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Jean Beaufret (* 2. Mai 1907 in Mars bei Auzances im Département Creuse; † 7. August 1982 in Paris) war ein französischer Philosoph und Germanist. Er war stark durch Martin Heidegger geprägt.
Zu seinen frühen Interessen zählen die Philosophen Hegel, Fichte und Karl Marx. Seit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg unterhielt er Freundschaften mit Paul Éluard, Maurice Merleau-Ponty, André Breton und Paul Valéry.
Inhaltsverzeichnis |
Nachdem Heidegger 1946 durch sein Engagement während des Nationalsozialismus Lehrverbot hatte und sein Ansehen in der Öffentlichkeit beschädigt war, traten beide in Kontakt miteinander. Im Zuge einer langsam wieder einsetzenden Rezeption Heideggers in Frankreich, also dem Land, das damals in Freiburg die Besatzermacht stellte, schrieb Beaufret Heidegger einen Brief in welchem er die Frage stellt: „Wie kann dem Wort Humanismus ein neuer Sinn gegeben werden?“[1] Außerdem erkundigt er sich nach dem Verhältnis von Heideggers Philosophie zum Humanismus. Dem voran ging ein Essay Jean-Paul Sartres mit dem programmatischen Titel „L'existentialisme est un humanisme“.
Heidegger antwortete Beaufret mit einem Brief, der als Brief über den »Humanismus« (kurz: Humanismusbrief) bekannt wurde.
1947 nahm Beaufret seine Studenten, unter denen auch Jean-François Lyotard war, mit zu einem Besuch bei Heidegger in Todtnauberg, gefolgt von einem langen deutsch-französischen akademischen Austausch in Freiburg.
Beaufret und Heidegger hielten lange intensiven Kontakt. Durch ihn wurde Heidegger auch auf das Werk Jacques Derridas aufmerksam. Seitdem gilt Beaufret in Frankreich als der bekannteste „orthodoxe“ Heideggerianer.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Beaufret, Jean |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Philosoph |
| GEBURTSDATUM | 2. Mai 1907 |
| GEBURTSORT | Mars, Auzances, Département Creuse |
| STERBEDATUM | 7. August 1982 |
| STERBEORT | Paris |