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J-Pop (in Japan teilweise auch Jãƒãƒƒãƒ— geschrieben) ist eine abkürzende Schreibweise von Japanese Pop-Music oder Japan Pop und bezeichnet ein weit gefasstes musikalisches Genre, welches sich in den 1990er-Jahren in der japanischen Musikwelt etabliert hat. Der Begriff wurde von japanischen Medien eingeführt, um inländische von ausländischer Musik zu unterscheiden.
Im Gegensatz zur vorher als KayÅkyoku bezeichneten in Japan populären Musik benutzte J-Pop eine eigene Form der Aussprache. So sprach etwa Keisuke Kuwata das Wort „Karada“ (体, dt. Körper, Statur) mit Anspielung auf die englischen Wurzeln als „Kyerada“ aus.[1] Der sich dadurch etablierende und aus der englischen Sprache entliehene Begriff bezeichnet heute nahezu vollständig die gesamte populäre Musik Japans und somit indirekt auch den zweitgrößten Musikmarkt hinter dem der USA.[2]
Im deutschsprachigen Raum ist J-Pop vor allem bei Anime-Fans populär, denn viele bekannte japanische Komponisten und Gruppen wirken bei der Musik von Anime-Fernsehserien mit und zahlreiche prominente Synchronsprecher treten auch als J-Pop-Künstler auf. Diese Art des J-Pop wird in Japan auch häufig Idol-Pop genannt. Großen Einfluss hatte Mitte der 1980er-Jahre Onyanko Club, eine Band, die nur aus Schülerinnen bestand.
Vom J-Pop unterscheiden sich die im traditionellen japanischen Musikstil komponierten japanischen Schlager (Enka).