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Isaak Markus Jost (auch: Isaac Markus Jost; * 22. Februar 1793 in Bernburg / Saale; † 20. November 1860 in Frankfurt am Main) war ein jüdischer deutscher Historiker.
Inhaltsverzeichnis |
Jost studierte in Göttingen und Berlin. 1824-1825 und 1831-1835 war er Vorstandsmitglied der Gesellschaft der Freunde, der er seit 1817 angehörte. 1835 zog er aus Berlin nach Frankfurt (Main). Von 1835 bis 1860 unterrichtete Jost am Philanthropin in Frankfurt. Zwischen 1839 und 1841 verlegte er die Israelitischen Annalen, eine wöchentlich erscheinende Zeitschrift, die sich mit der kritischen Erforschung der jüdischen Geschichte und Kultur befasste und hierin Pionierarbeit leistete.
Als Jost sein 9-bändiges Werk Geschichte der Israeliten seit der Zeit der Makkabäer bis auf unsere Tage in den 1820-er Jahren verfasste, war die jüdische Geschichtsschreibung am Anfang ihrer Entwicklung. Etwa 100 Jahre zuvor hatte Jacques Basnage ebenso wichtige Werke in diesem Felde verfasst.
Jost gehörte mit Leopold Zunz zu den bekanntesten jüdischen Historikern des 19. Jahrhunderts.
Am 12. Juni 1808 wurde unter dem Grand Orient de France die Freimaurerloge L’Aurore naissante („Zur aufgehenden Morgenröte“) in Frankfurt a. M. unter Beihilfe der Mainzer Loge Les amis réunis gegründet, die vor allem Juden aufnahm. Jost war dort neben Ludwig Börne, Berthold Auerbach, Michael Creizenach und Gabriel Riesser Mitglied. [1]
Eine Bibliographie bieten Fürst, Bibl. Jud., und Zirndorf, ib. pp. 225-228.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jost, Isaak Markus |
| KURZBESCHREIBUNG | jüdischer deutscher Historiker |
| GEBURTSDATUM | 22. Februar 1793 |
| GEBURTSORT | Bernburg (Saale) |
| STERBEDATUM | 20. November 1860 |
| STERBEORT | Frankfurt am Main |