditionelle Individualsportarten sind Ringen und Gewichtheben. Zahlreiche iranische Olympiasieger und Weltmeister zeugen von der StĂ€rke iranischer Athleten in diesen beiden Sportarten. So hĂ€lt beispielsweise der iranische Gewichtheber Hossein Rezazadeh den aktuellen Weltrekord in der +105 kg Klasse. DarĂŒber hinaus gewann Rezazadeh bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney (2000) und Athen (2004) je eine Goldmedaille und ist somit bisher der einzige iranische Sportler, der zwei Mal Olympiasieger wurde.

Zu den erfolgreichen Sportarten gehören in jĂŒngster Zeit darĂŒber hinaus Taekwondo und Judo. So gewann Hadi Saei Bonehkohal in Athen als erster Iraner die olympische Goldmedaille im Taekwondo (Klasse 58–68 kg). Der iranische Judoka und Weltmeister Arasch Miresmaili sorgte 2004 fĂŒr einen Eklat bei den Olympischen Spielen in Athen: Das Los bescherte dem Favoriten auf die Goldmedaille in der ersten Runde der JudowettkĂ€mpfe den israelischen KĂ€mpfer Ehud Vaks. Da es iranischen Sportlern untersagt ist, gegen israelische Sportler anzutreten, missachtete Miresamili das Gewichtslimit in seiner Klasse absichtlich und wurde somit disqualifiziert. NachtrĂ€glich wurde er mit ca. 125.000 $ von der iranischen Regierung genauso belohnt wie die beiden Olympiasieger von Athen Rezazadeh und Saei Bonehkohal.

Die iranische Olympiamannschaft gewann in Athen zwei Gold-, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen und belegte in der inoffiziellen Nationenwertung gemeinsam mit der Slowakei den 29. Platz. Die sechs Medaillen fĂŒr den Iran wurden in den Sportarten Ringen (zwei Silber- und eine Bronzemedaille), Gewichtheben (eine Goldmedaille) und Taekwondo (eine Gold- und eine Silbermedaille) errungen.

Auch wenn der Motorsport aus KostengrĂŒnden im Iran eher eine Randsportart ist, erfuhr zumindest die nationale Rallyemeisterschaft ĂŒberproportional Beachtung, da die in ihrer Heimat sehr populĂ€re Laleh Sadigh sowohl 2004 als auch 2005 gegen ihre mĂ€nnlichen Kontrahenten triumphieren konnte. Daraufhin wurde sie als „Ikone des Feminismus“ gefeiert.[173]

WeiterfĂŒhrende Literatur

  •  Katajun Amirpur; Reinhard Witzke: Schauplatz Iran. Ein Report. In: Herder-Spektrum. 5535, Herder, Freiburg im Breisgau; Basel; Wien 2004, ISBN 3-451-05535-X. Rezension auf der Webseite des Eurasischen Magazins.
  • Hakan Baykal: Vom Perserreich zum Iran. 3000 Jahre Kultur und Geschichte, Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-2035-3.
  • Christopher de Bellaigue: Im Rosengarten der MĂ€rtyrer. Ein Portrait des Iran. MĂŒnchen: C.H. Beck, 2006.–1. Auflage. – ISBN 3-406-54374-X
  • Eckhart Ehlers: Iran, Wissenschaftliche LĂ€nderkunden Bd. 18, Darmstadt 1980
  •  Carsten Felgentreff; Hans-Joachim BĂŒrkner; Manfred Rolfens (Hrsg.): Die Islamische Republik Iran. Eine Studienreise. In: Praxis Kultur- und Sozialgeographie. 39, UniversitĂ€tsverlag Potsdam, Potsdam 2006, ISBN 978-3-939469-25-4 (Komplettansicht bei Google BĂŒcher).
  • W. Bode und H.D. Knapp (Hrsg.): Schutz der Biologischen Vielfalt und integriertes Management der Kaspischen WĂ€lder (Nordiran). [bilingual Deutsch/Farsi]. Bonn-Bad Godesberg: Bundesamt fĂŒr Naturschutz, 2005. 410 S. (Naturschutz und Biologische Vielfalt; 12) ISBN 3-7843-3912-3
  •  Navid Kermani: Iran. Die Revolution der Kinder. In: Beck’sche Reihe. 2., erweiterte und aktualisierte Auflage. 1485, C. H. Beck, MĂŒnchen 2005, ISBN 3-406-47625-2 (Beschreibung und Pressestimmen auf der Webseite des Autors. Vorschau bei Google BĂŒcher.).
  •  Parinas Parhisi: Frauen in der iranischen Verfassungsordnung. Zugelassene gekĂŒrzte und ĂŒberarbeitete Fassung von der Dissertation „Frauenrechte im System der Verfassungs- und Rechtsordnung der Islamischen Republik Iran“ an der Johann Wolfgang Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt am Main von 2007. In: Beiheft zu „Verfassung und Recht in Übersee“. 24, Nomos, Baden-Baden 2010, ISBN 978-3-8329-5492-5.
  •  Volker Perthes: Iran. Eine politische Herausforderung. Die prekĂ€re Balance von Vertrauen und Sicherheit. In: Edition Suhrkamp. 2572, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-518-12572-4. Inhaltsverzeichnis im Online-Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  •  Ralf Rettig: Ursachen der sozialen Revolution im Iran. Eine komparative Analyse des Irans und Ägyptens. Zugelassene Diplomarbeit an der UniversitĂ€t Konstanz von 1998. (PDF-Datei im Konstanzer Online-Publikations-System).
  •  Roman Laal Riahi: Der Iran von den Qajaren bis zur Islamischen Republik. Politische Kultur unter den Bedingungen asymmetrischer Interaktion. Zugelassene Dissertation an der RWTH Aachen von 2010. Der Andere Verlag, Tönning; LĂŒbeck; Marburg 2010, ISBN 978-3-86247-053-2.
  • Bruno Schirra: Iran – Sprengstoff fĂŒr Europa. Econ, Berlin MĂ€rz 2006. – ISBN 3-430-17957-2
  • Ray Takeyh: Hidden Iran – Paradox and Power in the Islamic Republic, New York 2006, ISBN 978-0-8050-7976-0
  •  Wahied Wahdat-Hagh: Die islamische Republik Iran. Die Herrschaft des politischen Islam als eine Spielart des Totalitarismus. Mit einem Vorwort von Ulrich Albrecht. Zugelassene Dissertation an der FU Berlin von 2003. In: Konfrontation und Kooperation im Vorderen Orient. 10, LIT, MĂŒnster 2003, ISBN 3-8258-6781-1.
  • Kirsten Winkler: KulturSchock Iran. Reise Know-How Verlag, 2005, ISBN 3-8317-1390-1
  • Lydia Henninger: Salam Iran – Die acht Paradiese. Books on Demand, 2011, ISBN 978-3-8423-2814-3

Nachschlagewerke und HandbĂŒcher

Weblinks

 Portal: Iran – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Iran
 Wiktionary: Iran â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Iran â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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 Wikimedia-Atlas: Iran â€“ geographische und historische Karten
 Wikisource: Iran â€“ Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Iran â€“ ReisefĂŒhrer

Einzelnachweise

  1. ↑ http://www.transparency-for-iran.org/schlagzeilen/ergebnisse-der-volkszahlung-veroffentlicht
  2. ↑ World Economic Outlook Database, April 2012 des Internationalen WĂ€hrungsfonds
  3. ↑ Human Development Index, abgerufen am 8. Oktober 2013
  4. ↑ Mahmoud Rashad: Iran: Geschichte, Kultur und lebendige Traditionen – antike StĂ€tten und islamische Kunst in Persien. Verlag DuMont, 2006, ISBN 978-3-7701-3385-7, S. 9.
  5. ↑ Bayerische Landesanstalt fĂŒr Forst- und Waldwirtschaft
  6. ↑ W. Bode und H.D. Knapp (Hrsg.): Schutz der Biologischen Vielfalt und integriertes Management der Kaspischen WĂ€lder (Nordiran). [bilingual Deutsch/Farsi]. Bundesamt fĂŒr Naturschutz, Bonn-Bad Godesberg 2005, ISBN 3-7843-3912-3 (Naturschutz und Biologische Vielfalt; 12)
  7. ↑ Iran Country Profile bei BirdLife International, abgereufen am 12. August 2013
  8. ↑ a b „Middle East Environmental Law: Iran“, ’Vermont Law School'
  9. ↑ Hossein Dschaseb und Ramin Mostafawi, „Public holiday in Iran’s capital due to pollution“, ’Reuters Africa’, 30. November 2010
  10. ↑ a b „Pollution in Tehran – The smoggiest of all capitals: A not-so-divine cloud enwraps Iran’s capital“, ’The Economist’, 29. Dezember 2010
  11. ↑ Hossein Dschaseb und Ramin Mostafavi, „Public holiday in Iran’s capital due to pollution“, ’Reuters Africa’, 30. November 2010
  12. ↑ „Iran Don’t Belong in Rio“, ’Iranian.com’, 30. Mai 2012
  13. ↑ a b c Fabio Perugia, „The Nightmare of an Iranian Earthquake“, ’Il Tempo’, 15. MĂ€rz 2011
  14. ↑ Emilio Cardenas, „Ahmadinejad, again in Latin America“, ’La Nacion’, 5. Juni 2012
  15. ↑ „Iranian president to attend Rio+20 Conference“, ’Iran Daily Brief’, 30. Mai 2012
  16. ↑ „Ahmadinejad comes to Rio +20 to show that Iran has friends“ – 57 seconds in, 'J10 News’, 30. Mai 2012
  17. ↑ http://www.google.de/publicdata/explore?ds=d5bncppjof8f9_&met_y=sp_dyn_tfrt_in&idim=country:IRN&dl=de&hl=de&q=geburtenrate%20iran
  18. ↑ United Press International: Iran’s baby bust
  19. ↑ Michael Axworthy: Iran. Weltreich des Geistes. Von Zoroaster bis heute., Verlag Klaus Wagenbach, ergĂ€nzte aktualisierte und ĂŒberarbeitete Ausgabe 2011, Berlin, ISBN 978 3 8031 3636 7, S. 8 f.
  20. ↑ Central Intelligence Agency – The World Factbook: Iran (abgerufen am 4. Oktober 2011).
  21. ↑ Library of Congress – Federal Research Division: Country Profile Iran (Stand: Mai 2008; PDF; 117 kB).
  22. ↑ Central Intelligence Agency – The World Factbook: Iran (abgerufen am 4. Oktober 2011).
  23. ↑ Mehrdad R. Izady: Linguistic Composition of Iran (abgerufen am 4. Oktober 2011).
  24. ↑ CIA World Factbook: Iran (englisch)
  25. ↑ Eliz Sanasarian: Religious Minorities in Iran. Cambridge 2000, S. 53
  26. ↑ Claudio Habicht: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Saudi Arabien: Religionsfreiheit dauernd verletzt}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Tages-Anzeiger}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  27. ↑ http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/iran-atheismus-todesstrafe-internet
  28. ↑ a b Iran,der Staat des politischen Islam, Dr. Wolfgang Bator http://www.bator.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=41%3Airan-der-staat-des-politischen-islam&catid=17%3Airan&Itemid=22&limitstart=5 abgerufen 12. Februar 2012
  29. ↑ Website der Iran Revolution Mostazafan Foundation, Social Activities [1], abgerufen 12. Februar 2012
  30. ↑ Gesetzestext auf der Seite der Social Security Organization [2] abgerufen 12. Februar 2012
  31. ↑ Social Security Organization [3] abgerufen 12. Februar 2012
  32. ↑ World Bank Iran-Country Brief 2011 [4] abgerufen 12. Februar 2012
  33. ↑ Tehran bureau,Iran’s cities a sea of poverty,[5] 4. MĂ€rz 2011, abgerufen 12. Februar 2012
  34. ↑ Transparency-for-Iran, Artikel von Mahindokht Mesbah [6], 14. September 2011, abgerufen am 12. Februar 2012.
  35. ↑ 2012 UNHCR country operations profile – Islamic Republic of Iran [7] abgerufen 12. Februar 2012
  36. ↑ Vgl. Stephan Burgdorff / Klaus Wiegrefe (Hg.): Der Zweiten Weltkrieg. Wendepunkt der deutschen Geschichte. Goldmann, MĂŒnchen 2007, S. 213.
  37. ↑ Vgl. Wolfgang G. Schwanitz: Iran im Zweiten Weltkrieg, Webversion 7-2011 (PDF; 504 KB)
  38. ↑ http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4941501,00.html
  39. ↑ http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/middle_east/article6969094.ece
  40. ↑ www.transparency-for-iran.org, 18. April 2011: Wer ist der erste Mann im Staat?
  41. ↑ Julias Blog, 17. April 2011: Khamenei setzt Geheimdienstminister wieder ein
  42. ↑ Julias Blog, 5. Mai 2011: Ahmadinejads Getreue unter Beschuss: Khameneis Lager schlĂ€gt zurĂŒck
  43. ↑ englishtogerman: Abgeordnet des Madschles rufen zum Tod fĂŒr Mussawi und Karroubi auf
  44. ↑ Hossein Karroubi, Rooz-Online, 14. April 2011: Hossein Karroubi: „Mein Vater befindet sich im Gewahrsam des Geheimdienstministeriums“
  45. ↑ Spiegel-Online, 17. Juni 2009: Ajatollahs, Philosophen und ein MilliardĂ€r
  46. ↑ a b Amtsblatt der EuropĂ€ischen, 27. Juli 2010: Personen und Einrichtungen, die an nuklearen TĂ€tigkeiten oder TĂ€tigkeiten im Zusammenhang mit ballistischen Flugkörpern beteiligt sind, Seite L 195/61
  47. ↑ a b EuropĂ€ischer Rat, 12. April 2011: VERORDNUNG (EU) Nr. 359/2011 DES RATES vom 12. April 2011 ĂŒber restriktive Maßnahmen gegen bestimmte Personen, Organisationen und Einrichtungen angesichts der Lage im Iran, veröffentlicht im Amtsblatt der EuropĂ€ischen Union, Seite L 100/1
  48. ↑ Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer: Info Brief Teheran. Aktuelle Wirtschaftsinformationen aus dem Iran, April 2011
  49. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Freedom in the World 2012}} Freedom House, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (PDF; 3,7 MB, englisch).
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