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| Johnny Clegg (2009) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Chartplatzierungen
Erklärung der Daten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Alben[3] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Singles[3] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Inhaltsverzeichnis |
Cleggs Vater war Jagdflieger bei der britischen Royal Airforce, doch ließen sich die Eltern früh scheiden, woraufhin die Mutter mit dem Sohn in ihre Heimat Rhodesien (heute Simbabwe) zurückkehrte. Dort lernte Clegg die Sprache der Ndebele. Cleggs Mutter heiratete einen südafrikanischen Journalisten und zog 1960 nach Johannesburg. Clegg studierte Ethnologie an der Universität von Witwatersrand und war etliche Jahre Dozent, gab aber 1982 die Lehrtätigkeit auf, um sich ganz der Musik zu widmen.
Mit 15 Jahren lernte Clegg in Soweto den Zulu Mntonanazo Mzila kennen, der ihn mit ritueller Musik und Tänzen vertraut machte. 1969 traf er in Johannesburg auf Sipho Mchunu und trat mit ihm als Johnny & Sipho auf, was wegen der Apartheidsgesetze nur im privaten Rahmen oder in Kirchen und kleinen Clubs möglich war. 1976 veröffentlichten sie die ersten Singles, die in der Zulumusik und im westlichen Folk wurzelten. Während die Zensurbehörde die Liedtexte des Duos bannte, wurden sie zu populären Gestalten der Avantgarde, die in dem englischen Dokumentarfilm Rhythm of Resistance von 1978 gewürdigt wurden. 1981 spielten Clegg und Mchunu sowie die Vokalgruppe Ladysmith Black Mambazo für den Westdeutschen Rundfunk in Köln traditionelle afrikanische Musik ein.
Hilton Rosenthal, der künstlerische Direktor von CBS South Africa, bot Johnny & Sipho an, eine LP aufzunehmen. Hierfür holten sie noch vier weitere Musiker und Musikerinnen dazu. So entstand die erste gemischtrassige Popgruppe Südafrikas, die sich Juluka (Zulu für Schweiß) nannte und 1979 ihr erstes Album, Universal Men herausbrachte. Die Musik des Sextetts fusionierte Rock mit Zulumusik. Julukas zweites Album, African Litany, erhielt zwei Goldene Schallplatten in Südafrika. 1983 fand Juluka mit dem Album Scatterlings international Beachtung. Der Titelsong handelt davon, dass jeder ein scatterling ist, ein Flüchtling und Heimatloser, weil die Menschheit aus Afrika stammt und sich in alle Winde zerstreut hat. Scatterlings of Africa ist auf dem Soundtrack von Rain Man vertreten. Als Sipho Mchunu 1984 seine Karriere als Profimusiker aufgab, löste sich Juluka auf.
Clegg formierte 1985 seine zweite multiethnische Band Savuka (dt. „Wir sind erwacht“), die er als Begleitband für seine Auftritte verstand. Als Kopf von Savuka strebte Clegg eine Mischung von Rock und Mbaqanga (Township Jive) an. 1987 erschien das Album Third World Child. Es kam in Frankreich auf Platz 1 der LP-Hitparade und der französische Rockstar Renaud schrieb für Johnny Clegg & Savuka den Song Jonathan. Auch das Folgealbum Shadow Man von 1988 kam in die Spitze der französischen Charts und in der Schweiz auf Platz 4. Auch in den USA stieg es in die Charts ein.
Aufgrund des allgemeinen Boykotts gegen Südafrikas Apartheidregime konnte Clegg am 11. Juni 1988 nicht an der Nelson-Mandela-Benefizgala in London teilnehmen. Nach der südafrikanischen Wende von 1990 wurde Clegg zum Mitbegründer der South African Musicians Alliance und engagierte sich auch in anderen Anti-Apartheid-Gruppen.
1990 war Clegg mit Savukas drittem Album Cruel, Crazy, Beautiful World und einer Liveshow auch in Deutschland erfolgreich. 1992 erschien in der Reihe World Network eine Doppel-CD mit Clegg-Aufnahmen. Ende 1992 und Anfang 1993 produzierte Clegg mit Unterstützung von Savuka und verschiedenen Studiogästen das Album Heat, Dust & Dreams, das sich mit der Ermordung seines Freundes Dudu Zulu und der Politik Südafrikas beschäftigt, in dem sich Afro-Pop mit indischen Ragas mischt. 1994 löste sich Savuka nach einer Deutschlandtournee auf. Clegg spielte mit Sipho Mchunu das Album Crocodile Love ein, das 1997 veröffentlicht wurde. Es beinhaltet das Stück Love Is Just a Dream, das auch als Single erschien.
2002 kam Cleggs erstes Soloalbum New World Survivor heraus, 2003 die Live-CD A South African Story, seine gleichnamige Bühnenshow sowie eine DVD-Kompilation von Johnny Clegg/Savuka/Juluka-Videos und Liveauftritten. Gemeinsam mit Weltstars trat er beim Aids-Konzert 46664 2003 auf (Wiederholungskonzerte 2005 und 2007). Das neueste Album aus dem Jahr 2010 heißt Human.
Ein weiteres Betätigungsfeld von Clegg sind Musik- und Tanzdokumentationen, die auf DVD erschienen.
Am 13. Juli 2007 bekam er die Ehrendoktorwürde von der Universität von Witwatersrand in Johannesburg verliehen. Von der School of Law der City University of New York bekam er am 5. April 2011 die Ehrendoktorwürde verliehen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Clegg, Johnny |
| ALTERNATIVNAMEN | Clegg, Jonathan (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Gitarrist, Sänger, Tänzer und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 13. Juli 1953 |
| GEBURTSORT | bei Manchester |