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Joseph Goebbels

Joseph Goebbels, Aufnahme von Heinrich Hoffmann

Joseph Goebbels (* 29. Oktober 1897 in Rheydt als Paul Joseph Goebbels; † 1. Mai 1945 in Berlin) war einer der einflussreichsten und bekanntesten Politiker wĂ€hrend der Zeit des Nationalsozialismus und enger Vertrauter Adolf Hitlers.

Als Gauleiter von Berlin ab 1926 und als Reichspropagandaleiter ab 1928 hatte er wesentlichen Anteil am Aufstieg der NSDAP in der Schlussphase der Weimarer Republik. Von 1933 bis 1945 war er Reichsminister fĂŒr VolksaufklĂ€rung und Propaganda und Leiter der Reichskulturkammer. Damit konnte er Presse, Rundfunk, Film und den gesamten Kulturbereich im Sinne des Nationalsozialismus ausrichten.

Durch die Verbindung von demagogischer Rhetorik und effektiver Nutzung moderner Technologie fĂŒr Propaganda-Zwecke, insbesondere den innovativen Einsatz von Film und Radio, gelang es ihm, weite Teile des deutschen Volkes fĂŒr den Nationalsozialismus zu indoktrinieren sowie Juden und Kommunisten zu diffamieren. Auch seine Propagandamaßnahmen im Zweiten Weltkrieg selbst, wie etwa die Wochenschau, waren sehr erfolgreich. Seine berĂŒhmte Rede im Februar 1943, in der er die Bevölkerung zum "Totalen Krieg" aufruft, ist beispielhaft fĂŒr seine persönlichen rhetorischen FĂ€higkeiten bei der Motivation und Manipulation der Bevölkerung.

Goebbels war einer der Mitwisser des Holocaust, ĂŒber den er auch in seinen persönlichen TagebĂŒchern schrieb. Durch antisemitische Propaganda und Aktionen wie die Novemberpogrome 1938 bereitete er ideologisch die Deportation und anschließende Vernichtung von Juden und anderen Minderheiten vor.

Die umfangreichen TagebĂŒcher, die er von 1924 bis zu seinem Selbstmord 1945 fĂŒhrte, gelten als wichtige Quelle fĂŒr die Geschichte der NSDAP und des Dritten Reiches.

Inhaltsverzeichnis

FrĂŒhe Jahre

Herkunft und Kindheit

Goebbels wurde 1897 in Rheydt (Preußische Provinz Rheinland) als dritter Sohn von Friedrich Goebbels, genannt Fritz (* 1867, † 1929), und Maria Katharina (geb. Odenhausen) geboren. Mit seinen Geschwistern Konrad (* 1895, † 1949), Hans (* 1893, † 1947), Elisabeth (* 1901, † 1915) und der jĂŒngeren Schwester Maria Katharina (* 1910, † 1949) (verheiratet mit dem Drehbuchautor und Filmregisseur Max W. Kimmich und spĂ€tere Erbin von Goebbels) wuchs er in einem katholischen Elternhaus auf. Sein Vater begann als Laufbursche und stieg zum Prokuristen der Vereinigten Dochtfabriken GmbH auf, die etwa 50 Mitarbeiter beschĂ€ftigte. Seine Mutter, eine Halbwaise mit fĂŒnf Geschwistern, wurde im niederlĂ€ndischen Waubach geboren[1] und musste sich vor ihrer Heirat als Magd auf einem Bauernhof verdingen. Sie starb am 8. August 1953 in Rheydt.[2]

Im Alter von vier Jahren erkrankte Goebbels an einer KnochenmarkentzĂŒndung, durch die sein rechter Unterschenkel verkĂŒmmerte und ein Klumpfuß entstand. Er war mit circa 165 Zentimetern relativ klein gewachsen, weshalb er spĂ€ter im Volksmund und im Ausland offen karikiert und als Schrumpfgermane und „Humpelstilzchen“ verspottet wurde.[3] Goebbels deutete die Krankheit rĂŒckblickend als „Zeichnung“ durch eine höhere Gewalt und suchte sie zeit seines Lebens zu kompensieren. Die Behinderung und seine in der Schulumgebung als nicht standesgemĂ€ĂŸ empfundene Herkunft stachelten seinen Ehrgeiz an. Im Abitur im Jahre 1917 schrieb er den besten Deutschaufsatz, und er durfte die damals ĂŒbliche Abschieds- und Dankrede auf der Entlassungsfeier halten.[4]

Studium und Suche nach einem Beruf

Anschließend wollte er am Ersten Weltkrieg teilnehmen, wurde jedoch wegen seiner Behinderung als nicht fĂŒr den MilitĂ€rdienst geeignet eingestuft.[5] Goebbels studierte von 1917 bis 1921 Germanistik und Geschichte in Bonn, Freiburg, WĂŒrzburg, MĂŒnchen und Heidelberg. Gern hĂ€tte er seine Dissertation bei dem von ihm verehrten jĂŒdischen Literaturwissenschaftler Friedrich Gundolf geschrieben. Der verwies ihn jedoch an den ebenfalls jĂŒdischen Max Freiherr von Waldberg. Goebbels wurde am 21. April 1921 an der Ruprecht-Karls-UniversitĂ€t Heidelberg ĂŒber „Wilhelm von SchĂŒtz als Dramatiker" promoviert.[6]

In Freiburg lernte er die Jurastudentin Anka Stahlherm aus wohlhabendem Haus kennen. Dies wurde ein leidenschaftliches, jedoch immer wieder von schweren Krisen erschĂŒttertes LiebesverhĂ€ltnis. Ihre Eltern lehnten den mittellosen Goebbels ab. 1920 löste sich die Verbindung auf, was Goebbels mit Todesgedanken erfĂŒllte.[7] Kurz nach seiner Promotion wurde die halbjĂŒdische Lehrerin Else Janke seine neue Freundin. Sie unterstĂŒtzte ihn seelisch und materiell und ließ sich auch von den zahlreichen ZerwĂŒrfnissen nicht beirren. Goebbels hĂ€tte sie geheiratet, wenn sie nicht „HalbblĂŒter“ gewesen wĂ€re. Ende 1926 beendete er die Verbindung, als er Gauleiter von Berlin wurde.[8]

Ein Studiendarlehen erhielt Goebbels vom Albertus-Magnus-Verein, der katholische Studenten förderte. Die RĂŒckzahlung konnte erst 1930 gerichtlich erzwungen werden. Am 22. Mai 1917 wurde Goebbels bei der Studentenverbindung Unitas Sigfridia zu Bonn rezipiert. Auch in Freiburg und vorĂŒbergehend in WĂŒrzburg gehörte er ihr an. Dort trat er aus, wie er sich ĂŒberhaupt vom Katholizismus zu lösen begann. Jetzt suchte er Halt bei den Gottesvorstellungen Fjodor Dostojewskis. Schließlich gelangte er unter dem Einfluss Oswald Spenglers zum Atheismus.[9]

Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges erlebte er eine Krise, die zu einer zunehmenden Orientierungslosigkeit fĂŒhrte. Er sah sich einer verwirrenden Vielzahl von Ideen gegenĂŒber, von denen keine einen Ausweg aus dem „Chaos der Zeit“ anzubieten schien. Ihm fehlte ein klares einheitliches Weltbild, bei dem er „Ruhe und ErfĂŒllung“ hĂ€tte finden können. Auch sah er nicht das „starke Genie“, das zu „neuen Zielen“ gewiesen hĂ€tte. Jedoch fĂŒr eine „rote Revolution im Ruhrgebiet“ konnte er sich wĂ€hrend des Kapp-Putsches begeistern.[10]

Trotz seines frisch erworbenen Doktorats sah Goebbels sich in einer Außenseiterposition. Seine literarischen Versuche fanden bei Verlagen und Zeitungen keine Beachtung. Auch als Journalist konnte er trotz erfolgreicher erster Schritte nicht Fuß fassen. Anfang 1923 musste Goebbels gegen seine Überzeugungen eine durch energische BemĂŒhungen von Else Janke erhaltene Stelle bei der Dresdner Bank in Köln annehmen. FĂŒr ihn war dies ein „Tempel des Materialismus“, weshalb er diese verhasste TĂ€tigkeit nach wenigen Monaten auslaufen ließ und wieder arbeitslos war.[11]

Aufstieg

Hinwendung zum Nationalsozialismus

Eine erste politische Heimat fand Goebbels, als er im August 1924 nach Weimar zum GrĂŒndungskongress der Nationalsozialistischen Freiheitsbewegung Großdeutschlands reiste, in der sich die verschiedenen Nachfolgeorganisationen der verbotenen NSDAP zusammenfanden. Der Parteivorsitzende Erich Ludendorff gab ihm „den letzten festen Glauben“. Hier traf er seinen zukĂŒnftigen Mentor Gregor Strasser. Unmittelbar darauf wurde Goebbels zu einem der GrĂŒnder einer Ortsgruppe Gladbach dieser Partei und begann seine Karriere als Redner und Journalist. Im Oktober 1924 wurde er Redakteur ihres Elberfelder Gaukampfblattes Völkische Freiheit.[12]

Als Hitler im FrĂŒhjahr 1925 die NSDAP neu grĂŒndete, trat ihr Goebbels sofort bei. Gregor Strasser reorganisierte die Partei in Nordwestdeutschland. Im MĂ€rz 1925 wurde Goebbels GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Gaues Rheinland-Nord. Er zog nach Elberfeld und entwickelte sich zum fĂŒhrenden Agitator der Partei, nicht nur im Rheinland und in Westfalen: In einem Jahr trat er 189 Mal als Redner auf. Ab August 1925 war er Redakteur der von Gregor Strasser herausgegebenen Nationalsozialistischen Briefe. Jetzt erhielt er auch ein bescheidenes Gehalt von 150 Mark.[13]

Begegnung mit Hitler

ZwiespĂ€ltig war in dieser Zeit Goebbels’ Einstellung zu Hitler. Zwar feierte er ihn in Artikeln, war auch begeistert von Mein Kampf, aber einige ideologische Unterschiede, zumal hinsichtlich des Sozialismus, nahm er dennoch wahr. Als sie sich am 6. November 1925 in Braunschweig begegneten, faszinierte ihn die Person Hitlers. „Alles hat dieser Mann, um König zu sein. Der geborene Volkstribun. Der kommende Diktator.“ Kurz darauf, am 22. November 1925, grĂŒndete Gregor Strasser eine „Arbeitsgemeinschaft Nordwest“ – mit Hitlers Genehmigung. Goebbels war federfĂŒhrend bei der Ausarbeitung eines Programms. Es wich deutlich von Hitlers Vorstellungen ab.[14]

Um Strasser und Goebbels auf seine Linie zu bringen, berief Hitler fĂŒr den 14. Februar 1926 eine „FĂŒhrertagung“ nach Bamberg ein. Hitlers Rede war fĂŒr Goebbels eine große EnttĂ€uschung: Er war erschĂŒttert, dass Hitler in dem von ihm verehrten „heiligen Russland“ ein riesiges deutsches Siedlungsgebiet einrichten wollte. Dass die deutschen FĂŒrsten nicht entschĂ€digungslos enteignet werden sollten, lief seinen sozialistischen Überzeugungen zuwider. Ohne Widerspruch geĂ€ußert zu haben, fuhr er niedergeschlagen zurĂŒck: „Wohl eine der grĂ¶ĂŸten EnttĂ€uschungen meines Lebens. Ich glaube nicht mehr restlos an Hitler. Das ist das Furchtbare: Mir ist der innere Halt genommen. Ich bin nur noch halb.“[15]

Hitler plante sorgfĂ€ltig, wie er Goebbels auf seine Seite ziehen könnte. Im April 1926 lud er ihn sowie Karl Kaufmann und Franz Pfeffer von Salomon, die beiden anderen Leiter des „Gaus Ruhr“,[16] nach MĂŒnchen ein. Hitler zeigte sich „beschĂ€mend gut” und konnte so Goebbels entwaffnen. Am Folgetag war eine Diskussion um das Programm nicht mehr nötig, Goebbels war von vornherein ĂŒberzeugt: „Er antwortet glĂ€nzend. Ich liebe ihn. Soziale Frage. Ganz neue Einblicke. Er hat alles durchdacht. [
] Ich beuge mich dem GrĂ¶ĂŸeren, dem politischen Genie.” Trotz seiner „Bekehrung“[17] gab Goebbels seine frĂŒheren Überzeugungen nur zögernd und unvollkommen auf – die ideologische Anpassung wurde ein wechselvoller Prozess.[18]

Ideologische Entwicklung

Opfer und Erlösung

Dem jungen Goebbels waren Opfer- und Todesgedanken nicht fremd. Einen Niederschlag fanden sie in seinem Roman Michael Voormann: Ein Menschenschicksal in TagebuchblĂ€ttern. Der Held Michael Voormann ist eine Zusammenschau eines verunglĂŒckten Freundes mit einem Idealbild des Autors. Voormann geht den Weg vom Soldaten ĂŒber den Studenten zum Bergmann. Die anderen Bergleute lehnen ihn zuerst ab, bis es zur VerbrĂŒderung kommt, in der Voormann seine „Erlösung“ findet. Dann aber wird er in einem GrubenunglĂŒck zum „Opfer“, und mit diesem erlöst er auch die anderen. Hier geht es also um das Motiv des erlösenden Selbstopfers. Die AnklĂ€nge an Goebbels’ katholische Vergangenheit sind offensichtlich.[19]

In seinen Schriften des Jahres 1925 wurden diese Vorstellungen in vielfĂ€ltiger und auch widersprĂŒchlicher Weise ausgebaut. Goebbels forderte von seinen AnhĂ€ngern eine tiefgreifende Wandlung und die Bereitschaft zum Opfer. Dieses Opfer sollte dann die Macht des Kapitalismus und damit auch des Judentums brechen. So wĂŒrde der Klassenkampf beendet und der Weg in ein kĂŒnftiges ideales Deutschland frei werden, fĂŒr das er den beziehungsreichen Begriff „Drittes Reich“ ĂŒbernahm.[20]

Das “heilige Russland”

Goebbels war von einer schwĂ€rmerischen Liebe zu Russland erfĂŒllt. Das bolschewistische System hielt er fĂŒr nur vorĂŒbergehend. Dann aber wĂŒrde Russland vorangehen auf dem Weg zu einem idealen Sozialismus. Dieser wĂŒrde auch einen neuen, den „kommenden Menschen“ erschaffen. Dieses Geschehen sollte in einer engen Wechselwirkung mit Deutschland ablaufen, möglicherweise auch in einer kriegerischen Auseinandersetzung. Aber nicht um Land oder Macht sollte gekĂ€mpft werden, sondern „um die letzte Daseinsform“.

Nach der Konfrontation mit Hitler verschwand dieses bislang so hĂ€ufige Thema aus seinen Artikeln und aus seinem Tagebuch. Als Gauleiter ĂŒbernahm Goebbels dann vorĂŒbergehend Hitlers Linie. Aber bereits 1929 wollte er Deutschlands Expansion in ĂŒberseeischen Kolonien sehen, nicht in Russland. Als Propagandaminister folgte er wiederum Hitler, doch vor Beginn des Deutsch-Sowjetischen Krieges im Jahr 1941 erwartete er dort wiederum den „echten Sozialismus“, und in den letzten Kriegsjahren drang er stĂ€ndig auf eine humanere Besatzungspolitik.[21]

Sozialismus

Der junge Goebbels verstand sich als Sozialist. Er verherrlichte den Arbeiter und wollte sich innerlich mit ihm verbunden fĂŒhlen. Sein Abscheu galt dem „Bourgeois“: Dies war nicht nur der Kapitalist, sondern auch der KleinbĂŒrger. An Kommunisten gefiel ihm ihr revolutionĂ€rer Eifer und der Hass auf das BĂŒrgertum. Sozialdemokratie und Liberalismus waren die gemeinsamen Gegner. Trennend war fĂŒr ihn die internationale Ausrichtung des Kommunismus, wĂ€hrend er selbst einen „nationalen Sozialismus“ zu errichten gedachte. Als er 1926 Gauleiter in Berlin wurde, sah er jedoch in den Kommunisten erbitterte Gegner.[22]

Noch 1925 wollte Goebbels das Eigentum breit streuen, es in die HĂ€nde dessen geben, „der daran schafft mit Hirn und Hand“. Wovon Hitler ihn im April 1926 ĂŒberzeugte, war etwas anderes:

„Gemischter Kollektivismus und Individualismus. Boden, was drauf und drunter dem Volke. Produktion, da schaffend, individualistisch. Konzerne, Truste, Fertigproduktion, Verkehr etc. sozialisiert. DarĂŒber lĂ€ĂŸt sich reden. Er hat das alles durchgedacht.“

Dies blieb aber nicht seine Position, 1929 wollte er das Privateigentum erhalten sehen, allenfalls bei Bodenspekulation und WarenhĂ€usern eine Ausnahme machen. Und als er als Propagandaminister Rundfunk, Presse und Film beherrschte, sah er darin den „wahren Sozialismus“ – an eine Streuung des Eigentums dachte er nun nicht mehr.[23]

Antisemitismus

Goebbels’ VerhĂ€ltnis zu den Juden war widersprĂŒchlich. JĂŒdische Personen konnten ihn beeindrucken, so der Heidelberger Germanist Friedrich Gundolf oder Rosa Luxemburg. Mehrere Jahre hielt er an seiner halbjĂŒdischen Freundin Else Janke fest. Sein Antisemitismus war nicht wie der Hitlers vorwiegend rassistisch bestimmt. In einer „guten Rassenmischung“ sah er einen der VorzĂŒge des betriebsamen RheinlĂ€nders. Bei einer Reise nach Schweden fand er die dortige „blonde Rasse“ verĂ€chtlich; „Nach außen Germanen, nach innen Halbjuden“. Vielmehr waren die Quellen seines Antisemitismus nationalistisch und antikapitalistisch. Die Juden als „landfremde Elemente“ seien nicht völkisch gesinnt und wĂŒrden Deutschland feindlichen ĂŒberstaatlichen MĂ€chten ausliefern. Vor allem aber seien sie mit dem Geld verbunden. „Das Geld ist die Kraft des Bösen und der Jude ist sein Trabant.“ Ebenso verhasst waren ihm aber die nichtjĂŒdischen Vertreter der nationalen Rechten.[24]

Sozialismus und Antisemitismus waren in Goebbels’ Vorstellungen benachbart. So schrieb er im Oktober 1925:

„Es handelt sich ja gar nicht um zwei besondere Klassen. In Wirklichkeit tyrannisieren hundert Sklavenhalter ein 60-Millionenvolk 
 Die hundert suchen sich ihre Bundesgenossen im bĂŒrgerlichen Lager, oben und unten, da sie sich vorlĂ€ufig noch zu schwach dazu fĂŒhlen, den Kampf allein auszufechten.“

Mit den Sklavenhaltern meinte Goebbels die Juden, die jedoch ihre nichtjĂŒdischen Bundesgenossen im bĂŒrgerlichen Lager fanden. Mit der Beseitigung der Juden allein war der Klassenkampf also nicht gewonnen.[25]

Welches Schicksal Goebbels in seiner Elberfelder Zeit den Juden zudachte, bleibt unklar. Seine Drohungen reichten von der Duldung in einer jederzeit kĂŒndbaren Gastrolle ĂŒber Ausschluss vom öffentlichen Leben bis hin zu „ausmerzen, ausschneiden, rĂŒcksichtsloser Kampf“. Aber es finden sich auch andere Worte:

„O Gott, ein Kommunist, ein Lump, ein vaterlandsloser Geselle, ein VerrĂ€ter, ein BetrĂŒger – ein Jude! Schlagt ihn tot! Punktum! Ist es denn damit wirklich getan? 
 Der Angelpunkt ist die soziale Frage, wie wir, Arbeiter und BĂŒrger, in Zukunft nebeneinander leben können.“[26]

Gauleiter in Berlin

Organisation des Gaus

Hitler ernannte Goebbels am 9. November 1926 zum Gauleiter von Berlin-Brandenburg. Die Berliner NSDAP war desorganisiert, ihre AnhĂ€nger zerstritten und der Einfluss in der Stadt gering. Goebbels konnte sich rasch durchsetzen. Er nutzte seine besonderen Vollmachten, ließ Widersacher und UnschlĂŒssige ziehen oder schloss sie aus der Partei aus. Mit 200 ĂŒberzeugten und gefĂŒgigen AnhĂ€ngern grĂŒndete er innerhalb der Partei einen „Nationalsozialistischen Freiheitsbund“, dessen Mitglieder zu „Spezialaufgaben“ und zu finanziellen Opfern bereit waren. In Berlin schuf Goebbels eine straffe Gauorganisation: Die Stadt wurde in Sektionen aufgeteilt, deren FĂŒhrer er selbst ernannte. Zum 1. Juli 1928 wurden diese weiter in „Straßenzellen“ unterteilt, ein „Zellen-Obmann“ sollte höchstens 50 Parteigenossen betreuen. 1930 richtete er zur Durchdringung der Betriebe „Gaubetriebszellen“ ein – das war eine Übernahme von den Kommunisten. 1931 wurde dies zum Vorbild fĂŒr die ĂŒbrigen Gaue. Die Mitgliederzahl der Berliner NSDAP wuchs rasch an. So konnte 1927 die bescheidene Parteizentrale in der Potsdamer Straße 100 aufgegeben werden. ZunĂ€chst traten vier Zimmer in der LĂŒtzowstraße 44 an ihre Stelle, dann 1928 eine großzĂŒgig möblierte Etage in der Hedemannstraße 100 mit 25 RĂ€umen.[27]

Den Leiter der Berliner SA Kurt Daluege konnte er hinter sich bringen und zu seinem Stellvertreter machen. Er ermunterte ihn zu einem raschen Ausbau der SA, die damals wegen eines Verbotes als „Sportabteilung“ getarnt war. Damit schuf er sich ein williges Instrument fĂŒr Saal- und Straßenschlachten, das meist gegen den zunĂ€chst weit ĂŒberlegenen kommunistischen „Roten FrontkĂ€mpferbund“ eingesetzt wurde.[28]

Es gelang ihm jedoch nicht, sich in gleicher Weise außerhalb der Stadtgrenzen durchzusetzen, zumal die SA in Brandenburg sich ihm nicht fĂŒgen wollte. Deshalb wurde 1929 ein eigener Gau „Brandenburg“ gebildet, wĂ€hrend Goebbels der Gau „Groß-Berlin“ verblieb.[29]

1930 und 1931 rebellierte die ostdeutsche SA unter Walter Stennes gegen die NSDAP. Beide Male musste Goebbels Hitler zu Hilfe rufen, um die SA wieder zur Unterordnung zu bringen.[30]

Kampf gegen die Demokratie

ZunĂ€chst ging es Goebbels darum, die wenig beachtete NSDAP in die Schlagzeilen zu bringen. Hierzu war ihm jedes legale und illegale Mittel recht: AufmĂ€rsche, weithin plakatierte Versammlungen, Saal- und Straßenschlachten sowie Ausschreitungen gegen Juden. Auch die von ihm immer wieder provozierten Prozesse nutzte er zur Propaganda.

Straßen- und Saalschlachten

Schon im Juni 1926 hatte Goebbels geschrieben: „Der Machtstaat beginnt auf der Straße. Wer die Straße erobern kann, kann auch einmal den Staat erobern.“ Hierbei wollte er „Terror und BrutalitĂ€t“ einsetzen und so den „Staat [
] stĂŒrzen.“ Dieses Programm wurde in Berlin zur blutigen RealitĂ€t. Die frĂŒher bisweilen mit Sympathie betrachteten Kommunisten wurden jetzt zu seinen erbittert bekĂ€mpften Gegnern.[31]

FĂŒr den 11. Februar 1927 setzte Goebbels eine Veranstaltung im „roten“ Arbeiterbezirk Wedding an – eine bewusste Provokation. Die AnkĂŒndigungen, riesige grell rote Plakate, imitierten die der Kommunisten. Schon vor Goebbels’ Rede begann die erwartete Saalschlacht, die Polizei musste die Kommunisten schĂŒtzen. Die verletzten SA-MĂ€nner, die auf der BĂŒhne aufgereiht wurden, feierte Goebbels als „Opfer kommunistischen Terrors“. Wenn er vom „unbekannten SA-Mann“ sprach, wurde dieser zum Opfer fĂŒr eine höhere Sache, wie der Soldat im Krieg. Die bĂŒrgerliche Presse brachte das Vorkommnis in großer Aufmachung – die NS-Bewegung wurde jetzt wahrgenommen. 400 neue Mitglieder gewann die Partei im MĂ€rz, jetzt waren es 3.000. Sich selbst hatte Goebbels als glĂ€nzenden Propagandisten prĂ€sentiert, als mutig und unerschrocken. Damit hatte er seine Stellung als Gauleiter gefestigt.[32]

Bei einer Veranstaltung am 4. Mai 1927 wurde ein Pfarrer, der Goebbels entgegentrat, von SA-MĂ€nnern krankenhausreif geschlagen. Der PolizeiprĂ€sident von Berlin verbot daraufhin die NSDAP in Berlin mit allen Unterorganisationen. Das wurde mit Tarnorganisationen unterlaufen. Allerdings fielen Einnahmen weg und es zeigten sich Auflösungserscheinungen. Unangenehm war auch das gleichzeitig ausgesprochene Redeverbot fĂŒr Goebbels. In einer von ihm gegrĂŒndeten „Schule fĂŒr Politik“ konnte er es wenigstens vor seinen AnhĂ€ngern umgehen. Jedoch außerhalb von Berlin konnte er unverĂ€ndert auftreten. Das Redeverbot fiel im Oktober 1927, das Parteiverbot wegen der bevorstehenden Reichstagswahlen im MĂ€rz 1928.[33]

Der Rote FrontkĂ€mpferbund war nicht weniger aggressiv als die SA. Nach heftigen StraßenkĂ€mpfen mit der Polizei im Mai 1929 – es gab 33 Tote – wurde er verboten. Immer hĂ€ufiger kam es in der Folgezeit zu ZusammenstĂ¶ĂŸen zwischen Kommunisten und SA, von beiden Seiten propagandistisch geschĂŒrt. Goebbels nannte seine Gegner „brĂŒllende, tobende Untermenschen“, „giftspuckende Tiere“, die „ausgemerzt“ und „vertilgt“ werden mĂŒssten. Im September 1929 wurde bei einem Straßenkampf auf ihn geschossen, die Kugel traf jedoch nur seinen Fahrer.[34]

Im Dezember 1930 kam der amerikanische Film Im Westen nichts Neues nach dem gleichnamigen Roman Erich Maria Remarques in die Kinos. Von der Rechten wurde er heftig angefeindet, weil er Sinnlosigkeit und Schrecken des Krieges zeigte. Die VorfĂŒhrung ließ Goebbels von 150 AnhĂ€ngern sprengen. Diese randalierten, ohrfeigten tatsĂ€chliche oder vermeintliche Juden, warfen Stinkbomben und ließen weiße MĂ€use frei. Die Polizei rĂ€umte den Saal. An den Folgetagen veranlasste er Protestdemonstrationen, die zu Straßenschlachten mit der Polizei ausarteten. Der Film wurde schließlich wegen „GefĂ€hrdung des deutschen Ansehens“ verboten. Goebbels sah dies als seinen großen Erfolg an.[34]

Judenfeindschaft

Noch kurz bevor Goebbels nach Berlin ging, im Oktober 1926, wollte er kein „Radauantisemit“ sein. Als Gauleiter war er jedoch genau das.[35] Die Juden waren fĂŒr ihn Volksfeinde und Bazillen, sie missbrauchten ihr „Gastrecht“. Sie beuteten das deutsche Volk aus mit Betrug und Korruption, vor allem aber verkörperten sie den Kapitalismus und die verhasste Weimarer Republik. Dem deutschen Volk bliebe nur Notwehr gegen den Wahn des Goldes. Auch in der Kultur sah er den zerstörerischen Einfluss der Juden, konnte sich aber dennoch fĂŒr einzelne jĂŒdische Persönlichkeiten wie die Schauspielerin Elisabeth Bergner begeistern. Ein rabiater und publikumswirksamer Antisemitismus wurde ihm zu einer wirksamen Propagandawaffe. So nutzte er offene oder latente judenfeindliche Strömungen in der Bevölkerung. Vor allem bot er einfache ErklĂ€rungen fĂŒr komplizierte Sachverhalte an.[36]

StĂ€ndiges Ziel von Goebbels’ AnwĂŒrfen war der jĂŒdische VizeprĂ€sident der Berliner Polizei, Bernhard Weiß. Seit dem Parteiverbot, das die von Weiß geleitete politische Polizei veranlasst hatte, belegte Goebbels ihn mit dem Spitznamen „Isidor“ und verhöhnte ihn in Reden und Artikeln. Besonders wirksam waren die Karikaturen in seiner Wochenzeitung Der Angriff. In Goebbels’ Propaganda wurde Weiß zum ReprĂ€sentanten der Weimarer Republik, die er damit als unterdrĂŒckend und von Juden beherrscht darstellen konnte.[37]

Schon am 20. MĂ€rz 1927 ließ Goebbels seine SA-MĂ€nner Juden verprĂŒgeln. Weit schwerere Ausschreitungen gab es am Abend des jĂŒdischen Neujahrsfestes, am 12. September 1931, als Gruppen nicht uniformierter Jugendlicher auf dem KurfĂŒrstendamm auf Passanten jĂŒdischen Aussehens einschlugen. Dirigiert wurde der KurfĂŒrstendamm-Krawall von 1931 vom FĂŒhrer der Berliner SA, Wolf-Heinrich Graf von Helldorf. 27 Krawallmacher wurden zu GefĂ€ngnisstrafen verurteilt, Helldorff kam mit einer Geldbuße davon, Goebbels konnte eine Anstiftung nicht nachgewiesen werden.[38]

Prozesse

Seine Aktionen und Beleidigungen trugen Goebbels zahlreiche Prozesse ein. Im Februar 1928 musste er sich wegen des im Mai des Vorjahres zusammengeschlagenen Pfarrers verantworten. ZunĂ€chst wurde er zu sechs Wochen GefĂ€ngnis verurteilt. In zweiter Instanz wurde dies auf 600 RM Geldstrafe abgemildert, er weigerte sich aber zu zahlen. Im April 1928 wurde er wegen Beleidigung gegenĂŒber Weiß zu drei Wochen GefĂ€ngnis verurteilt. Der Strafe konnte er sich entziehen, denn seit der Reichstagswahl 1928 war er Reichstagsabgeordneter und genoss damit politische ImmunitĂ€t.[39]

Im Dezember 1929 warf er dem ReichsprĂ€sidenten Paul von Hindenburg Verrat am deutschen Volk vor. DafĂŒr musste er sich im Mai 1930 vor Gericht verantworten. Er erhielt seine VorwĂŒrfe aufrecht, unter Ovationen von der ZuschauertribĂŒne. Verurteilt wurde er lediglich zu 800 RM Geldstrafe. Vor dem Berufungsverfahren am 14. August 1930 erklĂ€rte Hindenburg, Goebbels habe ihn persönlich nicht beleidigen wollen, an einer Bestrafung habe er kein Interesse mehr. Zwei Tage zuvor hatte er in Hannover vor Gericht gestanden, behauptet zu haben, der preußische MinisterprĂ€sident Otto Braun sei von einem „galizischen Juden“ bestochen worden. Goebbels inszenierte seinen Auftritt: Mit einem Aufmarsch von Nationalsozialisten ließ er sich zum Gericht begleiten. Er erklĂ€rte, nicht Braun, sondern den frĂŒheren Reichskanzler Gustav Bauer gemeint zu haben, und wurde freigesprochen.[40]

Am 29. September 1930 sollte gegen Goebbels wegen sechs Beleidigungsklagen verhandelt werden. Mehrfach beantragte er Aufschub, aus unterschiedlichen GrĂŒnden. Schließlich ordnete das Gericht die ZwangsvorfĂŒhrung an. Goebbels versteckte sich. Am Tage der Reichstagseröffnung ließ er sich zum ReichstagsgebĂ€ude bringen und entging knapp der Verhaftung. Damit stand er wieder unter dem Schutz der ImmunitĂ€t. .[41]

Seit im Februar 1931 die Aufhebung der ImmunitĂ€t erleichtert worden war, hĂ€uften sich die Prozesse. Am 14. April wurde er wegen Beleidigung von Weiß zu 1.500 RM Geldstrafe verurteilt. Zu einem nĂ€chsten Prozess am 29. April wurde er von der Polizei aus MĂŒnchen herbeigeschafft. In acht verschiedenen Sachen wurden ihm insgesamt 1.500 RM Strafe aufgelastet; am 1. Mai weitere 1.000 RM, Mitte Mai kamen weitere 500 RM und zwei Monate GefĂ€ngnis hinzu. Goebbels flĂŒchtete sich in Ratenzahlungen, schließlich wurden ihm aufgrund einer Amnestie große BetrĂ€ge erlassen. Auch die Haftstrafe musste er nicht antreten. Die Prozesse schlachtete er propagandistisch aus: Er stellte die Justiz der Weimarer Republik als ohnmĂ€chtig, lĂ€cherlich oder unterdrĂŒckend dar, sich selbst stilisierte er zum MĂ€rtyrer.[42]

Reichstagsabgeordneter

In den Reichstagswahlen vom 20. Mai 1928 zog Goebbels als einer von 12 Abgeordneten der NSDAP in den Reichstag ein. Im Angriff spottete er ĂŒber diese Institution, die er „lĂ€ngst reif zum Untergang“ fand:

„Wir haben nichts mit dem Parlament zu tun. Wir lehnen es innerlich ab und stehen auch nicht an, dem nach außen hin krĂ€ftig Ausdruck zu verleihen. [
] Ich bin kein Mitglied des Reichstages. Ich bin ein IdI. Ein IdF. Ein Inhaber der ImmunitĂ€t, ein Inhaber der Freifahrtkarte. (Ein IdI) beschimpft das ‚System‘ und empfĂ€ngt dafĂŒr den Dank der Republik in Gestalt von siebenhundertfĂŒnfzig Mark Monatsgehalt.“

Goebbels fĂŒhrte sich am 10. Juli mit einer SchmĂ€hrede ein. Er erhielt einen Verweis des Reichstags-VizeprĂ€sidenten und das gewĂŒnschte Presseecho. Sonst kĂŒmmerte er sich wenig um das Parlament, erst nach fast neun Monaten ergriff er wieder das Wort.[43]

Der Angriff

Goebbels gab seit dem Juli 1927 auch die Wochenzeitung Der Angriff heraus, die ihm in der Zeit des Parteiverbots als Sprachrohr und als illegale Gauzentrale diente. Zudem bot dieses „Kampfblatt“ ein willkommenes Forum fĂŒr ihn selbst: Wöchentlich schrieb er einen Leitartikel und ein „Politisches Tagebuch“, in welchem er die Geschehnisse der vergangenen Woche kommentierte. Der Stil des Blattes war einfach, volkstĂŒmlich und mitreißend. Karikaturen des Zeichners Hans Herbert Schweitzer mit dem Pseudonym Mjölnir dienten als Blickfang. Sie verherrlichten die KĂ€mpfer der SA und verhöhnten die politischen Gegner.[44]

ZunĂ€chst hatte das neue Blatt keinen leichten Stand. Es gab bereits die Tageszeitung der Partei, den in MĂŒnchen erscheinenden Völkischen Beobachter sowie das offizielle Gaublatt, die von den BrĂŒdern Otto und Gregor Strasser herausgegebene nationalsozialistische Wochenzeitung Berliner Arbeiterzeitung. Gegen diese ging Goebbels offensiv vor, versorgte sie nicht mehr mit den Mitteilungen des Gaus und schreckte auch nicht vor tĂ€tlichen Angriffen gegen die Verteiler zurĂŒck. Die finanzielle Situation blieb jedoch angespannt. Im Oktober 1927 wurden nur 4.500 Exemplare verkauft.[45]

Beunruhigt war er ĂŒber die PlĂ€ne der BrĂŒder Strasser, in Berlin eine Tageszeitung herauszugeben ‒ genau dasselbe hatte er mit dem Angriff vor. Aber hierfĂŒr benötigte er Hitlers finanzielle UnterstĂŒtzung, an dessen FĂŒhrungsqualitĂ€ten er zu zweifeln begann. Im Januar 1930 notierte er: „Hitler trifft wie gewöhnlich wieder keine Entscheidung. Es ist zum Kotzen mit ihm. [
] Hitler selbst arbeitet zu wenig. So geht das nicht weiter. Und hat nicht den Mut, Entscheidungen zu fĂ€llen. Er fĂŒhrt nicht mehr.”[46] Als Goebbels Ende Januar 1930 bei Hitler in MĂŒnchen war, bemĂŒhte sich dieser sehr um ihn und versprach ihm sogar die Reichspropagandaleitung der NSDAP. Getröstet fuhr Goebbels zurĂŒck. Als dann im MĂ€rz 1930 tatsĂ€chlich die Zeitung der Strasser-BrĂŒder herauskam, war Goebbels voller Groll: “Hitler hat in dieser Sache allein schon 4 Mal sein Wort gebrochen. Ich glaube ihm gar nichts mehr. 
 Wie soll das erst mal werden, wenn der in Deutschland den Diktator spielen muss?”

Als Gauleiter und als Redner auf Massenveranstaltungen blieb Goebbels unverĂ€ndert aktiv. Am 28. April 1928 ernannte Hitler Goebbels zum Reichspropagandaleiter.[47] Jetzt war Goebbels’ Unmut geschwunden. Wiederum war er in Hitlers Bann. Diese Krise fand nur im Tagebuch ihren Niederschlag. Nach außen verbarg Goebbels sie sorgfĂ€ltig: Mit unverĂ€nderter Energie agierte er als Gauleiter, schrieb Leitartikel und trat als Redner auf. Dies war nicht das letzte Mal, dass Goebbels sein VerhĂ€ltnis zu Hitler als krisenhaft wahrnahm.[48]

Ab Oktober 1929 konnte Der Angriff zwei Mal je Woche erscheinen, schließlich erschien sie ab dem 1. November 1930 als tĂ€gliche Abendzeitung. Im MĂ€rz 1930 erreichte die Auflage 80.000, der Höhepunkt wurde im Juli 1932 mit 110.000 Exemplaren erreicht. Das war der zweite Rang unter den NS-BlĂ€ttern nach dem Völkischen Beobachter. Dennoch gab es immer wieder Geldprobleme. Dazu trugen auch die hĂ€ufigen Verbote der Zeitung bei – allein zwischen November 1930 und August 1932 13 Mal; fĂŒr insgesamt 19 Wochen fiel das Blatt aus.[49]

Goebbels war 1932 Vorsitzender des Reichsverbandes Deutscher Rundfunkteilnehmer e.V. (R. D. R.) und publizierte in dessen Zeitschrift Der Deutsche Sender. Am 2. November 1932 nannte er in dem Blatt das Radio eine „revolutionĂ€re Waffe der neuen Zeit“, die „unsere Volksgenossen von frĂŒh bis spĂ€t [
] begleitet und fĂŒhrt.“[50]

Horst Wessel

FĂŒr Goebbels wurden die im Straßenkampf zu Tode Gekommenen zu MĂ€rtyrern. Besonders eignete sich hierfĂŒr der nach einem kommunistischen Mordanschlag am 23. Februar 1930 umgekommene Horst Wessel.[51] Goebbels konnte in ihm seinen Romanheld Michael Voormann wiederfinden: Beiden gemeinsam war der Weg vom Soldaten ĂŒber den Studenten zum Arbeiter und der frĂŒhe Tod. In diesem Sinn gestaltete Goebbels auch seine öffentlichen Reden. In seinem Nachruf erklĂ€rte er Wessel fĂŒr unsterblich: „
 sein Geist stieg in uns auf, um mit uns allen weiterzuleben. Er hat es selbst geglaubt und gewusst; er gab dem hinreichenden Ausdruck: er ‚marschiert in unseren Reihen mit!‘".[52] Eine Woche spĂ€ter stilisierte Goebbels ihn zur Christus-Figur und zur Verkörperung Deutschlands: „Er hat den Kelch der Schmerzen bis zur Neige ausgetrunken. 
 Deutschland hat gekĂ€mpft und gelitten, geduldet und gedarbt und ist dann, geschmĂ€ht und angespuckt, den schweren Tod gestorben. Es steht ein anderes Deutschland auf. Ein junges, ein neues! 
 Über die GrĂ€ber vorwĂ€rts! Am Ende liegt Deutschland!“ ‒ Diese VerknĂŒpfung von Opfer und Wiederauferstehung wurde zum Vorbild fĂŒr die nationalsozialistische Trauerfeier, etwa bei der ÜberfĂŒhrung der SĂ€rge der Toten von Hitlers Putschversuch am 8. und 9. November 1935.[53]

Propagandaleiter und WahlkÀmpfe

Goebbels (vorn) mit Hermann Göring, Aufnahme aus dem Jahr 1930

Als Reichspropagandaleiter war Goebbels ab dem 27. April 1930 zustĂ€ndig fĂŒr die Propaganda der Partei, ihre WahlkĂ€mpfe und Großveranstaltungen, nicht jedoch fĂŒr ihre Presse.[54] Der Rundfunk kam im August 1932 dazu, der Film vorĂŒbergehend ab Juli 1931. ‒ In den Gauen wurden Gaupropagandaleitungen eingerichtet. Zahlreiche Schriften der Reichspropagandaleitung sollten die Parteipropaganda vereinheitlichen.[55]

Wichtigste Aufgabe im neuen Amt waren die WahlkĂ€mpfe. Bereits fĂŒr den 14. September 1930 stand eine Reichstagswahl an. Goebbels’ Parole war „Arbeit und Brot“ – aufgrund der Wirtschaftskrise herrschte Massenarbeitslosigkeit. Wahlkampfthema sollte der Young-Plan, also die Regelung der Reparationen sein. Sie zu leisten wurde als ErfĂŒllungspolitik bezeichnet, die republikanischen Parteien damit als Gehilfen der frĂŒheren Kriegsgegner verunglimpft. Die Kampagne sollte „in einem atemberaubenden Tempo“ ablaufen. Sich selbst schonte er dabei nicht. Der Höhepunkt war Hitlers mitreißende Rede am 14. September im Berliner Sportpalast. Der Wahlerfolg war ĂŒberwĂ€ltigend: Die NSDAP wurde mit 107 Abgeordneten die zweitstĂ€rkste Fraktion nach der SPD. Gewonnen hatten auch die Kommunisten, behauptet hatten sich Zentrum und Bayernpartei, stark verloren die ĂŒbrigen bĂŒrgerlichen Parteien.[56]

Nach langem DrĂ€ngen Goebbels’ entschloss sich Hitler im Februar 1932, als Kandidat fĂŒr das Amt des ReichsprĂ€sidenten gegen Hindenburg anzutreten. Goebbels begann den Wahlkampf damit, dass er im Reichstag Hindenburg beleidigte und daraufhin ausgeschlossen wurde. Er schwenkte rasch um: Sein Wahlkampf sollte weniger dem Kandidaten Hindenburg, als vielmehr dem „System“, also der Weimarer Republik, gelten. Als Gegenbild wurde Hitler aufgebaut, ĂŒberhöht im Sinne eines Hitler-Mythos. Goebbels setzte auf die Medien: Es wurden eine halbe Million Plakate geklebt. Neu waren auch eine kleine Schallplatte, die in einer Auflage von 50.000 hergestellt wurde, sowie ein zehnminĂŒtiger Tonfilm. Das Wahlergebnis am 13. MĂ€rz fand Goebbels enttĂ€uschend: Hitler war mit 30 % der Stimmen Zweiter geworden. Hindenburg hatte die absolute Mehrheit knapp verfehlt. So wurde eine Stichwahl am 10. April erforderlich. Nochmals steigerte Goebbels die Mittel: 800.000 Exemplare des Völkischen Beobachters wurden verteilt. Er mietete in der Woche vor der Wahl ein Flugzeug, so dass Hitler jeden Tag in drei bis vier StĂ€dten auftreten konnte. „Hitler ĂŒber Deutschland“ wurde dieser Triumphzug vieldeutig genannt. Hitler gewann nochmals zwei Millionen Stimmen hinzu, blieb aber Zweiter.[57]

Der Wahlkampf ging weiter: Am 24. April wurden in Preußen und anderen LĂ€ndern die Landtage gewĂ€hlt. Goebbels forderte den Reichskanzler Heinrich BrĂŒning zu einem Rededuell im Berliner Sportpalast auf, was dieser verweigerte. In der Veranstaltung ließ er daraufhin eine Rede BrĂŒnings abspielen und konnte diese dann unter dem Jubel seiner AnhĂ€nger genĂŒsslich widerlegen.[58]

Am 31. Juli 1932 musste der Reichstag neu gewĂ€hlt werden, nachdem BrĂŒning zurĂŒckgetreten war und jetzt Franz von Papen amtierte. Im Mittelpunkt der Polemik standen die jetzt nahezu bĂŒrgerkriegsĂ€hnlichen ZustĂ€nde, zumal der Altonaer Blutsonntag mit 18 Toten. Erst Hitler wĂŒrde zum „nationalsozialistischen Erwachen“ fĂŒhren. Goebbels konnte seine erste Rundfunkrede halten. Diese Wahl brachte der NSDAP nochmals einen Zuwachs, jetzt hatte sie mit 230 Abgeordneten mit Abstand die stĂ€rkste Fraktion. Goebbels wĂ€hnte sich bereits am Ziel: „Wir werden die Macht niemals wieder aufgeben, man muß uns als Leichen heraustragen.“ Aber Hindenburg wollte einem Hitler die Macht damals nicht ĂŒbergeben. Die Partei stĂŒrzte in eine tiefe Krise.[59]

Der Reichstag wurde schon am 12. September 1932 wieder aufgelöst. Neuwahlen wurden fĂŒr den 6. November 1932 angesetzt. Papen wurde zum Hauptgegner der nationalsozialistischen Wahlpropaganda, daneben die SPD. Diese Wahlen brachten den Nationalsozialisten einen RĂŒckschlag. Jetzt hatten sie nur noch 196 Abgeordnete, stellten aber immer noch die weitaus stĂ€rkste Fraktion. Goebbels sah als Ursache, dass die Arbeiterschaft zu wenig angesprochen worden sei.[60]

Am 15. Januar 1933 wurde in Lippe, einem kleinen Land mit nur 100.000 Wahlberechtigten, der Landtag gewĂ€hlt. Die NSDAP wollte jetzt zeigen, dass die Schlappe vom vorigen November auszuwetzen war. Deshalb wurde mit einem riesigen Aufwand und Einsatz der besten Redner das Land mit einem „Wahltrommelfeuer“ ĂŒberzogen. Zwar konnte die NSDAP das Ergebnis vom November ĂŒbertreffen, aber nicht das vom Juli 1932 erreichen. Dennoch wurde dies in der Parteipresse als Sieg dargestellt.[61]

Als Reichspropagandaleiter zeigte Goebbels seinen Erfindungsreichtum und seine FĂ€higkeit zur Organisation. Konsequent nutzte er alle ihm verfĂŒgbaren technischen Möglichkeiten. Er setzte nicht nur sich selbst bis zum Letzten ein, sondern konnte auch den Parteiapparat zu Höchstleistungen bewegen. Seine Programmaussagen waren wenig konkret, wichtiger war die Abwertung der politischen Gegner. Konsequent wurde die Person Hitlers in den Mittelpunkt gerĂŒckt. Goebbels war zwar nicht der Schöpfer des „Hitler-Mythos“, aber es gelang ihm, diesem zu weitreichender Wirkung zu verhelfen.[62]

Der Weg an die Macht

Schon nach der Wahl im Juli 1932 hatte Hitler Goebbels ein Ministerium fĂŒr den gesamten Erziehungs- und Kulturbereich zugesagt. Als Hitler dann am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde, hatte Goebbels das erreicht, wofĂŒr er viele Jahre gekĂ€mpft hatte. Jetzt erwartete er, Kultusminister zu werden. Aber dann schien er nur als „Rundfunkkommissar“ vorgesehen zu sein. „Ekelhaft. Man will mich in die Ecke quetschen.“ So schrieb er es in sein Tagebuch. Auch ein GesprĂ€ch mit Hitler am 6. Februar brachte keine neue Hoffnung. „Ich habe den Mut verloren. Die Reaktion diktiert. Das dritte [!] Reich!“ Jetzt war ihm sogar das soeben gewonnene Dritte Reich verleidet. Und dann war er krank und ließ sich auch von Hitler nicht sprechen.[63]

Schließlich, in einer nĂ€chtlichen Unterredung, sagte ihm Hitler den Posten eines Propagandaministers zu. Goebbels verstand, dass zunĂ€chst die Wahlen vom 5. MĂ€rz 1933 gewonnen werden mĂŒssten. Er stĂŒrzte sich in die Arbeit. Erstmals konnte er ohne EinschrĂ€nkungen den Staatsrundfunk nutzen. Reden Hitlers erreichten damit ein Millionenpublikum. Zwar erhielt die NSDAP mit 44 % der Stimmen nicht die erhoffte absolute Mehrheit, aber die Regierungskoalition kam dennoch auf 52 %. Jetzt wurde Goebbels am 13. MĂ€rz zum Reichsminister fĂŒr VolksaufklĂ€rung und Propaganda ernannt. Er war fĂŒnfunddreißig Jahre alt. „Ich freue mich unmenschlich. Wir kennen nun keine RĂŒcksicht mehr. Deutschland ist mitten in einer kalten Revolution. Widerstand aussichtslos.“ So also wollte er sein Amt fĂŒhren.[64]

Magda Goebbels

Als Hochzeitspaar, im Hintergrund der Trauzeuge Hitler

Nach seiner Trennung von Else Janke hatte Goebbels zahlreiche flĂŒchtige Liebschaften. Im November 1931 lernte er Magda Quandt kennen, die seit kurzem in der GaugeschĂ€ftsstelle tĂ€tig war. Magda war die geschiedene Frau des Industriellen GĂŒnther Quandt und vom Nationalsozialismus begeistert. Beide heirateten am 19. Dezember 1931, Hitler war Trauzeuge. ‒ Magda wusste zu reprĂ€sentieren, ihre Wohnung wurde zum beliebten Treffpunkt. Auch Hitler, der Magda sehr schĂ€tzte, ließ sich hĂ€ufig sehen. Von sozialistischer Einfachheit war Goebbels’ Lebensstil jetzt weit entfernt. Im September 1932 kam Helga zur Welt, das erste von insgesamt sechs Kindern.[65]

An der Macht

Reichsminister fĂŒr VolksaufklĂ€rung und Propaganda

Goebbels bei einem SA-Appell, Berlin, 25. August 1934

Goebbels schuf innerhalb eines halben Jahres diejenige Organisation, mit welcher er den gesamten Kulturbereich ĂŒberwachen konnte. Im Reichsministerium fĂŒr VolksaufklĂ€rung und Propaganda gab es fĂŒr jedes der Medien eine eigene Abteilung: Presse, Rundfunk, Film, Theater, Schrifttum, also Literatur jeder Art, Bildende Kunst, Musik. Hier wurden die Inhalte ĂŒberwacht: was die Zeitungen schreiben sollten, welche Filme gedreht wurden, wie diese bewertet wurden und zu fördern waren, welche TheaterstĂŒcke auf den Spielplan gelangten usw. ‒ Die Reichskulturkammer war gleichartig organisiert, fĂŒr jede der genannten Sparten gab es eine Unterkammer. Propagandaministerium und Kulturkammern arbeiteten eng zusammen. Die Kammern ĂŒberwachten und kontrollierten die Personen: Alle Zeitungsleute waren in der Reichspressekammer; wer ausgeschlossen wurde, hatte damit ein Berufsverbot. Die Reichsschrifttumskammer beispielsweise erfasste nicht nur die Autoren, sondern auch Verleger und BuchhĂ€ndler, die Reichsrundfunkkammer nicht nur die FunkhĂ€user, sondern auch Hersteller und HĂ€ndler von RadiogerĂ€ten .[66]

Die Presse wurde auf indirekte, aber sehr wirksame Weise gesteuert. ZunĂ€chst verschwand die gesamte nichtnationalsozialistische Parteipresse. BĂŒrgerliche und konfessionelle Zeitungen stellten ihr Erscheinen ein oder wurden im Laufe der Jahre zunehmend in Parteibesitz ĂŒberfĂŒhrt. Mit dem Schriftleitergesetz vom 18. Oktober 1933 wurde der Schriftleiter allein verantwortlich fĂŒr die Inhalte und damit unabhĂ€ngig von seinem Verleger. Jedoch musste er in die „Schriftleiterliste“ der Reichspressekammer eingetragen sein, womit fĂŒr Linientreue gesorgt war. Schwerpunkte und Inhalte der Berichterstattung wurden zentral gesteuert: Hierzu gab es die tĂ€glichen Pressekonferenzen im Propagandaministerium sowie eine Flut von Presseanweisungen. FĂŒr die Versorgung mit Nachrichten wurde 1933 das staatliche Deutsche NachrichtenbĂŒro (DNB) geschaffen. Eine Nachzensur war damit nicht mehr nötig.[67]Als einzige Ausnahme genoss die Frankfurter Zeitung eine relative, wenn auch schwindende UnabhĂ€ngigkeit, bis auch sie 1943 eingestellt wurde.[68]

Bereits in der Weimarer Republik war der Rundfunk verstaatlicht worden. Goebbels konnte ihn also schlagartig ĂŒbernehmen. Er steuerte ihn direkt aus dem Propagandaministerium. Eine erste propagandistische Meisterleistung war die Übertragung des Fackelzuges bei der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933. Damit wurde eine revolutionĂ€re Aufbruchsstimmung suggeriert. Das Ziel des Rundfunks sollte es sein, das „Volk in seiner Gesamtheit“ zu erreichen, um es mit nationalsozialistischer Propaganda „innerlich“ zu „durchtrĂ€nken“. HierfĂŒr waren zwei Dinge erforderlich: Das Programm musste breite Massen ansprechen, und diese sollten es auch empfangen können. Deshalb wurde bereits im August 1933 ein VolksempfĂ€nger zu 76 RM auf den Markt geworfen, dem kurz vor Kriegsbeginn der „Deutsche KleinempfĂ€nger“ fĂŒr nur 35 RM folgte, im Volksmund „Goebbels-Schnauze“ genannt. Die Zahl der Rundfunkteilnehmer stieg von 4,3 Millionen Anfang 1933 auf 11,5 Millionen sechs Jahre spĂ€ter.[69] Hinzu kam der Gemeinschaftsempfang in Betrieben und auf öffentlichen PlĂ€tzen. So konnten Hitler-Reden, Großereignisse wie Parteitage, aber auch die Olympischen Spiele 1936 von einem Massenpublikum verfolgt werden.[70]

Hitler und Goebbels bei der UFA am 4. Januar 1935
Dem Film galt Goebbels’ besonderes Interesse, besonders den Inhalten und der propagandistischen Ausrichtung. Ihm wurde auch nachgesagt, dass er auf eine sehr persönliche Weise Einfluss auf die Besetzung der weiblichen Rollen nahm: Dies brachte ihm den Spitznamen, der „Bock von Babelsberg“ ein – in Potsdam-Babelsberg lagen die riesigen Studios der UFA. – Bereits die DrehbĂŒcher mussten genehmigt werden, damit wurden nur sehr wenige Verbote fertiger Filme erforderlich. Überwiegend wurden scheinbar unpolitische Unterhaltungsfilme produziert, die mit zugkrĂ€ftigen Stars das Publikum anlockten. Aber es gab auch ausgesprochene Propaganda-Filme, beispielsweise „Triumph des Willens“, Leni Riefenstahls vielfach preisgekrönter Film ĂŒber den Reichsparteitag 1934, oder Veit Harlans antisemitischer Film „Jud SĂŒĂŸâ€œ. – Goebbels betrieb eine weitgehende Konzentration und Verstaatlichung bei Produktion, Verleih und Lichtspieltheatern. An seiner Macht ĂŒber die Medien konnte er sich berauschen: Im MĂ€rz 1937 notierte er:

„Wenn wir heute die UFA kaufen, sind wir der grĂ¶ĂŸte Film-, Presse-, Theater- und Rundfunkkonzern der Welt. Damit werde ich arbeiten fĂŒr das Wohl des deutschen Volkes. Welch eine Aufgabe!“

Goebbels war also ein ‚„Medienzar“, der – wenigstens in der Theorie – die gesamte deutsche Medienproduktion beherrschte. Die Kontrolle von allem, was das deutsche Volk lesen, hören und anschauen konnte, war jedenfalls nahezu total.[71]
Kundgebung mit Mussolini, Maifeld (Berlin), 28. Sept. 1937
Goebbels sah sich als Feldherr, der das Volk zur Übereinstimmung mit dem Nationalsozialismus fĂŒhrt:

„ Das ist das Geheimnis der Propaganda: den, den die Propaganda fassen will, ganz mit den Ideen der Propaganda zu durchtrĂ€nken, ohne daß er ĂŒberhaupt merkt, dass er durchtrĂ€nkt wird. 
 Wenn die anderen Armeen organisieren und Heere aufstellen, dann wollen wir das Heer der öffentlichen Meinung mobilisieren, das Heer der geistigen Vereinheitlichung, dann sind wir wirklich die Weichensteller der Zeit.[72]“

In diesem Sinn gestaltete er Großkundgebungen wie Maifeiern und Parteitage. Ausweis seines Erfolges waren ihm die Ergebnisse der „Wahlen“ und der Volksabstimmungen, bei denen freilich nur Zustimmung gefragt war.

Jedes Mal Hitler mit einem möglichst hohen Prozentsatz zu beglĂŒcken, war Goebbels’ Stolz. Er erklĂ€rte dies fĂŒr die „Stimme des Volkes“, auch wenn er die zweifellos hohen Ergebnisse noch ein wenig schönte, bis er schließlich 99 % vorweisen konnte. Und nicht nur bei diesen Gelegenheiten wurde ihm Hitlers ĂŒberschwĂ€ngliches Lob zuteil, stets sorgfĂ€ltig im Tagebuch vermerkt.[73]

„Entartete Kunst“

Der Begriff der „Entarteten Kunst“ bezog sich zunĂ€chst auf die bildenden KĂŒnste, dann aber auch auf Literatur, Theater und Musik. Dass die Kulturpolitik des „Dritten Reiches“ die Vielfalt und Lebendigkeit der Weimarer Republik abzuschneiden gedachte, wurde mit den öffentlichen BĂŒcherverbrennungen des 10. Mai 1933 offensichtlich. Aus Bibliotheken und Museen verschwanden unerwĂŒnschte Werke. Zahlreiche Journalisten, Autoren, KĂŒnstler, Musiker, Film- und Theaterleute gingen in die Emigration, andere passten sich an oder zogen sich in eine „Innere Emigration“ zurĂŒck.[74]

Ungern sah Goebbels allerdings, dass auch der deutsche Expressionismus unterdrĂŒckt werden sollte, hatte dieser ihn doch in seiner Jugend begeistert. Noch 1933 ließ er seine neue Dienstwohnung mit Bildern Emil Noldes ausstatten und wollte diesen auch weiterhin unbehelligt lassen. Jedoch beugte er sich Hitlers Kunstdiktat: In der Ausstellung „Entartete Kunst“ in MĂŒnchen im Jahr 1937 war auch Nolde unter den Verfemten. Über 16.000 Kunstwerke wurden beschlagnahmt, viele ins Ausland verkauft, Tausende wurden 1939 öffentlich verbrannt. Schließlich verbot Goebbels im November 1936 nach einem Hinweis Hitlers auch die Kunstkritik, jegliche Wertung wurde untersagt.[75]

Die Verfolgung der Juden

Nach Hitlers MachtĂŒbernahme am 30. Januar 1933 kam es an vielen Orten zu antijĂŒdischen Aktionen. Hiergegen rief der „American Jewish Congress“ zu einem Boykott deutscher Waren auf, der allerdings nicht von den Regierungen unterstĂŒtzt wurde. Jedoch waren die Folgen fĂŒr das Ansehen Deutschlands verheerend. Um der „Auslandshetze“ entgegenzuwirken, sollten am 1. April 1933 alle jĂŒdischen GeschĂ€fte und die Praxen von jĂŒdischen Ärzten und RechtsanwĂ€lten boykottiert werden. Goebbels oblag die propagandistische Vorbereitung im In- und Ausland. Die Aktion brachte nicht die erhoffte Resonanz in der Bevölkerung und wurde nicht fortgesetzt.[76]

Die Reichskulturkammer sollte Goebbels auch dazu dienen, die Juden aus dem Kulturbereich hinauszudrĂ€ngen. Dies erwies sich als viel schwieriger, als Goebbels es sich zunĂ€chst vorgestellt hatte. Seine Kriterien waren allerdings schĂ€rfer als die der Rassengesetze von 1935: Hier wurden Juden und „Halbjuden“ diskriminiert, Goebbels wollte auch „Vierteljuden“ sowie auch die mit „Halb-“ oder „Vierteljuden“ Verheirateten ausschließen. Oft waren die Juden schwer zu entbehren, so gab es eine Vielzahl von Ausnahmeregelungen, auch hinsichtlich jĂŒdischer oder „halbjĂŒdischer“ Ehepartner. Am 16. Juni 1936 beklagte er sich bei Fritz Sauckel:

„Was soll man in der Kunst machen? Die was können, sind meistens noch im alten Fahrwasser. Und unsere Jugend ist noch zu unausgereift. Man kann keine KĂŒnstler fabrizieren. Aber dieses ewige Warten in der DĂŒrre ist auch furchtbar. Aber ich werde nun wieder darangehen, das Schlechte auszujĂ€ten.“

Immer wieder meinte er am Ziel zu sein, aber noch im Juni 1939 war er mit diesem Thema beschÀftigt.[77]

Zunehmend suchte Goebbels die Juden in Deutschland und besonders in Berlin in allen Lebensbereichen zu isolieren. Er ließ den PolizeiprĂ€sidenten von Berlin, Wolf-Heinrich Graf von Helldorf, im Mai 1938 eine Denkschrift in diesem Sinne abliefern. Der SD verhinderte aber einen Alleingang eines einzelnen Gaus. Dennoch ließ Goebbels hier im Juni 1938 ĂŒber 800 Juden verhaften. Die jĂŒdischen GeschĂ€fte wurden gekennzeichnet, geschĂ€digt oder gar geplĂŒndert, Namensschilder von jĂŒdischen Freiberuflern beschmiert. Jedoch musste wegen Kritik in der Partei, möglicherweise auch von Seiten Hitlers, die Aktion abgebrochen werden. Goebbels’ erklĂ€rtes Ziel blieb es jedoch, Berlin „judenrein“ zu machen. Mit Hitler war er sich einig, dass die Juden innerhalb von zehn Jahren Deutschland verlassen haben mĂŒssten.[78] Anzubieten schien sich sogar eine ferne Insel wie Madagaskar.[79]

An den Pogromen in der sogenannten „Reichskristallnacht“ hatte Goebbels einen wesentlichen Anteil. Am 9. November, dem Jahrestag von Hitlers Putschversuch von 1923, fand in MĂŒnchen das traditionelle Treffen der ParteifĂŒhrung statt. An diesem Tag kam die Nachricht vom Tode Ernst Eduard vom Raths, auf den zwei Tage zuvor ein polnischer Jude einen Anschlag verĂŒbt hatte. Goebbels griff diese Gelegenheit auf. In einer scharfen Rede vor den anwesenden PateifĂŒhrern verwies er auf Pogrome, die an einzelnen Orten bereits stattgefunden hatten, und gab zu verstehen, dass die Partei antijĂŒdische Aktionen nicht behindern werde:

„Ich trage dem FĂŒhrer die Angelegenheit vor. Er bestimmt: Demonstrationen weiterlaufen lassen. Polizei zurĂŒckziehen. Die Juden sollen einmal den Volkszorn zu verspĂŒren bekommen. Das ist richtig. Ich gebe gleich entsprechende Anweisungen an Polizei und Partei. Dann rede ich kurz vor der ParteifĂŒhrerschaft. StĂŒrmischer Beifall. Alles saust gleich an die Telephone. Nun wird das Volk handeln.“

Goebbels sorgte also dafĂŒr, dass sich lokale Aktionen reichsweit ausdehnten. In den StĂ€dten Deutschlands wurden Tausende Synagogen und GebetshĂ€user in Brand gesteckt, jĂŒdische GeschĂ€fte demoliert, etwa 100 Juden getötet und 30.000 verhaftet. Die Polizei erhielt genaue Befehle, wie sie Juden verhaften, aber nicht misshandeln, PlĂŒnderungen verhindern, „deutsches“, also nichtjĂŒdisches Eigentum schĂŒtzen und im Übrigen die Aktionen laufen lassen sollte. ‒ Im Ausland kam es zu einem Sturm der EntrĂŒstung. Zudem musste Goebbels erkennen, dass auch weite Teile der deutschen Bevölkerung die Pogrome ablehnten.[80]

Im Beisein Goebbels’ fand am 12. November eine große Besprechung bei Göring statt. Den Juden wurde pauschal eine „Geldbuße“ von einer Milliarde auferlegt, die fĂ€lligen Versicherungsleistungen verfielen an den Staat. Aus der Wirtschaft sollten sie jetzt endgĂŒltig entfernt werden, um sie in die Auswanderung zu treiben. Ebenso wurden sie jetzt auch gesellschaftlich ausgegrenzt: Ihnen wurde der Besuch „deutscher“ Schulen verboten, von Kinos und Theatern wurden sie ausgeschlossen, Autos und MotorrĂ€der durften sie nicht mehr besitzen und der Mieterschutz wurde eingeschrĂ€nkt. FĂŒr Berlin befahl Goebbels noch schĂ€rfere Maßnahmen: Hier wurden den Juden auch SchwimmbĂ€der, Zirkus und der Zoo verboten. Jetzt begann hier auch eine Aktion, bei der jĂŒdische Mieter aus „Großwohnungen“ vertrieben wurden.[81]

Hitlers Kriegspolitik

In der Sudetenkrise forderte Hitler im Jahr 1938 die Eingliederung des ĂŒberwiegend von Deutschen bewohnten Sudetenlandes in das Deutsche Reich. Sein tatsĂ€chliches Ziel war aber die Annexion des tschechischen Teils der Tschechoslowakei. Scheinbar vorbehaltlos unterstĂŒtzte Goebbels diese Politik. Schwankend und widersprĂŒchlich war dagegen seine eigene Meinung: Fern von Hitler war er von der Furcht erfĂŒllt, dass bei einer gewaltsamen Annexion des Sudetenlandes Frankreich die BĂŒndnisverpflichtungen gegenĂŒber der Tschechoslowakei erfĂŒllen und auch England in einen Krieg eintreten wĂŒrde. Dass er Hitlers Politik fĂŒr riskant und gefĂ€hrlich hielt, vertraute er aber nur seinem Tagebuch an, seine Umgebung konnte dies kaum bemerken. In Hitlers Gegenwart aber fielen Furcht und Sorgen von ihm ab und machten einem unbedingten Vertrauen zu seinem FĂŒhrer Platz.[82]

Auf dem Höhepunkt der Krise, am 27. September, ließ Hitler eine motorisierte Division durch Berlin paradieren. Der erwartete Jubel der Bevölkerung blieb jedoch aus. Goebbels registrierte das sehr genau: Jetzt wagte er sogar ein offenes Wort zu Hitler: „Dann habe ich in der entscheidenden Stunde dem FĂŒhrer die Dinge dargelegt, wie sie sich in Tatsache verhielten. Der Vorbeimarsch der motorisierten Division am Abend des Dienstag hat ein Übriges dazu getan, um Klarheit zu schaffen ĂŒber die Stimmung im Volk. Und die war nicht fĂŒr Krieg.“[83]

In Gegenwart Hitlers schwand Goebbels’ berechtigte Kriegsfurcht und machte einem blinden Vertrauen Platz. So schrieb er am 26. September, nach einem Spaziergang im Garten der Reichskanzlei: „Der FĂŒhrer ist ein divinatorisches Genie.“ ‒ Am 1. Oktober, nach dem Ende der Krise, hatte er seine widersprĂŒchlichen GefĂŒhle noch keineswegs geordnet. Im RĂŒckblick war ihm die ĂŒberstandene Gefahr deutlich: „Wir sind alle auf einem dĂŒnnen Drahtseil ĂŒber einen schwindelnden Abgrund gegangen.“ Aber auf einen Krieg wollte er sich dennoch vorbereiten; „Jetzt sind wir wirklich wieder eine Weltmacht. Jetzt heißt es: rĂŒsten, rĂŒsten, rĂŒsten!“[84]

Trotz aller Zweifel betrieb er voller Eifer die propagandistische Begleitung der Krise: Über das AuswĂ€rtige Amt verhĂ€ngte er eine Pressezensur, damit dieses „nicht weich in den Knien“ wĂŒrde. Er ließ GrenzzwischenfĂ€lle inszenieren: „Die Presse greift sie groß auf.“ Auch durfte nichts ĂŒber die Durchfahrt der motorisierten Division berichtet werden. Und er hielt Reden, die die Unsicheren aufrichten sollten: vor Mitarbeitern seines Ministeriums, vor Chefredakteuren, vor 500 Leitern des Gaus Berlin und vor großem Publikum im Sportpalast in Berlin.[85]

Auch im Folgejahr 1939 zeigte sich dieser Zwiespalt, als Hitler den Druck auf Polen erhöhte:[86] Wiederum sah er die Situation als gefĂ€hrlich an und war von Furcht vor einem Krieg erfĂŒllt. In seiner Propaganda dagegen suchte er das deutsche Volk genau auf diesen einzustimmen. Er feierte die Wehrmacht als die „stĂ€rkste der Welt“. England stellte er als zukĂŒnftigen Angreifer dar, der mit einer Politik der „Einkreisung“ Deutschland bedrohe. Als Hitler jedoch mit dem deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt vom 24. August wenigstens fĂŒr den Augenblick die NeutralitĂ€t der Sowjetunion sicherte, sah Goebbels dies als „genialen Schachzug“.[87] Als nach dem deutschen Einfall in Polen am 2. September die englische KriegserklĂ€rung einlief, wirkte Goebbels wie „ein begossener Pudel“.[88]

Privatleben

Als Minister leistete sich Goebbels einen ĂŒppigen Lebensstil. Er sicherte sich im Juni 1933 eine Dienstwohnung und ließ sie von Albert Speer umbauen. 1936 kaufte er ein SeegrundstĂŒck auf der exklusiven Insel Schwanenwerder im Wannsee und errichtete sich hier eine Villa. Ermöglicht wurde dies durch den parteieigenen Eher-Verlag, der fĂŒr 250.000 RM Vorschuss und jĂ€hrlich weitere 100.000 RM (heutige Kaufkraft: 966.000 Euro bzw. 386.000 Euro) die Rechte an einer spĂ€teren Veröffentlichung der TagebĂŒcher erwarb.[89] 1938 zwang Goebbels seinen Nachbarn, einen jĂŒdischen Bankier, ihm sein Anwesen weit unter Wert zu verkaufen. 1936 errichtete ihm die Stadt Berlin ein Blockhaus auf einem weitlĂ€ufigen SeegrundstĂŒck in Lanke nordwestlich von Berlin, spĂ€ter kam ein Landhaus hinzu. Dorthin zog er sich oft zurĂŒck. Im Sommer 1939 genehmigte er sich eine neue prunkvolle Dienstvilla, die mehr als 3,2 Millionen RM kostete.[90]

Familie Goebbels, Datum unbekannt

Goebbels’ Ehe mit Magda verlief wechselhaft: Es gab Zeiten harmonischen Zusammenlebens, aber auch zahlreiche Krisen, bei denen auch Hitler schlichtend eingriff. Wegen der Hochzeit mit der (noch dazu geschiedenen) Protestantin wurde er von der katholischen Kirche exkommuniziert.[91]

Ab 1930 verkehrten der Schriftsteller Arnolt Bronnen und seine Frau Olga geb. Förster-Prowe mit Goebbels. Die junge, schöne Schauspielerin wurde eine der Geliebten von Goebbels. Allerdings war sie eine Agentin des NKWD und wurde von diesem unter dem Decknamen Agent A229 von 1929 bis 1935 gefĂŒhrt. Es entstand eine MĂ©nage Ă  trois von Olga - Goebbels - Bronnen [92]

1936 hatte Magda eine AffĂ€re mit Kurt LĂŒdecke, auch hier musste Hitler den Ehefrieden wieder herstellen. Zu einem tiefen ZerwĂŒrfnis kam es, als Goebbels im Herbst 1936 ein VerhĂ€ltnis mit der tschechischen Filmschauspielerin LĂ­da BaarovĂĄ einging. Er zeigte sich mit ihr in der Öffentlichkeit und gedachte, mit ihr eine neue Ehe einzugehen. Magda suchte indessen Trost bei Goebbels’ StaatssekretĂ€r Karl Hanke. Hitler ordnete im Oktober 1938 an, die Ehe aufrechtzuerhalten. Denn Goebbels' Familie wurde in den Medien als nationalsozialistische Musterfamilie dargestellt. Zudem hatte Magda stets Hitlers Ohr. Ergeben trennte sich Goebbels von seiner Geliebten. Erst im August 1939 fand das Paar wieder zueinander. Jedenfalls wurde im Oktober 1940 ihr sechstes Kind, Heide, das „Versöhnungskind“ geboren.[93]

Zweiter Weltkrieg

Kriegspropaganda

Organisation

Goebbels mit den Chefs der Propagandakompanien der drei Wehrmachtsteile im Propagandaministerium in Berlin am 28. Januar 1941
Schon vor Kriegsbeginn wurde eine Organisation fĂŒr eine wirksame Kriegspropaganda geschaffen. Um zeitnahe und lebendige Frontberichte, auch Filme und Fotos zu erhalten, gab es Propagandakompanien in einer GesamtstĂ€rke von 15.000 Mann. Sie unterstanden dem Oberkommando der Wehrmacht, arbeiteten jedoch eng mit dem Propagandaministerium zusammen. ‒ Die amtliche Informationsquelle ĂŒber das Kriegsgeschehen war der tĂ€gliche Wehrmachtbericht, der jeweils von Hitler freigegeben wurde. Auch hier konnte das Propagandaministerium bei der Formulierung mitwirken.[94] – Zur tĂ€glichen Steuerung der Medien gab es im Propagandaministerium drei aufeinanderfolgende Konferenzen:
  • Die „Ministerkonferenz“, geleitet von Goebbels selbst, ab Juni 1940 um 11 Uhr. An ihr nahmen zunĂ€chst nur die Leiter der politischen Abteilungen des Propagandaministeriums teil, spĂ€ter kamen Vertreter anderer Dienststellen und der Wehrmacht hinzu. Insgesamt waren es schließlich 50 Teilnehmer. Goebbels, bereits durch die in- und auslĂ€ndische Presse und einen vorlĂ€ufigen Wehrmachtbericht hervorragend informiert, gab bekannt, welche Schwerpunkte die Tagespropaganda setzen sollte, was eher beilĂ€ufig behandelt oder gar verschwiegen werden sollte, schließlich, wie auf die gegnerische Presse zu reagieren war.
  • Ab November 1940 folgte um 11:30 Uhr die „Tagesparolen-Konferenz“, bei der unter Leitung des Pressechefs der Reichsregierung Otto Dietrich oder dessen Vertreters eine „Tagesparole“ verlesen wurde. Diese war zuvor von Dietrich nach Weisungen Hitlers formuliert worden und bestimmte die Aufmachung der deutschen Presse. Hier erschienen diejenigen Teilnehmer der Ministerkonferenz, die fĂŒr die Inlandspresse zustĂ€ndig waren.
  • Schließlich gab es um 12:00 oder 12:30 Uhr die Reichspressekonferenz, bei der die Berliner Vertreter der Inlandspresse mit der Tagesparole vertraut gemacht wurden. Die Provinzpresse erhielt ihre Weisungen ĂŒber „Presse-Rundschreiben“ oder „Vertrauliche Informationen.

Da Dietrich sich stĂ€ndig in Hitlers Umgebung befand, konnte er mit der Tagesparole gelegentlich Goebbels ĂŒberspielen, jedenfalls bis Ende 1942. FĂŒr die Auslandspropaganda beanspruchten sowohl Goebbels als auch Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop die ZustĂ€ndigkeit. Nachdem Hitler beide am 7. September 1939 vergeblich aufgefordert hatte, sich zu einigen, „legte [er] am nĂ€chsten Tag schriftlich einen FĂŒhrerbefehl nieder, in dem es hieß, auf dem ‚Gebiet der außenpolitischen Propaganda [...] erteilt die allgemeinen Richtlinien der Reichsaußenminister’“.[95] Auf dieser Grundlage gab der Pressechef des AuswĂ€rtigen Amtes Paul Karl Schmidt tĂ€gliche Pressekonferenzen fĂŒr die Vertreter der Auslandspresse.[96] Doch Goebbels veranstaltete fĂŒr die gleichen Personen eine „Abendkonferenz“.[97]

Der Auslandsrundfunk wurde stark ausgebaut: Schließlich gab es Nachrichtensendungen in 53 Sprachen. Die KriegfĂŒhrung im Westen wurde durch Geheimsender unterstĂŒtzt, die beispielsweise wĂ€hrend des Frankreich-Feldzuges im FrĂŒhsommer 1940 Verwirrung in der Bevölkerung stiften sollten. ‒ Besonders der Wochenschau – Pflichtbestandteil eines jeden Kinoprogramms ‒ galt Goebbels besonders Augenmerk, und dies nicht nur wegen der intensiven Wirkung, sondern auch, weil Hitler diese persönlich begutachtete, wenigstens in den ersten Kriegsjahren.[98]

Ab Mai 1940 gab Goebbels die Wochenzeitung „Das Reich“ heraus. Sie sollte die Intelligenz im In- und Ausland erreichen und war hierbei sehr erfolgreich; die Auflage stieg bis 1944 auf 1,4 Millionen. Der Tagesparole musste dieses Blatt nicht folgen. Platte Propaganda wurde vermieden. Jede Woche schrieb Goebbels den Leitartikel und hatte damit sein persönliches Forum.[99]

Mit diesen Mitteln konnte die Propaganda in umfassender Weise gesteuert werden. Dennoch gab es unabhĂ€ngige Informationsquellen, die ein Informationsmonopol vereitelten: Die Kriegslage wurde auch durch Briefe und Berichte der Frontsoldaten bekannt. Den Bombenkrieg erlebten die GroßstĂ€dter in eigener Anschauung. Schließlich war das Abhören der "Feindsender" zwar bei Todesstrafe verboten, ließ sich aber nicht verhindern. Besonders die englische BBC genoss Vertrauen.[100]

Inhalte

ZunĂ€chst ging es darum, die Schuld am Kriegsausbruch nicht etwa Hitlers Expansionspolitik, sondern den westlichen „Plutokratien“ zuzuschieben, welche Deutschland in seinen legitimen Interessen behinderten. Mit dem Einmarsch in die Sowjetunion lebte die antisowjetische Propaganda wieder auf, die 18 Monate lang ausgesetzt worden war. Der östliche Gegner wurde als barbarische Horde dargestellt, brutal und GrĂ€ueltaten verĂŒbend. Die Ausstellung „Das Sowjet-Paradies“ ab Mai 1942 zog nach offiziellen Angaben mehr als eine Million Besucher an. Zunehmend erschien das Judentum als der eigentliche Gegner, womit die antiwestliche und die antisowjetische Propaganda ein ĂŒbergeordnetes Feindbild erhielten.[101]

Im Übrigen reagierte die Propaganda auf den Kriegsverlauf. Goebbels war entsetzt, als Dietrich vor der Presse im Oktober 1941 die Sowjetunion fĂŒr besiegt erklĂ€rte – aber so hatte sich kurz zuvor auch Hitler geĂ€ußert; Goebbels jedenfalls wollte zu diesem Zeitpunkt keine Siegeseuphorie.[102] Als der Vormarsch im Osten im SpĂ€therbst 1941 ins Stocken geriet, war dann von einem raschen Zusammenbruch der Sowjetunion nicht mehr die Rede. Als Goebbels jedoch im Mai 1942 wieder von Siegesgewissheit erfĂŒllt war, malte er in verlockenden Farben eine deutsche Ostsiedlung aus. Dass die 6. Armee im November 1942 in Stalingrad eingekesselt wurde, ließ er das deutsche Volk jedoch erst im Januar 1943 wissen.[103]

Von da ab wurde die Propaganda defensiv. Der Kampf im Osten wurde als Verteidigung Europas dargestellt. Gefordert wurden Durchhalten, verstĂ€rkte Kriegsanstrengung und Ă€ußerster Verzicht. In dĂŒsteren Farben wurden die Folgen einer Niederlage ausgemalt: die ZerstĂŒckelung Deutschlands, das HinabdrĂŒcken in ein Sklavendasein, die Verschleppung von Millionen nach Sibirien. Das bis heute nicht aufgeklĂ€rte inszenierte oder echte Massaker von Nemmersdorf, einem Dorf in Ostpreußen, im Oktober 1944 gab der Propaganda noch einmal ein aufrĂŒttelndes Thema.[104]

VorĂŒbergehende Hoffnung sollte der U-Boot-Krieg bringen, der aber 1943 abgebrochen werden musste. Im selben Jahr wurden dann neuartige Wunderwaffen angekĂŒndigt. Viele erwarteten, dass diese Waffen eine Kriegswende herbeifĂŒhren wĂŒrden. Als sie schließlich ab Juni 1944 eingesetzt wurden, bewirkten sie jedoch wenig. Schließlich wurde auch Hitler als Garant des Sieges hingestellt, was aber angesichts der fortdauernden Niederlagen unglaubwĂŒrdig wurde.[105]

Das missglĂŒckte Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 bot der Propaganda noch einmal willkommenes Material – wieder konnte sie den „FĂŒhrer“ der Deutschen als von der Vorsehung begĂŒnstigt hinstellen. Goebbels' Rolle bei der Niederschlagung des Putsches wird oft ĂŒberschĂ€tzt.[106] Sechs Tage nach dem gescheiterten Attentat erlĂ€uterte Goebbels in einer Radiorede an das Volk die nĂ€heren UmstĂ€nde des Attentats aus seiner Sicht.[107]

Zu Beginn des Krieges hatte Goebbels sich vorgenommen, mit seiner Propaganda dafĂŒr zu sorgen, dass „das Volk halten“ wĂŒrde. Die Novemberrevolution von 1918 durfte sich also nicht wiederholen.[108] Dies hat er erreicht: Der Krieg endete erst mit dem totalen Zusammenbruch Deutschlands.

Vernichtung der europÀischen Juden

Goebbels’ Ziel war es, die Juden aus Deutschland, vorrangig aus Berlin zu entfernen. Erste Planungen hierzu ließ er Mitte 1940 erstellen. Allerdings sollten diese erst nach dem Krieg verwirklicht werden. Im Sommer 1941 versuchte er, dies bereits wĂ€hrend des Krieges zu erreichen. Hitler lehnte jedoch ab. Aber es gelang Goebbels, im August 1941 bei Hitler durchzusetzen, dass die Juden den Judenstern tragen mussten und damit stets als Ausgegrenzte erkennbar waren. Zudem wurden ihre Lebensmittelrationen reduziert und auch die Wohnungen ließ Goebbels markieren.[109]

Im Oktober 1941 begannen dann die ersten Deportationen in den Osten. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Vernichtungslager eingerichtet. Die Abtransporte aus Berlin gerieten jedoch ins Stocken. Der am 8. Februar 1942 zum Reichsminister fĂŒr Bewaffnung und Munition ernannte Albert Speer wollte die in RĂŒstungsbetrieben beschĂ€ftigten Juden und deren Familien nicht freigeben. Hitler entschied in dieser Frage nicht – trotz Goebbels’ wiederholten DrĂ€ngens. Erst unter dem Eindruck der Niederlage von Stalingrad gelang es Goebbels im Januar 1943, Hitler umzustimmen. Im MĂ€rz 1943 waren fast alle Juden aus Berlin deportiert.[110]

In den Entscheidungsgang zur Ermordung der europĂ€ischen Juden war Goebbels nicht eingebunden, er war auch nicht ĂŒber sie informiert. Von den Vernichtungslagern erfuhr er erst am 27. MĂ€rz 1942 und vermerkte in seinem Tagebuch:

„Aus dem Generalgouvernement werden jetzt, bei Lublin beginnend, die Juden nach dem Osten abgeschoben. Es wird hier ein ziemlich barbarisches und nicht nĂ€her zu beschreibendes Verfahren angewandt, und von den Juden selbst bleibt nicht mehr viel ĂŒbrig. [
] An den Juden wird ein Strafgericht vollzogen, das zwar barbarisch ist, das sie aber vollauf verdient haben. Die Prophezeiung, die der FĂŒhrer ihnen fĂŒr die HerbeifĂŒhrung eines neuen Weltkrieges mit auf den Weg gegeben hat, beginnt sich in der furchtbarsten Weise zu verwirklichen.“

Mit Stolz blickte er im April 1943 auf die Judenvernichtung zurĂŒck:

„Ich bin der Überzeugung, dass ich mit der Befreiung Berlins von den Juden eine meiner grĂ¶ĂŸten politischen Leistungen vollbracht habe.[111]“

Totaler Krieg

Schon im Herbst 1942 sah Goebbels die Kriegsanstrengungen als unzureichend an. Er forderte einen „Totalen Krieg“, also einen bis zum Äußersten gesteigerten Kriegseinsatz der Bevölkerung. Er stellte sich vor, dass dieser eine Erhöhung der militĂ€rischen Leistung um 10 bis 15 % bringen könnte. Dies hĂ€tte allerdings nicht entfernt ausgereicht, um die alliierte Überlegenheit auszugleichen ‒ aber das wollte er nicht wahrnehmen. Als dann im Dezember 1942 die deutsche Niederlage in der Schlacht von Stalingrad offensichtlich wurde, erhielt der Leiter der Partei-Kanzlei, Martin Bormann, den Auftrag, mit Goebbels die „Frage der totalen KriegfĂŒhrung“ durchzusprechen. Um sie zu verwirklichen, setzte Hitler einen „Dreierausschuss“ ein, bestehend aus Bormann, dem Leiter der Reichskanzlei, Hans Heinrich Lammers, und dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Wilhelm Keitel. Goebbels gehörte diesem Ausschuss also nicht an, jedoch sollte enges Einvernehmen mit ihm gewahrt bleiben.[112]

Großkundgebung am 18. Februar 1943 in dem mit Hakenkreuzfahnen und dem Transparent „Totaler Krieg – kĂŒrzester Krieg“ ausgestatteten Berliner Sportpalast

Die Probleme stellten sich dann als viel grĂ¶ĂŸer heraus als gedacht. An der Front fehlten nicht eine halbe Million Soldaten, sondern zwei. Es gelang Goebbels zwar, einige Luxusrestaurants zu schließen, aber im Übrigen kamen wirklich einschneidende Maßnahmen nicht zustande, weder eine konsequente Arbeitspflicht fĂŒr Frauen noch eine fĂŒhlbare Vereinfachung der Verwaltung. Auch die ĂŒbrigen Gauleiter waren nicht gewillt, ihren Lebensstil den ZeitumstĂ€nden anzupassen. Hitler zeigte sich zwar im GesprĂ€ch mit Goebbels radikalen Maßnahmen zugeneigt, wollte dann aber doch keine ergreifen. Um eine allgemeine Mobilisierung, zumal der Gauleiter, zu erreichen, veranstaltete Goebbels am 18. Februar 1943 eine große Kundgebung im Berliner Sportpalast. In einer meisterhaften Inszenierung vor ausgesuchtem Publikum erhielt er bei seiner Sportpalastrede eine stĂŒrmische Zustimmung fĂŒr die geforderten radikalen Maßnahmen. Aber die gewĂŒnschten Kompetenzen zu deren Umsetzung konnte Goebbels nicht erhalten, auch wenn Hitler von der Rede begeistert war.[113]

Im Mai 1943 war Goebbels resigniert. Er sah Hitler völlig von seinen militĂ€rischen Aufgaben beansprucht. Die Innenpolitik, damit meinte er den Totalen Krieg, werde vernachlĂ€ssigt. Auch war er unzufrieden mit der Außenpolitik – er hĂ€tte Hitler gern zu einem Separatfrieden bewogen. Schließlich sah er die unterdrĂŒckende Besatzungspolitik im Osten als unproduktiv und gefĂ€hrlich an. Auch seine eigene Propaganda „zĂŒndete“ nicht mehr. Hitler solle statt dessen mit einer Rede vor das Volk treten, aber er lehnte dies in einer Zeit der Misserfolge ab. Damit traf Goebbels’ Kritik drei zentrale Bereiche des politischen Handelns. Deswegen Hitler die Gefolgschaft aufzukĂŒndigen, kam ihm nie in den Sinn.[114]

Im Sommer 1944 war die militĂ€rische Lage verzweifelt. Die Landung der Westalliierten in Frankreich, begonnen am 6. Juni 1944, war geglĂŒckt. Zudem war in den Monaten Juli und August die Heeresgruppe Mitte durch eine gewaltige Offensive der Roten Armee ĂŒberrannt worden, eine Niederlage weit grĂ¶ĂŸer und folgenreicher als die von Stalingrad. In dieser Situation erneuerte Goebbels seinen Vorstoß hinsichtlich des Totalen Krieges, unterstĂŒtzt von Albert Speer. Am 25. Juli wurde er zum „GeneralbevollmĂ€chtigten fĂŒr den totalen Kriegseinsatz“ mit Vortragsrecht bei Hitler und umfassenden Vollmachten ernannt.[115]

Goebbels wollte den Staatsapparat umbauen und eine Million Soldaten liefern. Bald stellte sich jedoch heraus, dass letzteres stark zu Lasten der RĂŒstungsindustrie gehen wĂŒrde. Dies fĂŒhrte zu langwierigen und erbitterten Auseinandersetzungen mit Speer. Goebbels sah sich mit Hitler in der Forderung einig, es gehe um „Soldaten und Waffen“, Speer dagegen beharrte darauf, nur „Soldaten oder Waffen“ seien erreichbar. Hitler gab Goebbels zwar recht, entschied aber dennoch nicht gegen Speer. Beide Seiten fanden VerbĂŒndete: Goebbels mit Bormann und den meisten Gauleitern, Speer mit GenerĂ€len, aber ebenfalls mit einigen Gauleitern – zu Goebbels' Verdruss. Endlich, am 1. Dezember 1944, beschlossen beide, sich nicht mehr von Hitler in diese Positionen drĂ€ngen zu lassen. Hitler sollte jetzt selbst entscheiden, wie viele Soldaten und wie viele Waffen er haben wollte. Indessen hatten beide in diesem Gegeneinander Leistungen erbracht, die sonst kaum möglich gewesen wĂ€ren: Goebbels konnte zwischen Juli und Oktober 1944 fast 700.000 Wehrpflichtige einziehen lassen. Gleichzeitig erreichte der BeschĂ€ftigtenstand in der RĂŒstungsindustrie im Oktober mit ĂŒber 6,2 Millionen einen Höchststand, bevor er dann wieder absank.[116]

Goebbels und der „Endsieg“

1939 sah Goebbels einem Krieg gegen England und Frankreich mit Besorgnis entgegen.

„Kommt es wirklich zum Weltkrieg, was wir alle nicht hoffen, dann wird die Lage ernst, aber nicht hoffnungslos.[117]“

ZunĂ€chst kamen aber gewaltige deutsche Siege, in Polen, Norwegen, Frankreich, auf dem Balkan und am Anfang auch in der Sowjetunion. Goebbels triumphierte. Als jedoch im Winter 1941 der deutsche Vormarsch abbrach und eine Katastrophe nur knapp vermieden werden konnte, sah er die Kriegsaussichten skeptisch. Als im Sommer 1942 die Wehrmacht zum Kaukasus und nach Stalingrad vorrĂŒckte, war er wieder euphorisch. Nach der Niederlage von Stalingrad im Winter 1942/43 konnte er sich jedoch einen deutschen Sieg kaum noch vorstellen. Dies ist nur aus seinen TagebĂŒchern abzulesen, nicht aus seiner Propaganda.[118]

Immer wieder neuen Mut schöpfte er aus den GesprĂ€chen mit Hitler. Etwa monatlich suchte er ihn in seinem Hauptquartier auf. Nach Erledigung der TagesgeschĂ€fte folgte nach Mitternacht ein vertrauliches GesprĂ€ch unter vier Augen, das oft bis zum frĂŒhen Morgen dauerte. Jetzt vermochte Hitlers stets gezeigte Siegeszuversicht auch Goebbels einzufangen. Kritiklos ĂŒbernahm er vorĂŒbergehend Hitlers Illusionen. So glaubte er im Dezember 1944, dass die Ardennenoffensive zu einem gewaltigen deutschen Sieg, einem „Cannae von unvorstellbaren Ausmaßen“ fĂŒhren wĂŒrde. Indessen waren Treibstoff und Munition knapp, und die Unterlegenheit in der Luft war hoffnungslos. In diesem Augenblick tat er dies als unwichtig ab. ‒ Nach den GesprĂ€chen mit Hitler diktierte er oft fĂŒr sein Tagebuch: „Alle Akkus sind nun wieder aufgeladen.“ Die RealitĂ€t machte aber rasch wieder ihre Rechte geltend und ließ die vorherige Skepsis wieder aufleben. – Dieses Handeln und Denken auf nicht zu vereinbarenden widersprĂŒchlichen Ebenen ist fĂŒr Goebbels bezeichnend. In seinen TagebĂŒchern findet sich aber kein Hinweis darauf, dass ihm dieser innere Rollenkonflikt jemals zum Problem wurde.[119]

Selbstmord

Goebbels gratuliert minderjÀhrigem KÀmpfer in Lauban (9. MÀrz 1945)
Goebbels Selbstmord kĂŒndigte sich schon lange an, erstmals im Juni 1943. Sogar in einem Leitartikel vom Oktober 1944 schrieb er: „Nichts wĂ€re leichter, als persönlich von einer solchen Welt Abschied zu nehmen.“ Am 28. Februar 1945 erklĂ€rte er in einer Rundfunkansprache, bei einer Niederlage mit seinen Kindern in den Tod gehen zu wollen. Folgerichtig ließ er sich von Hitler im MĂ€rz 1945 genehmigen, bei einer Belagerung mit seiner Familie in Berlin bleiben zu können. Als Hitler ihm am 28. April 1945 dennoch befahl, Berlin zu verlassen, weigerte er sich: Er könne „den FĂŒhrer in seiner schwersten Stunde“ nicht allein lassen. Sein Tod sollte zudem ein Opfer fĂŒr die Zukunft Deutschlands sein, wie er an Harald Quandt, den Sohn seiner Ehefrau aus erster Ehe, schrieb:

„Deutschland wird diesen schrecklichen Krieg ĂŒberleben, aber nur, wenn es Beispiele hat, die seinen Wiederaufbau leiten. [...] Die Stunde wird kommen, wo wir sauber und unbefleckt dastehen werden vor der Welt, so sauber und unbefleckt, wie unser Glaube und unser Ziel immer gewesen sind.“

Damit knĂŒpfte er an die Opfergedanken aus seiner Jugend an.[120]

Aber untergehen wollte er nicht allein. Am 1. Februar 1945 erklĂ€rte er Berlin zur Festung und ließ die Stadt in Verteidigungszustand bringen. Seinen Selbstmord wollte er blutig inszenieren: Er sei „fest entschlossen, [
] dem Feind eine Schlacht zu liefern, wie sie einzig in der Geschichte dieses Krieges dastehen soll.“ Dieser Endkampf um Berlin dauerte vom 16. April bis zum 1. Mai und war fĂŒr beide Seiten außerordentlich verlustreich. Die Angreifer verloren ĂŒber 350.000 Mann, die deutschen Verluste sind nur zu schĂ€tzen, die Zahl allein der Toten betrug etwa 100.000.[121]

Am 22. April zog er mit seiner Familie in Hitlers Bunker bei der Reichskanzlei. Am 29. April um 1 Uhr morgens fungierte er als Trauzeuge, als Hitler mit Eva Braun die Ehe schloss. Sodann ernannte Hitler ihn zum Reichskanzler. Einen Tag spĂ€ter begingen die NeuvermĂ€hlten Selbstmord. Wiederum einen Tag spĂ€ter, am 1. Mai, ersuchte Goebbels die Sowjetunion um einen Waffenstillstand. Stalin beharrte jedoch auf einer bedingungslosen Kapitulation. Goebbels gab auf. Seine Ehefrau Magda ließ die Kinder mit Zyankali umbringen, vielleicht gab auch sie selbst ihnen das Gift. Dann gaben sich beide auf dieselbe Art den Tod. Unklar ist, ob Goebbels sich außerdem erschoss. Ihre Leichen, halb verkohlt, wurden von den Sowjets vor dem Bunkerausgang gefunden und spĂ€ter nach Moskau gebracht.[122]

TagebĂŒcher

Goebbels fĂŒhrte seit Oktober 1923 regelmĂ€ĂŸig Tagebuch, insgesamt etwa 6000–7000 handgeschriebene Seiten und 50.000 diktierte Seiten in Maschinenschrift. Nach dem Einmarsch der Roten Armee wurden diese BestĂ€nde der Berliner Reichskanzlei auseinandergerissen: Aus Fragmenten entstanden 1948, 1960 und 1977 Ausgaben der TagebĂŒcher aus den Jahren 1942–43, 1925–26 und 1945. Etwa ein Drittel der gesamten TagebĂŒcher gelangte 1969 auf Mikrofilm aus der Sowjetunion in die DDR, wo daraufhin in den TrĂŒmmern der Reichskanzlei ein Großteil des Restes gefunden, aber geheimgehalten wurde, bis er 1972 in die Bundesrepublik verkauft wurde. Alle handgeschriebenen Fragmente waren die Grundlage der von Elke Fröhlich im Auftrag des Instituts fĂŒr Zeitgeschichte (IfZ) herausgegebenen vierbĂ€ndigen Edition unter dem Titel Die TagebĂŒcher von Joseph Goebbels. SĂ€mtliche Fragmente (1987).[123]

Nach dem Ende des Kalten Krieges entdeckte Elke Fröhlich 1992 in Moskauer Archiven die Glasplatten, auf denen Joseph Goebbels seine Tagebuch-Texte in einer Vorform des Mikrofiche-Verfahrens hatte sichern lassen. Die damit zwischen 1992 und 2005 in 29 BĂ€nden veröffentlichte Edition der TagebĂŒcher von Joseph Goebbels grenzt an eine Gesamtausgabe, denn sie enthĂ€lt alle aufgefundenen Tagebuchtexte, fast 98 Prozent des von Goebbels geschriebenen und diktierten Tagebuchmaterials. 2007 wurde die Edition mit einem Geographischen Register und Personenregister fortgesetzt. Die TagebĂŒcher bedĂŒrfen, wie alle PrimĂ€rquellen, stets der Quellenkritik und der Interpretation. Insgesamt aber nehmen sie innerhalb des reichen Quellenmaterials zur Geschichte des Nationalsozialismus als ein â€žĂŒber zwei Jahrzehnte hinweg kontinuierlich gefĂŒhrtes Selbstzeugnis eines NS-Spitzenpolitikers“, wie der Historiker Hans GĂŒnter Hockerts 1999 formulierte, eine „singulĂ€re Stellung“ ein.[124] Die Reflexion ĂŒber die Grundgedanken der nationalsozialistischen Weltanschauung bezieht sich oft auf diese TagebĂŒcher. So werden etwa in der Germanistik[125] und in der Philosophie[126] die darin enthaltenen Bezugnahmen auf das Nibelungenlied verwertet.

FĂŒr den Historiker und Goebbels-Experten Bernd Sösemann ist jedoch auch 2008 die Herausgabe der Goebbels-TagebĂŒcher durch mangelnde Quellenkritik geprĂ€gt und genĂŒgt „weitgehend nicht den AnsprĂŒchen, die in konzeptioneller, methodischer und sachlicher Hinsicht an eine wissenschaftliche Edition zu stellen sind“.[127] Schon 2002 hatte Sösemann bemĂ€ngelt, das Institut fĂŒr Zeitgeschichte habe, um die schnelle Herausgabe der TagebĂŒcher zu ermöglichen, zweifelhafte „Vereinbarungen mit dem Goebbels-Verehrer François Genoud“ getroffen.[128]

2010 betont Goebbels-Biograph Peter Longerich die herausragende Bedeutung der TagebĂŒcher in Bezug auf "Einblicke in das Innere des nationalsozialistischen MachtgefĂŒges" und ihre Korrektheit, was Terminangaben, Treffen mit anderen Personen und auch die Kerninhalte seiner „Aufzeichnungen von GesprĂ€chen“ betrifft.[129] Doch besteht nach Longerich die Hauptproblematik der TagebĂŒcher darin, dass sie „den bewussten Versuch des Propagandisten Goebbels darstellen, eine Hauptquelle fĂŒr eine spĂ€ter zu schreibende Geschichte des Nationalsozialismus zu schaffen und dabei insbesondere die kĂŒnftige Interpretation seiner eigenen historischen Rolle massiv zu beeinflussen, wenn nicht zu kontrollieren“.[130] Diese Auffassung hatte bereits 1949 Anton Ritthaler in einer Rezension der ersten Tagebuch-Ausgabe (1942/43) vertreten, die er als „Nachrichten und Betrachtungen [ansah], die schon im Augenblick der Abfassung auf spĂ€tere Veröffentlichung abgestellt worden sind. Sich selbst eines Tages nach glĂŒcklich ĂŒberstandener Gefahr als den ĂŒberlegenen Rechner, den unermĂŒdlichen KĂ€mpfer, den unentwegten Bewunderer des FĂŒhrers, kurz: als den Fels in der Brandung vorzufĂŒhren,“ sei Goebbels Absicht gewesen, so dass die Inhalte stark in diese Richtung stilisiert seien.[131] In ihrer Dissertation 2008 zu den Goebbels-TagebĂŒchern 1938 und 1939 kommt die Historikerin Angela Hermann zu dem Schluss, diese wĂŒrden die Ereignisse im Wesentlichen so wiedergeben, wie es Goebbels’ Informationsstand entsprach.[132]

Kinder

  • Helga Susanne, genannt Helga, * 1. September 1932, † 1. Mai 1945
  • Hildegard Traudel, genannt Hilde, * 13. April 1934, † 1. Mai 1945
  • Helmut Christian, genannt Helmut, * 2. Oktober 1935, † 1. Mai 1945
  • Holdine Kathrin, genannt Holde, * 19. Februar 1937, † 1. Mai 1945
  • Hedwig Johanna, genannt Hedda, * 5. Mai 1938, † 1. Mai 1945
  • Heidrun Elisabeth, genannt Heide, * 29. Oktober 1940, † 1. Mai 1945

1939 ließ Goebbels seine Kinder in einem Film auftreten, der die Euthanasie Behinderter propagieren sollte. Seine Kinder werden dort als positiver Kontrast zu den als abstoßend dargestellten Behinderten gezeigt.

Allein 1942 sah man die Goebbels-Kinder vierunddreißigmal in den Wochenschauen, in denen sie jedes Mal das familiĂ€re Idyll prĂ€sentierten. So sangen sie dem Vater zu seinem 45. Geburtstag ein StĂ€ndchen, halfen ihrer Mutter beim WĂ€scheaufhĂ€ngen oder spielten ganz einfach im Garten.

1942/1943, als Goebbels kaum noch Kriegserfolge melden konnte, setzte er fast vollstĂ€ndig auf Durchhalteparolen und Familien-Propaganda. So schickte er seine Frau Magda Ende 1944 noch zusammen mit den beiden Ă€ltesten Töchtern in ein Kriegslazarett, wo sie fĂŒr die Wochenschau Verwundete pflegen sollten. FĂŒr die Töchter, erst zwölf und zehn Jahre alt, war es ein Schock, Verwundete sehen zu mĂŒssen, die zum Teil verstĂŒmmelt waren. Daraufhin verzichtete Goebbels auf solche Propaganda.

Goebbels-Vergleiche

Goebbels steht bis heute weltweit fĂŒr zynische, hemmungslose Propaganda. Bereits sein Biograph Helmut Heiber schrieb: „Vielleicht wird [...] von Joseph Goebbels nicht mehr im Bewußtsein der Nachwelt bleiben als sein zur Denunziations-Stereotype gewordener Name“. RegelmĂ€ĂŸig kommt es zu Goebbels-Vergleichen, mit denen politische Gegner aufgrund ihres Auftretens oder ihrer Methoden rhetorisch diskreditiert werden sollen.[133] Unter anderem wurde die Analogie eingesetzt von:[134]

Siehe auch

Werke

Publizierte Texte (Auswahl)

  • Das kleine abc des Nationalsozialisten (1925)
  • Lenin oder Hitler? Eine Rede. (1926)
  • Die zweite Revolution, Briefe an Zeitgenossen (1926)
  • Wege ins dritte Reich, Briefe und AufsĂ€tze fĂŒr Zeitgenossen (1927)
  • Michael. Ein deutsches Schicksal in TagebuchblĂ€ttern (Roman, 1929)
  • Vom Proletariat zum Volk (1932)
  • Vom Kaiserhof zur Reichskanzlei (1934)
  • Der Faschismus und seine praktischen Ergebnisse. Reihe: Deutsche Hochschule fĂŒr Politik, Schriften Heft 1, Junker und DĂŒnnhaupt 1934. Vorwort Paul Meier-Benneckenstein, PrĂ€sident der DHfP (Rede des G. in der "Hochschule")
  • Kampf um Berlin (1934)
  • Signale der neuen Zeit (1934)
  • Kommunismus ohne Maske.[138]
  • Der Angriff. AufsĂ€tze aus der Kampfzeit (1935)
  • Die Zeit ohne Beispiel (1942)
  • Das Eherne Herz (1943)
  • Der steile Aufstieg (1944)

Nicht publizierte Texte (Auswahl)

  • Der Lenz und ich und Du (Gedichte, o. J.)
  • Der Mutter Gebet. Ein Idyll aus dem Kriege (o. J.)
  • Bin ein fahrender SchĂŒler, ein wĂŒster Gesell (Novelle, 1917)
  • Judas Iscariot (Drama, 1918)
  • Heinrich KĂ€mpfert (Drama, 1919)
  • Die Saat (Drama, 1920)
  • Wilhelm von SchĂŒtz als Dramatiker. Ein Beitrag zur Geschichte der Romantischen Schule (Dissertation, 1921)
  • Der Wanderer, Ein Spiel in einem Prolog, elf Bildern und einem Epilog von Joseph Goebbels. Dem anderen Deutschland geschrieben 1923 begonnen, Fragment. 1927 aufgefĂŒhrt.
  • Michael Voormann: Ein Menschenschicksal in TagebuchblĂ€ttern. (Roman, 1924)

TagebĂŒcher

Literatur

  • Siegfried Becker: Ein Nachlaß im Streit. Anmerkungen zu den Prozessen ĂŒber die TagebĂŒcher von Joseph Goebbels. In: Friedrich P. Kahlenberg (Hrsg.): Aus der Arbeit der Archive. BeitrĂ€ge zum Archivwesen, zur Quellenkunde und zur Geschichte. Festschrift fĂŒr Hans Booms. Boldt, Boppard 1989, ISBN 3-7646-1892-2, S. 270–286.
  • Christian Baier: Joseph. Ein deutsches Schicksal. Verlag Der Apfel. Wien 2001, ISBN 3-85450-133-1
  • Claus-Ekkehard BĂ€rsch: Erlösung und Vernichtung: Dr. phil. Joseph Goebbels; zur Psyche und Ideologie eines jungen Nationalsozialisten 1923–1927. Boer, MĂŒnchen 1987, ISBN 3-924963-18-5
  • Christian T. Barth: Goebbels und die Juden. Schöningh, Paderborn [u. a.] 2003, ISBN 3-506-70579-2[139]
  • Jörg von Bilavsky: Joseph Goebbels. Rowohlt, Reinbek 2009. ISBN 978-3-499-50489-1 (Rowohlts Monographien).[140]
  • Joachim C. Fest: Joseph Goebbels oder „Canaille Mensch“. In: Das Gesicht des Dritten Reiches. Profile einer totalitĂ€ren Herrschaft. 11. Auflage. Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1993, ISBN 3-492-11842-9, S. 119–139
  • Iring Fetscher: Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast 1943. „Wollt ihr den totalen Krieg?“ EuropĂ€ische Verlags-Anstalt, Hamburg 1998, ISBN 3-434-50431-1
  • Petra Fohrmann: Die Kinder des Reichsministers. Erinnerungen einer Erzieherin an die Familie Goebbels 1943–1945. Mit erstmals veröffentlichten Privatfotos und Briefen der Familie Goebbels. Fohrmann, Swisttal 2005, ISBN 3-9810580-1-1.
  • Peter Gathmann/Martina Paul: Narziss Goebbels. Eine psychohistorische Biografie. Böhlau, Wien 2009. ISBN 978-3-205-78411-1.[140]
  • Lutz Hachmeister & Michael Kloft (Hrsg.): Das Goebbels-Experiment. DVA, MĂŒnchen 2005, ISBN 3-421-05879-2
  • Helmut Heiber: Joseph Goebbels. Colloquium Verlag, Berlin 1962; zuletzt dtv, MĂŒnchen 1988, ISBN 3-423-010957-2 (formal falsche ISBN)
  • Angela Hermann: „In 2 Tagen wurde Geschichte gemacht“. Über den Charakter und Erkenntniswert der Goebbels-TagebĂŒcher. Stuttgart 2008, ISBN 978-3-9809603-4-2.
  • Ulrich Höver: Joseph Goebbels. Ein nationaler Sozialist. Bouvier Verlag, Bonn [u. a.] 1992, ISBN 3-416-02375-7
  • Hans GĂŒnter Hockerts: Die Edition der Goebbels-TagebĂŒcher. In: Horst Möller, Udo Wengst (Hrsg.): 50 Jahre Institut fĂŒr Zeitgeschichte. Eine Bilanz. Oldenbourg, MĂŒnchen 1999, ISBN 3-486-56460-9, S. 249–264.
  • Eberhard JĂ€ckel: Die TagebĂŒcher von Joseph Goebbels. In: Historische Zeitschrift 248, 1989, S. 637–648 (zur Ausgabe der SĂ€mtlichen Fragmente von 1987).
  • Peter Longerich: Goebbels. Biographie. Siedler Verlag, MĂŒnchen 2010, ISBN 978-3-88680-887-8.[141][142][143]
  • Kai Michel: Vom Poeten zum Demagogen. Die schriftstellerischen Versuche Joseph Goebbels’. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 1999, ISBN 3-412-15598-5.
  • Ralf Georg Reuth: Goebbels. Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, ISBN 3-492-03183-8; Taschenbuchausgabe unter dem Titel Goebbels. Eine Biographie. ebd. 2000, ISBN 3-492-22023-1.
  • Simone Richter: Joseph Goebbels – der Journalist. Darstellung seines publizistischen Werdegangs 1923 bis 1933. Franz Steiner, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-515-09682-9.[144]
  • Curt Riess: Goebbels. Eine Biographie. Europa Verlag, ZĂŒrich 1949; Neuausgabe: Goebbels. DĂ€mon der Macht. Universitas-Verlag, 1989, ISBN 3-8004-1211-X.
  • Bernd Sösemann: Die Tagesaufzeichnungen des Joseph Goebbels und ihre unzulĂ€nglichen Veröffentlichungen. In: Publizistik 37, 1992, S. 213–244.
  • Bernd Sösemann: Inszenierungen fĂŒr die Nachwelt. Editionswissenschaftliche und textkritische Untersuchungen zu Joseph Goebbels’ Erinnerungen, diaristischen Notizen und tĂ€glichen Diktaten. In: Lothar Gall (Hrsg.): Neuerscheinungen zur Geschichte des 20. Jahrhunderts. Oldenbourg, MĂŒnchen 1992, ISBN 3-486-64446-7, S. 1–45.
  • Bernd Sösemann: Alles nur Goebbels-Propaganda? Untersuchungen zur revidierten Ausgabe der sogenannten Goebbels-TagebĂŒcher des MĂŒnchner Instituts fĂŒr Zeitgeschichte. In: Jahrbuch fĂŒr Kommunikationsgeschichte 10, 2008, S. 52-76.
  • Toby Thacker: Joseph Goebbels. Life and Death. Palgrave Macmillan, London 2009. ISBN 978-0-230-22889-4.[140]
  • Dieter Wunderlich: Goebbels und Göring. Eine Doppelbiografie. Pustet. Regensburg 2002, ISBN 3-7917-1787-1.
  • Karl-GĂŒnter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer. Paderborn, Ferdinand Schöningh, 2010, ISBN 3-506-76909-X
  • Peter Longerich: Joseph Goebbels. Biographie. Siedler, MĂŒnchen 2010, ISBN 978-3-88680-887-8.

Filmische Bearbeitungen

Kino

In dem Film Der Untergang wurde Goebbels 2004 von Ulrich Matthes verkörpert. Der Film schildert die letzten Tage des Dritten Reiches aus der Perspektive der nationalsozialistischen FĂŒhrungsschicht.

Der Kinofilm Das Goebbels-Experiment von Lutz Hachmeister (2005) dokumentiert anhand der persönlichen Tagebuchaufzeichnungen Goebbels’ Leben. Der gesamte Film kommt ohne Kommentator oder Zeitzeugenberichte aus.

Fernsehen

  • Joseph Goebbels. Dreiteilige Dokumentation von Andrea Morgenthaler, ARD, Erstausstrahlung: 4., 6. und 11. Oktober 2004.

Weblinks

 Wikiquote: Joseph Goebbels â€“ Zitate
 Commons: Joseph Goebbels â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Elke Fröhlich: "Joseph Goebbels und sein Tagebuch. Zu den handschriftlichen Aufzeichnungen von 1924 bis 1941" in Vierteljahrshefte fĂŒr Zeitgeschichte, 1987 (Heft 4, Seite 489ff), hier S. 491; (PDF)
  2. ↑ Alle Angaben zu Familie, Jugend und Schulzeit, soweit nicht anders angegeben, nach Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 11-28 u. Hans Hoff: Die EhrenbĂŒrger der Stadt Rheydt, Dr. Joseph Goebbels (1934), in: Ders.: AufsĂ€tze zur Stadtgeschichte, im Rheydter Jahrbuch, Bd. 10, 1973, hrsg. von der Otto von Bylandt Gesellschaft, Rheydt, S. 86–93.
  3. ↑ Paula Diehl: Macht, Mythos, Utopie: Die Körperbilder der SS-MĂ€nner. Akademie Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-05-004076-9, ISBN 978-3-05-004076-9, S. 124 ff.
  4. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 27.
  5. ↑ Helmut Heiber: Joseph Goebbels, Taschenbuchausgabe, dtv, MĂŒnchen 1988, S. 17 f.
  6. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 17 f., 27–33, 36, 42, 48 f., 52–55.
  7. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 33, 39, 41–49.
  8. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 55, 58 f., 62, 68, 69, 105 f.
  9. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 30 f., 33, 40 f.
  10. ↑ Ulrich Höver: Joseph Goebbels. Ein nationaler Sozialist, Bouvier, Bonn 1992, S. 38 f., 41–46; Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 46-47.
  11. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 56–60, 68.
  12. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 87-92. Im Januar 1925 wurde Goebbels nach seinem Wechsel zur NSDAP vom Herausgeber gekĂŒndigt.
  13. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 85–88.
  14. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 94–97.
  15. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 42 f.
  16. ↑ Der „Gau Ruhr“ bestand von MĂ€rz 1926 bis Oktober 1928, s. Struktur der NSDAP.
  17. ↑ So Hermann Graml: Hitler und England. Ein Essay zur nationalsozialistischen Außenpolitik, Oldenbourg, MĂŒnchen 2010. S. 27.
  18. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 43–52.
  19. ↑ Claus-Ekkehard BĂ€rsch: Erlösung und Vernichtung: Dr. phil. Joseph Goebbels; zur Psyche und Ideologie eines jungen Nationalsozialisten 1923–1927, 1987, S. 104–108. In ĂŒberarbeiteter Form erschien der Roman mit dem Titel Michael, Ein deutsches Schicksal in TagebuchblĂ€ttern 1929 im MĂŒnchener Parteiverlag.
  20. ↑ Claus-Ekkehard BĂ€rsch: Erlösung und Vernichtung: Dr. phil. Joseph Goebbels; zur Psyche und Ideologie eines jungen Nationalsozialisten 1923–1927, 1987, S. 43–71.
  21. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 44-47.
  22. ↑ Ulrich Höver: Joseph Goebbels. Ein nationaler Sozialist, Bouvier, Bonn 1992, S. 67–81, 88–101.
  23. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 47–49.
  24. ↑ Ulrich Höver: Joseph Goebbels. Ein nationaler Sozialist, Bouvier, Bonn 1992, S. 148–150, 162–172.
  25. ↑ Claus-Ekkehard BĂ€rsch: Erlösung und Vernichtung: Dr. phil. Joseph Goebbels; zur Psyche und Ideologie eines jungen Nationalsozialisten 1923–1927, 1987, S. 53.
  26. ↑ Ulrich Höver: Joseph Goebbels. Ein nationaler Sozialist, Bouvier, Bonn 1992, S. 173-179; Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 51.
  27. ↑ Peter HĂŒttenberger: Die Gauleiter. Studie zum Wandel des MachtgefĂŒges in der NSDAP, Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1969, S. 39-42; Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 114, 156.
  28. ↑ Peter HĂŒttenberger: Die Gauleiter. Studie zum Wandel des MachtgefĂŒges in der NSDAP, Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1969, S. 39-42; Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 115.
  29. ↑ Peter HĂŒttenberger: Die Gauleiter. Studie zum Wandel des MachtgefĂŒges in der NSDAP, Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1969, S. 42; s. auch Struktur der NSDAP.
  30. ↑ Peter Longerich: Die braunen Bataillone: Geschichte der SA, Verlag C.H. Beck, MĂŒnchen 1989, ISBN 3-406-33624-8, S. 103–105, 110-111.
  31. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 50 Einen Überblick zu den StraßenkĂ€mpfen gibt Martin Schuster: Die SA in der nationalsozialistischen Machtergreifung in Berlin und Brandenburg 1926–1934. Berlin 2005 (online), S. 215–225.
  32. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 117–119.
  33. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 119–121, 131–133; Helmut Heiber: Joseph Goebbels. Colloquium Verlag, Berlin 1962, S. 66.
  34. ↑ a b Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 150–153.
  35. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 52.
  36. ↑ Christian T. Barth: Goebbels und die Juden. Schöningh, Paderborn [u. a.] 2003, S. 61 f., 73.
  37. ↑ Christian T. Barth: Goebbels und die Juden. Schöningh, Paderborn [u. a.] 2003, S. 61 f., 73; Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 128–129.
  38. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 118; Dirk Walter: Antisemitische KriminalitĂ€t und Gewalt: Judenfeindschaft in der Weimarer Republik. Dietz, Bonn 1999, ISBN 3-8012-5026-1, S. 211–221.
  39. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 132 f.
  40. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 169–171.
  41. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 179–181.
  42. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 198–202.
  43. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 138 f.
  44. ↑ Russel Lemmons: Goebbels and Der Angriff. The University Press of Kentucky, Lexington/Kent. 1994, ISBN , S. 21–23, 30 f.
  45. ↑ Russel Lemmons: Goebbels and Der Angriff. The University Press of Kentucky, Lexington/Kent. 1994, ISBN 0-8131-1848-4, S. 23 f., 31, 38, 43–45.
  46. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 54.
  47. ↑ Goebbels ĂŒbernahm dieses Amt von Hitler, bis 1927 hatte es Gregor Strasser innegehabt.
  48. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 55 f.
  49. ↑ Russel Lemmons: Goebbels and Der Angriff. The University Press of Kentucky, Lexington/Kent. 1994, ISBN 0-8131-1848-4, S. 39, 124 f.
  50. ↑ Der Deutsche Sender, 46.1932, Seite 4
  51. ↑ Daniel Siemens: Horst Wessel: Tod und VerklĂ€rung eines Nationalsozialisten. Siedler MĂŒnchen 2009, ISBN 978-3-88680-926-4, S. 15–32.
  52. ↑ Zitat aus dem von Wessel getexteten SA-Lied „Die Fahne hoch“.
  53. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 82 f.
  54. ↑ Die Parteipresse wurde ab August 1931 vom Reichspressechef der NSDAP, Otto Dietrich gefĂŒhrt.
  55. ↑ Wolfgang Benz u. a. (Hg.): EnzyklopĂ€die des Nationalsozialismus. Klett-Cotta, Stuttgart, 3. Aufl. 1998, ISBN 3-608-91805-1, S. 39, 606, 688, 830; Gerhard Paul: Aufstand der Bilder: die NS-Propaganda vor 1933. Dietz, Bonn 1990, ISBN 3-8012-5015-6, S. 191.
  56. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 169, 173 f.; Gerhard Paul: Aufstand der Bilder: die NS-Propaganda vor 1933. Dietz, Bonn 1990, ISBN 3-8012-5015-6, S. 90 f.
  57. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 212, 216-219; Gerhard Paul: Aufstand der Bilder: die NS-Propaganda vor 1933. Dietz, Bonn 1990, ISBN 3-8012-5015-6, S. 95-98; Russel Lemmons: Goebbels and Der Angriff. The University Press of Kentucky, Lexington/Kent. 1994, ISBN 0-8131-1848-4, S. 62 f.; s. auch ReichsprĂ€sidentenwahl 1932.
  58. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 220.
  59. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 227–233; Gerhard Paul: Aufstand der Bilder: die NS-Propaganda vor 1933. Dietz, Bonn 1990, ISBN 3-8012-5015-6, S. 100-103.
  60. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 227–233; Gerhard Paul: Aufstand der Bilder: die NS-Propaganda vor 1933. Dietz, Bonn 1990, ISBN 3-8012-5015-6, S. 105–108.
  61. ↑ Gerhard Paul: Aufstand der Bilder: die NS-Propaganda vor 1933. Dietz, Bonn 1990, ISBN 3-8012-5015-6, S. 109 f.
  62. ↑ Erwin Barth: Joseph Goebbels und die Formierung des FĂŒhrer-Mythos. Verlag Palm & Enke, Erlangen [u. a.] 1999, ISBN 3-7896-0819-X, S. 95–156.
  63. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 55-56.
  64. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 55 f.; Ralf Georg Reuth, Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 258–260.
  65. ↑ Ralf Georg Reuth: Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 196–197, 203, 210, 212.
  66. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle, Joseph Goebbels: Außen- und Innenansichten eines Propagandisten. In: Bernd Heidenreich, Sönke Neitzel (Hrsg.), Medien im Nationalsozialismus, Ferdinand Schöningh, Wilhelm Fink, Paderborn 2010, ISBN 978-3-506-76710-3, S. 31–52, hier S. 32 f.
  67. ↑ Rudolf Stöber, Presse im Nationalsozialismus. In: Bernd Heidenreich, Sönke Neitzel (Hrsg.), Medien im Nationalsozialismus, Ferdinand Schöningh, Wilhelm Fink, Paderborn 2010, ISBN 978-3-506-76710-3, S. 275–294, hier S. 275–284.
  68. ↑ GĂŒnther Gillessen, Auf verlorenem Posten: die Frankfurter Zeitung im Dritten Reich, Siedler Berlin 1986, ISBN 3-88680-223-X.
  69. ↑ Deutsches Fernsehmuseum Wiesbaden (online)
  70. ↑ Hans Sarkowicz, „Nur nicht langweilig werden 
“: Das Radio im Dienst der nationalsozialistischen Propaganda. In: Bernd Heidenreich, Sönke Neitzel (Hrsg.), Medien im Nationalsozialismus, Ferdinand Schöningh, Wilhelm Fink, Paderborn 2010, ISBN 978-3-506-76710-3, S. 205–234, hier S. 205–222.
  71. ↑ Rainer Rother, Nationalsozialismus und Film. In: In: Bernd Heidenreich, Sönke Neitzel (Hrsg.), Medien im Nationalsozialismus, Ferdinand Schöningh, Wilhelm Fink, Paderborn 2010, S. 125–144, ISBN 978-3-506-76710-3; Karl-GĂŒnter Zelle, Joseph Goebbels: Außen- und Innenansichten eines Propagandisten. In: Bernd Heidenreich, Sönke Neitzel (Hrsg.), Medien im Nationalsozialismus, Ferdinand Schöningh, Wilhelm Fink, Paderborn 2010, S. 31-52, ISBN 978-3-506-76710-3, S. 33.
  72. ↑ Helmut Heiber (Hrsg.), Goebbels-Reden, Bd. 1, Droste, DĂŒsseldorf 1971–1972, ISBN 3-7700-0244-X, 25. MĂ€rz 1933, Ansprache an die Intendanten und Direktoren der Rundfunkgesellschaften, S. 95, 106.
  73. ↑ Ralf Georg Reuth, Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 276 f., 282–285, 300, 320 f., 340, 380.
  74. ↑ Wolfgang Benz u. a. (Hrsg.): EnzyklopĂ€die des Nationalsozialismus, Klett-Cotta, Stuttgart, 3. Aufl. 1998, ISBN 3-608-91805-1, S. 168, 407, 447, 523.
  75. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 362; Wolfgang Benz u. a. (Hrsg.): EnzyklopĂ€die des Nationalsozialismus, Klett-Cotta, Stuttgart, 3. Aufl. 1998, ISBN 3-608-91805-1, S. 447.
  76. ↑ Christian T. Barth: Goebbels und die Juden. Schöningh, Paderborn [u. a.] 2003, S. 84–88.
  77. ↑ Christian T. Barth: Goebbels und die Juden. Schöningh, Paderborn [u. a.] 2003, S. 83–99.
  78. ↑ Christian T. Barth: Goebbels und die Juden. Schöningh, Paderborn [u. a.] 2003, S. 126–132.
  79. ↑ Toby Thacker, Joseph Goebbels: Life and Death, Palgrave Macmillan Basingstoke 2009, ISBN 978-0-230-22889-4, S. 198.
  80. ↑ Christian T. Barth: Goebbels und die Juden, Schöningh, Paderborn [u. a.] 2003, S. 132-142, 149; Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 185.
  81. ↑ Christian T. Barth: Goebbels und die Juden, Schöningh, Paderborn [u. a.] 2003, S. 143–150; Susanne Willems, Der entsiedelte Jude: Albert Speers Wohnungsmarktpolitik fĂŒr den Berliner Hauptstadtbau. Ed. Hentrich, Berlin 2002, ISBN 3-89468-259-0, S. 82.
  82. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 362., S. 57-61.
  83. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 59 f.
  84. ↑ Elke Fröhlich (Hrsg.): Die TagebĂŒcher von Joseph Goebbels. K. G. Saur, MĂŒnchen, 6, 26. September 1938, S: 113; Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 58-59.
  85. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 58 f.
  86. ↑ Siehe „Deutsch-polnische Krise 1938 bis 1939“ in: Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges in Europa
  87. ↑ Elke Fröhlich (Hrsg.): Die TagebĂŒcher von Joseph Goebbels. K. G. Saur, MĂŒnchen, 7, 23. August 1939, S. 73
  88. ↑ Ralf Georg Reuth, Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 411 f., 423–425.
  89. ↑ NS-Diktatur: Biographie. Goebbels und sein Christus, der Adolf hieß. In: SĂŒddeutsche Zeitung online vom 15. November 2010, S. 2.
  90. ↑ Ralf Georg Reuth, Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 290 f., 340 f., 352, 385, 414 f.
  91. ↑ Die TagebĂŒcher von Joseph Goebbels: Aufzeichnungen 1923-1941. Juni 1931 - September 1932, Teil 1, Seite 189
  92. ↑ ĐšŃƒĐ·ĐœŃ†ĐŸĐČ - НКВД ĐżŃ€ĐŸŃ‚ĐžĐČ Đ“Đ”ŃŃ‚Đ°ĐżĐŸ (ĐœĐŸŃĐșĐČа, 2008)
  93. ↑ Ralf Georg Reuth, Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 348–351, 364 f., 382, 388 f., 393 f., 403–409, 417, 462.
  94. ↑ Willi A.Boelcke (Hrsg.), Kriegspropaganda 1939 – 1941: geheime Ministerkonferenzen im Reichspropagandaministerium. Stuttgart 1966, S. 127-135.
  95. ↑ Peter Longerich: Goebbels. Biographie. Siedler Verlag, MĂŒnchen 2010, S. 427.
  96. ↑ Peter Longerich: Propagandisten im Krieg. Die Presseabteilung des AuswĂ€rtigen Amtes unter Ribbentrop. Oldenbourg, MĂŒnchen 1987, S. 134 ff. u. S. 151 f.; Wigbert Benz: Paul Carell. Ribbentrops Pressechef Paul Karl Schmidt vor nach 1945. Wissenschaftlicher Verlag, Berlin 2005, S. 24 ff.
  97. ↑ Willi A.Boelcke (Hrsg.), Kriegspropaganda 1939 – 1941: geheime Ministerkonferenzen im Reichspropagandaministerium. Stuttgart 1966, S. 26–49, 147–149, 152–154; Aristotle A. Kallis, Nazi propaganda and the Second World War. Palgrave Macmillan, Houndmills [u. a.] 2005, ISBN 1-4039-9251-7, S. 37-38, 47-49, 113; Elke Fröhlich (Hrsg.): Die TagebĂŒcher von Joseph Goebbels. K. G. Saur, MĂŒnchen, II, 2, 10. Oktober 1941, S. 87.
  98. ↑ Aristotle A. Kallis, Nazi propaganda and the Second World War. Palgrave Macmillan, Houndmills [u. a.] 2005, ISBN 1-4039-9251-7, S. 157-167; Willi A.Boelcke (Hrsg.), Kriegspropaganda 1939 – 1941: geheime Ministerkonferenzen im Reichspropagandaministerium. Stuttgart 1966, S. 169-171.
  99. ↑ Ralf Georg Reuth, Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 448-449; shoa.de: Die Wochenzeitung "Das Reich", http://zukunft-braucht-erinnerung.de/drittes-reich/propaganda/155.html.
  100. ↑ Aristotle A. Kallis, Nazi propaganda and the Second World War. Palgrave Macmillan, Houndmills [u. a.] 2005, ISBN 1-4039-9251-7, S. 11, 131, 138.
  101. ↑ Aristotle A. Kallis, Nazi propaganda and the Second World War. Palgrave Macmillan, Houndmills [u. a.] 2005, ISBN 1-4039-9251-7, S. 72-76, 79-80, 84-85.
  102. ↑ Peter Longerich: Goebbels. Biographie. Siedler Verlag, MĂŒnchen 2010, S. 490.
  103. ↑ Aristotle A. Kallis, Nazi propaganda and the Second World War. Palgrave Macmillan, Houndmills [u. a.] 2005, ISBN 1-4039-9251-7, S. 113-118, 127-128; Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 66.
  104. ↑ Aristotle A. Kallis, Nazi propaganda and the Second World War. Palgrave Macmillan, Houndmills [u. a.] 2005, ISBN 1-4039-9251-7, S. 132-136, 89.
  105. ↑ Aristotle A. Kallis, Nazi propaganda and the Second World War. Palgrave Macmillan, Houndmills [u. a.] 2005, ISBN 1-4039-9251-7, S. 107, 139, 145, 154-155.
  106. ↑ Aristotle A. Kallis, Nazi propaganda and the Second World War. Palgrave Macmillan, Houndmills [u. a.] 2005, ISBN 1-4039-9251-7, S. 176-177; Peter Hoffmann, Widerstand, Staatsstreich, Attentat: der Kampf der Opposition gegen Hitler. Piper, MĂŒnchen, 3. Aufl. 1979, ISBN 3-492-02459-9; S. 529. Goebbels bewirkte, dass am 20. Juli das Wachbataillon unter Major Otto Ernst Remer die Abriegelung des Regierungsviertels aufhob, indem er ein TelefongesprĂ€ch Hitlers mit Remer herbeifĂŒhrte. UrsĂ€chlich fĂŒr das Scheitern des Putsches war dies jedoch nicht. Dessen Aussichten waren von vornherein gering, da Hitler ĂŒberlebt hatte. Zudem gelang es den Verschwörern nicht, den Rundfunk und die Telekommunikation völlig in die Hand zu bekommen. So konnte das OKW unter Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel bereits ab 16:00 Uhr Gegenmaßnahmen einleiten. Ab 17:42 Uhr wurde wiederholt im Rundfunk die Nachricht vom Überleben Hitlers gebracht. Das Telefonat Remers mit Hitler fand erst zwischen 18:35 und 19:00 Uhr statt. Einzelheiten s. Hoffmann, wie oben, S. 528-529, 539-540.
  107. ↑ Goebbels-Rede am 26. Juli 1944
  108. ↑ Elke Fröhlich (Hrsg.): Die TagebĂŒcher von Joseph Goebbels. K. G. Saur, MĂŒnchen, 7, 4. September 1939, S. 92.
  109. ↑ Christian T. Barth: Goebbels und die Juden, Schöningh, Paderborn [u. a.] 2003, S. 178, 180-181, 184.
  110. ↑ Christian T. Barth: Goebbels und die Juden, Schöningh, Paderborn [u. a.] 2003, S. 187, 190; Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 303-304.
  111. ↑ Christian T. Barth: Goebbels und die Juden, Schöningh, Paderborn [u. a.] 2003, S. 195 mit Anm. 224, 206.
  112. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 68 f.
  113. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 70-72.
  114. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 64.
  115. ↑ Ralf Georg Reuth, Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 555-558.
  116. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 325-328.
  117. ↑ Elke Fröhlich (Hrsg.): Die TagebĂŒcher von Joseph Goebbels. K. G. Saur, MĂŒnchen, 7, 6. September 1939, S. 95.
  118. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 62-64; zum Kriegsverlauf s. Zweiter Weltkrieg.
  119. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 77-80, 88.
  120. ↑ Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 85-86.
  121. ↑ Ralf Georg Reuth, Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 578; Karl-GĂŒnter Zelle, Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 85; MilitĂ€rgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. 10 Bde, Bd. 9.1, Deutsche Verlagsanstalt, MĂŒnchen 2008, ISBN 3-421-06237-4, S. 657, 673.
  122. ↑ Ralf Georg Reuth, Goebbels, Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1990, S. 599, 605-616.
  123. ↑ Inhalt (PDF)
  124. ↑ Hans GĂŒnther Hockerts, Die Edition der Goebbels-TagebĂŒcher, in: Udo Wengst und Horst Möller (Hrsg.), FĂŒnfzig Jahre Institut fĂŒr Zeitgeschichte. Eine Bilanz, Oldenbourg, MĂŒnchen 1999, S. 249-264, das Zitat S. 258
  125. ↑ Joachim Heinzle: Das Nibelungenlied. Ausgangspunkt einer deutschen Mythologie des Untergangs? In: Stefan Krimm, Wieland Zirbs (Hg.): Wendezeiten (Acta Hohenschwangau 1997, Dialog Schule – Wissenschaft: Deutsch und Geschichte). Bayerischer Schulbuch Verlag, MĂŒnchen 1998, S. 52-67.
  126. ↑ Franz Graf-Stuhlhofer: Hitlers Politik als Ausdruck einer Nibelungen-MentalitĂ€t. Zur Wirkungsgeschichte deutscher Heldensage. In: Michael Benedikt u.a. (Hrsg.): VerdrĂ€ngter Humanismus – verzögerte AufklĂ€rung, Bd.V: 
 Philosophie in Österreich 1920-1951, Wien 2005, S.1047-1057.
  127. ↑ Bernd Sösemann: Alles nur Goebbels-Propaganda? Untersuchungen zur revidierten Ausgabe der sogenannten Goebbels-TagebĂŒcher des MĂŒnchner Instituts fĂŒr Zeitgeschichte. In: Jahrbuch fĂŒr Kommunikationsgeschichte 10 (2008), S. S. 52-76 Zusammenfassung; Zitat dort.
  128. ↑ Bernd Sösemann: Propaganda – Macht – Geschichte. Eine Zwischenbilanz der Dokumentation der Niederschriften und Diktate von Joseph Goebbels. In: Das historisch-politische Buch 50/2 (2002), S. 117-125. Zusammenfassung; Zitat, dort S. 4.
  129. ↑ Peter Longerich: Goebbels. Biographie. Siedler Verlag, MĂŒnchen 2010, S. 15 f.
  130. ↑ Peter Longerich: Goebbels. Biographie. Siedler Verlag, MĂŒnchen 2010, S. 697.
  131. ↑ Anton Ritthaler: [Rezension zu] The Goebbels Diaries. Introduction and notes by Louis P. Lochner. New York, Doubleday and Co. 1948. 566 S. 4 Doll./Goebbels TagebĂŒcher aus den Jahren 1942–43. Mit anderen Dokumenten hrsg. von Louis P. Lochner. ZĂŒrich, Atlantis-Verlag 1948. 528 S. ca. 17.– DM. In: Historische Zeitschrift 169, Heft 3, 1949, S. 595–597, hier S. 596.
  132. ↑ Angela Hermann: Der Weg in den Krieg 1938/1939: Quellenkritische Studien zu den TagebĂŒchern von Joseph Goebbels. MĂŒnchen, Oldenbourg Wissenschaftsverlag 2011, ISBN 978-3-486-70513-3. Siehe auch Daniel MĂŒhlenfeld: Rezension zu: Hermann, Angela: Der Weg in den Krieg 1938/1939, in: H-Soz-u-Kult, 10. Februar 2012.
  133. ↑ Christoph Studt (Hg.): "Diener des Staates" oder "Widerstand zwischen den Zeilen"?: Die Rolle der Presse im "Dritten Reich", Lit Verlag 2007, S. 49. hier online
  134. ↑ Solveig Grothe: Politiker-Entgleisungen: „Seit Goebbels der schlimmste Hetzer im Land!“ in einestages.
  135. ↑ Deutsches Historisches Museum: Chronik 1986, 15. Oktober.
  136. ↑ Ossietzky: Die erste wirklich freie Wahl. Nr. 5/2005.
  137. ↑ SPD empört sich ĂŒber SchĂ€uble Spiegel Online vom 16. Mai 2010
  138. ↑ Referat auf dem Parteitag 1935, genannt „Reichsparteitag der Freiheit“, Gleichsetzung von Bolschewismus und Judentum. 32 Seiten; vorhanden im Landesarchiv Baden-WĂŒrttemberg, Staatsarchiv Freiburg, Bestand W 307: Sammlung Karl Fritz.-Dies ist der VorlĂ€ufer einer anderen Ausgabe: die im Titel gleichlautende, Ă€hnliche BroschĂŒre eines rechtsradikalen Vereins namens "Volksbund fĂŒr Frieden und Freiheit" 1955, Verf. Eberhard Taubert, Mitarbeiter Goebbels, z. B. gemeinsam am Film "Der ewige Jude"; 2. Aufl. geĂ€nd. Titel "Sie haben sich demaskiert." T. wurde Mitarbeiter von Franz Josef Strauß
  139. ↑ Bernd Kleinhans: Rezension. In: Shoa.de, 14. Oktober 2005.
  140. ↑ a b c Gerulf Hirt: Sammelrez: Joseph Goebbels. In: H-Soz-u-Kult, 14. Dezember 2009.
  141. ↑ Joseph Goebbels: Der letzte Fanatiker. In: profil vom 13. November 2010.
  142. ↑ Joseph Goebbels – Narziss von Hitlers Gnaden. In: Welt Online, 15. November 2010.
  143. ↑ NS-Diktatur: Biographie. Goebbels und sein Christus, der Adolf hieß. In: SĂŒddeutsche Zeitung online vom 15. November 2010; unter dem Titel „Ich bin der Mittelpunkt und alles dreht sich um mich.“ In: SĂŒddeutsche Zeitung Nr. 264 vom 15. November 2010, S. 11.
  144. ↑ Vgl. Karl-GĂŒnter Zelle: Rezension zu: Richter, Simone: Joseph Goebbels – der Journalist. Darstellung seines publizistischen Werdegangs 1923 bis 1933. Stuttgart 2010. In: H-Soz-u-Kult, 9. MĂ€rz 2011, abgerufen am 9. MĂ€rz 2011.
  145. ↑ als Print in: Susanne Höschel & Walter Roller: Judenverfolgung und jĂŒdisches Leben unter den Bedingungen der ns. Gewaltherrschaft. 1. Tondokumente und Rundfunksendungen 1930–1946. Vlg. fĂŒr Berlin-Brandenburg, Potsdam 1996 ISBN 3-930850-17-6, S. 25–28
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