Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Jim Plunkett

Jim Plunkett
Jim Plunkett.gif
Jim Plunkett (links) bei den 49ers
Position(en):
Quarterback
Trikotnummer(n):
16
geboren am 5. Dezember 1947 in Santa Clara, Kalifornien
Karriereinformationen
Aktiv: 19711986
NFL Draft: 1971 / Runde: 1 / Pick: 1
College: Stanford University
Teams
Karrierestatistiken
TD-INT     164-198
Yards     25882
QB Rating     67,5
Stats bei NFL.com
Karrierehöhepunkte und Auszeichnungen
College Football Hall of Fame

James William Plunkett (* 5. Dezember 1947 in Santa Clara, Kalifornien) ist ein ehemaliger US-amerikanischer American-Football-Spieler. Er spielte Quarterback in der NFL.

Inhaltsverzeichnis

Jugend

Der mexikanisch-amerikanisch-stämmige Plunkett kommt aus bescheidenen Verhältnissen. Er selbst bezeichnete seine Eltern als arm und vollkommen ungebildet. Sie litten beide an einer Sehschwäche, seine Mutter war vollständig blind. Beide lernten sich auf einer Blindenschule kennen. Plunkett, der noch zwei Geschwister hat, war daher immer wieder gezwungen in seiner Jugend Gelegenheitsjobs anzunehmen, so arbeitete er zum Beispiel neben der Schule als Tankwart oder Drogerieverkäufer. Bereits auf der High School wurde deutlich, dass sich aus Plunkett ein hervorragender Footballspieler entwickeln wird. Neben Football (er spielte als Quarterback und Defensive End) betrieb Plunkett noch zahlreiche andere Sportarten wie zum Beispiel Baseball und Basketball.

College

Plunkett erhielt ein Stipendium an der Stanford University und lief für die Stanford Indians, den jetzigen Stanford Cardinal, auf. Verletzungsbedingt kam Plunkett dort nur in der Defense zum Einsatz. Aufgrund seiner athletischen Fähigkeiten und mit hartem Training gelang es ihm aber seine Wurfkraft, die durch die Verletzung gelitten hatte, zu steigern. In seinem zweiten Jahr erhielt er dann die Möglichkeit als Starting-Quarterback aufzulaufen und erzielte vier Touchdowns im ersten Spiel. 1969 konnte er in der Saison Pässe für einen Raumgewinn von 2673 Yards und 20 Touchdowns werfen – das war Ligarekord. Nach diesem Jahr hätte er die Möglichkeit gehabt unter Abbruch seines Studiums in die NFL zu wechseln. Er blieb jedoch seinem Collegeteam treu und führte dieses 1970 in den Rose Bowl, der gegen die Ohio State University mit 27:17 gewonnen wurde.

Profikarriere

Plunkett wurde in der NFL Draft 1971 durch die New England Patriots in der ersten Runde an erster Stelle verpflichtet. Plunketts großes Plus waren sein starker und präziser Wurfarm mit dem es ihm bereits im College immer wieder gelungen war seine Passempfänger in Szene zu setzen. Bereits im ersten Profijahr wurde er zum Starting-Quarterback und konnte 19 Touchdowns erzielen. Plunkett hatte allerdings auch eine Schwäche, er konnte seine Leistung nicht kontinuierlich erbringen, regelmäßig warf er mehr Interceptions als er Touchdowns erzielen konnte. Zahlreiche Verletzungen trugen ihr übriges dazu bei. Hinzu kam, dass die Patriots eine mittelmäßige Mannschaft waren und regelmäßig den Einzug in die Play Offs verpassten. 1976 wurde Plunkett an die San Francisco 49ers abgegeben. Aber auch diese Mannschaft konnte er in den nächsten zwei Jahren nicht in die Play Offs führen, Plunketts Leistungen blieben durchwachsen. 1978 wurde er vor der Saison entlassen und schloss sich daraufhin den Oakland Raiders mit Coach Tom Flores an. Zunächst war dies für ihn keine Glücksfall. 1978 spielte er überhaupt nicht, 1979 kam er lediglich in vier Spielen als Ersatzmann zum Einsatz. 1980, nach vielen Jahren in der NFL, erfolgte dann sein endgültiger Durchbruch. Der Starting-Quarterback der Raiders Dan Pastorini hatte sich verletzt und Plunkett musste einspringen, wobei ihm im ersten Spiel absolut nichts gelang und das Spiel gegen Kansas City Chiefs mit 31:17 verloren ging. Trotzdem behielt Plunkett seinen Stammplatz. Nachdem man in dieser Saison die San Diego Chargers (Coach Don Corvell, Quarterback Dan Fouts) im AFC Championship Game mit 34:27 schlagen konnte, ging auch der Sieg im Super Bowl XV gegen die Philadelphia Eagles mit Coach Dick Vermeil und Quarterback Ron Jaworski mit 27:10 an die Raiders. Plunkett hatte drei Touchdownpässe zu dem Sieg beigetragen.

Nach zwei schwächeren Jahren konnten die Raiders in der Saison 1983 erneut in das AFC Championship Game einziehen und die Seattle Seahawks, die unter Coach Chuck Knox mit ihrem Star-Wide Receiver Steve Largent und Quarterback Dave Krieg aufliefen, mit 30:14 schlagen. Auch der Super Bowl XVIII gegen die von Joe Gibbs trainierten Washington Redskins mit Quarterback Joe Theismann ging mit 38:9 deutlich an die Mannschaft der Raiders. Plunkett konnte erneut einen Touchdown erzielen und fand in dieser Saison mit dem neuen Star-Runningback Marcus Allen einen hervorragend Mitspieler.

Die anschließenden drei Jahre liefen für Plunkett verletzungsbedingt wenig erfolgreich, er fand überwiegend nur noch als Ersatzmann Verwendung. Nach der Saison 1986 beendete er seine Laufbahn.

Ehrungen

Plunkett gewann die Heisman Trophy und den Walter Camp Award als bester Collegefootballspieler der Saison. Er ist Mitglied der College Football Hall of Fame. Plunkett wurde in seinem ersten Super Bowl zum MVP gewählt. 1980 wurde er NFL Comeback Player of the Year, 1971 erhielt er die Auszeichnung AFL-AFC Rookie of the Year - für den besten Nachwuchsspieler der gesamten Saison in der American Football Conference.

Nach der Karriere

Plunkett arbeitet noch heute in der Organisation der Raiders als Fernseh- und Radiomoderator.

Weblinks

Quelle

  • Jens Plassmann: NFL – American Football. Das Spiel, die Stars, die Stories (= Rororo 9445 rororo Sport). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1995, ISBN 3-499-19445-7.
Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.