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Karl-Wilhelm Weeber

Karl-Wilhelm Weeber beim Bundeskongress des Deutschen Altphilologenverbandes 2010 in Freiburg im Breisgau.

Karl-Wilhelm Weeber (* 13. Mai 1950 in Witten) ist ein deutscher klassischer Philologe und Althistoriker. Seine Bücher erschienen zum Teil auch unter den Schreibweisen Carl Wilhelm Weber und Carl W. Weber.

Weeber studierte Klassische Philologie, Geschichte, Etruskologie und Archäologie in Bochum und Rom. Im Jahre 1977 wurde er mit einer Arbeit über das vierte Buch des römischen Dichters Properz promoviert. Im Anschluss ging Weeber in den Schuldienst; er leitete als Oberstudiendirektor bis zum 31. August 2010 das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium Wuppertal. Zudem ist er Lehrbeauftragter für die Didaktik der Alten Sprachen an der Ruhr-Universität Bochum und Honorarprofessor für Alte Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal. Zeitweise war er Fachleiter für Latein am Studienseminar Düsseldorf.

Weeber arbeitet vor allem zur Kulturgeschichte der Antike. Anders als so manche Arbeiten seiner akademischen Fachkollegen sind die Veröffentlichungen des Schulpraktikers Weeber deutlich von modernen fachdidaktischen Prinzipien eines adressatenorientierten und interesseweckenden Altsprachenunterrichts, der die Gegenwartsrelevanz der Antike aufzeigen möchte, geprägt. Dabei ist Weeber stets darauf bedacht, einem Publikum, dem der breite Zugang zu den Originaltexten der griechisch-römischen Antike schwer fällt oder ganz verstellt ist, im besten populärwissenschaftlichen Sinne fundierte Fachwissenschaft mit einem anschaulichen und betont gegenwartsnahen Sprachstil nahe zu bringen. So versucht Weeber auch moderne Begriffe bzw. Frageintentionen aktualisierend an die Antike heranzutragen, so z. B. Themen wie Umweltschutz (Smog über Attika. Umweltverhalten im Altertum, 1990) und Sportethik (Die unheiligen Spiele. Das antike Olympia zwischen Legende und Wirklichkeit, 1991). Sein reich bebildertes Nachschlagewerk Alltag im alten Rom. [Das Stadtleben.] Ein Lexikon (1995 u. ö.) zählt zu den auflagenstärksten und am meisten benutzen Lexika zum antiken Alltagsleben im deutschsprachigen Kulturraum.

Schriften

(Auswahl; in alphabetischer Reihenfolge)

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