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KZ Buchenwald

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Karte: Deutschland
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KZ Buchenwald
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Deutschland
16 April 1945; Foto: Jules Rouard
Modell des Lagers
Tor zum Lager im KZ Buchenwald
Eingangstor mit dem Spruch „Jedem das Seine“
Luftbild Buchenwald 2008

Das Konzentrationslager Buchenwald war eines der grĂ¶ĂŸten Konzentrationslager auf deutschem Boden. Es wurde zwischen Juli 1937 und April 1945 auf dem Ettersberg bei Weimar als Arbeitslager betrieben. Insgesamt waren in diesem Zeitraum etwa 250.000 Menschen aus allen LĂ€ndern Europas im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf etwa 56.000 geschĂ€tzt, darunter 11.000 Juden.[1] WĂ€hrend der AnnĂ€herung der 3. US-Armee ĂŒbernahmen am 11. April 1945 die HĂ€ftlinge die Leitung des Lagers von der abziehenden SS; bereits seit dem 8. April hatten viele HĂ€ftlinge durch Boykott und Sabotage ihre „Evakuierung“ verhindert und die US-Armee per Funk um Hilfe gerufen.[2][3] Nach Abzug der US-Truppen wurden Teile des GelĂ€ndes von der sowjetischen Besatzungsmacht als Speziallager Nr. 2 genutzt. Es existierte bis 1950 und forderte 7.000 Todesopfer. Auf dem GelĂ€nde des ehemaligen Lagers ließ die Regierung der DDR 1958 die Nationale Mahn- und GedenkstĂ€tte Buchenwald eröffnen. Heute finden sich in der ab 1991 neugestalteten GedenkstĂ€tte Buchenwald viele Ausstellungen zur Geschichte des Konzentrationslagers.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

HĂ€ftlingsbrief aus dem „KZ Ettersberg“, korrigiert in „Buchenwald“

Im Juli 1937 begannen HĂ€ftlinge aus den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Sachsenburg und Lichtenburg mit der Errichtung des Konzentrationslagers Buchenwald. Bei der Namensgebung hatten die Verantwortlichen der Konzentrationslager um Inspekteur Theodor Eicke ein Problem, da es sich in unmittelbarer NĂ€he zu Schloss und Park Ettersburg auf dem Ettersberg befand. Das Schloss ist mit Goethe und damit der Weimarer Klassik verbunden. Goethe wurde von den Nationalsozialisten politisch als die Verkörperung des „Deutschen Geistes“ instrumentalisiert. Daher war die Benennung „Konzentrationslager Ettersberg” von vornherein nicht opportun, zumal Einspruch gegen diese Namensgebung durch die Nationalsozialistische Kulturgesellschaft in Weimar erhoben wurde. Eine Zuordnung zum benachbarten Hottelstedt schied aus, weil sich dann die SS-Lagermannschaft, obwohl im Umkreis von Weimar liegend, mit einer geringeren Besoldung als ortsĂŒblich hĂ€tte zufriedengeben mĂŒssen. Der Vorschlag Eickes „K.L. Hochwald, Post Weimar“, wurde auf Veranlassung Heinrich Himmlers in „K.L. Buchenwald, Post Weimar“ abgeĂ€ndert. Somit war einerseits der Name offiziell nicht mit dem Ort verbunden, andererseits bekam die Mannschaft ihr Gehalt nach der Ortslage von Weimar. Zum ersten Lagerkommandant wurde Karl Koch ernannt. Bis zum Jahresende war das Lager mit 2561 Gefangenen belegt. Schon 1937 forderte das Lager 48 Menschenleben.[1]

ZunĂ€chst war das Lager fĂŒr politische Gegner des Naziregimes, vorbestrafte Kriminelle und so genannte Asoziale sowie Juden, Zeugen Jehovas und Homosexuelle bestimmt. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden zunehmend Menschen aus anderen LĂ€ndern interniert. Bei der Befreiung im April 1945 waren 95 Prozent der HĂ€ftlinge keine Deutschen. Vor allem nach 1943 wurden im KZ Buchenwald und in seinen insgesamt 136 Außenkommandos KZ-HĂ€ftlinge rĂŒcksichtslos fĂŒr die RĂŒstungsindustrie ausgebeutet. Daher war Buchenwald kein Vernichtungslager mit industrieller Vernichtung und Verwertung wie die großen Konzentrationslager in Polen. Dennoch wurden viele Gefangene von der SS ermordet oder starben an den unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen. Manche HĂ€ftlingsgruppen wurden gar zur sofortigen Ermordung in der Genickschussanlage ausselektiert, wie etwa sowjetische Kriegsgefangene.

Anfang 1945 wurde das Lager zur Endstation fĂŒr Evakuierungstransporte aus Auschwitz und Groß-Rosen. Kurz vor der Befreiung versuchte die SS, das Lager zu rĂ€umen und schickte 28.000 HĂ€ftlinge[1] auf TodesmĂ€rsche. Etwa 21.000 HĂ€ftlinge,[1] darunter ĂŒber 900 Kinder und Jugendliche, blieben im Lager. Am 11. April 1945 erreichten Einheiten der 3. US-Armee den Ettersberg. Die SS floh, HĂ€ftlinge der geheimen Widerstandsorganisation öffneten das Lager von innen.

Nach der Befreiung mussten sich 1947 im Buchenwald-Hauptprozess 31 Personen fĂŒr die Verbrechen in Buchenwald vor einem US-MilitĂ€rtribunal verantworten, darunter auch die Witwe des ehemaligen Kommandanten, Ilse Koch. Es wurden 22 Todesurteile ausgesprochen sowie fĂŒnf lebenslĂ€ngliche und vier begrenzte Freiheitsstrafen. Von den Todesurteilen wurden bis 1951 neun vollstreckt. Der ehemalige Lagerkommandant Hermann Pister starb in der Haft. Ilse Koch blieb dort bis zu ihrem Selbstmord 1967. Alle ĂŒbrigen Verurteilten wurden bis Mitte der 1950er Jahre amnestiert.

Aufbau des Lagers

Der direkte Zugang von der Straße und vom Bahnhof zum Lager fĂŒhrte ĂŒber den Caracho-Weg (2007)

Das Konzentrationslager Buchenwald war in drei voneinander abgesonderte Bereiche unterteilt und unterhielt bis Kriegsende außerdem mehr als hundert stĂ€ndige Arbeitskommandos und Nebenlager in Mittel- und Westdeutschland.[4]

„Schutzhaftlager“

Arrestzellen neben dem Haupteingang („Bunker“)
Krematorium (2007)
Verbrennungsöfen im Krematorium am 16. April 1945

Das Lager fĂŒr die so genannte Schutzhaft wurde terrassenförmig in nördlicher Hanglage des Ettersberges errichtet, um eine bessere Überwachung zu ermöglichen. Vom Haupttor aus gab es einen vollstĂ€ndigen Überblick ĂŒber das ganze Lager. Es war von einem 3 km langen und 3 m hohen Stacheldrahtzaun, einem Elektrozaun mit einer Spannung von 220/ 380 Volt und von 23 mit Maschinengewehren ausgerĂŒsteten dreistöckigen WachtĂŒrmen umgeben. Die HĂ€ftlinge waren in 34 Holzbaracken und 16 zweistöckigen Steinbaracken untergebracht. Das HĂ€ftlingslager erstreckte sich zuletzt ĂŒber eine FlĂ€che von 40 Hektar. Zum „Schutzhaftlager“ gehörten neben einem etwa 15.000 mÂČ großen Appellplatz[5] mehrere GebĂ€ude und Lager. Das TorgebĂ€ude mit Arrestzellen („Bunker“) war eine Mord- und FolterstĂ€tte des Lagers. Der Kommandant ließ hier HĂ€ftlinge (aber auch SS-Soldaten) arrestieren, um sie zu bestrafen oder Informationen und GestĂ€ndnisse zu erpressen. Es wurde die KZ-Lagerordnung angewandt. Das Lagertor trĂ€gt die Inschrift „Jedem das Seine“, welche vom Appellplatz aus zu lesen ist. Diese auf den ersten Blick widersinnige Inschrift war gezielt gewĂ€hlt. Sie sollte die Inhaftierten tĂ€glich im negativen Sinne daran erinnern, dass sie nur das bekommen, was sie verdienen. Buchenwald war das einzige Konzentrationslager, das diese Inschrift trug. Sie wurde vom Bauhaus-Architekten Franz Ehrlich, der bis 1943 selbst in Buchenwald inhaftiert war, auf Befehl der Nationalsozialisten entworfen. Ehrlich wĂ€hlte hierfĂŒr eine als entartet eingestufte Schriftart des Bauhauses, was jedoch der Lagerleitung nie auffiel.[6]

Das 1940 fertiggestellte Krematorium hatte, neben dem Verbrennungsraum im Keller, einen Sezierraum und eine Pathologie zum Herausbrechen von GoldzĂ€hnen. Die ersten Verbrennungsöfen lieferte die Erfurter Firma „Topf & Söhne“ bereits im Dezember 1939. Bis zum FrĂŒhjahr 1941 wurden weitere Öfen von der Firma angeliefert und eingebaut.[7] An im Keller des Krematoriums befindlichen Wandhaken wurden viele HĂ€ftlinge hingerichtet. Als eines der prominentesten Opfer wurde hier in der Nacht vom 17. auf den 18. August 1944 der Reichstagsabgeordnete und KPD-Vorsitzende Ernst ThĂ€lmann am Eingang zum Ofenraum auf direkten Befehl Adolf Hitlers erschossen.[8]

Das „Judenlager“ war ein abgetrenntes Lager innerhalb des „Schutzhaftlagers“. Es wurde nach der Masseneinlieferung im Zuge der Pogrome der „Reichspogromnacht“ errichtet. Die Lebensbedingungen waren hier besonders schlecht. Ein weiteres „kleines Lager“ wurde 1938 errichtet, um bei Überbelegung des Lagers genutzt zu werden. Es bestand aus fensterlosen WehrmachtspferdestĂ€llen. Es wurde vor allem fĂŒr die Unterbringung arbeitsunfĂ€higer HĂ€ftlinge und als QuarantĂ€nelager verwendet. Ab 1943 war es stĂ€ndig belegt. Die Lebensbedingungen waren katastrophal, die Sterblichkeit hoch. Die ehemaligen PferdestĂ€lle wurden fĂŒr 50 Pferde gebaut und nun mit bis zu 1.960 HĂ€ftlingen belegt.

Im HĂ€ftlingskrankenbau wurden HĂ€ftlinge von HĂ€ftlingen behandelt. Ausgebildeten Ärzten allerdings war das Praktizieren verboten. Der Krankenbau war der zentrale Ort des Mordes mit Giftspritzen durch SS-Ärzte. Er war aber auch Ort des internen Lagerwiderstandes, zu dem auch die Arbeitsstatistik gehörte. Diese war Teil der Lagerverwaltung und wurde von den HĂ€ftlingen besorgt. Hier war es fĂŒr den Widerstand möglich, die Listen fĂŒr ArbeitseinsĂ€tze und Transporte in die Vernichtungslager abzuĂ€ndern.

In der Kinobaracke konnten 1941 bis 1943 HĂ€ftlinge gegen Zahlung abgelaufene UFA-Filme sehen sowie kleinere, von der SS genehmigte Sport- oder Kulturveranstaltungen abhalten. Die SS nutzte dieses GebĂ€ude allerdings auch zur Bestrafung und Folterung von Gefangenen. Ab 1943 gab es innerhalb des „Schutzhaftlagers“ zudem ein Lagerbordell fĂŒr HĂ€ftlinge als „Antriebsmittel fĂŒr höhere Leistungen“. Zu diesem Zweck wurden im Juli 1943 16 weibliche HĂ€ftlinge aus dem KZ RavensbrĂŒck nach Buchenwald verbracht und zur Prostitution gezwungen. DarĂŒber hinaus befanden sich auf dem GelĂ€nde Magazinbaracken, eine KĂŒche, ein Kartoffelkeller, eine WĂ€scherei, eine Effekten-, eine Bekleidungs- und eine GerĂ€tekammer, eine GĂ€rtnerei, eine HĂ€ftlingskantine und eine BĂŒcherei.

SS-Bereich

Vorderer Teil der getarnten Genickschussanlage
Hinterer Teil der Genickschussanlage
SS-Zoo (2007)

→ Hauptartikel: Personal im KZ Buchenwald

Der SS-Bereich befand sich sĂŒdlich des „Schutzhaftlagers“ und bestand aus mehreren Unterbereichen. In der NĂ€he des Tores zum „Schutzhaftlager“ befand sich die Lagerverwaltung. Dort war die Lagerkommandantur mit dem BĂŒro des Kommandanten, der Adjutantur, der Gestapo sowie Einrichtungen des Truppenstabes und der politischen Abteilung untergebracht.

SĂŒdlich davon folgte eine SS-Kaserne mit 16 GebĂ€uden. Diese waren im Halbrund angeordnete „HundertschaftsgebĂ€ude“ der SS-Totenkopfstandarte „ThĂŒringen“ mit Kasinos, Waffenkammern, einem Truppenlazarett, Schieß- und ExerzierplĂ€tzen, Großgaragen und zwei Tankstellen. Es waren KapazitĂ€ten fĂŒr mehr als ein Regiment vorhanden. Dies war einer der großen StĂŒtzpunkte und AusbildungsstĂ€tten der Waffen-SS.

In der Mitte des SS-Bereiches war das Sonderlager „Fichtenhain“ installiert. Außerhalb des eigentlichen eingezĂ€unten Lagers entstand 1942/43 eine Gruppe von Isolierbaracken fĂŒr prominente Insassen. Inhaftiert waren hier unter anderem Rudolf Breitscheid, Mafalda von Savoyen und Fritz Thyssen. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurden hier auch beteiligte Offiziere und Politiker sowie deren Familien eingesperrt. Ein anderer Ort fĂŒr die Arrestierung von prominenten HĂ€ftlingen war das SS-Falknerhaus. Hier waren der frĂŒhere MinisterprĂ€sident der französischen Volksfrontregierung LĂ©on Blum sowie andere Regierungsmitglieder untergebracht, darunter Édouard Daladier und Paul Reynaud.

Auf Befehl des Lagerkommandanten Koch wurde 1940 zuerst eine Reithalle nordwestlich der Kaserne erbaut. Dort hatten Koch und seine Frau Ilse das alleinige Nutzungsrecht. GegenĂŒber der Reithalle entstand ein 55 m langer Pferdestall. Auf Kommissarbefehl des Wehrmacht-Oberkommandos wurde er nach dem Eintreffen der ersten sowjetischen Gefangenen 1941 umgebaut und mit einer Genickschussanlage versehen. Unter dem Vorwand einer medizinischen Untersuchung wurden hier zwischen 1941 und 1945 zahlreiche HĂ€ftlinge und ĂŒber 8.000 der insgesamt 8.483[9] ermordeten sowjetischen Kriegsgefangenen durch das berĂŒchtigte „Kommando 99“ hingerichtet.[10]

Zur Unterhaltung der SS und deren Familien wurde unweit des Zaunes des „Schutzhaftlagers“ der SS-Zoo errichtet. 1940 wurden innerhalb des SS-Lagers ein Falkenhof und ein Wildgehege eröffnet, die auch der Bevölkerung offen standen. Im Jahr 1944 richtete die SS ein Bordell fĂŒr „fremdvölkische“ WachmĂ€nner ein. Den im KZ Buchenwald zum Wachdienst eingesetzten ukrainischen SS-MĂ€nnern war der Umgang mit deutschen Frauen verboten. Die SS selektierte fĂŒr dieses Bordell polnische Frauen aus dem KZ RavensbrĂŒck und zwang sie zur Prostitution.[11]

Drei Kilometer östlich des KL entstand eine Wohnsiedlung mit EinfamilienhĂ€usern fĂŒr Angehörige der SS (die heutige Ettersbergsiedlung).

Produktionsbereich

Westlich der SS-Kaserne war ein Steinbruch angelegt. Die Arbeit dort galt als die hĂ€rteste und wurde meist von Strafkompanien ausgefĂŒhrt. HĂ€ufig wurden hier HĂ€ftlinge von der SS „auf der Flucht erschossen“. Der RĂŒstungsbetrieb Gustloff-Werk II des Weimarer „Fritz-Sauckel-Werks“ wurde 1943 eröffnet und war ArbeitsstĂ€tte fĂŒr etwa 4.500 HĂ€ftlinge. Sie wurden von der SS-Lagerleitung an den Betrieb vermietet. Nach dem alliierten Bombenangriff am 24. August 1944 wurde der Betrieb fast völlig zerstört.

Die Deutschen AusrĂŒstungswerke (DAW) waren eine 1940 gegrĂŒndete, innerhalb des „Schutzhaftlagers“ befindliche ProduktionsstĂ€tte fĂŒr bis 1.400 HĂ€ftlinge. Hier wurde fĂŒr den Kriegsbedarf der Waffen-SS produziert und, bevor der „Pferdestall“ zu diesen Zwecken umgebaut worden war, eine Vielzahl sowjetischer Kriegsgefangener exekutiert.

Außenlager

Bis zum Kriegsende unterhielt das KZ Buchenwald bis zu 136 Außenlager und Außenkommandos. Diese wurden hauptsĂ€chlich zur RĂŒstungsproduktion und anderen Fabrikationen genutzt. Sie gelten daher mehr als Arbeits- denn als Vernichtungslager. Auch in den Außenlagern wurden Menschen hingerichtet oder starben an den vorherrschenden Bedingungen. Einige Außenlager wurden im Verlauf des Krieges zu Konzentrationslagern umfunktioniert, beispielsweise das KZ Dora-Mittelbau bei Nordhausen.

→ Liste der Außenlager des KZ Buchenwald

KZ-Geschichte

Gefangene im KZ Buchenwald, 1945
Gefangene im KZ Buchenwald, 1945

1938 bis 1941

Nach der Errichtung des Lagers am 15. Juli 1937[12] wurde ab Februar 1938 der „Bunker“ (Zellenbau des TorgebĂ€udes) belegt. Er war die Folter- und MordstĂ€tte des Lagers unter SS-Aufseher Martin Sommer. Im April erfolgte eine Massenverhaftung und Einweisung so genannter „Arbeitsscheuer“. Die erste öffentliche Hinrichtung eines HĂ€ftlings durch den Strang fand im Juni 1938 statt. Ebenfalls im Juni 1938 wurde fĂŒr die Angehörigen der SS der Zoo eingerichtet.

Im Sommer 1938 begann auch der Ausbau der Zufahrtsstraße zum Konzentrationslager. Die schmale Waldchaussee wurde zu einer acht Meter breiten Betonstraße ausgebaut. 200 HĂ€ftlinge waren direkt an dem Straßenbau tĂ€tig. Weitere hunderte HĂ€ftlinge schlugen und transportierten in und aus den umliegenden SteinbrĂŒchen des Lagers das Baumaterial. Der Ausbau endete im November 1939. Die Straße bekam den Namen „Blutstraße“.

Ab September 1938 kamen zahlreiche HĂ€ftlinge aus dem Gebiet Österreichs in das Konzentrationslager. Österreich war im MĂ€rz an das Reich angeschlossen worden. Nach den Pogromen der „Reichspogromnacht“, im November 1938, wurden 9.845 Juden inhaftiert,[1] um deren Ausreise zu erpressen. Bis Jahresende zĂ€hlte das Lager 11.028 HĂ€ftlinge. Es starben bereits 771 Menschen.[1] Im Februar 1939 brach wegen schlechtester hygienischer Bedingungen im Lager Typhus aus. Das Lager wurde daraufhin unter QuarantĂ€ne gestellt. Im April nahm das Sonderstandesamt „Weimar II“ im Lager seine Arbeit auf. Es hatte fast ausschließlich die Aufgabe der Registrierung der Toten. Zu Hitlers 50. Geburtstag kam es zu Lagerentlassungen durch eine „Gnadenaktion“. Im September 1939 wurden die Lebensmittelrationen fĂŒr Juden drastisch herabgesetzt und ein „Sonderlager“ auf dem Appellplatz errichtet.

Nach Kriegsbeginn wurden im Oktober 1939 8.500 MĂ€nner aus der Tschechoslowakei, Polen und Österreich ins Lager eingewiesen.[1] Im November musste das Lager erneut unter QuarantĂ€ne gestellt werden, da die Ruhr ausgebrochen war. Am Ende des Jahres waren 11.807 Menschen inhaftiert und weitere 1.235 HĂ€ftlinge gestorben.[1] Zu Beginn des Jahres 1940 wurde das Krematorium errichtet, da das stĂ€dtische Krematorium die große Anzahl an Toten nicht bewĂ€ltigen konnte. Im Februar wurde das „Sonderlager“ auf dem Appellplatz aufgelöst, fast die HĂ€lfte der Insassen war gestorben. Zum Jahresende war das Lager mit 7.440 Gefangenen belegt. 1.772 Tote wurden in diesem Jahr registriert.[1]

Nach dem Überfall auf die Sowjetunion 1941 wurden tausende sowjetische Kriegsgefangene eingewiesen und in den folgenden Jahren durch einen Genickschuss gezielt getötet. SchĂ€tzungsweise 8.000 Insassen fielen dem zum Opfer.[1] Am Jahresende 1941 zĂ€hlte das Lager 9.814 HĂ€ftlinge. 1.522 Menschen starben 1941 im Konzentrationslager.[1] Der Lagerkommandant Koch wurde wegen KorruptionsvorwĂŒrfen nach Lublin versetzt. Sein Nachfolger wurde im Januar 1942 Hermann Pister.

1942 bis 1945

Luftbild nach der Bombardierung
Gedenktafel mit der Route eines Todesmarsches
Kombinierte Kopf- und Seitenladerampe der Buchenwaldbahn im Bahnhof Buchenwald

Unter dem neuen Lagerkommandanten Pister wurden die ersten medizinischen Versuche an HĂ€ftlingen durchgefĂŒhrt. An den Folgen starben die meisten qualvoll, beispielsweise wurden sie mit Fleckfieber infiziert, um Impfstoffe zu testen (Salzwasserversuche). Das gleiche geschah mit TBC-Erregern. Außerdem wurden HĂ€ftlingen Brandbombenverletzungen zugefĂŒgt. Da die HĂ€ftlinge auf engstem Raum zusammenlebten, breiteten sich Krankheiten schnell aus, und es kam zu Epidemien, die jedoch nicht behandelt wurden. Die meisten Versuche wurden in den Blöcken 46 und 8 durchgefĂŒhrt.

Im Februar 1942 entstand in den Weimarer Gustloff-Werken das erste Außenkommando des Konzentrationslagers Buchenwald. Im Juli wurde außerdem mit dem Bau einer Gewehrfabrik der „Wilhelm-Gustloff-Werke“ neben dem Lager begonnen. Außerdem entstanden 1942 ein DesinfektionsgebĂ€ude und das „kleine Lager“, das als QuarantĂ€nelager genutzt wurde. Ende des Jahres 1942 war Buchenwald mit 9.517 HĂ€ftlingen belegt. 2.898 Tote wurden in diesem Jahr vermerkt.[1]

Im MĂ€rz 1943 wurde das „Gustloff-Werk II“ fertiggestellt. Außerdem begann man mit dem Bau einer Bahnstrecke nach Weimar. Die 14,5 Kilometer lange „Buchenwaldbahn“ wurde in knapp drei Monaten von den HĂ€ftlingen ohne schweres GerĂ€t provisorisch fertiggestellt. Die Strecke diente erst der Versorgung der RĂŒstungsbetriebe. UngefĂ€hr seit Jahresbeginn 1944 vollzog sich ĂŒber diese Schienen auch der HĂ€ftlingsan- und abtransport. Vor der Fertigstellung mussten die HĂ€ftlinge ĂŒber die so genannte „Blutstraße“ in und aus dem Lager marschieren.

Im August 1943 entstand bei Nordhausen das Außenlager „Dora“ fĂŒr die Raketenproduktion. Dort starben in den ersten sechs Monaten 2900 HĂ€ftlinge.[1] Zum Jahresende war Buchenwald durch Masseneinweisungen aus den von der Wehrmacht besetzten Gebieten mit 37.319 HĂ€ftlingen völlig ĂŒberbelegt. 3.516 Tote wurden in diesem Jahr registriert.[1]

Im MĂ€rz 1944 erhöhte sich die Anzahl der Außenlager auf 22. 81 % der HĂ€ftlinge des Hauptlagers waren unterernĂ€hrt, jeder zehnte litt an Tuberkulose.[1] Am 24. August 1944 griffen Bomber der Alliierten die RĂŒstungsbetriebe beim Stammlager an und zerstörten diese zu großen Teilen. Auch HĂ€ftlinge wurden verletzt und getötet. Ende des Jahres 1944 war das Lager samt seinen Außenlagern mit 87.000 HĂ€ftlingen[1] belegt. Diese Zahl wurde hauptsĂ€chlich durch die „Evakuierung“ der inzwischen frontnahen Konzentrationslager im Osten erreicht. Auf TodesmĂ€rschen kamen tausende HĂ€ftlinge nach Buchenwald. In diesem Jahr starben offiziell 8.644 HĂ€ftlinge.[1] Im Januar 1945 trafen weitere EvakuierungsmĂ€rsche, vor allem aus den Vernichtungslagern in Polen, ein. Im Februar war Buchenwald das grĂ¶ĂŸte noch bestehende KZ. Es waren in Haupt- und Außenlagern 112.000 HĂ€ftlinge interniert.[1]

Befreiung 1945

Vor der Befreiung am 11. April 1945 wurde das KZ Buchenwald StĂŒck fĂŒr StĂŒck unkontrollierbar. Die interne Widerstandsbewegung, die sich organisiert hatte, versuchte, die SS in die Irre zu fĂŒhren und Chaos zu stiften. Sie versteckte verfolgte HĂ€ftlinge, Befehlen widersetzte man sich offen. Sie rief die HĂ€ftlinge zur Geschlossenheit auf. Bereits wĂ€hrend des Bombenangriffs auf das KZ im August 1944 war es dem illegalen Lagerkomitee gelungen, an Waffen aus einem der SS-Lager zu kommen. Diese wurden in den Blocks versteckt, vergraben oder eingemauert.[13]

Als sich Anfang April 1945 die 3. US-Army dem Lager nĂ€herte, versuchte die SS auf Weisung Himmlers, das Lager zu evakuieren. Etwa 47.500 Menschen waren am 6. April 1945 im Konzentrationslager inhaftiert, 22.900 davon im Hauptlager, 18.000 in den PferdestĂ€llen des Kleinen Lagers. 6.600 Juden waren schon am 5. April auf dem GelĂ€nde der Deutschen AusrĂŒstungswerke zusammengetrieben worden.[1] Vom 7. bis 10. April 1945 verließen auf etwa 60 Routen 28.000 Menschen des Stammlagers und mindestens 10.000 HĂ€ftlinge der Außenlager das Konzentrationslager Buchenwald in Richtung der KZ Dachau, KZ FlossenbĂŒrg und Theresienstadt. Auf diesen TodesmĂ€rschen und EvakuierungszĂŒgen starben zwischen 12.000 und 15.000 Menschen.[1]

Die Widerstandsgruppe bemĂŒhte sich, die Evakuierung zu verzögern, um möglichst vielen HĂ€ftlingen die Befreiung durch die Amerikaner zu ermöglichen. Man verfĂŒgte zwar ĂŒber die von der SS entwendeten Waffen, an deren Einsatz war jedoch erst beim Herannahen der Amerikaner zu denken, da sie nichts gegen die Übermacht der Wachmannschaften hĂ€tten ausrichten können. Die illegale Lagerleitung setzte am 8. April 1945 ĂŒber einen heimlich installierten Sender einen Hilferuf an die herannahenden amerikanischen Truppen ab. Die Amerikaner rieten zur Ruhe bis zur Befreiung. Am 11. April 1945 kam es zu FrontkĂ€mpfen in unmittelbarer NĂ€he des Lagers.

Gegen 11 Uhr begann die Ausgabe der Waffen an ausgewĂ€hlte WiderstĂ€ndler, die sich auf eine bewaffnete Auseinandersetzung einrichteten. Um 12 Uhr begannen die noch verbliebenen Wachmannschaften, den Lagerbereich zu verlassen und Stellung im SS-Bereich oder im umgebenden Wald zu beziehen. Um etwa 14.30 Uhr erreichte eine Vortruppe der 6. Panzerdivision der 3. US-Armee den SS-Bereich des Konzentrationslagers. Die HĂ€ftlinge begannen daraufhin den Kampf am TorgebĂ€ude und den benachbarten WachtĂŒrmen, wobei es ihnen gelang, einige nicht geflĂŒchtete Angehörige des SS-Wachpersonals zu entwaffnen und das Lagertor zu öffnen. Um 16 Uhr waren das Lager und mit ihm etwa 21.000 HĂ€ftlinge befreit. Ein amerikanischer Lagerkommandant wurde am 13. April berufen.[14] Die Selbstbefreiung, die nur unter der Deckung der US-Panzer stattfinden konnte, wurde spĂ€ter stark heroisiert, wie im Roman Nackt unter Wölfen. Die Anzahl der heimlich im Lager befindlichen Waffen war mit etwa 70[13] erbeuteten Waffen zu gering und die physische Verfassung der HĂ€ftlinge viel zu angegriffen, als dass ein effektiver Widerstand gegen das SS-Wachpersonal ohne Hilfe der amerikanischen Truppen möglich gewesen wĂ€re.[13] Die Vorstellung von einer komplett selbststĂ€ndigen Befreiung des Lagers durch die HĂ€ftlinge wurde durch die DDR-Regierung forciert, da sie gut in den sozialistisch-antifaschistischen GrĂŒndungsmythos passte und eine UnterstĂŒtzung durch den US-amerikanischen Klassenfeind als nicht opportun galt. Deshalb blieben die WiderstĂ€ndler unter den nichtkommunistischen HĂ€ftlingen unerwĂ€hnt. Nach der Befreiung konfrontierten die Amerikaner etwa 1.000 Einwohner der Stadt Weimar mit den Leichenbergen im KZ.[1] Die Mehrheit dieser BĂŒrger behauptete, nichts oder zumindest nichts NĂ€heres von den VorgĂ€ngen im Lager gewusst zu haben.

1945 bis 1950

→ Hauptartikel: Speziallager Nr. 2 Buchenwald

Nach der Befreiung des Konzentrationslagers ĂŒbernahm die Sowjetische MilitĂ€radministration das Lager und nutzte es von 1945 bis 1950 unter dem Namen „Speziallager Nr. 2“ als Internierungslager. In diesem Zeitraum starben ĂŒber 7.000 Menschen.

Widerstand

Schwur von Buchenwald

→ Hauptartikel: Widerstand im KZ Buchenwald

In den Konzentrationslagern ĂŒbertrug die SS die interne Organisation so genannten FunktionshĂ€ftlingen. Nach der Errichtung des Lagers wurden diese Aufgaben zunĂ€chst „kriminellen HĂ€ftlingen“ zugewiesen (vgl. Kapo). Bereits ab 1939 gelang es den „politischen HĂ€ftlingen“ schrittweise, die von der SS bis dahin bevorzugten „Kriminellen“ aus diesen Funktionen zu verdrĂ€ngen. Bis zur Befreiung ĂŒbernahmen politische HĂ€ftlinge wichtige Posten unter den FunktionshĂ€ftlingen. Sie konnten innerhalb der engen Grenzen des Lageralltags manches fĂŒr einzelne MithĂ€ftlinge bewirken. In der zentralen Arbeitsstatistik wurde von der SS der Arbeitseinsatz der HĂ€ftlinge geplant. Dort erstellten dann HĂ€ftlinge in deren Auftrag Listen, welche HĂ€ftlinge in welches Außenlager kommen sollten. So konnten dort zum Beispiel gezielt zuverlĂ€ssige WiderstĂ€ndler in das berĂŒchtigtste Außenlager Dora-Mittelbau eingeschleust werden. Schließlich schafften es HĂ€ftlinge, dort eine Widerstandsorganisation aufzubauen, die gezielte Sabotage an den V2-Raketen verĂŒbte.[15] Etwa 19 Prozent der fertiggestellten Raketen hatten diesbezĂŒglich MĂ€ngel.[16]

Im HĂ€ftlingskrankenbau konnten HĂ€ftlinge kurzfristig vor der SS versteckt werden. Das Internationale Lagerkomitee Buchenwald war ein konspiratives Organ von HĂ€ftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald. Unter ihrer Leitung wurde auch eine Internationale MilitĂ€rorganisation (IMO) gebildet. Im Konzentrationslager Buchenwald bauten Antifaschisten eine parteiĂŒbergreifende Einheitsfront auf. 1944 gelang es, ein illegales deutsches Volksfrontkomitee zu schaffen. Die illegale KPD im KZ zĂ€hlte bei der Befreiung 1945 629 Mitglieder in 22 BezirksverbĂ€nden. Hinzu kamen 111 Kandidaten und 59 HĂ€ftlinge, bei denen die Mitgliedschaft wegen NichterfĂŒllung der Parteipflichten nicht anerkannt wurde.

Nach der Befreiung des KZ am 11. April 1945 wurden von verschiedenen Gefangenengruppen Resolutionen und ErklÀrungen erarbeitet:

Zur Trauerkundgebung des Internationalen Lagerkomitees legten 21.000 Überlebende fĂŒr die Toten von Buchenwald am 19. April 1945 den Schwur von Buchenwald ab. DarĂŒber hinaus wurden unter anderem mit dem Entwurf von schulpolitischen Sofortmaßnahmen Planungen fĂŒr ein Nachkriegsdeutschland schon wĂ€hrend der Naziherrschaft getroffen.

Nachkriegsprozesse

Ilse Koch (Witwe des ehemaligen Lagerkommandanten) vor dem US-MilitÀrtribunal in Dachau

→ Hauptartikel: Buchenwald-Hauptprozess

Nach der Befreiung des Lagers wurde das Kommandanturpersonal des Lagers verhaftet. Unter ihnen war der Kommandant Pister, der Lagerarzt Hans Eisele sowie Ilse Koch. Auch FunktionshĂ€ftlinge wie der Kapo Hans Wolf wurden verhaftet. Die US-amerikanische Armee vernahm danach etwa 450 Zeugen zu den Geschehnissen im Lager und ihren Verantwortlichen. Beim Truppenabzug am 1. Juli 1945 wurden etwa 3 Tonnen angefertigte Unterlagen mitgenommen. Nach Sichtung der Lagerunterlagen wurde den Sowjets ein Angebot ĂŒbermittelt, dass diese die weiteren Untersuchungen vornehmen und den Buchenwaldprozess leiten sollten. Die Sowjets ließen dieses Angebot ungenutzt, da sie selbst befĂŒrchten mussten, dass gegen sie ein Prozess angestrengt wĂŒrde, da sie das Lager nach der Übernahme selbst als Speziallager Nr.2 weiter unterhielten.[17]

Die in Buchenwald begangenen Verbrechen wurden nun durch ein US-amerikanisches MilitĂ€rgericht im Buchenwald-Hauptprozess und seinen Nebenprozessen gerichtlich verfolgt. Die an den medizinischen Versuchen beteiligten Ärzte wurden im NĂŒrnberger Ärzteprozess (1946/1947) angeklagt. Angeklagte waren unter anderem der Abteilungsleiter fĂŒr Tropenmedizin am Robert-Koch-Institut in Berlin, Gerhard Rose, fĂŒr die Fleckfieberversuche an Sinti und Roma in Buchenwald und der SS-HauptsturmfĂŒhrer Waldemar Hoven, Standortarzt des KZ Buchenwald. Bekanntheit erlangte auch der Lagerarzt Hans Eisele, der in den Dachauer Prozessen verurteilt wurde.

Dokumentiert sind die Experimente in Buchenwald im Stationstagebuch von SS-HauptsturmfĂŒhrer Erwin Ding-Schuler, in Aussagen von europĂ€ischen Medizinern, die im Konzentrationslager inhaftiert waren, sowie durch Berichte von ehemaligen HĂ€ftlingen wie dem österreichischen Soziologen und Philosophen Eugen Kogon, der 1946 unter dem Titel Der SS-Staat ĂŒber das Leben in Buchenwald berichtete.

GedenkstÀtten, Mahnmale und Ausstellungen

Geschichte

GedenkstÀtte Buchenwald, 1983

Im Juli 1949 empfahl die Informationsabteilung der Sowjetischen MilitÀradministration der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), im Lager Buchenwald ein Nationalmuseum einzurichten.

Die VVN entwarf ein „Widerstandsmuseum großen Ausmaßes“. Die ehemaligen Baracken sollten dabei von verschiedenen Nationen fĂŒr eigene Ausstellungen genutzt werden. Der Entwurf scheiterte aber an den PlĂ€nen des SED-PolitbĂŒros. Der Plan sah eine ThĂ€lmann-GedenkstĂ€tte vor. DarĂŒber hinaus heißt es in einem Beschluss des ZK der SED vom 9. Oktober 1950, dass das gesamte Lager mit all seinen Baracken abgerissen werden soll. Nur das Krematorium – als Todesort von Ernst ThĂ€lmann –, das TorgebĂ€ude und der West- und Ostturm sollten erhalten werden. SpĂ€ter wurde außerdem die Aufforstung des GelĂ€ndes beschlossen. Der vorgesehene Abriss des Lagers folgte einem bestimmten Interpretationskonzept der Geschichte des KZ Buchenwald. Robert Siewert rechtfertigte 1952 den Abriss: „Das Wesen des Konzentrationslagers Buchenwald verkörpert sich nicht in den Baracken oder den massiven Blocks [
] Das Wesen war die tiefe Kameradschaft, die gegenseitige Hilfe, verbunden und gestĂ€hlt durch den Kampf gegen den faschistischen Terror, der organisierte Widerstand und der tiefe Glaube an den Sieg unserer gerechten Sache!“[18] Die endgĂŒltige Gestaltung des erhaltenen Teils des HĂ€ftlingslagergelĂ€ndes folgte dem Leitmotiv „durch Sterben und KĂ€mpfen zum Sieg“. Der Aufforstungsbeschluss wurde aufgegeben. Mehr als die HĂ€lfte des GelĂ€ndes wurde aber der Natur ĂŒberlassen. An den Standorten einiger ehemaliger Blocks wurden Bruchsteinfelder angelegt, welche die Umrisse markieren. Die Teilung des Areals „sollte einerseits der Eindruck menschenfeindlicher Öde und Unwirtlichkeit hervorgerufen, wie andererseits ‚bewusste[s] Zerschlagen des faschistischen Grauens‘ unter FĂŒhrung der GefolgsmĂ€nner Ernst ThĂ€lmanns zum Ausdruck gebracht werden“.[19]

In den 1950er Jahren wurden auf dem GelĂ€nde viele Informationstafeln angebracht. Auf diesen wurde die Geschichte des KZ Buchenwald auf die Darstellung des kommunistischen Widerstandes und der internationalen SolidaritĂ€t unter FĂŒhrung der KPD-Mitglieder reduziert.

Einweihung der Nationalen GedenkstÀtte Buchenwald, Briefmarkenblock der DDR 1958
30 Jahre Mahn- und GedenkstÀtte Buchenwald, Briefmarke der DDR, 1988

Am 14. September 1958 wurde die Nationale Mahn- und GedenkstĂ€tte Buchenwald eingeweiht. Mit dieser sollte der Selbstbefreiung der HĂ€ftlinge und der DDR als befreiten Teil Deutschlands gedacht werden. „Der Identifikation mit der DDR und dem Ostblock sollte die Ablehnung Westdeutschlands und der westlichen Allianz als potentiellen Nachfolgern des SS-Staates entsprechen. Gedenken bedeutete weniger Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit als vielmehr Selbstverpflichtung auf den SED-Staat.“[19]

Mitte der 1980er Jahre wurde festgestellt, dass die GedenkstĂ€tte immer weniger Jugendliche erreichte. Daraufhin wurden eine JugendbegegnungsstĂ€tte, eine Geschichtswerkstatt und eine Jugendherberge in einer der SS-Kasernen eingerichtet. In der Vorbereitung zu einer Neufassung der Ausstellung wurden neue Themen, wie das Schicksal jĂŒdischer HĂ€ftlinge, Homosexueller oder Sinti und Roma, angesprochen. Diese Neubewertung fand aber nur in FachgesprĂ€chen statt und wurde kaum umgesetzt. Auch die Geschichte des sowjetischen Speziallagers Nr. 2 wurde nicht thematisiert. Die zu Tode gekommenen HĂ€ftlinge des Speziallagers und deren GrĂ€ber in unmittelbarer NĂ€he der GedenkstĂ€tte wurden verschwiegen.

Kreuzweg der CFK ThĂŒringen April 1987

Andererseits begannen christliche und kirchliche Gruppen das GedenkstĂ€ttenareal fĂŒr sozial- bzw. friedenspĂ€dagogische Arbeit zu nutzen. Die Arbeitsgruppe ThĂŒringen der Christlichen Friedenskonferenz (CFK) lud seit 1982, z.T. zusammen mit der Evangelischen Martinigemeinde Erfurt zu einem sogenannten "Kreuzweg fĂŒr den Frieden" ein, bei dem die Teilnehmer an einzelne Opfergruppen des Lagers erinnerten und das Gedenken an sie in den Kontext gegenwĂ€rtiger Suche nach Frieden und VölkerverstĂ€ndigung einordneten. Dabei gehörten auch der Gedenkstein an die "Aktionsjuden" von 1938 neben anderen ErinnerungsstĂ€tten fĂŒr HĂ€ftlinge verschiedener Nationen zu den Haltepunkten. Im "Bunker" wurde an das Schicksal der Pfarrer Paul Schneider und Otto Neururer erinnert und am Krematorium an die dort ermordeten HĂ€ftlinge einschließlich des KPD-Vorsitzenden Ernst ThĂ€lmann. Diese Kreuzwege fanden teilweise mehrmals jĂ€hrlich eineinhalb Jahrzehnte hindurch statt. Auch die Evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Weimar, dazu spĂ€ter die Landeskirche luden zu Gedenkgottesdiensten fĂŒr den christlichen MĂ€rtyrer Paul Schneider ein.

Nach der Wende wurden im September 1991 von einer durch das ThĂŒringer Wissenschaftsministerium eingesetzten Historiker-Kommission Leitlinien fĂŒr eine Neukonzeption der GedenkstĂ€tte vorgelegt. Diese beinhalteten unter anderem das Gedenken und die Erinnerung an das Konzentrationslager und an das sowjetische Speziallager Nr. 2, wobei der Schwerpunkt auf dem Konzentrationslager liegen sollte. Die ErinnerungsstĂ€tten sollten dabei rĂ€umlich getrennt sein. Die Dauerausstellung sollte nach neuem Forschungsstand konzipiert und gestaltet werden. DarĂŒber hinaus empfahl die Kommission die Geschichte der Nationalen Mahn- und GedenkstĂ€tte Buchenwald in der DDR in einer Dokumentation zu veranschaulichen und den Namen in GedenkstĂ€tte Buchenwald zu Ă€ndern. Am 5. Juni 2009 wurde Buchenwald vom US-PrĂ€sidenten Barack Obama zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Überlebenden der Shoa und FriedensnobelpreistrĂ€ger Elie Wiesel besucht.

Ausstellungen

Im Rahmen der Gestaltung der GedenkstĂ€tte Buchenwald wurde 1995 die Dauerausstellung „Konzentrationslager Buchenwald 1937-1945“ im grĂ¶ĂŸten GebĂ€ude des „Schutzhaftlagers“, der Effektenkammer, eröffnet. Die Effektenkammer diente zur Aufbewahrung aller beweglichen Dinge und erfĂŒllte somit die Funktion eines Magazins. Diese Tatsache floss bei der Gestaltung der Ausstellung mit ein. In stĂ€hlernen SchrĂ€nken und Regalen werden FundstĂŒcke, Bilder, Dokumente und Biografien von Opfern und TĂ€tern ausgestellt.

GegenĂŒber dem GrĂ€berfeld des Speziallagers wurde ein neues GebĂ€ude errichtet. Dort öffnete 1997 die Ausstellung „Sowjetisches Speziallager Nr.2 1945–1950“ und zeigt Fotos, Erinnerungsberichte und FundstĂŒcke zum Thema. Die Ausstellungskonzeption hatte sich von Beginn an mit der Problematik zu beschĂ€ftigen, dass "sich unter den Insassen des Speziallager Nr. 2 zahlreiche NS-Aktivisten befanden".[20]

1998 wurde die Kunstausstellung „Überlebensmittel – Zeugnis – Kunstwerk – BildgedĂ€chtnis“ im ehemaligen DesinfektionsgebĂ€ude eröffnet. Hier werden kĂŒnstlerische Arbeiten ausgestellt, die von ehemaligen HĂ€ftlingen bis 1945 oder von Überlebenden angefertigt wurden.

Die historische Entwicklung der GedenkstĂ€tte und die Erinnerungsbildung nach 1945 ist Thema der 1999 eröffneten Ausstellung „Geschichte der GedenkstĂ€tte Buchenwald“ innerhalb eines GebĂ€udes in der NĂ€he des Mahnmals.

Neben diesen stĂ€ndigen Ausstellungen werden regelmĂ€ĂŸig unterschiedliche Wanderausstellungen gezeigt.

Neben der Kritik an der Ausstellung zum Speziallager Nr.2 gibt es zudem kritische Betrachtungen zu HĂ€ftlingsbordellen im Konzentrationslager. Dabei wird kritisiert, dass bis heute keine offiziellen Hinweise auf LagerplĂ€nen oder in Ausstellungen fĂŒr die Existenz solcher Bordelle gegeben werden.[21]

Mahnmal und Glockenturm

Stelenweg und Ringgrab, 1958

Das Mahnmal wurde in der Zeit von 1954 bis 1958 gebaut. Der Konzeption liegt das Motto „Durch Sterben und KĂ€mpfen zum Sieg“ zu Grunde. Der Besucher soll dabei weg vom Tod ins Leben gewiesen werden. Die gesamte monumentale Anlage ist in der Form dem Sozialistischen Realismus zuzuordnen. Vom Eingangstor fĂŒhrt eine Treppe hangabwĂ€rts. Die Treppe wird von sieben Stelen flankiert, die symbolisch fĂŒr die sieben Existenzjahre des Konzentrationslager stehen. Die Stelen wurden von den Bildhauern RenĂ© Graetz, Waldemar Grzimek und Hans Kies entworfen und erstellt. Auf der RĂŒckseite der Stelen stehen Texte von Johannes R. Becher. Am Ende der Treppe befinden sich Grabtrichter. In diesen Erdsenken ließ die SS kurz vor der Befreiung des Konzentrationslagers 1945 etwa 3000 Tote verscharren. Von den Grabtrichtern wurden drei in Form von RinggrĂ€bern zum Bestandteil der GedenkstĂ€tte.

Die RinggrĂ€ber sind durch Die Straße der Nationen verbunden. Die Straße der Nationen ist von gemauerten Pylonen mit den Namen von 18 Nationen flankiert. Eine breite gepflasterte Treppe fĂŒhrt zum Glockenturm Turm der Freiheit. Im Inneren des Turmes befindet sich eine Bronzeplatte, unter der Erde und Asche aus anderen Konzentrationslagern liegen. Die Glocke im Turmaufsatz stammt von Waldemar Grzimek. Vor dem Glockenturm steht eine von Fritz Cremer entworfene Figurengruppe zu Ehren des Widerstandskampfes im Lager. Sie wurde 1957–1958 in der Kunstgießerei Lauchhammer in Bronze gegossen[22] und 2002–2005 restauriert.

Denkmale und ErinnerungsstÀtten

Warmes Mahnmal – Gedenktafel auf dem Appellplatz, die ganzjĂ€hrig beheizt wird. DENKMAL AN EIN DENKMAL von Horst Hoheisel und Andreas Knitz

Neben den Ausstellungen und dem Mahnmal mit Glockenturm gibt es im ehemaligen Konzentrationslager weitere Denkmale, Gedenksteine und ErinnerungsstÀtten.

Bei der ersten Gedenkfeier am 19. April 1945, wenige Tage nach der Befreiung am 11. April 1945 errichteten einige Überlebende auf dem Appellplatz einen Obelisken aus Holz mit einer hölzernen symbolischen Feuerschale darauf. In dieses Denkmal ritzten sie die Zeichen K.L.B, die Zahl 51.000 und einen Kranz ein.[18] Der Obelisk sollte an die Geschehnisse erinnern, die den HĂ€ftlingen widerfahren sind. Der Obelisk existiert heute nicht mehr. (1995 wurde das DENKMAL AN EIN DENKMAL von den KĂŒnstlern Horst Hoheisel und Andreas Knitz erstellt). Es ist eine Metallplatte, in die im Mittelteil in alphabetischer Reihenfolge die Namen von ĂŒber 50 Nationen eingraviert sind. Die gesamte Platte ist das ganze Jahr ĂŒber auf 37 Â°C beheizt und strahlt WĂ€rme an diesem Ort der menschlichen KĂ€lte aus. [23]

Zelle im Bunker
Dort, wo der jĂŒdische Block 22 stand, wurde am 9. November 1993 das JĂŒdische Mahnmal geweiht. Es ist aus Steinen des Buchenwalder Steinbruchs erbaut und trĂ€gt den Psalm 78,6 EU in deutscher, englischer und hebrĂ€ischer Übersetzung als Inschrift.

„Auf daß erkenne das kĂŒnftige Geschlecht, die Kinder, die geboren werden, daß sie aufstehen und erzĂ€hlen ihren Kindern.“

Ein Teil der alten Bahnstrecke wurde seit 2007 durch den Gedenkweg Buchenwaldbahn wieder sichtbar. Dieser beginnt kurz nach der „Blutstraße“ und endet an der Verladerampe des Konzentrationslagers, neben den ehemaligen Gustloff-Werken. Er hat eine LĂ€nge von 3,3 Kilometern.

Die WiderstandskĂ€mpfer Dietrich Bonhoeffer, Friedrich von Rabenau und Ludwig Gehre wurden in einem SS-Arrestkeller in der NĂ€he des Steinbruchs von Anfang 1945 gefangengehalten und anschließend in FlossenbĂŒrg ermordet. 1999 entstand deshalb im freigelegten Keller die ErinnerungsstĂ€tte fĂŒr Dietrich Bonhoeffer, Friedrich von Rabenau und Ludwig Gehre.

Im Bereich des kleinen Lagers wurde mit Spenden aus den USA und Deutschland das Denkmal „Kleines Lager“ errichtet, Es entstand zwischen 2001 und 2002. Der Entwurf geht auf den New Yorker Architekten Stephen Jacobs zurĂŒck, der als Kind mit seinem Vater und Bruder zu Beginn des Jahres 1945 von Auschwitz nach Buchenwald ins kleine Lager verlegt wurde.

Der Gedenkstein erinnert an das jĂŒdische Sonderlager, das sich in den Jahren 1938 und 1939 auf dem Appellplatz befand. Nach den Pogromen im November 1938 wurden 10.000 Juden durch die SS nach Buchenwald gebracht und in Holzbaracken im westlichen Teil des Appellplatzes untergebracht, wo sie misshandelt wurden.

Von November 1944 bis MĂ€rz 1945 wurden zahlreiche verurteilte Kriegsdienstverweigerer und Deserteure der Wehrmacht in das Konzentrationslager ĂŒberfĂŒhrt. Am ehemaligen Block 45 erinnert der Gedenkstein an die Kriegsdienstverweigerer und Deserteure der Wehrmacht an diese Menschen.

2002 entstand der Gedenkstein zur Erinnerung an die Zeugen Jehovas ebenfalls am ehemaligen Block 45 zur Erinnerung an die inhaftierten Zeugen Jehovas, die im Konzentrationslager Buchenwald Opfer wurden. Ebenfalls am ehemaligen Block 45 erinnert der Gedenkstein fĂŒr die „Rosa-Winkel-HĂ€ftlinge“ an die 650 inhaftierten „Rosa-Winkel-HĂ€ftlinge“, von denen jeder dritte ums Leben kam.

Mit dem Gedenkstein zur Erinnerung an Frauen und MĂ€dchen am ehemaligen Block 5 soll an die ĂŒber 26.000 Frauen und MĂ€dchen erinnert werden, die fĂŒr die deutsche RĂŒstungsindustrie in den Außenlagern arbeiten mussten. Der Gedenkstein wurde 2003 eingeweiht und enthĂ€lt einen Text der polnischen Schriftstellerin Danuta Brzosko-Medryk. Das Rudolf-Breitscheid-Denkmal erinnert an den SPD-Politiker Rudolf Breitscheid. Breitscheid war im Sonderlager Fichtenhain interniert und starb bei einem Luftangriff der Alliierten im August 1944.

Gedenktafel fĂŒr Ernst ThĂ€lmann am Krematorium

Die Gedenktafel an die Ermordung Ernst ThĂ€lmanns befindet sich an dem ehemaligen Krematorium des Lagers, angebracht an der Außenwand, die zum Hof des GebĂ€udes zeigt. An dieser Stelle wurde ThĂ€lmann von SS-MĂ€nnern erschossen. Die Tafel wurde zu Zeiten der DDR, 1953, als erste Gedenktafel im Lagerbereich angebracht.

Buchenwaldlied

Zur Unterhaltung der SS war es in den Konzentrationslagern ĂŒblich, dass HĂ€ftlinge volkstĂŒmliche Lieder oder Marschlieder singen mussten. In Buchenwald wurde bei der SS das Lied „Steht ein Dörflein mitten im Walde“ nach dem Gedicht „So einer war auch er“ von Arno Holz beliebt und war Bestandteil des tĂ€glichen Appellablaufes.

Der „Schutzhaftlager“-FĂŒhrer Arthur Rödl forderte Ende 1938 HĂ€ftlinge auf, fĂŒr das Lager in Buchenwald ein Lied zu schreiben. In kĂŒrzester Zeit schrieben und komponierten die österreichischen HĂ€ftlinge Fritz Löhner-Beda und Hermann Leopoldi das Buchenwaldlied. Es bestand aus drei Strophen. Zufrieden mit dem Ergebnis ließ Rödl das Lied mit Nachdruck einĂŒben. Es wurde Standard beim Appell und anderen Gelegenheiten. So wurde es auch als Marschlied gespielt, wenn die Arbeitskolonnen ein- und auszogen. Weil der Massengesang nicht immer sofort funktionierte, bekam Rödl regelmĂ€ĂŸig WutanfĂ€lle und exerzierte Massen- oder Einzelbestrafungen. Die HĂ€ftlinge organisierten es deshalb so, dass die in der NĂ€he von Rödl stehenden Blocks mit doppelter StĂ€rke sangen und die weiter entfernten HĂ€ftlinge nur die Lippen bewegten.[24]

Ab 1942 gehörte das Lied nicht mehr zum offiziellen Programm, da im Konzentrationslager Buchenwald immer mehr auslĂ€ndische HĂ€ftlinge interniert wurden. „Umso mehr Bedeutung erlangte es aber fĂŒr einzelne HĂ€ftlingsgruppen, die es zu ihrer Selbstvergewisserung immer wieder sangen. Besonders der letzte Vers des Refrains ‚
 denn einmal kommt der Tag: Dann sind wir frei!‘ gab ihnen die Vision eines Lebens in Freiheit, fĂŒr die es sich lohnt, allen Mut und alle Kraft einzusetzen.“[25] Heute ist das Buchenwaldlied fester Bestandteil von Gedenkfeiern zur Befreiung.

Personen

HĂ€ftlinge

SchĂ€tzungsweise 250.000 HĂ€ftlinge waren in Buchenwald inhaftiert. Darunter auch viele öffentlich bekannte Personen, wie Politiker, Schriftsteller oder Geistliche. Des Weiteren wurden alliierte Soldaten nach ihrer Gefangennahme im Konzentrationslager interniert. Unter diesen waren auch 26 Soldaten der kanadischen Luftwaffe und 142 britische, amerikanische, australische und neuseelĂ€ndische Luftwaffenpiloten, die an den Fronten abgeschossen wurden. Sie nahmen Kontakt mit dem französischen Widerstand auf und verkleideten sich als Zivilisten, wurden aber aus den Reihen der WiderstandskĂ€mpfer verraten und nach Buchenwald transportiert. Indem sie dort als Spione behandelt wurden, konnten die Genfer Konventionen umgangen werden.[26] → Hauptartikel: HĂ€ftlinge im Konzentrationslager Buchenwald

Lagerkommandanten

Der erste Lagerkommandant war von Juli 1937 bis November 1941 SS-StandartenfĂŒhrer Karl Otto Koch. Er wurde wegen Unterschlagungen im großen Stile und wegen Schwarzmarkthandel zuerst nach Lublin versetzt, wo er die Errichtung des KZ Majdanek leitete. Dann wurde er jedoch von Heinrich Himmler fallen gelassen und exemplarisch fĂŒr alle anderen korrupten KZ-Kommandanten wegen Mordes an drei HĂ€ftlingen und Korruption angeklagt. Er wurde zum Tode verurteilt und am 5. April 1945 im KZ Buchenwald hingerichtet. Seine Ehefrau Ilse Koch, spĂ€ter auch als „Hexe von Buchenwald“ bezeichnet, war von den HĂ€ftlingen aufgrund ihrer Meldungen gefĂŒrchtet. Nach dem Krieg wurde sie deswegen im Buchenwald-Hauptprozess angeklagt und zu lebenslĂ€nglicher Haft verurteilt. Kochs Nachfolger wurde SS-OberfĂŒhrer Hermann Pister. Er leitete das Lager von Dezember 1941 bis zum April 1945 und baute es zu einem funktionierenden KZ-Wirtschaftsbetrieb um. Unter seiner Kommandantur erfolgte die Errichtung einer Waffenfabrik der Wilhelm-Gustloff-Stiftung beim Konzentrationslager. Nach Kriegsende wurde er verhaftet und von einem US-MilitĂ€rgericht im Buchenwald-Hauptprozess zum Tode verurteilt. Er starb Ende September 1948 in der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech an einer HerzmuskellĂ€hmung.[27]

Todeszahlen

Im Konzentrationslager Buchenwald starben schĂ€tzungsweise 56.000 Menschen. Darunter etwa 15.000 SowjetbĂŒrger, 7.000 Polen, 6.000 Ungarn, 3.000 Franzosen und weitere 5.000 Menschen aus 26 Nationen.[17] Etwa 11.000 Todesopfer waren Juden. 9.000 Todesopfer waren Deutsche (politisch oder religiös Verfolgte, Homosexuelle und andere). Davon konnten bislang 36.000 Menschen namentlich zugeordnet werden.[28]

Listen

Medien

Digitales Totenbuch

Am 9. April 2010 wurde das digitale Totenbuch KZ Buchenwald mit ĂŒber 38.000 Namen online veröffentlicht.[29] Das Totenbuch ist den Opfern des Konzentrationslagers Buchenwald und ihren Angehörigen gewidmet. Es trĂ€gt den Titel

  • Die Toten 1937 – 1945 Konzentrationslager Buchenwald

Es enthĂ€lt auch eine Statistik ĂŒber die offiziell registrierten Toten und geschĂ€tzte Zahlen weiterer namentlich unbekannter Opfer und ĂŒber die "LagerstĂ€rke" in diesen Jahren.

CD-ROM

Willy Schmidt, Christoph Leclaire, Andrea Meschede, Ulrich Schneider: Buchenwald – Ein Konzentrationslager. Hrsg. von der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora. Pahl-Rugenstein, Bonn 2002. ISBN 3-89144-335-8. (Print: siehe Literatur „Lagergemeinschaft“)

Filme

  • Und jeder hatte einen Namen
  • Nackt unter Wölfen
  • KZ Buchenwald/Post Weimar. Dokumentarfilm von Margit Eschenbach. Eine Produktion von Chronos-Film im Auftrag der Stiftung GedenkstĂ€tten Buchenwald und Mittelbau-Dora; 1999
  • Thomas Geve. Nichts als das Leben. Ein Film von Wilhelm Rösing mit Thomas Geve und Josua Rösing; 1997
  • Überleben im Terror. Ernst Federns Geschichte. Ein Film von Wilhelm Rösing und Marita Barthel-Rösing; 1995

Siehe auch

  • Die Stiftung Ettersberg zur vergleichenden Erforschung europĂ€ischer Diktaturen des 20. Jahrhunderts nimmt Bezug auf die Nutzung des Lagers durch Nationalsozialisten und Sowjets.
  • In HĂ€ftlingsvereinigungen organisierten sich die Gefangenen nach der Befreiung und Auflösung der Konzentrationslager.

Literatur

Erfahrungsberichte

SekundÀrliteratur

  • David A. Hackett (Hrsg.): Der Buchenwald-Report: Bericht ĂŒber das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar. MĂŒnchen 2002. ISBN 3-406-47598-1
  • Pierre Durand: Les Français Ă  Buchenwald et Ă  Dora. Les armes de l’espoir. Messidor/Éditions Sociales, Paris 1982. ISBN 2-209-05235-1
  • Klaus Drobisch: Widerstand in Buchenwald. Dietz, Berlin 1989, ISBN 3-320-00860-9
  • Katrin Greiser: „Sie starben allein und ruhig, ohne zu schreien oder jemand zu rufen“. Das „Kleine Lager“ im Konzentrationslager Buchenwald. In: Dachauer Hefte 14 (1998) S. 102 ff.
  • Katrin Greiser: ThĂŒringen 1945 – TodesmĂ€rsche aus Buchenwald. Überblick. Namen. Orte. Stiftung GedenkstĂ€tten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Weimar 2001. ISBN 978-3-935598-04-0.
  • Katrin Greiser: Die TodesmĂ€rsche von Buchenwald. RĂ€umung, Befreiung und Spuren der Erinnerung. Wallstein, Göttingen 2008. ISBN 978-3-8353-0353-9
  • Katrin Greiser: Sie starben keinen Opfertod. Wie das „Kleine Lager“ von Buchenwald aus der Erinnerung verschwand. In: Annette Leo, Peter Reif-Spirek (Hgg.): Vielstimmiges Schweigen. Neue Studien zum DDR-Antifaschismus. Metropol, Berlin 2001. ISBN 3-932482-78-6; S. 109ff.
  • Katrin Greiser: Die Masse von ihnen stellte kein kampffĂ€higes Element dar. Deutsche Kommunisten zur Evakuierung von Buchenwald. In: Ulrich Fritz, Silvija Kavčič, Nicole Warmbold (Hgg.): Tatort KZ. Neue BeitrĂ€ge zur Geschichte der Konzentrationslager. Klemm und OelschlĂ€ger, Ulm 2003. ISBN 3-932577-46-9 ; S. 138ff.
  • Katrin Greiser: Die Auflösung des Lagerkomplexes Buchenwald als Voraussetzung fĂŒr die TodesmĂ€rsche aus den Außenlagern in Rheinland und Westfalen im MĂ€rz und April 1945. In: Jan Erik Schulte (Hg.): Konzentrationslager im Rheinland und in Westfalen 1933-1945. Zentrale Steuerung und Regionale Initiative. Schöningh, Paderborn MĂŒnchen Wien ZĂŒrich: 2005. ISBN 978-3-506-71743-6; S. 281ff.
  • Katrin Greiser: Prozesse zum KZ Buchenwald; in: Ludwig Eiber, Robert Sigel (Hgg.): „Dachauer Prozesse“. NS-Verbrechen vor amerikanischen MilitĂ€rgerichten in Dachau 1945-1948. Verfahren, Ergebnisse, Nachwirkungen. Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte 7; Wallstein, Göttingen:2007. ISBN 978-3-8353-0167-2
  • Hans-Joachim Hartung: Signale durch den Todeszaun. Verlag Technik, Berlin 1974 (Bericht ĂŒber die Geschichte des illegal gebauten Senders)
  • Peter Hochmuth, Gerhard Hoffmann: Buchenwald, ich kann dich nicht vergessen. Lebensbilder. Texte der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Band 35. Dietz, Berlin 2007. ISBN 3-320-02100-1.
  • Götz HĂŒtt: Das Außenkommando des KZ Buchenwald in Duderstadt. GWD, Duderstadt 2005. ISBN 3-8334-2646-2.
  • Thomas Klemm: Die Kunst der Erinnerung. Die Figurengruppe Fritz Cremers in der GedenkstĂ€tte Buchenwald im Spannungsfeld zwischen staatlicher Erinnerungspolitik und kĂŒnstlerischem Gestaltungsanspruch; Studien des Leipziger Kreises, Forum fĂŒr Wissenschaft und Kunst e.V., Bd. 2. Leipzig 2002.
  • Roland Kaufhold: Bettelheim, Ekstein, Federn. Psychosozial-Verlag, Gießen 2001. ISBN 3-89806-069-1.
  • GĂŒnter KĂŒhn, Wolfgang Weber: StĂ€rker als die Wölfe. Ein Bericht ĂŒber die illegale militĂ€rische Organisation im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald und den bewaffneten Aufstand. MilitĂ€rverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 19884.
  • Eugen Kogon: Der SS-Staat (Geschichte der Konzentrationslager, vor allem Buchenwalds). Heyne, MĂŒnchen. ISBN 3-4530-2978-X; hĂ€ufige Auflagen und Übersetzungen.
  • Lutz Niethammer (Hrsg.): Der „gesĂ€uberte“ Antifaschismus. Die SED und die roten Kapos von Buchenwald. Akademie, Berlin 1994. ISBN 3-05-002647-2.
  • Wolfgang Röll: Deutsche Sozialdemokraten im Konzentrationslager Buchenwald. 1937-1945. Wallstein, Göttingen 2000. ISBN 3-89244-417-X.
  • Wolfgang Röll: Homosexuelle HĂ€ftlinge im Konzentrationslager Buchenwald. Nationale Mahn- und GedenkstĂ€tte, Buchenwald 1995.
  • Ernst von Salomon: Das Schicksal des A.D.. Rowohlt, Reinbek 1960 (ĂŒber den BuchenwaldhĂ€ftling Arthur Dietzsch).
  • Jens Schley: Nachbar Buchenwald: Die Stadt Weimar und ihr Konzentrationslager 1937-1945. Böhlau, Köln Weimar Wien 1999. ISBN 3-412-15298-6
  • Annette Seemann: Weimar: ein Reisebegleiter. Insel, Frankfurt am Main.
  • Harry Stein: Konzentrationslager Buchenwald 1937-1945. Begleitband zur stĂ€ndigen historischen Ausstellung. Herausgegeben von der GedenkstĂ€tte Buchenwald. Wallstein, Göttingen 1999. ISBN 3-89244-222-3.
  • ThĂŒringer Institut fĂŒr Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) (Hrsg.): Sehen, Verstehen und Verarbeiten. KZ Buchenwald 1937-1945. KZ Mittelbau-Dora 1943-1945. Materialien fĂŒr die Vorbereitung von Besuchen in den GedenkstĂ€tten. In: ThILLM Heft 43. ThILLM, Bad Berka 2000. ISSN|0944-8691
  • Volkhard Knigge, Thomas A. Seidel (Hrsg.): Versteinertes Gedenken. Das Buchenwalder Mahnmal von 1958. 2 BĂ€nde. Pietsch, Spröda 1997. ISBN 3-00-001065-3.
  • Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors: Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Band 3: Sachsenhausen, Buchenwald. Beck, MĂŒnchen 2006. ISBN 978-3-406-52963-4.
  • Konzentrationslager Buchenwald Post Weimar/ThĂŒr.. Katalog zu der Ausstellung aus der DDR im Martin-Gropius-Bau Berlin (West) 1990. Herausgegeben von der Nationalen Mahn-und GedenkstĂ€tte Buchenwald
  • Udo Wohlfeld: Oh, Buchenwald. Ein philatelistischer Exkurs. Geschichtswerkstatt Weimar/Apolda, Weimar.
  • Udo Wohlfeld: 
 und unweigerlich fĂŒhrt der Weg nach Buchenwald. Der Geist von Weimar hinter Gittern. Eine Dokumentation ĂŒber die Ursachen, die Weimar zu einer exponierten Stadt im nazistischen Deutschland machten, und die Folgen fĂŒr Hunderttausende Menschen Europas. Geschichtswerkstatt Weimar/Apolda, Weimar 1999.
  • Bill Niven: Das Buchenwaldkind. Wahrheit, Fiktion und Propaganda. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2008. ISBN 978-3-898-12566-6

Weblinks

 Commons: Konzentrationslager Buchenwald â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u Chronik des Konzentrationslagers Buchenwald. Stiftung GedenkstĂ€tten Buchenwald und Mittelbau-Dora, abgerufen am 6. Februar 2008.
  2. ↑ Udo Dietmar, "HĂ€ftling X ... in der Hölle auf Erden", Herausgegeben vom Land ThĂŒringen Landesamt fĂŒr Arbeit und SozialfĂŒrsorge, ThĂŒringer Volksverlag, 1945; s.a. http://www.trend.infopartisan.net/trd0408/t060408.html
  3. ↑ http://kriegsende.ard.de/pages_std_lib/0,3275,OID1145578,00.html
  4. ↑ Laurenz Demps, Christian Frederik RĂŒter: DDR-Justiz und NS-Verbrechen. Sammlung ostdeutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen; S. 334
  5. ↑ Emil Carlebach, Willy Schmidt, Ulrich Schneider: Buchenwald – ein Konzentrationslager; Köln: Röderberg-Verlag, 19882; ISBN 3-87682-786-8; S. 17
  6. ↑ Bericht im ThĂŒringen-Journal des MDR vom 7. Januar 2009
  7. ↑ Aus Begleitband zur Ausstellung Techniker der „Endlösung“. Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz, Aufruf: 10. April 2008 (pdf)
  8. ↑ Notizzettel von Heinrich Himmler, ReichsfĂŒhrer SS, von einer Besprechung mit Adolf Hitler in der Wolfsschanze, 14. August 1944 im Ausstellungskasten 4/31 in der ehemaligen Effektenkammer des KZ Buchenwaldes: „12. ThĂ€lmann ist zu exekutieren“.
  9. ↑ Christiane Roßberg: Arzt ohne Examen; MilitĂ€rverlag der DDR, TB Nr. 243, 1982, S. 38
  10. ↑ Details zum Aufbau des Lagers, Aufruf: 26. MĂ€rz 2008
  11. ↑ Christa Paul, Robert Sommer: SS-Bordelle und Oral History. Problematische Quellen und die Existenz von Bordellen fĂŒr die SS in Konzentrationslagern; in: BIOS 19 (2006), Heft 1
  12. ↑ Deutsches Historisches Museum: KZ Buchenwald, abgefragt am 15. Juli 2009
  13. ↑ a b c Die Befreiung des KZ Buchenwald, Aufruf: 6. Februar 2008
  14. ↑ Details und Zeitangaben nach Walter Vielhauer, Mitglied des illegalen Internationalen Lagerkomitees, in: Susanne Stickel-Pieper (Bearb.): Trau! Schau! Wem? Dokumente zur Geschichte der Arbeiterbewegung im Raum Heilbronn/Neckarsulm 1844–1949. Distel-Verlag, Heilbronn 1994, ISBN 3-929348-09-8, im Buch ISBN 3-923348-09-8 (formal falsche ISBN), Dokument 62.
  15. ↑ Niklas Reinke: Geschichte der deutschen Raumfahrtpolitik. Konzepte, Einflussfaktoren und Interdependenzen 1923-2002; Oldenburg, 2004; S.32; ISBN 3-486-56842-6
  16. ↑ Bernd Ruland: Wernher von Braun. Mein Leben fĂŒr die Raumfahrt; Offenburg: Burda, 1969; S. 235
  17. ↑ a b Manfred Overesch: Buchenwald und die DDR: Oder die Suche nach Selbstlegitimation; Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1995; S. 207ff, ISBN 3-52501-3-566
  18. ↑ a b Detlef Hoffmann (Hg.): Das GedĂ€chtnis der Dinge: KZ-Relikte und KZ-DenkmĂ€ler 1945–1995; Wissenschaftliche Reihe des Fritz-Bauer-Instituts, 4; Frankfurt/Main, New York: Campus, 1997; ISBN 3-593-35445-4; S. 119
  19. ↑ a b Geschichte der GedenkstĂ€tte, Absatz 8, Aufruf: 5. Februar 2008
  20. ↑ Annette Kaminsky / Bundeszentrale fĂŒr Politische Bildung (Hg.): Orte des Erinnerns: Gedenkzeichen, GedenkstĂ€tten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, Ch. Links, Berlin 2. A. 2007, S. 497-500, hier 500 (einsehbar bei Google Books.
  21. ↑ Robert Sommer: Der Sonderbau. Die Errichtung von Bordellen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern,2006, S. 7ff, ISBN 1-84728-8-448
  22. ↑ Referenzliste Kunstgießerei Lauchhammer, hier: 1957/58; abgerufen am 29. Oktober 2009
  23. ↑ Andacht zum Gedenken der Befreiung des KZ Buchenwald, Antoniterkirche am 11. April 2005, Aufruf: 4. April 2008
  24. ↑ Walter Poller: Arztschreiber in Buchenwald, Hamburg 1946, S. 129.
  25. ↑ Das Buchenwaldlied auf mdr.de, abgerufen am 14. MĂ€rz 2010
  26. ↑ Canadians in Buchenwald Concentration Camp, engl., Aufruf: 7. April 2008
  27. ↑ Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007. ISBN 978-3-596-16048-8, S. 323f., 463
  28. ↑ Mitteilung: Volkhard Knigge, Direktor der Stiftung GedenkstĂ€tten Buchenwald und Mittelbau Dora am 24. April 2010
  29. ↑ http://www.buchenwald.de/totenbuch/
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