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| Kōbe-shi 神戸市 | ||
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| Geographische Lage in Japan | ||
| Region: | Kinki | |
| Präfektur: | Hyōgo | |
| Koordinaten: | 34° 41′ N, 135° 12′ O34.6902777778135.195555556Koordinaten: 34° 41′ 25″ N, 135° 11′ 44″ O | |
| Basisdaten | ||
| Fläche: | 552,23 km² | |
| Einwohner: | 1.545.011 (1. Juli 2011) |
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| Bevölkerungsdichte: | 2.798 Einwohner je km² | |
| Gemeindeschlüssel: | 28100-0 | |
| Symbole | ||
| Flagge/Wappen: | ||
| Baum: | Camellia sasanqua | |
| Blume: | Gartenhortensie | |
| Rathaus | ||
| Adresse: | Kōbe City Hall 6-5-1, Kana-machi Chūō-ku, Kōbe-shi Hyōgo 650-8570 | |
| Webadresse: | www.city.kobe.lg.jp | |
| Lage Kōbes in der Präfektur Hyōgo | ||
Kōbe (jap. 神戸市, -shi) ist eine Großstadt in Japan auf der Insel Honshū. Die Stadt ist Sitz der Präfekturverwaltung von Hyōgo und hat einen der größten Seehäfen Japans. Die moderne, internationale Stadt bildet mit Ōsaka und Kyōto (Keihanshin) und kleineren Städten das Herz der Kansai-Gegend.
Inhaltsverzeichnis |
Kōbe liegt auf der nördlichen Seite der Bucht von Ōsaka (siehe auch Seto-Inlandsee). Das Stadtgebiet wird durch den Rokkō-Bergrücken (Höhe bis 931 m) in ein dicht besiedeltes Band (ca. 40 km lang und 2-7 km breit) direkt an der Küste und einen eher ländlichen Teil im Norden (Stadtbezirke Kita-ku und Nishi-ku) mit sogenannten New Towns (Satellitenstädte) geteilt. Die Stadt geht nahtlos in die benachbarten Städte Akashi im Westen und Ashiya im Osten über und ist damit Teil des großen urbanen Kōbe-Ōsaka-Kyōto-Ballungsraumes. Aufgrund der natürlichen Barriere auf der Landseite der Stadt hat man, wie auch in den anderen an die Bucht angrenzenden Städten, schon vor langer Zeit begonnen, durch künstliche Aufschüttungen dem Meer Land abzugewinnen. Beispiele hierfür sind die künstlichen Inseln Port Island, Rokkō Island sowie der neue Flughafen von Kōbe.
Mehrere kleine Flüsse durchqueren das Stadtgebiet von Kōbe auf ihrem Weg vom Rokkō zum Meer. Größere natürliche Süßwasserflächen sind nicht vorhanden, in den Bergen aber kann man einige Stauseen finden. Der größte davon ist der Tsukuhara-ko im Bezirk Nishi-ku.
Vor der Ostküste Japans treffen drei Kontinentalplatten (Eurasische Platte, Philippinische Platte und Pazifische Platte) aufeinander. Wie in ganz Japan gibt es auch in der Gegend von Kobe mehrere seismisch aktive Verwerfungen.
Nach etwa 600 Jahren relativer Ruhe im zentralen Gebiet von Kinki ereignete sich am 17. Januar 1995 um 5:46 Uhr Ortszeit ein Erdbeben der Stärke 7,2 der Richterskala (Mj7,3 auf der neuen JMA-Magnituden-Skala). Dadurch kam es zu Erschütterungen mit einer maximalen Intensität von 7 auf der in Japan weit verbreiteten JMA-Skala. Das Epizentrum lag nahe der Stadt in der Akashi-Meerenge, so dass der Abstand der Pfeiler der damals im Bau befindlichen Akashi-Kaikyō-Brücke durch das Beben um fast ein Meter vergrößert wurde. Getötet wurden 6.433 Menschen, 43.792 wurden verletzt und 300.000 wurden obdachlos. Weite Flächen der Stadt wurden zerstört. Die Schäden waren die bisher größten bei einem Erdbeben (nach Schätzungen ca. 100 Milliarden €), auch der Hanshin Expressway, eine damals als erdbebensicher geltende Autobahn, brach zusammen. Weil das Beben neben der Stadt Kōbe auch die Hanshin-Region betraf, wird es auch das große Hanshin-Erdbeben (beziehungsweise das Hanshin-Awaji-Erdbeben) genannt.
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Kōbe gliedert sich in 9 Stadtbezirke: |
Kōbe liegt in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei ca. 16 Grad Celsius. Die wärmsten Monate sind der Juli und August mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 27 Grad Celsius. Die kältesten Monate sind Januar und Februar mit fünf Grad Celsius im Mittel.
Die mittlere Jahresniederschlagsmenge beträgt ca. 1.316 Millimeter. Der meiste Niederschlag fällt in der Regenzeit im Juni (durchschnittlich 218 mm) und im September (durchschnittlich 170 mm), der wenigste dagegen im Dezember mit nur 38 Millimeter im Mittel.
Die relativ hohe Luftfeuchtigkeit (im Mittel 68 Prozent) macht vor allem im Sommer ziemlich zu schaffen. Von Juni bis September liegt die durchschnittliche relative Feuchte zwischen 70 und 80 Prozent.
Es wird vermutet, dass sich der Name Kōbe vom gleich geschriebenen Kambe ableitet. Kambe waren bestimmte Familien, die ihre gesamten Steuern einem bestimmten Schrein entrichten mussten – hier dem Ikuta-Schrein[1]. Diese Kambe-Ansiedlung Kambe-mura soll dann im Laufe der Zeit als Kōbe-mura ausgesprochen worden sein.
Der Hafen von Kōbe hat sich durch seine gute Lage schon früh entwickelt. In der Nara-Zeit (710–784 n. Chr.) legten am Owada no Tomari Handelsschiffe aus China und anderen Ländern an. Schon seit die Hauptstadt für kurze Zeit von Heian-kyō nach Fukuhara-kyō im heutigen Hyōgo-ku verlegt worden war, wurden hier vermehrt militärische Konflikte (vor allem zwischen den Heike und den Genji) ausgetragen, so z. B. die Schlacht von Ichi no Tani im Jahre 1184.
Später entwickelte sich der Hafen weiter zu einem der wichtigsten in Japan. Es wird erzählt, dass der berühmte Reichseiniger Toyotomi Hideyoshi oft hierher kam, um die heißen Quellen des Arima Onsen zu besuchen.
In der Edo-Zeit (1603–1867) wurde der heutige Bezirk Nada-ku bekannt für seine Sake-Brauereien. Noch heute kommt der größte Teil der japanischen Sake-Produktion von dort.
Als sich Japan unter dem Druck Amerikas in der Meiji-Restauration der Welt öffnete, fiel 1868 der Startschuss für die Entwicklung Kōbes zu einer internationalen Hafenstadt. Viele Amerikaner und Europäer kamen nach Kōbe und etablierten sich im heutigen Kyū kyoryū-chi (ehemalige ausländische Siedlung) in der Nähe des Hafens und in Kitano. Durch die vielen Händler kamen so westliche Waren und westliche Kultur nach Japan. Kōbe gilt als der Geburtsort des Kinos und des Jazz in Japan.
In Kōbe leben heute (2005) ca. 44.500 Ausländer aus mehr als 115 Nationen, das sind knapp 3 % der Bevölkerung (davon mehr als 50 % Koreaner).
Am 1. April 1889 wurde Kōbe offiziell zur Stadt erklärt. 1956 bekam sie Großstadt-Status (Government Ordinance City).
Die Universität von Kōbe wurde 1902 gegründet.
Im Zuge des Zweiten Weltkriegs wurde Kobe am 17. März 1945 von amerikanischen Flugzeugen bombardiert. Am besagten Tag warfen 307 B-29 Superfortress Bomber innerhalb von zwei Stunden 2.355 Tonnen Brandbomben ab. Ziel war das Hafengebiet sowie das Geschäftsviertel und die angrenzenden Wohngebiete. Durch den Angriff wurden rund 7,8 km² Stadtgebiet zerstört. 8.800 Einwohner kamen ums Leben sowie weitere 11.289 wurden verletzt. Es wurden 65.951 Gebäude zerstört oder beschädigt. 242.951 Personen wurden obdachlos.
Nach dem großen Hanshin-Erdbeben 1995 mussten viele Gebäude neu errichtet werden, was dazu führte, dass Kōbe heute in den meisten Stadtvierteln einen modernen Anblick bietet. Der Hafen, der bis zum Erdbeben der größte in Asien und der zweitgrößte in der Welt war, verlor seinen Rang an Nagoya, da viele Firmen durch das Erdbeben zu anderen Häfen ausweichen mussten und nur teilweise zurückkehrten.
Direkt gewählter Bürgermeister ist seit 2001 Tatsuo Yada. Er wurde am 25. Oktober 2009 mit Empfehlung der Demokratischen Partei für eine dritte Amtszeit wiedergewählt.[2] Der Stadtrat (kōbe-shikai[3]) hat regulär 69 Mitglieder, die in den Stadtbezirken durch einfache nicht-übertragbare Stimme gewählt werden. Bei der letzten Wahl im April 2011 wurde die Liberaldemokratische Partei stärkste Partei; allerdings verteilen sich ihre Mitglieder auf zwei Fraktionen, so dass die größere Liberaldemokratische und die Demokratische Fraktion mit jeweils 14 Mitgliedern gleich stark sind (Stand: 24. Juni 2011)[4].
Das Stadtsymbol von Kōbe – zwei sich überschneidende Halbkreise – symbolisieren die fächerartige Form der zwei Häfen Kōbe und Hyōgo. Das Symbol leitet sich außerdem vom japanischen Zeichen カ (Katakana) ab, welches im früheren Namen カウベ vorkam. Es wurde 1907 eingeführt und ist heute vielerorts sichtbar.
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Obwohl Kōbe keine typische Touristenstadt ist, gibt es einiges zu sehen. Bekannt ist Kōbe für die Arima Onsen, seine ehemaligen Ausländersiedlungen (jap. kyū kyoryū-chi), Kitano und die Chinatown Nankin-Machi (dt. "Nanking-Viertel"), den Sake-Distrikt in Nada und das Hafengebiet mit seinen Attraktionen. Weiterhin bietet das Rokkō-Gebirge mit fast 1000 Meter Höhe vielfältige Wandermöglichkeiten mit spektakulären Aussichten auf die gesamte Region. Im Hafengebiet von Hyōgo findet sich der Kōbe Daibutsu (große Buddha-Statue) und der historische Wanderpfad „Straße des Hafens Hyōgo“ (Hyōgo-tsu no Michi)[5]. Weiter im Westen in Suma gibt es Sandstrände und die berühmte Akashi-Kaikyō-Brücke.
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Kōbe ist bekannt für seine Jazz-Clubs.
Die Moschee von Kōbe
Stadien:
Teams:
Kōbe ist berühmt für seine besonderen Zuchtrinder, das daraus gewonnene Rindfleisch und den Sake (Reiswein) aus Nada. Weiterhin wird in den ländlichen Teilen (Nishi-ku und Kita-ku) Wein angebaut. Auch verschiedene Süßigkeiten (vor allem Pudding) und Gebäcke kommen aus Kōbe. Eine weitere regionale Spezialität sind ikanago no kugini (いかなごのくぎ煮), kleine Babyfische, die mit Sojasauce, Ingwer, Mirin und Zucker gekocht und meist auf Reis verzehrt werden.
Die Unternehmen in Kōbe sind zu 70 % im Tertiärsektor (Dienstleistungssektor), zu 30 % im Sekundärsektor (produzierende Gewerbe) und zu weniger als 1 % im Primärsektor (Urproduktion) angesiedelt. Der bedeutende Hafen wickelte im Jahr 1998, gemessen am Wert, 8% des gesamten japanischen Außenhandels ab und war damit nach den Häfen Yokohama und Tōkyō (je 11%) der drittwichtigste Hafen. Dank des Hafens ist hier auch Schwerindustrie wie z. B. Kawasaki Heavy Industries und Mitsubishi Heavy Industries mit großen Industrieanlagen und Werften (U-Boot-Bau) angesiedelt. Wichtige industrielle Erzeugnisse sind Schiffe, Eisenbahnzüge, Eisen und Stahl, Motorräder, Gummi, Schuhe (bis zum Erdbeben 1995 etwa 60% der jap. Produktion), Maschinen; typische Güter sind Sake, Wein, Gebäck und Süßigkeiten (siehe Karl Joseph Wilhelm Juchheim) und das exquisite Kōbe Beef. Kōbe hat im Perlenhandel eine überragende Stellung inne.
Der Bahnhof Sannomiya ist das Verkehrskreuz von Kōbe. Hier halten fast alle Fern- und alle Nahverkehrszüge außer dem Shinkansen.
Die „Innenstadt“ von Kōbe liegt zwischen den JR-Bahnhöfen Kōbe und Sannomiya. Wer also ins Zentrum möchte, steigt am besten in Motomachi oder Sannomiya aus. Aufgrund der Topografie ähneln sich die Streckenführungen der drei Bahngesellschaften Japan Railway (JR), Hanshin und Hankyū zwischen Kōbe und Ōsaka: Sie treffen sich jeweils in Sannomiya und Umeda und konkurrieren bei Fahrzeit und Preis miteinander (Siehe Zugunglück in Amagasaki).
Das U-Bahn-Netz wurde 1977 eröffnet. Es besteht derzeit aus zwei Linien (siehe U-Bahn Kōbe).
Ein vollautomatischer People Mover (Port Liner) verbindet Sannomiya mit der künstlichen Insel Port Island und mit dem neuen Flughafen von Kōbe. Rokkō Island ist mit einem zweiten People Mover (Rokkō Liner) erreichbar, der die Insel mit dem JR-Bahnhof Sumiyoshi und dem Hanshin-Bahnhof Uozaki verbindet.
Über die Akashi-Kaikyō-Brücke sind die Insel Awaji und auch Shikoku mit dem Auto und Bus erreichbar. Von Akashi aus gibt es auch einen Fährservice zur Insel Awaji.
Eisenbahn: Kōbe hat wie alle Städte in Japan hervorragende Verkehrsverbindungen. Aufgrund der Neubaustreckenführung unter dem gesamten Rokkōmassiv, wurde der Shinkansen-Bahnhof Shin-Kōbe etwa 1 km abseits des Bahnhofs Sannomiya errichtet und ist zu Fuß und mit der U-Bahn zu erreichen. Die Fahrzeiten mit dem schnellsten Nozomi-Shinkansen betragen: nach Tokio 2:50, Fukuoka 2:20, Hiroshima 1:15, Nagoya 1:08 und nach Kyōto 0:30.
Flugverkehr: Am 16. Februar 2006 wurde der umstrittene Neubau Flughafen Kōbe auf einer künstlichen Insel südlich von Kōbe in Betrieb genommen, obwohl selbst der benachbarte Flughafen Kansai auch im 10. Jahr seine Auslastungsprobleme nicht gelöst hat. Kansai International erreicht man von Sannomiya aus mit dem Flughafen-Bus in ca. 70 Minuten, mit dem Zug in ca. 90 Minuten. Vom Flughafen Kobe kann man mit einer High-Speed-Ferry in 30 Minuten zum Flughafen Kansai gelangen.
Schiffsverkehr: Schiffsverbindungen gibt es nach Shikoku, Kyūshū, Okinawa sowie Shanghai und Tianjin in der Volksrepublik China.
Busverkehr: Von Sannomiya aus fahren regelmäßig Busse nach Tōkyō, Kyūshū und Shikoku.
In Kōbe gibt es 17 Universitäten und 8 andere Hochschulen. Außerdem 83 Fachschulen, 61 Senior High Schools, 104 Junior High Schools, 175 Grundschulen, 10 Schulen für Behinderte und 156 Krippen. Aufgrund der relativ hohen Ausländerzahl finden sich hier auch 9 internationale Schulen (Stand: 2004).
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Kreisfreie Städte (shi): Aioi | Akashi | Akō | Amagasaki | Asago | Ashiya | Awaji | Himeji | Itami | Kakogawa | Kasai | Katō | Kawanishi | Kōbe (Verwaltungssitz) | Miki | Minami-Awaji | Nishinomiya | Nishiwaki | Ono | Sanda | Sasayama | Shisō | Sumoto | Takarazuka | Takasago | Tamba | Tatsuno | Toyooka | Yabu
Akō-gun: Kamigori | Ibo-gun: Taishi | Kako-gun: Harima | Inami | Kanzaki-gun: Fukusaki | Ichikawa | Kamikawa | Kawabe-gun: Inagawa | Mikata-gun: Kami | Shinonsen | Sayo-gun: Sayo | Taka-gun: Taka