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Johari-Fenster

Das Johari-Fenster
(Darstellung und Bezeichnung der Felder weichen je nach Literatur ab)

Das Johari-Fenster ist ein Fenster bewusster und unbewusster Pers├Ânlichkeits- und Verhaltensmerkmale zwischen einem Selbst und anderen oder einer Gruppe. Entwickelt wurde es 1955 von den amerikanischen Sozialpsychologen Joseph Luft und Harry Ingham. Die Vornamen dieser beiden wurden f├╝r die Namensgebung herangezogen. Mit Hilfe des Johari-Fensters wird vor allem der so genannte ÔÇ×blinde FleckÔÇť im Selbstbild eines Menschen illustriert.

Es spielt in der gruppendynamischen Arbeit seit den 1960er, 70er Jahren eine bedeutsame Rolle zur Demonstration der Unterschiede zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung und geh├Ârt zum Standardrepertoire gruppendynamischer Modelle und Verfahren. Systematisch geh├Ârt es zur differentiellen und Pers├Ânlichkeitspsychologie, zu den Abwehrmechanismen, zur Sozialpsychologie und zur Gruppendynamik.

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Inhaltsverzeichnis

Johari-Adjektive

Bei der Durchf├╝hrung des Experiments erhalten die Teilnehmer eine Liste mit den folgenden 56 Adjektiven, von denen sie f├╝nf oder sechs ausw├Ąhlen m├╝ssen, die ihrer Meinung nach ihre Pers├Ânlichkeit beschreiben. Die anderen Gruppenmitglieder erhalten danach dieselbe Liste, und jeder muss seinerseits je f├╝nf oder sechs Adjektive ausw├Ąhlen, welche ihre Kollegen beschreiben. Diese Adjektive werden dann zusammen in die Felder des Johari-Fensters platziert.

  • akzeptierend
  • albern
  • angespannt
  • anpassungsf├Ąhig
  • aufmerksam
  • bescheiden
  • bestimmt
  • energievoll
  • entspannt
  • extravertiert
  • f├Ąhig
  • freundlich
  • f├╝rsorglich
  • geduldig
  • geschickt
  • genial
  • gl├╝cklich
  • grossz├╝gig
  • heiter
  • hilfreich
  • idealistisch
  • intelligent
  • introvertiert
  • kompetent
  • komplex
  • k├╝hn
  • liebevoll
  • logisch
  • m├Ąchtig
  • mitf├╝hlend
  • nachdenklich
  • nerv├Âs
  • nett
  • organisiert
  • reaktionsschnell
  • reif
  • religi├Âs
  • ruhig
  • scheu
  • schlau
  • selbstbewusst
  • selbstsicher
  • sentimental
  • spontan
  • still
  • stolz
  • suchend
  • tapfer
  • unabh├Ąngig
  • verl├Ąsslich
  • vern├╝nftig
  • vertrauensw├╝rdig
  • warmherzig
  • weise
  • witzig
  • w├╝rdevoll

Vier Felder

├Âffentlich
Geheim/Unbekannt
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├ľffentlich

├ľffentlich ist alles, was ein Mensch von sich preisgibt, was also ihm selbst und anderen bekannt ist. Dies umfasst die Anteile der Pers├Ânlichkeit, die nach au├čen sichtbar gemacht werden und von anderen wahrgenommen werden. Dieser Teil ist im Vergleich mit den anderen Teilen meist eher klein. Es sind aber vor allem die nicht-├Âffentlichen Bereiche, die Beziehungen ganz wesentlich bestimmen. Neben ├Ąu├čeren Merkmalen z├Ąhlen auch innere Eigenschaften wie beispielsweise Ehrgeiz oder ├ängstlichkeit hinzu, soweit diese nach au├čen erkennbar hervortreten.

Geheim

Geheim ist alles, was der Betroffene wei├č oder kennt, aber anderen nicht zug├Ąnglich macht oder aktiv vor ihnen verbirgt.

Blinder Fleck

Unter dem ÔÇ×blinden FleckÔÇť versteht man alles, was vom Betroffenen ausgesendet und vom Empf├Ąnger wahrgenommen wird, ohne dass sich der Betroffene dessen bewusst ist. Andere erkennen Charakteristika, die der Betroffene bei sich selbst nicht erkennt.

Unbekannt

Unbekannt ist alles, was weder dem Betroffenen, noch anderen bekannt ist. Es handelt sich um unenth├╝lltes Terrain, welches erg├Ąnzend zu den wahrgenommenen, reellen Tatsachen und als Kontinuum alles M├Âglichen, jedoch Unbekannten steht.

Ziele der Entwicklung

Joseph Luft beschreibt als ein Ziel von Lernen in der Gruppendynamik, den gemeinsamen Handlungsspielraum transparenter und weiter zu gestalten. Im Johari-Fenster wird dabei das linke obere Feld immer gr├Â├čer, die anderen drei werden kleiner.

  • sich preisgeben ÔÇô Durch Mitteilen und Teilen pers├Ânlicher Geheimnisse mit anderen verringert sich der Aufwand, der f├╝r die Geheimhaltung betrieben werden musste und vergr├Â├čern sich die Freiheit und der Handlungsspielraum in der ├ľffentlichkeit.
  • Beobachtungen mitteilen ÔÇô Durch Mitteilen von Beobachtungen ├╝ber blinde Flecken direkt an den Betroffenen (Feedback) gewinnt dieser Erkenntnisse ├╝ber sich selbst und kann so seinen privaten und ├Âffentlichen Handlungsspielraum bewusster wahrnehmen und ausf├╝llen.

Beide Wege erg├Ąnzen einander und helfen auch, Unbewusstes bewusst und dadurch handhabbar zu machen.

Siehe auch

Einzelnachweise


Literatur

  • Luft, J. & Ingham, H. (1955). The Johari Window, a graphic model for interpersonal relations. Western Training Laboratory in Group Development, August 1955; University of California at Los Angeles, Extension Office.
  • Luft, Joseph (1971). Einf├╝hrung in die Gruppendynamik. Stuttgart: Klett. ISBN 3-12-905420-0

Weblinks

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