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| Kadaň | ||||
|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | Tschechien | |||
| Region: | Ústecký kraj | |||
| Bezirk: | Chomutov | |||
| Fläche: | 6562 ha | |||
| Geographische Lage: | 50° 23′ N, 13° 16′ O50.379444444413.2711111111300Koordinaten: 50° 22′ 46″ N, 13° 16′ 16″ O | |||
| Höhe: | 300 m n.m. | |||
| Einwohner: | 17.857 (1. Jan. 2011) [1] | |||
| Postleitzahl: | 432 01 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | U | |||
| Struktur | ||||
| Status: | Stadt | |||
| Ortsteile: | 10 | |||
| Verwaltung | ||||
| Bürgermeister: | Jiří Kulhánek (Stand: 2007) | |||
| Adresse: | Mírové náměstí 1 432 01 Kadaň 1 | |||
| Gemeindenummer: | 563102 | |||
| Website: | www.mesto-kadan.cz | |||
| Lageplan | ||||
| Lage von Kadaň im Bezirk Chomutov | ||||
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Die Stadt Kadaň (deutsch Kaaden) mit 17.800 Einwohnern liegt im Ústecký kraj in Tschechien südwestlich von Chomutov am Ufer der Eger.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gegend war bereits im 18. bis 13. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung durch verschiedene Völker besiedelt. Als im Jahre 805 Karl der Große versuchte, Böhmen zu erobern, hielt die slawische Canburg an der Eger lange seiner Belagerung lange stand, wahrscheinlich das heutige Kadaň. Der heutige Ort wurde vermutlich Ende des 11. Jahrhunderts angelegt. Am 23. April 1186 schenkte Herzog Friedrich die Handelssiedlung dem Johanniterorden. Einige Jahrzehnte später wurde Kaaden zur freien Königsstadt erhoben, eine Königsburg erbaut und die Minoriten errichteten ein Kloster mit der Kirche des Hl. Michael. 1362 brannte die Stadt samt Burg nieder.
Zur Zeit von König Karl IV. blühte die Stadt wieder auf. Der Kaiser erteilte ihr mehrere Privilegien und ernannte sie erneut zur königlichen Stadt. Den Einzug Karls IV. in die Stadt feiern die Kaadener mit dem Kaisertag, der jedes Jahr immer am ersten Samstag im September stattfindet. Im Jahr 1534 wurde in Kaaden der Vertrag von Kaaden zwischen dem Habsburger Ferdinand und Herzog Ulrich von Württemberg geschlossen.
Bis zum ersten Weltkrieg war Kaaden Garnison der K.u.K. Österreichisch-Ungarischen Armee. 1914 lag hier das I. Bataillon des Bukowinischen Infanterie-Regiments Nr. 41.
Am 4. März 1919 demonstrierten die Kaadener Deutschböhmen nach dem Aufruf der Landesgruppe der Sozialdemokraten anlässlich des Wahltages zur österreichischen Nationalversammlung für das Selbstbestimmungsrecht und den Verbleib bei Österreich. Es kam zu einer Auseinandersetzung mit dem in der Stadt stationierten tschechischen Militär. Nach Mitteilung der Neuen Zürcher Zeitung vom 7. März 1919 wurden in Kaaden 17 Personen getötet, 30 schwer und 80 leicht verwundet. In einem Ehrengrab am Friedhof wurden die Toten bestattet; es wurde nach der Wende von 1989 wieder eingeweiht.
Die Stadt Kaaden hatte am 1. Dezember 1930 8.641 Einwohner, davon 672 Tschechen.[2] Aufgrund des Beneš-Dekrets Nr. 108 vom 25. Oktober 1945 wurde fast die gesamte deutschböhmische Bevölkerung Kaadens enteignet und vertrieben. Aufgrund reger Neuansiedelung hatte die Stadt am 22. Mai 1947 wieder 5.062 Bewohner. Zwischen 1966 und 1971 entstand die Talsperre Kadaň südlich des Franziskanerklosters.
Zur Stadt Kadaň gehören die Ortsteile Brodce (Prödlas), Bystřice (Wistritz), Kadaňská Jeseň (Gösen), Meziříčí (Meseritz) Nová Víska (Neudörfl), Nový Prunéřov (Neubrunnersdorf), Pastviny (Weiden), Pokutice (Pokatitz), Prunéřov (Brunnersdorf), Tušimice (Tuschmitz), Úhošť (Burberg), Úhošťany (Atschau) und Zásada u Rašovic (Sosau).
Das Kraftwerk Tušimice ist ein braunkohlegefeuertes Kraftwerk bei Tušimice. Es ging 1973/74 in Betrieb und hat eine Leistung von 800 MW. Der Schornstein des Kraftwerks ist 300 Meter hoch.
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