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Als Juliaufstand, Julikrise, Julirevolution oder Juliputsch[1] wird ein Ereignis der Russischen Revolution vom 3. bis 7. Juli 1917 bezeichnet.
Während Lenin in Finnland weilte, versuchten einige Führer der Bolschewiki die Erfolglosigkeit der Provisorischen Regierung in der Kerenski-Offensive zu deren Sturz und somit zur Beendigung der seit der Februarrevolution bestehenden Doppelherrschaft nutzen zu können.
Der ausgerufene Generalstreik scheiterte jedoch ebenso wie eine schlecht koordinierte Erhebung der Kronstädter Matrosen (unter der Urheberschaft von Alexandra Kollontai[2]) und Roten Garden. Eine von ihnen begleitete Demonstration mit angeblich bis zu 500.000 Teilnehmern wurde in Petersburg von Regierungstruppen (Kadetten) zusammengeschossen. 400 Tote sollen zu beklagen gewesen sein. Die Doppelherrschaft wurde somit zwar tatsächlich beendet, jedoch zugunsten der Provisorischen Regierung, die Bolschewiki waren vorübergehend geschlagen und wurden wieder in die Illegalität gezwungen. Für die Bolschewiki bestand somit keine Chance zur friedlichen Machtübernahme mehr, ihr Ende Juli einberufener Parteitag beschloss daher die Vorbereitung eines bewaffneten Aufstands.