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| Kamener Kreuz | |
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| Karte | |
| Lage | |
| Land: | Deutschland |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Koordinaten: | 51° 36′ 3″ N, 7° 41′ 14″ O51.60083333337.6872222222270Koordinaten: 51° 36′ 3″ N, 7° 41′ 14″ O |
| Höhe: | 70 m ü. NN |
| Basisdaten | |
| Bauart: | Kleeblatt mit einer halbdirekten Rampe |
| Brücken: | 6 (Autobahn) |
| Baujahr: | 1937 |
| Letzter Umbau: | 2009 |
Das Kamener Kreuz ist – nach dem Schkeuditzer Kreuz – das zweitälteste Autobahnkreuz in Kleeblattform Deutschlands. Es dient der Verbindung der ersten Autobahnen des Landes, der A 1 (Nord-Süd-Richtung) und der A 2 (Ost-West-Richtung). Es wurde 1937 in Betrieb genommen. Allerdings bildeten die in diesem Jahr begonnenen Erdarbeiten für die Nord-Süd-Richtung anfangs nur einen Stumpf von 5,2 km Länge. Das fertig ausgebaute Autobahnkreuz wurde erst am 27. Oktober 1956 dem Verkehr übergeben.
Das Autobahnkreuz liegt im Nordosten des Ruhrgebiets bei Kamen und Bergkamen zwischen den Großstädten Dortmund und Hamm und ist aufgrund der hier aufeinandertreffenden wichtigen Verkehrsachsen ein überaus stark befahrener Verkehrsknotenpunkt. Die meisten Autofahrer kennen das Kamener Kreuz über die Staumeldungen der Verkehrsrundfunksender. Das Kamener Kreuz wird täglich von etwa 150.000 Fahrzeugen befahren.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Ein Umbau des Kreuzes wurde nach vierjähriger Bauzeit am 25. August 2009 abgeschlossen. Seitdem ist das Kreuz sechsspurig befahrbar. Eine besondere Herausforderung hierbei waren der Abriss und komplette Neubau der A 1-Brücke, die täglich von 90.000 Fahrzeugen befahren wird.
Das Kreuz hat seitdem die klassische Kleeblattform verloren, da der Verkehr von der A 2 aus Richtung Hannover über eine zweispurige halbdirekte Rampe auf die A 1 in Richtung Köln geleitet wird. Die Rampe unterquert hierbei in einem großen Bogen zunächst die A 1 im nördlichen Bereich des Kreuzes und führt über die A 2 hinweg im westlichen Bereich des Kreuzes an die A 1 Richtung Köln heran. Im Juni 2009 wurde die halbdirekte Rampe für den Verkehr freigegeben. Die bisherige Kreisfahrt im nordwestlichen Sektor des Kreuzes entfiel durch die neue Rampe. Die neue Verbindung darf seit 2010 teilweise nur noch mit 60 km/h befahren werden.
Der Ausbau der Tangentialfahrbahn zwischen der A 1 aus Richtung Köln auf die A 2 Richtung Hannover von einer Spur auf zwei Spuren wurde im November 2009 abgeschlossen. Durch beide Maßnahmen wird dem starken Abbiegeverkehr in der Beziehung Köln-Hannover und umgekehrt Rechnung getragen. Die anderen Verbindungen blieben einspurig.
Das Kamener Kreuz wird wegen seiner häufigen Staus und den daraus resultierenden zahlreichen Meldungen im Verkehrsfunk von den Einheimischen auch als „der größte Wallfahrtsort Deutschlands“ bezeichnet.
Durch den Umbau verlor die Autobahnpolizei ihren zentralen Standort mitten im Autobahnkreuz. Sie wurde neu an der A 1 in Kamen-Zentrum angesiedelt.
In der kurzlebigen Fernsehsendung Welle Wahnsinn (1982) mit Dieter Hallervorden wird auf die Strecke im Lied Geisterfahrer Bezug genommen. Im Film selbst ist aber eine Strecke in Berlin zu sehen.
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