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Iwanowo

Dieser Artikel beschreibt die russische Stadt Iwanowo. Für die gleichnamige Stadt in Weißrussland, siehe Iwanawa. Für den gleichnamigen Ort in Bulgarien, siehe Iwanowo (Bulgarien).
Stadt
Iwanowo
Иваново
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Iwanowo
Stadtkreis Iwanowo
Oberhaupt Wjatscheslaw Swertschkow
Erste Erwähnung 1561
Stadt seit 1871
Fläche 105 km²
Bevölkerung 409.277 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 3.898 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 120 m
Offizielle Sprache russisch, Russisch
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7)4932
Postleitzahl 153000–153048
Kfz-Kennzeichen 37
OKATO 24 401
Website http://ivgoradm.ru/
Geographische Lage
Koordinaten 57° 0′ N, 40° 59′ O5740.9833333333120Koordinaten: 57° 0′ 0″ N, 40° 59′ 0″ O
Iwanowo (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Iwanowo (Oblast Iwanowo)
Red pog.svg
Oblast Iwanowo
Liste der Städte in Russland

Iwanowo (russisch Ива́ново) ist eine russische Stadt in der Oblast Iwanowo. Sie liegt rund 250 km (Luftlinie) nordöstlich von Moskau und hat 409.277 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Iwanowo
Klimadiagramm (Erklärung)
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Roshydromet
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Iwanowo
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) −8,2 −5,7 0,3 9,6 18,2 21,9 23,7 22,0 15,1 7,3 −0,4 −5,3 Ø 8,2
Min. Temperatur (°C) −15,9 −14,5 −8,6 0,0 5,9 9,9 12,5 10,6 5,9 0,8 −5,5 −11,8 Ø -0,9
Niederschlag (mm) 35 31 29 36 49 69 92 65 55 55 52 44 Σ 612
Regentage (d) 10 8 8 8 8 10 11 10 10 10 11 12 Σ 116
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Quelle: Roshydromet

Inhaltsverzeichnis

Stadtgliederung

Stadtrajon
(Gorodskoi Rajon)
Russischer Name Einwohner
1. Januar 2006
Bemerkung
Frunsenski Фрунзенский 110.487 Name nach Michail Frunse
Leninski Ленинский 150.593 Name nach Lenin
Oktjabrski Октябрьский 87.790 Name von Oktjabr (Oktober, bezogen auf die Oktoberrevolution)
Sowetski Советский 64.198 Name bedeutet Sowjetischer Rajon

Quelle: Staatliches Statistikamt der Russischen Föderation

Geschichte

Die Stadt Iwanowo wurde 1561 das erste Mal urkundlich erwähnt, im 17. Jahrhundert hatte sie sich zu einer Handelsstadt entwickelt. Zar Peter der Große ordnete 1710 die Einrichtung von Textilbetrieben an. Im 19. Jahrhundert war Iwanowo die führende russische Textilindustriestadt und wurde russisches Manchester genannt. Nach der Vereinigung mit dem Dorf Wosnessenski Posad (Вознесенский Посад) hieß die Stadt 1871 bis 1932 Iwanowo-Wosnessensk (Иваново-Вознесенск). Heute ist die Stadt Hauptstadt einer Oblast mit zahlreichen Verwaltungs- und Kulturinstitutionen, wichtige Industriezweige sind immer noch die Textilindustrie, daneben die chemische Industrie und der Maschinenbau. Im Volksmund wird die Stadt auch „Город невест“ – „Stadt der Bräute“ – genannt, weil die Textilindustrie in ihrer Blütezeit viele junge Frauen als Arbeiterinnen angelockt hat.

In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager 324 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[2] Schwer Erkrankte wurden im 30 km entfernten Kriegsgefangenenhospital 3840 in Schuja versorgt.

Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten von Iwanowo zählen das Baumwollmuseum sowie das Kunstmuseum, in dem unter anderem zahlreiche Ikonenmalereien zu sehen sind.In der Stadt sind alle Kunstrichtungen von Barock bis zur Moderne zu finden. Besonders interessant ist die große Ansammlung von Gebäuden des Konstruktivismus, zu den sehr schönen Bauten dieser Zeit gehört das Operntheater der Stadt. Auch der Jugendstil ist in Iwanowo in sehr schönen Formen zu finden. Die Stadt war Sitz vieler adliger Familien und deswegen gibt es unzählige prächtige Paläste und Villen hier.

Weiterführende Bildungseinrichtungen

  • Staatliche Akademie für Architektur und Baukunst Iwanowo (ab ca. 2000)
  • Staatliche chemisch-technologische Universität Iwanowo
  • Staatliche Energetische Universität Iwanowo
  • Staatliche Landwirtschaftliche Akademie Iwanowo
  • Staatliche Medizinakademie Iwanowo
  • Staatliche Textilakademie Iwanowo
  • Staatliche Universität Iwanowo
  • Territorialfakultät der Nordöstlichen Akademie für Staatsdienst Iwanowo
  • Filiale der Staatlichen Handelsuniversität Moskau
  • Filiale des Institut für Unternehmertum und Recht Moskau

Städtepartnerschaften

Söhne und Töchter der Stadt

Einzelnachweise

  1. a b  Predvaritel'nye itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Rosstat, Statistika Rossii, Moskau 2011, ISBN 978-5-902339-98-4 (Vorläufige Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010; russisch; Download).</span>
  2. Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.

Weblinks

 Commons: Iwanowo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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