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Poll | |
|---|---|
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| Koordinaten | 50° 54′ 48″ N, 6° 59′ 24″ O50.91333333336.99Koordinaten: 50° 54′ 48″ N, 6° 59′ 24″ O |
| Fläche | 5,17 km² |
| Einwohner | 11.211 (31. Dez. 2010) |
| Bevölkerungsdichte | 2169 Einwohner/km² |
| Eingemeindung | 1. Apr. 1888 |
| Postleitzahl | 51105 |
| Vorwahl | 0221 |
| Stadtbezirk | Porz (7) |
| Verkehrsanbindung | |
| Autobahn | |
| Stadtbahn-Linie | 7 |
| Bus-Linien | 156 159 |
| Quelle: Strukturdaten Stadt Köln | |
Poll ist ein am Rhein, südöstlich der Innenstadt, liegender Stadtteil von Köln, der zusammen mit Deutz 1888 von Köln eingemeindet wurde. Seit der kommunalen Neugliederung im Jahre 1975 wird Poll als einziger Kölner Alt-Stadtteil vom Stadtbezirk Porz, der 1975 weitgehend aus dem Gebiet der eingemeindeten Stadt Porz geschaffen wurde, verwaltet.
Inhaltsverzeichnis |
Poll grenzt im Norden entlang des Eisenbahndammes von der Südbrücke nach Kalk an Deutz, südlich begrenzt die A 4 mit der Rodenkirchener Autobahnbrücke den Stadtteil zu Westhoven. Der auf Westhovener Gebiet liegende Teil des Weidenwegs bis einschließlich des Campingplatzes Wiesenhaus gehört mit der PLZ 51105 postalisch zu Poll. Östlich wird der Ort mit Ausnahme des Gremberger Wäldchens von der A 559 zu Humboldt/Gremberg begrenzt und westlich verläuft der Rhein, der die Grenze zu den linksrheinischen Stadtteilen Bayenthal und Marienburg bildet.
Vermutlich leitet sich der Name Poll vom holländischen Polder (eingedeichtes oder angeschwemmtes Land) oder von Pöhl (Wassertümpel, Pfuhl) ab.[1]
Die erste historisch nachweisbare Besiedlung der Gegend um Poll und Rolshoven scheint in der Jungsteinzeit um 4000 bis 2000 vor Christus erfolgt zu sein. Dies wird aus dem Fund von "Scherben mit Tiefstichverzierung" in Porz-Westhoven hergeleitet. Der älteste Fund unmittelbar in Poll lässt sich in die Bronzezeit (2000–1000 v. Chr.) datieren.[2]
Im Jahre 1003 wurde Poll erstmals urkundlich erwähnt, als Poller Fischer vom Kölner Erzstift die Fischereigerechtsame (Nutzungsrecht an einem bestimmten Gewässerabschnitt) von Poll bis zur Deutzer Pfarrkirche pachteten. Später wurden die Fischereirechte von dem Stift St. Maria im Kapitol zu Köln, der Abtei Deutz und dem Deutzer Amtmann wahrgenommen. Den Einwohnern Polls war der Fang mit dem Hehnetz zugestanden[3] Die Poller waren über Jahrhunderte hinweg Lieferanten für landwirtschaftliche Produkte, insbesondere Milch und Fisch. Besonders bekannt war der Poller Maifisch, eine Heringsart, die in den Monaten April und Mai zur Eiablage rheinaufwärts schwamm. Auch wurden gute Fangergebnisse mit Salm erzielt. Den „besten Fang seit Menschengedenken“ machten die Poller am 23. April 1878 „mit 183 Maifischen in einem Netzzug“. Ab und zu wurde auch ein Stör gefangen (z.B. 1876 435 Pfund schwer) und dann eine Woche lang gegen Entgelt am Rhein ausgestellt.[4] Die Poller Fischerfrauen waren bekannt für Ihren Marktschrei: „Freesche Maifeesch, Freesche Maifeesch“. Die berufsmäßige Fischerei wurde 1938 in Poll eingestellt.[5]
Zumindest auf einem Rheinhang an der Weingartengasse wurde - wie an vielen Stellen im Kölner Raum - bereits 1326 Wein angebaut,[6] im Laufe der Jahrhunderte aber eingestellt.
Auf den Wiesen am Rhein unmittelbar unterhalb Polls wurde im nördlichen Teil Viehhaltung betrieben[7], während der südliche Teil unter den Einwohnern aufgeteilt wurde. Auf den Poller Wiesen im heutigen Gebiet des Stadtteils Deutz wurde Holznutzung mit Weiden und Pappeln betrieben.[8] Die Poller Milchmädchen lieferten die Produkte bis 1880[9]überwiegend mit Nachen über den Rhein bzw. später mit Karren und Fuhrwerken, die von Eseln, Mauleseln, Pferden und zeitweise auch Hunden gezogen wurden, in die Stadt. Ähnlich wurden auch die Fische nach Köln transportiert und sowohl auf den Märkten als auch in den Veedeln direkt verkauft. Die Fischer in Poll waren in sogenannten „Gezauen“ (von zehen, ziehen) organisiert, d.h. Gruppen zu je 8 Mann, die sich täglich im Fang abwechselten. Es gab bis zu 10 Gezaue in Poll, ab 1900 nur noch 2 bis 3.[5]
Poll war aufgrund seiner Lage bedeutsam für Köln. Hier bestand über Jahrhunderte hinweg die Gefahr eines Rheindurchbruchs mit einer wahrscheinlichen Verlagerung des Flussbetts nach Osten. Die Dämme (die sogenannten Poller Köpfe), die den Strom in seinem Bett halten sollten, wurden ab ca. 1200 systematisch angelegt, aber immer wieder durch die Rheinfluten zerstört. Von 1400 an wurden sie erheblich verstärkt, da die Stadt Köln das Recht der Pflege erhielt. Als erneut die Gefahr eines Durchbruchs bestand, nahm die Stadt das Ufergelände in Erbpacht und baute die Anlagen nach der großen Überschwemmung von 1477 im Jahre 1479 aus. Ohne die Poller Köpfe hätte Köln möglicherweise seine Bedeutung als wichtige Hafenstadt am Rhein verloren. Daher gab es auch außerhalb von Interessen, den Rhein umzuleiten, z.B. im Jahr 1479 durch Zerstörung der Poller Köpfe[10].
Städtebaulich handelt es sich heute um ein Konglomerat unterschiedlicher kleinteiliger Siedlungen. 1923/24 wurde die Einfamilienhaus-Siedlung An den Maien errichtet. Parallel entstanden auf der anderen Seite der Siegburger Straße Mehrfamilienhäuser am Gartenhof/Krückelstraße. Die Siedlung Baumgarten/Im Forst entstand in den 1930er-Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg schloss sich eine weitere rege Bautätigkeit an: 1955 bis 1957 die Schreberstraße und die Milchmädchensiedlung, 1960/62 bis 1972 die Siedlung Raabestraße/Laurenz-Kiesgen-Straße. Das Projekt Wohnen am Strom wurde ab 1972 realisiert. Am Poller Kirchweg entstand seit 2007 eine kleine Einfamilienhaus-Siedlung (Ruth-Scheye-Weg/Hans-Keul-Weg) mit einer autofreien Zone. Die Wohnanlage hat eine große Tiefgarage.
Aus einem ursprünglich von der Stadt Köln für die Hitlerjugend gebauten[11] Wohnheim ist das Katholische Jugendwohnheim Bernhard Letterhaus direkt am Poller Marktplatz hervorgegangen. Jugendliche aller Konfessionen finden hier eine Unterkunft. Auf dem Gelände befindet sich ein ehemaliger Luftschutz-Tiefbunker.
Die Johanniter-Seniorenzentrum GmbH hat 2008 in zentraler Lage ein Johanniter-Stift für betreutes Wohnen errichtet.
1910 wurde am - infolge des Baus des Deutzer Rheinhafens - neugestalteteten Rheinufer, östlich der heutigen Alfred-Schütte Allee, der Grundstein für ein Werk des Werkzeugmaschinenherstellers Schütte gelegt. Bei Alfred H. Schütte werden mehrachsige Schleifmaschinen und Mehrspindel-Drehautomaten produziert. Am Standort Köln beschäftigt das Unternehmen zwischen 450 und 500 Mitarbeiter. Im Osten von Poll entstand ein großes Gewerbegebiet, in dem sich 1919 insbesondere eine Waggonfabrik, die Rheinwerk G.m.b.H., Fabrik für Eisenbahnbedarf,[12] ansiedelte, deren Hallen 1926 von Citroen übernommen wurden.[13] Heute befindet sich im Gewerbegebiet unter anderem das Großhandelsunternehmen Handelshof sowie ein großes Auslieferungslager der Volkswagen AG. Ebenso entstand dort auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube und späteren Mülldeponie der Verkehrsübungsplatz Köln, der auch als Messeparkplatz 30 und samstags als Trödelmarktgelände genutzt wird. Stadtbildbeherrschend erhebt sich die Hauptverwaltung des TÜV Rheinland mit ihrem Hochhaus in diesem Gebiet. Im Jahre 1992 wurde an der Poll-Vingster Straße der Fernmeldeturm Pollonius errichtet.
Bis zum 31. Dezember 2000 betrieb der Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Poll (Am Grauen Stein 33) das Rheinische Autobahnamt Köln (RABA Köln). Aufgrund der Verwaltungsstrukturreform wurde die Straßenverwaltung verstaatlicht und somit Straßen.NRW gegründet. Das RABA Köln wurde somit zur Niederlassung Köln von Straßen.NRW. Am 11. Dezember 2005 zog die Niederlassung Köln von Poll nach Deutz (Deutz-Kalker-Straße18-26) um.
Im ersten Halbjahr 2007 zog die Kfz-Zulassungsstelle von der Herkulesstraße im Stadtteil Ehrenfeld nach Poll um.
Als Zentrum des Ortes kann man heute den Marktplatz an der Siegburger Straße bei der Stadtbahnhaltestelle "Salmstraße" und die umliegenden Straßen ansehen. Auf dem um 1991 erweiterten und neugestalteten Marktplatz [14] finden eine Reihe von Veranstaltungen statt. Über Köln hinaus bekannt ist das Poller Maifest [15], das jedes Jahr dort am 1. Mai stattfindet - seit 2008 ebenso das Poller Lichterfest im September. An der Siegburger Straße ist eine Vielzahl von Geschäften angesiedelt.
Bis ins 19. Jahrhundert lag der Dorfmittelpunkt in Höhe der Kreuzung Müllergasse/Poller Hauptstraße. Dort befand sich auch das Dorfkreuz und ein Brunnen.[16] Das Poller Dorfkreuz, erstmals im Jahre 1386 im Deutzer Weistum als Steinernes Kreuz in Poll bezeichnet, wurde mehrfach beschädigt, restauriert und verlegt. Zur Erinnerung an die große Pestepidemie in Köln sowie auch in Poll, wurde auf den Mittelblock die Jahreszahl 1666 eingemeisselt.[17] Hier wurden auch Einwohnerversammlungen, z.B. zur Entgegennahme amtlicher Vereinbarungen, abgehalten. So musste am 29. September 1749 die gesamte Poller Bevölkerung dort erscheinen, um die Täter eines Überfalls auf vier fremde Juden zu ermitteln.[18] Aber man traf sich auch hier in Ermangelung einer Kirche zum Gebet, insbesondere in Notzeiten[19]
In der Nähe befanden sich die 1793 erbaute und 1829 erweiterte erste Schule[20] und in der Müllergasse die wahrscheinlich älteste Gastwirtschaft Polls. Nach der weiteren Bebauung Polls stellten bis etwa 1960 die Poller Hauptstraße und die angrenzende Salmstraße das Geschäftszentrums Polls dar. In den Folgejahren schlossen dort immer mehr Geschäfte und die Siegburger Straße wurde zum Einkaufszentrum.
Das um 1900 erbaute Gebäude der ehemaligen Poller Schule am Ende der Poller Hauptstraße hat eine reich verzierte mehrfarbige Backsteinfassade. Darin untergebracht sind heute das Bürgerzentrum Ahl Poller Schull, der Arbeitskreis an Kölner Schulen für Jugend Freizeit und Bildung e.V. mit einer Offenen Ganztagsschule[21] und die Schauspielschule Deutsches Zentrum für Schauspiel und Film[22]
Die katholische Pfarrkirche St. Joseph wurde 1862 bis 1864 nach Plänen von Heinrich Nagelschmidt als neugotische dreischiffige Backsteinbasilika errichtet.[23]Nach schweren Kriegszerstörungen wurde die Kirche unter Beibehaltung der Umfassungsmauern und der unteren Geschosse des Westturms ab 1951 von A. Hauk und M. Kratz wieder aufgebaut. Im Vorgarten des Pfarrhauses steht seit 1891 das alte Dorfkreuz aus Trachyt.[24]
Im Jahr 1929 wurde als zweite katholische Gemeinde in Poll die Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit errichtet und eine neue Kirche gebaut, die im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Der Wiederaufbau begann 1950. Dabei erhielt die Kirche unter Einbeziehung von Resten der alten Kirche einen neuen, fast quadratischen Grundriss. Seitdem weist der Chor nicht mehr nach Osten, sondern nach Süden.
Seit dem 1. Januar 2006 sind die beiden Gemeinden vereinigt zur Pfarrgemeinde St. Joseph und Hl. Dreifaltigkeit. Seit 2009 gehören sie zum Pfarreienverbund Deutz Poll.[25]
Die evangelische Kirchengemeinde Köln-Deutz/Poll (St. Johannes-Kirche) hat in Poll eine Kapelle errichtet. Das evangelische Gemeindezentrum befindet sich neben der Kapelle direkt am Poller Marktplatz und richtet neben anderen Begegnungsveranstaltungen am Freitagvormittag das Poller Marktcafé aus.
In Poll gibt es ein vielseitiges Vereinswesen[26] Am 27. Januar 2011 wurde ein Netzwerk der Vereine gebildet, ein besonderes Ziel ist die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit.
Poll liegt im Bauabschnitt 16 (Poll–Rheinpark Deutz) des Kölner Hochwasserschutzkonzeptes.[36] Im 1. Teilabschnitt wurde zwischen der Rodenkirchener Autobahnbrücke und der Südbrücke eine Hochwasserschutzmauer errichtet. Hiermit wird bis zur Wasserstandshöhe von 11,90 m am Kölner Pegel ein Schutz des Stadtteils Poll - und der dahinter liegenden Stadtteile - erreicht.
Unterhalb des Poller Rheindamms sind Freizeiteinrichtungen und auf dem Damm u.a. eine Rettungs- und Schulungsstation der DLRG beheimatet. Bei Rheinhochwasser werden von hier die DLRG-Einsätze im Kölner Gebiet koordiniert. Neben dem DLRG-Haus führt der Weidenweg zum offiziellen Campingplatz der Stadt Köln sowie zum Wiesenhaus, einer Gaststätte mit angeschlossenem Campingplatz für Dauer- und Saisoncamping hinter der Rodenkirchener Brücke. An glanzvolle Zeiten erinnert auch die Gaststätte Poller Fischerhaus, das in seinen Ursprüngen um 1910 tausend Außenplätze hatte und für Kölner ein beliebtes Ausflugsziel war. Da zudem nebenan die Poller Fischer ihr Domizil hatten, war es insbesondere für seine Fischgerichte berühmt. Es gab sogar zwei Schifffahrtsverbindungen dorthin - eine direkt von der Innenstadt, die andere zum gegenüberliegenden Stadtteil Marienburg. Auch berühmte Kölner wie Max Wallraf und Albert Freiherr von Oppenheim fuhren regelmäßig mit der Kutsche vor - sogar ein Fürst aus Malysia war dort zu Gast. 1938 musste es abgerissen werden und erreichte nach seinen zweimaligen Wiederaufbauten nicht mehr seinen Kultstatus. Bei extremem Hochwasser steht es fast vollständig unter Wasser.
An dieser Straße liegt auch der Schützenplatz, früher Schauplatz des örtlichen Schützenfestes, jetzt nur noch gelegentlich genutzt.
Die rheinabwärts gelegenen Vordeichflächen sind vorwiegend Sport und Freizeit vorbehalten. Die Stadt Köln unterhält mit der Bezirkssportanlage Poll diverse Rasenplätze und eine Aschenbahn (333m). 1914 erfolgte auf den Poller Rheinwiesen die Grundsteinlegung für das vom Architekten Wilhelm Riphahn entworfene Bootshaus des Ruder- und Tennis-Klubs Germania e.V., das in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges einem Bombenangriff zum Opfer fiel. Der Wiederaufbau in der heutigen Form wurde im Mai 1964 abgeschlossen. Die Tennisanlage umfasst sechs Plätze. Nahe der Südbrücke hat der VKC Tennis-Club e.V. von 1915 ein Vereinsheim sowie Tennisplätze. Östlich der Alfred-Schütte-Allee befinden sich das 2004 gebaute Vereinshaus der KSG, Kanu-Sport-Gemeinschaft Köln sowie die Unterkunft der Kanuabteilung des Eisenbahnersportverein Olympia.
Als Poller Wiesen wird im allgemeinen Sprachgebrauch immer mehr das gesamte Rheinufer zwischen dem Molenkopf des Deutzer Hafens und der Rodenkirchener Brücke bezeichnet, obwohl dies ursprünglich und historisch korrekt nur den Wiesenbereich rheinabwärts der Südbrücke bezeichnete, der seit der Eingemeindung Polls zu Köln 1888 zum Stadtteil Deutz gehört. Am 24. Oktober 2005 wurden die Poller Wiesen aufgrund ihrer historischen Bedeutung - u.a. wegen der mittelalterlichen Uferbefestigungen (Poller Köpfe), von denen noch Reste im Boden vorhanden sind - in die Bodendenkmalliste des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen.[37]
Sie werden - trotz Lage im Überschwemmungsbereichs des Rheins - gelegentlich auch für größere Veranstaltungen genutzt, z.B. anlässlich des Katholischen Weltjugendtages 2005 und des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2007 als Versammlungsort. 2003 fand dort aber auch ein Grenzcamp der europäischen Antifa-Bewegung statt.[38]
Am 16. Juni 2010 fand am Rheinufer die offizielle Feier zum Maifischbesatz 2010 mit den Umweltministern aus Hessen und NRW sowie vielen Prominenten statt.[39] Zur Erinnerung an dieses Ereignis und zugleich als Ehrung der fortlebenden Poller Maifischtradition wurde am 8. November 2010 am Poller Rheinufer am Anfang der Maifischgasse in Anwesenheit vieler Prominenter die erste Schautafel des EU-Projektes "Die Wiederansiedlung des Maifischs im Rheinsystem" aufgestellt. Weitere sollen in Kürze in den Landeshauptstädten Düsseldorf und Wiesbaden sowie in Frankreich folgen[40].
Der offene, unbebaute Bereich der Poller Wiesen im Ortsbereich Deutz wird für vielerlei Zwecke genutzt. Er ist auch ein beliebtes Gebiet, um Drachen steigen zu lassen bzw. im Sommer zu sonnen und zu grillen. Im Poller Bereich liegen mehrere Fußball- und Tennisplätze. Beide Bereiche sind zudem Landschaftsschutzgebiet.