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Janusz Piekałkiewicz (* 1925 in Warschau; † 9. März 1988) war ein polnischer Historiker, Schriftsteller sowie Regisseur und Produzent.
Inhaltsverzeichnis |
Mit 17 Jahren wurde Piekałkiewicz Mitglied der polnischen Heimatarmee. Zu den Anführern des polnischen Widerstandes gegen die deutschen Besatzer zählte auch sein Onkel Professor Jan Piekałkiewicz, der 1943 von der Gestapo ermordet wurde. Janusz Piekałkiewicz nahm am Warschauer Aufstand teil und verbrachte den Rest des Krieges im „Arbeitserziehungslager“ Großbeeren bei Berlin.
Nach der Befreiung kehrte er nach Polen zurück, machte 1946 sein Abitur und besuchte ab 1948 die Filmakademie in Łódź und studierte anschließend Zeitgeschichte. Außerdem war er als Bergführer in der Hohen Tatra tätig. 1956 beteiligte er sich am Ungarischen Volksaufstand und ging anschließend nach Österreich, wo er zunächst als Straßenarbeiter, später als Rundfunkreporter arbeitete, bevor er sich der Schriftstellerei und der Tätigkeit beim Fernsehen zuwandte. Unter anderem war er in Paris, London und der Bundesrepublik Deutschland tätig.
Seine 26-teilige Fernsehserie Spione, Agenten, Soldaten – Geheime Kommandos im Zweiten Weltkrieg wurde 1963 auf dem IX. Internationalen Fernsehfestival von Monte Carlo mit dem ersten Preis, der Goldenen Nymphe, ausgezeichnet. Unter dem gleichen Titel erschien auch ein Buch (siehe unten). Auf der Berlinale 1964 stellte er im Wettbewerb seinen Dokumentarfilm Polnische Passion vor.
Piekałkiewicz' Bücher wurden zunächst alle in deutscher Sprache veröffentlicht; erst nachdem kurz nach seinem Tod der Kommunismus auch in Polen zusammenbrach, erschienen viele seiner Werke in seiner Heimat auch auf Polnisch.
Piekałkiewicz gilt als ausgewiesener Fachmann für Kriegsgeschichte. Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit liegen beim Zweiten Weltkrieg sowie der Welt der Geheimdienste. Daneben hat er auch Bücher über die Schatzsuche verfasst. Ein besonderes Merkmal vieler seiner Bücher ist, dass in den jeweiligen Kapiteln zunächst verschiedene zeitgenössische Quellen unkommentiert zitiert werden, bevor Piekałkiewicz die Ereignisse im zweiten Teil des Kapitels nochmals mit eigenen Worten schildert und kommentiert. Das Ansinnen dieser Vorgehensweise ist eine besonders objektive und sachliche Darstellung.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Piekałkiewicz, Janusz |
| KURZBESCHREIBUNG | polnischer Historiker |
| GEBURTSDATUM | 1925 |
| GEBURTSORT | Warschau |
| STERBEDATUM | 9. März 1988 |