|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Johanna Stegen, ab 1817 Johanna Hindersin (* 11. Januar 1793 in Lüneburg; †12. Januar 1842 in Berlin) wurde als Heldenmädchen von Lüneburg bekannt.
Während der Befreiungskriege kam es am 2. April 1813 zu einem Gefecht bei Lüneburg zwischen den Füsilieren und freiwilligen Jägern des 1. Pommerschen Infanterie-Regiments und napoleonischen Truppen. Als im Laufe diese Gefechtes dem preußischen Regiment die Munition auszugehen drohte, versorgte Johanna Stegen, die Tochter eines Lüneburger Salzsieders, die Soldaten mit Munition, die sie in ihrer Schürze herbeitrug. Durch diese Tat, die maßgeblich zum Sieg der preußischen Truppen beigetragen haben soll, wurde sie als Heldenmädchen von Lüneburg bekannt.
Auf Johanna Stegen wurde daraufhin von den Franzosen eine Kopfprämie ausgesprochen, die allerdings nicht zu ihrer Ergreifung führte.[1]
1817 heiratete sie in Berlin den preußischen Unteroffizier Wilhelm Hindersin, der später königlicher Oberdrucker im Kriegsministerium wurde.[2]
Als Andenken wird jedes Jahr eine junge Frau als Johanna Stegen verkleidet, die das Denkmal in Lüneburg säubert. Dem, der sie anspricht, erzählt sie ihre Geschichte.
Stegen wurde in nationalistischen Gedichten u. a. von Friedrich Rückert als Heldin verherrlicht. Noch heute sind in Berlin-Steglitz und in Lüneburg Straßen nach ihr benannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stegen, Johanna |
| ALTERNATIVNAMEN | Hindersin, Johanna; Heldenmädchen von Lüneburg |
| KURZBESCHREIBUNG | preußische Patriotin |
| GEBURTSDATUM | 11. Januar 1793 |
| GEBURTSORT | Lüneburg |
| STERBEDATUM | 12. Januar 1842 |
| STERBEORT | Berlin |