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Károly Bolberitz (eigentlich Karl Bolberitz von Bleybach; * 21. Januar 1906 in Budapest; † 20. März 1978 ebendort) war ein in Ungarn lebender Ingenieur für Gesundheitswesen. Er war Chemiker und Wirtschaftswissenschaftler, nichtoffizieller Landesbeauftragter und eine Autorität auf dem Gebiet der Wasserhygiene. Er war der Neffe von Farkas Heller, dem berühmten österreichisch-ungarischen Wirtschaftswissenschaftsgründer. Unter seinen fünf Kindern sind der berühmte, in Westeuropa lebende Dirigent Tamás (Thomas) Bolberitz und der katholische Theologieprofessor Dr. Pál (Paul) Bolberitz.
Am Anfang der 1930er Jahre arbeitete er als junger Akademiker am Ungarischen Staatlichen Gesundheitsamt, dann ab 1935 im Ministerium für Industrie. Während des zweiten Weltkrieges wurde er zuerst Chefingenieur, dann Generaldirektor der Ovomaltine-Hersteller „Wander AG“. Die Belagerung von Budapest im Winter 1944-1945 überlebte er mit seinen Kindern und der hochschwangeren Ehefrau in der Budaer Burg, als näherer Nachbar der Apostolischen Nuntiatur und dem Hauptquartier der deutschen Wehrmacht. Im Jahre 1948 ist er mit seiner Familie in Ungarn geblieben, die diskriminierenden Folgen seiner schlesisch-deutschen adeligen Abstammung tragend. Bis zu seiner Pensionierung wurde er im nunmehr kommunistischen Ungarn in den Hintergrund gedrängt. Seine Arbeit auf dem Gebiet der Wasserhygiene war nur den Fachleuten bekannt. Besonders viel beschäftigte er sich mit den Problemen der riesigen Verschmutzung der überstrapazierten Industrie, der Verschmutzung nach dem Hochwasser und der allgemeinen Wasserhygiene im Karpathen-Becken, welches fast zwei mal so groß wie Bayern ist.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bolberitz, Károly |
| ALTERNATIVNAMEN | Bleybach, Karl Bolberitz von |
| KURZBESCHREIBUNG | ungarischer Ingenieur |
| GEBURTSDATUM | 21. Januar 1906 |
| GEBURTSORT | Budapest |
| STERBEDATUM | 20. März 1978 |
| STERBEORT | Budapest |