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Karl-Heinz Körbel

Karl-Heinz Körbel

Charly Körbel, 2006

Spielerinformationen
Voller Name Karl-Heinz „Charly“ Körbel
Geburtstag 1. Dezember 1954
Geburtsort DossenheimDeutschland
Größe 182 cm
Position Vorstopper
Vereine in der Jugend
1962–1972 FC Dossenheim
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1972–1991 Eintracht Frankfurt 602 (45)
Nationalmannschaft
1973–1974
1974–1979
1974–1975
Deutschland Amateure
Deutschland B
Deutschland
5 0(1)
10 0(0)
6 0(0)
Stationen als Trainer
1994
1995–1996
1996–1997
1997–1998
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
VfB Lübeck
FSV Zwickau
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Karl-Heinz „Charly“ Körbel (* 1. Dezember 1954 in Dossenheim) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer. Körbel, der während seiner Profikarriere ausschließlich für Eintracht Frankfurt antrat, hält mit 602 Spielen den Rekord für die meisten Einsätze in der Fußball-Bundesliga. Er ist Vorstand des Jugendfußballclubs Frankfurt am Main.

Inhaltsverzeichnis

Spielerlaufbahn

Karl-Heinz Körbel begann das Fußballspielen in seiner frühen Jugend beim FC Dossenheim. Als 17-Jähriger wechselte der Vorstopper im Jahre 1972 zum Bundesligisten Eintracht Frankfurt, dem er bis zum Ende seine Karriere im Alter von 36 Jahren 1991 die Treue hielt. Neben seinen 602 Bundesligaspielen absolvierte er 69 DFB-Pokal- und 47 Europapokalspiele. In dieser Zeit erzielte er 45 Bundesligatore, drei Tore im DFB-Pokal und drei in Europapokalspielen.

Seinen größten Erfolg erlebte Körbel 1980, als er mit seiner Mannschaft UEFA-Pokalsieger wurde. Außerdem gewann er viermal den DFB-Pokal: 1974, 1975, 1981 und 1988. Deutscher Meister wurde er allerdings nie, dritte (1975, 1990) und vierte (1974, 1977, 1991) Plätze waren die besten Ergebnisse. 1984 und 1989 erreichte er mit Frankfurt den Klassenerhalt erst über die Relegation.

Die Relegationsspiele 1984 musste er als Zuschauer verfolgen, da er sich am viertletzten Spieltag der Saison 1983/84 das Schienbein brach - nachdem er zuvor mit zwei Toren maßgeblich zum 3:1-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg beitrug. Es sollte die einzige schwere Verletzung seiner 19 Jahre währenden Profilaufbahn bleiben. 1989 wiederum sorgte Karl-Heinz Körbel mit einem Kopfballtor beim 1:1 im letzten Auswärtsspiel in Hannover erst dafür, dass die Eintracht überhaupt in die Relegation gehen durfte und nicht direkt abstieg. Jenen Treffer im Niedersachsenstadion stufte Karl-Heinz Körbel in Interviews rückblickend als das wichtigste Tor seiner Laufbahn ein - wichtiger auch als seinen entscheidenden Treffer beim 1:0 im DFB-Pokal-Finale 1975, ebenfalls im Niedersachsenstadion.

Körbels Nationalmannschaftskarriere belief sich auf nur sechs Einsätze in den Jahren 1974 und 1975.

Weiteres Leben

Nach seinem Karriereende 1991 wurde Körbel zunächst Co-Trainer der Frankfurter Profimannschaft. Zwischen 1994 und 1996 war er zwei Mal für kurze Zeit Cheftrainer im selben Verein. Anschließend arbeitete er in der 2. Bundesliga beim VfB Lübeck und dem FSV Zwickau als Trainer. Später bekam er bei der Eintracht eine Anstellung als Scout.

Auch heute noch ist Körbel Berater des Vorstands von Eintracht Frankfurt und leitet zudem die Fußballschule des Vereins. Im Jahre 2007 gründete er den Jugend Fußballclub Frankfurt am Main[1], in welchem junge Talente aus Deutschland, teilweise auch aus Europa, von ehemaligen Profifußballern auf höchstem Niveau ausgebildet werden.

Nach Fritz Walter ist Karl-Heinz Körbel Schirmherr der Schlappekicker-Aktion der Frankfurter Rundschau, die unter anderem in Not geratene Sportler unterstützt. Karl-Heinz Körbel ist Botschafter der Initiative Respekt! Kein Platz für Rassismus[2].

Körbel besitzt in seinem Heimatort Dossenheim ein kleines Sportgeschäft, „Sport-Körbel“. Er war Botschafter der Stadt Frankfurt für die FIFA-Frauen-WM 2011 in Deutschland.

Erfolge

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. www.jfc-frankfurt.de
  2. http://www.respekt.tv/die-interviews/karl-heinz-koerbel.html
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