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| Kamp | ||
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Kamplauf | ||
| Daten | ||
|---|---|---|
| Lage | Niederösterreich | |
| Flusssystem | Donau | |
| Abfluss über | Donau → Schwarzes Meer | |
| Quellhöhe | 920 m | |
| Mündung | Donau48.383333333315.8120Koordinaten: 48° 23′ 0″ N, 15° 48′ 0″ O 48° 23′ 0″ N, 15° 48′ 0″ O48.383333333315.8120 | |
| Mündungshöhe | 120 m | |
| Höhenunterschied | 800 m | |
| Länge | 153 km | |
| Einzugsgebiet | 1.753 km²[1]
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| Abfluss am Pegel Stiefern[1] | MQ |
9,63 |
| Rechte Nebenflüsse | Kleiner Kamp, Purzelkamp | |
| Linke Nebenflüsse | Taffa | |
| Durchflossene Stauseen | Ottensteiner Stausee, Dobrastausee, Thurnberger Stausee | |
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Kamp unterhalb von Roiten | ||
Der Kamp ist ein Fluss in Niederösterreich mit einer Länge von 153 Kilometern. Der Kamp entspringt südöstlich von Karlstift in Oberösterreich in 920 Meter Seehöhe und mündet bei einer Seehöhe von 120 Meter östlich von Krems in die Donau. Mit einer Einzugsgebietsgröße von 1.753 km² ist es das größte im Waldviertel.[2] Das natürliche Abflussregime ist durch hohe Abflüsse im Frühjahr (März, April) und geringen Abflüssen im Spätherbst (Oktober, November) gekennzeichnet. Jedoch ist disese Abflusscharakterisitk flussab durch die Errichtung der Staustufen verändert.
Der Name Kamp ist keltischen Ursprungs, geht auf das zutreffende Adjektiv kamb ("krumm") zurück und gehört zu den ältesten Namen der Region. Nicht nur der Hauptfluss trägt den Namen Kamp, sondern auch einige seiner Zuflüsse tragen Kamp im Namen. So existieren folgende Flüsse im Flusssystem des Kamps:
Ebenfalls bei Zwettl mündet die gleichnamige Zwettl in den Kamp. Dieser durchfließt dann mäanderartig ein enges Tal, das wegen seiner landschaftlichen Schönheit ein beliebtes Ausflugsziel ist. Er mündete einst in der Nähe von Krems in die Donau. Im Zuge des Baues des Donaukraftwerkes Altenwörth wurde die Mündung des Kampes gemeinsam mit der Mündung der Krems nach Altenwörth, Gemeinde Kirchberg am Wagram, verlegt, wo auch ein weiterer Mündungsarm, der Mühlkamp, in die Donau mündet.
Im Oberlauf wurden in den Jahren 1949 bis 1957 durch die heutige EVN drei Stauseen (Ottensteiner Stausee, Dobrastausee, Thurnberger Stausee) errichtet. Während der NS-Zeit wurde von der deutschen Wehrmacht der Truppenübungsplatz Allentsteig errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Truppenübungsplatz wesentlich verkleinert. Das Gebiet war aber durch die Zwangsumsiedlungen weitgehend leer. Dadurch war es verhältnismäßig einfach, diese Stauseen zu errichten. Heute liegt nur mehr ein kleiner Teil des Ottensteiner Stausees unterhalb von Stift Zwettl im Gebiet des Truppenübungsplatzes.
In die Schlagzeilen ist der Stausee während des Jahrhunderthochwasser des Jahres 2002 gekommen, als man der EVN vorwarf, die Schleusen zu spät geöffnet und damit ein Mitverschulden an der Hochwasserkatastrophe zu haben. Im Nachhinein konnte aber kein schuldhaftes Verhalten nachgewiesen werden.
Im Zuge dieses Hochwassers hat der Fluss zahlreiche Orte überschwemmt und sich zum Teil ein neues Bett gesucht. Als Schutz gegen neuerliche Hochwasser soll er wieder mehr Freiraum bekommen. Um die genauen Unterlagen für etwaige Rückhaltebecken und Auen zu bekommen, läuft auf der Universität für Bodenkultur Wien ein einzigartiges Forschungsprojekt, in dem Teile des Flusses maßstäblich nachgebaut werden.
Vor allem der Ottensteiner Stausee mit der Burg Ottenstein, aber auch das Kamptal selbst, sind beliebte Erholungsgebiete. Im Unterlauf des Kampes liegt das Weinbaugebiet Kamptal und der Naturpark Kamptal. Es umfasst alle Gemeinden des Gerichtsbezirkes Langenlois. Neben der Weinstadt Langenlois zählen dazu bekannte Weinbauorte wie Schönberg am Kamp, Zöbing, Gobelsburg oder Kammern. Hauptsorten des Gebietes sind der Grüne Veltliner und der Riesling. Letzterer findet seinen optimalen Anbau in den berühmten Lagen Heiligenstein und Seeberg.