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Ivan Olbracht (eigentlich Kamil Zeman; * 6. Januar 1882 in Semily; † 20. Dezember 1952 in Prag) war ein tschechischer Schriftsteller, Publizist, Journalist und Übersetzer deutscher Prosa.
Olbracht ist Sohn des Schriftstellers Antal Stasek (1843-1931); er studierte ab 1900 in Prag und Berlin Jura, später Geschichte und Geographie, alles ohne Abschluss. Im Jahr 1905 trat er erstmals als Redakteur der sozialdemokratischen Arbeiterzeitung in Wien in Erscheinung, später dann auch in Prag für das Blatt "Právo lidu". Im Jahre 1921 trat Olbracht in die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei ein. Er arbeitete als Journalist in der Zeitung Rudé Právo und wurde zweimal auf Grund seiner politischen Arbeit verhaftet, saß 1926 sowie 1928 (im Prager Gefängnis Pankrác) ein. 1929, nachdem er als Initiator das Manifest der Sieben unterzeichnete, wurde er aus der Partei ausgeschlossen.
Olbracht verfasste neben seinen Geschichten über die Menschen in der Karpatoukraine auch Reportagen über Reisen in die Sowjetunion. Seine satirische Kurzprosa spiegelt den Niedergang der k.u.k. Monarchie und die gesellschaftlichen Verhältnisse in der Tschechoslowakischen Republik. Außerdem war er als Übersetzer tätig, wie der Romane von B. Traven, Jakob Wassermann, Arnold Zweig, Lion Feuchtwanger und Thomas Mann.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Olbracht, Ivan |
| ALTERNATIVNAMEN | Zeman, Kamil (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | tschechischer Schriftsteller, Publizist, Journalist und Übersetzer deutscher Prosa |
| GEBURTSDATUM | 6. Januar 1882 |
| GEBURTSORT | Semily |
| STERBEDATUM | 20. Dezember 1952 |
| STERBEORT | Prag |