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| Orjen-Schwertlilie | ||||||||||||
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| Orjen Iris (Iris orjenii) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Iris orjenii | ||||||||||||
| Bräuchler & Cikovac |
Die Orjen-Schwertlilie oder auch Orjen-Iris (Iris orjenii) ist eine Pflanzenart der Bartiris in der Familie Schwertliliengewächse (Iridaceae). Es ist eine endemische Art der Hochlagen des Orjen-Gebirges in Montenegro und der Herzegowina.
Inhaltsverzeichnis |
Es ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 35 und 50 cm erreicht. Der aufrechte Stängel ist rund und wenig verzweigt. Die Blätter sind zweizeilig reitend.
Das Blütenhülle ist cremweiß mit manchmal unregelmäßigen kleinen violetten Punkten und nur am Grund braun geadert. Der Bart auf dem äußeren Perigon ist gelb. Die Staubfäden sind so lang wie die Staubbeutel. Die Hochblätter sind am Rand trockenhäutig. [1]
Die Orjen-Iris wurde erst 2007 beschrieben. Sie ist eine endemische Art, nahe verwandt mit der Bleichen Schwertlilie (Iris pallida) und mit Iris reichenbachii [2].
Die Art kommt in den Südost-Dinariden im mediterranen Orjen Gebirge oberhalb der Baumgrenze oder in lichten Schlangenhaut-Kieferwäldern vor. Sie findet sich in der alpinen Seslerion robustae Stufe in Rasenfluren und Hochstaudenfluren. Hier findet sie sich lokal auch häufig in größeren Gruppen vergesellschaftet mit Heracleum sphondyllum, Sesleria robusta, Asphodelus albus und Lilium martagon var. cattaniae
Die Orjen-Schwertlilie ist eine alpine Pflanze, die im sommertrockenem Karstgebirge an der südlichen Adriaküste wächst. Sie wächst an sonnigen Hängen in nicht zu mageren Böden, was sie von dem im Gebiet sympatrisch vorkommenden Schwertlilie, Iris reichenbachii, die überwiegend auf sehr steinigen Initialböden der alpinen Stufe wächst unterscheidet.
Als endemische Art mit nur zwei bekannten lokalen Vorkommen und der Gefährdung durch potentielle Pflanzensammler, ist die Orjen-Schwertlilie nach IUCN als gefährdet eingestuft.
Bis jetzt ist die Orjen-Schwertlilie noch nicht in Kultur und wird in nur wenigen Botanischen Gärten gepflegt (Alpinum Botanischer Garten München, Botanischer Garten Jevremovac, Botanischer Garten Bonn, Botanischer Garten Zagreb, Botanischer Garten Pruhunice). Sie würde sich eignen für Steingärten aber auch als mittelgroße Staude in Rabatten.