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K├Âln

Dieser Artikel behandelt die deutsche Gro├čstadt K├Âln; zu weiteren gleichnamigen Bedeutungen siehe K├Âln (Begriffskl├Ąrung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt K├Âln Deutschlandkarte, Position der Stadt K├Âln hervorgehoben50.9380555555566.956944444444453Koordinaten: 50┬░ 56ÔÇ▓ N, 6┬░ 57ÔÇ▓ O{{#coordinates:50,938055555556|6,9569444444444|primary dim= globe= name= region=DE-NW type=city
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Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: K├Âln
H├Âhe: 53 m ├╝. NHN
Fl├Ąche: 405,16 km┬▓
Einwohner: {{#invoke:FormatNum|format|1024373 |format=dewiki}} (31. Dez. 2012)[1]
Bev├Âlkerungsdichte: 2528 Einwohner je km┬▓
Postleitzahlen: 50667ÔÇô51149
Vorwahlen: 0221,
02203 (Porz ohne Poll),
02232 (Meschenich),
02233 (Hochkirchen, Rondorf),
02234 (L├Âvenich, Weiden, Marsdorf),
02236 (Godorf, Hahnwald, Immendorf, Gewerbegebiet Rodenkirchen, S├╝rth, Wei├č)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enth├Ąlt Text
Kfz-Kennzeichen: K
Gemeindeschl├╝ssel: 05 3 15 000
Stadtgliederung: 9 Stadtbezirke mit 86 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 2
50667 K├Âln
Webpr├Ąsenz: stadt-koeln.de
Oberb├╝rgermeister: J├╝rgen Roters (SPD)
Lage von K├Âln in Nordrhein-Westfalen und im Regierungsbezirk K├Âln
NiederlandeBelgienNiedersachsenRheinland-PfalzHessenEssenWuppertalSolingenRemscheidHagenEnnepe-Ruhr-KreisBochumDortmundHerneGelsenkirchenBottropOberhausenMülheim an der RuhrDuisburgKreis MettmannDüsseldorfRhein-Kreis NeussKreis HeinsbergMönchengladbachKrefeldKreis ViersenKreis WeselKreis KleveRhein-Erft-KreisKreis DürenRheinisch-Bergischer KreisOberbergischer KreisKreis RecklinghausenKreis BorkenKreis UnnaMärkischer KreisKreis OlpeHammKreis SoestKreis CoesfeldKreis SteinfurtKreis WarendorfLeverkusenKölnStädteregion AachenBonnRhein-Sieg-KreisStädteregion AachenKreis EuskirchenMünsterKreis Siegen-WittgensteinHochsauerlandkreisKreis PaderbornKreis GüterslohKreis HöxterKreis LippeKreis HerfordKreis Minden-LübbeckeBielefeldKarte
Über dieses Bild
Das Wahrzeichen K├Âlns: der K├Âlner Dom

Blick ├╝ber das Zentrum K├Âlns. Von links nach rechts: K├Âlner Altstadt, K├Âlner Philharmonie, Museum Ludwig, K├Âlner Dom, Hohenzollernbr├╝cke, K├Âln Hauptbahnhof, Musical Dome. Im Hintergrund der Fernsehturm Colonius und der K├Âlnturm im Mediapark, Juli 2006 K├Âlner Rheinufer bei Nacht

K├Âln ist mit mehr als einer Million Einwohnern die bev├Âlkerungsreichste Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die viertgr├Â├čte Stadt Deutschlands. Sie wurde in r├Âmischer Zeit unter dem Namen Oppidum Ubiorum gegr├╝ndet und als Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) zur Stadt erhoben. Bekannt ist sie vor allem f├╝r ihre ├╝ber 2000-j├Ąhrige Geschichte, ihr kulturelles und architektonisches Erbe, den K├Âlner Dom sowie f├╝r ihre international bedeutenden Veranstaltungen.

Die g├╝nstige Lage am Rhein mit der Querung bedeutender West-Ost-Handelsstra├čen und dem Sitz weltlicher und insbesondere kirchlicher Macht trugen zur ├╝berregionalen Bedeutung K├Âlns bei. Die Stadt wurde so zu einem wichtigen Handelsstandort. Ihre Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt wird durch das hohe Eisenbahnverkehrsaufkommen und den Umschlagbahnhof Eifeltor belegt, der zu den wichtigsten seiner Art geh├Ârt. Erg├Ąnzt wird die Infrastruktur durch die Binnenh├Ąfen und den Flughafen K├Âln/Bonn.

K├Âln besitzt als Wirtschafts- und Kulturmetropole internationale Bedeutung und gilt als eines der f├╝hrenden Zentren f├╝r den weltweiten Kunsthandel. Die Karnevalshochburg ist au├čerdem Sitz vieler Verb├Ąnde und Medienunternehmen mit zahlreichen Fernsehsendern, Musikproduzenten und Verlagsh├Ąusern. Die Stadt ist ebenfalls Sitz der Universit├Ąt zu K├Âln (ca. 46.000 Studenten), der Fachhochschule K├Âln (ca. 21.000) und zahlreicher weiterer Hochschulen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage und Klima

Das Stadtgebiet erstreckt sich ├╝ber 405,17 km┬▓[2] (linksrheinisch 230,25 km┬▓, rechtsrheinisch 174,87 km┬▓).

Der topographische Referenzpunkt der Stadt, die Spitze des n├Ârdlichen Domturms, liegt 50┬░ 56ÔÇ▓ 33ÔÇ│ n├Ârdlicher Breite und 6┬░ 57ÔÇ▓ 32ÔÇ│ ├Âstlicher L├Ąnge. Der h├Âchste Punkt liegt 118,04 Meter (der Monte Troodel├Âh im K├Ânigsforst), der niedrigste 37,5 Meter (im Worringer Bruch) ├╝ber dem Meeresspiegel.[3][4]

K├Âln liegt in der K├Âlner Bucht, einer trichterf├Ârmigen, durch den Rhein gepr├Ągten Flusstallandschaft zwischen den stufenartig ansteigenden H├Ąngen des Bergischen Landes und der Eifel unmittelbar nach Austritt des Rheins aus dem Rheinischen Schiefergebirge.[5] Diese gesch├╝tzte, g├╝nstige Lage bewirkt f├╝r K├Âln ein mildes Klima, das sich durch mehrere Besonderheiten auszeichnet:[6]

  • Durch die Eifelbarriere liegt die Stadt, insbesondere deren linksrheinischer Teil, im Schutz und Regenschatten von Westwinden, die au├čerdem einen F├Âhneffekt bewirken k├Ânnen.
  • Gleichzeitig wird eine Lufterw├Ąrmung durch geringen Luftaustausch mit dem Umland beg├╝nstigt. Die Innenstadt K├Âlns, in der zus├Ątzlich innerst├Ądtische ├ťberw├Ąrmung auftritt, gilt als der w├Ąrmste Ort Deutschlands, noch vor Freiburg im Breisgau.
  • Damit verbunden ist aufgrund der Verdunstung des Rheinwassers bei geringem Luftaustausch regelm├Ą├čig eine hohe Luftfeuchtigkeit, die insbesondere im Sommer f├╝r belastendes, schw├╝les Wetter sorgt und f├╝r zahlreiche Gewitter verantwortlich ist.
K├Âln
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
60
 
5
-1
 
 
47
 
7
-1
 
 
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51
 
14
4
 
 
72
 
19
8
 
 
88
 
21
11
 
 
86
 
24
13
 
 
65
 
24
12
 
 
69
 
20
10
 
 
62
 
15
6
 
 
63
 
9
3
 
 
71
 
6
1
Temperatur in ┬░C,  Niederschlag in mm
Quelle: DWD, Daten: 1971ÔÇô2000[7]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschl├Ąge f├╝r K├Âln
Jan Feb M├Ąr Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (┬░C) 5,2 6,6 10,5 14,2 19,0 21,3 23,7 23,7 19,6 14,6 9,0 6,2 ├ś 14,5
Min. Temperatur (┬░C) Ôłĺ0,7 Ôłĺ0,9 1,7 3,6 7,7 10,7 12,8 12,3 9,6 6,2 2,5 0,6 ├ś 5,5
Niederschlag (mm) 60,4 46,6 62,5 50,5 72,4 87,6 86,0 65,3 69,3 61,7 63,2 70,7 Σ 796,2
Regentage (d) 11,9 9,3 12,5 10,2 10,4 11,6 11,2 9,4 10,7 10,5 11,9 12,9 Σ 132,5
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
5,2
Ôłĺ0,7
6,6
Ôłĺ0,9
10,5
1,7
14,2
3,6
19,0
7,7
21,3
10,7
23,7
12,8
23,7
12,3
19,6
9,6
14,6
6,2
9,0
2,5
6,2
0,6
Jan Feb M├Ąr Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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d
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s
c
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60,4 <div title="Januar" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen ÔÇ×{ÔÇťpx"></div> 46,6 <div title="Februar" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen ÔÇ×{ÔÇťpx"></div> 62,5 <div title="M├Ąrz" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen ÔÇ×{ÔÇťpx"></div> 50,5 <div title="April" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen ÔÇ×{ÔÇťpx"></div> 72,4 <div title="Mai" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen ÔÇ×{ÔÇťpx"></div> 87,6 <div title="Juni" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen ÔÇ×{ÔÇťpx"></div> 86,0 <div title="Juli" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen ÔÇ×{ÔÇťpx"></div> 65,3 <div title="August" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen ÔÇ×{ÔÇťpx"></div> 69,3 <div title="September" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen ÔÇ×{ÔÇťpx"></div> 61,7 <div title="Oktober" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen ÔÇ×{ÔÇťpx"></div> 63,2 <div title="November" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen ÔÇ×{ÔÇťpx"></div> 70,7 <div title="Dezember" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen ÔÇ×{ÔÇťpx"></div>
  Jan Feb M├Ąr Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: DWD, Daten: 1971ÔÇô2000[7]

K├Âln liegt im Gro├čraum der ├ťbergangszone vom gem├Ą├čigten Seeklima zum Kontinentalklima mit milden Wintern (Januarmittel: 2,4 ┬░C) und m├Ą├čig warmen Sommern (Julimittel: 18,3 ┬░C). Die mittleren Jahresniederschl├Ąge betragen 798 Millimeter und liegen damit im Deutschlandmittel, aber wesentlich h├Âher als im westlich angrenzenden Rhein-Erft-Kreis (Erftstadt-Bliesheim: 631 mm) oder der J├╝lich-Z├╝lpicher B├Ârde (Z├╝lpich: 582 mm), was bei Pendlern den Eindruck eines ÔÇ×RegenlochsÔÇť erweckt.[8] Laut Eurostat[9]war K├Âln mit 263 Regentagen (Bezugsjahr 2004) die europ├Ąische Stadt mit den zweitmeisten Regentagen, 2001 dagegen lag K├Âln mit 206 im Mittelfeld von 40 deutschen St├Ądten (Durchschnitt: 194 Regentage).[10][11]

K├Âln-Panorama von der Deutzer Br├╝cke nach Norden gesehen, Januar 2005

Geologie

K├Âln liegt am S├╝drand der Niederrheinischen Bucht zum gr├Â├čten Teil im Bereich der Niederterrassen, die vom Rhein aus terrassenartig leicht ansteigen. Der geologische Unterbau wird im Stadtgebiet aus bis zu 35 Meter m├Ąchtigen Ablagerungen des Eiszeitalters (Quart├Ąr) gebildet. Sie bestehen aus Kiesen und Sanden des Rhein-Maas-Systems.[12] Ausl├Ąufer des Rheinischen Braunkohlereviers reichen bis K├Âln-Kalk: Um 1860 wurde dort das Braunkohlenbergwerk Bergwerk Gewerkschaft Neu-Deutz gegr├╝ndet. Auf dem Gel├Ąnde befindet sich heute die Brauerei der Gebr├╝der S├╝nner, die das in den Stollen eindringende Grundwasser verwenden konnte.[13] Im tieferen Untergrund folgen Schichten des Terti├Ąr und des Devon.[14]

Die Bodenbeschaffenheit ist gepr├Ągt durch die fruchtbaren B├Âden der Schwemmland-Ebene am Rhein.[15][16] In den westlichen Stadtteilen werden sie von L├Âss ├╝berdeckt, der zu ertragreichen, ackerbaulich genutzten Lehmb├Âden (Parabraunerden) verwittert ist. Sie sind oft mit fruchtbaren Kolluvien vergesellschaftet, die in Senken aus abgeschwemmtem Bodenmaterial entstanden. In der ├Âstlich anschlie├čenden Rheinebene, die durch verlandete Altarme gegliedert wird, lagerte der Rhein zum Ende der letzten Eiszeit sandige bis lehmige Sedimente ab. Daraus bildeten sich ertragreiche Parabraunerden und Braunerden, die ebenfalls ackerbaulich genutzt werden. In der Rheinaue entstanden durch periodische ├ťberflutungen aus angeschwemmtem Bodenmaterial fruchtbare Braune Auenb├Âden. Der ├Ąu├čerste Osten des Stadtgebietes z├Ąhlt bereits zum Sockel des rheinischen Schiefergebirges. Hier sind geologisch ├Ąltere Terrassensande und Flugsande verbreitet, aus denen meist ├Ąrmere Braunerden, saure Podsol-Braunerden und bei dichtem Untergrund auch staunasse Pseudogleye hervorgingen. Diese eher minderwertigen B├Âden werden als Heiden beziehungsweise waldwirtschaftlich genutzt. An Bachl├Ąufen und in Rinnen bildeten sich dort ebenso wie in der Rheinaue Grundwasser beeinflusste Gleye. Die Verschiedenheiten in Mikroklima und Bodenbeschaffenheit sind durch die gro├če Fl├Ąche der Stadt erkl├Ąrbar.

Durch tektonische Bewegungen des Rheingraben-Bruchs[17] entstanden um K├Âln ausgepr├Ągte Gel├Ąndekanten, wie etwa die Ville bei Frechen. Unmittelbar westlich davon schlie├čt sich Deutschlands aktivste Erdbebenzone an, deren Epizentrum im Kreis D├╝ren liegt.[18] Zur Erdbebenvorsorge wurde 2006 von der Abteilung Erdbebengeologie der Universit├Ąt zu K├Âln ein Messnetz mit 19 ÔÇ×Strong-motionÔÇť-Stationen zwischen Aachen, Bensberg, Meckenheim und Viersen installiert.[19] Mehrmals im Monat ereignen sich in der K├Âlner Bucht Mikroerdbeben, die nicht wahrnehmbar sind, zum Beispiel am 3. M├Ąrz 2010 um 16:45 Uhr (St├Ąrke 1,6 nach der Richterskala) in zehn Kilometer Tiefe bei M├╝tzenich in der Eifel.[20]

K├Âln und der Rhein

Hochwasser, April 1983; Pegel: 9,65 m[21]

Der Rhein, nach dem Austritt aus dem s├╝dlich von K├Âln gelegenen Schiefergebirge als Niederrhein bezeichnet, tritt bei Godorf in die Stadt ein und verl├Ąsst sie bei Worringen. Das Gef├Ąlle des Rheins betr├Ągt etwa 0,2 Promille. Sein aktueller Pegel l├Ąsst sich an der Pegeluhr des Pegel K├Âln ablesen. Der Normalpegel betr├Ągt 3,48 Meter.

Mehrfach war K├Âln von Hochwassern des Rheins betroffen. Das schlimmste aufgezeichnete Hochwasser ereignete sich im Februar 1784, als nach dem extrem langen und kalten Winter 1783/84 ein Temperatursprung einsetzte. Der Rhein war zu diesem Zeitpunkt fest zugefroren und die Schneeschmelze sowie das aufbrechende Eis sorgten f├╝r einen Rekordpegel von 13,55 Meter. Die Fluten, auf denen schwere Eisschollen trieben, verw├╝steten weite Teile der Uferbebauung und alle Schiffe. Einzelne Geb├Ąude, darunter auch Befestigungsbauten, st├╝rzten aufgrund des Schollengangs ein; es gab 65 Tote. Die rechtsrheinisch gelegene bergische Kreisstadt M├╝lheim am Rhein, heute ein K├Âlner Stadtteil, wurde vollst├Ąndig zerst├Ârt.

Im 20. Jahrhundert erreichten die drei Jahrhunderthochwasser von 1926, 1993 und 1995 Pegelst├Ąnde von bis zu 10,69 Meter. Seit 2005 wird ein Hochwasserschutzkonzept umgesetzt, das durch feste oder mobile W├Ąnde die Stadt bis zu einem Pegelstand von 11,90 Metern sch├╝tzt. Mehrfach f├╝hrte der Rhein aber auch Niedrigwasser. Am 20. September 2003 um 8 Uhr erreichte der Rhein am Pegel K├Âln die Marke von 0,80 Meter. Damit wurde der niedrigste aufgezeichnete Wert aus dem Jahr 1947 unterschritten. Jedoch bedeutet der Pegel 0,00 Meter, dass die 150 Meter breite Fahrrinne in der Mitte des Flusses noch einen Meter Wassertiefe hat. Die Binnenschifffahrt musste starke Einschr├Ąnkungen hinnehmen, wurde aber nicht wie auf der Elbe ganz eingestellt.

Welche Wassermengen sich je nach Pegelstand durch die Stadt bewegen, macht folgende Aufstellung deutlich: 0,80 m (niedrigster Wasserstand): 630 m┬│/s; 3,48 m (Normalwasserstand): 2000 m┬│/s; 6,20 m (Hochwassermarke I): 4.700 m┬│/s; 8,30 m (Hochwassermarke II): 7200 m┬│/s; 10,0 m (Hochwasserschutz in Altstadt, Rodenkirchen und Z├╝ndorf): 9700 m┬│/s; 10,69 m (Hochwasser im Januar 1995): 11.500 m┬│/s.

Panorama Altstadtufer. In der Mitte Gro├č St. Martin, rechts K├Âlner Philharmonie und Museum Ludwig, ganz au├čen Hohenzollernbr├╝cke mit Einfahrt in den K├Âlner Hauptbahnhof, Juli 2006

Nachbargemeinden

K├Âln ist Zentrum eines Ballungsraums, der etwa zwei Millionen Einwohner umfasst. In dem geschlossenen Siedlungsraum grenzen folgende St├Ądte im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten, unmittelbar an das Stadtgebiet an: Leverkusen (kreisfreie Stadt), Bergisch Gladbach und R├Âsrath (Rheinisch-Bergischer Kreis), Troisdorf und Niederkassel (Rhein-Sieg-Kreis), Wesseling, Br├╝hl, H├╝rth, Frechen und Pulheim (alle Rhein-Erft-Kreis), Dormagen (Rhein-Kreis Neuss) und Monheim (Kreis Mettmann).

Die Stadt Wesseling war zum 1. Januar 1975 nach K├Âln eingemeindet worden, erhielt aber nach einem Gerichtsentscheid bereits am 1. Juli 1976 ihre Selbst├Ąndigkeit zur├╝ck.

Stadtgliederung

Stadtbezirke und Stadtteile von K├Âln mit der offiziellen Nummerierung

Die Stadt K├Âln gliedert sich in 86 Stadtteile, die zu 9 Stadtbezirken zusammengefasst sind. Die Stadt K├Âln nummeriert die Stadtbezirke von 1ÔÇô9 und die Stadtteile von 101ÔÇô105, 201ÔÇô213, 301ÔÇô309, 401ÔÇô406, 501ÔÇô507, 601ÔÇô612, 701ÔÇô716, 801ÔÇô809 und von 901ÔÇô909, wobei die Hunderterstelle der Nummer des Stadtbezirks entspricht. Die Stadtteilnummer hat jedoch nichts mit der Postleitzahl zu tun.

Innerhalb der Stadtteile unterscheiden die K├Âlner in der Regel noch zwischen verschiedenen ÔÇ×VeedelnÔÇť (K├Âlsch f├╝r Stadtviertel), deren Bewohner h├Ąufig an d├Ârfliche Gemeinschaften erinnernde soziale Bindungen und Kontakte pflegen. Die Grenzen und Benennungen der Veedel schwanken jedoch je nach Sichtweise der Einwohner teils erheblich. Das Amt f├╝r Stadtentwicklung und Statistik hat f├╝r statistische Auswertungen 371 Stadtviertel ÔÇô genau genommen Teile von Stadtteilen inklusive der Stadtteile selbst ÔÇô definiert, die sowohl Wohnpl├Ątze mit wenigen Einwohnern und Siedlungen als auch Gewerbegebiete umfassen.

Innenstadt (Stadtbezirk 1)
Altstadt-S├╝d 101, Neustadt-S├╝d 102, Altstadt-Nord 103, Neustadt-Nord 104, Deutz 105
Wappen von Rodenkirchen
Rodenkirchen (Stadtbezirk 2)
Bayenthal 201, Marienburg 202, Raderberg 203, Raderthal 204, Zollstock 205, Rondorf 206, Hahnwald 207, Rodenkirchen 208, Wei├č 209, S├╝rth 210, Godorf 211, Immendorf 212, Meschenich 213
Lindenthal (Stadtbezirk 3)
Klettenberg 301, S├╝lz 302, Lindenthal 303, Braunsfeld 304, M├╝ngersdorf 305, Junkersdorf 306, Weiden 307, L├Âvenich 308, Widdersdorf 309
Wappen von Ehrenfeld
Ehrenfeld (Stadtbezirk 4)
Ehrenfeld 401, Neuehrenfeld 402, Bickendorf 403, Vogelsang 404, Bocklem├╝nd/Mengenich 405, Ossendorf 406
Nippes (Stadtbezirk 5)
Nippes 501, Mauenheim 502, Riehl 503, Niehl 504, Weidenpesch 505, Longerich 506, Bilderst├Âckchen 507
Chorweiler (Stadtbezirk 6)
Merkenich 601, F├╝hlingen 602, Seeberg 603, Heimersdorf 604, Lindweiler 605, Pesch 606, Esch/Auweiler 607, Volkhoven/Weiler 608, Chorweiler 609, Blumenberg 610, Roggendorf/Thenhoven 611, Worringen 612
Wappen von Porz
Porz (Stadtbezirk 7)
Poll 701, Westhoven 702, Ensen 703, Gremberghoven 704, Eil 705, Porz 706, Urbach 707, Elsdorf 708, Grengel 709, Wahnheide 710, Wahn 711, Lind 712, Libur 713, Z├╝ndorf 714, Langel 715, Finkenberg 716
Wappen von Kalk
Kalk (Stadtbezirk 8)
Humboldt/Gremberg 801, Kalk 802, Vingst 803, H├Âhenberg 804, Ostheim 805, Merheim 806, Br├╝ck 807, Rath/Heumar 808, Neubr├╝ck 809
Wappen von M├╝lheim
M├╝lheim (Stadtbezirk 9)
M├╝lheim 901, Buchforst 902, Buchheim 903, Holweide 904, Dellbr├╝ck 905, H├Âhenhaus 906, D├╝nnwald 907, Stammheim 908, Flittard 909


63,4 Prozent aller Einwohner der Stadt K├Âln wohnen linksrheinisch (Stand 2006).[22] Da das historische Stadtzentrum linksrheinisch liegt, wird die rechte Rheinseite mundartlich herablassend als ÔÇ×Sch├Ąl SickÔÇť bezeichnet.

Flora und Fauna

Worringer Bruch im Sp├Ątsommer

K├Âln verf├╝gt ├╝ber ausgedehnte Gr├╝nfl├Ąchen, die im st├Ądtischen Bereich als Parks gestaltet, in den Au├čenbezirken zumeist bewirtschaftete Forste sind. Daneben gibt es 22 Naturschutzgebiete, beispielsweise der Worringer Bruch im ├Ąu├čersten linksrheinischen Norden K├Âlns, ein ehemaliger, heute verlandeter Seitenarm des Rheins. Er bietet eine Heimat f├╝r seltene Tier- und Pflanzenarten und eine charakteristische Auen- und Waldlandschaft. Rechtsrheinisch finden sich haupts├Ąchlich offene Wald- und Heidelandschaften wie beispielsweise die Wahner Heide, das Naturschutzgebiet K├Ânigsforst und der D├╝nnwalder Wald. Insgesamt hat K├Âln von allen Gro├čst├Ądten des Landes Nordrhein-Westfalen mit etwa 6000 ha Wald (15 % des Stadtgebiets) die gr├Â├čte Waldfl├Ąche und auch in Bezug auf die Einwohnerzahl die h├Âchste Walddichte.[23]

Die Fauna weist eine sehr hohe Zahl an Kulturfolgern auf. Neben Tauben, M├Ąusen und Ratten, die allgegenw├Ąrtig sind und oft als Plage wahrgenommen werden, sind auch Rotf├╝chse in bedeutender Zahl in das Stadtgebiet eingewandert. Sie sind mittlerweile selbst in der Innenstadt zu finden, wo sie Kleing├Ąrten und Parks als Revier nutzen. Der durch K├Âln flie├čende Rhein ist infolge der Verbesserung der Wasserqualit├Ąt inzwischen wieder Heimat vieler ehem. vorhandener Arten als auch von neu eingewanderten.

In den K├Âlner Gr├╝nanlagen haben sich, beg├╝nstigt durch das milde Klima, diverse nicht einheimische Tiere angesiedelt. Gr├Â├čere Populationen von Halsbandsittichen und dem Gro├čen Alexandersittich leben unter anderem auf dem Melaten-Friedhof und dem Gel├Ąnde der Riehler Heimst├Ątten. Urspr├╝nglich aus asiatischen Bergregionen (Indien, Afghanistan) f├╝r die Zoo- und Wohnungshaltung nach Deutschland eingef├╝hrt, haben sich diese Papageien/Sittiche als Neozoen etabliert. Die Angaben ├╝ber die Gr├Â├če der Populationen reichen von einigen 100 Exemplaren bis zu ├╝ber 1000 St├╝ck.

Geschichte

Colonia Claudia Ara Agrippinensium, Rekonstruktion des r├Âmischen K├Âln, 3. Jahrhundert

Der Name K├Âln, zur R├Âmerzeit Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA), geht auf die r├Âmische Kaiserin Agrippina zur├╝ck. Die Gattin von Claudius war am Rhein geboren und lie├č das Oppidum Ubiorum (Ubiersiedlung) im Jahre 50 n. Chr. zur Stadt erheben;[24] die Stadtrechte wurden offiziell am 8. Juli 50 verliehen. In der R├Âmerzeit war es Statthaltersitz der Provinz Germania inferior. Um 80 n. Chr. erhielt K├Âln mit der Eifelwasserleitung einen der l├Ąngsten r├Âmischen Aqu├Ądukte ├╝berhaupt. Aus dem lateinischen Colonia, das in den meisten romanischen und einer gr├Â├čeren Zahl anderer Sprachen weiterhin als Name f├╝r K├Âln fungiert (beispielsweise italienisch und spanisch Colonia, portugiesisch Col├┤nia, katalanisch Col├▓nia, polnisch Kolonia, t├╝rkisch Kolonya, arabisch ┘â┘ł┘ä┘ł┘ć┘Őěž beziehungsweise Kulunia; niederl├Ąndisch Keulen), entwickelte sich ├╝ber Coellen, C├Âllen, C├Âlln und C├Âln der heutige Name K├Âln (siehe Abschnitt franz├Âsische und preu├čische Herrschaft). Im K├Âlner Dialekt K├Âlsch wird die Stadt K├Âlle genannt.

Fr├╝hmittelalter

K├Âln. Holzschnitt aus der Chronica van der hilligen stat van C├Âllen. C├Âllen 1499, (Ausschnitt) gedruckt durch Johann Koelhoff der J├╝ngere

Auch im Fr├╝hmittelalter war K├Âln eine bedeutende Stadt. Um das Jahr 455 eroberten die Franken die zuvor r├Âmische Stadt. Bis Anfang des 6. Jahrhunderts war K├Âln Hauptort eines selbst├Ąndigen fr├Ąnkischen Teilk├Ânigreiches, ging anschlie├čend im Reich Chlodwigs I. auf, bewahrte sich aber starke Eigenst├Ąndigkeit im Gebiet der Ripuarier. Die romanische Bev├Âlkerung lebte lange Zeit parallel zu den fr├Ąnkischen Eroberern in der Stadt. Im Laufe des 6. bis 8. Jahrhunderts kam es zu einer vollst├Ąndigen Akkulturation zwischen den beiden Bev├Âlkerungsteilen. Die wechselseitige Beeinflussung der fr├Ąnkischen und lateinischen Dialekte ist anhand von Quellen nachweisbar. Die Franken ├╝bernahmen rasch kulturelle Errungenschaften der r├Âmischen Stadtbev├Âlkerung, zum Beispiel im Bereich der Bautechnik oder der Glasherstellung. Gegen Ende der Merowingerzeit war K├Âln Residenzstadt. Sp├Ątestens ab karolingischer Zeit war der Bischof beziehungsweise Erzbischof von K├Âln eine der bedeutendsten Personen im Reich.

862 wurde K├Âln das erste Mal von Wikingern, die auf Schiffen anreisten, ├╝berfallen. Es kam zu Verw├╝stungen und Pl├╝nderungen. Die Wikinger siedelten sich nachfolgend an Waal und Lek dauerhaft an und es entstand ein reges Handelswesen zwischen den Normannen und den Rheinl├Ąndern. Im Winter 881 endete die friedliche Zeit und die Wikinger fielen in das Maasgebiet ein und pl├╝nderten zahlreiche Ortschaften und St├Ądte. Ende Dezember tauchten mindestens 3 Schiffe vor K├Âln auf und die nordischen Krieger verlangten Wegegeld.

Im Januar 882 zahlte K├Âln nach z├Ąhen Verhandlungen ein hohes Danegeld in Silber an die Normannen. Die Stadt wurde deshalb zun├Ąchst verschont. Die Wikinger fuhren dann im Februar den Rhein aufw├Ąrts, pl├╝nderten und brandschatzten Bonn, Andernach und dann auch noch Trier.

Auf der R├╝ckreise oder w├Ąhrend ihres Sommerfeldzuges 882 forderte die Raubhorde von den K├Âlnern erneutes Danegeld, das die ausgepressten K├Âlner aber nicht aufbringen konnten, - die Stadt wurde daraufhin ebenfalls gebrandschatzt. Nach der Verw├╝stung verst├Ąrkten die K├Âlner die maroden Mauern aus der R├Âmerzeit, was sich 883 beim n├Ąchsten Wikingerbesuch als sehr n├╝tzlich erwies. Denn K├Âln ging in diesem Jahr, anders als die soeben wieder errichteten St├Ądte Bonn und Andernach nicht in Flammen auf.

Unter den Ottonen spielte K├Âln eine wichtige Rolle bei der Ann├Ąherung des ostfr├Ąnkisch-deutschen Reichs an das Byzantinische Reich, seit die Kaiserin Theophanu, geb├╝rtige Griechin und Gattin Ottos II., dort als Reichsverweserin residierte. Ab dem 10. Jahrhundert setzte eine Serie von Stiftsgr├╝ndungen ein, die den romanischen Kirchenbau einl├Ąuteten. In der Folge errang K├Âln unter der F├╝hrung bedeutender, auch politisch versierter Erzbisch├Âfe einen unangefochtenen Rang als geistliches Zentrum. Der Erzbischof von K├Âln war auch Kurf├╝rst des Mitte des 10. Jahrhunderts gegr├╝ndeten Erzstiftes und Kurf├╝rstentums K├Âln. Die ├ťberf├╝hrung der Gebeine der Heiligen drei K├Ânige von Mailand nach K├Âln durch den Erzbischof Rainald von Dassel im Jahr 1164 machte die Stadt zu einem wichtigen Ziel f├╝r Pilger.

Gr├Â├čte Stadt im mittelalterlichen Deutschland

K├Âln wurde im Hochmittelalter mit etwa 40.000 Einwohnern[25] gr├Â├čte Stadt Deutschlands, so dass die Stadtbefestigungen mehrfach erweitert werden mussten. Ab dem Jahre 1180 (Urkunden vom 27. Juli und 18. August 1180) wurde die damals weitr├Ąumigste Stadtmauer Deutschlands mit zw├Âlf Torburgen und 52 Wehrt├╝rmen in der Ringmauer, 22 Pforten und kleinen Toren in der Rheinmauer gebaut und etwa 1250 fertiggestellt. Sie war gewaltiger als die fast zur gleichen Zeit errichtete Mauer K├Ânig Philipps II. Augustus in Paris und 7,5 km lang. Die zw├Âlf Tore (sieben gewaltige Doppelturmtorburgen, davon erhalten Eigelsteintor und Hahnentor, drei riesige Turmtorburgen, davon erhalten das Severinstor, und zwei kleinere Doppelturmpforten, siehe Ulrepforte) ÔÇô in die halbkreisf├Ârmige Stadtmauer integriert ÔÇô sollten an das himmlische Jerusalem erinnern. Hochmittelalterliche Stadtmauer am Hansaring, M├Ąrz 2005

Seit dem 12. Jahrhundert f├╝hrte K├Âln neben Jerusalem, Konstantinopel und Rom die Bezeichnung Sancta im Stadtnamen: Sancta Colonia Dei Gratia Romanae Ecclesiae Fidelis Filia ÔÇô Heiliges K├Âln von Gottes Gnaden, der r├Âmischen Kirche getreue Tochter. Der Name Dat hillige Coellen oder die hillige Stat van Coellen war ein Begriff dieser Zeit. Noch heute hei├čt K├Âln im Volksmund ÔÇ×et hillije K├ÂlleÔÇť.[26] Es wurde beschlossen, ein unerreicht gro├čes und beeindruckendes Gotteshaus zu errichten, um den Reliquien einen angemessenen Rahmen zu geben. Die Grundsteinlegung des K├Âlner Domes erfolgte 1248.

Sp├Ątmittelalterliches K├Âln

Am 7. Mai 1259 erhielt K├Âln das Stapelrecht, das den K├Âlner B├╝rgern ein Vorkaufsrecht aller auf dem Rhein transportierten Waren sicherte und so zum Wohlstand der K├Âlner B├╝rgerschaft beitrug. Die jahrelangen K├Ąmpfe der K├Âlner Erzbisch├Âfe mit den Patriziern endeten 1288 vorl├Ąufig durch die Schlacht von Worringen, bei der das Heer des Erzbischofs Siegfried von Westerburg (1275ÔÇô1297) gegen das des Grafen Adolf V. von Berg und der K├Âlner B├╝rger unterlag. Fortan geh├Ârte die Stadt nicht mehr zum Erzstift, und der Erzbischof durfte sie nur noch zu religi├Âsen Handlungen betreten. Die offizielle Erhebung zur Freien Reichsstadt dauerte allerdings noch bis 1475. Die Auseinandersetzungen zwischen dem patrizischen Rat und den nicht im Rat vertretenen Z├╝nften f├╝hrte am 20. November 1371 zum blutigen K├Âlner Weberaufstand.

1396 wurde durch eine unblutige Revolution die Patrizierherrschaft in K├Âln endg├╝ltig beendet. An ihre Stelle trat eine st├Ąndische Verfassung, die sich auf die Organisation der Gaffeln st├╝tzt. Vorausgegangen war eine Auseinandersetzung innerhalb des k├Âlnischen Patriziats, bei dem die Partei der Greifen mit ihrem F├╝hrer Hilger Quattermart von der Stesse von der Partei der Freunde des Konstantin von Lyskirchen entmachtet wurde. Hilger Quattermarts Verwandter Heinrich von Stave wurde am 11. Januar 1396 auf dem Neumarkt hingerichtet, viele der Greifen wurden zu lebenslanger Kerkerhaft verurteilt.

Am 18. Juni 1396 versuchte Konstantin von Lyskirchen, alte patrizische Rechte wiederherzustellen. Die dagegen protestierenden Handwerker- und Kaufleutez├╝nfte wurden von ihm ÔÇ×vom hohen Ross herabÔÇť nach Hause geschickt. Daraufhin nahmen die Z├╝nfte die Freunde in ihrem Versammlungsraum gefangen. Die Greifen wurden befreit. Am 24. Juni 1396 trat ein 48-k├Âpfiger, provisorischer Rat aus Kaufleuten, Grundbesitzern und Handwerkern zusammen.

Der Stadtschreiber Gerlach von Hauwe formulierte daraufhin den so genannten Verbundbrief, der am 14. September 1396 von den 22 so genannten Gaffeln unterzeichnet und in Kraft gesetzt wurde. Die Gaffeln sind heterogen zusammengesetzt, in ihnen sind die entmachteten Patrizier, ├ämter, Z├╝nfte und Einzelpersonen zusammengefasst, nicht aber die zahlenm├Ą├čig sehr starke Geistlichkeit; jeder k├Âlnische B├╝rger musste einer der Gaffeln beitreten. Der Verbundbrief konstituierte einen 49-k├Âpfigen Rat, mit 36 Ratsherren aus den Gaffeln und 13 Gebrechtsherren, die berufen wurden. Der Verbundbrief blieb bis zum Ende der Freien Reichsstadt 1794 in Kraft.

Fr├╝he Neuzeit

K├Âln 1531 Anton Woensam Ausschnitt von der Waschpforte bis zum Frankenturm

Ab 1500 geh├Ârte K├Âln zum neu geschaffenen Niederrheinisch-Westf├Ąlischen Reichskreis, das Umland (Kurk├Âln) hingegen zum 1512 neu geschaffenen Kurrheinischen Reichskreis. 1582 sagte der K├Âlner Erzbischof Gebhard Truchsess von Waldburg sich von der katholischen Kirche los und heiratete die protestantische Stiftsdame Agnes von Mansfeld. Er wurde daraufhin von Papst Gregor XIII. exkommuniziert und der verl├Ąssliche katholische Ernst von Bayern wurde zu seinem Nachfolger bestimmt ÔÇô unter anderen, weil ein protestantischer K├Âlner Erzbischof die katholische Mehrheit im Kurf├╝rstenkollegium gekippt h├Ątte. Es kam zum Truchsessischen Krieg (auch K├Âlner Krieg), der von 1583 bis 1588 dauerte und in dessen Verlauf Deutz, Bonn und Neuss verw├╝stet wurden. Der Krieg gab in seiner Zerst├Ârungskraft einen Vorgeschmack auf die kommenden konfessionellen Auseinandersetzungen in Deutschland.

Der Drei├čigj├Ąhrige Krieg lie├č die Stadt aber unversehrt. Das lag zum Teil daran, dass sich die Stadt durch Geldzahlungen an heranziehende Truppen von Belagerungen und Eroberungen freikaufte. K├Âln verdiente an dem Krieg durch Waffenproduktion und -handel pr├Ąchtig.[27]

Bis auf Deutz geh├Ârten die rechtsrheinischen Stadtbezirke K├Âlns bis 1802 zum Herzogtum Berg. Das Gebiet innerhalb des Bischofswegs, was in etwa den heutigen vier Stadtteilen zu Alt- und Neustadt entspricht, bildete die freie Reichsstadt K├Âln. Die ├╝brigen Stadtbezirke waren Teil des Kurf├╝rstlichen Erzstifts K├Âln.

Franz├Âsische und preu├čische Herrschaft

Mit dem Einzug der franz├Âsischen Truppen am 6. Oktober 1794 w├Ąhrend der Koalitionskriege endete die Geschichte der freien Reichsstadt. Die Stadt, die versucht hatte, neutral zu bleiben, wurde kampflos an den Befehlshaber des linken Fl├╝gels der Rheinarmee, Jean-├ëtienne Championnet, ├╝bergeben.[28] Wie das gesamte linksrheinische Gebiet wurde die Stadt Bestandteil der franz├Âsischen Republik und 1798 in das D├ępartement de la Roer eingegliedert, dessen Hauptstadt nicht K├Âln, sondern Aachen wurde. K├Âln wurde nur Sitz eines Unterpr├Ąfekten des Arrondissement de Cologne. Viele K├Âlner B├╝rger begr├╝├čten die franz├Âsischen Revolutionstruppen als Befreier, am Neumarkt wurde ein Freiheitsbaum errichtet. Die bis dahin benachteiligten Juden und protestantischen Christen wurden gleichgestellt. Trotz der oft dr├╝ckenden Kontributionen blieben die B├╝rger loyal zum Kaiserreich Napoleons. Bei seinem Besuch der Stadt am 13. September 1804 wurde er begeistert empfangen. 1812 wurde der Stadt der Titel einer bonne ville de lÔÇÖEmpire fran├žais verliehen. Nach den Befreiungskriegen wurde die Stadt K├Âln mit dem Rheinland infolge des Wiener Kongresses 1815 Teil des K├Ânigreichs Preu├čen.

Mit der Angliederung an Preu├čen gewann nationalistisches Denken zunehmend an Bedeutung. Die liberalen franz├Âsischen Gesetze wie der Code civil blieben jedoch in Kraft. Der Name der Stadt wurde aber sofort ÔÇ×germanisiertÔÇť. Der preu├čische Innenminister bestimmte aber 1900 durch einen Erlass, hinter dem der K├Ânig und Deutsche Kaiser Wilhelm II. stand, dass die Stadt fortan nur mit C geschrieben werden durfte. Die liberalen Zeitungen, wie die K├Âlnische Zeitung, hielten sich allerdings nicht daran. Nach dem Ende des Kaiserreichs 1918 verk├╝ndete das St├Ądtische Nachrichtenamt unter dem Oberb├╝rgermeister Konrad Adenauer am 1. Februar 1919:

ÔÇ×Der St├Ądtenamen K├Âln wird von jetzt an im Bereich der st├Ądtischen Verwaltung wieder mit K geschrieben.ÔÇť[29]

Die fortifikatorische Entwicklung der Stadt K├Âln bis zum preu├čischen Festungsring
K├Âln wurde nicht zuletzt wegen des Engagements der K├Âlner Bankh├Ąuser im Laufe der folgenden Jahrzehnte nach Berlin zur wichtigsten Stadt in Preu├čen. Im Jahre 1880 wurde nach 632 Jahren auf Betreiben des K├Ânigs von Preu├čen und deutschen Kaisers der Bau des K├Âlner Doms abgeschlossen ÔÇô zumindest weitgehend, denn auch damals waren schon Reparaturarbeiten aufgrund des jahrhundertelangen Stillstands notwendig, ebenso wie heute infolge insbesondere der Sch├Ąden im Zweiten Weltkrieg und Umwelteinfl├╝ssen. Weil diese Arbeiten vermutlich nie abgeschlossen sein werden, wird der Dom auch als die ÔÇ×ewige BaustelleÔÇť bezeichnet, was Heinrich Heine schon 1844 persiflierte:

ÔÇ×Er ward nicht vollendet ÔÇô und das ist gut. ÔÇô Denn eben die Nichtvollendung ÔÇô Macht ihn zum Denkmal von Deutschlands Kraft ÔÇô Und protestantischer Sendung.ÔÇť

ÔÇô Heinrich Heine

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt durch Kauf und Schleifung der Stadtmauer, W├Ąlle und Bastionen in den Festungsrayon erweitert. Begrenzt wurde die Stadt durch den Festungsring K├Âln. Die Besiedlung der Neustadt (K├Âln-Neustadt-Nord, K├Âln-Neustadt-S├╝d) stellte den Kontakt zu den schnell wachsenden Umlandgemeinden her und schuf die Voraussetzung f├╝r deren Eingemeindungen. Vom Abriss der alten Stadtmauer blieben nur wenige exemplarische Bauwerke aufgrund einer Intervention des preu├čischen Kulturministeriums verschont.

20. Jahrhundert

1915 wurde in K├Âln anl├Ąsslich des Ersten Weltkriegs ein so genanntes Nagelbild aufgestellt, D├Ą k├Âlsche Boor en Iser. Die Figur gilt als eine der k├╝nstlerisch wertvollsten in Deutschland und befindet sich heute im K├Âlner Stadtmuseum.

C├Âln Notgeld Banknote 10 Pfg 1918, unterschrieben von Oberb├╝rgermeister Konrad Adenauer, auf der R├╝ckseite das Historische Rathaus K├Âlns
Widmungskarte von Konrad Adenauer
K├Âlns zerst├Ârte Innenstadt, 1945
Zerst├Ârte Geb├Ąude nach einem Bombenangriff im Dezember 1943; im Hintergrund der Dom
Ein beim Gefecht am K├Âlner Domvorplatz zerst├Ârter deutscher Panzer am 4. April 1945
Hohe Stra├če bei Nacht, 1968

Am 28. September 1917 wurde Konrad Adenauer erstmals zum K├Âlner Oberb├╝rgermeister gew├Ąhlt. In seine Amtszeit fallen unter anderem die Anerkennung der gr├Â├čten Musikhochschule Deutschlands am 5. Oktober 1925 und die Ansiedlung des damals gr├Â├čten Arbeitgebers in K├Âln, den Ford-Werken, am 18. Oktober 1929.

K├Âln litt ÔÇô wie die ganze Weimarer Republik ÔÇô unter einer Inflation von 1914 bis 1923. Nach einer Hyperinflation 1922 und 1923 kam es zu einer W├Ąhrungsreform: die Rentenmark wurde eingef├╝hrt. Wie vielerorts gab es auch in K├Âln lokales Notgeld.[30] Auch unter der Weltwirtschaftskrise ab Herbst 1929 litt K├Âln. im Mai 1931 begann in ganz Mitteleuropa eine Banken- und Finanzkrise.

K├Âln in der Zeit des Nationalsozialismus

Bei der Reichstagswahl am 5. M├Ąrz 1933 erzielte die NSDAP im Wahlkreis K├Âln-Aachen 30 % (Zentrum 35,9 %); am 6. November 1932 waren es erst 17,4 % gewesen (Zentrum 39,3 %).[31]

Adenauer wurde nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 13. M├Ąrz 1933 beurlaubt und am 17. Juli 1933 endg├╝ltig aus seinem Amt entlassen.[32]

Im Zweiten Weltkrieg fielen am 18. Juni 1940 auf K├Âln die ersten Bomben, ab 1942 intensivierte die britische Luftwaffe die Luftangriffe. Mit der Operation Millennium war K├Âln Ziel des ersten ÔÇ×Tausend-Bomber-AngriffsÔÇť. Am 29. Juni 1943 wurde die Stadt durch britische (nachts) und amerikanische (tags├╝ber) Fl├Ąchenbombardements schwer getroffen, die Innenstadt war nun zu ├╝ber 90 Prozent zerst├Ârt; dabei wurde der K├Âlner Dom schwer besch├Ądigt. Die Bombardements endeten am 2. M├Ąrz 1945. Die Einwohnerzahl sank von ehemals 800.000 bis zum Kriegsende auf rund 104.000 Einwohner (42.000 linksrheinisch am 4. April 1945, 62.000 rechtsrheinisch am 5. Mai 1945; 490.000 bei der ersten Volksz├Ąhlung nach dem Krieg am 29. Oktober 1946), die nach dem Einmarsch der amerikanischen Truppen am 4. M├Ąrz 1945 registriert wurden.[33] Die 1. US-Armee erreichte K├Âln im Rahmen der Operation Lumberjack am 5. M├Ąrz. Von Januar bis M├Ąrz 1945 wurden in K├Âln 1800 in- und ausl├Ąndische Widerstandsk├Ąmpfer im Zuge der Endphaseverbrechen von den Nationalsozialisten ermordet. Ebenfalls wurden etwa 8000 j├╝dische K├Âlner von den Nationalsozialisten ermordet.

K├Âln nach dem Krieg

Ôćĺ Hauptartikel: K├Âln nach dem Krieg

Erst 1959 erlangte K├Âln wieder die Einwohnerzahl der Vorkriegszeit. 1975 ├╝berschritt K├Âln durch eine Gebietsreform, das K├Âln-Gesetz, f├╝r einige Zeit die Einwohnerzahl von einer Million und wurde neben Berlin, Hamburg und M├╝nchen zur vierten Millionenstadt Deutschlands. Seit der Ausgliederung Wesselings 1976 lag die Einwohnerzahl jedoch bis zum Mai 2010 wieder unter der Millionengrenze.

St. Gereon

St. Andreas

St. Kunibert
St. Aposteln
St. Maria im Kapitol

St.C├Ącilien

St. Maria Lyskirchen

St. Georg

Gro├č St. Martin

St. Pantaleon

St. Severin

St. Ursula

Religionen

Ôćĺ Hauptartikel: Religionen in K├Âln

Historisch ist K├Âln wie das gesamte Rheinland, abgesehen von Teilen des Bergischen Landes und einigen St├Ądten am Niederrhein (Duisburg, Moers), katholisch gepr├Ągt; so sind etwa 38,1 Prozent der Einwohner katholisch, 16,6 Prozent evangelisch, 10 Prozent muslimisch, die restlichen gut 30 Prozent Anh├Ąnger anderer oder ohne Religion.[34]

Christentum

Sp├Ątestens seit dem Jahr 313 ist K├Âln Bischofssitz (Erzbistum K├Âln). Die Bischofskirche dieser Zeit ist nicht bekannt. Der K├Âlner Dom gilt erst seit der Gotik als das pr├Ągende Wahrzeichen der Stadt. Die romanische Kirche des Benediktinerklosters Gro├č St. Martin und der Rathausturm bestimmten bis zur Fertigstellung des Domes im deutschen Kaiserreich die Silhouette der Stadt ma├čgeblich mit.

K├Âln hatte nach der ├ťberf├╝hrung der mutma├člichen Gebeine der Heiligen Drei K├Ânige am 23. Juli 1164 schnell den Rang als einer der wichtigsten Wallfahrtsorte im Heiligen R├Âmischen Reich Deutscher Nation inne. Die erste Reise der frisch gekr├Ânten Kaiser und K├Ânige f├╝hrte von Aachen an den Dreik├Ânigenschrein, den Erzbischof Philipp I. von Heinsberg f├╝r die Gebeine anfertigen lie├č. Die Pilgermassen brachten viel Geld mit in die Stadt, was zu einer verst├Ąrkten Ansiedlung und einem sprunghaften Anstieg der Stadtbev├Âlkerung f├╝hrte.

Die Nachfolger Philipp I. von Heinsbergs lie├čen ab 1248 einen neuen Dom bauen, dessen Errichtung aufgrund von Streitigkeiten mit dem Stadtrat und der darauf folgenden Vertreibung des F├╝rstbischofs aus K├Âln immer langsamer voranging und schlie├člich v├Âllig zum Erliegen kam.

In K├Âln entwickelte sich im Mittelalter zu einem Zentrum des Reliquienhandels, da die mittelalterlichen Menschen hofften, durch den Besitz eines heiligen Gegenstandes oder Knochen einer oder eines Heiligen der Erl├Âsung n├Ąher zu kommen. Diese Bedeutung der Stadt brachte ihr den Namen ÔÇ×heiliges K├ÂlnÔÇť ein. Die Bedeutung der Religion zeigt sich auch im Stadtwappen, auf dem die drei Kronen der Heiligen Drei K├Ânige und die elf Flammen der heiligen Ursula von K├Âln und ihrer Gef├Ąhrtinnen, die in K├Âln den M├Ąrtyrertod erlitten haben sollen, dargestellt sind.

Neuzeit

Einer der zahlreichen H├Âhepunkte in der jahrtausendelangen christlichen Geschichte K├Âlns war der 20. Weltjugendtag vom 15. August bis 21. August 2005. Rund 26.000 Freiwillige aus 160 Staaten begr├╝├čten G├Ąste aus 196 Staaten in den St├Ądten K├Âln, Bonn und D├╝sseldorf. Zu diesem Gro├čereignis der ÔÇ×jungen katholischen KircheÔÇť waren bis zur Abschlussmesse auf dem Marienfeld, einem stillgelegten Tagebau nahe dem Vorort Frechen, ├╝ber eine Million Menschen im K├Âlner Gro├čraum. Papst Benedikt XVI. unternahm zu diesem Anlass seine erste Pontifikalreise nach seiner Amtseinf├╝hrung und besuchte die Stadt vom 18. August bis 21. August. Bei dieser Gelegenheit best├Ątigte er den Titel ÔÇ×heiliges K├ÂlnÔÇť.

K├Âln war vom 6. bis 10. Juni 2007 zum zweiten Mal nach 1965 Gastgeberin f├╝r den 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag mit etwa 160.000 Teilnehmern. Der Evangelische Kirchenkreis K├Âln und Region umfasst 299.000 Protestanten gegen├╝ber 420.000 Katholiken allein im Stadtkreis.

Wallfahrtsorte

F├╝r die Stadt K├Âln haben neben den Heiligen drei K├Ânigen und der heiligen Ursula und ihren Gef├Ąhrtinnen auch der heilige Albertus Magnus in St. Andreas und die heilige Edith Stein (Theresia Benedicta a Cruce), eine von den Nationalsozialisten ermordete Philosophin und Ordensfrau, eine Bedeutung f├╝r Wallfahrten. Dazu kommen noch:

Judentum

K├Âlner Synagoge in der Roonstra├če, Oktober 2006 Die j├╝dische Gemeinde in K├Âln ist die ├Ąlteste n├Ârdlich der Alpen.[38] Sie bestand schon 321 zur Zeit von Kaiser Konstantin. Demnach muss es auch eine ├Ąltere K├Âlner Synagoge gegeben haben.

1183 wies der Erzbischof den Juden ein eigenes Gebiet zu, in dem sie einigerma├čen in Frieden leben konnten. Dieses Viertel in der Altstadt, das mit eigenen Toren geschlossen werden konnte, war umrissen von der Portalgasse, der Judengasse, Unter Goldschmied und Obenmarspforten. Es war ausschlie├člich den Juden vorbehalten. Damit war das erste Ghetto in K├Âln geschaffen. Die unter dem Rathausvorplatz liegende Mikwe kann ├╝ber einen separaten Zugang besichtigt werden.

In der Bartholom├Ąusnacht 1349 kam es zu einem Pogrom,[39] der als ÔÇ×JudenschlachtÔÇť in die Stadtgeschichte einging. Ein aufgebrachter Mob drang in das Judenviertel ein und ermordete die meisten Bewohner. In dieser Nacht vergrub eine Familie hier ihr Hab und Gut. Der M├╝nzschatz wurde bei Ausgrabungen 1954 entdeckt und ist im Stadtmuseum ausgestellt. 1424 wurden die Juden ÔÇ×auf alle EwigkeitÔÇť aus der Stadt verbannt.[39] Zwischen 1424 und dem Ende des 18. Jahrhunderts durfte sich ohne Erlaubnis des K├Âlner Rats kein Jude in der Stadt aufhalten. Nach dem Einzug der franz├Âsischen Revolutionsarmee wurden die j├╝dischen B├╝rger, wie auch die protestantischen, den katholischen B├╝rgern gleichgestellt. Erst 1801 entstand unter franz├Âsischer Verwaltung eine neue j├╝dische Gemeinde.[40]

Bis 1933 lebten wieder rund 18.000 Juden in K├Âln. Sie hatten sich unter preu├čischer Herrschaft wieder ansiedeln d├╝rfen. W├Ąhrend der Novemberpogrome 1938 wurden die Synagogen in der Glockengasse, in der Roonstra├če, auf der M├╝lheimer Freiheit und in der K├Ârnerstra├če sowie ein Betsaal in Deutz in Brand gesteckt. Die bis 1941 in K├Âln verbliebenen K├Âlner j├╝dischen Glaubens wurden in Sammellagern des Fort IX (eine der ehemaligen preu├čischen Festungsanlagen im Festungsring K├Âln im K├Âlner Gr├╝ng├╝rtel) und auf dem K├Âlner Messegel├Ąnde eingesperrt und sp├Ąter deportiert. 8000 j├╝dische K├Âlner wurden in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet.

Die heutige Synagogengemeinde hat wieder ├╝ber 4850 Mitglieder. Sie besitzt einen Friedhof, eine Grundschule, einen Kindergarten, eine Bibliothek, einen Sportverein (Makkabi), ein koscheres Restaurant, ein Jugendzentrum und ein Altersheim mit Seniorentreff. Die Gemeinde wird von zwei orthodoxen Rabbinern geleitet. Ihre 1959 wieder aufgebaute gro├če Synagoge steht in der Roonstra├če am Rathenauplatz. Seit 1996 gibt es au├čerdem die kleine j├╝dische liberale Gemeinde Gescher Lamassoret (ÔÇ×Br├╝cke zur TraditionÔÇť), die zur Union progressiver Juden in Deutschland geh├Ârt. Ihre Synagoge liegt im Souterrain der evangelischen Kreuzkapelle in K├Âln-Riehl.

Islam

Wegen des im Verh├Ąltnis zur ├╝brigen Bundesrepublik vor 1990 hohen Anteils von Einwanderern aus der T├╝rkei und deren Nachkommen sowie der damals zentralen Lage im Land richteten die wichtigsten islamischen Organisationen ihren Sitz in K├Âln und Umgebung (Kerpen) ein.

Am Hauptsitz der T├╝rkisch-Islamischen Union der Anstalt f├╝r Religion (DITIB) entsteht im K├Âlner Stadtteil Ehrenfeld die DITIB-Zentralmoschee K├Âln mit einer 35 Meter hohen Kuppel und zwei 55 Meter hohen Minaretten samt frei zug├Ąnglichem Innenhof, die das bisherige Zentrum ÔÇô ein fr├╝heres Fabrikgeb├Ąude ÔÇô ersetzt. Nach Protesten und Diskussionen wurde die Planung modifiziert: Im Innern wurden weniger Gesch├Ąfte und Nebenr├Ąume eingeplant, die ├Ąu├čerliche Gestaltung nach dem Entwurf des K├Âlner Architekten Paul B├Âhm blieb hingegen erhalten. Der Gebetsraum soll bis zu 1200 Gl├Ąubigen Platz bieten. Der t├Ągliche Ruf des Muezzins soll ausschlie├člich im Inneren der Moschee zu h├Âren sein. Am 7. November 2009 fand die Grundsteinlegung f├╝r den Neubau statt.[41]

Einwohnerentwicklung

K├Âln war in den 1970er Jahren infolge von Eingemeindungen aufgrund des K├Âln-Gesetzes kurzzeitig Millionenstadt: im Zuge der letzten Eingemeindungen zum 1. Januar 1975 wurde die Bev├Âlkerungszahl von einer Million erreicht. Nachdem die Stadt Wesseling jedoch zum 1. Juli 1976 durch eine Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs f├╝r das Land Nordrhein-Westfalen wieder ausgegliedert werden musste, sank die Einwohnerzahl erneut unter die Millionengrenze. Seit dem 31. Mai 2010 ist K├Âln nach Angaben des Landesbetriebes Information und Technik Nordrhein-Westfalen mit 1.000.298 Einwohnern (nur Hauptwohnsitze)[42] wieder offiziell die vierte Millionenstadt Deutschlands.[43] Auch in den kommenden Jahren soll K├Âlns Bev├Âlkerungszahl weiter wachsen. Bis zum Jahr 2035 wurde bislang ein leichter Anstieg auf 1.030.000 Einwohner erwartet. In der aktuellen Modellrechnung im Auftrag der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen vom 29. November 2012 rechnet der Landesbetrieb Information und Technik NRW mit einer deutlich st├Ąrkeren Zunahme der Einwohnerzahl f├╝r die Stadt K├Âln auf rund 1.110.000 bis zum Jahr 2030.

K├Âln ist die gr├Â├čte deutsche Stadt, die weder (wie Berlin und Hamburg) ein eigenes Bundesland bildet, noch die Hauptstadt eines Bundeslandes ist.

Mundart (K├Âlsch)

Ôćĺ Hauptartikel: K├Âlsch (Sprache)

K├Âlsch ist die in der Stadt K├Âln und im Umland (in verschiedenen Varianten und in unterschiedlicher Auspr├Ągung) gesprochene Mundart. Es z├Ąhlt zum Ripuarischen innerhalb des Mittelfr├Ąnkischen, das sich mit der Benrather Linie (maache-make-Grenze) bei D├╝sseldorf zum Niederfr├Ąnkischen Platt abgrenzt. Im S├╝den und Osten von K├Âln verlaufen weitere Mundartlinien, die im Rheinischen F├Ącher dargestellt werden (siehe auch: Hauptartikel K├Âlsch (Sprache)).[44]

Politik

K├Âlns Historisches Rathaus mit dem 1414 vollendeten, repr├Ąsentativen Rathausturm und der im 16. Jahrhundert erbauten Renaissance-Laube, die in dieser Form n├Ârdlich der Alpen einzigartig ist (im Oktober 2004 vor Beginn der umfangreichen arch├Ąologischen Ausgrabungen auf dem Rathausvorplatz). In r├Âmischer Zeit leitete der jeweilige Admiral der Classis Germanica die st├Ądtische Verwaltung. Sp├Ąter wurde die r├Âmische Munizipalverfassung eingef├╝hrt. Da die Stadt Sitz eines Erzbistums war, erlangte der Erzbischof sp├Ąter die vollst├Ąndige Machtaus├╝bung in K├Âln. Doch versuchte die Stadt, sich vom Erzbischof zu l├Âsen, was ihr schlie├člich im 13. Jahrhundert gelang (ab 1288 de facto Freie Reichsstadt). Bereits ab 1180 ist ein Rat der Stadt nachweisbar. Ab 1396 waren die 22 Gaffeln das politische R├╝ckgrat der Stadtverwaltung. Sie w├Ąhlten den 36-k├Âpfigen Rat, der wiederum 13 Personen hinzuw├Ąhlen konnte. Die Zusammensetzung des Rates wechselte halbj├Ąhrlich, indem die H├Ąlfte der Mitglieder ersetzt wurde. Der Rat w├Ąhlte j├Ąhrlich zwei B├╝rgermeister. W├Ąhrend der franz├Âsischen Besatzung ab 1794 wurde 1798 die Munizipalverfassung eingef├╝hrt, die an franz├Âsischen Vorbildern orientiert war. An der Spitze der Stadtverwaltung stand ein von der franz├Âsischen Regierung ernannter Maire (B├╝rgermeister). Nach dem ├ťbergang an Preu├čen 1815 wurde K├Âln 1816 eine kreisfreie Stadt und gleichzeitig Sitz des Landkreises K├Âln, der erst bei der Gebietsreform 1975 aufgel├Âst wurde. An der Spitze der Stadt stand seit 1815 ein Oberb├╝rgermeister, auch gab es weiterhin einen Rat. 1856 wurde die preu├čische St├Ądteordnung der Rheinprovinz eingef├╝hrt. Die Stadtverordnetenversammlung w├Ąhlte den Oberb├╝rgermeister als formelles Oberhaupt und Leiter der Verwaltung der Stadt.

1933 wurde der damalige Oberb├╝rgermeister Konrad Adenauer von den Nationalsozialisten vertrieben. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberb├╝rgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ernannte die Milit├Ąrregierung der britischen Besatzungszone einen neuen Oberb├╝rgermeister und f├╝hrte 1946 die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gew├Ąhlten Rat der Stadt, der aus seiner Mitte den Oberb├╝rgermeister als Ratsvorsitzenden und Repr├Ąsentanten der Stadt w├Ąhlte, welcher ehrenamtlich t├Ątig war. Neu war das Amt des ebenfalls vom Rat gew├Ąhlten hauptamtlichen Oberstadtdirektors, der als Leiter der Stadtverwaltung fungierte.

Im Jahr 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberb├╝rgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repr├Ąsentant der Stadt. Er wird seither direkt von den Einwohnern K├Âlns gew├Ąhlt. Dem Oberb├╝rgermeister stehen weitere B├╝rgermeister zur Seite, Gegenw├Ąrtig (Stand 2013) vier, die von den st├Ąrksten Fraktionen des Rats gestellt werden.

Traditionen, Mentalit├Ąt und Politik

K├Âlns gegenw├Ąrtiges Stadtoberhaupt ist Oberb├╝rgermeister J├╝rgen Roters, hier mit seiner Ehefrau Angela Roters. Die lange Tradition einer freien Reichsstadt, die lange ausschlie├člich katholisch gepr├Ągte Bev├Âlkerung und der jahrhundertealte Gegensatz zwischen Kirche und B├╝rgertum (und innerhalb dessen zwischen Patriziern und Handwerkern) hat in K├Âln ein eigenes politisches Klima erzeugt. Verschiedene Interessengruppen formieren sich h├Ąufig aufgrund gesellschaftlicher Sozialisation und daher ├╝ber Parteigrenzen hinweg. Das daraus entstandene Beziehungsgeflecht, das Politik, Wirtschaft und Kultur untereinander in einem System gegenseitiger Gef├Ąlligkeiten, Verpflichtungen und Abh├Ąngigkeiten verbindet, wird auch K├Âlner Kl├╝ngel genannt. Heinrich B├Âll hat in seinem Essay Was ist k├Âlnisch dieses historisch gepr├Ągte Geflecht beschrieben.[45] Dieser Kl├╝ngel hat z. B. h├Ąufig zu einer ungew├Âhnlichen Proporzverteilung in der Stadtverwaltung gef├╝hrt und artete bisweilen in Korruption aus: Der 1999 aufgedeckte ÔÇ×M├╝llskandalÔÇť ├╝ber Bestechungsgelder und unzul├Ąssige Parteispenden brachte nicht nur den Unternehmer Hellmut Trienekens in Haft, sondern lie├č fast das gesamte F├╝hrungspersonal der regierenden SPD st├╝rzen.

War die Stadt aufgrund ihrer katholischen Tradition in Kaiserreich und Weimarer Republik fest der Partei Zentrum verbunden, wechselte bald nach dem Krieg die politische Mehrheit von der CDU (in der das Zentrum aufging) zur SPD. Diese regierte ├╝ber 40 Jahre lang, teilweise mit absoluter Ratsmehrheit. Aufgrund liberaler Traditionen war K├Âln auch immer eine Hochburg der FDP, wegen ihres toleranten gesellschaftlichen Klimas auch der Gr├╝nen. Beide Parteien machen ÔÇô mit wechselndem Erfolg ÔÇô den Volksparteien zunehmend die Mehrheiten streitig.

Rat der Stadt K├Âln

Im K├Âlner Stadtrat sitzen 90 Ratsfrauen und Ratsherren. Der direkt gew├Ąhlte Oberb├╝rgermeister hat Stimmrecht und leitet die Sitzungen. Derzeit sitzen im K├Âlner Rat die CDU (25 Mitglieder), SPD (25 Mitglieder), B├╝ndnis 90/Die Gr├╝nen (20 Mitglieder), FDP (9 Mitglieder), die B├╝rgerbewegung pro K├Âln (5 Mitglieder), die Die Linke (4 Mitglieder), das K├Âlner B├╝rger-B├╝ndnis (1 Mitglied) und die Partei Deine Freunde (1 Mitglied).

Zu Repr├Ąsentationszwecken leistete sich der Rat der alten Handels- und Binnenhafen-Stadt 1938 ein Ratsschiff, die heute unter Denkmalschutz stehende Stadt K├Âln.

Sitzverteilung im XV. Rat der Stadt K├Âln


J├╝rgen Roters Fritz Schramma Harry Blum Norbert Burger (K├Âln) John van Nes Ziegler Theo Burauen Ernst Schwering Robert G├Ârlinger Hermann P├╝nder Willi Suth Konrad Adenauer

Der Oberb├╝rgermeister

Oberb├╝rgermeister der Stadt K├Âln ist J├╝rgen Roters (SPD). Als gemeinsamer Kandidat von SPD und B├╝ndnis 90/Die Gr├╝nen erhielt er am 30. August 2009 bei der Kommunalwahl 54,67 Prozent der abgegebenen Stimmen.[46] Er ist seit dem 21. Oktober 2009 im Amt.

Seit 1999 repr├Ąsentieren in Nordrhein-Westfalen die Oberb├╝rgermeister ihre St├Ądte und Gemeinden nicht mehr ausschlie├člich politisch, sondern leiten wieder gleichzeitig die Kommunalverwaltungen,[47] die zwischen 1945 und 1999 von einem zus├Ątzlichen Hauptamtlichen, dem Oberstadtdirektor in Gro├čst├Ądten, gef├╝hrt wurden.

Stadtverwaltung

Ôćĺ Hauptartikel: Stadtverwaltung K├Âln

Die Stadtverwaltung K├Âln besteht aus 7 Dezernaten, die jeweils von einem berufsm├Ą├čigen Stadtrat als kommunalem Wahlbeamten geleitet werden und dem Dezernat des Oberb├╝rgermeisters. Bei der K├Âlner Stadtverwaltung sind rund 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besch├Ąftigt.

Bezirksvertretungen

Parallel zu den Wahlen des Rates wird in jedem der neun Stadtbezirke nach den Vorgaben der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalens je eine Bezirksvertretung gew├Ąhlt. Diese vertreten die Interessen der Bezirke und der dazugeh├Ârenden Stadtteile gegen├╝ber dem Stadtrat. In Fragen geringerer Bedeutung, die nicht ├╝ber die Bezirksgrenzen hinaus wirken, haben sie Entscheidungsbefugnis. Die Stadtbezirke werden durch den Bezirksb├╝rgermeister vertreten.

Das K├Âlner Stadtwappen und die Flagge der Stadt K├Âln

Ôćĺ Hauptartikel: K├Âlner Wappen

Das Wappen der Stadt K├Âln zeigt den doppelk├Âpfigen Reichsadler, der Schwert und Zepter h├Ąlt. Er erinnert daran, dass die Stadt im Mittelalter seit 1475 offiziell als Freie Reichsstadt zum Heiligen R├Âmischen Reich Deutscher Nation geh├Ârte. Der Adler hat zwei K├Âpfe, weil der Kaiser zugleich der r├Âmisch-deutsche K├Ânig war.

Der Schild hat die Farben Rot und Wei├č, die Farben der Hanse. K├Âln geh├Ârte als bedeutende Handelsmetropole nicht nur diesem Bund der Kaufleute und St├Ądte an, sondern war ÔÇô zusammen mit L├╝beck ÔÇô Mitbegr├╝nderin der deutschen Hanse und damit eine der ├Ąltesten Hansest├Ądte in Deutschland. Flagge der Stadt K├Âln mit Stadtwappen Die drei Kronen sind seit dem 12. Jahrhundert das Hoheitszeichen der Stadt; sie erinnern an die Heiligen Drei K├Ânige, deren Reliquien 1164 der K├Âlner Erzbischof Reinald von Dassel aus Mailand mitbrachte und die in einem goldenen Schrein hinter dem Hochaltar des Doms aufbewahrt werden.

An den sehr popul├Ąren Kult der heiligen Ursula erinnern die elf schwarzen ÔÇ×FlammenÔÇť, die seit dem 16. Jahrhundert im K├Âlner Stadtwappen auftauchen. Ursula war der Legende nach eine bretonische Prinzessin, die auf der R├╝ckfahrt von einer Pilgerreise nach Rom mitsamt ihren Gef├Ąhrtinnen von den Hunnen ermordet wurde, die damals gerade K├Âln belagerten. Die elf oder 11.000 legend├Ąren Jungfrauen werden im Stadtwappen durch die elf tropfenf├Ârmigen Hermelinschw├Ąnze symbolisiert, die wiederum an das Wappen der Bretagne ÔÇô der Heimat Ursulas ÔÇô erinnern k├Ânnten, das aus Hermelinfell besteht.

Die Flagge der Stadt K├Âln ist rot-wei├č l├Ąngs gestreift.[48] Sie wird h├Ąufig auch mit aufgelegtem Stadtwappen gezeigt.

St├Ądtepartnerschaften

K├Âln geh├Ârt zu den sechs europ├Ąischen St├Ądten, die 1958 erstmals eine Ringpartnerschaft ins Leben riefen. Dieser unmittelbar nach Gr├╝ndung der EWG erfolgte Akt sollte die europ├Ąische Verbundenheit unterstreichen, indem je eine Stadt aus jedem damaligen Mitgliedsland mit allen ├╝brigen eine St├Ądtepartnerschaft abschloss. 1993 wurde die Partnerschaft zwischen den beteiligten St├Ądten K├Âln, Turin, L├╝ttich, Esch an der Alzette, Rotterdam und Lille nochmals bekr├Ąftigt.

Durch die eingemeindeten St├Ądte und Gemeinden ├╝bernahm K├Âln deren partnerschaftliche Beziehungen mit den St├Ądten Benfleet/Castle Point (Vereinigtes K├Ânigreich), Igny (Frankreich), Diepenbeek (Belgien), Brive-la-Gaillarde (Frankreich), Dunstable (Vereinigtes K├Ânigreich), Eygelshoven (Niederlande) und Hazebrouck (Frankreich).

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Im K├Âlner Dom Im Mittelalter wurde K├Âln zu einem bedeutenden kirchlichen und zu einem wichtigen k├╝nstlerischen und edukativen Zentrum. Der K├Âlner Dom ist die gr├Â├čte gotische Kirche in Nordeuropa und beherbergt den Dreik├Ânigenschrein, in dem angeblich die Reliquien der Heiligen Drei K├Ânige aufbewahrt werden, daher die drei Kronen im Stadtwappen. Der K├Âlner Dom ÔÇô 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe erkl├Ąrt ÔÇô ist das Wahrzeichen der Stadt und dient als inoffizielles Symbol. K├Âln wurde im Zweiten Weltkrieg schwer zerst├Ârt, heute ist die Stadt eine kulturelle Metropole mit vielen wichtigen Museen, Galerien und Kunstmessen sowie einer lebendigen Musikszene.

2012 wurde mit st├Ądtischen Mitteln nach l├Ąngerer Vorbereitung die Akademie der K├╝nste der Welt gegr├╝ndet, die vorerst virtuell agierend und mit lokalen Institutionen und Initiativen zusammenarbeitend international hervorgetretene K├╝nstler als Mitglieder beruft, die ihre Projekte dann in K├Âln realisieren k├Ânnen.

Ausl├Ąndische Kulturinstitute

K├Âln wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Standort einer Reihe von ausl├Ąndischern Kulturinstituten ausgew├Ąhlt. Das Haus des British Council von 1950 und das Amerika-Haus von 1954 haben ihre Aufgaben mittlerweile ge├Ąndert. Das italienische, das franz├Âsische und das japanische Kulturinstitut sind weiterhin und ├╝ber K├Âln hinaus aktiv. Auch das kleinere Belgische Haus fungiert als Kultur-Mittler.

Stadtbild

Ôćĺ Hauptartikel: Stadtentwicklung in K├Âln

R├Âmerturm Eigelsteintorburg Jugendstilh├Ąuser im Belgischen Viertel Das Dischhaus Die Altstadt K├Âlns und angrenzende Bereiche wurden durch Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg zu 80 Prozent zerst├Ârt. Beim Wiederaufbau wurden zwar die Stra├čenverl├Ąufe und die historischen Stra├čennamen h├Ąufig beibehalten, die Bebauung erfolgte jedoch h├Ąufig im Stil der 1950er Jahre. Somit sind weite Teile der Stadt von Nachkriegsarchitektur gepr├Ągt; dazwischen befinden sich einzelne Bauten, die erhalten geblieben oder aufgrund ihrer Bedeutung rekonstruiert worden sind.

R├Âmisches K├Âln

K├Âln ist eine der ├Ąltesten St├Ądte Deutschlands. Der r├Âmische Feldherr Agrippa siedelte 19/18 v. Chr. den Stamm der Ubier am Rhein an und sorgte f├╝r eine Infrastruktur nach r├Âmischem Vorbild. Das antike Stra├čennetz hat teilweise noch bis heute Bestand. Aus dem r├Âmischen cardo maximus wurde die Hohe Stra├če und der decumanus maximus ist heute die Schildergasse. Reste r├Âmischer Bauwerke finden sich im gesamten Innenstadtbereich. Teilweise sind sie unterirdisch unter dem K├Âlner Rathaus oder in Parkh├Ąusern und Kellern zug├Ąnglich. Darunter ist das sogenannte Ubiermonument, das ├Ąlteste datierte Geb├Ąude aus Stein in Deutschland. Oberirdisch kann man Reste der r├Âmischen Stadtmauer, zum Beispiel den R├Âmerturm, besichtigen.

Mittelalterliches K├Âln

Bedeutende mittelalterliche Profanbauten sind erhalten oder wieder aufgebaut worden: Beispiele sind das Rathaus, das Stapelhaus, der G├╝rzenich und das Overstolzenhaus, ├Ąltestes erhaltenes Wohngeb├Ąude der Stadt. Teile der m├Ąchtigen mittelalterlichen Stadtmauern sind ebenfalls erhalten, darunter auch mehrere Stadttore wie das Eigelsteintor und die Stadtmauer am Hansaring (neben dem fr├╝heren Standort des Stadtgef├Ąngnisses Klingelp├╝tz), das Severinstor, das Hahnentor oder die Ulrepforte samt der Stadtmauer am Sachsenring und der ÔÇ×WeckschnappÔÇť. Das malerische Martinsviertel besteht nur noch zum Teil aus mittelalterlicher Bausubstanz. Viele Geb├Ąude wurden nach dem Zweiten Weltkrieg mehr oder weniger stilgerecht wieder aufgebaut.

Preu├čisches K├Âln

Am R├Âmerturm 3 liegt das einzige noch erhaltene klassizistische Wohnhaus.[50] Der erste K├Âlner Festungsring liegt in der gr├╝nderzeitlichen Neustadt und wurde Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet. Auf Grund des massiven Bev├Âlkerungswachstums der Stadt und der vergr├Â├čerten Artilleriereichweite wurde die Verteidigung K├Âlns in der zweiten H├Ąlfte des 19. Jahrhunderts jedoch in die links- und rechtsrheinischen Vororte der Stadt verlegt, wo ein neuer moderner Festungsg├╝rtel errichtet wurde. Die veralteten Forts in der Neustadt bestanden jedoch weiterhin und wurden erst nach dem Ersten Weltkrieg teilweise geschleift. Bis heute k├Ânnen noch viele der Forts besichtigt werden. Dazu z├Ąhlen unter anderem das Fort I im Friedenspark, das Fort IV im Volksgarten (K├Âln) oder das Fort X in der n├Ârdlichen Neustadt.

Die Neustadt ist eine ringf├Ârmig um die historische Altstadt angelegte Stadterweiterung, die sich von der abgebrochenen mittelalterlichen Stadtmauer bis zum inneren Festungsring erstreckt. Sie wurde ab 1881 bis etwa 1914 erbaut und war die gr├Â├čte ihrer Zeit in Deutschland. Einst war sie ein geschlossenes Ensemble mit allen Stilrichtungen vom Historismus ├╝ber Jugendstil bis hin zum Expressionismus; erhebliche Kriegssch├Ąden und Abrisswut in der Nachkriegszeit schm├Ąlerten ihren Charme. Dennoch l├Ąsst sich die urspr├╝ngliche Gestalt der Neustadt in mehreren Vierteln noch gut nachvollziehen: Dazu z├Ąhlen die S├╝dstadt (Ubierring, Alteburger Stra├če ÔÇô haupts├Ąchlich Jugendstil), das Universit├Ątsviertel (Z├╝lpicher Stra├če, Rathenauplatz ÔÇô haupts├Ąchlich historisierende wilhelminische H├Ąuser), die Patrizierh├Ąuser im Belgischen Viertel (Aachener Stra├če, L├╝tticher Stra├če) und das Agnesviertel. Die Kirche St. Agnes, nach der das Viertel benannt wurde, ist ein gelungenes Beispiel rheinischer Neugotik. Heute ist die Neustadt kein reines Wohngebiet mehr, sondern Zentrum verschiedenster kultureller und gesch├Ąftlicher Aktivit├Ąten (Mediapark, Galerien, Kneipenviertel etc.).

1914 investierte die Stadt f├╝nf Millionen Goldmark f├╝r die K├Âlner Werkbundausstellung, bei der f├╝hrende Werkbundarchitekten exemplarische und zeitgem├Ą├če Geb├Ąude errichteten.

Zwischen den Weltkriegen

Unter dem damaligen Oberb├╝rgermeister Konrad Adenauer entstanden in den 1920er Jahren in K├Âln einige bedeutende Bauwerke. Das Messegel├Ąnde (heute ÔÇ×KoelnmesseÔÇť) mit dem markanten Messeturm ist im Stil des Backsteinexpressionismus errichtet, wobei die Bauten ├╝ber ein Skelett aus Stahlbeton verf├╝gen und die ornamentale Fassade aus Blendklinkern besteht. Im selben Stil ist das Hansahochhaus am Innenstadtring gebaut worden. Zum Zeitpunkt des Richtfestes 1924 war es das h├Âchste Haus Europas.

Adenauer ernannte 1926 den K├╝nstler Professor Richard Riemerschmid zum Gr├╝ndungsdirektor der stadtk├Âlnischen Kunsthochschule K├Âlner Werkschulen, einer Parallelgr├╝ndung zum Bauhaus in Dessau.

Ein Beispiel f├╝r den Baustil der Neuen Sachlichkeit ist das Disch-Haus, die Universit├Ąt wurde im Stil des Werkbundes bis 1929 errichtet. In den Zwanziger Jahren erlebte der Siedlungsbau in K├Âln einen H├Âhepunkt: Ganze Stadtteile wie Zollstock und H├Âhenhaus wurden von Wohnungsbaugenossenschaften zumeist nach den st├Ądtebaulichen Idealen der Zeit und oft nach den Prinzipien der Gartenstadt errichtet.

In der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur sollte K├Âln als Gauhauptstadt einen entsprechenden Rahmen erhalten: Geplant war der Abriss von Teilen der Altstadt und gro├čen Teilen des Stadtteiles Deutz, um Platz f├╝r Aufmarschstra├čen und ein gigantisches Gauforum auf der rechten Rheinseite zu schaffen. Das als erhaltenswert eingestufte Altstadtgebiet um Gro├č St. Martin wurde bis 1939 komplett saniert. Die Abrissarbeiten f├╝r die gro├čz├╝gig geplante Verkehrsschneise in West-Ost-Richtung konnte wegen des Krieges lediglich begonnen werden.

Nachkriegszeit und neue Entwicklungen

Museum Ludwig K├Âlntriangle bei Sonnenuntergang Nachdem gro├če Teile von K├Âln 1945 zerst├Ârt waren, ├╝bernahm die amerikanische, sp├Ąter die britische Milit├Ąrregierung erste Schritte zur Wiedererrichtung der Stadt. Der vollst├Ąndige, autogerechte Neubau der Innenstadt wurde bald zugunsten einer Kompromissl├Âsung aufgegeben, die das Stra├čennetz mit dem tradierten, schmalen Zuschnitt der Grundst├╝cke beibehielt, aber breite Trassen durch die Innenstadt vorsah. Die Schaffung g├╝nstigen Wohnraumes stand im Vordergrund, so dass sich das Stadtbild des Nachkriegs-K├Âln durch architektonisch wenig interessante, hastig errichtete Mietsh├Ąuser h├Ąufig sehr gleichf├Ârmig darstellte. Gleichwohl ragen aus dieser Zeit einzelne stilbildende und wegweisende Projekte heraus, die K├Âln in den 1950er Jahren zu einem bedeutenden Ort des modernen St├Ądtebaus machten. Zu erw├Ąhnen ist die Gestaltung des Domplatzes mit dem Blau-Gold-Haus, der von Wilhelm Riphahn gestaltete Komplex aus Oper und Schauspielhaus und die West-Ost-Achse, die bereits Ende der Vierziger Jahre mit lichten Pavillons und werksteinverkleideten Geschossbauten ausgestaltet wurde. Der Geb├Ąudekomplex der Gerling-Versicherung war aufgrund seiner Formensprache aus den 1930er Jahren dagegen sehr umstritten.

1967 wurde die Hohe Stra├če, eine bekannte K├Âlner Einkaufsstra├če, als erste Stra├če in K├Âln in eine Fu├čg├Ąngerzone umgewandelt.

Die 1960er und 1970er Jahre bescherten K├Âln vor allem Architektur aus funktionalem Beton, die Sch├Ąden am Stadtbild verursachte, welche teilweise bis heute nicht behoben werden konnten. Erst in den 1980er Jahren besannen sich die K├Âlner wieder mehr auf Qualit├Ąt: Nach dem Bau des Fernmeldeturmes Colonius wurde verst├Ąrkt die Aufwertung der Innenstadt betrieben, welche bis heute andauert. Das Museum Ludwig, die K├Âlner Philharmonie und der Rheinufertunnel verbanden die Stadt seit 1986 durch eine ansprechend eingerahmte Uferpromenade wieder mit dem Rhein; gleichzeitig wurde durch die teilweise Verlegung der Stadtbahn in Tunnel der Innenstadtring entlastet und in neuer Gestaltung 1987 eingeweiht. In den Neunziger Jahren folgte der Mediapark auf dem Gel├Ąnde des G├╝terbahnhofs sowie die K├ÂlnArena (heute Lanxess Arena) in Deutz. Der Rheinauhafen, das Wallraf-Richartz-Museum, das Weltstadthaus oder die geplante Messe-City in Deutz sind Beispiele f├╝r die aktuelle Umgestaltung der Innenstadt.

In den ersten Jahren des neuen Jahrtausends entstand mit dem K├Âlntriangle im rechtsrheinischen Stadtteil Deutz ein neues Hochhaus mit einer Aussichtsplattform in 103 Metern H├Âhe.

Bedeutende Sakralbauten

Gro├č St. Martin ist die gr├Â├čte und markanteste der romanischen Kirchen. Im Vordergrund Rheinfront mit Stapelhaus. Das Innere der Kapelle Maria in den Tr├╝mmern. Das alles ├╝berragende K├Âlner Wahrzeichen ist der gotische Dom St. Peter und Maria, einer der gr├Â├čte Kirchenbauten der Gotik. Bis zu seiner Vollendung vergingen etwa 600 Jahre; erst 1880 wurde er fertiggestellt. Hier sind die Reliquien der Heiligen Drei K├Ânige aufbewahrt, die K├Âln zu einem Pilgerziel ersten Ranges machten. Sie sind im prunkvoll gestalteten Dreik├Ânigenschrein (sp├Ątes 12. Jahrhundert / erste H├Ąlfte 13. Jahrhundert) im Chorraum des Domes aufbewahrt.

Kulturgeschichtlich nicht weniger bedeutsam sind die insgesamt zw├Âlf gro├čen romanischen Kirchen im Innenstadtbereich: St. Severin, St. Maria in Lyskirchen, Basilika St. Andreas, St. Aposteln, St. Gereon, St. Ursula, St. Pantaleon, St. Maria im Kapitol, Gro├č St. Martin, St. Georg, St. Kunibert und St. C├Ącilien. Die meisten von ihnen wurden im Krieg schwer besch├Ądigt; erst 1985 war die Wiedererrichtung abgeschlossen.

In der Innenstadt finden sich au├čerdem die gotischen Kirchen St. Peter und die Minoritenkirche sowie die Barockkirchen St. Mari├Ą Himmelfahrt, St. Maria in der Kupfergasse, St. Maria vom Frieden und die Ursulinenkirche St. Corpus Christi. Die Protestanten durften in K├Âln erst ab 1802 ├Âffentliche Gottesdienste feiern. Zu diesem Zweck bekamen sie von den Franzosen die gotische Antoniterkirche ├╝bereignet. ├ähnlich verh├Ąlt es sich mit der Kart├Ąuserkirche, welche 1923 in evangelischen Besitz ├╝berging. Die in der N├Ąhe des Heumarkts befindliche Trinitatiskirche ist die erste als solche errichtete evangelische Kirche im linksrheinischen K├Âln. Im Stadtteil M├╝lheim, das damals zum Herzogtum Berg geh├Ârte, wurde allerdings bereits 1786 die Friedenskirche errichtet. Zwei Vorg├Ąngerbauten wurden zerst├Ârt. St. Engelbert in K├Âln-Riehl ist der erste moderne Kirchenbau K├Âlns.

Zwei Kirchenruinen sind noch im Stadtbild vertreten: Alt St. Alban in der N├Ąhe des Rathauses mit einer von K├Ąthe Kollwitz entworfenen Skulptur im ehemaligen Kirchenschiff und die Reste von St. Kolumba. Hier wurde in den 1950er Jahren um eine erhalten gebliebene Marienfigur die Kapelle St. Maria in den Tr├╝mmern errichtet, die v├Âllig zerst├Ârte Kirche behielt nur provisorisch gesicherte St├╝mpfe der Umfassungsmauern. 2005 wurde auf diesen Ruinen das neue Di├Âzesanmuseum von Peter Zumthor errichtet, dessen Neubau die Integration der ├ťberreste deutlich betont.

In der Neustadt und den Vororten gibt es noch zahlreiche weitere Sakralbauten, unter anderem mehrere kleine romanische und gotische Kirchen, aber auch Beispiele f├╝r den modernen Kirchenbau. Besonders sehenswerte Bauten werden in den Artikeln der jeweiligen Stadtteile beschrieben.

Rheinbr├╝cken

Blick vom Deutzer Rheinufer auf die Hohenzollernbr├╝cke, den K├Âlner Dom und das Museum Ludwig Severinsbr├╝cke von Westen, Februar 2005 Fernw├Ąrmetunnel unter dem Rhein Die erste Rheinbr├╝cke in K├Âln, die Konstantinbr├╝cke, wurde von den R├Âmern 310 erbaut und zwei Jahrhunderte sp├Ąter von den Franken zerst├Ârt. Die Reste wurden wahrscheinlich um 960 entfernt. 1822 wurde eine Pontonbr├╝cke zwischen K├Âln und Deutz und 1889 eine weitere zwischen K├Âln-Riehl und M├╝lheim errichtet.[51] 1945 wurde nach den kriegsbedingten Zerst├Ârungen aller Br├╝cken als erste eine amerikanische Pontonbr├╝cke zwischen Bayenthal und K├Âln-Poll errichtet. Sie wurde im Juni 1945 wieder abgebaut, nachdem zwischen K├Âln und Deutz neben der eingest├╝rzten Hindenburgbr├╝cke ein provisorischer Rhein├╝bergang fertiggestellt wurde[52] Einen weiteren provisorischen Rhein├╝bergang, eine Bailey-Br├╝cke, auch Pattonbr├╝cke genannt, unterhielt die englische Armee ├╝ber den Rhein 1946 bis 1951 in H├Âhe des Rheinparks.[53]

Acht Br├╝cken ├╝berspannen heute im K├Âlner Stadtgebiet den Rhein auf seiner Stroml├Ąnge von acht Kilometer durch die Stadt, davon zwei Eisenbahnbr├╝cken und sechs Stra├čenbr├╝cken:

Zwei Autobahnbr├╝cken verbinden die links- und rechtsrheinischen Teile des K├Âlner Autobahnrings:

Vier gr├╝n gestrichene st├Ądtische Stra├čenbr├╝cken lenken den Verkehr im inneren Stadtgebiet ├╝ber den Rhein:

Charakteristisch f├╝r vier der acht Br├╝cken ist der Anstrich, der daraufhin die Bezeichnung K├Âlner Br├╝ckengr├╝n erhielt. Im Jahre 1929 wurde diese spezielle Farbe vom damaligen Oberg├╝rgermeister Konrad Adenauer beim Bau der M├╝lheimer Br├╝cke durchgesetzt.

Eine weitere Rheinquerung ist ein 1984 geschaffener, begehbarer, 470 Meter langer Fernw├Ąrmetunnel des K├Âlner Energieversorgers Rheinenergie, unter dem Rhein n├Ârdlich der Hohenzollernbr├╝cke.[55][56] Dieser Tunnel ist nicht allgemein zug├Ąnglich, jedoch werden gelegentlich Termine zur Besichtigung der Tunnelanlage angeboten.[57]

Neben den Br├╝cken bestehen in K├Âln noch einzelne F├Ąhrverbindungen ├╝ber den Rhein:

  • Autof├Ąhre von K├Âln-Langel nach Leverkusen[58]
  • Personenf├Ąhre von K├Âln-Altstadt nach Messe/Rheinpark[59]
  • Personenf├Ąhre von K├Âln-Wei├č nach Porz-Z├╝ndorf[60]

Parks und Gr├╝nfl├Ąchen

Wasserterrassen im Botanischen Garten K├Âln K├Âln besitzt linksrheinisch zwei Gr├╝ng├╝rtel ÔÇô den Inneren und den ├äu├čeren. Der Innere Gr├╝ng├╝rtel ist sieben Kilometer lang, mehrere 100 Meter breit und hat eine Fl├Ąche von 120 Hektar. Die Festungsg├╝rtel der Stadt mussten nach dem Ersten Weltkrieg im Rahmen der Versailler Vertr├Ąge abgerissen werden, so dass hier diese gro├če st├Ądtische Gr├╝nanlage entstehen konnte. Durch Aufsch├╝ttung von Tr├╝mmern des Zweiten Weltkrieges entstand im Inneren Gr├╝ng├╝rtel der heute dicht bewachsene 25 Meter hohe Herkulesberg. Der Innere Gr├╝ng├╝rtel beherbergt 25 Baumarten, Wiesen und mehrere Wasserfl├Ąchen.

Der ├äu├čere Gr├╝ng├╝rtel ist auf dem Gel├Ąnde des ├Ąu├čeren Festungsringes entstanden. Die zum Teil baumbestandene gr├Â├čte K├Âlner Gr├╝nanlage sollte urspr├╝nglich fast die gesamte Stadt umschlie├čen, was aus wirtschaftlichen Gr├╝nden nie realisiert wurde. Dennoch entstanden in den 1920er Jahren 800 Hektar Gr├╝nfl├Ąche, unter anderem der Beethovenpark. Auch die Festungsanlagen auf der rechten Rheinseite wurden, wo m├Âglich, in Gr├╝nanlagen umgewandelt.

Der f├╝nf Hektar (urspr├╝nglich elf Hektar) gro├če Stadtgarten ist der ├Ąlteste Park in K├Âln. Die 175 Jahre alte Anlage wurde als Landschaftspark angelegt und besitzt seit ├╝ber 100 Jahren ein Restaurant mit Biergarten. Dort ist heute auch ein Jazzclub zu finden.

Im ├╝ber 100 Jahre alten Volksgarten der S├╝dstadt finden in der warmen Jahreszeit n├Ąchtelange Grill-Happenings statt, zu denen sich oft Trommler und andere Instrumentalisten einfinden. Auch Klein- und Stra├čenk├╝nstler sind hier zu finden. Der Park ist au├čerdem Ort f├╝r viele kulturelle Veranstaltungen, so werden beispielsweise in der Orangerie Theaterst├╝cke aufgef├╝hrt.

Die auf einer Anh├Âhe gelegene Gr├╝nfl├Ąche am Aachener Weiher ist insbesondere bei Studenten ein beliebter Treffpunkt. Der sanfte H├╝gel entstand ebenfalls durch Aufsch├╝ttung von Tr├╝mmern des Zweiten Weltkriegs. Seit dem 7. August 2004 erinnert ein neuer Name an die Opfer des Krieges: Hiroshima-Nagasaki-Park. K├Âln ist seit 1985 Mitglied des internationalen St├Ądteb├╝ndnisses gegen Atomwaffen, des so genannten ÔÇ×Hiroshima-Nagasaki-B├╝ndnissesÔÇť.

Der Bl├╝cherpark im Stadtteil Bilderst├Âckchen und der Vorgebirgspark in Raderthal wurden beide, obwohl sehr unterschiedlich gestaltet, Anfang des 20. Jahrhunderts nach den Pl├Ąnen des Gartenarchitekten Fritz Encke angelegt. Der Klettenbergpark in K├Âln-Klettenberg wurde zwischen 1905 und 1908 in einer ehemaligen Kiesgrube als H├Âhenpark angelegt. Der Fritz-Encke-Volkspark in K├Âln-Raderthal ist trotz der Verluste (teilweise Bebauung in den 1950er Jahren) eine der bedeutendsten Anlagen der 1920er Jahre.

Die mit der Stadterweiterung nach 1881 angelegte Ringstra├če auf den ehemaligen Bollwerken vor der mittelalterlichen Stadtmauer war mit zahlreichen park├Ąhnlichen Anlagen ausgestattet, so am Sachsenring, Kaiser-Wilhelm-Ring, Hansaring, Ebertplatz und Theodor-Heuss-Ring. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Anlagen ver├Ąndert oder weitgehend entfernt, und nur der westliche Teil des Parks am Theodor-Heuss-Ring mit Weiher befindet sich noch fast im urspr├╝nglichen Zustand.

Auf der rechten Rheinseite liegt der Rheinpark, das weitl├Ąufige Gel├Ąnde der Bundesgartenschau 1957 und 1971 in K├Âln-Deutz, das durch die Rheinseilbahn mit den linksrheinischen Anlagen Zoo und Flora verbunden ist. Etwas weiter entfernt liegen die Groov in K├Âln-Z├╝ndorf sowie der Thurner Hof.

Im K├Âlner Norden befindet sich das Naherholungs- und Sportgebiet F├╝hlinger See. Es besteht aus sieben miteinander verbundenen Seen und einer Regattastrecke. Das Areal bietet sich zum Baden, Schwimmen, Tauchen, Angeln, Windsurfen, Kanufahren und Rudern an. Die U-f├Ârmig um die Regattastrecke verlaufende Stra├če wird h├Ąufig von Inline-Skatern genutzt.

Die Naherholungsgr├╝nzonen am Rande K├Âlns werden durch einen Rundwanderweg, den K├Âlnpfad, dessen Etappen durch ├Âffentliche Verkehrsmittel erreichbar sind, erschlossen und verbunden.

Der nahe gelegene Naturpark Rheinland jenseits der Ville dient ebenfalls der Stadtbev├Âlkerung als Erholungsgebiet. Die Stadt geh├Ârt zu den Tr├Ągern des Naturparks.

Zoo und Botanische G├Ąrten

Der K├Âlner Zoo wurde 1859 erbaut, ist etwa 20 ha gro├č und beherbergt 700 Tierarten mit etwa 7000 Tieren. Besonders bekannt ist er f├╝r die vielen in den Jahren 2006 und 2007 geborenen Elefanten. Das neue Heim der Elefanten, der Elefantenpark, wurde 2005 mit Hilfe privater Spenden erbaut und hat etwa 15 Millionen Euro gekostet.

Der Botanische Garten K├Âlns wird Flora genannt. Er ist in das European Garden Heritage Network eingebunden und 2004/2005 als herausragend in die Stra├če der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas aufgenommen worden. Im ├Ąu├čeren Gr├╝ng├╝rtel im Stadtteil Rodenkirchen liegt der Forstbotanische Garten mit seiner Landschaftsparkerweiterung, dem Friedenswald.

Theater

Die Geschichte des K├Âlner Theaters hat ihre Wurzeln im Mittelalter. Im heutigen K├Âln sind zahlreiche Theater ans├Ąssig. Die Stadt ist Tr├Ąger der ÔÇ×B├╝hnen der Stadt K├ÂlnÔÇť mit Schauspielhaus und Oper K├Âln.

In der Stadt K├Âln gibt es zudem rund 70 professionelle freie und private Theater als Tourneetheater oder solche mit eigenen Spielst├Ątten. Der Gro├čteil der Theater ist in der ÔÇ×K├Âlner Theaterkonferenz e. V.ÔÇť organisiert, der auch die st├Ądtischen B├╝hnen angeh├Âren. Eine Besonderheit in der K├Âlner Theaterlandschaft ist die Initiative ÔÇ×JuPiTerÔÇť (Junges Publikum ins Theater), in der Kindertheatermacher gemeinsam f├╝r die St├Ąrkung des Kinder- und Jugendtheaters arbeiten. Die K├Âlner Theaterszene bildet das gesamte Spektrum vom Autorentheater ├╝ber experimentelles Theater, Kabarett, klassisches Sprechtheater, Figurentheater, M├Ąrchenspiele, Performance, Tanztheater bis hin zum Volkstheater ab.

Bekannte B├╝hnen sind das Arkada┼č Theater, Artheater, Atelier-Theater, Casamax-Theater, Cassiopeia Theater, Comedia Theater, Drama K├Âln, Freies Werkstatt-Theater, Galant-Theater, Gloria-Theater, H├Ąnneschen-Theater (Puppenspiele der Stadt K├Âln), Horizont-Theater, K├Âlner K├╝nstler-Theater, Kl├╝ngelp├╝tz Kabarett-Theater, Millowitsch-Theater, Piccolo Puppenspiele, Senft├Âpfchen-Theater, Studiob├╝hne K├Âln, Theater am Dom, Theater am Sachsenring, Theater der Keller, das Theater im Bauturm, Theater im Hof, Theater in der Filmdose, Theater Tiefrot und das Theaterhaus K├Âln.

Musik

Der K├Âlner G├╝rzenich Opernhaus am Offenbachplatz ÔÇô bis 2015 geschlossen

Sinfonie- und Kammerorchester

In K├Âln ist eine ganze Reihe renommierter Sinfonie- und Kammerorchester zu Hause. Das G├╝rzenich-Orchester wurde 1857 anl├Ąsslich der Einweihung des gleichnamigen K├Âlner Konzertsaals als Nachfolgeorganisation der ÔÇ×Musikalischen GesellschaftÔÇť gegr├╝ndet. Seit 1888 ist die Stadt Tr├Ąger des Orchesters. Es spielt in der Oper K├Âln und gibt zahlreiche Konzerte, zum Beispiel in der K├Âlner Philharmonie. Bekannte Musikdirektoren des Orchesters waren Conradin Kreutzer, Hermann Abendroth und G├╝nter Wand. Seit 2003 wird das G├╝rzenich-Orchester von Markus Stenz geleitet.

Das zweite ber├╝hmte Sinfonieorchester ist das WDR-Sinfonie-Orchester; es wird seit 2010 von Jukka-Pekka Saraste geleitet. Dieses Orchester wurde 1945 als Nachfolgeeinrichtung des 1926 gegr├╝ndeten Orchesters des Reichssenders K├Âln gegr├╝ndet. An Kammerorchestern, teilweise mit hochspezialisiertem Repertoire und internationalem Renommee (Alte Musik), sind zu nennen: Camerata K├Âln (gegr├╝ndet 1979), das K├Âlner Kammerorchester (gegr├╝ndet 1923; 1976 bis 1986 als Capella Clementina),[61] Cappella Coloniensis (in Tr├Ągerschaft des WDR), Collegium Aureum (gegr├╝ndet 1964), Concerto K├Âln (gegr├╝ndet 1985) und Musica Antiqua K├Âln (gegr├╝ndet 1973).

Ch├Âre

K├Âln verf├╝gt ├╝ber eine reichhaltige Chorszene. Ein Dutzend Konzertch├Âre sind im Netzwerk K├Âlner Ch├Âre organisiert,[62] einer bundesweit einmaligen Lobbyorganisation.

Rund um den K├Âlner Dom existiert die K├Âlner Dommusik, bestehend aus vier Ch├Âren (K├Âlner Domchor (Knabenchor), der M├Ądchenchor am K├Âlner Dom, die Domkantorei K├Âln, das Vokalensemble K├Âlner Dom). Der Domchor wurde 1863 wiedergegr├╝ndet.

Der K├Âlner Jugendchor Sankt Stephan wurde 1984 gegr├╝ndet und z├Ąhlt zu den gr├Â├čten und erfolgreichsten Jugendch├Âren Deutschlands.

Der K├Âlner M├Ąnner-Gesang-Verein mit seinen rund 190 aktiven S├Ąngern ist ├╝ber die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

Au├čerdem gibt es in K├Âln eine sehr vielf├Ąltige Szene von ÔÇ×freienÔÇť, also nicht als klassischer Konzertchor organisierten oder an Kirchengemeinden gebundenen Ch├Âren, die sehr unterschiedliche Hintergr├╝nde und Schwerpunkte haben.

Musikschulen

Die Hochschule f├╝r Musik und Tanz K├Âln als Europas gr├Â├čte Musikhochschule tr├Ągt zum musikalischen Leben der Stadt erheblich bei. F├╝r Kinder und Jugendliche bietet die Rheinische Musikschule an mehreren Standorten in K├Âln fl├Ąchendeckend Musikunterricht an. Unter dem Titel Signale aus K├Âln finden am Musikwissenschaftlichen Institut der Universit├Ąt zu K├Âln Begegnungen mit zeitgen├Âssischen Komponisten statt.

Weitere Spielst├Ątten

Eine wichtige Spielst├Ątte f├╝r Musik ist die K├Âlner Philharmonie mit einem breiten Spektrum von klassischer Musik ├╝ber Musik der Gegenwart bis hin zu Jazz und popul├Ąrer Musik. Die Lanxess Arena, das E-Werk in K├Âln-M├╝lheim, das Palladium und die Live Music Hall sind neben dem Tanzbrunnen im Rheinpark (Freilichtb├╝hne) weitere vielbesuchte Veranstaltungsorte.

Auch in den Sendes├Ąlen des Westdeutschen Rundfunks und des Deutschlandfunks finden regelm├Ą├čig Konzerte statt. Der WDR unterh├Ąlt nicht nur das oben erw├Ąhnte Sinfonieorchester, sondern auch eine Big Band, die als eine der besten Big Bands Europas gilt. Das Jazzhaus im Stadtgarten hat ein reichhaltiges Programm der aktuellen Spielarten des Jazz und der Weltmusik; im Loft wird insbesondere die improvisierte Musik gepflegt. Im alten Ballsaal des mittelalterlichen K├Âln, dem G├╝rzenich, wird ebenfalls Musik aufgef├╝hrt.

K├Âlsche Musik

Eine feste Gr├Â├če in K├Âln ist die durch den Karneval gepr├Ągte Volksmusik. Dabei ist Volksmusik nur bedingt in Anlehnung an allgemeine Volksmusik zu sehen. Sie wird fast durchg├Ąngig in Mundart gesungen, also auf K├Âlsch. Dabei variieren die Stilrichtungen von Schlager ├╝ber Pop und Hip-Hop bis hin zu Karnevalsliedern. In j├╝ngerer Vergangenheit hat sich auch eine A-cappella-Szene gebildet. Eine Variante der k├Âlschen Musik ist der K├Âlschrock, der vor allem durch BAP gepr├Ągt wurde und in dem auch Gruppen wie Brings entsprangen.

Einige K├╝nstler, die sich um die K├Âlner Musikszene verdient gemacht haben, waren zum Beispiel Willi Ostermann und Willy Schneider und sind gegenw├Ąrtig beispielsweise die Bl├Ąck F├Â├Âss, Microphone Mafia, die H├Âhner, Paveier oder die Wise Guys. K├Âln ist auch der Heimatort der 1968 gegr├╝ndeten Krautrock-Band Can, die im Laufe der 1970er Jahre zu einer der international einflussreichsten deutschen Rockbands wurde.

Elektronische Musik

Seit den fr├╝hen 1950er Jahren war K├Âln auch ein Zentrum moderner elektronischer Musik. Insbesondere das seit seiner Gr├╝ndung 1951 von Herbert Eimert geleitete ÔÇ×Studio f├╝r Elektronische MusikÔÇť war als erstes seiner Art weltweit von internationalem Rang, neben Karlheinz Stockhausen, der das Studio seit 1963 leitete, arbeiteten hier beispielsweise Pierre Boulez, Mauricio Kagel, Pierre Henry und Pierre Schaeffer.

In den 1990er Jahren bl├╝hte in K├Âln die elektronische Musik erneut auf, diesmal jedoch unter weniger akademischen Vorzeichen. Ausgehend von Techno, Intelligent Dance Music und unter R├╝ckgriff auf popul├Ąrmusikalische Avantgardegenres wie Industrial, Noise, Ambient, Krautrock, Free Jazz und Free Improv etablierte sich unter dem Stichwort Sound of Cologne ein breitgef├Ąchertes Spektrum moderner elektronischer Musik und konnte auch international erfolgreich sein. Musiker und Bands wie Wolfgang Voigt, Whirlpool Productions oder Mouse on Mars waren die bekanntesten Vertreter dieser Str├Âmung, die allerdings stilistisch ├Ąu├čerst uneinheitlich und eher ein soziales Ph├Ąnomen war. Bedeutende Labels des Sound of Cologne sind zum Beispiel Kompakt oder A-Musik.

Literatur

Von Goethe ├╝ber Heine bis Celan haben namhafte Autoren sich von K├Âln und seinen Eigenarten zu Gedichten und Balladen inspirieren lassen. Zahlreiche deutschsprachige Romane spielen in K├Âln. Hans Bender und Dieter Wellershoff leben hier, Nobelpreistr├Ąger Heinrich B├Âll und Rolf Dieter Brinkmann geh├Ârten zu den in K├Âln ans├Ąssigen bekannten Autoren. Literaturhaus und Lit.Cologne laden Schriftsteller aus dem In- und Ausland zu literarischen Veranstaltungen ein, w├Ąhrend die heimischen Literaten beispielsweise bei der Leseb├╝hne am Br├╝sseler Platz oder bei Veranstaltungen in Buchhandlungen, Caf├ęs und Kneipen auftreten. Neben gro├čen Verlagen wie Kiepenheuer & Witsch und DuMont beleben Spezialverlage wie der Musikverlag Dohr und Kleinverlage wie Emons, edition fundamental, Krash Verlag, LUND, parasitenpresse, Suppos├ę Verlag und Tisch 7 das literarische Feld. Literarische Gruppen wie die K├Âlner Autorenwerkstatt setzen eigene Akzente. Die Stadt vergibt zwei Literaturpreise: den Heinrich-B├Âll-Preis und das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium.

Das Literaturhaus K├Âln und der K├Âlner Stadt-Anzeiger veranstalten j├Ąhrlich die Aktion Ein Buch f├╝r die Stadt. Die B├╝rgerstiftung K├Âln stellt mit dem Projekt Eselsohr ├ľffentliche B├╝cherschr├Ąnke im Stadtgebiet auf und veranstaltet gemeinsam mit Stadtteil-B├╝rgerstiftungen offene Leserunden.

Bildende Kunst

Die Stadt ist ein wichtiges internationales Kunstzentrum. Mit der Art Cologne beherbergt sie die ├Ąlteste Kunstmesse der Welt, die heute zu den weltweit wichtigsten Kunstmessen geh├Ârt. Das Wallraf-Richartz-Museum f├╝r klassische und das Museum Ludwig f├╝r moderne Kunst genie├čen internationalen Ruf. Weiterhin gibt es unter anderem Museen f├╝r mittelalterliche Kunst, ostasiatische Kunst und Kunstgewerbe (siehe Abschnitt Museen). Der 1839 gegr├╝ndete K├Âlnische Kunstverein bietet der Gegenwartskunst F├Ârderung und Ausstellungsfl├Ąche. ├ťber 100 Galerien und Kunsth├Ąndler sind vor Ort, z. B. das Kunsthaus Lempertz, die Galerien Boisser├ęe und Jablonka. Einige renommierte K├╝nstler wohnen in K├Âln, etwa Gerhard Richter und Rosemarie Trockel.

Museen

Ôćĺ Hauptartikel: Liste der Museen in K├Âln

R├Âmisch-Germanisches-Museum Das Schokoladenmuseum im revitalisierten Rheinauhafen, Oktober 2004 Das K├Âlnische Stadtmuseum im Zeughaus. Auf dem Turm das umstrittene Fl├╝gelauto

Duftmuseum im Farina-Haus, hier entstand das Eau de Cologne / K├Âlnisch Wasser

Als traditionsreiche Kulturstadt verf├╝gt K├Âln ├╝ber eine stattliche Anzahl von Museen, die umfangreiche und hochkar├Ątige Sammlungen beherbergen. Die wichtigsten Kunstmuseen sind das Museum Ludwig, in dessen postmodernem, die Rheinfront un├╝bersehbar pr├Ągenden Geb├Ąudekomplex die Moderne und Gegenwartskunst untergebracht ist, und das Wallraf-Richartz-Museum, das im Herzen der historischen Altstadt 2001 einen eigenen Bau bezogen hat und Kunst aus den Epochen vom Mittelalter bis zum fr├╝hen 20. Jahrhundert zeigt. Einer der j├╝ngsten bedeutenden Museumsneubauten ist das Erzbisch├Âfliche Di├Âzesanmuseum Kolumba, das, ├╝ber den Resten einer romanischen Kirchenruine errichtet, bedeutende Werke aus verschiedenen Epochen zeigt. Gegenwartskunst findet sich im K├Âlnischen Kunstverein, aber auch im Museum f├╝r angewandte Kunst, das au├čerdem eine gro├če Sammlung von Designst├╝cken beherbergt. Wegweisend in ihrer Richtung sind zudem die artothek K├Âln f├╝r junge Kunst, das K├Ąthe-Kollwitz-Museum, das Museum f├╝r Ostasiatische Kunst und das Museum Schn├╝tgen f├╝r mittelalterliche Kunst, das seit 2010 in einen gemeinsam mit dem Rautenstrauch-Joest-Museum belegten neuen Geb├Ąudekomplex expandiert ist. Letzteres ist das einzige v├Âlkerkundliche Museum in Nordrhein-Westfalen. Der Skulpturenpark K├Âln zeigt Au├čenskulpturen der Gegenwartszeit.

Flaggschiff der K├Âlner historischen Museen ist das R├Âmisch-Germanische Museum, das Kunst-, Schmuck und Alltagsgegenst├Ąnde aus der r├Âmischen und merowingischen Epoche ausstellt. Angeschlossen sind der ehemalige r├Âmische Statthalterpalast und die Mikwe, das mittelalterliche j├╝dische Kultbad auf dem Rathausvorplatz. Auf diesem werden umfangreiche Grabungen unternommen, die Fundamente und Kellergeschosse des mittelalterlichen K├Âln zutage f├Ârdern. Nach Abschluss der Arbeiten soll hier das Haus der J├╝dischen Geschichte entstehen.

Die K├Âlner Stadtgeschichte wird im K├Âlnischen Stadtmuseum im Zeughaus pr├Ąsentiert, w├Ąhrend das nahebei gelegene EL-DE-Haus als das NS-Dokumentationszentrum der Stadt K├Âln (NSDOK) die Geschichte K├Âlns im Nationalsozialismus dokumentiert. Erw├Ąhnenswert sind au├čerdem das Agfa Foto-Historama f├╝r Historische Fotografie (seit 2005 Teil des Museum Ludwig), der Ausstellungsraum Jawne ├╝ber das ehemalige j├╝dische Gymnasium K├Âlns, das K├Âlner Festungsmuseum und das Duftmuseum im Farina-Haus, dem Geburtshaus des K├Âlnisch Wasser.

Im Rheinauhafen befinden sich das Schokoladenmuseum in einem Bau der 1980er Jahre und das Deutsche Sport & Olympia Museum, das in einem ehemaligen Lagergeb├Ąude untergebracht ist. Weitere wichtige, meist private und stiftungsgetragene Museen sind das Geldgeschichtliche Museum, das K├Âlner Karnevalsmuseum, das K├╝nstlerMuseum Beckers┬░B├Âll im Kunsthaus Rhenania, das Odysseum, das Radiomuseum, das Rheinische Industriebahn-Museum, die Photographische Sammlung der SK Stiftung Kultur, die Theaterwissenschaftliche Sammlung Schloss Wahn und das Weinmuseum.

Archive

Bibliotheken

Sport

S├╝dseite des RheinEnergieStadions Lanxess Arena (2005)

Sportst├Ątten

├ťberregional bekannt sind vor allem der M├╝ngersdorfer Sportpark mit dem RheinEnergieStadion und die Lanxess Arena in Deutz, eine der gr├Â├čten Mehrzweckhallen Europas, in der Eishockey-, Handball- und Basketballspiele ausgetragen werden. Daneben verf├╝gt die Stadt ├╝ber eine Radrennbahn, eine Pferderennbahn, eine Regattastrecke und zahlreiche weitere Sporteinrichtungen. K├Âln ist aufgrund seiner Infrastruktur regelm├Ą├čig Austragungsort von in Deutschland stattfindenden internationalen Sportveranstaltungen.

Die Deutsche Sporthochschule K├Âln ist die einzige Einrichtung ihrer Art in Deutschland.

Vereine und Traditionsveranstaltungen

In K├Âln werden 775 Sportvereine durch die Stadt finanziell gef├Ârdert. Der Vereinssport umfasst alle wichtigen Breitensportarten; die bekanntesten Fu├čballvereine sind der 1. FC K├Âln, der SC Fortuna K├Âln und der FC Viktoria K├Âln. Sehr erfolgreich sind zudem die K├Âlner Haie im Eishockey. ├ťberregionale Bekanntheit genie├čen auch die Cologne Crusaders im Rugby sowie die Cologne Crocodiles und die Cologne Falcons im American Football. Im Basketball hatte K├Âln eine sehr erfolgreiche Zeit mit dem BSC Saturn K├Âln. Von 1999 bis zur Insolvenz 2009 war die Stadt mit den K├Âln 99ers in der Bundesliga vertreten. Der Amateurverein ist weiterhin der deutsche Basketballverein mit den meisten Mitgliedern und ging am 12. Juni 2013 zusammen mit dem MTV K├Âln 1850 in der Spielgemeinschaft RheinStars K├Âln auf, deren Ziel fortan der Aufstieg in die Basketball-Bundesliga ist.[65] Der SC Colonia 06 ist ein K├Âlner Amateur-Boxverein. Gegr├╝ndet im Jahre 1906 ist er heute der ├Ąlteste aktive Amateurboxverein Deutschlands. Boxer des Vereins errangen bereits in den 1920er Jahren erste Europameistertitel. Insgesamt stellte der Verein bislang vier Europameister, drei Vize-Europameister, 37 Deutsche Meister und 86 Westdeutsche Meister bei den Senioren.

Seit 1997 findet jedes Jahr im Herbst der K├Âln-Marathon statt, und der Radsportklassiker Rund um K├Âln wird bereits seit 1908 j├Ąhrlich durchgef├╝hrt. Seit 1984 wird der K├Âln-Triathlon veranstaltet.

Nachtleben

Vor allem am Wochenende tummeln sich in der Innenstadt Einheimische und Touristen, Jugendliche und Studenten in zahlreichen Diskotheken, Clubs, Bars und Kneipen. Hauptanlaufpunkte sind dabei die Altstadt, das Studentenviertel ÔÇ×Kwartier Lat├ĄngÔÇť um die Z├╝lpicher Stra├če, das Friesenviertel in der N├Ąhe des Friesenplatzes, das Belgische Viertel und die Ringe zwischen Kaiser-Wilhelm-Ring und Rudolfplatz, sowie die S├╝dstadt zwischen Chlodwigplatz und Alteburger Stra├če.

Karneval

Das K├Âlner Dreigestirn 2005 (v.┬ál. Jungfrau, Prinz, Bauer) Karnevalssitzung am 22. Februar 2006 im G├╝rzenich Der K├Âlner Karneval ÔÇô die ÔÇ×f├╝nfte JahreszeitÔÇť ÔÇô beginnt allj├Ąhrlich am 11. November um 11:11 Uhr auf dem Alter Markt. Nach einem kurzen, aber heftigen Auftakt legt der Karneval bis Neujahr eine Pause ein. Dann beginnt die eigentliche ÔÇ×SessionÔÇť, die bis zum Aschermittwoch mit dem traditionellen Fischessen dauert. Dieser Abschied vom bunten Karnevalstreiben wird durch die sogenannte Nubbelverbrennung um Mitternacht von Karnevalsdienstag auf Aschermittwoch eingel├Ąutet.

W├Ąhrend der Karnevalssession finden zahlreiche Sitzungen und B├Ąlle statt. Der ÔÇ×offizielleÔÇť, vom Festkomitee K├Âlner Karneval kontrollierte traditionelle Sitzungskarneval findet seine Anh├Ąngerschaft ├╝berwiegend im ├Ąlteren und konservativeren Publikum. Vor allem zu den Prunk-Sitzungen findet sich die lokale Polit- und Geldprominenz ein.

In den letzten Jahrzehnten etablierte sich mit dem ÔÇ×alternativenÔÇť Karneval eine Gegenbewegung, deren Aush├Ąngeschild die Stunksitzung im E-Werk ist. Sie ist mit ├╝ber 40 Veranstaltungstagen die mittlerweile umsatzst├Ąrkste Karnevalsveranstaltung. Dazu kommt noch die schwul-lesbische Rosa Sitzung, ihre verschiedenen Spr├Âsslinge und die Kneipenbewegung ÔÇ×Loss mer singeÔÇť, die jedes Jahr schon vor Karneval Tausende von Menschen beim ÔÇ×EinsingenÔÇť auf die neuen Lieder der Session einstimmt.

Die Session gipfelt im Stra├čen- und Kneipenkarneval. Dieser beginnt an Wieverfastelovend (Weiberfastnacht), also dem Donnerstag vor Rosenmontag und versetzt die Stadt am Rhein f├╝r die n├Ąchsten sechs Tage in eine Art Ausnahmezustand, in dem das ├Âffentliche Leben (Beh├Ârden, Schulen, Gesch├Ąfte) zu einem gro├čen Teil zum Erliegen kommt. In dieser Zeit finden auch die zahlreichen Karnevalsz├╝ge in den einzelnen Stadtvierteln statt, deren gr├Â├čter der Rosenmontagszug in der Innenstadt ist.

Eine Besonderheit ist der Geisterzug: 1991, als wegen des Zweiten Golfkriegs der offizielle Stra├čenkarneval und mit ihm auch der Rosenmontagszug ausfiel, lebte die alte Tradition des Geisterzugs wieder auf. So folgen nichtorganisierte Gruppen dem ├ä├Ązeb├Ąr, der die kalte Jahreszeit vertreiben soll. Seitdem findet fast jedes Jahr am Karnevalssamstag der K├Âlner Geisterzug statt, der nachts durch verschiedene Viertel der Stadt zieht.

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen und Festivals

CSD-Parade, 2006 Die gr├Â├čte ├Âffentliche Veranstaltung in K├Âln ist der Karneval, zu dessen Sessionen und Umz├╝gen in der Karnevalswoche j├Ąhrlich etwa zwei Millionen G├Ąste erwartet werden. Auf dem zweiten Platz folgt am ersten Juliwochenende mit regelm├Ą├čig ├╝ber einer Million Besuchern der Cologne Pride, die gr├Â├čte Lesben- und Schwulen-Parade in Deutschland. Im Juli finden auch die K├Âlner Lichter, ein Musik- und Feuerwerksspektakel am Rhein hunderttausende Zuschauer.

Seit dem Wegzug der Musikmesse Popkomm nach Berlin ist in K├Âln eine Gro├čveranstaltung weggefallen. Mit der c/o pop (Cologne On Pop), einem Festival f├╝r elektronische Popkultur, versucht die Stadt ein kleiner und spezieller dimensioniertes Musikfest zu etablieren. Weitere Musikveranstaltungen sind die MusikTriennale K├Âln, ein Festival mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, der Summerjam, gr├Â├čtes Reggae-Festival Europas am ersten Juli-Wochenende sowie die Orgelfeierstunden, international besetzte Orgelkonzerte im K├Âlner Dom.

Weitere Veranstaltungen sind das f├╝nft├Ągige Literaturfestival Lit.Cologne, das Internationale K├Âln Comedy Festival, die Leseb├╝hne am Br├╝sseler Platz und die J├╝dischen Kulturtage im Rheinland, an denen die Stadt regelm├Ą├čig teilnimmt, sowie das Kinderfilmfest Cinep├Ąnz. Es gibt zwei gro├če Jahrm├Ąrkte, die Fr├╝hjahrs- und die Herbstkirmes am Deutzer Rheinufer. Die Bierb├Ârse, ein internationales Bierfestival, findet ebenso j├Ąhrlich statt wie der ÔÇ×Tag der FortsÔÇť, bei dem die preu├čischen Milit├Ąranlagen der K├Âlner Stadtbefestigungen kostenfrei der ├ľffentlichkeit mit zahlreichen Veranstaltungen zug├Ąnglich gemacht werden.

K├╝che

Muscheln rheinische Art Rievkooche K├Âln ist gepr├Ągt von einer langen kulinarischen Tradition, die mit importierten, teils exotischen Elementen bereichert wurde. Wegen der herausragenden Position im internationalen Handel wurden in der K├╝che bereits in fr├╝her Zeit Hering, Muscheln, aber auch viele Gew├╝rze verwendet. Im Mittelalter, als der Lachs, in K├Âln meist als Salm bezeichnet, und der Maifisch noch reichlich im Rhein vorhanden war, galten diese Fische als Arme-Leute-Essen, w├Ąhrend der Hering in der b├╝rgerlichen K├╝che sehr beliebt war. Der rheinische Heringsstipp mit ├äpfeln, Zwiebeln und Sahne zeugt noch heute davon. Auch Muscheln rheinische Art sind heute noch Teil der Gastronomie.

Wie im Rheinland ├╝blich, wird S├╝├čes und Herzhaftes h├Ąufig kombiniert. Der gute Boden und das Klima sorgen zudem f├╝r eine gro├če Rolle von Gem├╝se in der K├Âlner K├╝che. Ein s├╝├č-saures Gericht der K├Âlner K├╝che sind der Rheinische Sauerbraten, welcher urspr├╝nglich mit Pferdefleisch zubereitet wurde und das einfachere Himmel un ├ä├Ąd, vermengtes Kartoffel- und Apfelmus, zu dem es gebratene Blutwurst (ÔÇ×Fl├ÂnzÔÇť) gibt. Wirsing und Spargel werden h├Ąufig als Saisongem├╝se angeboten.

Eine besondere Rolle in K├Âln spielen die Brauh├Ąuser. Diese dienten urspr├╝nglich zur Bierausgabe der K├Âlner Brauereien, haben sich aber zum Hauptanbieter b├╝rgerlicher K├╝che in K├Âln entwickelt. Neben den erw├Ąhnten Gerichten sind hier deftige Mahlzeiten wie Kr├╝stchen, Eisbein (ÔÇ×H├ĄmchenÔÇť), Hachse und Reibekuchen (ÔÇ×RievkoocheÔÇť) zu erhalten. Aufgrund des Herstellungsaufwandes gibt es letztere h├Ąufig nur an bestimmten Tagen. Beliebt zum K├Âlsch, das in den Brauh├Ąusern direkt aus dem Fass gezapft wird, sind Tatar, Fl├Ânz oder Halver Hahn.

Geb├Ąckspezialit├Ąten sind Mutze, Mutzemandeln und Krapfen sowie eine Vielzahl an gedeckten und ungedeckten Torten, die haupts├Ąchlich mit ├äpfeln und Pflaumen garniert werden. Ges├╝├čt wird bisweilen mit Zuckerr├╝bensirup (ÔÇ×R├╝benkrautÔÇť), das auch als Brotaufstrich benutzt wird.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ôćĺ Hauptartikel: Wirtschaft K├Âlns

Die Wirtschaft K├Âlns ist gepr├Ągt durch einen lang anhaltenden und tief greifenden Strukturwandel. W├Ąhrend Handel und Verkehr schon seit dem Mittelalter einen stabilen, tragenden Pfeiler der lokalen Wirtschaft darstellen, sind viele der traditionsreichen produzierenden Gewerbe mittlerweile aus dem Stadtbild verschwunden. Durch die fortschreitende Tertiarisierung sind jedoch im Dienstleistungssektor neue Besch├Ąftigungsimpulse entstanden. Gemeinhin wird K├Âln als Auto-, Maschinenbau-, Chemie-, Versicherungs- und Medienstadt angesehen. Das liegt unter anderem daran, dass sich im Fahrzeugbau, Maschinenbau, Versicherungswesen und in der Film- und Fernsehproduktion sehr viele Firmenzentralen in K├Âln angesiedelt haben. Der Ruf einer Medienstadt wird von der K├Âlner Politik nach Kr├Ąften gef├Ârdert, wobei neben Verlagswesen und Filmstudios zunehmend Musikproduktion, Computerspiele und elektronischer Handel in die ├Âffentliche Wahrnehmung r├╝cken. Die traditionell hohe Arbeitslosigkeit im K├Âlner Stadtgebiet ist im Mai 2010 erstmals seit Langem wieder unter die Marke von zehn Prozent gesunken.[66] In den letzten Jahren entwickelt sich K├Âln als Zentrum der BioRegio Rheinland zu einer der f├╝hrenden Biotech- und Life-Science-Regionen in Europa.[67]

Wirtschaftsstruktur

K├Âln hat eine sehr diversifizierte Wirtschaftsstruktur, die schrumpfende Branchen ebenso wie Wachstumsbranchen beinhaltet. So ist vom ehem. bedeutendem Bankenplatz Deutschlands um das Jahr 1800 (Sal. Oppenheim, Bankhaus J. H. Stein oder dem A. SchaaffhausenÔÇÖscher Bankverein) nicht viel ├╝briggeblieben. Am 2. M├Ąrz 1705 wurden hier durch die dann durch Kurf├╝rst Johann Wilhelm II gegr├╝ndete Banco di gyro d`affrancatione die ersten Banknoten Deutschlands, die Bancozettel, ausgegeben. Der Beitrag aller Sektoren der K├Âlner Wirtschaft zum Gesamtumsatz im Land NRW macht die Stadt zu einer der deutschen Wirtschaftsmetropolen. Eine besondere Stellung nehmen traditionell die Automobilfertigung und die Energie- und Wasserversorgung ein, auch die Chemische Industrie, die Lebensmittelindustrie und das Verlagsgewerbe geh├Âren zu den wesentlichen Sektoren. Insbesondere das Versicherungsgewerbe behauptete sich gegen den Bundestrend und st├Ąrkte so K├Âlns Position als ÔÇ×VersicherungshauptstadtÔÇť Deutschlands. Im Sektor Finanz- und Versicherungsdienstleistungen arbeiteten 6 % aller Besch├Ąftigten, w├Ąhrend 5,5 % im Sektor Information/Kommunikation besch├Ąftigt waren (2010).

Im Jahre 2010 arbeiteten der IHK K├Âln zufolge[68] insgesamt in der K├Âlner Wirtschaftsregion 13,6 % aller sozialversicherungspflichtig Besch├Ąftigten des Landes NRW. Mit 82,4 % dominiert dabei das Dienstleistungsgewerbe, der Rest entf├Ąllt auf das produzierende Gewerbe. Gemessen an der Bruttowertsch├Âpfung von 61 Milliarden Euro (2008) liegt der Dienstleistungssektor in K├Âln mit knapp 52 % Anteil an erster Stelle, gefolgt vom Finanzierungs- und Vermietungsgewerbe (23 %) und Handel/Gastgewerbe/Verkehr mit 13 %. Selbst der kleinste Sektor, das produzierende Gewerbe, erzielte in K├Âln mit 26,5 Milliarden Euro (2010) 8,8 % vom Gesamtumsatz dieses Sektors in NRW. Stark vertreten ist darin der Fahrzeugbau mit einem Umsatzanteil von 56 % in K├Âln. Die Wirtschaftsmetropole liegt mit einer Exportquote von 58 % deutlich ├╝ber dem Durchschnitt des Landes NRW von 43 %.

Im Dezember 2010 verf├╝gte die Stadt ├╝ber eine Hotelbetten-Kapazit├Ąt von 28.000, die zu 46 % ausgelastet war. 2011 verzeichnete K├Âln mit 126 Millionen Besuchern einen neuen Rekord. Diese verteilten sich auf 2,8 Millionen Hotelg├Ąste mit fast 5 Millionen ├ťbernachtungen, zehn Millionen private ├ťbernachtungen und 120 Millionen Tagesg├Ąste. Damit geh├Ârt K├Âln zu den meistbesuchten Orten Deutschlands und Europas. Von den 6,8 Milliarden Euro Ums├Ątzen der Touristen verblieben 170 Millionen Euro Steuereinnahmen f├╝r die Stadt. Den gr├Â├čten Anteil an den Hotelg├Ąsten haben mit zwei Millionen (71,4 %) die deutschen Besucher, gefolgt von Briten (109.000; 3,9 %), Holl├Ąndern (92.000; 3,3 %) und Nordamerikanern (81.000). Alleine die 42.750 Messen und sonstigen Veranstaltungen wurden von 3,3 Millionen Teilnehmern besucht. Von den 28.900 Ausstellern kamen 57,6 % aus dem Ausland, bei den zwei Millionen Besuchern lag der Ausl├Ąnderanteil bei 30,7 %. Aus diesem Grunde wuchs K├Âlns Tourismus gegen├╝ber dem Jahr 2010 mit 8,1 % st├Ąrker als in NRW (5,1 %) und Deutschland (4 %).[69]

Die Geschichte der Wirtschaft K├Âlns und der Region wird dokumentiert und aufbereitet im Rheinisch-Westf├Ąlischen Wirtschaftsarchiv (RWWA).

Messen

Logo der Koelnmesse Die bekanntesten Messen der Koelnmesse sind:

  • Anuga, eine Fachmesse der Ern├Ąhrungswirtschaft und Nahrungsmittelindustrie
  • Art Cologne, eine Fachmesse f├╝r Moderne Kunst
  • gamescom, eine Messe f├╝r interaktive Unterhaltungselektronik
  • imm cologne, eine Fachmesse f├╝r M├Âbel und Einrichtung
  • intermot, Internationale Motorrad- und Rollermesse
  • Photokina, eine Fachmesse der Foto-Industrie
  • spoga+gafa, Fachmesse f├╝r Sportartikel, Campingbedarf und Gartenm├Âbel

Einzelhandel

Die Schildergasse ist K├Âlns meistbesuchte Einkaufsstra├če In K├Âln gibt es zahlreiche Gesch├Ąfte der g├╝nstigen bis mittleren Preiskategorie, aber auch teure Luxusgesch├Ąfte. Laut einer Untersuchung von Jones Lang LaSalle im Jahr 2014 sind Schildergasse und Hohe Stra├če die meistfrequentierten Einkaufsstra├čen Deutschlands.[70] Dar├╝ber hinaus gibt es in K├Âln diverse Einkaufszentren, wie etwa das Rhein-Center im linksrheinischen Weiden oder die K├Âln Arcaden im rechtsrheinischen Kalk.

Verkehr

K├Âln ist seit jeher eine verkehrsg├╝nstig gelegene Stadt, die schon zur R├Âmerzeit mit einem bedeutenden Hafen ausgestattet und in das r├Âmische Fernstra├čennetz eingebunden war. Das Stra├čen- und Schienenverkehrsaufkommen z├Ąhlt sowohl im Personen- als auch im G├╝tertransport zu den h├Âchsten in ganz Deutschland.

Stra├čenverkehr

K├Âlner Autobahnring und wichtige Verkehrsadern Das K├Âlner Stra├čensystem hat sich infolge der milit├Ąrstrategischen Bedeutung der Stadt in der Vergangenheit insbesondere auf der linken Rheinseite nach dem Ring-Radial-Prinzip entwickelt:[71] Die Ausfallstra├čen werden von insgesamt f├╝nf konzentrisch angeordneten Stra├čenringen gekreuzt, die zum Teil die alten Befestigungsanlagen nachzeichnen. Au├čerhalb der preu├čischen Milit├Ąrringstra├če verl├Ąuft der Autobahnring, der schon 1965 geschlossen wurde. In der Folge der Planungen f├╝r die K├Âlner Stadtautobahn zur selben Zeit existieren mit der Bundesstra├če B 55a und der Bundesautobahn A 559 zwei autobahnartig ausgebaute Ein- und Ausfallstra├čen. An der innersten Ringstra├če beginnt eine Vielzahl von Radialstra├čen, die alle nach Orten benannt sind, in deren Richtung sie von K├Âln aus f├╝hren.

Die wichtigsten Fernverkehrsstra├čen sind die A 3 und A 4, die im Osten K├Âlns den K├Âlner Autobahnring bilden. Eine weitere wichtige Verkehrsader ist die A 1, die im Westen K├Âlns im K├Âlner Ring verl├Ąuft. Im S├╝den K├Âlns ist die A 59 einen Teil der ÔÇ×FlughafenautobahnÔÇť, die den Flughafen K├Âln/Bonn mit K├Âln und Bonn verbindet. Neben den Autobahnen bilden Bundesstra├čen in K├Âln die so genannten Inneren Ringe. Trotz der guten Verkehrsanbindungen bilden sich besonders im K├Âlner Osten und Westen viele Verkehrsstauungen. Hier befinden sich Gro├čbaustellen auf der A 3 und A 1. Eine weitere wichtige Autobahn ist die A 57, die von der K├Âlner Stadtmitte ├╝ber Neuss nach Krefeld verl├Ąuft.

Schienenverkehr

Empfangshalle des K├Âlner Hauptbahnhofs Der K├Âlner Hauptbahnhof ist die westliche Drehscheibe des deutschen Schienenfernverkehrs. Von hier f├╝hren Bahnstrecken nach

Luftfahrt

Flughafen K├Âln/Bonn, Terminal 1, August 2005 Das erste Ereignis der K├Âlner Luftfahrtgeschichte scheint sich 1785 zugetragen zu haben. Am 21. Oktober 1785 beantragte der durchreisende Franzose Jean-Pierre Blanchard beim Rat der Stadt K├Âln, mit seinem Ballon aufsteigen zu d├╝rfen. Dies wurde ihm als Gottesl├Ąsterung ausgelegt und somit verboten. Er durfte allerdings seinen Ballon ├Âffentlich zeigen. 1788 lie├č Georg Haffner in dem damals noch nicht zu K├Âln geh├Ârenden Deutz einen selbstgebauten Ballon steigen. Er z├Ąhlte zu den wenigen professionellen Luftfahrern, die sich Aeronauten nannten und die sich ihre Kunst durch Auftritte in Vergn├╝gungszentren bzw. Jahrm├Ąrkten finanzieren mussten. Derartige Auftritte von meist ausl├Ąndischen Aeronauten sind f├╝r 1808, 1847 und 1878 dokumentiert. Der K├Âlner Maximilian Wolff war Mitgr├╝nder des Ballon-Sport-Clubs C├Âln, gegr. 1888 und 1890 Gr├╝nder des Vereins zur F├Ârderung der Luftschiffahrt, C├Âln. Er bot in dieser Zeit u. a. an der Ausflugsgastst├Ątte Goldenes Eck in K├Âln-Riehl Ballonfahrten mit Passagieren als st├Ąndige Attraktion an.[72]

Der bis 1861 als Maschinenbauingenieur bei der K├Âlnischen Maschinenbau AG in Bayenthal t├Ątige Mainzer Paul Haenlein patentierte am 1. April 1865 die Idee eines lenkbaren Luftschiffs. Im Oktober 1871 demonstrierte er mit einem Luftschiffmodell in Mainz einige Flugversuche. 1872 baute er ein lenkbares Luftschiff.

Seit ca. 1900 landeten auf dem Gel├Ąnde des Bauernhofes Butzweiler Hof in K├Âln-Ossendorf vereinzelt Ballone und Flugzeuge. Ebenso fanden Starts und Landungen auf den rechtsrheinisch Exerzierpl├Ątzen in der Merheimer Heide und in der M├╝lheimer Heide statt. Diese Anlagen konnten jedoch nur behelfsm├Ą├čig benutzt und nur auf Widerruf zur Verf├╝gung gestellt werden. Ausl├Ąndische Flieger wie Bl├ęriot und der erste Looping-Flieger Adolphe Pegoud zeigten auf der Rennbahn in K├Âln Merheim (linksrheinisch) ihre fliegerischen Leistungen.[73] Der K├Âlner Flug- und Automobilpionier Arthur Delfosse machte 1902 erste Gleitflugversuche mit einem selbstgebauten Flugzeug auf der M├╝lheimer Heide.

1912 wurde in K├Âln-Ossendorf auf dem Gel├Ąnde des ehemaligen Bauernhofes Butzweiler Hof der Grundstein zu einem Flughafen gelegt. Dieser wurde 1913 in Betrieb genommen und entwickelte sich bis zum Zweiten Weltkrieg zum Verkehrskreuz des Westens. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er von der englischen und sp├Ąter der belgischen Armee bis 1993 als Milit├Ąrflugplatz genutzt.[60] Daneben gab es in K├Âln einen einfachen Start- und Landeplatz in Porz-Westhoven bei den Mannesmann-Flugzeugwerken.

Von 1937 bis 1945 befand sich ein milit├Ąrischer Flugplatz in K├Âln-Ostheim.[74]

Im S├╝dosten des Stadtgebiets, im Stadtbezirk Porz, befindet sich der Flughafen K├Âln/Bonn. Er entwickelte sich aus einem Artillerieschie├čplatz. 1904 nahmen Berliner Luftschiffer mit Drachenballonen dort an Schie├č├╝bungen als Artillerie-Beobachter teil.[75] Am 5. April 1913 landete Leutnant August Joly vom Flieger-Bataillon 3, K├Âln Butzweilerhof, als Erster mit seiner Rumpler-Taube auf einem kleinen Platz zwischen der Kommandantur und einem Munitionsschuppen auf dem Schie├čplatz der Wahner Heide.[76] Er ist heute einer der umschlagsst├Ąrksten deutschen Frachtflugh├Ąfen (├╝ber 650.000 Tonnen im Jahr 2005), das Europa-Drehkreuz von UPS Airlines und ein wichtiger Standort f├╝r Billigflieger (9,85 Millionen Passagiere 2010). Auf dem milit├Ąrischen Teil sind die Flugzeuge und die F├╝hrung der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung stationiert. Seit 1994 tr├Ągt er den Namen Konrad-Adenauer-Flughafen. Der Flughafen K├Âln/Bonn geh├Ârt mit den Flugh├Ąfen Leipzig/Halle, M├╝nster/Osnabr├╝ck und N├╝rnberg zu den stadtnahen deutschen Flugh├Ąfen ohne Nachtflugbeschr├Ąnkung. Es werden 139 Flugziele in 38 L├Ąndern angeboten. International erreichbar ist die Stadt auch ├╝ber den Flughafen D├╝sseldorf International.

Die erste Luftschiffhalle lie├č im Jahr 1907 der K├Âlner Gummiwarenfabrikant Clouth auf seinem Gel├Ąnde an der Niehler Stra├če errichten. 1909 begann das Kriegsministerium in Berlin mit dem Bau bzw. der Fundamentierung der Luftschiffhalle in K├Âln-Bickendorf zwischen Venloer Stra├če und Ossendorfer Weg. Hieraus entstand der Luftschiffhafen K├Âln und die Halle erhielt den Titel Reichsluftschiffhalle.[77]

Ab 1927 wurden am Rhein Wasserflugh├Ąfen in Niehl und am Kunibertsufer eingerichtet.[78]

Schiffsverkehr

In K├Âln gibt es mehrere Rheinf├Ąhren, deren Bedeutung durch Br├╝cken zwar stark zur├╝ckging, die aber nach wie vor nicht nur touristische Bedeutung haben. Die wei├če Flotte der KD (K├Âln-D├╝sseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG) bef├Ârdert Personen auf dem gesamten Rhein und in geringem Umfang auch anderswo.

F├╝r den G├╝terverkehr auf dem Rhein war K├Âln durch das Stapelrecht im gesamten Mittelalter Drehkreuz zwischen den ÔÇ×niederen LandenÔÇť und dem h├Âher gelegenen Deutschland. K├Âln hat zahlreiche H├Ąfen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Bedeutung der Innenstadth├Ąfen allm├Ąhlich zur├╝ck, dagegen wurden die Kapazit├Ąten aber zugleich mit der Stadterweiterung durch neue Hafenanlagen im Norden erweitert. Der G├╝terverkehr stieg von 1990 mit 10.054.000 Tonnen Fracht bis 2007 auf 15.948.000 Tonnen, sank aber bis 2009 auf 12.009.000 Tonnen. Damit ist K├Âln nach Duisburg zweitgr├Â├čter deutscher Binnenhafen.[79]

Nahverkehr

K├Âlner Stadtbahn der KVB Den ├Âffentlichen Personennahverkehr (├ľPNV) bedienen S-Bahn-Linien, die Stadtbahn- und Buslinien der K├Âlner Verkehrs-Betriebe (KVB) sowie Buslinien anderer Verkehrsgesellschaften. Alle Verkehrsmittel in K├Âln sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) benutzbar. Dieser ist mit dem benachbarten Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) verzahnt. Die f├╝r 2011 geplante Fertigstellung der Nord-S├╝d-Stadtbahn verz├Âgert sich m├Âglicherweise bis 2019.

In K├Âln gibt es ungef├Ąhr 2000 Taxifahrer in rund 1200 zugelassenen Fahrzeugen.[80]

Eine Besonderheit ist die Rheinseilbahn, sie war bis 2010, vor dem Bau der Rheinseilbahn zur Bundesgartenschau 2011 in Koblenz, die einzige in Betrieb befindliche Seilbahn zur ├ťberquerung eines Flusses in Deutschland. Angelegt wurde sie anl├Ąsslich der Bundesgartenschau 1957.

├ľffentliche Einrichtungen

K├Âln ist Sitz zahlreicher K├Ârperschaften des ├Âffentlichen Rechts. Neben einer Vielzahl von Bundes- und Landesbeh├Ârden haben auch kirchliche Organisationen, Verb├Ąnde und Vereine ihren Hauptsitz in K├Âln. Allgemeine Gerichte sind bis zur Ebene der Oberlandesgerichte in K├Âln ans├Ąssig, auch die Finanz-, Sozial-, Verwaltungs- und Arbeitsgerichtsbarkeit ist dort vertreten.

Bundesoberbeh├Ârden mit Sitz in K├Âln sind der Milit├Ąrische Abschirmdienst, das Bundesamt f├╝r G├╝terverkehr, das Bundesamt f├╝r Verfassungsschutz, das Bundesamt f├╝r Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, die Germany Trade and Invest, das Bundesverwaltungsamt, die Bundeszentrale f├╝r gesundheitliche Aufkl├Ąrung, das Zollkriminalamt und das DIMDI.

Die Bundeswehr hat in K├Âln eine Reihe von Schl├╝sselbeh├Ârden eingerichtet. Hier sitzen unter anderem das Heeresamt, das Luftwaffenamt und das Luftwaffenf├╝hrungskommando, die Assessmentcenter f├╝r F├╝hrungskr├Ąfte der Bundeswehr (ACF├╝KrBw), das Bundesamt f├╝r Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) und eine Sportf├Ârdergruppe.

Landesbeh├Ârden wie das hbz und ├╝bergeordnete kommunale Einrichtungen wie der Deutsche St├Ądtetag, die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverb├Ąnde, der Landschaftsverband Rheinland und die deutsche Sektion des Rat der Gemeinden und Regionen Europas haben ebenfalls ihren Sitz in K├Âln. Mit der EASA ist auch eine europ├Ąische Beh├Ârde vertreten.

Wichtige Verb├Ąnde, Vereine und kirchliche Organisationen mit Sitz in K├Âln sind unter anderem:

Hochschulen

Ôćĺ Hauptartikel: Hochschulen in K├Âln

Derzeit gibt es elf staatliche und private Hochschulen in K├Âln mit zahlreichen unterschiedlichen Studienrichtungen. Sie pr├Ągen das Bild der Stadt K├Âln, neben Berlin und M├╝nchen eine der drei gr├Â├čten Hochschulst├Ądte Deutschlands. Den Ruf als multikulturelle Stadt hat K├Âln auch, weil zahlreiche nichtdeutsche Studenten vor Ort sind.

Panorama-Aufnahme des Hauptgeb├Ąudes der Universit├Ąt zu K├Âln am Albertus-Magnus-Platz in K├Âln-Lindenthal aus dem Jahr 2009

Medien

K├Âln ist neben Berlin, Hamburg und M├╝nchen mit etwa 30.000 bis 40.000 Besch├Ąftigten in diesem Bereich einer der gr├Â├čten und wichtigsten Standorte f├╝r Massenmedien in Deutschland. Die Medienlandschaft ist vielseitig; neben den gro├čen Unternehmen und Anstalten der Fernseh- und H├Ârfunkproduktion und den gro├čen Verlagsh├Ąusern hat sich in K├Âln eine sehr differenzierte Zulieferindustrie entwickelt, die von Agenturen ├╝ber Produktionsfirmen bis zu technischen Ausstattern ein breites Spektrum umfasst.

H├Ârfunk, Fernsehen und Musikindustrie

Allein der Westdeutsche Rundfunk (WDR) besch├Ąftigt an seinem Hauptsitz in K├Âln 3500 Mitarbeiter und betreibt neben dem WDR-Fernsehen f├╝nf H├Ârfunkprogramme. Auch der Deutschlandfunk hat als ├Âffentlich-rechtlicher Sender hier seinen Sitz, bis zu ihrem Umzug nach Bonn im Jahre 2003 au├čerdem die Deutsche Welle. Zwischen Januar 1954 und Oktober 1990 war im K├Âlner Stadtteil Marienburg auch der britische Milit├Ąrsender BFBS angesiedelt. Der H├Ârfunk ist in K├Âln neben den ├Âffentlich-rechtlichen Sendern auch mit der lokalen Welle Radio K├Âln sowie diversen kleineren Radiosendern vertreten.

Die zur RTL Group geh├Ârenden privaten Fernsehsender RTL Television, Super RTL, VOX und n-tv haben ihren gemeinsamen Hauptsitz nach K├Âln-Deutz verlegt. Seit Oktober 2005 berichtet der Fernsehsender center.tv t├Ąglich ausschlie├člich ├╝ber das Geschehen in und um K├Âln. In K├Âln hat zudem die Geb├╝hreneinzugszentrale (GEZ) ihren Sitz.

Neben EMI Music Germany, die im August 2000 ihren Hauptsitz vom Maarweg im Stadtteil Braunsfeld in den Mediapark und anschlie├čend nach K├Âln-Bickendorf verlegte, sind in K├Âln noch weitere kleinere Plattenlabels und Musikverlage ans├Ąssig.

Printmedien

K├Âln verf├╝gt mit dem Verlag M. DuMont Schauberg ├╝ber ein Zeitungshaus von deutschlandweiter Bedeutung: Sowohl der K├Âlner Stadt-Anzeiger als auch die K├Âlnische Rundschau, deren gemeinsames Verbreitungsgebiet neben K├Âln und dem unmittelbaren Umland bis weit in die Eifel und das Bergische Land reicht, erscheinen hier. Das im selben Hause produzierte Boulevardblatt Express wird auch im Raum D├╝sseldorf verbreitet. Als in K├Âln erscheinende Printmedien sind au├čerdem die Wirtschaftszeitschriften Capital und Impulse zu nennen. ├ľrtliche Bedeutung haben die monatlich erscheinenden Stadtillustrierten StadtRevue und K├Âlner sowie der K├Âlner Wochenspiegel, der von der K├Âlner Anzeigenblatt GmbH & Co. KG herausgegeben wird.

Der Taschen-Verlag, sowie der Verlag der Buchhandlung Walther K├Ânig sind als international operierende Buchverlage mit thematischen Schwerpunkten in Kunst, Architektur und Erotik bekannt. Mit Kiepenheuer & Witsch und dem DuMont Buchverlag beherbergt die Stadt bedeutende literarische Verlage. Der 1918 gegr├╝ndete subreport Verlag Schawe hat seinen Sitz seit seiner Gr├╝ndung in K├Âln. Die Verlagsgruppe L├╝bbe, einer der gr├Â├čten Buchverlage in Deutschland, siedelte 2010 von Bergisch Gladbach nach K├Âln-M├╝lheim ├╝ber.

Einrichtungen und Standorte

K├Âlnturm im Mediapark, Januar 2005 Wichtige Medien-Einrichtungen in K├Âln sind beispielsweise die Kunsthochschule f├╝r Medien K├Âln, die Internationale Filmschule K├Âln und die GAG Academy f├╝r Nachwuchs-Comedians. K├Âln ist Sitz des Filmb├╝ros Nordrhein-Westfalen. Besonders im Belgischen Viertel sind viele kleine Filmproduktionsfirmen angesiedelt, die meist nicht selbst drehen, sondern gr├Â├čere Filmproduktionsfirmen mit einzelnen Dienstleistungen und technischer Ausstattung unterst├╝tzen.

Medienstandorte sind in K├Âln ├╝ber das ganze Stadtgebiet verteilt. Innerst├Ądtisch gelegen ist neben den Hauptsitzen der gro├čen Sender auch der Mediapark am Hansaring (20 ha, 174.000 m┬▓ B├╝rofl├Ąche), der von 1992 bis 2003 auf dem Gel├Ąnde des ehemaligen Rangierbahnhofs Gereon errichtet wurde. In den modernen Geb├Ąuden im Mediapark, darunter der 148 Meter hohe K├Âlnturm, sind etwa 250 Firmen mit etwa 5000 Besch├Ąftigten angesiedelt, von denen gut 60 Prozent im Medien- und Kommunikationsbereich t├Ątig sind.

Fl├Ąchenverbrauchende Studios und Filmproduktionsst├Ątten dagegen liegen an der Peripherie, wie etwa die WDR-Studiogel├Ąnde in Bocklem├╝nd oder das Medienzentrum M├╝lheim. Auf Teilen eines ehemaligen Fabrikgel├Ąndes haben sich dort rund um die gro├če Veranstaltungshalle E-Werk viele K├╝nstler und Agenturen angesiedelt. Auch einige TV-Studios sind dort zu finden, in denen unter anderen f├╝r Sat.1 und ProSieben produziert wird.

Au├čerdem befindet sich im Nordwesten der Stadt (auf dem Gel├Ąnde des ehemaligen Milit├Ąrflugplatzes Butzweilerhof) das Coloneum, Europas gr├Â├čter Studiokomplex mit einer Fl├Ąche von 35 Hektar und 20 Studios (25.000 m┬▓) mit bis zu 30 Meter Deckenh├Âhe. Im S├╝dwesten der Stadt zwischen K├Âln und H├╝rth wurden gro├če Studiokomplexe f├╝r Nobeo und MMC errichtet, in denen viele Shows f├╝r Sat.1 und RTL produziert werden, unter anderem von der Produktionsfirma action concept.

Truppen und Streitkr├Ąfte

K├Âln war nicht zuletzt aufgrund seiner strategischen Lage ├╝ber die Jahrhunderte immer wieder Ausgangspunkt, Ziel und Angriffspunkt k├Ąmpferisch-milit├Ąrischer Aktionen. siehe auch Liste milit├Ąrischer Einrichtungen und Einheiten in K├Âln

Vorgeschichte

Ôćĺ Hauptartikel: Geschichte der Stadt K├Âln

Die nachgewiesene Geschichte von Streitkr├Ąften in K├Âln beginnt mit einer ersten Besetzung durch die R├Âmer um 57 v. Chr., die die Eburonen vertrieben hatten. Sie siedelten anschlie├čend die Ubier vom ├Âstlichen Rheinufer nach K├Âln um. Um 68 waren die Bataver in K├Âln. Von 260 bis 274 ├╝bernahmen aufst├Ąndische r├Âmische Grenztruppen die Macht in K├Âln, 274 ├╝berfielen Germanen K├Âln, 355 die Franken, die schlie├člich 454 die Macht ├╝bernahmen. 557 fielen die Sachsen in das sp├Ąter, 1888, eingemeindete Deutz ein. Im Winter 881/882 kamen die Normannen den Rhein hoch. 1096 sammelten sich in K├Âln Kreuzritter vom Niederrhein. 1583 kam es in K├Âln und Deutz zu K├Ąmpfen zwischen kurpf├Ąlzischen und bayrisch-spanischen Truppen. Um 1587 kamen niederl├Ąndische Truppen nach K├Âln.

Die erste Stehende Truppe nach der R├Âmerzeit scheint erst wieder im Jahr 1681 dokumentiert zu sein. K├Âln baute nach der Reichsmatrikel von 1681 eine S├Âldnertruppe mit 383 Mann in drei Kompanien auf. Sie erhielten volkst├╝mlich den Namen Rote Funken.

Franz├Âsische Truppen besetzten ab dem 6. Oktober 1794 K├Âln, denen 1814 die Preu├čen folgten, die K├Âln zu einer Festung ausbauten. Ab 1871 wurden die Landstreitkr├Ąfte als Deutsches Heer bezeichnet, das K├Âln weiter ausbaute.

Auf Grund des Versailler Vertrages wurde das Rheinland und somit auch K├Âln nach dem Ersten Weltkrieg entmilitarisierte Zone und somit durften in K├Âln keine deutschen Einheiten stationiert sein, bis 1936 die Wehrmacht in K├Âln im Rahmen der Rheinlandbesetzung einmarschierte.

Erster Weltkrieg bis Zweiter Weltkrieg

Infolge der Niederlage im Ersten Weltkrieg und dem Waffenstillstandsabkommen von Compiegne wurde K├Âln ein britischer Br├╝ckenkopf mit einer 30 km gro├čen Besatzungszone im franz├Âsisch besetzten Rheinland. Als erste britische Einheit marschierte die 1st. Cavalry Division am 6. Dezember 1918 in K├Âln ein. Dort entstand ab 19. Dezember das Hauptquartier der britischen Besatzung, die erst am 20. Februar 1920 abzog.[81] In Riehl bezogen die britischen Streitkr├Ąfte die Barbara-Kaserne.[82] An der Bonner Stra├če, Ecke Gaedestra├če wurde die 1911 gebaute Kaserne Arnoldsh├Âhe bezogen.[83] Am 10. Dezember 1918 erreichte die Kavallerie der 1. und 2. Kanadische Division K├Âln. In K├Âln entstand das Hauptquartier der 1. Division bis zum vollst├Ąndigen R├╝ckzug am 28. Januar 1919.[84][85] Am 23. Dezember 1918 errichteten neuseel├Ąndische Einheiten in Holweide ihr Hauptquartier. Die 2. Brigade lag in M├╝lheim und ab dem 26. Dezember folgte eine Artillerie-Einheit nach M├╝lheim und Deutz. Das 3. und 4. Bataillon wurden in Dellbr├╝ck und D├╝nnwald einquartiert. Ab dem 9. M├Ąrz 1919 wurden weitere Einheiten nach M├╝lheim in die Hacket├Ąuerkaserne verlegt ÔÇô bis zum Abzug am 25. M├Ąrz 1919 mit 700 Mann aus Deutschland.[86][87] Der Truppen├╝bungsplatz Wahner Heide wurde 1918 zun├Ąchst von kanadischen und britischen Einheiten ├╝bernommen, die sie von 1920 bis 1926 an franz├Âsische Einheiten ├╝bergaben.[88]

Es wurden kasernierte Einheiten der Landespolizei aufgebaut, die nach der Machtergreifung Hitlers 1933 milit├Ąrisch organisiert wurden und sp├Ąter in die Wehrmacht ├╝bergingen. Einheiten der Landespolizei lagen in Westhoven, Wahn und Longerich. 1936 marschierten deutsche Truppen in das entmilitarisierte K├Âln ein. Einheiten der Wehrmacht waren u. a. an den Flugh├Ąfen Butzweilerhof, Ostheim und Porz-Wahn stationiert sowie in den Kasernen Arnoldsh├Âhe,[83] Etzel, Mudra, Unverzagt und Hacket├Ąuer in M├╝lheim.[88][89]

Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg

Das linksrheinische K├Âln wurde am 6. M├Ąrz 1945 von Truppen der 3. U.S. Panzerdivision erobert.[90] Am 11. April 1945 erreichten amerikanische Panzerspitzen, die zuerst in Remagen den Rhein ├╝berschritten hatten, Porz. Am 14. April 1945 wurden die rechtsrheinischen Stadtteile vollst├Ąndig besetzt. Die US-Army ├╝berquerte den Rhein mit Hilfe einer Ponton-Br├╝cke zwischen den Stadtteilen Poll und Bayenthal.[52] Am 9. M├Ąrz 1945 wurde die US-amerikanische Milit├Ąrregierung in K├Âln etabliert. Innerhalb von 100 Tagen f├Ârderten die amerikanischen Besatzer die Instandsetzung der K├Âlner Infrastruktur, trieben die Entnazifizierung voran und legten die Grundlagen f├╝r den Wiederaufbau K├Âlns. Au├čerdem schufen sie Sammelstellen f├╝r Displaced Persons: in Junkersdorf, Etzelkaserne f├╝r Polen, in Ossendorf f├╝r Sowjetb├╝rger und in Brauweiler f├╝r Franzosen und Italiener.[91] Am 21. Juni 1945 l├Âste eine britische Milit├Ąrregierung die Amerikaner in K├Âln ab. Im Januar 1954 wurde der Radiosender der Britischen Streitkr├Ąfte BFN, sp├Ąter BFBS, von Hamburg nach K├Âln-Marienburg in die Villa Tietz verlegt. Am 15. Juni 1945 ├╝bergaben die amerikanischen Streitkr├Ąfte den Flughafen Wahn und das Camp Wahn an britische Streitkr├Ąfte (RAF und Heer). Von 1950 bis 1955 residierte auch der britische Hohe Kommissar mit 560 Beamten in der Wahner Kaserne. 1955 zog der britische Hohe Kommissar nach Bonn um und wurde zum Grundstock der britischen Botschaft.[92] Im Niehler Hafen soll ein Wasserflugzeug der Royal Navy stationiert gewesen sein.[93] Nach dem Abzug der Einheiten am 18. Juli 1957 soll nur ein Detachement in K├Âln verblieben sein.[94]

Belgische Garnison ab 1946

Kurze Zeit nach Ende des Zweiten Weltkrieges begann in K├Âln und Umgebung die Stationierung erster Einheiten der belgischen Streitkr├Ąfte in K├Âln.[95] Ab 1951 wurden sie immer weniger Teil der Besatzungstruppen des Belgischen Korridors im S├╝den der Britischen Zone, sondern wurden zum Vorreiter der NATO.[96] 1947 wurde das Hauptquartier der belgischen Streitkr├Ąfte von L├╝denscheid ├╝ber Bonn nach K├Âln-Weiden verlegt. Im K├Âlner Raum wurden entweder noch bestehende Einrichtungen der ehemaligen Wehrmacht benutzt oder neue Kasernen gebaut. In der N├Ąhe der Kasernen entstanden Wohnsiedlungen f├╝r die Angeh├Ârigen der Streitkr├Ąfte. Zeitweise war K├Âln die gr├Â├čte belgische Garnison im Ausland.

Ab 1988 wurden die Belgischen Streitkr├Ąfte umstrukturiert, 1993 wurde die Wehrpflicht in Belgien abgeschafft und ab 1996 das Hauptquartier zur├╝ck nach Belgien verlegt. Damit verbunden war eine Verkleinerung der Einheiten in Deutschland bis hin zu deren Aufl├Âsung. Die Kasernen und Einrichtungen wurden danach in Teilen abgerissen, umgenutzt oder zu Wohnzwecken umgebaut. Die zugeh├Ârigen Wohnsiedlungen wurden nicht zuletzt Dank ihrer Lage im Au├čenbereich und ├╝berdurchschnittlich gro├čer Grundst├╝cke begehrte Wohnobjekte. Viele der Angeh├Ârigen der Streitkr├Ąfte verblieben nach dem Abzug oder der Aufl├Âsung ihrer Einheit in Deutschland.[97]

Bundeswehr

Nach Gr├╝ndung der Bundeswehr 1955 wurde K├Âln zu einem der gr├Â├čten Bundeswehrstandorte in Deutschland.

Pers├Ânlichkeiten

Ferdinand Franz Wallraf, Erster Ehrenb├╝rger K├Âlns

Ehrenb├╝rger

K├Âln hat zwischen 1823 und 2007 24 Personen das Ehrenb├╝rgerrecht verliehen.

Seit 2002 verleiht, parallel zu der offiziellen Ehrenb├╝rgerschaft, der ÔÇ×Initiativkreis alternative Ehrenb├╝rgerschaftÔÇť die Alternative K├Âlner Ehrenb├╝rgerschaft.

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

Bedeutende Pers├Ânlichkeiten K├Âlns sind in der Liste von S├Âhnen und T├Âchtern der Stadt K├Âln (und Liste der sonstigen ber├╝hmten K├Âlner) und in der Liste der Erzbisch├Âfe und Bisch├Âfe von K├Âln zu finden.

Literatur

Bildb├Ąnde und Lexika

St├Ądteb├╝cher und Atlanten, Stra├čen

  • Hansgerd Hellenkemper, Emil Meynen: Stadtmappe K├Âln. In: Heinz Stoob, Wilfried Ehbrecht, J├╝rgen Lafrenz, Peter Johannek (Hrsg.): Deutscher St├Ądteatlas. Band 2, Teil 2. Dortmund 1979, ISBN 3-89115-317-1.
  • Dorothea Wiktorin (Hrsg.): K├Âln, der historisch- topographische Atlas. Emons Verlag, K├Âln 2001, ISBN 3-89705-229-6.
  • Erich Keyser (Hrsg.): Rheinisches St├Ądtebuch. Band III 3. Teilband aus Deutsches St├Ądtebuch. Handbuch st├Ądtischer Geschichte. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst├╝tzung des Deutschen St├Ądtetages, des Deutschen St├Ądtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Stuttgart 1956.
  • Helmut Signon, Klaus Schmidt: Alle Stra├čen f├╝hren durch K├Âln. 3. Auflage. Greven, K├Âln 2006, ISBN 3-7743-0379-7.
  • Ansgar Bach: Literarisches K├Âln. 80 Autoren ÔÇô Wohnorte, Wirken und Werke. Verlag Jena 1800, Berlin 2002, ISBN 3-931911-23-3.
  • Uwe Schwarz: K├Âln und sein Umland in alten Karten. Von der Eifelkarte zur Generalstabskarte (1550 bis 1897). Herausgegeben von Werner Sch├Ąfke. K├Âln, Emons Verlag 2005, ISBN 3-89705-343-8.

Monographien

  • Gerhard Curdes, Markus Ulrich: Die Entwicklung des K├Âlner Stadtraumes. Der Einfluss von Leitbildern und Innovationen auf die Form der Stadt. Dortmunder Vertrieb f├╝r Bau- und Planungsliteratur, Dortmund 1997, ISBN 3-929797-36-4.
  • Werner Eck: K├Âln in r├Âmischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. Greven, K├Âln 2004, ISBN 3-7743-0357-6 (Geschichte der Stadt K├Âln in 13 B├Ąnden. Band 1).
  • Hiltrud Kier: Kleine Kunstgeschichte K├Âlns. Beck, M├╝nchen 2001, ISBN 3-406-47170-6.
  • Martin R├╝ther: K├Âln im Zweiten Weltkrieg. Alltag und Erfahrungen zwischen 1939 und 1945. Emons, K├Âln 2005, ISBN 3-89705-407-8 (Schriften des NS-Dokumentationszentrums der Stadt K├Âln. Band 12).
  • Christian Schuh: K├Âlns 85 Stadtteile. Geschichte, Daten, Fakten, Namen. Von A wie Altstadt bis Z wie Z├╝ndorf. Emons, K├Âln 2003, ISBN 3-89705-278-4.
  • Arnold Stelzmann, Robert Frohn: Illustrierte Geschichte der Stadt K├Âln. 11. Auflage. Bachem, K├Âln 1990, ISBN 3-7616-0973-6 (1. Auflage 1958).
  • Bernhard van Treeck: Street Art K├Âln. Edition Aragon, Moers 1996, ISBN 3-89535-434-1.
  • Gerta Wolff: Das R├Âmisch-Germanische K├Âln. F├╝hrer zu Museum und Stadt. Bachem, K├Âln 2000, ISBN 3-7616-1370-9.

Reiseliteratur

  • Alexander Kuffner: ÔÇ×Zeitreisef├╝hrer K├Âln 1933ÔÇô1945.ÔÇť Ein zeithistorischer Reisef├╝hrer. Helios, Aachen 2009, ISBN 978-3-938208-92-2.
  • Maik Kopleck (Hrsg.), Gregory Piatkowski: Von der Colonia Agrippina bis zum ÔÇ×Deutschen HerbstÔÇť. PastFinder, D├╝sseldorf 2008, ISBN 978-988-99780-4-4 (Reihe PastFinder ZikZak.).
  • Dieter Luippold (Redaktion), Achim Bourmer u. a.: K├Âln. 10. Auflage. Baedeker, Ostfildern 2007, ISBN 978-3-8297-1131-9 (Reihe Baedeker-Allianz-Reisef├╝hrer.).
  • Martin Stankowski Darum ist es am Rhein so sch├Ân. Vom K├Âlner Dom zur Loreley. Der andere Reisef├╝hrer. Kiepenheuer & Witsch, K├Âln 2009, ISBN 978-3-462-04107-1.
  • Kirstin Kabasci: K├Âln. Reise-Know-How-Verlag, Bielefeld 2006, ISBN 3-8317-1396-0.

Historisches

Zeitschriften

  • Geschichte in K├Âln. Zeitschrift f├╝r Stadt- und Regionalgeschichte. (erscheint j├Ąhrlich mit einem Band; 2008 erschien Band 55, SH-Verlag K├Âln)
  • Jahrbuch des K├Âlnischen Geschichtsvereins e. V. (erscheint j├Ąhrlich mit einem Band, 2008 erschien Jahrbuch 79, SH-Verlag K├Âln; in unregelm├Ą├čigen Abst├Ąnden erscheinen Beihefte)

Monographien und Sonstiges

  • Historisches Archiv der Stadt K├Âln (Hrsg.): Musik. Theater. Tanz. Literatur. Museen - Kunst und Kultur in K├Âln nach 1945. Wienand Verlag, K├Âln 1996, ISBN 3-87909-455-1.
  • Christian Bartz: K├Âln im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg. Die Politik des Rates der Stadt (1618ÔÇô1635). Vorwiegend anhand der Ratsprotokolle im Historischen Archiv der Stadt K├Âln. (= Milit├Ąrhistorische Untersuchungen, Bd. 6). Frankfurt u. a. 2005 (zugleich Diss. Univ. d. Bundeswehr M├╝nchen 2004).
  • Carl Dietmar, Werner Jung: Kleine illustrierte Geschichte der Stadt K├Âln. 10. Auflage. Bachem, K├Âln 2009, ISBN 978-3-7616-2226-1 (Sonderausgabe Historisches Archiv der Stadt K├Âln).
  • Horst Matzerath: K├Âln in der Zeit des Nationalsozialismus 1933ÔÇô1945. Greven, K├Âln 2009, ISBN 978-3-7743-0429-1 (Geschichte der Stadt K├Âln. Band 12).
  • Klaus M├╝ller: K├Âln von der franz├Âsischen zur preu├čischen Herrschaft, 1794ÔÇô1815. Greven, K├Âln 2005, ISBN 3-7743-0375-4 (Geschichte der Stadt K├Âln. Band 8).
  • Martin R├╝ther: K├Âln im Zweiten Weltkrieg. Alltag und Erfahrungen zwischen 1939 und 1945. Emons, K├Âln 2005, ISBN 3-89705-407-8.
  • Werner Sch├Ąfke, Marcus Trier (Hrsg.): Mittelalter in K├Âln. Eine Auswahl aus den Best├Ąnden des K├Âlnischen Stadtmuseums. Emons, K├Âln 2009, ISBN 978-3-89705-654-1.
  • Robert Steimel: K├Âlner K├Âpfe, Steimel Verlag, K├Âln-Zollstock 1958.
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Architektur, Denkmalpflege und Kunst

  • Peter Bergthaller: Glasmalerei in K├Âlner Kirchen. K├╝nstler und Werke 1945ÔÇô2012. B. K├╝hlen Verlag, M├Ânchengladbach 2013, ISBN 978-3-87448-367-4.
  • Hugo Borger, Frank G├╝nter Zehnder: K├Âln. Die Stadt als Kunstwerk. Stadtansichten vom 15. bis 20. Jahrhundert. Greven, K├Âln 1982, ISBN 3-7743-0181-6.
  • Carl Dietmar, Marcus Trier: Mit der U-Bahn in die R├Âmerzeit. 2. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, K├Âln 2006, ISBN 3-462-03575-4.
  • G├╝nther A. Menne, Christoph N├Âtzel (Hrsg.), Helmut Fu├čbroich, Celia K├Ârber-Leupold: Evangelische Kirchen in K├Âln und Umgebung. Bachem, K├Âln 2007, ISBN 978-3-7616-1943-8.
  • Alexander Kierdorf (Hrsg.): K├Âln. Ein Architekturf├╝hrer. Architectural Guide to Cologne. Reimer, Berlin 1999, ISBN 3-496-01181-5 (deutsch und englisch).
  • Werner Sch├Ąfke: K├Âlns romanische Kirchen. Architektur, Kunst, Geschichte. Emons, K├Âln 2004, ISBN 3-89705-321-7.

Unterhaltsames ├╝ber K├Âln

  • J├╝rgen Becker: Biotop f├╝r Bekloppte. Ein Lesebuch f├╝r Immis und Heimathirsche. Kiepenheuer & Witsch, K├Âln 1995, ISBN 3-462-02423-X.
  • Friedhelm Biermann: Drei K├Ânige, elftausend Jungfrauen und noch etwas mehr. Ein unterhaltsamer Streifzug durch die K├Âlner Jahrhunderte. Emons, K├Âln 2001, ISBN 3-89705-228-8.
  • Stephan Gr├╝newald: K├Âln auf der Couch. Die Unzerst├Ârbarkeit der Sehnsucht.Kiepenheuer & Witsch, K├Âln 2008, ISBN 978-3-462-03814-9.
  • Hanns Dieter H├╝sch: K├Âln. Eulen, Freiburg 1993, ISBN 3-89102-235-2.
  • Bernd Imgrund: Ohne Rhein kein Dom. 33 spannende und ungew├Âhnliche Gespr├Ąche aus dem K├Âlner Leben. Emons, K├Âln 2010, ISBN 978-3-89705-713-5.
  • Falko Rademacher: K├Âln f├╝r Imis. Ein Leitfaden durch die seltsamste Stadt der Welt. Emons, K├Âln 2006, ISBN 3-89705-249-0.
  • Thomas R. P. Mielke: Colonia, Roman einer Stadt. Zweitausend Jahre K├Âlner Geschichte unterhaltsam erz├Ąhlt. L├╝bbe, Bergisch Gladbach 2003, ISBN 3-404-14855-X.
  • August Kopisch: Die Heinzelm├Ąnnchen zu K├Âln:
    ÔÇ×Gem├╝tlich auf der faulen Haut liegen, einen erfrischenden Schlaf genie├čen und wenn man aufsteht, ist die Arbeit getan. Wer tr├Ąumt nicht auch von solch paradiesischen Zust├Ąnden?! In K├Âln am Rhein waren sie einst Wirklichkeit.ÔÇť Die Heinzelm├Ąnnchen bei gutenberg.spiegel.de, ISBN 3-933070-89-9.
  • Bartholom├Ąus Figatowski (Hrsg.): Wovon tr├Ąumt der Dom? Phantastische Geschichten aus K├Âln. Schmenk Verlag, Oberhausen 2013, ISBN 978-3943022216.

Medien

  • Rheinhard Zeese: 1900 Jahre befestigtes K├Âln. LEB, Br├╝hl 2006 (CD-ROM).
  • Rheinhard Zeese: Historische Parks und ├Âffentliche G├Ąrten in K├Âln 1801 bis 1932. LEB, Br├╝hl 2007 (CD-ROM).
  • Hermann Rheindorf: Chronik der K├Âlner Rheinbr├╝cken. DVD, ISBN 3-9813237-4-2, Distributor: K├ľLNPROGRAMM, 2010.
  • Hermann Rheindorf: K├Âln im Dritten Reich Teil 1 Der Weg in die NS-Diktatur, Teil 2 Alltag unter dem Hakenkreuz, Teil 3 K├Âln im Krieg. DVD, K├ľLNPROGRAMM 2012 (2+3 2013)

Siehe auch

 Portal: K├Âln ÔÇô ├ťbersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema K├Âln

Weblinks

 Commons: K├Âln ÔÇô Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Cologne ÔÇô Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: K├Âln ÔÇô Reisef├╝hrer
 Wikinews: K├Âln ÔÇô in den Nachrichten
 Wikisource: K├Âln ÔÇô Quellen und Volltexte
 Wikiquote: K├Âln ÔÇô Zitate
 Wiktionary: K├Âln ÔÇô Bedeutungserkl├Ąrungen, Wortherkunft, Synonyme, ├ťbersetzungen

Einzelnachweise

  1. ÔćĹ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Bev├Âlkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011}} Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}. (Hilfe dazu)
  2. ÔćĹ Landesdatenbank NRW - Strukturdaten f├╝r die kreisfreie Stadt K├Âln, Stand 17. Juli 2012, abgerufen am 16. November 2012.
  3. ÔćĹ Bezirksregierung K├Âln: Topografische Karte 1:50.000 (TK 50), Blatt L 5106 K├Âln. K├Âln 2012, ISBN 978-3-89439-420-2.
  4. ÔćĹ Bezirksregierung K├Âln: Topografische Karte 1:50.000 (TK 50), Blatt L 5108 K├Âln-M├╝lheim. K├Âln 2012, ISBN 978-3-89439-422-6.
  5. ÔćĹ Herbert Liedtke, Joachim Marcinek (Hrsg.): Niederrhein und K├Âlner Tieflandsbucht. In: Physische Geographie Deutschlands. Gotha 1995, ISBN 3-623-00840-0, S. 314ÔÇô315.
  6. ÔćĹ Ministerium f. Umwelt, Raumordnung u. Landwirtschaft von Nordrhein-Westfalen: Klima-Atlas von Nordrhein-Westfalen. D├╝sseldorf 1989, DNB 901161098.
  7. ÔćĹ Deutscher Wetterdienst: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Klimainformationen Koeln}} World Meteorological Organization, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  8. ÔćĹ Deutscher Wetterdienst > Klimadaten Deutschland > Klimadaten ausgew├Ąhlter deutscher Stationen > Mittelwerte: Download der Mittelwerte des Niederschlags f├╝r den Zeitraum 1961ÔÇô1990 (338 kB)
  9. ÔćĹ Urban Audit: How cities rank (englisch) (Version vom 4. Februar 2012 im Internet Archive)
  10. ÔćĹ Urban Audit: How cities rank (englisch) (Version vom 4. Februar 2012 im Internet Archive)
  11. ÔćĹ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Halle ist die regnerischste Stadt Europas}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Der Spiegel}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  12. ÔćĹ Josef Klostermann: Quart├Ąr der Niederrheinischen Bucht. Krefeld 1992, ISBN 3-86029-925-5.
  13. ÔćĹ Bahnen im Rheinland, Cologne underground, (1) Das Lehrbergwerk unter der Universit├Ąt Status: 12. November 2009, abgerufen am 1. M├Ąrz 2010.
  14. ÔćĹ Harald Frater: Geologische Streifz├╝ge - K├Âln, Bergisch Gladbach und Umgebung. K├Âln 2004, ISBN 3-7616-1754-2, S. 24ÔÇô31.
  15. ÔćĹ Geologisches Landesamt NRW: Bodenkarte von NRW 1:50.000, Blatt L5106 K├Âln. Krefeld 1973, ISBN 3-86029-462-8.
  16. ÔćĹ Geologisches Landesamt NRW: Bodenkarte von NRW 1:50.000, Blatt L5108 K├Âln-M├╝lheim. Krefeld 1980, ISBN 3-86029-463-6.
  17. ÔćĹ Karte der Beben-Stationen in der Niederrheinischen Bucht, Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 5. M├Ąrz 2010.
  18. ÔćĹ Rolf Pelzing: Erdbeben in Nordrhein-Westfalen. Krefeld 2008, ISBN 978-3-86029-971-5.
  19. ÔćĹ Seismisches Forschungsnetz Niederrheinische Bucht (SeFoNiB), unter anderem finanziert von Deutsche Forschungsgemeinschaft, Hochschulbauf├Ârderung (HBFG), abgerufen am 5. M├Ąrz 2010.
  20. ÔćĹ Liste der letzten zehn registrierten nat├╝rlichen Erdbeben, Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 5. M├Ąrz 2010.
  21. ÔćĹ Der Pegel ist abzulesen an der Zeigerstellung der Pegeluhr auf dem Foto (bei Originalaufl├Âsung)
  22. ÔćĹ Amt f├╝r Stadtentwicklung und Statistik der Stadt K├Âln
  23. ÔćĹ Info der K├Âlner J├Ągerschaft PDF (Zugriff Okt. 2011)
  24. ÔćĹ Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen St├Ądte im Mittelalter. Erlangen 1863, S. 515ÔÇô599 (online)
  25. ÔćĹ Edith Ennen: Die europ├Ąische Stadt des Mittelalters, Vandenhoeck & Ruprecht, G├Âttingen 1972 (4. Auflage 1987, ISBN 3-525-01341-8), S. 201.
  26. ÔćĹ [1] Oberb├╝rgermeister Schramma: ÔÇ×Et hillije K├ÂlleÔÇť. Abgerufen am 11. August 2011.
  27. ÔćĹ Zur Geschichte der Stadt K├Âln im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg vergleiche: Hans-Wolfgang Bergerhausen: Die Stadt K├Âln im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg. In: Stefan Ehrenpreis (Hrsg.): Der Drei├čigj├Ąhrige Krieg im Herzogtum Berg und in seinen Nachbarregionen. Verlagsdruckerei Schmidt, Neustadt an der Aisch 2002 (Bergische Forschungen. Quellen und Forschungen zur bergischen Geschichte, Kunst und Literatur. Bd. 28), S. 102ÔÇô131.
  28. ÔćĹ Arnold Stelzmann, Robert Frohn: Illustrierte Geschichte der Stadt K├Âln. 11. Auflage. Bachem, K├Âln 1990, ISBN 3-7616-0973-6, S. 233 f.
  29. ÔćĹ Carl Dietmar: Schreiben Sie Coburg mit K. In: K├Âlner Stadtanzeiger. 21. Dezember 2007, S. 32.
  30. ÔćĹ PDF bei www.geldgeschichte.de
  31. ÔćĹ www.wahlen-in-deutschland.de Wahlkreis K├Âln-Aachen
  32. ÔćĹ www.konrad-adenauer.de: ÔÇ×Am 13. M├Ąrz 1933 verlie├č Adenauer fr├╝h morgens K├Âln Richtung Berlin, das Rathaus wurde besetzt und Regierungspr├Ąsident Elfgen beurlaubte ihn. Im April 1933 wurde Adenauer vorl├Ąufig vom Dienst suspendiert [ÔÇŽ] Das Dienststrafverfahren gegen ihn wurde am 4. Juni 1934 zu Adenauers Gunsten eingestellt.ÔÇť
  33. ÔćĹ Carl Dietmar, Werner Jung: Kleine illustrierte Geschichte der Stadt K├Âln. 9. Auflage. Bachem, K├Âln 2002, ISBN 3-7616-1482-9, S. 271.
  34. ÔćĹ Statistisches Jahrbuch 2012 (PDF; 7,7 MB), abgerufen am 10.Oktober 2013
  35. ÔćĹ a b c d [2] (PDF; 513 kB)
  36. ÔćĹ Oberdreeser Maternuswallfahrt nach Rodenkirchen
  37. ÔćĹ Rodenkirchen erinnert sich ÔÇô Runder Tisch zur Geschichte Rodenkirchens, Maternuswallfahrten 16. Sept [3]
  38. ÔćĹ Ernst Weyden: Geschichte der Juden in K├Âln am Rhein von der R├Âmerzeit bis in die Gegenwart. Nebst Noten und Urkunden. K├Âln 1867 (online).
  39. ÔćĹ a b  Detlev Arens, Marianne Bongartz, Stephanie Henseler: K├Âln. DuMont, Ostfildern 2003, ISBN 3-7701-6025-8, S. 19.
  40. ÔćĹ  Suska D├Âpp: J├╝dische Jugendbewegung in K├Âln 1906ÔÇô1938. LIT, M├╝nster 1997, ISBN 3-8258-3210-4, S. 29.
  41. ÔćĹ Homepage der Zentralmoschee K├Âln
  42. ÔćĹ Stadt K├Âln: Endlich amtlich: K├Âln ist Millionenstadt, vom 27. September 2010.
  43. ÔćĹ Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen: Jetzt amtlich: K├Âln ist Millionenstadt, vom 27. September 2010.
  44. ÔćĹ Internetportal des LVR: Rheinischer F├Ącher und Darstellung der Mundartgrenzen Webseite abgerufenen am 10. Oktober 2013
  45. ÔćĹ Merian Heft XIII/8 K├Âln, S. 3ÔÇô7.
  46. ÔćĹ http://www.stadt-koeln.de/1/oberbuergermeister/
  47. ÔćĹ http://www.stadt-koeln.de/buergerservice/adressen/00045/
  48. ÔćĹ ┬ž 2 Abs. 4 der Hauptsatzung der Stadt K├Âln (Stand: 17. April 2014).
  49. ÔćĹ Presse-Information der Stadt K├Âln vom 19. September 2011: Die Unterzeichnung des Vertrages fand am 19. September 2011 durch den Oberb├╝rgermeister von Rio, Eduardo da Costa Paes, und K├Âlns Oberb├╝rgermeister J├╝rgen Roters in Rio de Janeiro statt.
  50. ÔćĹ www.bilderbuch-koeln.de
  51. ÔćĹ Stadt Koeln, Geschichte der K├Âlner Rheinbr├╝cken
  52. ÔćĹ a b Poller Heimatmuseum, Geschichte/n, Br├╝cken
  53. ÔćĹ Pattonbr├╝cke auf www.ebertplatz.de
  54. ÔćĹ Bilderbuch K├Âln, zerst├Ârte Deutzer Br├╝cke
  55. ÔćĹ Die GEW- Werke K├Âln AG baut einen begehbaren Rheintunnel 1983ÔÇô1985 abgerufen am 19. Dezember 2012
  56. ÔćĹ Stadt K├Âln, 111 K├Âlner Orte, Fernw├Ąrmetunnel abgerufen am 19. Dezember 2012
  57. ÔćĹ Hinter den Kulissen der RheinEnergie - Besichtigung des Fernw├Ąrmetunnels abgerufen am 19. Dezember 2012
  58. ÔćĹ Autof├Ąhre K├Âln-Langel
  59. ÔćĹ http://www.willkommeninkoeln.de/05sight/sight22d.htm
  60. ÔćĹ Personenf├Ąhre Z├╝ndorf
  61. ÔćĹ Geschichte des K├Âlner Kammerorchesters, abgerufen am 23. Januar 2012.
  62. ÔćĹ Internetseite des Netzwerks K├Âlner Ch├Âre
  63. ÔćĹ Stadtbibliothek K├Âln, ├Âffentliche Einrichtung der Stadt K├Âln, abgerufen am 10. Mai 2010.
  64. ÔćĹ Universit├Ąts- und Stadtbibliothek K├Âln, zentrale bibliothekarische Einrichtung der Universit├Ąt zu K├Âln, auch f├╝r andere Kundenkreise zug├Ąnglich, abgerufen am 10. Mai 2010.
  65. ÔćĹ Spielgemeinschaft der K├Âln 99ers und des MTV K├Âln 1850, auf sg-koel99ers.de vom 12. Juni 2013
  66. ÔćĹ Vgl. [4], Arbeitslosenquote Mai 2011: 9,6 %
  67. ÔćĹ Stadt K├Âln, Wirtschaftsstandort, Biotechnologie und Life-Science
  68. ÔćĹ IHK K├Âln, Wirtschaftsregion K├Âln 2011, Statistischer ├ťberblick
  69. ÔćĹ K├Âln.de vom 24. Februar 2012, 2011 war ein Rekord-Jahr f├╝r den Tourismus in K├Âln
  70. ÔćĹ http://www.ksta.de/koeln/-einkaufen-in-der-innenstadt-doppelsieg,15187530,27105412.html
  71. ÔćĹ siehe dazu ausf├╝hrlich: Stadtmorphologie#Ring-Radial-Entwicklung
  72. ÔćĹ Clouth, Clouthsche Luftfahrtkutsche, History, Die Anf├Ąnge der Ballon- und Luftschifffahrt in K├Âln bis 1912
  73. ÔćĹ Historisches Luftfahrtarchiv K├Âln, Die Fluganf├Ąnge auf dem Hof Butzweiler
  74. ÔćĹ Historisches Luftfahrtarchiv K├Âln, Der Bau der Horten V in K├Âln-Ostheim
  75. ÔćĹ Historisches Luftfahrtarchiv K├Âln, Luftschifferbatallion 3 in C├Âln-Bickendorf
  76. ÔćĹ Historisches Luftfahrtarchiv K├Âln, Die Fliegerstation C├Âln Butzweilerhof
  77. ÔćĹ Historisches Luftfahrtarchiv K├Âln, Der Luftschiffhafen K├Âln Bickendorf
  78. ÔćĹ Historisches Luftfahrtarchiv K├Âln, Die Wasserflugzeugh├Ąfen von K├Âln
  79. ÔćĹ Ministerium f. Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW: Mobilit├Ąt in Nordrhein-Westfalen. Daten und Fakten 2010.
  80. ÔćĹ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=K├Âlnmesse beschenkt Taxi-Fahrer}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=K├Âln Nachrichten}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  81. ÔćĹ Reichszentrale f├╝r Heimatdienst: Die K├Âlner Zone ger├Ąumt. Berlin 1. Februar 1926.
  82. ÔćĹ Gewerbehof Barbarakaserne, Geschichte
  83. ÔćĹ a b K├Âln-Nachrichten, 15. Dezember 2010, Stadt l├Ąsst geschichtstr├Ąchtige Milit├Ąrgeb├Ąude abrei├čen [5]
  84. ÔćĹ Ed. Richardson, The Canadian Corps in occupied Germany
  85. ÔćĹ W. J. Bailey, E. R. Toop: The Canadian Military Postes. Volume 2, Between the Wars and World War two - 1920 to 1946. Edward B. Proud, 1985.
  86. ÔćĹ Richard H. Imus ÔÇá/Theo van Dam: The A. E. F. In Western Europe 1917ÔÇô1923, S. 151ÔÇô154, Kapitel 9: Occupation of the Rhineland, 1918ÔÇô1923.
  87. ÔćĹ Theo van Dam: The A. E. F. In Western Europe, North Russia and the United States. 1983.
  88. ÔćĹ a b Die Geschichte des Milit├Ąrs in der Wahner Heide. Luftwaffe.de, abgerufen am 18. Januar 2014.
  89. ÔćĹ Geschichtswerkstatt M├╝lheim (PDF; 2,2 MB)
  90. ÔćĹ  Frank Schwalm: Die K├Âlner Eingemeindundspl├Ąme f├╝r den Raum Porz in den Jahren 1919 bis 1951 - Teil 2: Von 1945 bis 1951. In: Geschichts- und Heimatverein Rechtsrheinisches K├Âln (Hrsg.): Rechtsrheinisches K├Âln - Jahrbuch f├╝r Geschichte und Landeskunde. Band 25, Eigenverlag, K├Âln 1999 (online).
  91. ÔćĹ Nikolas Martin: Projektarbeit Geschichte. Die Stunde Null in K├Âln. K├Âln 1945 ÔÇô 100 Tage amerikanischer Milit├Ąrregierung. [6]
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  93. ÔćĹ Werner M├╝ller: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Die Wasserflugzeugh├Ąfen von K├Âln}} Abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  94. ÔćĹ Die Britischen Streitkr├Ąfte in Deutschland, Standorte S 12 (PDF; 2,4 MB)
  95. ÔćĹ Heimatverein Attendorn, Heft 27, Die Schlie├čung der belgischen Garnison Attendorn (PDF)
  96. ÔćĹ Historie Camp Spich
  97. ÔćĹ Deutscher Bundestag Drucksache 14/9917, Abzug der belgischen Streitkr├Ąfte aus der Bundesrepublik Deutschland ÔÇô Wohnungsproblematik (PDF)
  98. ÔćĹ Bilder von erbarmungsloser N├╝chternheit (K├Âlner Stadtanzeiger)
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