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Die Jagdstaffel 2, die auch Jasta Boelcke genannt wurde, war eine der bekanntesten deutschen Fliegereinheiten des Ersten Weltkriegs.
Die Jagdstaffel 2 wurde am 10. August 1916 als preussische Einheit aufgestellt. Oswald Boelcke war ihr erster Chef. Bei der Auswahl der Flugzeugführer hatte er freie Hand. Zu den ersten Piloten der Staffel gehörten Manfred von Richthofen, Erwin Böhme, Max von Müller und Otto Höhne. Am 1. September 1916 erhielt die Staffel zwei Fokker D.III und eine Albatros D.I. Die nächste Lieferung erfolgte am 17. September 1916. Diesmal waren es fünf Albatros D.I und eine Albatros D.II. Am gleichen Tag startete die Staffel, um einen Bombenangriff auf den Bahnhof Marcoing abzufangen. Die Formation, die aus sechs Flugzeugen bestand, schoss drei britische Flugzeuge ab.
Nach dem Tod Boelckes am 28. Oktober 1916 wurde die Staffel von Stefan Kirmaier übernommen, der bereits am 22. November 1916 im Luftkampf fiel. Sein Nachfolger wurde Franz Walz. Am 17. Dezember 1916 wurde die Staffel zu Ehren von Oswald Boelcke - auf kaiserlichen Geheiß - in Jagdstaffel Boelcke umbenannt.
Neben Boelcke und Richthofen gehörten Werner Voß, Carl Bolle und Paul Bäumer zu den bekanntesten Piloten der Staffel. Während seiner Zugehörigkeit zur Jagdstaffel 2 vom November 1916 bis zum Mai 1917 erzielte Voß 28 Luftsiege.
Im Februar 1917 erzielte die Staffel ihren 100. Luftsieg.
Am 21. Februar 1918 wurde die Staffel in das neu aufgestellte Jagdgeschwader 3 eingegliedert.
Mit 336 Luftsiegen war die Jagdstaffel 2 hinter der Jagdstaffel 11 die zweiterfolgreichste Einheit. Die eigenen Verluste betrugen 31 Tote, 9 Verwundete und 2 Kriegsgefangene. Zwei weitere Piloten wurden bei Unfällen getötet.