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Johann August Sutter, eigentlich Suter, (* 28. Februar 1803 in Kandern, Baden; † 18. Juni 1880 in Washington, D.C.), auch General Sutter oder John Augustus Sutter oder auch Der Kaiser von Kalifornien genannt, war kalifornischer Ländereienbesitzer mit Schweizer Abstammung und Gründer der Privatkolonie Neu-Helvetien. Auf seinem Land brach 1848 der kalifornische Goldrausch aus, von dem Sutter jedoch mangels einer funktionierenden rechtsstaatlichen Struktur nicht profitieren konnte.
Inhaltsverzeichnis |
Der Heimatort Sutters war Rünenberg (Basel-Landschaft). Seine Vorfahren waren wohlhabende Besitzer von badischen und elsässischen Papierfabriken und Druckereien.
Sutter machte eine kaufmännische Lehre in der Thurneysen'schen Druckerei und Verlagsbuchhandlung in Basel und kam um 1824 nach Burgdorf im Kanton Bern, wo er als Handelscommis bei Salzfaktor Aeschlimann tätig war und später ein eigenes Tuchwarengeschäft an der Schmiedengasse betrieb. Am 24. Oktober 1826 heiratete er in Burgdorf Annette Dübold. Ihr erster Sohn, Johann August, kam einen Tag später, am 25. Oktober 1826 zur Welt. Vier weitere Kinder, drei Jungen und ein Mädchen, folgten.
In Burgdorf war Sutter ein Besucher des sogenannten Kaltwasserleistes, eines 1820 gegründeten literarischen Zirkels, dessen Mitglieder sich regelmäßig in speziellen Räumen im zweiten Stock des Burgdorfer Stadthauses trafen.
Als der Konkurs seiner Firma Johann August Sutter & Co drohte, und Sutter zudem nach einem Betrug an der Firma seines Vaters von den Schweizer Behörden gesucht wurde, wanderte er im Mai 1834 über Frankreich und die USA in das seit 1821 mexikanische Kalifornien aus. Er machte dabei einen Abstecher über Hawaii und das russische Nowo-Archangelsk (Sitka),[1] wobei er seine Frau und die Kinder der öffentlichen Fürsorge in der Schweiz überließ.
Seit 1839 kolonisierte Sutter im Sacramento-Tal ein Gebiet von der Größe des Kantons Baselland, das er vom Gouverneur von Kalifornien, Juan Bautista Alvarado, erhalten hatte: Neu-Helvetien, wie er es nannte, sollte landwirtschaftlich genutzt werden. Im Namen der mexikanischen Obrigkeit vertrieb er die ortsansässigen Indianer und legte 1841 die Befestigung Sutter's Fort an. Gleichfalls 1841 erweiterte er seinen Besitz durch den Kauf der mobilen Anlagewerte (nicht des Bodens) der russischen Kolonie Fort Ross. Im Vertrag von Guadalupe Hidalgo, der den Mexikanisch-Amerikanischen Krieg beendete, fiel das Gebiet des heutigen Bundesstaats Kalifornien (damals Oberkalifornien) und damit Neu-Helvetien 1848 an die USA. Im selben Jahr entdeckte James W. Marshall Gold bei Sutter’s Mill. Im darauf folgenden Goldrausch brachen Recht und Ordnung in dem Gebiet vollständig zusammen, und der Ansturm der Goldgräber ruinierte Sutters Imperium. Er verlor alles und verarmte völlig. Ihm gelang zwar vor Gericht die Durchsetzung eines Rechtsanspruches auf Schadenersatz, aber zu dessen tatsächlicher Erfüllung kam es nie.
Sein Leben diente als Vorlage für den Film „Der Kaiser von Kalifornien“ von Luis Trenker.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sutter, Johann August |
| ALTERNATIVNAMEN | General Sutter; Sutter, John Augustus; Der Kaiser von Kaliforniern |
| KURZBESCHREIBUNG | kalifornischer Ländereienbesitzer mit Schweizer Abstammung und Gründer von Neu-Helvetien |
| GEBURTSDATUM | 28. Februar 1803 |
| GEBURTSORT | Kandern, Baden |
| STERBEDATUM | 18. Juni 1880 |
| STERBEORT | Washington, D.C. |