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Das Kabinett Lieberknecht bildet seit dem 4. November 2009 die Landesregierung von Thüringen. Nachdem die CDU bei den Landtagswahlen 2009 die absolute Mehrheit verlor, bildete sie mit der SPD eine Große Koalition. Christine Lieberknecht wurde am 30. Oktober 2009 im dritten Wahlgang mit 55 von 88 Stimmen zur Ministerpräsidentin gewählt, nachdem sie in den ersten beiden Wahlgängen mit 44 Stimmen die absolute Mehrheit verfehlte. Erst im dritten Wahlgang, als überraschend Bodo Ramelow (Die Linke) als Gegenkandidat auftrat, konnte sie eine sichere Mehrheit erreichen.
Die Ernennung und Vereidigung der Landesminister erfolgte am 4. November 2009.
| Amt | Name | Partei | Staatssekretär |
|---|---|---|---|
| Ministerpräsidentin | Christine Lieberknecht | CDU | - |
| Stellvertretender Ministerpräsident | Christoph Matschie | SPD | - |
| Inneres | Peter M. Huber (bis 16. November 2010) Marion Walsmann (kommissarisch bis 8. Dezember 2010)[1] Jörg Geibert</small> |
CDU/CSU CDU CDU |
Jörg Geibert (bis 8. Dezember 2010) Bernhard Rieder |
| Justiz | Holger Poppenhäger | SPD | Dietmar Herz |
| Finanzen | Marion Walsmann (bis 8. Dezember 2010) Wolfgang Voß |
CDU | Rainer Spaeth |
| Wirtschaft, Arbeit und Technologie | Matthias Machnig | SPD | Jochen Staschewski |
| Soziales, Familie und Gesundheit | Heike Taubert | SPD | Hartmut Schubert |
| Bildung, Wissenschaft und Kultur | Christoph Matschie | SPD | Roland Merten, Thomas Deufel |
| Bau, Landesentwicklung und Verkehr | Christian Carius | CDU | Marion Eich-Born |
| Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz | Jürgen Reinholz | CDU | Roland Richwien |
| Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef(in) der Staatskanzlei | Jürgen Schöning (bis 8. Dezember 2010) Marion Walsmann |
parteilos (Vorschlag CDU) CDU |
Peter Zimmermann |
Peter M. Huber wurde am 11. November 2010 zum Richter am Bundesverfassungsgericht gewählt, am 16. November 2010 erhielt er seine Ernennungsurkunde. Bis zur Bestimmung seines Nachfolgers übernahm Innenstaatssekretär Jörg Geibert die Führung des Ministeriums, Finanzministerin Marion Walsmann übernahm kommissarisch die politische Vertretung des Ministers.[1]
Am 1. Dezember 2010 kündigte Ministerpräsidentin Lieberknecht folgende Kabinettsumbildung an, die am 8. Dezember 2010 mit der Ernennung der neuen Minister und ihrer Vereidigung vor dem Thüringer Landtag vollzogen wurde: Wolfgang Voß, zuvor Finanzstaatssekretär in Sachsen, übernahm die Leitung des Thüringer Finanzministeriums. Seine Amtsvorgängerin Marion Walsmann wurde als Nachfolgerin von Jürgen Schöning, der aus dem Kabinett ausschied, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Thüringer Staatskanzlei. Innenstaatssekretär Jörg Geibert wurde neuer Innenminister.[2]
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