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Joan Crawford

Joan Crawford, 1948, Foto von Yousuf Karsh

Joan Crawford [ˌdʒɔʊn ˈkÉčɔːfəd] (* 23. MĂ€rz 1905 in San Antonio, Texas, als Lucille Fay LeSueur; † 10. Mai 1977 in New York City) war eine US-amerikanische Filmschauspielerin.

Joan Crawfords Karriere reichte von den Tagen des Stummfilms bis in die 1970er Jahre. Unter Filmhistorikern gilt sie als Personifizierung des klassischen Hollywoodstars, dessen publikumswirksame AttraktivitĂ€t sich vor allem aus ihrer komplexen Persönlichkeit und dem öffentlichen Erscheinungsbild erschloss.[1] Die Schauspielerin hat es im Laufe ihrer Karriere immer wieder verstanden, sich einem wechselnden Publikumsgeschmack anzupassen. Nachdem sie zu Beginn ihrer Laufbahn hĂ€ufig ausgelassene junge MĂ€dchen, damals Flapper genannt, darstellte, wechselte Joan Crawford bis Mitte der 1940er in das dramatische Rollenfach. Sie gewann fĂŒr ihre Darstellung einer aufopferungsvollen Mutter in Solange ein Herz schlĂ€gt den Oscar als Beste Darstellerin und war in der Folgezeit meist als entschlossene, ambitionierte Frau auf der Leinwand zu sehen, die sich ihren Platz gegen den Widerstand der Gesellschaft erkĂ€mpfen muss. Gegen Ende ihrer Karriere spielte Joan Crawford hauptsĂ€chlich in makabren Filmen, die mitunter die Grenze zum Horrorfilm ĂŒberschritten, wie zum Beispiel Was geschah wirklich mit Baby Jane? und Das Ungeheuer.

Nach ihrem Tod wurde in der Öffentlichkeit das Bild von Joan Crawford durch die Beschreibungen in dem Buch Mommie Dearest, den Kindheitserinnerungen ihrer Adoptivtochter Christina Crawford, lange negativ geprĂ€gt. Seit einigen Jahren jedoch ĂŒberwiegt die Bewertung ihrer filmischen Leistungen. Bei einer Umfrage des American Film Institutes aus dem Jahr 1999 wurde sie auf Platz 10 der grĂ¶ĂŸten weiblichen Filmstars gewĂ€hlt.[2]

Inhaltsverzeichnis

Leben und Karriere

Kindheit und Jugend

Joan Crawford wurde unter dem Namen Lucille Fay LeSueur am 23. MĂ€rz 1905 in San Antonio, Texas, als jĂŒngstes der drei Kinder von Thomas E. LeSueur (1868–1938) und Anna Bell Johnson (1884–1958) geboren. Über das genaue Geburtsjahr herrscht keine Einigkeit, Angaben reichen von 1904 bis 1908. Die Schauspielerin bestand allerdings stets darauf, 1908 geboren zu sein.[3] Thomas LeSueur verließ seine Familie unmittelbar nach der Geburt von Lucille und die Mutter zog daraufhin mit den Kindern in den US-Bundesstaat Ohio.

Die Schauspielerin Ă€ußerte sich in spĂ€teren Jahren kritisch ĂŒber ihre Kindheit, die nach eigenen Angaben von Armut und emotionaler VernachlĂ€ssigung gekennzeichnet war. Sie schilderte ihre Mutter als antriebslose Frau, die von einer unglĂŒcklichen Beziehung in die nĂ€chste wechselte. Den leiblichen Vater Thomas LeSueur traf sie 1934 ein einziges Mal kurz wĂ€hrend einer Drehpause wieder.[4] Ihre Schwester Daisy LeSueur starb sehr jung. Zu dem gut ein Jahr Ă€lteren Bruder Hal LeSueur, den Crawford als manipulativ und faul bezeichnete, war das VerhĂ€ltnis von Anfang an gespannt, obwohl sie ihn in spĂ€teren Jahren finanziell unterstĂŒtzte.[5] Ihre Mutter heiratete spĂ€ter Henry J. Cassin, der in Lawton ein Vaudeville-Theater (andere Quellen: einen Kinematographen) betrieb. Lucille LeSueur nahm wĂ€hrend dieser Zeit den Namen Billie Cassin an.[6]

Nach der Grundschule ging Lucille LeSueur zunĂ€chst auf die St. Agnes Academy, eine katholische Schule in Kansas City, und spĂ€ter auf die Rockingham Academy.[7] Auf Veranlassung eines Bekannten schrieb sie sich 1922 am Stephens College in Columbia, Missouri, ein, wo sie ihr Geburtsdatum mit 1906 angab und Kurse unter anderem in den FĂ€chern Buchhaltung, Kurzschrift und Psychologie belegte.[8] Der dortige Rektor Dr. James Madison Wood hatte einen prĂ€genden Einfluss auf LeSueur. Er gab ihr den Rat, aus eigener Kraft die Dinge zu Ă€ndern, statt zu klagen. Noch in ihrer Biographie My Way of Life von 1971 Ă€ußerte sie sich positiv ĂŒber dem Einfluss von Daddy Woods, wie sie den Rektor stets nannte. Sie verdankte ihm nach eigenem Bekunden zum ersten Mal das GefĂŒhl, von anderen Menschen anerkannt und bewusst in ihren Ambitionen gefördert zu werden.[9]

RevuetÀnzerin

Nach gut einem Jahr am College verließ sie auf eigenen Wunsch und gegen den ausdrĂŒcklichen Rat des Rektors das Institut, um eine Karriere als TĂ€nzerin einzuschlagen. Um die Zeit bis zu ihrem ersten Engagement zu ĂŒberbrĂŒcken, arbeitete Lucille LeSueur zunĂ€chst einige Monate als LadenmĂ€dchen. Mitte 1923 schloss sie sich der Theatertruppe von Katherine Emerine an. Die Show wurde aufgrund mangelnder Zuschauerresonanz bereits einige Wochen spĂ€ter wieder geschlossen. LeSueur versuchte daraufhin ihr GlĂŒck in Chicago. Über den dortigen Theateragenten Ernie Young bekam sie Engagements in Oklahoma City und in dem bekannten Detroiter Tanzpalast Oriole Terrace.[10] WĂ€hrend des Auftritts im Oriole erregte die junge Frau die Aufmerksamkeit des einflussreichen Broadwayproduzenten und Impresarios J. J. Schubert, der sie Anfang 1924 fĂŒr seine Revue Innocent Eyes nach New York City an den Broadway verpflichtete.[11]

Neben Auftritten in Innocent Eyes wirkte Lucille LeSueur in weiteren Schubert-Revuen mit, so in The Passing Show of 1924, die Mitte des Jahres Premiere hatte. Nachdem der Hollywoodproduzent Harry Rapf auf sie aufmerksam geworden war, unterschrieb LeSueur im Dezember 1924 einen Siebenmonatsvertrag mit dem neu gegrĂŒndeten Filmstudio MGM und nahm im Januar 1925 ihre Arbeit im MGM-Studio in Culver City, Kalifornien, auf.[12]

MGM: 1925–1943

Jahre als Starlet

Joan Crawford, Standfoto von 1925

Die Schauspielerin gab ihr FilmdebĂŒt im Februar 1925 als Lichtdouble in Lady of the Night mit Norma Shearer. Ihren ersten und einzigen Auftritt unter dem Namen Lucille LeSueur auf der Darstellerliste hatte sie kurze Zeit spĂ€ter als Revuegirl im Drama Pretty Ladies mit ZaSu Pitts in einer ihrer wenigen dramatischen Hauptrollen.

Der Studiochef Louis B. Mayer war auf Lucille LeSueur aufmerksam geworden und kĂŒmmerte sich um ihr berufliches Weiterkommen. Die Schauspielerin sah in Mayer stets eine Vaterfigur und respektierte seine mitunter autokratischen Methoden der MenschenfĂŒhrung. Mayer zeigte sich mit ihrem Namen unzufrieden, der seiner Ansicht nach zu gewöhnlich klingen wĂŒrde. Er ließ daraufhin im MĂ€rz 1925 ein Preisausschreiben in dem Fanmagazin Movie Weekly veranstalten, das unter dem Motto stand: Gib Ihr einen Namen und gewinne $ 1.000.[13] Ein solches Vorgehen, wenn auch nicht immer verbunden mit der Beteiligung des Publikums, war im ShowgeschĂ€ft nicht unĂŒblich. So Ă€nderte Mauritz Stiller den Namen seines ProtegĂ©es Greta Gustafsson in Greta Garbo und MGM machte aus den sperrigen Namen Spangler Arlington Brugh den griffigeren Robert Taylor. Die erste Wahl des Studios fiel auf Joan Arden, ehe die Verantwortlichen entdeckten, dass es mehrere Einsender mit diesem Vorschlag gab. Um nicht das Preisgeld mehrfach auszahlen zu mĂŒssen, wurde intern im September 1925 schließlich der Kompromiss Joan Crawford gefunden.[14] Die Schauspielerin absolvierte einen Monat spĂ€ter in dem Jackie-Coogan-Film Old Clothes ihren ersten offiziellen Auftritt unter dem Namen Joan Crawford.[15]

Joan Crawford, Standfoto von 1925

Ihre erste grĂ¶ĂŸere Rolle spielte Joan Crawford Ende 1925 in dem Film Sally, Irene and Mary, wo sie neben Constance Bennett und Sally O’Neil unter der Regie von Edmund Goulding auftrat. Der Film schildert die dramatischen Erlebnisse von drei Freundinnen, die als Revuegirls arbeiten. WĂ€hrend Bennett einen reichen Mann heiratet und O’Neil zurĂŒck aufs Land geht, gerĂ€t Joan Crawfords Figur stets an die falschen MĂ€nner und findet am Ende den Tod. Nach einigen weiteren Auftritten, teilweise bereits als Leading Lady, wurde sie 1926 zu einem der WAMPAS Baby Stars gewĂ€hlt. Die Auswahl durch die WAMPAS, einem losen Zusammenschluss von Medienvertretern, bezog sich auf Starlets und KĂŒnstlerinnen, bei denen das Potential fĂŒr eine große Karriere vermutet wurde. Trotz des vielversprechenden Anfangs ließ die weitere Besetzungspolitik durch das Studio eine klare Tendenz vermissen. Crawford spielte abwechselnd Haupt- und Nebenrollen in den unterschiedlichsten Genres, so wirkte sie z.B. in Western wie Winners of the Wilderness und The Law of the Range mit. Neben Harry Langdon hatte sie in der mit wenig Aufwand produzierten Komödie Tramp, Tramp, Tramp von 1926 eine Rolle. Gelegentlich ĂŒbernahm Crawford auch Hauptrollen in weniger anspruchsvollen Filmen wie Paris und The Taxi Dancer, in denen sie aufstrebende TĂ€nzerinnen darstellte. Die Produktionskosten dieser Werke betrugen meist zwischen $ 86.000 und $ 200.000 und warfen in der Regel Profit in vergleichbarer Höhe ab.[16]

Erst mit dem Auftritt in The Unknown aus dem Jahr 1927 ĂŒberzeugte Joan Crawford die Studioverantwortlichen, dass in ihr das Potential zu einem Star steckte und wurde von jenem Zeitpunkt an gezielt gefördert. Der Hauptdarsteller Lon Chaney arbeitete dabei eng mit Crawford zusammen, die ĂŒber keine entsprechende Schauspielausbildung verfĂŒgte. Beide verstĂ€ndigten sich intensiv bei der Erarbeitung des Charakters. Noch Jahrzehnte spĂ€ter Ă€ußerte sich die Schauspielerin positiv ĂŒber diese Erfahrungen.[17]

Durchbruch

Joan Crawford, Standfoto von 1928

Mitte 1928 hatte Joan Crawford mit der Rolle der Diana Medford in Our Dancing Daughters den Durchbruch als Star. Diana, eine junge Frau der besseren Gesellschaft, ist auf allen Feiern zu finden. Solche lebenslustigen Frauen wurde damals Flapper genannt. Diana erlebt allerlei romantische Verwicklungen, ehe sie am Ende in den Armen von John Mack Brown das GlĂŒck findet. Der Rollentyp wurde im Film durch die Schauspielerin Colleen Moore seit 1923 populĂ€r gemacht. Flapper waren unabhĂ€ngige junge Frauen, die Lebenslust und eine gewisse FrivolitĂ€t ausstrahlten. Sie verkörperten durch ihre positive Einstellung gut das optimistische LebensgefĂŒhl der 1920er. Der Film selber war von MGM als Antwort auf eine Reihe von erfolgreichen Filmen der Paramount Pictures mit Clara Bow konzipiert. UrsprĂŒnglich sollte Marion Davies die Hauptrolle ĂŒbernehmen, ehe Crawford den Zuschlag erhielt.[18]

F. Scott Fitzgerald, eine der Leitfiguren und Chronist der Roaring Twenties, war angetan von Joan Crawfords Interpretation in der Rolle. Er meinte dazu:

„[Sie] ist ohne Zweifel das beste Beispiel fĂŒr einen Flapper, diese Art von MĂ€dchen, die man in chiquen Nachtclubs sieht, stets nach der neuesten Mode gekleidet. Sie halten eisgekĂŒhlte Drinks in der Hand und tragen einen zurĂŒckhaltenden, leicht verbitterten Gesichtsausdruck. Sie tanzen ausgelassen, lachen viel und haben große, traurige Augen. Junge MĂ€dchen mit einem Talent zum Leben.“[19]

Die positiven Reaktionen der Fans veranlassten das Studio, den Namen von Joan Crawford im Werbematerial ĂŒber dem Titel anzukĂŒndigen, ein wichtiges Indiz fĂŒr den Status eines Schauspielers als Star. Im Laufe des Jahres 1928 profitierte die PopularitĂ€t von Joan Crawford zudem in nicht unerheblicher Weise durch die stĂ€ndige Berichterstattung ĂŒber ihre Beziehung zu Douglas Fairbanks Jr., dem Stiefsohn von Mary Pickford. Das Paar heiratete schließlich im Juni 1929. Die Ehe wurde 1933 geschieden.

Der Tonfilm, der seit Mitte 1928 endgĂŒltig den Stummfilm verdrĂ€ngt hatte, brachte eine neue Herausforderung mit sich. Anders als bei den meisten anderen Studios wurde der Übergang zum neuen Medium durch die Studioverantwortlichen bei MGM mit Bedacht umgesetzt. Besonders Irving Thalberg bestand darauf, dass die Schauspieler ihre Diktion unter der Schulung und Anleitung von speziellen Sprachlehrern verbesserten, um so den Anforderungen, die die Tontechnik an die Aussprache stellte, genĂŒgen zu können. MGM blieb das Schicksal von Paramount erspart, das durch die ĂŒberhastete Umstellung fast seinen gesamten Kader an Stars verlor.[20] Joan Crawford gab ihr DebĂŒt im Tonfilm in The Hollywood Revue of 1929. Der Film ist eine lose Abfolge von Sketchen, Tanznummern und Gesangseinlagen ohne verbindenden Handlungsrahmen. Mit Ausnahme von Greta Garbo und Ramon Novarro wirkte jeder Star von MGM mit und stellte vor dem Mikrophon seine FĂ€higkeiten zu Gesang und Sprache unter Beweis. Joan Crawford zeigte eine temperamentvolle Tanzeinlage und sang den Song I’ve got a Feeling for You. Die meisten Kritiker lobten die klare Diktion der Schauspielerin und sagten ihr einen PopularitĂ€tsschub voraus, da ihre Stimme – vom Register am ehesten ein lyrischer Kontraalt – ihrer ĂŒberschĂ€umenden Persönlichkeit entsprechen wĂŒrde.[21] Die ersten Dreharbeiten zu einem Tonfilm, Untamed, hatte sie bereits einige Wochen vorher als Partnerin von Robert Montgomery absolviert. Dieser Film kam jedoch erst nach der Premiere von The Hollywood Revue of 1929 in den Verleih. Joan Crawford beendete das Jahr mit Moderne MĂ€dchen; hier zeigt sich die Schauspielerin als unglĂŒcklich verliebte Dame der besseren Gesellschaft, die ihren Verlobten, gespielt von Douglas Fairbanks. Jr., an die beste Freundin verliert.

Imagewechsel

Das anhaltende Interesse der Zuschauer an Tonfilmen bescherte den Filmstudios einen Anstieg der wöchentlichen Zuschauerzahlen von 55 Millionen im Jahr 1927 auf 130 Millionen im Jahr 1930. MGM realisierte in diesem Jahr den bis dahin höchsten Firmengewinn mit 15 Millionen US-Dollar.[22] Trotzdem war selbst die Filmindustrie am Ende nicht gegen die Auswirkungen der sich verschĂ€rfenden Weltwirtschaftskrise gefeit. Ende 1930 begannen die Zuschauerzahlen in den USA drastisch zu sinken, ehe die Rezession schließlich ab 1931 mit voller HĂ€rte auch diesen Wirtschaftszweig erfasste. Die Zuschauerzahlen sanken erneut bis auf nur 50 Millionen pro Woche im Jahr 1933.[23]

Mit der wirtschaftlichen Unsicherheit waren tiefgreifende Änderungen in der Gesellschaft verbunden. WĂ€hrend Musicals, Revuefilme und Salonkomödien, die die Probleme der Oberen Zehntausend schilderten, rasch an PopularitĂ€t verloren, etablierten sich neue Genres wie Horrorfilme und Gangsterfilme. Zunehmend wurden auch sozialkritische Filme produziert, die einen besorgten Blick auf MissstĂ€nde in der Gesellschaft warfen. Der gewandelte Zuschauergeschmack fĂŒhrte dazu, dass das Rollenbild des Flappers als sorglose junge Frau, die ohne materielle Sorgen das Leben als Abfolge von VergnĂŒgungen begreift, rasch passĂ© wurde.[24] Das Studio wandelte vor diesem Hintergrund ab dem Jahr 1930 das Image von Joan Crawford hin zur ambitionierten Frau, die ihre LebensumstĂ€nde aus eigener Kraft verbessern will. An diesem Punkt ihrer Schauspielkarriere spielte sie daher oft ArbeitermĂ€dchen, die den sozialen Aufstieg schaffen. Dieser Rollentypus wurde auch von anderen Schauspielerinnen wie Constance Bennett (Common Clay, The Easiest Way), Barbara Stanwyck (Baby Face) oder Ruth Chatterton (Lilly Turner und Once a Lady) verkörpert, die in ihren Filmen durch den Einsatz moralisch bedenklicher Mittel ihre Position in der Gesellschaft zu verĂ€ndern suchten.

Zum ersten Mal wurde der Wandel in Our Blushing Brides manifest, wo Joan Crawford eine VerkĂ€uferin darstellte. Der Film wirft am Beispiel von drei Freundinnen die Frage auf, inwieweit in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit moralische Standpunkte und Werte wie Tugend und IntegritĂ€t Bestand haben können. DarĂŒber hinaus wird aufgezeigt, wie tradierte Moralvorstellungen ĂŒber Ehe und SexualitĂ€t unter den verĂ€nderten gesellschaftlichen Bedingungen zur Disposition stehen mĂŒssen.[25] Eine der Figuren versucht in Our Blushing Brides beispielhaft, ökonomische Sicherheit zu erlangen, indem sie die Geliebte eines reichen Mannes wird. Sie wĂ€hlt am Ende den Freitod, nachdem sie von ihrem Geliebten sitzengelassen wird. Die Figur von Joan Crawford hingegen bleibt sich und den eigenen Idealen treu, um schließlich an der Seite eines MillionĂ€rs vor den Traualtar zu treten.

Dieses Grundmuster wurde in den nĂ€chsten Filmen nur geringfĂŒgig variiert. In Paid, dessen Hauptrolle Joan Crawford erst ĂŒbernahm, nachdem die eigentlich vorgesehene Norma Shearer kurz vor Drehbeginn schwanger wurde, sitzt die Protagonistin Mary Turner zunĂ€chst unschuldig im GefĂ€ngnis. Nach ihrer Entlassung versucht sie alles, um ihre gesellschaftliche Stellung zu verbessern. WĂ€hrend in der ersten HĂ€lfte des Films mehr oder weniger realistisch Armut und Entbehrung gezeigt wird, entwickelt sich Mary im weiteren Verlauf zu einer Angehörigen der besseren Gesellschaft mit den entsprechenden Attributen wie PelzmĂ€nteln, aufwĂ€ndigen Abendkleidern sowie teurem Schmuck. Alles fĂŒr Dein GlĂŒck von 1931 prĂ€sentiert die Schauspielerin am Anfang als Fabrikarbeiterin aus den Slums, die in die Großstadt geht und sich im wahrsten Sinne bis in die Spitzen der Gesellschaft schlĂ€ft und als Geliebte eines Politikers, gespielt von Clark Gable, ganz offen mit diesem zusammenlebt. Da die strengen Zensurvorschriften des Production Code noch nicht in Kraft waren, konnten die Produzenten in der Darstellung von außerehelichen Beziehungen bedeutend weiter gehen, als dies nach 1934 der Fall war. Der Film etablierte auch Crawford und Gable als eines der kommerziell erfolgreichsten Leinwandpaare des Jahrzehnts. Bis 1940 sollten sie insgesamt acht Filme zusammen drehen.

Kommerzieller Erfolg

In der internen Studiohierarchie rangierte die Schauspielerin in dieser Zeit nach Greta Garbo und Norma Shearer an dritter Stelle. Joan Crawford befand sich damals auf dem Höhepunkt ihrer kommerziellen Erfolges. Zwischen 1932 und 1936 wurde sie stets auf einen der zehn ersten PlĂ€tze in Quigley's Annual List of Box-Office Champions gewĂ€hlt. Die ListenplĂ€tze ergaben sich aus der regelmĂ€ĂŸigen Befragung von ausgewĂ€hlten Kinobetreibern, die die Namen der Stars angaben, deren Filme gleichmĂ€ĂŸig hohe Zuschauerzahlen anlockten. [26] Der hohe wirtschaftliche Wert der Schauspielerin fĂŒr das Studio fand jedoch nach deren Ansicht keine Entsprechung in den DrehbĂŒchern, die sie bekam. Crawford beklagte sich regelmĂ€ĂŸig darĂŒber, im Vergleich zu den beiden anderen Stars meist nur Rollenangebote zu bekommen, die weder im kĂŒnstlerischen Anspruch noch in den Produktionskosten mit den Filmen ihrer Konkurrentinnen zu vergleichen wĂ€ren. Der Unterschied wurde in einem Bonmot verdeutlicht, das auf dem StudiogelĂ€nde die Runde machte:

„Shearer bekommt die A-Produktionen, Garbo ist fĂŒr die Kunst zustĂ€ndig und Crawford spielt das Geld fĂŒr die beiden ein.“[27]

Die LoyalitĂ€t von Joan Crawford gegenĂŒber ihren Fans, denen sie ihre Karriere verdankte, war legendĂ€r. Zeit ihres Lebens beantwortete die Schauspielerin jeden einzelnen Brief an sie persönlich. Im Jahr 1934 war Joan Crawford – vielleicht auch deshalb – die Schauspielerin mit den meisten registrierten Fanclubs in Amerika.[28] Joan Crawford etablierte sich darĂŒber hinaus neben Kay Francis, Marlene Dietrich und Constance Bennett als fĂŒhrende Stilikone und Trendsetterin. Ihre ĂŒberwiegend weibliche AnhĂ€ngerschaft verlangte von einem Joan-Crawford-Film eine kostspielige Garderobe und entsprechend viele KostĂŒmwechsel sowie stĂ€ndig neue Frisuren. Der Studiodesigner Gilbert Adrian hatte mit der Auswahl der Kreationen einen großen Einfluss auf das Image von Crawford. Die beiden KĂŒnstler arbeiteten eng zusammen und der Einfluss von Crawford auf die Damenmode war nicht zu unterschĂ€tzen. Ein weißes Kleid aus Organza und Chiffon, das Crawford in Letty Lynton trug, wurde als Konfektion in das Sortiment großer KaufhĂ€user ĂŒbernommen und verkaufte sich hunderttausendfach. Gleichzeitig etablierte Adrian durch seine speziell auf Crawford zugeschnittenen Modelle die Schulterpolster auf dem Massenmarkt und setzte damit einen Trend durch, den Elsa Schiaparelli einige Jahre vorher in die Haute Couture eingebracht hatte.

1932 spielte Joan Crawford in Menschen im Hotel nach dem Roman von Vicki Baum eine ambitionierte SekretĂ€rin, die ihren Charme und ihre Wirkung bei den MĂ€nnern nutzt, um ihre gesellschaftliche Position zu verbessern. Der Film war der erste mit einer All Star Cast und bot neben Crawford auch Greta Garbo, Wallace Beery und die beiden BrĂŒder John Barrymore und Lionel Barrymore in den Hauptrollen. Nicht wenige Kritiker meinten, Joan Crawford habe mit ihrer nuancierten Darstellung die beste Leistung des Ensembles geliefert.[29] Getragen von dem Wunsch, ihre schauspielerischen FĂ€higkeiten durch anspruchsvolle Rollen gezielt zu verbessern, ĂŒbernahm die Schauspielerin Mitte 1932 auf eigenen Wunsch den Part der Sadie Thompson in Rain, der Verfilmung von Somerset Maughams gleichnamigen TheaterstĂŒck. Geschildert wird die Geschichte der Prostituierten Sadie, die auf einer SĂŒdseeinsel unter der Bigotterie und den Vorurteilen der Gesellschaft zu leiden hat. Der Stoff war auf der BĂŒhne ein großer Erfolg fĂŒr Jeanne Eagels und war bereits 1929 mit Gloria Swanson verfilmt worden. Unter der Regie von Lewis Milestone erhielt Crawford fĂŒr ihre Interpretation zwar gute Kritiken, doch insgesamt floppte der Film an der Kinokasse. Auch das Folgeprojekt, Today We Live, war finanziell ein Reinfall. Das Skript von William Faulkner war zunĂ€chst als reiner Kriegsfilm konzipiert, erst kurz vor Beginn der Dreharbeiten musste Faulkner eine Liebesgeschichte in die Handlung einflechten. Das fertige Ergebnis fand weder den Gefallen der Kritiker noch der zahlenden Zuschauer.

Auf das DrĂ€ngen von David O. Selznick ĂŒbernahm die Schauspielerin daraufhin 1933 die Hauptrolle in Ich tanze nur fĂŒr Dich, der den Aufstieg einer TĂ€nzerin vom Vaudeville hin zum Star in Broadwayrevuen schildert. Der große finanzielle Erfolg des Films, der am Ende einen Profit von gut $ 750.000 auswies, erlaubte es Joan Crawford, Anfang 1934 einen neuen Vertrag mit dreijĂ€hriger Laufzeit abzuschließen. Die wöchentliche Gage von anfangs $ 6.500 stieg in den nĂ€chsten Jahren auf $ 9.500.[30]

Langsamer Niedergang

Um 1934 begann Joan Crawford erneut ihr Image zu verĂ€ndern. Die GrĂŒnde lagen in der verschĂ€rften Durchsetzung der strengen Zensurregeln des Production Code Mitte des Jahres. Die Einhaltung der Vorschriften wurde streng ĂŒberwacht und die Zensurbehörde ließ sich von den Studios sĂ€mtliche DrehbĂŒcher vorlegen, um bei VerstĂ¶ĂŸen Änderungen zu verlangen. DarĂŒber hinaus wurden alle Filme vor ihrer Veröffentlichung begutachtet. Nur wenn der Film im Einklang mit den Forderungen des Codes stand, durfte er in den Verleih gebracht werden. Die Filme von Joan Crawford mussten entsprechend an die gewandelten Vorgaben angepasst werden. Bis 1933 war die Schauspielerin regelmĂ€ĂŸig in moralisch bedenklichen Situationen zu sehen, so in Letty Lynton, wo sie ungestraft einen Totschlag durch Unterlassen begeht oder in Alles fĂŒr Dein GlĂŒck, in dem sie ohne Trauschein in aller Öffentlichkeit eine sexuelle Beziehung fĂŒhrt. Stattdessen spielten die Filme von Crawford ab 1934 vorzugsweise in einem gehobenen sozialen Milieu und prĂ€sentierten die Schauspielerin in aufwĂ€ndig produzierten Romanzen. Crawford war in der Regel in allerlei LiebesgeplĂ€nkel zwischen zwei MĂ€nnern verstrickt, um am Ende doch das wahre GlĂŒck zu finden. Vergleichbare Anpassungen mussten auch fĂŒr andere Schauspielerinnen vorgenommen werden, so zum Beispiel fĂŒr Kay Francis. In Mandalay von Anfang des Jahres 1934 ist sie noch eine hochbezahlte Prostituierte, die ungestraft einen Mord begeht. Living on Velvet passte im Folgejahr das Image von Francis an die geĂ€nderten Rahmenbedingungen an und legte Crawfords Berufskollegin fĂŒr den Rest der Karriere auf den Typus der langleidenden Frau fest.[31]

In goldenen Ketten ist exemplarisch fĂŒr diese kommerziell erfolgreichen Filme, deren inhaltliche Anspruchslosigkeit auf Dauer jedoch Crawfords Ruf als ernstzunehmende Schauspielerin schadeten.[32] Der Film zeigt sie unter der Regie von Clarence Brown als Dame der High-Society, die in einer langweiligen Ehe gefangen ist. Die Bekanntschaft mit einem charmanten MillionĂ€r, gespielt von Clark Gable, bringt die Heldin in Gewissenskonflikte, die am Ende jedoch in eine einvernehmliche Scheidung und dem GlĂŒck in Gables Armen mĂŒnden. Die stĂ€ndige Wiederholung des Musters ĂŒber die nĂ€chsten Jahre fĂŒhrte allmĂ€hlich zu einem Nachlassen von Crawfords Anziehungskraft an den Kinokassen. Gleichzeitig stiegen in Hollywood die durchschnittlichen Produktionskosten pro Film seit Mitte der 1930er kontinuierlich an. Betrugen die Ausgaben fĂŒr einen Crawford-Film vor 1933 gut $ 320.000, kletterten die Ausgaben, entsprechend dem Trend in der gesamten Industrie, bis Ende des Jahrzehnts auf teilweise siebenstellige BetrĂ€ge. Der Gewinn pro Film sank daher insgesamt dauerhaft.[33]

Joan Crawford trat auf Veranlassung ihres zweiten Ehemanns Franchot Tone, mit dem sie von 1935 bis 1939 verheiratet war, ab Mitte des Jahrzehnts regelmĂ€ĂŸig in anspruchsvollen Radiosendungen auf, unter anderem in Nora von Henrik Ibsen sowie in StĂŒcken von Maxwell Anderson und Eugene O’Neill. Crawford versuchte zudem, 1936 ihr Rollenfach durch Auftritte in sozialkritischen KonversationsstĂŒcken zu erweitern. Am Ende fanden jedoch weder der Auftritt in dem KostĂŒmdrama The Gorgeous Hussy noch die Mitwirkung in den opulent in Szene gesetzten Verfilmungen der Broadwayerfolge The Last of Mrs. Cheyney und Brennendes Feuer der Leidenschaft die Zustimmung der Fans. 1938 befand sich die Karriere der Schauspielerin in einer Krise. Crawford fand sich im selben Jahr neben Katharine Hepburn, Marlene Dietrich, Mae West und Greta Garbo in einer Anzeige wieder, die sie als Kassengift (box-office poison) bezeichnete.[34] Den einzigen durchschlagenden finanziellen Erfolg feierte die Schauspielerin mit Mannequin, der sie an der Seite von Spencer Tracy als ambitionierte junge Frau zeige, die aus den Slums zur Ehefrau eines MillionĂ€rs aufsteigt. Dank dreier Erfolge in George-Cukor-Filmen konnte Crawford ihren Status wieder konsolidieren: Die Frauen von 1939 zeigte sie in der relativ kleinen Rolle einer VerkĂ€uferin, die der Heldin, gespielt von Norma Shearer, den Mann ausspannt. Auf die Frage, warum sie den eher untergeordneten Part ĂŒbernehme, antwortete Crawford:

„Ich wĂŒrde die Großmutter von Wallace Beery spielen, wenn es eine gute Rolle wĂ€re.“[35]

Die Kritiken waren ermutigend und Crawford ĂŒbernahm kurz danach die Hauptrolle in Susan und der liebe Gott, in dem ihre Figur den Unterschied zwischen echten Glauben und falschen Idealen lernen muss. ZunĂ€chst war Norma Shearer als Hauptdarstellerin vorgesehen, sie wollte jedoch keine Mutter einer halbwĂŒchsigen Tochter spielen. Die dritte Zusammenarbeit mit Cukor, Die Frau mit der Narbe, kam 1941 in den Verleih. Der Film war das Remake von En Kvinnas Ansikte, der mit Ingrid Bergman in der Hauptrolle einige Jahre vorher gedreht wurde. Die Handlung schildert die Geschichte einer entstellten jungen Frau, die aufgrund der bisherigen Erfahrungen hart und zynisch geworden ist. Nach einer plastischen Operation, die ihr Aussehen wieder herstellt, muss sie erst wieder lernen, ihren Mitmenschen zu vertrauen. Dem Studio ging der Realismus, mit dem Crawford geschminkt wurde, zu weit und es untersagte alle Publicityphotos, die die Schauspielerin mit der titelgebenden Narbe zeigten. Nach eigenem Bekunden war es fĂŒr Joan Crawford die grĂ¶ĂŸte professionelle EnttĂ€uschung ihrer Karriere, fĂŒr diesen Film nicht fĂŒr den Oscar nominiert zu werden.[36]

Trotz der ermutigenden Einspielergebnisse, die ein neu erwachtes Interesse des Publikums indizierten, verlor das Filmstudio das Vertrauen in Crawfords Zukunft. Wichtige Filmrollen wie Madame Curie verlor sie an Greer Garson. Mit Irene Dunne und Katharine Hepburn standen zudem weitere Konkurrentinnen unter Vertrag, die Rollen ĂŒbernahmen, die frĂŒher von den etablierten Stars ĂŒbernommen worden wĂ€ren. TatsĂ€chlich kursierten ab Ende 1941 einige Artikel in den Fachzeitschriften, wonach MGM die VertrĂ€ge von Norma Shearer, Greta Garbo und eben Crawford, die alle mindestens seit 1925 beim Studio waren, lösen wolle, da die Schauspielerinnen zu teuer geworden seien. Joan Crawford sah am Ende keine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten mehr fĂŒr sich und bot Studiochef Louis B. Mayer daher nach 18 Jahren der Zusammenarbeit die Entlassung aus ihrem Vertrag an. Der Vertrag wurde in beiderseitigem Einvernehmen am 29. Juni 1943 aufgelöst. Das Studio zahlte Crawford eine einmalige Abstandsumme von $ 100.000. [37]

Warner Brothers: 1943–1952

Unmittelbar nachdem sie MGM verlassen hatte, unterschrieb die Schauspielerin am 1. Juli 1943 beim Studio Warner Brothers einen Vertrag ĂŒber drei Filme fĂŒr eine Gage von insgesamt $ 500.000.[38] Angebote anderer Studios, unter anderem von Columbia und 20th Century Fox, lehnte sie ab. Warner Brothers sah in Joan Crawford eine mögliche Konkurrentin fĂŒr den eigenen Topstar Bette Davis. Aus diesem Grund wurde ebenfalls Barbara Stanwyck und Rosalind Russell auf der Basis von nichtexklusiven Verpflichtungen gewonnen. Die Zusammenarbeit ließ sich allerdings zunĂ€chst nicht so an, wie von Crawford erwartet. Wie schon bei MGM bekam die Schauspielerin zunĂ€chst nur DrehbĂŒcher angeboten, die andere BeschĂ€ftigte abgelehnt hatten. Um einer Suspendierung durch das Studio zuvorzukommen, ließ sich Crawford daraufhin von der Gehaltsliste nehmen, bis eine Einigung ĂŒber ein geeignetes Drehbuch vorlag. WĂ€hrend der sich anschließenden fast zweijĂ€hrigen Wartezeit trat sie nur als Gaststar in dem Revuefilm Hollywood Canteen auf, der Mitte 1944 in den Verleih kam. Im September 1945 schaffte Crawford ein spektakulĂ€res Comeback mit der Titelrolle der Mildred Pierce in Solange ein Herz schlĂ€gt. Der Part einer ambitionierten Mutter, die aus Liebe fĂŒr ihre Tochter den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufstieg von einer Kellnerin zur Betreiberin einer Restaurantkette schafft, wurde vorher unter anderem Bette Davis und Ann Sheridan angeboten. Joan Crawford musste zum ersten Mal in ihrer Karriere Probeaufnahmen machen. Am Ende gelang es ihr, den Produzent Jerry Wald zu ĂŒberzeugen. Regisseur Michael Curtiz wollte zunĂ€chst Barbara Stanwyck fĂŒr die Rolle, doch schließlich rauften er und Crawford sich zusammen und Curtiz entwickelte das Drehbuch speziell fĂŒr Crawford auf der Grundlage des gleichnamigen Romans von James M. Cain. Solange ein Herz schlĂ€gt spielte ĂŒber $ 5 Mio. ein und wurde damit zur erfolgreichsten Produktion des Jahres fĂŒr das Studio. FĂŒr ihre Darstellung gewann Joan Crawford gegen die Konkurrenz unter anderem von Ingrid Bergman und Greer Garson den Oscar als Beste Hauptdarstellerin.

Der nĂ€chste Film Humoreske von 1946 zeigte Crawford in einer verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kleinen Rolle als verbitterte Alkoholikerin, die sich in einen talentierten Geiger verliebt und am Ende an den eigenen GefĂŒhlen zerbricht. Der Film wurde mit erheblichem Aufwand produziert und erwies sich als finanziell erfolgreich. Die opulente und aufwĂ€ndig gestaltete Garderobe war auf Bitten von Joan Crawford von Gilbert Adrian, der mittlerweile als selbstĂ€ndiger Couturier tĂ€tig war, ganz im Stil des New Look entworfen. Im Folgejahr lieferte sie unter der Regie von Curtis Bernhardt in Hemmungslose Liebe eine der besten Darstellungen ihrer Karriere. Der Film zeigte sie in der Rolle einer psychisch labilen jungen Frau, die an der vergeblichen Liebe zu einem Mann, gespielt von Van Heflin, zu zerbrechen droht. Erst durch eine psychiatrische Behandlung entsteht die Aussicht, dass sie aus ihrem Zustand befreit werden kann. FĂŒr Hemmungslose Liebe wurde die Schauspielerin erneut fĂŒr einen Oscar nominiert, verlor allerdings gegen Loretta Young in Die Farmerstochter. James Agee, einer der bekanntesten Filmkritiker der Zeit, erklĂ€rte die außergewöhnlich hohe QualitĂ€t von Hemmungslose Liebe mit den Worten:

„Viele Menschen, die viel zu geben haben, geben dem Film alles, was sie haben.“[39]

SpĂ€ter im Jahr 1947 drehte Crawford bei 20th Century Fox unter der Regie von Otto Preminger das romantische Melodrama Daisy Kenyon, in dem sie emotionale Verwicklungen zwischen Dana Andrews und Henry Fonda zu bestehen hat. Der finanzielle Erfolg der letzten Auftritte ermöglichte es der Schauspielerin, mit ihrem Heimatstudio einen neuen Vertrag auszuhandeln, der ihr eine Gage von $ 200.000 pro Film einbrachte.[40] Allerdings waren die DrehbĂŒcher, die ihr das Studio anbot, nicht immer von der erhofften QualitĂ€t. Es dauerte daher bis Mitte 1949, ehe Joan Crawford mit Die Straße der Erfolgreichen auf die Leinwand zurĂŒckkehrte. In der Folgezeit war die Schauspielerin auf die Darstellung von Frauen festgelegt, die den sozialen Aufstieg um jeden Preis schaffen wollen und aufgrund ihrer RĂŒcksichtslosigkeit am Ende vor dem moralischen und gesellschaftlichen Bankrott stehen. Ein gutes Beispiel dafĂŒr liefert das Melodrama Im Solde des Satans, einem Film Noir aus dem Jahr 1950, der sĂ€mtliche Rollenklischees der letzten 25 Jahre in Crawfords Karriere in einem Film zusammenbringt. Crawford versuchte wĂ€hrend der Zeit mehrfach, das Studio zu ĂŒberzeugen, den Roman Ethan Frome von Edith Wharton gemeinsam mit ihr, Bette Davis und Gary Cooper zu verfilmen. Das Projekt scheiterte ebenso wie der Plan, die beiden Schauspielerinnen in Time to Sing gemeinsam vor die Kamera zu bringen.[41]

Ohne festen Studiovertrag: 1952–1957

1952 verließ die Schauspielerin Warner Brothers aufgrund der immer schlechter werdenden DrehbĂŒcher. Sie arbeitete die nĂ€chsten Jahre ohne feste vertragliche Bindung an ein einzelnes Studio. Diese Methode ist als free lancing bekannt und wurde Mitte der 1930 zunehmend von etablierten Stars verfolgt.[42] In der Regel erfolgte die Bezahlung bis zu einem gewissen Grad durch eine Gewinnbeteiligung. Die Gesamteinnahmen der Schauspieler lagen somit grundsĂ€tzlich höher als bei einem festen Engagement, bei dem in der Regel feste Gagen auf Wochenbasis gezahlt wurden.[43]

Joan Crawford entschied sich fĂŒr den Auftritt in dem Thriller Maskierte Herzen, der die Geschichte einer bekannten BĂŒhnenautorin erzĂ€hlt, die von ihrem Ehemann ermordet werden soll. Sie erhielt fĂŒr die Darstellung ihre dritte und letzte Nominierung fĂŒr einen Oscar. Unmittelbar im Anschluss scheiterte die Mitwirkung in der Verfilmung des Romans Verdammt in alle Ewigkeit, in der Joan Crawford die Rolle der Karen Holmes spielen sollte, an kĂŒnstlerischen Differenzen. Am Ende ĂŒbernahm Deborah Kerr den Part. Crawford drehte stattdessen erstmals seit 10 Jahren mit dem Revuefilm Herzen im Fieber wieder fĂŒr MGM. Dem Film, der mit relativ wenig Aufwand produziert wurde, war weder in kĂŒnstlerischer noch in finanzieller Hinsicht ein Erfolg beschieden.

Im Folgejahr ĂŒbernahm Joan Crawford wie viele Schauspielerinnen in ihrem Alter schließlich die Hauptrolle in einem Western. Johnny Guitar – Wenn Frauen hassen wurde bei der Filmgesellschaft Republic Pictures in einem heute veralteten Farbverfahren gedreht, was den Bildern eine ausgesprochene KĂŒnstlichkeit verleiht. Über dieses Werk ist in den nachfolgenden Jahren viel geschrieben worden. Nicht wenige Analysten sehen in ihm eine subtile Abrechnung mit der McCarthy-Ära. Andere wollen starke feministische AnsĂ€tze entdeckt haben. Joan Crawford selber Ă€ußerte sich stets negativ ĂŒber den Film.[44]

Im selben Jahr wurde die Schauspielerin Opfer gezielter Indiskretionen in der Skandalpresse. Besonders das Magazin Confidential veröffentlichte Details aus ihrem Privatleben. Die negative Publicity kostete den Star nach eigenem Bekunden die Hauptrolle in der Verfilmung des Broadwayhits The Country Girl, die Rolle ging schließlich an Grace Kelly, die dafĂŒr den Oscar als Beste Darstellerin gewann.[45] Die LoyalitĂ€t ihrer Fans verhalf Joan Crawford 1955 zu einem erneuten Comeback durch den Film Das Haus am Strand, in dem sie eine Ă€ltere Frau darstellt, die eine Beziehung mit einem jĂŒngeren Mann eingeht. Der finanzielle Erfolg erlaubte es ihr, im selben Jahr einen lukrativen Vertrag ĂŒber drei Filme mit der Gesellschaft Columbia Pictures auszuhandeln. Sie hatte sich ausdrĂŒcklich Mitwirkungsrechte bei der Auswahl der DrehbĂŒcher und bei der Besetzung ausbedungen. Die nachfolgenden Filme waren allesamt sorgfĂ€ltig produzierte Werke. Sowohl Ehe in Fesseln als auch HerbststĂŒrme und Esther Costello spielten mehr Geld ein als sie gekostet hatten. Besonders die subtile Darstellung einer Ă€lteren Frau in HerbststĂŒrme brachte ihr Lob und Anerkennung von der Fachpresse.[46]

Ab 1959: die spÀteren Jahre

Nach der Eheschließung mit dem Manager Alfred Steele, mit dem sie von 1955 bis zu seinem Tod 1959 verheiratet war, zog sich Joan Crawford 1957 trotz vieler weiterer Angebote fĂŒr einige Zeit aus dem FilmgeschĂ€ft zurĂŒck. Sie widmete sich stattdessen den Belangen des GetrĂ€nkeherstellers Pepsi, in dessen Aufsichtsrat Steele ein bedeutende Rolle spielte. Auch nach seinem Tod im Jahr 1959 setzte sie sich weiterhin fĂŒr die Interessen der Firma ein. Crawford wurde als erste Frau in den Aufsichtsrat der Firma gewĂ€hlt und sorgte in der Folgezeit, als der Begriff Product placement noch unbekannt war, dafĂŒr, dass die Produkte des GetrĂ€nkeherstellers in ihren Filmen prominent zur Geltung kamen.[47]

1962 gelang ihr an der Seite von Bette Davis in Was geschah wirklich mit Baby Jane? ein vielbeachtetes Comeback. Die beiden Schauspielerinnen kamen dem Vernehmen nach nicht gut miteinander aus. Zwei Jahre spĂ€ter, 1964, scheiterte der Versuch, beide Stars zusammen wieder unter der Regie von Robert Aldrich in einem vergleichbaren Stoff mit dem Titel Wiegenlied fĂŒr eine Leiche einzusetzen, da Joan Crawford sich krankheitsbedingt aus der Produktion zurĂŒckziehen musste. Schließlich ĂŒbernahm Olivia de Havilland ihren Part.

Die nachfolgenden Filme aus dieser Zeit waren dem Prestige und den schauspielerischen FĂ€higkeiten von Joan Crawford nicht angemessen.[48] In Ermangelung entsprechender Filmangebote wirkte Joan Crawford daher verstĂ€rkt in zahlreichen Fernsehproduktionen mit. Zu den bekanntesten Auftritten gehörte die Mitwirkung in der Daily Soap The Secret Storm, in der sie im Oktober 1968 die Rolle ihrer erkrankten Tochter Christina Crawford ĂŒbernahm. Im Jahr 1969 trat sie in der Episode Eyes aus der Serie Night Gallery auf, einer der ersten Regiearbeiten von Steven Spielberg. Bis zu ihrer – unfreiwilligen – Pensionierung im Jahr 1972 reiste Joan Crawford als ReprĂ€sentantin fĂŒr Pepsi-Cola regelmĂ€ĂŸig quer durch die Welt. Nach eigenem Bekunden schaffte es die Schauspielerin Mitte der 1970er aus eigener Kraft, ihre jahrzehntelange Alkoholsucht, die sie zuletzt nicht mehr vor der Öffentlichkeit verbergen konnte, erfolgreich zu bekĂ€mpfen.[49]

1974 zog sich die Schauspielerin endgĂŒltig aus der Öffentlichkeit zurĂŒck, nachdem sie Pressefotos von sich gesehen hatte, auf denen sie sich unvorteilhaft getroffen fand. Finanziell abgesichert verbrachte sie die letzten Jahre vor ihrem Tod zumeist in ihrem Apartment in New York City. Die letzten Jahre waren geprĂ€gt von Konflikten mit zweien ihrer Kinder. Joan Crawford, die selber keine Kinder bekommen konnte, hatte sich Mitte 1940 zur Adoption einer Tochter entschlossen, die den Namen Christina erhielt. In den nachfolgenden Jahren nahm die Schauspielerin noch drei weitere Kinder als ihre eigenen an: Christopher, Cynthia und Cathy. Die Adoption eines Jungen, die zu Beginn des Jahres 1941 stattfand, wurde von der leiblichen Mutter per Gerichtsbeschluss einige Wochen spĂ€ter rĂŒckgĂ€ngig gemacht. Ob es kurz danach noch eine weitere fehlgeschlagene Adoption gab, ist in der Literatur umstritten.[50]

Christina Crawford veröffentlichte 1978 ihre umstrittenen Kindheitserinnerungen unter dem Namen Mommie Dearest. Ihre Schilderung von Joan Crawford als manipulativer Frau, die ihre Kinder physischer und psychischer Gewalt aussetzte, bestimmte fĂŒr viele Jahre die Diskussion ĂŒber die Schauspielerin. WĂ€hrend ihr Bruder Christopher die Anschuldigungen im Kern bestĂ€tigte, verwahrten sich Cathy und Cindy stets vehement gegen die Behauptungen Christinas.[51] Das Buch wurde 1981 von Frank Perry mit Faye Dunaway in der Titelrolle verfilmt.

Joan Crawford starb am 10. Mai 1977. Ihre Urne ist im Ferncliff Mausoleum in Hartsdale, US-Bundesstaat New York, beigesetzt.

WĂŒrdigung

StÀndiger Wandel des Leinwandimages

Die Karriere von Joan Crawford dauerte fast 50 Jahre, sie war von der StummfilmĂ€ra bis Mitte der 1970er Jahre im FilmgeschĂ€ft tĂ€tig. Kein anderer weiblicher KĂŒnstler in Hollywood konnte ĂŒber eine derart lange Zeit seinen Status als Star behalten. Crawford war gerade in den spĂ€ten Filmen keine besonders subtile Darstellerin und oft bekam ihre Garderobe bessere Kritiken als sie. Doch schaffte sie es ĂŒber die Jahre immer wieder, ihr Image dem Zeitgeschmack anzupassen.

Sie begann als Flapper und Jazzbaby, was schließlich in den drei Filmen der Our-Serie kumulierte. Unzufrieden mit den eher leichten DrehbĂŒchern wechselte Crawford erfolgreich zur Darstellerin trĂ€nenreicher Bekenntnisfilme (engl: confession tales).[52] Die Schauspielerin, die in Interviews niemals ihre eigene bescheidene Herkunft und ihre Kindheit in Armut verleugnete, stieg Mitte der 1930er zu Hollywoods fĂŒhrendem Star fĂŒr die arbeitende Bevölkerung auf. Die PopularitĂ€t von Crawford gerade unter VerkĂ€uferinnen und BĂŒroangestellten wurde durch ihre Darstellung von ambitionierten Frauen erklĂ€rt, die sich aus eigener Kraft einen Platz in der Gesellschaft erkĂ€mpfen, was vor ihrem biographischen Hintergrund eine zusĂ€tzliche Bedeutung bekam. Dazu kam der Ruf von Crawford, zu den bestangezogenen Frauen der Filmindustrie zu gehören. Wenn die Schauspielerin mitunter etwas despektierlich als cloth horse (ungefĂ€hr: KleiderstĂ€nder) diffamiert wurde, so hatte die Garderobe doch einen nicht zu unterschĂ€tzenden Einfluss auf die Fans.[53] MGM-Chefdesigner Gilbert Adrian meinte im Scherz, seine Karriere sei auf den Schultern von Joan Crawford gebaut.[54] Als er die Verantwortung fĂŒr die Garderobe der Schauspielerin ĂŒbernahm, beschloss er, ihre starken Schultern und breiten HĂŒften nicht lĂ€nger zu kaschieren, sondern entsprechend einem Modetrend aus Paris direkt zu betonen. Die Schulterpolster, die Crawford spĂ€testens seit Alles fĂŒr Dein GlĂŒck von 1931 immer wieder trug, wurden Teil der Modegeschichte.

Die Bedeutung ihrer Garderobe fĂŒr ihre Fans war auch den Kritikern stets bewusst. So befand die Zeitschrift Motion Picture Herald in der Kritik ĂŒber Letty Lynton:

„Die Kleider, die Joan Crawford trĂ€gt, werden noch fĂŒr Wochen das StadtgesprĂ€ch bilden [..] und wie sie sie trĂ€gt!“[55]

In dem Film Die Braut trug Rot von 1937 wog das titelgebende Kleid 25 kg. Maria Riva berichtet in dem Buch Meine Mutter Marlene, wie sehr die Dietrich diese Kreation, die aus hunderttausenden Pailletten genĂ€ht wurden, bewundert habe. Mitunter wurde den AnsprĂŒchen der Fans auf Glamour auch die GlaubwĂŒrdigkeit des Drehbuchs geopfert. In seiner Rezension ĂŒber den Film Reunion in France aus dem Jahr 1942, in dem Crawford als Modeschöpferin auf der Flucht vor den Nazis eigentlich nur das nackte Leben retten kann, schrieb der Kritiker der New York Herald Tribune spitzfindig:

„Ihr Vertrag verlangt von ihr nicht, sich auch wie ein FlĂŒchtling zu kleiden.“[56]

Die Schauspielerin verĂ€nderte besonders zu Beginn der 1930er wiederholt ihr Ă€ußeres Erscheinungsbild. In mehreren Filmen, darunter This Modern Age von 1931, trat sie mit platinblonden Haaren im Stil von Jean Harlow auf. Besonders signifikant war dabei ihre Garbo-Phase, in der sie ganz bewusst bestimmte Charakteristika des schwedischen Stars ĂŒbernahm. So akzentuierte Crawford ihre Augen und Wangenknochen durch bestimmte Lichteffekte. Diese Angleichung erreichte den Höhepunkt 1932 in Letty Lynton, einem Melodrama um ein fatalistisches MĂ€dchen.

So schrieb Elizabeth Yeaman, eine bekannte Publizistin jener Tage, am 21. Mai 1932 in ihrer Kritik im Los Angeles Examiner ĂŒber den Film:

„DarĂŒber hinaus ist ihre Ähnlichkeit mit Greta Garbo in zwei oder drei Szenen außergewöhnlich. Sie sieht nicht nur so aus wie Garbo, sie benutzt sogar die schwer fassbare Technik der Garbo, der unergrĂŒndliche Ausdruck, das verhaltene Sehnen, die durchschimmernde Tragik.“[57]

Mitte der 1940er wandelte Crawford ihr Image hin zur harten Frau, die mit den UmstÀnden ringt, um sich und ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Solange ein Herz schlÀgt wurde zu ihrem finanziell erfolgreichsten Film und in der Folgezeit wechselte das Rollenmuster nur marginal.

Nach Georg Seeßlen ist:

„[Joan Crawford] in fast allen ihren Filmen dieser Zeit [
] die Frau, die ihren Kampf mit den UmstĂ€nden zu fĂŒhren hat, mit den Widrigkeiten, die die Gesellschaft und der Zufall fĂŒr sie bereithĂ€lt. Joan Crawford wird durch das Leiden hĂ€rter, sie wird zur steinernen Person. [
] Das gedachte Ende der Joan Crawford-Frau ist die totale Distanz zur Welt, eine emotionale Unerreichbarkeit. [
] Mag Joan Crawford auch eine noch so starke Frau sein, sie ist am Ende dann doch nicht stark genug gewesen.“[58]

HĂ€ufig waren in dieser Periode die mĂ€nnlichen Partner deutlich jĂŒnger als Crawford, so Jack Palance in Maskierte Herzen, Jeff Chandler in Das Haus am Strand und Rossano Brazzi in Esther Costello. Ein Kritiker bezeichnete die Filme aus der Zeit deshalb nicht ganz unpassend einmal als Menopausen-Melodramen.[59] Zu ihrem eigenen Bedauern fand Joan Crawford nach der Mitwirkung in Was geschah wirklich mit Baby Jane? keine anspruchsvollen Rollen mehr. Sie war selbstkritisch genug, das zu erkennen und konzentrierte sich stattdessen auf Fernsehfilme und ihre TĂ€tigkeit bei Pepsi.

Bild in der Öffentlichkeit

„Joan war in jeder Hinsicht ein Star. Sie machte einen nicht einmal groß darauf aufmerksam. Du wusstest es einfach. Und du hast diesen Umstand niemals in Zweifel gezogen.“

– Henry Fonda[60]

Joan Crawford wird von sĂ€mtlichen Kollegen und Regisseuren, die mit ihr ĂŒber die Jahrzehnte zusammengearbeitet haben, ĂŒbereinstimmend als Perfektionistin und als außerordentlich ambitioniert geschildert. In der Öffentlichkeit stellte sie stets die Disziplin und die Entschlossenheit heraus, die notwendig waren, den Aufstieg zum Star zu meistern und gleichzeitig ĂŒber einen langen Zeitraum den Status auch zu behaupten. In ihren eigenen Worten Ă€ußerte sich die Schauspielerin dazu wie folgt:

„Wenn du dir eine Position im Leben erarbeitet hast, dann sei stolz darauf. Versteck dich nicht. Ich will erkannt werden. Wenn ich die Leute ‚Joan Crawford!‘ sagen höre, dann drehe ich mich um und sage ‚Hallo! Wie geht es Ihnen!‘“[61]

Gleichzeitig war sich Joan Crawford stets und stĂ€ndig bewusst, welche Verpflichtungen es mit sich bringt, das Image eines Filmstars zu bewahren und die Erwartungen der Öffentlichkeit zu bedienen. Sie selbst meinte dazu:

„Wenn du ein Star sein willst, dann hast du auch wie ein Star auszusehen. Ich gehe niemals aus dem Haus, ohne wie der Filmstar Joan Crawford auszusehen. Wenn du das MĂ€dchen von nebenan sehen willst, dann gehe nach nebenan.“[62]

Die Pflege des Image in der Öffentlichkeit ĂŒbernahm die Schauspielerin nach dem Verlassen von MGM weitgehend eigenstĂ€ndig. Sie nutzte ein umfangreiches Netzwerk zu den einflussreichen Kolumnisten der Zeit wie Louella Parsons, Hedda Hopper, Jimmy Fiedler, Walther Winchell und Sheila Grahame.[63] Die Zusammenarbeit verlief dabei meist im gegenseitigen Einvernehmen. WĂ€hrend die Schauspielerin gewisse Begebenheiten aus ihrem Privatleben wie Eheschließungen, Adoptionen oder bevorstehenden Scheidungen exklusiv an eine Kolumnistin ĂŒbermittelte, erhielt sie dafĂŒr eine tendenziöse Berichterstattung. Die Schauspielerin bekam nicht zuletzt aufgrund ihres geschickten Umgangs mit den Medien den Beinamen Heilige Johanna der Fanmagazine.[64] Dabei scheute sich Joan Crawford nicht, ihre Kinder bewusst zu instrumentalisieren, um das Bild der treusorgenden, alleinerziehenden Mutter in der Öffentlichkeit zu lancieren. Den Höhepunkt erreichte diese Selbstinszenierung am Heiligen Abend 1949, als eine landesweit ausgestrahlte Radioshow ĂŒber die Weihnachtsfeier im Hause Crawford berichtete. Die Kinder der Schauspielerin waren dabei gehalten, sich an das minutiöse Drehbuch zu halten und nur die vorher einstudierten Dialoge zu sprechen.[65]

Mit dem Niedergang des Studiosystems begann ab Mitte der 1950er Jahre ein zunehmend aggressiver EnthĂŒllungsjournalismus die – meist recht medisante – Berichterstattung der Fanmagazine abzulösen. Magazine wie Confidential oder National Enquirer scheuten sich nicht, auch negative Aspekte aus dem Privatleben der Prominenten in die Öffentlichkeit zu zerren. In dieser Zeit begann sich das Image von Joan Crawford zu wandeln und erste Berichte ĂŒber finanzielle Schwierigkeiten, hĂ€usliche Probleme und wechselnden Beziehungen wurden publiziert.[66] In den nachfolgenden Jahren bestimmte weitgehend ihre umfangreiche TĂ€tigkeit fĂŒr Pepsi das Bild in der Öffentlichkeit. Insgesamt nahm ihre PrĂ€senz in der Presse allerdings deutlich ab. Nach Crawfords Tod wurde ihr Image zunĂ€chst dominiert von der Veröffentlichung der Erinnerungen ihrer Adoptivtochter Christina, die in ihrem Wahrheitsgehalt von Anfang an nicht unumstrittenen waren. Erschwerend kam die minderwertige QualitĂ€t ihrer letzten Filme hinzu, die in der Regel nicht das Niveau von B-Filmen ĂŒberschritten und der Reputation von Joan Crawford als ernsthafter und ernstzunehmender Schauspielerin dauerhaft Schaden zufĂŒgten.[67]

Mit dem neuerwachten Interesse an den Pre-Code-Filmen, also den Produktionen aus Hollywood, die vor Inkrafttreten der strengen Zensurbestimmungen des Production Code von 1934 gedreht wurden, ist eine neue, unvoreingenommene Betrachtung von Leben und Werk der Schauspielerin in den Vordergrund getreten. Bei der Oscarverleihung im MĂ€rz 2006 beispielsweise wurden zwei Ausschnitte aus Filmen von Joan Crawford gezeigt. Turner Classic Movies macht das Werk der Schauspielerin regelmĂ€ĂŸig zum Gegenstand von Themenabenden, so im MĂ€rz 2008 mit einer Werkschau von insgesamt 13 Filmen aus ihrer spĂ€teren Schaffensperiode.

Auf der Basis der umfangreichen Interviewsammlung Conversations with Joan Crawford von Roy Newquist hat der niederlĂ€ndische KĂŒnstler Cas Enclaar 1982 das Ein-Personen StĂŒck Een Avond met Joan verfasst, das 1989 in Hamburg unter dem Titel Besuch bei Joan seine Deutschlandpremiere erlebte. Die Schauspielerin Nadja Tiller spielte den Part Anfang der 1990er auf der BĂŒhne sowie in einer Fernsehadaption der Regie von Horst Königstein. Die Hard Rock-Band Blue Öyster Cult veröffentlichte 1981 auf ihrem Album Fire of Unknown Origin einen Song mit dem Titel Joan Crawford. Weiter gibt es mit The Joans[68] eine Band, die sich musikalisch ihrem Erbe verpflichtet fĂŒhlt.

Schauspielerische Ausdrucksmittel

In ihren besten Rollen aus der Zeit bei MGM, so in Paid, Menschen im Hotel und Die Frau mit der Narbe, war Crawfords Darstellungsweise zurĂŒckhaltend. Sie arbeitete viel mit ihren ausdrucksstarken, oft durch das Make-Up zusĂ€tzlich akzentuierten Augen.

In spĂ€teren Jahren wurde sie fĂŒr die Darstellung von GefĂŒhlsausbrĂŒchen bekannt, die bald zu einem Markenzeichen ihrer Melodramen wurden. Zu sehen ist dies in Solange ein Herz schlĂ€gt, wo sie nach einer emotionalen Auseinandersetzung ihre Tochter schlĂ€gt und aus dem Haus wirft, ebenso in den Filmen Im Solde des Satans und Das Haus am Strand, in welchen sie heftig auf Anfeindungen der Umwelt reagiert. In It's a Great Feeling von 1949, in dem Crawford eine kurze Gastrolle hatte, machte sie sich gekonnt ĂŒber die Erwartungshaltung des Publikums lustig, indem sie aus dem Stand, jedoch ohne jeden Anlass, einen temperamentvollen Ausbruch hinlegte.

William K. Zinsser beschrieb in einer Filmkritik zu Esther Costello in der New York Herald Tribune anschaulich das Grundmuster eines Joan-Crawford-Films aus den 1950ern:

„Kein Joan Crawford Film ohne jede Menge seelische Verwerfungen — das ist das eiserne Gesetz der Filmindustrie. [
]. Wie Sie sich sicher vorstellen können, erlaubt der Film Miss Crawford die gesamte Palette der Emotionen zu durchleben: von Einsamkeit ĂŒber Mutterliebe, vom Stolz ĂŒber das MĂ€dchen bis zur Leidenschaft fĂŒr ihren Ehemann und am Ende die glĂŒhende Rachsucht, die sie dazu bringt, mit einem Revolver in der Hand die letzte Konfrontation zu suchen. Irgendwie schafft Crawford es, die Dinge am Laufen zu halten. Das mag nicht unbedingt Ihre Art von Film sein, aber es ist genau die Sorte von Film, die viele Frauen bevorzugen und Joan Crawford ist die Königin dieser Kunstform.“[69]

Mit den Jahren wurde das Ă€ußere Erscheinungsbild von Joan Crawford immer kantiger und hĂ€rter, je mehr sie in ihren Filmrollen gegen die UmstĂ€nde zu kĂ€mpfen hatte. François Truffaut fasste diese Tendenz in einer Rezension von Johnny Guitar folgendermaßen zusammen:

„Joan Crawford ist unwirklich geworden, das Phantom ihrer selbst. Ihre Augen wirken beinahe weiß, die Gesichtsmuskeln sind stĂ€ndig angespannt, ein eiserner Wille bestimmt die Erscheinung. Sie ist ein PhĂ€nomen. Sie wird immer maskuliner je Ă€lter sie wird.“[70]

Diese eiserne Entschlossenheit verhinderte auch den erfolgreichen Einsatz von Joan Crawford in Komödien. Es verwundert daher nicht, dass ein Kritiker ĂŒber ihren Film Goodbye, My Fancy von 1951, einer Komödie mit politischem Hintergrund, schrieb:

„Die Schauspielerin ist bekannt fĂŒr ihr aggressives Verhalten und ihr imposantes Auftreten. Das ist jedoch auch das Problem von Goodbye, My Fancy. Die von Crawford dargestellte Kongressabgeordnete ist so kĂŒhl und unnahbar wie die Kuppel auf dem Kapitol.“[71]

Joan Crawford als Rollenvorbild

Mit den sozio-ökonomischen VerĂ€nderungen in den 1920ern in Amerika wandelten sich auch das Bild und das RollenverstĂ€ndnis der weiblichen Bevölkerung in der Öffentlichkeit. Seit 1920 hatten Frauen in den Vereinigten Staaten das Wahlrecht. Die prosperierende Wirtschaft sorgte fĂŒr steigende Realeinkommen und der wachsende Bedarf an ArbeitskrĂ€ften eröffnete gleichzeitig vielen Frauen, die Möglichkeit, ins Berufsleben einzusteigen und materielle UnabhĂ€ngigkeit zu erlangen. Der Wandel fĂŒhrte gleichzeitig auch zu einem neuen, als modern und zeitgemĂ€ĂŸ verstandenen Frauenbild, das Charaktereigenschaften wie Selbstbewusstsein, EigenstĂ€ndigkeit, Initiativkraft und sexuelle Selbstbestimmung als erstrebenswert ansah. Damit einher gingen auch gewandelte Moralvorstellungen in der Gesellschaft, die an die Stelle der restriktiven Ansichten des Viktorianismus traten.[72]

Die Leinwandrollen, die Joan Crawford ab Ende der 1920er spielte, reflektierten dieses geĂ€nderte weibliche SelbstverstĂ€ndnis. Ihre Figuren sind in der Regel materiell unabhĂ€ngig. Sie legen großen Wert auf Mode und Aussehen. Sie sind mobil, verfĂŒgen ĂŒber eigene Autos und verbringen viel Zeit auf Gesellschaften, wo trotz der Prohibition regelmĂ€ĂŸig Alkohol konsumiert wird. Gleichzeitig orientieren sich die Leinwandcharaktere von Crawford an einem festen Moralkodex. Sie sind lebensfroh, ohne in sexuelle Wahllosigkeit zu verfallen. Sie sind ausgelassen, aber stets loyal gegenĂŒber ihren Freunden. Insbesondere diese moralische IntegritĂ€t wurde von ihrer ganz ĂŒberwiegend weiblichen AnhĂ€ngerschaft hoch geschĂ€tzt. Umfragen im Rahmen der Payne Fund Studies[73], die zwischen 1929 und 1932 regelmĂ€ĂŸig die Auswirkungen von Filmen auf die Entwicklung von amerikanischen Jugendlichen untersuchten, bestĂ€tigten bereits sehr frĂŒh die Vorbildfunktion von Crawford fĂŒr ihre Fans. Junge MĂ€dchen betonten in dieser Studie, wie sehr sie gerade von Crawford in der Rolle der Diana Medford in Our Dancing Daughters beeindruckt gewesen seien und wie sehr sie ihnen als Vorbild fĂŒr das eigene Verhalten dienen wĂŒrde.[74]

Mit den VerĂ€nderungen wĂ€hrend der Weltwirtschaftskrise wurde das Grundmuster des Crawford-Rollentypus entsprechend angepasst.[75] Die typische Heldin eines Joan-Crawford-Film aus dieser Zeit muss ihre emotionalen Probleme in einem Umfeld von ökonomischer Unsicherheit lösen. Als Angehörige der Arbeiterschaft schafft es die Heldin, den wirtschaftlichen Aufstieg aus der finanziellen Misere aus eigener Kraft zu schaffen und am Ende wahre Liebe und GlĂŒck zu finden. Joan Crawford verkörperte damit eine weibliche Variante des American Dream, in dem der Einzelne es aus eigenem Antrieb heraus schafft, die eigene Situation zu verĂ€ndern und wirtschaftliche Sicherheit zu erwerben.[76]

Die PopularitĂ€t von Crawford gerade unter VerkĂ€uferinnen und BĂŒroangestellten brachte ihr den nicht ganz ernstgemeinten Titel einer Queen of the Shopgirls ein.[77] Joan Crawford war sich der Vorbildfunktion selber stets bewusst. GegenĂŒber Roy Newquist Ă€ußerte sie sich dezidiert zu dem Thema.

„Ich denke, eine Million oder mehr MĂ€dchen mit nichts in ihren Taschen und dem Kopf voller TrĂ€ume bezahlten dafĂŒr, einen Joan-Crawford-Film zu sehen, weil, seien wir ehrlich, neben der MGM-Publicity und den Rollen, die ich spielte, war im Grunde doch ich das Original, das MĂ€dchen, das es von ganz unten nach oben geschafft hat. Und wenn sie GlĂŒck hĂ€tten, dann könnten diese MĂ€dchen es auch.“[78]

Filmografie

→ Joan Crawford/Filmografie

gesicherte Auftritte als Statistin

  • 1925: The Only Thing
  • 1925: The Circle
  • 1925: Lady of the Night

Gastauftritte als Joan Crawford

Fernsehauftritte (Auswahl)

  • 1953: Revlon Mirror Theater (Episode Because I Love Him)
  • 1954: General Electric Theater (Episode The Road to Edinburgh)
  • 1958: General Electric Theater (Episode Strange Witness)
  • 1959: General Electric Theater (Episode And One Was Loyal)
  • 1959: Zane Grey Theater (Episode Rebel Range)
  • 1961: Zane Grey Theater (Episode One Must Die)
  • 1961: The Foxes
  • 1963: Route 66 (Episode Same Picture – Different Frame)
  • 1964: Della (aka Fatal Commitment)
  • 1967: The Man from U.N.C.L.E. (Episode The Five Daughters Affair in Europa als Die Karate Killer in den Verleih gebracht.)
  • 1968: The Secret Storm
  • 1968: The Lucy Show
  • 1969: Night Gallery (Episode Eyes)
  • 1970: The Virginian (Episode Nightmare)
  • 1972: The Sixth Sense (Episode Dear Joan, We're Going to Scare You to Death)

Radioauftritte

Auszeichnungen und Nominierungen

Oscar

  • 1945: Solange ein Herz schlĂ€gt – Oscar als Beste Darstellerin
  • 1947: Hemmungslose Liebe – Nominierung als Beste Darstellerin
  • 1952: Maskierte Herzen – Nominierung als Beste Darstellerin

Weitere

British Film Academy Award

  • 1964: Was geschah wirklich mit Baby Jane? – Nominierung als Beste auslĂ€ndische Darstellerin

Golden Apple Awards

  • 1945: Auszeichnung mit dem Golden Apple als kooperativste Schauspielerin
  • 1946: Auszeichnung mit dem Golden Apple als kooperativste Schauspielerin

Golden Globe Award

  • 1952: Maskierte Herzen – Nominierung als Beste Filmschauspielerin im Bereich Drama
  • 1955: Nominierung fĂŒr den Cecil B. DeMille Award
  • 1970: Auszeichnung mit dem Cecil B. DeMille Award

National Board of Review

  • 1945: Solange ein Herz schlĂ€gt – Auszeichnung als Beste Darstellerin

TheaterstĂŒcke und Filme ĂŒber Joan Crawford

TheaterstĂŒcke

  • 1982: Een Avond met Joan – von und mit Cas Enclaar, basierend auf dem Buch Conversations with Joan Crawford
  • 1989: Besuch bei Joan – dt. UrauffĂŒhrung des StĂŒcks Een Avond met Joan
  • 2001: Christmas with the Crawfords – von Mark Sargent
  • 2005: The Passion of the Crawford – von John Epperson als Travestiestar Lypsinka in der Rolle von Joan Crawford
  • 2006: The Joan Crawford/Marilyn Monroe Christmas Carol – von The Dolls

Fernsehfilme

  • 1985: Besuch bei Joan – mit Cas Enclaar als Joan Crawford, basierend auf dem StĂŒck Een Avond met Joan – Regie: Horst Königstein
  • 1998: NĂ€chte mit Joan – mit Nadja Tiller als Joan Crawford, basierend auf dem StĂŒck Een Avond met Joan – Regie: Horst Königstein

Kinofilme

  • 1981: Meine liebe Rabenmutter (Mommie Dearest) – mit Faye Dunaway als Joan Crawford, basierend auf dem Buch Mommie Dearest von Christina Crawford – Regie: Frank Perry

Fernsehdokumentationen ĂŒber Joan Crawford

  • 1996: Always the Star – Dokumentation von Gene Feldman und Suzette Winters
  • 2002: Joan Crawford – The Ultimate Moviestar – Dokumentation von Peter Fitzgerald fĂŒr Turner Classic Movies mit Anjelica Huston als Moderatorin

Literatur

Autobiografische Literatur

  • Joan Crawford: My Way of Life. Simon & Schuster, New York 1971, ISBN 0-671-20970-1
  • Joan Crawford: A Portrait of Joan. An Autobiography. Muller, London 1963 (zusammen mit Jane Kesner Ardmore)
  • Roy Newquist (Hrsg.): Conversations with Joan Crawford. Citadel Press, Secaucus, N.J. 1980, ISBN 0-8065-0720-9
  • Joan Crawford im Interview mit John Kobal: People Will Talk. Aurun Press, New York, 1992, ISBN 0-394-53660-6

Biographien (Auswahl)

  • David Bret: Joan Crawford. Hollywood Martyr. Robson Books, London 2006, ISBN 1-86105-931-0
  • Charlotte Chandler: Not the Girl Next Door. Simon and Schuster, New York, 2008, ISBN 1-4332-0926-8
  • Shaun Considine: Bette and Joan. The Divine Feud. Dutton, New York 1989, ISBN 0-525-24770-X
  • Fred Lawrence Guiles: Joan Crawford – The Last Word. Carol Publishing Corporation, New York, 1995, ISBN 1-55972-269-X
  • Stephen Harvey: Joan Crawford. Pyramid Publications, New York 1974, ISBN 0-515-03417-7
  • David Houston: Jazz Baby. Robson Books, London 1983, ISBN 0-86051-261-4
  • Donna Marie Nowak: Just Joan: A Joan Crawford Appreciation, BearManor Media, New York 2010, ISBN 1-59393-542-0
  • Lawrence J. Quirk: The Complete Films of Joan Crawford. Citadel Press, Secaucus, N.J. 1988, ISBN 0-8065-1078-1
  • Lawrence J. Quirk, William Schoell: Joan Crawford. The Essential Biography. University Press, Lexington, KY. 2002, ISBN 0-8131-2254-6
  • Donald Spoto: Possessed - The Life of Joan Crawford. William Morrow, New York 2010, ISBN 0-06-185600-2
  • Bob Thomas: Joan Crawford. A Biography. Weidenfeld & Nicolson, London 1978, ISBN 0-297-77617-7
  • Michelle Vogel: Joan Crawford. Her Life in Letters. Wasteland Press, Louisville, N.Y. 2005, ISBN 1-933265-46-9
  • Alexander Walker: Joan Crawford. The Ultimate Star. Weidenfeld & Nicolson, London 1983, ISBN 0-297-78216-9

BĂŒcher zur Filmhistorie mit ErwĂ€hnung Joan Crawfords (Auswahl)

  • Janine Basinger: A Woman's View: How Hollywood Spoke to Women 1930-1960, Knopf, New York 1993, ISBN 978-0-394-56351-0
  • Thomas Doherty: Pre-Code Hollywood Columbia University Press, New York 1999, ISBN 978-0-231-11095-2
  • Lea Jacobs: The Wages of Sin: Censorship and the Fallen Woman Film, 1928-1942 University of California Press, Berkeley 1997, ISBN 978-0-520-20790-5
  • Mick LaSalle: Complicated Women: Sex and Power in Pre-Code Hollywood Thomas Dunn Books, New York 2000,ISBN 978-0-312-28431-2
  • Programm Roloff und Seeßlen:Kino der GefĂŒhle – Geschichte und Mythologie des Film-Melodramas, Band 9, ISBN 3-499-17366-2
  • Mark A. Viera: Sin in Soft Focus: Pre-Code Hollywood Harry N. Abrams, 1999, ISBN 978-0-394-53660-6

BĂŒcher zum Thema KostĂŒmdesign mit Passagen ĂŒber Joan Crawford (Auswahl)

Artikel in Zeitschriften und Journalen (Auswahl)

Fußnoten und Anmerkungen

  1. ↑ Dave Kehr schreibt am 28. Februar 2008 in der New York Times in Zusammenhang mit einer neuen DVD-Kollektion ĂŒber die Schauspielern: More than 30 years after her death, Joan Crawford continues to exert a fascination that has little or nothing to do with her gifts as an actress, a fact that is one working definition of the term “movie star”. Der Artikel ist hier [1]
  2. ↑ vergl. hier [2]
  3. ↑ Als Hauptargument fĂŒr das Geburtsjahr 1905 gilt das Familienregister von 1910 aus Comanche County, Oklahoma. Es erwĂ€hnt am 20. April des Jahres Henry und Anna Cassin samt Kindern. Das Alter von Lucille wird in diesen Unterlagen mit fĂŒnf Jahren angegeben. Da es in San Antonio vor dem Jahr 1908 keine Geburtsurkunden gibt und keine offizielle Geburtsurkunde der Schauspielerin existiert, wird auf der Grundlage dieser Urkunde angenommen, dass die Schauspielerin 1905 geboren wurde. Turner Classic Movies geht von dem Geburtsjahr 1908 aus und feiert dementsprechend im MĂ€rz-Programm den 100. Geburtstag der Schauspielerin.
  4. ↑ Walker, S. 13
  5. ↑ Guiles, S. 23, 139
  6. ↑ Guiles, S. 24; Walker, S. 5
  7. ↑ vergl. Walker, S. 13, Considine, S. 7 ff.; Guiles, S. 26
  8. ↑ Sie belegte darĂŒber hinaus Kurse in den FĂ€chern Englische Lyrik, Schreibmaschine, PrĂ€ventionsmedizin und ErnĂ€hrung, vergl. [3]
  9. ↑ Die Prinzipien lauteten: (1) Never quit a job until you finish it. - (2) The world isn't interested in your problems. When your problems are the greatest, let your laughter be the merriest. - (3) If you find you can do a job, let it alone, because you're bigger than the job already, and that means you will shrink down to its size. If the job is impossible, you may never get it accomplished, but you'll grow in trying to accomplish it. – zitiert in: Joan Crawford - My Way of Life; vergl. auch [4]
  10. ↑ Walker, S. 15; Considine, S. 14 f.; Quirk: The Complete Films of Joan Crawford, S. 12
  11. ↑ Considine, S. 14/15; Quirk, S. 12
  12. ↑ ausfĂŒhrlich dazu: Walker, S. 10 ff.
  13. ↑ Eine Transkription des Originalartikels findet sich unter [5]
  14. ↑ ausfĂŒhrlich zu den HintergrĂŒnden: Walker, S. 10/11; Quirk, S. 14
  15. ↑ Joan Crawford tat sich anfangs schwer, die Wahl zu akzeptieren. Sie war der Ansicht, Crawford wĂŒrde zu sehr nach Crawfish, zu deutsch Krebs klingen. Ihr guter Freund William Haines gab ihr damals den Spitznamen Cranberry, den sie jahrzehntelang behielt; vergl. Joan Crawford gegenĂŒber Roy Newquist in Conversations with Joan Crawford – nachstehend CWJC
  16. ↑ detaillierte Angaben zu Produktionskosten und Einspielergebnissen fĂŒr die meisten ihrer Filme bis 1952 finden sich unter: [6]
  17. ↑ vergl. Joan Crawford gegenĂŒber John Kobal; ebenso Walker, S. 33
  18. ↑ Joan Crawford gegenĂŒber John Kobal; ausfĂŒhrlich dazu: Walker, S. 44 ff.
  19. ↑ [She] is doubtless the best example of the flapper, the girl you see in smart night clubs, gowned to the apex of sophistication, toying iced glasses with a remote, faintly bitter expression, dancing deliciously, laughing a great deal, with wide, hurt eyes. Young things with a talent for living. Zitiert u. a. auf: [7]; ebenso: Guiles, S. 35
  20. ↑ AusfĂŒhrliche Darstellungen bei Jerzy Toeplitz, Geschichte des Films – Band I, S. 656ff.
  21. ↑ Eleanor Barnes in den Los Angeles News:Joan Crawford's popularity with the collegiate crowd is understandable. Joan is the spirit of youth. And her manner of singing "I've Got a Feeling for You"--coupled with her dancing to music furnished by the Biltmore quartet, was a radium drop for the bill.; weitere Kritiken bei Quirk, The Complete Films of Joan Crawford
  22. ↑ Toeplitz, Band I, S. 644
  23. ↑ Der Profit von MGM sackte 1931 auf 8 Millionen und im Folgejahr auf 6 Millionen. Das Studio konnte damit den wirtschaftlichen Verwerfungen besser trotzen als die Konkurrenz. Paramount Pictures fiel von einem Gewinn von 18,3 Millionen im Jahr 1930 auf einen Verlust von 15,87 Millionen im Jahr 1932. Im selben Jahr summierten sich die Verluste bei Warner Brothers auf 14 Millionen, wĂ€hrend die Fox Film Corporation fast 17 Millionen an Verlusten aufwies. Gesamtdarstellungen der Entwicklungen: Toeplitz, Band I, S.642 ff, S. 669 ff
  24. ↑ vergl. dazu die ausfĂŒhrliche Darstellung bei Seeßlen, S. 78-83; Toeplitz, Band I, S. 658
  25. ↑ Seeßlen, S. 82-83; grundsĂ€tzliche Darstellung bei Lea Jacobs; Toeplitz, S. 669 ff
  26. ↑ Abdruck der Listen von 1932 – 1970 unter: [8]. Die Listen selber haben allerdings nur einen eingeschrĂ€nkten Aussagewert, da sie allein die Zuschauerzahlen in den USA berĂŒcksichtigten. Manche Stars wie Greta Garbo, die nach 1932 nicht mehr in den Top-Ten vertreten war, erzielten auf den AuslandsmĂ€rkten, insbesondere in Europa den Großteil der Filmeinnahmen. Auch wurden Stars bevorzugt, die pro Jahr mehrere Filme in den Verleih brachten, wie etwas Will Rogers, Shirley Temple oder Mickey Rooney. Auch der Vorwurf der Einflussnahme durch die großen Studios wurde immer wieder erhoben. Deanna Durbin tauchte beispielsweise nie in den Top-Ten auf, wohl aber Jane Withers. Trotz dieser Kritik sind die Veröffentlichungen ein wertvolles Indiz fĂŒr den Marktwert eines Stars.
  27. ↑ Shearer got the productions, Garbo supplied the art, and Joan Crawford made the money to pay for both. Zitiert unter: [9]. GegenĂŒber Norma Shearer, die mit dem Produktionschef Irving Thalberg verheiratet war, entwickelte Joan Crawford eine ausgeprĂ€gte Abneigung, die sie bis zu ihrem Tod pflegte. So meinte sie auf die Frage, warum Shearer stets die Parts in den kostspieligen Literaturverfilmungen bekommen wĂŒrde, Well, she sleeps with the boss!
  28. ↑ Quelle: Curtis F. Brown, Jean Harlow – Pyramid - ISBN 978-0-515-04247-4
  29. ↑ James R. Quirk in Photoplay: The story is not all Garbo. Joan Crawford gives excellent competition and moves up along her ladder of successes. [
].You may argue about who deserves the most praise and not get anywhere, for the picture, as a whole, steals the show.
  30. ↑ Walker: S. 96
  31. ↑ Eine sehr gute Gesamtdarstellung ĂŒber die Auswirkungen der strengen Zensurvorschriften und auf die entsprechenden Änderungen in den Filmrollen, die die Stars daraufhin spielten, findet sich in der Biographie Kay Francis – I Can't Wait to Be Forgotten. Her Life on Film & Stage von Scott O'Brien, S. 122-138; Ă€hnliche Probleme trafen bekanntlich auch Mae West, deren Film Belle of the Nineties, der 1934 in den Verleih kam, massiv vom Zensor beschnitten wurde und nicht den Titel It Ain't No Sin tragen durfte.
  32. ↑ Vergl. dazu die teilweise hĂ€mischen Kritiken von Bolsey Cowthers in der New York Times, gesammelt bei Quirk, The Complete Films of Joan Crawford; vergl. ebenfalls die AusfĂŒhrungen bei den in diesem Artikel verlinkten Filmen der Schauspielerin
  33. ↑ detaillierte Angaben zu Produktionskosten und Einspielergebnissen fĂŒr die meistern ihrer Filme bis 1952 finden sich unter: [10]. Vergleichbare Entwicklungen gab es auch bei anderen Filmstudios, exemplarisch ausgefĂŒhrt in dem Artikel Warner Bros film grosses, 1921-51: the William Schaefer ledger – Warner Bros. Inc.; Jack Warner's executive secretary von H. Mark Glancy vom MĂ€rz 1995 in dem Historical Journal of Film, Radio and Television.
  34. ↑ Der Artikel in The Independent Film Journal von Harry Brandt, PrĂ€sident der Independent Theater Owners Association of America, bezog sich genau genommen auf die teilweise schlecht gemachten Filme der KĂŒnstler, die nur mĂ€ĂŸig von Zuschauern angenommen wurden, nicht auf die Anziehungskraft der Stars allgemein.
  35. ↑ I’d play Wallace Beery’s grandmother, if it’s a good part. Zitiert u. a. bei Considine, S. 124
  36. ↑ Joan Crawford in CWJC
  37. ↑ hier: [11]
  38. ↑ Walker, S. 126 f; ebenfalls unter: [12]
  39. ↑ A lot of People, who have a lot to give, are giving it all they’ve got. Zitiert u. a. bei Quirk
  40. ↑ Walker, S. 126; Considne, S. 201; auch hier: [13]
  41. ↑ vergl. dazu ausfĂŒhrlich: Considine, S. 232 ff.
  42. ↑ vergl. dazu das grundlegendes Essay von Emily Carman: Female Agency in 1930s Hollywood. In: CSW Update. UCLA Center for the Study of Women, Oktober 2006, S. 14–16, (PDF; 845 KB (Archivversion)).
  43. ↑ vergl. dazu o.g. Essay sowie die Darstellung zur Gesamtentwicklung des free-lancing in The Classical Hollywood Cinema: Film Style & Mode of Production to 1960 von David Bordwell, S. 311 ff
  44. ↑ I should have had my head examined. No excuse for a picture being this bad or for me making it. – Joan Crawford in CWJC
  45. ↑ vergl. dazu ausfĂŒhrlich Considine, S. 245ff.
  46. ↑ Kritiken fĂŒr alle Filme abgedruckt bei Quirk, The Complete Films of Joan Crawford; vergl. auch die Angaben bei den Filmartikeln selber
  47. ↑ Considine, S. 269
  48. ↑ WĂ€hrend die Filme in der Regel als minderwertig abgetan wurden, erhielt die Schauspielerin meist gute Kritikern. Die Kritikerin Judith Christ urteilte in der New York Herald Tribune ĂŒber den Film Die Zwangsjacke von 1964: [
] it's time to get Joan Crawford out of those housedress horror B movies and back into haute couture. Miss Crawford, you see, is high class. Too high class to withstand in mufti the banality of Robert Bloch's script, cheap-jack production, inept and/or vacuous supporting players and direction better suited to the mist-and-cobweb idiocies of the Karloff school of suspense.; weitere Nachweise ĂŒber die Filme aus der Zeit siehe bei Quirk, The Complete Films of Joan Crawford sowie bei [14]
  49. ↑ I really think alcoholism is one of the occupational hazards of being an actor, of being a widow, and of being alone. I'm all three [
] but when I realized the mess I'd gotten myself into I was strong enough to quit [
] I just didn't want to turn into a blowsy old relic. I couldn't see myself walking into an AA meeting and getting up and saying, "Hello, I'm Joan and I'm an alcoholic." – Joan Crawford in CWJC; bestĂ€tigt von Christina Crawford in Meine liebe Rabenmutter
  50. ↑ ausfĂŒhrlich dazu: Walker, S. 134 ff., vergl. auch Chandler
  51. ↑ zu dem ganzen Thema vergl. Chandler, die zahlreiche Interviews zu der Problematik fĂŒhrte
  52. ↑ zu dem Begriff vergl. Toeplitz, Band I, S. 656 f.
  53. ↑ vergl. dazu die Darstellungen bei: Esquevin sowie Gutner; vergl. auch: [15]
  54. ↑ zitiert u. a. bei Esquevin; vergl. auch der lĂ€ngere Artikel unter: [16]
  55. ↑ The gowns worn by Miss Crawford will be the talk of your town for weeks [
] and how she wears them.
  56. ↑ Dressing like a refugee is certainly not in her contract.
  57. ↑ Furthermore, in two or three scenes her resemblance to Greta Garbo is extraordinary. Not only does she look like Garbo once or twice, but she employs that elusive Garbo technique that unfathomable expression, that thwarted yearning and lurking tragedy.
  58. ↑ Seeßlen S. 106f
  59. ↑ Walker, S. 157
  60. ↑ Joan was a star in every sense of the word. She didn’t remind you in any particular way. You just knew it. And you didn’t think any less of her for it. – Henry Fonda im Interview mit Charles Castle, abgedruckt in Joan Crawford: The Raging Star
  61. ↑ If you've earned a position, be proud of it. Don't hide it. I want to be recognized. When I hear people say, Joan Crawford !' I turn around and say, Hi! How are you!, Joan Crawford in CWJC
  62. ↑ If you're going to be a star, you have to look like a star, and I never go out unless I look like Joan Crawford the movie star. If you want to see the girl next door, go next door. Joan Crawford in CWJC
  63. ↑ vergl. dazu Considine, u. a. S. 110 ff., mit einem interessanten Vergleich zwischen Joan Crawford und Bette Davis beim Umgang mit der Presse
  64. ↑ Saint Joan of the Fanmags, zitiert in Considine, S. 284.
  65. ↑ vergl. die ausfĂŒhrliche Schilderung bei Christina Crawford
  66. ↑ vergl. dazu Considine, S. 284 ff.
  67. ↑ vergl. dazu Considine, S. 284 ff.
  68. ↑ vergl. hier: [17]
  69. ↑ It wouldn't be a Joan Crawford picture without plenty of anguish--so goes a rigid law of the film industry. And her fans will have their usual good time [
] smiling through their tears, biting their nails, and otherwise purging the emotions [
].As you can imagine, this plot enables Miss Crawford to run a full-course dinner of dramatic moods, from loneliness to mother love, from pride in the girl to passion with her husband, and finally to smouldering rage when she takes a derringer out of her desk and goes to meet him for the last time. Somehow she pulls it off. This may not be your kind of movie but it is many women's kind of movie and our Joan is queen of the art form.
  70. ↑ She [Joan] has become unreal, a phantom of herself. Whiteness has invaded her eyes, muscles have taken over her face, a will of iron behind a face of steel. She is a phenomenon. She is becoming more manly as she grows older.
  71. ↑ For the lady is famously given to striking aggressive attitudes and to carrying herself in a manner that is formidable and cold. That is the principal misfortune of Goodbye My Fancy. Miss Crawford's errant congresswoman is as aloof and imposing as the capital dome.
  72. ↑ vergl. ausfĂŒhrlich: Anne Chisholm, This Fabulous Century: 1920-1930, Time Life Books, 1971, S. 23-25; vergl. auch: Nina Keith Nicols, A Case Study of Joan Crawford, The University of Texas, August 1981 S. 72 ff.
  73. ↑ zu diesen Studien vergleiche: [18]
  74. ↑ Marjorie Rosen zitiert in ihrem Buch Popcorn Venus eines der befragten MĂ€dchen mit den Worten: When I go to see a modern picture like Our Dancing Daughters, one high-school sixteen-year-old wrote, I am thrilled. These modern pictures give me a feeling to imitate their ways. I believe that nothing will happen to the carefree girl like Joan Crawford. Die Ergebnisse der Studien in Bezug auf Joan Crawford werden ebenfalls ausfĂŒhrlich bei Walker, S. 75 ff. behandelt.
  75. ↑ vergl. ausfĂŒhrlich Nicols, S. 99 ff.
  76. ↑ vergl. ausfĂŒhrlich Nicols, S. 104-111 ff.
  77. ↑ Zitiert u. a. bei Chandler, S. 95
  78. ↑ CWJC, S. 22: I think a million or so girls with nothing in their pocketbooks and head full of dreams paid to see a Joan Crawford picture because, let’s face it, between MGM publicity and the parts I played I was the original rags-to-riches girl and if they were lucky they could make it too.

Weblinks

 Commons: Joan Crawford â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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