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Joseph Schröter (* 14. März 1837 in Patschkau (Oberschlesien); †12. Dezember 1894 in Breslau) war einer der ersten deutschen Mykologen und daneben Bakteriologe, Mediziner und Wissenschaftler.
Joseph Schröter verfasste mehrere Bücher und Texte. Viele Pflanzen und besonders Pilzentdeckungen sowie -beschreibungen gehen auf ihn zurück.
Inhaltsverzeichnis |
Joseph Schröter wuchs in Patschkau (Oberschlesien) auf, wo er auch zur Schule ging. Sein Vater war der örtliche Apotheker. Ab 1855 studierte er Medizin an der Universität Breslau. 1856 wechselte er zur Kaiser-Wilhelm-Akademie in Berlin. Dort wurde er Mitglied der Landsmannschaft Normannia.[1] Im Dezember 1859 wurde er mit der Arbeit De paralysi cerebri progressiva zum Dr. med. promoviert und im selben Jahr nahm er seinen aktiven Dienst als Militärarzt im preußischen Heer auf. Nach seiner Versetzung nach Breslau, wurde Schröter 1866 einer der ersten wissenschaftlichen Mitarbeiter am Pflanzenphysiologischen Institut der Universität Breslau - unter Ferdinand Cohn. Nach seiner erneuten Versetzung nach Breslau wurde er 1886 in den Fächern Bakteriologie und Mykologie an der Universität Breslau habilitiert und arbeitete neben seiner militärärztlichen Tätigkeit auch als Dozent. Im Jahre 1890 wurde er daraufhin zum Professor an der Universität Breslau ernannt.
Er starb 1894 nach der RĂĽckkehr einer Expeditionsreise in die TĂĽrkei an den Auswirkungen der Malaria. [2]
1859: Eintritt in das Preußische Heer, ab 1860: Assistenzarzt im 8. Rheinischen Infanterie-Regiment Nr. 70 in Saarlouis, später in der Rheinischen Artillerie-Brigade in Jülich, später im 2. Rheinischen-Infanterie-Regiment Nr. 28 in Aachen, 1865: Beförderung zum Stabsarzt, Bataillonsarzt im 3. Garde-Grenadier-Regiment Königin Elisabeth in Breslau, 1866: Teilnahme am Krieg gegen Österreich, 1870: Teilnahme am deutsch-französischen Krieg, 1871: Verlegung seiner Einheit nach Spandau, Beförderung zum Oberstabsarzt II. Klasse, 1872: Regimentsarzt im 1. Oberschlesischen Infanterie-Regiment Nr. 22 in Rastatt, 1874: Regimentsarzt im 6. Schlesischen Feldartillerie-Regiment in Breslau, 1883: Oberstabsarzt I. Klasse, 1892: Abschied von der Armee
Im Laufe seines Lebens entdeckte und beschrieb J. Schröter u.a. folgende Arten und Gattungen:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schröter, Joseph |
| ALTERNATIVNAMEN | Schröter, Josef |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mediziner und Mykologe |
| GEBURTSDATUM | 14. März 1837 |
| GEBURTSORT | Patschkau, Oberschlesien |
| STERBEDATUM | 12. Dezember 1894 |
| STERBEORT | Breslau |