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Jürgen Meyer

Dieser Artikel befasst sich mit dem Politiker Jürgen Meyer. Für den Philosophen siehe Jürgen Bona Meyer.

Jürgen Meyer (* 26. März 1936 in Düsseldorf) ist ein deutscher Universitätsprofessor, Rechtsanwalt und Politiker der SPD. Er war von 1990 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Beruf

Meyer studierte Rechtswissenschaften an der Universität Münster und an der Freien Universität Berlin. 1963 promovierte er zum Dr. jur. an der Universität Tübingen zum Thema Dialekt im Strafprozessrecht. Sein Doktorvater war Karl Peters. Von 1964 bis 1965 studierte er in Princeton/New Jersey und Ann Arbor/Michigan.

Seit 1967 Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg; seit 1971 außerdem Rechtsanwalt. Er habilitierte sich 1975 und ist seit 1981 Professor an der Universität Freiburg für deutsches und ausländisches Straf- und Strafprozessrecht sowie Kriminologie.

Politische Tätigkeit

Jürgen Meyer ist seit 1970 Mitglied der SPD. Er war von 1976 bis 1980 für den Wahlkreis Freiburg I Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg. Von 1990 bis 2002 war er Mitglied des Bundestages.

Meyer war der Vertreter des Deutschen Bundestages im Grundrechtekonvent sowie im nachfolgenden EU-Verfassungskonvent. Er ist Herausgeber des Standardkommentars zur Charta der Grundrechte.

Ehrungen und Auszeichnungen

2005 wurde ihm die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen.[1]

Schriften

  • Dialektik im Strafprozeß (Eine Untersuchung der Spannungen im Strafprozeß unter besonderer Berücksichtigung der dialektischen Gewinnung der Strafurteile im Kräftefeld der Schlußanträge). Dissertation. Mohr, Tübingen 1965.
  • Freiheit, Sicherheit und Recht. Festschrift für Jürgen Meyer zum 70. Geburtstag. Nomos, Baden-Baden 2006, ISBN 3-8329-1848-5.
  • Kommentar zur Charta der Grundrechte der Europäischen Union. 3. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-5286-0.

Einzelnachweise

  1. ↑ Staatsministerium Baden-Württemberg: Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg. Liste der Ordensträger 1975-2009. Seite 51 - abgerufen am 16. Mai 2009

Weblinks

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