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Jean Bungartz (* 6. Mai 1854 in Köln; † 15. September 1934 in Münster) war ein deutscher Tiermaler sowie Autor und Illustrator zahlreicher Tierbücher und Fotograf.
Inhaltsverzeichnis |
Von 1886 bis 1913 lebte Bungartz mit seiner Familie in Lechenich, Erftstadt. Hier war er Vorsitzender des „Nutzgeflügelzucht-Vereins für Lechenich und Umgebung“. 1893 gründete er den Deutschen Verein für Sanitätshunde, den er bis 1909 leitete[1] und legte damit den Grundstein für das heutige Rettungshunde-Wesen. Die Hunde wurden ausgebildet, um Verwundete im Gelände aufzufinden. In Lechenich züchtete er selbst Hunde und bildete Rettungshunde aus, die er dem Roten Kreuz übergab. Seine Schriften Der Kriegshund und seine Dressur und Der Hund im Dienste des Rothen Kreuzes sind 1892 in der Illustrirten Zeitung besprochen worden. Ebenfalls in dieser Zeitung veröffentlichte Bungartz 1886 eine sehr detailgetreue Zeichnung über die Feierlichkeiten anlässlich der Einweihung der Lechenicher Synagoge am 10. September 1886.
1895 erschien sein reich illustriertes Werk über Nutzhühner mit Beiträgen zu den verschiedenen Hühnerrassen. Ferner hat er Bücher über Tauben, Katzen, Kaninchen, Fische und über die afrikanische Tierwelt in Namibia (damals Deutsch-Ostafrika) veröffentlicht und illustriert. Seine detailgenauen Zeichnungen haben ihn als Tiermaler international berühmt gemacht.
Bungartz war Inhaber der goldenen Medaille erster Klasse und des Grande Diplome d’honneur der Akademie für Kunst und Wissenschaft in Belgien, deren Mitglied er war. 40 goldene und silberne Staats- und Ausstellungsdiplome und Ehrendiplome konnte er aufweisen, wie auf seinem Briefkopf zu lesen ist. Ferner war er Ehrenmitglied in einer Reihe von Tierzuchtvereinen. Er selbst bezeichnete sich als „Ritter pp. Thiermaler und Schriftsteller“.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bungartz, Jean |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Tiermaler und Autor verschiedener Bücher |
| GEBURTSDATUM | 6. Mai 1854 |
| GEBURTSORT | Köln |
| STERBEDATUM | 15. September 1934 |
| STERBEORT | Münster |