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John Singer Sargent (* 12. Januar 1856 in Florenz; † 15. April 1925 in London) galt als der bedeutendste US-amerikanische Porträt-Maler seiner Zeit.
Inhaltsverzeichnis |
Sargent, ein entfernter Cousin des Botanikers Charles Sprague Sargent, wurde als Sohn US-amerikanischer Eltern geboren und verbrachte seine Kindheit hauptsächlich auf Reisen. Die Ausbildung des jungen John bestand vor allem aus Museumsbesuchen, da jede Form von Schulbesuch an der nomadischen Lebensweise der Eltern scheiterte.[1] Als er 13 Jahre alt war, wurde er in Rom ein Schüler des deutschamerikanischen Malers Carl Welsch. 1871 zog er nach Dresden und von dort reiste er nach Venedig weiter. 1874 begann er in Paris eine Lehre beim französischen Porträtisten Carolus-Durant. Seine frühen Porträts zeugen von außergewöhnlich sicherer Pinselführung.[1]
Sein Leben war von ausgiebigen Reisen geprägt, 1874 bis 1880 bereiste der damals in Paris ansässige Sargent Europa und frönte seiner Leidenschaft für das Meer.[2] Auf seinen Landschaftsbildern finden sich unter anderem Szenen aus Tirol, Italien, Tanger, Algier, Palästina, Ägypten, Frankreich, Spanien, Portugal, England, Schottland und Norwegen. Er fügte in seine Landschaften nahsichtige Figurenstudien ein, was sie besonders charakterisiert.
In Paris nahm er 1884 am Salon de Paris teil, wo seine Bilder Madame X und Die Töchter Boit (deutlich unter dem Einfluss Velázquez) entstanden, die damals Skandale auslösten. Bei dem Gemälde Madame X hatte er mehr nackte Schulter gezeigt, als es die Pariser Salons der Belle Epoque für zuträglich erachteten.[1] Sargent beteiligte sich auch am Widerstand gegen das konservative Kunstverständnis der Royal Academy of Arts und gründete 1885 zusammen mit Thomas Cooper Gotch, Stanhope Forbes, Frank Bramley und anderen Künstlern den New English Art Club. 1886 zog er nach London und übernahm das Atelier von James McNeill Whistler, wo er 1890 La Carmencita und 1897 Henry Marquand malte.
Um die Jahrhundertwende nahm er an den frühen Ausstellungen der Pastel Society teil. Seine technische Brillanz machte ihn zum gefragtesten Society-Porträtisten Europas.[1] Der Londoner Kunsthändler Asher Wertheimer orderte insgesamt zwölf Bildnisse seiner Familie bei Sargent. Er schuf lebensgroße Bildnisse der amerikanischen und englischen Aristokratie in einem von Whistler und der spanischen Tonmalerei beeinflussten impressionistischen Stil.
John Singer Sargent liegt auf dem Friedhof Brookwood nahe Woking, Surrey begraben.
Nelke, Lilie, Lilie, Rose, 1885-86 (Tate Britain)
Lady Pauline Waldorf Astor, um 1898-99
Mrs. Fiske Warren (Gretchen Osgood) and Her Daughter Rachel, 1903 (Museum of Fine Arts, Boston)
Henry James, 1913
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sargent, John Singer |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Maler |
| GEBURTSDATUM | 12. Januar 1856 |
| GEBURTSORT | Florenz |
| STERBEDATUM | 15. April 1925 |
| STERBEORT | London |